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Full text of "Dr. Martin Luther's sämmtliche Werke"

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tcutfc^e ©(Reiften. 

9ta(6 btn 
ftltc^ Vuigabtn tviti^^ unb ^t'flDtifc^ ^eaTbcitet 

van 

Dr. 3o6aiin J^ontaC ^tmi^dttv, 

f. |H>t<ttm VfnttT ui krc !Rn|)abtni4t mb itodlfni 



n. 3: i f 4 c e b e m 
Stpct Sanb. 



Scfinffurt d. SR. un& (^langen, 
186 4. 



Br. aotartitt ^ntitf^ 



(intm tliüit Btttt 



Sieben unb fünfitgfter 93anb. 



Vierte %{>t^ei (nng. 



«ßetmiftbte beutfc^e ©Stiften. 



^ünftec aSanb. 



^ranffurt a. SK. iinb Gelangen/ 

4 9 5 4. 



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Sorr e bt 



Unter ben ^ifc^rebeti Siit^erS begreift matt' 
tie @ef^}ra^e, tuel^e er mit fernen ^au8genoffen 
un6 Äoftgängern, beren immer einige bei i|m 
ttaren, über %i\d) ober fonji im Umgang unb 
auf sReifen geführt l^oben foU unb bie toon iiinm 
outgeft^rieben tourben. 3)ie befannteften biefe? 
2ifd)geno|fen toaren: 

1) M. 9(uto.n Sauterbac^ ^)^ nad^ma^: 
liger Superinteubeut ju ^irua (f .1569*) 

2) M. «eit£)ietrid) 2), ßut^erS ^amu^ 
luö unb narf)maliger ^farr^err ju ©t» ©ebolb 
in >Rümberg (f 1549- alt 43 3-) 

3) M. ^ieron^muS 93efolb >), al^ 



1) Ueber fein ithtn f. St, ®ottl IDietmatttt: 
Me gefammte ter ungeänterten 9lu0^6. Sonf. {Uget^ane 
^heflerfd^aft in b. (S^urfflrßent^um Saufen, ^b. 1. 
p. 1019. !Bre«b. u. 8»)j. 1752. 8. unb 3o^. «(ti^ 
dtbinann: Supplemente unb Seri^tigungen }utä9io« 
grap^ie bei äBittenbergifc^en Diafonen )^. ^nf. be^ 
16. 3. t an 6i« auf aeaenio&rHse Seit. SiHltenK 
IbOH. 4. 

2) OieL (»fl. S^eob. ®ttobel: »a^r.«4^. b. 
^eb. u. b. ®^r. aSeit Dietrich«. 9lürnb. IHZ. 8. 

3) @. 6. d^rift. «itfi^ tt. %. «Qärfet: it- 
^ii«ftef(^rei6un0eR aUrr ^mtn OttiftHiftn, W\<^t U^ 



©iq)miiti'ttbeiit ju iRfinibiTfi an tct *Peft gcftor; 
bell, tt(t 42 3a6ti'. 

4 ) M. 3 f) a n 11 ® rf) l ti i II I) a II i f t II (Stl)Iafl 
in Jpoiifen), untcrfrfjrieD mit bie 3rf)malfalbifd)eii 
Ärtifel imb iparb ^^Jaftor in Sötten. 

5) M. 3ol)ünii a)Utf)ffiug *), toii 
1540 au um Öut^et, fiart als ^paftov in ^oa: 
ilixn%ti}al 1565. 

6) M. ©eoi'ä^Öiei: (^tovariu^ ^), jitlefet 
ctfiet üBibliotl^efar '^u 3cna, ftarb 1557, alt 
66 3a^tt. 

T) M. 3ot)ann StoIS (,and) ©tolj *), 
narfimoliget J^ofptebiger jn ffieimar. 

8) 3acob SßJpbcr, \f>äta ''Vfatrev ^^u 
Otbotf. 

9) Dr. ^ieton^mng fflcllcv '), jnlclt 
etftet <ptpfeRor bet S^eologie ju ^^eiberg, ft. 
i6T2., dt T3 3. 

10) M. Eaflini J^e^beiiteic^ "), julefet 
©upetintenbcnt in SEorgau, ft. 1586., alt 70 3. 



i. iR.€t. 91üin(ti;(t Ttit btt tRefctm. Sut^tri etMeiit. 
Slfitnt. 1756-59. 4. 

4) ®ein8(6en ^at 3o6. «fliltiai. 3BatUfi"«, 
Vfr. ). ^xiinilf, bti^xititn unb 1705 in 'Z)ität>cn 
ftriaus ftegtbcn. tOgl. aui^ 3cM«4 Uniii.8(j. Sb. 19. 

5} €, bttuntct 1. angeführte @c^nft (gibtnannä, 
u. e^g tt< 9cr4 t>- btutf^en SibelötiKftbuna Sut^tTä. 
in. 1835. a ®. 93. 

6) <Ra#n4t »• i^m aeben Jo. Seb. Müller m 
tumabb. Sax. p. 121 u. 1<7. u. b. 33etf. ber auterlef. 
t(eol. Sibl. V. 1052. 

7) «^ C(ir(t. «ott^olb Siltf^: JHi^tn^tMt 
b. 6t. 8k»«9 u. «pj. 1737. 4. I. 237—245. 

'; 9)'.e. Me lißtiT 1. angefaßt e^ri^ Sitt« 



vn 



i'iö^eteg nid^t befannt ift. - 

12) ^erbinanb a Maugis aliS Oefter^ 

fannt ift « - / 

13) Dr. Soat^im aRörlii! «)/ S)ia!onu8 
.^u SBitteirterg, julefet aSifd^of in @amfanb>: 
]L 1571., alt 56 3. 

14) M. Sodann @ai!^fe aui ^ofßdft, 
t>ou voeli^em Sutfeer in feinem iBriefc öom 10. =3«^: 
1541. an ben Äurf. 3ol^. griebric^ fagt, ba§:cc 
feit etlichen Sauren fein Äoftgdnger f et ^ dn bit 
IT. 3^^^ in 2Bitten6erg fhibive unb, obmol^I feit 
10 '^af^xm SRagifter ntib auggejefi^net im ßatei^ 
nitcben^ ®ned)if(i^en unb ^eOräifd^en, bennoi^ 
bei 'sBerlei^ung erlebigter fiectiongfteUen bei b« 
Umtjerfitdt inuuer aiig 9leib juriirfgefe^t »orben 
fei, mc§^alb er (8.) bäte, ber Äutfilrft tt)ottc 
riefem bie erlebigtc ßection be^ M. %ad) uöet^ 
tragen (®- g3b. 55. ©. 325 utif- «u8gO : 

15) 3o^anne8 Änrifaber *®), vm 
1551-1562 aoft>rebiger in SSWmar, t)on,15«fi 
an ^aflor an bet ^ebigetfird^e unb Senior be3 
crangelifc^en 3Kitiifterium8 ju ßrfurt, tDO er auf 
18. 'ytor>. 15T5 im 56. 3a^re ftarb. Kr mt 
nur in ben 3* ^^^ ^^^^ 1^46 tttn Stt^enu 

16) ©oifgang @et)ern8 (®^iefer)y 

rr 

9) 6. Adami Vitae Iheologor. u. (St^nraltn: 
9to0ra|)(u fämvtti^et $a{loten «nb ißreHact dtt ^p% 
Stabt» u. qjfanfird^c^ ju JQBtttenbcrg ®. 12 u. bejfcn 
<Sup)»lemfnte jc. ®. 65 — 70. 

10) @. 3uß. @^p^. Motstihmann: Erfordia 

litmia« 2. eaMRlnne, «hrf. 1730. 8. r- 211—221 
B. Sinbfeil« Citt(. p. XXI. 



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SßtSctfrtpr bec Büfyxt hv% fRÖin. ^5ni(i$ ^rrbi« 
iifliib. ©. Sift^rcben «b. 1. p. 33T." §. 454. 

17) Dr. ^eiuifrfe, ein mUne, Stud. 
theoi. @. SEifrfjrebcti 58b. 2. §. 774. 

SSoii biefen äRäimerii fiabcn bic ittciften, 
Waü fic SWerfimirbitieS miS Öiitfier? OTimbe Vers 
ufltmiien, für fit^, o^iie CiitfierS SBiffni uiib 
SSiUen, aufge.icirfjnct, iiirfjt, um e£( biiTt^ ben 
3)mrf ^u ücr5ffeiittid)eti , foiibern lebiflllrf), um 
iljre ffirinneninfl bntnn ftetsi (e&eiibifl i(u er&alten. 
2)iefe auf jeic^nmifleti f aiumcltc [l?dtcr 3 p Ij. 
Äurifüber, brachte \ie unter flcuitffe SHubrtfeii, 
ffifite öinju, ivq8 er [elbft in bVii Saferen 1545 
unb 1546 tut Uuigaiiftf mit Qiit^mi mtd bcfi'nt 
SDhinbe 3Rcrhi)firbic;c? veruonimnt mib fln6 bae 
®an|\e 1566 ^u Si^letint in ^ol. hecattS. iTcii 
tneffhti ©toff baju fdjHiicn iftnt 9(nt. ßauterj 
bttdiS, 3oi Stolfeng imb Sncob a&eluT^ 
SIuf;ieid)minqeu gdicfert ju finbeii, bn er bereit 
flefc^riebene Coliecfanea colloquioruui befoit« 
bcrS ^error^ebt, iwictpo^I er auo) bpr i^t>n ihm 
iraufeten ■^ftubfc^tlften eiiie§ ^ci t Eietritt), 
^.93efo(b,3.®d)IninI)nuffeii&mtb3.3)ltts 
t^efiuS flebctift. 

aöie tuenfg eine folrfje SScröffeiitüc^uitg beut 
©iittte ßiit^erS entf()rec^enb ttior, Infet fid^ fr^on 
au£> friiieni öfter att8gefl?roi^eneit SBtmfc^e erfen* 
iie«, ba§ alle feine aSiMjer ju ©runbe gehen 
ober 9 fllaftem tief intter ber Srbe begraben 
fein mSt^ten. Stber ei ^atte überbieg noq auS: 
btficfftd) gedeten '), ^^tiian in6d)te bot^ ja nic^t 



1) 3n bn fSotrtbt jn tttt o(ne fein SlffcR, 
)tbo4 nit nal^Mgll^n eiitmOlgniifl, {cbniAtcit Concio- 



IX 

ireber Bei feinem CeBen, nod^ wenn er tobt fei/ 
ettooS ^erauSgebeu t)oii feinen ©ebanfen^ fo man 
enteeber bei feinem fieben mit fiift enttoenbet 
unb geflol^Ien ober toeld^eS, tt)eim er tobt fei, 
fcfton Dörfer jemanben mitgeteilt »orbcn fei/' 
Unb nun ioutbe fogar> tt)a8 er in Vertrautem 
Ateife an feinem 3;ifd^e aefprod^en^ loie eS ber 
Stugenblixf, bie Umftänbe, bie ©emüt^Sftim^ 
mung eingegeben, berOeffentßr^feit J)rei8gcgeben! 
ß6 t^er^^t fid^ bal^er toon felbft, ba§ au8 biefen 
Xeu§erungen Sut^erS fid) h)eber fär nod^ geaen 
feine ^erfon ober fie^re etttag Sntf(J)eibenbe8 
bett^eifen lä§t, jumal ba nid^t ermittelt merben 
fann, tt)a8 batoon ettoa toon fubjectiöer fd^iefer Auf« 
fajfung, ober t)on fel^lerl^pften Äbfc^riften l^er^ 
tükt. 9(m n)enigften aber fann i^nen ba eine 
^eiefraft eingeräumt »erben, loo fic mit bett 
i»(?n ßut^er felbft jum 3)ni(f bef6rberten ©d^rif^ 
ten im SBiberfpnid^e ftel^cn. Äuc^ fmb fie big 
auf ^ Q l (i^ niemals in bie ®ef ammtauSgaben ber 
©erfe Dn Öutl^erS aufgenommen toorben, ob« 
gleid) noc^ nad^ i^rem erften (^d^einen bie ein« 
feinen a;^i(e ber SBittenberger unb 3^<ter ©amm« 
iung öfters toiebergebnuft loorben fmb. 

©0 fe^r ini^ bie SSeröffentlid^ung biefer 
^ifc^reben toon ben dineu beflagt, fo begierig 
tourbe fte bagegen toon ben $(nbeni aufgenommen. 
2)ie|i betoeifen' bie fd^nell nac^ einanbcr erfc^iene« 
nen Auflagen, beten in ben erjlen 15 Salären' 
nac^ Sturi^berS erflec IbtSgabe nid^t »eniger atö 
12 bie ^ejfe toetttefien. 9)lan. ^at aber unter 
benfelben unb ben f^tem 2)rurfen jteeierlei aHte 



nuUe qutedam D. M. Lulheri amico cuidam praescrlptae. 
Viieb. 1537. & 



V« «» 



rt)« bic imfricje dnc^mrijtet ift, 
cienbcm XiUii 

(jHüt^) 2;if(^rcJ)cu || (RuDai 

LOQVIA DUCT. || (rcti» >Dia 
cc in inelen || Saten^ flegcu <iela 
freintbdi CSe? || (W»orj)' fteu, t 
ciefellen flefurrt, 9?ac^ || bcn ^tn 
C^riftli^ II cf)eu ßere, j^ufaininni 

nniterrot^) ^O^ait. 0. ^Op. || (fc^i 

i^Briflcn 93roctcn, Äuff baö nie 
(»0«) ©ebrucft \n (vicfleoeii. In»« 
SmtWfrf), II (roti) 1566. «uf b 
titelMattcs? boftubet firf) ba» flräf 
Sal>)>cn in ^^ol^brucf; fticrniif f 
Sorrcbe, 9 s&ii \u ■V4 e., foban 
ift bcr 82. ( 80. ) .6aiH)tftucfe 
a8 Üöerf feiaft auf 625V, «lat 
sieben W/., mattcv ..9tcciifter 
^er 3nl)alt"^ imr^ bcin Äli>^abe 
ib 4 ßorrccturcn ancjc^ciflt- 



XI 



ffionio 2antexf>ad) juf amtncngetragcn , ^et^ 
naei^et in gctoijfe 8oco8 Sbmmuneg tjerfaffet, 
\)nnb au§ t)ifl anberer ©ele^ter ßcutl) Sotterta^ 
nciS geineftret, Durc^ ^erm 3^^- 3lurtfa6er- 
roruntec Cutter« S3ilb. 

Die stDcite bon Äurifaber fel6ft tjeforgte ■ 
ausgebe erfd^tcn gldd^fallg ju grff. a/Sffl., M 
Billion «dflter 1568 in ^ol, mit einer t)on ©r^ 
fürt au8 am 1 • ^uH batirten ffiortebe, in toeldiec 
9nTi faber firt) Tiber bieSSeranbenmgen unbS«^ 
fäte in ben 9ia(^brii(fen beflagt unb batjor iDamt, 
inbnn biefe SiM^I^ ^^'4)48 9leue8 entl^ielten, er 
bagegen nor^ |o biel 3;i[c^reben Cutl^erS 6efi|;e, 
to^ fr faft noc^ einin 93anb bat)on liefern fönne. 

3m % 1569 etfd^ienen abermatö jnjei 8(u8^ 
oflbcn in ^oL, bie eine ju grff-, mit einem SJn^ 
ixmj unb einer an ben 9lat^ ber ©tabt 9fan^ 
^Tteibufc^ getitf)teten Sufc^rift 3o^. ^intfS t?. 
24. 3Rärj 1668, nebfl 9prop^ece^nngen Cut^erS, 
;u)ammengetragen bon M- ®eorg SE&alt^er; bie 
anbere ju ßiöleben bei UrBan iStonBifd^, n)eld)e 
1577 neu aufgelegt tourbe. 

2) ÄnberÖ atö bie 9[urif ab er^fc^e einge^ 
rid^tet ift bie ®tangh)aIbMrf)e 9lebactiom 
ÄnbreaS JStangtt)aIb, Sanbibat ber 3;^eo^ 
logie au8 ^rcu§en, 6rad^te namlid^ bie 8turifa^ 
ber*fd^e «ugga6e ber Stifd^reben Cutter? in eine 
neue, panj anbere Orbnung, fonberte bie fremben 
3Katenen ani^ bllbete babon einen 6efonbern »n^ 
bang, berichtigte bie 9?ad^Idfl[igfeilen unb Srrt^flj^ 
mer beS «urifaber^fd^en 35rud!e8, unb gab fobann 
ba8 gaSerf bei a:^öma8 8*ebart8 Srben ju granf^ 
fint o/äR. 1571 in %ol unter bem Sttel l^erau«: 

COLLOQ VIA '■ I Ober 11 (tot^) Stift^reben 
3)oc^ I tot 9»art, ft#fr#, &0 et in bieten \ 



(f*ran) Sflren, (jcfleii (Üiflärten Öeutcii, mtf) 
frembbeti ®Efteu, »iib || feinen 3:ifdiflefeUeu fles 
fähret, ytori) bcn $fiin>tftfirfeii i^iifvrer [| Sljrift* 
lirficn l*el)rc, jiifaTiinieitjjctnifleii. 33nb je^t | 
(rDi^) ?(iiff($ iii'iitvi' in ein rjd)ti<)e Otbmmft i^ci 
[*racl)t, ^iiiib iiQii) I (r^nuT}) (eii (|efd)rie^e)ieti 
a:ifrt)reben S^oct. SDtort. Cutft. || ßorrifiierft, || 
^ofinii. am 6. || Samict bif vbrififti iörorfni, 
8(iiff bog iiirfjtis biiiDfoinme. (j l3nninter ein 
•&oIjfd)iiJtt, ioclct)er Cut^prii mit G @eno{fen an 
fiiiptii (iebe(fteti Sifdje fi^enb imb babor 4 Ana* 
Üni flc^cnb, fiimiiit(irf) bag Sifdjgei'ct vcrridjtenb, 
borftcUt. Unter bem ^pljfrijnitt • («t^) ©ebniiit 
jnj^rflncffiirt nin 3Jtfll)n, bitrc^ 3:^0= | (Waan) 
mn8 9tr&artS (Seligen erben, «mio || M. D. LXXl. 
Fol. 2 bi§ 9 1 (e^nr asiattjifffni) [teljt 9(nrifü6ftÖ 
SJorrebe, mit ber Unterschrift: „änno 1569." — 
Fol. 10. Xin8 „Meflifter ber SapM, toie fcte 
auf cinanber folgen." i)ie6 Megifter «nifafet bies 
feliien 43 ^a))itcl, in berfribrn ?(ufeinanberfolge 
, nnb mit benfelben •Oaii))tnikrifeii (Scriptura, 
vcrbum Dei. Heus. Creatura. Homo & 
Hominis cum Deo noivtovia. Ecclesia. 
Oeconomia. Schola. Politia. Cönsummatio, 
seu novissima niundi dies) , loie ftc in ber 
©elnecccrifrfien erften Sluägnt'e b. 1577 unb in 
ber ©tangiüalb'fdjen neuen SInflgatie bon 1591 
flehen, nnr mit bem Unterft^iebe, ba§ erft bei 
ie^terer bie fletneu '^v.^ai^v inib %0änberungen ge* 
madjt Hiorben firb, toelt^e ^inbfeil ©.XL & 
XLI feiner Sinleitung angezeigt ^at. Fol. 11 
enttjült ein ,,Äurtje8 iRegiflcr ber fümeinbften 
SRaterien, nat^ orbnung be| || S[l)>^a&etg, bobun^ 
ber einfelHge fiefer in folgenbeS grogeS Stegiftet 
gettei f \\ fet ntirt, ba er fmnct, toaS et begecet/ 



xm 



b fcittcr ritfitiflcr orbniinj^ || fieifamineit pnbet. |I 
Au* biefeö JRcc^ifto:, fc toic ber auf Fol. 12 
ciitBalteuc „Index biblicus" fHmmt (|etiau mit 
bem 2e(necccr'[d)cn ilberein. Fol. 13 ift leer, 
•öierauf bcfliunt baS 9Serf felbfl, tüelcfteö 442 
foliirtc aSlätter uinfaftt, auf bereu erfteui unter 
tcni Jitel Sutfierä ^ilb in «^ot^ cicfrj^uitten au 
feheu ift. Xer Änfianc; l^on 27 uicf)t folürten 
^ölattcm fiat eiucu befouberu ^iteU auf \i^cld)eui 
bcr nauilirhe -Ool^fcfcuitt vorfouimt, \m ber 
bc6 i€^au)>ttttel£^, uämlid) bie ba8 3:ifd)geliet i^er^ 
ri*teube ©efellffhaft S)er Stitet aber lautet: 



APPENDIX. 

ÜWaterien , f o 



Ober II 9(nl)au(^ ber freuibbeu 
6iu iMtb tDJber t^uter beu 2\']A)i 
teten mit iugef|.^reuc|et cjeliH*? || feu, iMUib borf) 
;un 3:ifd)reben eiicjeutlirf) uid)t <ie&öreu, || 'i^um 
ib?A a\id\ !roc. 3Rart. 8ut^er§ n^u^ || iMib (tar 
mrf»t fmbt. (I 9krift orbuuu(\ ber 6a))ittel in 

^ifchreben. (fofc^t ber ^oljfdJnUt. JDaruntfr:) Webrucft 

^u Afrancffurt am 9Wat)u, burrf^ ^bo^ \\ uia8 
r»ebart§ Seligen grbeu/auuo I| M- D. LXXI. || 
Xiefe 23orte " fte^en tvieberl^olt auf ber le|jteu 
Seite ^ mit grofiier uub fetter Srfirift cjebruclt, 
bie 3a6Tfi(5a^i aber (15T1) mit arabifcfieu 3if^ 
fmi *). 25er 9tame be8 Herausgeber? ift ^war 
bei biefer 9ini({abt uirgenb? geimnut, e8 fauu 
aber gor fein 3*cifel barüber * obttalteu , bafj eö 
'Stangtoalb U)ar, ber fte beforgt ()at, weuu man 
bcffen äJorrebe ju feiner neuen Äuggabe toou 1591^ 
an beten @d^(u§ er ftd^ nennte nad^Iieft. 5Denn 
^ier fagt er: ,/S)ictoril aber ber erfte «bbnuf 
ber äitf^beit Sutl^eri^ fo Stnno 66 ju ßi^Ieben 



*) ein (Birmplat biefer fHu^gabe beflnbet jid^ in 
b«r UnigL SiMiot^f ju SBambet« (Qg VI). 



••1»%«J 



$riffhrebcn T)oct. SDfart CutI 
^obaw. am 6. || Samlot tio 
?(uff biVo niri)tö iMii()fonnm\ 
•^>ol5fri}uitt, iDcldjer i^ut^mi n 
einem ((ebedften 3;ifd)e fi^eub n 
ben fte^enb, ffimmtlid) baei 3;ifd 
barftcUt. Unter bem i&oljfti^nitt 
^n.^rancffnrt am SSlax^w^ hnxd) 
nm8 SÄebartg (Seligen ßrben, Am 

Fol 2 618 9 Ä (o^Bf «lattjlffrm) 

SSorrebe, mit ber Unterfd^rift : ,, 
Fol. 10. T)a8 ,,9tegifter ber , 
anf einanber folgen." ' i^ic§ 9feg 
felben 43 Äa»)itcl, in berfelbcn 
nnb mit bcnfelben 9 ^ant)tru6ri 
vcrbum Dei. Dens. Creati 
Hominis cum Deo noivwv 
Oeconomia. Schola. Politia. 
5eu novissima mundi dies), 
Selnecccrifc^en erften Änägabe \ 



k/i«* 



rr^L. 



xm 



in ferner ridfjHfler orbnung | 6eifammett finbet. || 
Und) biefeS aiegifler, fo ttie ber auf Fol- 12 
entöolteiie „Index biblicus" fWmmt cjenau mit 
bem Selnccccr^fc^en lifierein. Fol. 13 ift leer, 
.hierauf beginnt ba8 9Berf fettfl, n)elti)e8 442 
foliirtc 99latter umfaßt, auf bereu erfteni imter 
bcm Stitel SufterS 93ilb m ^olj gefd^uitteu j^u 
leben ift 35er »n^aucj toon 27 tiic^t foliirten 
blättern 6at einen befoiibem SCitef, auf toelcfiem 
ber näinUc^e «OolAf^nitt borfoiumt^ \m ber 
be^ ScüMpttitelü, nämlii^ bie ba8 Slifc^geBet l>er^ 
ricf)tenbe ©efeüfd^aft* Der Stitel aber lautet: 



APPENDIX. 
aRaterien , f o 



Ober II Slnl^öng ber frembben 
^iu toub^ tDiber imter ben 3;ifd)^ 
reben mit ingefl?renget firtDe? (| fen, imub bod^ 
^un 3;ifc6rebeh ct)(ientltd) uid^t gel^öreu, || '^mx 
tbcil outfc 5Doc, 3Rart. ßut^erS (\ani^ || i>ub gar 
nitht nubt. I ^aä) orbuung ber Sa))tttel in 

iifAreben. (folgt ber «olgf^nUt JDaruntet:) (Sebnirft 

^u ^ancFfurt am äßai^n, burd^ Stbo^ || mag 
J»e6art8 ©eligen Srben, «nno | M, D. LXXI. || 
Tiefe SBorte ftel^en tDieberl^olt auf ber legten 
Seite, mit gro§er unb fetter ©d^rift gebruift, 
bie Sö^äja^l aber (15T1) mit araiifd^eu 3tf^ 
fim *). 2)er Slame be8 ^erau8ge6er8 ift AU)ar 
bei biefer Aufgabe nirgenbg genannt, e8 fann 
aber gar fein 3^eifel barüber obwalten , ba^ e8 
tgtangtoalb tt)ar, ber fie beforgt ^at, wenn man 
bejfen SSorrebe ju feiner neuen Äu8gabe idou i591, 
an beren @d^Iu§ er ftd^ nennt, nac^Keft« Denn 
^ier faßt er: ^,£)ien)eil ober ber erfte Äbbrutf 
ber S^fd^reben Suti^eri/ fo Sinuc 66 ju Si§Ieben 



*) et« üsmplax Mefer 9ltt«ga(e beflnbet ^69 in 
tn niii«L SiMiotM i« ^mUtg (Qg VI). 



• «■»V « 



(IctDffcu; bae iiaiii^c Üi^crf and) 
^iirf)bniffer uiib ?lnbmT in bc 
iMcliMi rrti'n iHTfälifbt uub vor 
hahe iri^ aui^ Vicbe boi^ tbemvn 
bcr ©cftriften Sutbcri, uub auf ti 
uub ^egcbrcu gut^ci'iigiT Veutc 
üRu^ bag gauje SBert 8(nuo 7 
ueuc richtige Orbuung bxa 
rias pereg^rinas »ou bmS 
foubert uub tu Appondic 
augefieftct \r>k t\am\ baffclbe (Sx;t 
AU i^r auf fürt am 2)ia\)u t 
>Webartö fdigeu ßrfteu gebrucfi 
^u Öoiv.^ig ctlirf) 3iRa( uarf)gcb 
(lüouiit bic vSclueccer'fffieu kn^i 
1580 uub 1581 gcmelut fuib,) ' 
3m 3, 1591 ftcforgte (Staue 
vunibnt iimrbc, eine ueue, i^er 
DoOd IT uid)t uur bic ge|d)riel 
!ut^criS, bereu er Diele befaf} * ), i 



XV 



f /a 8 unb mibeter ^vü^xet ßuti^erg ©d^riften I^üi^j 
jufügte^ toaS i^m jur (Srlauterutig bienßd^ f d^ien. 
Dief e ^uSgobe erfc^teii ju ^ma 6ei So^iag @tetui! 
mann in ^oüo unb tourbe eben bafel6[t 1603 
neu aufgelegt 2)iefe leitete Sluggobe ^aben 
götflemann unb SBinbfeil benufct, tooi^renb 
iDtr baneben bie t>. 1591 u* 15TL berglid^en. 

Sine anbete Stufige fani 1621 bei SSortl^oL 
Sotgt ju Seipjig tu ^olio . l^eraug , auf beren 
@(^§blatte (tennut^U^ uuc au§ Sßerfel^en) bie^ 
fetten SBorte fielen, ttomtt bie^^naifc^e fc^lie§t: 
^®ebru({t ju 3^"^ ^^^^^ ^<>^* (Steinmann ^ im . 
3. 1603-" giue »eitere «u8ga6e t)on 1669 
^- in §oL jeigt ®eorgifc^ in feinem 93ür^eri: 
äq;tcon au« 

3ni 3. ITOO ctfc^ieu abermolö eiue^olio^ 
Stt^abe ju ßeipjig bei Slnbr* ä^ibter, unb 1T23 
(nad^ ©eorgifd) 1T22) eine bergL ju 5Dre8ben 
unb ßei|)5ig bei 3<>^ ®1^}>^. S^mmermann 
unb 3o^- mx. ©erlarf) (229 «ogO, beibc 
Xbbräcfe ber ®taugn)alb'fd)en 9lebaction. 

3) 2)ie ©elucccet^fd^eauSgabe. ^iico^ 
laug (Selnecccr*) au8 ^erSbrurf bei 9lürn^ 
b^S^ iuie|t ^rofeffoc unb ®u))erintenbent ju 
ßttpyg, (geb. 1530 gcft- 1592), gab glcic^faUS 
2ni^ Stifc^reben ju 2dpiiQ 1577 in ^olio 
^au£l« 3)iefe etfte 2(u8gabe ^at folgenben 3;itel : 

COLLOQVIA 1 Ober S^riftKd)e 9tüfelic^e | 
(tpH) aifc^reben || 2)octorig 3Rartini fiut^eri, fo 
et in t)ielen 3^^n, gegen ©elel^rten Seuten, H 
(f^kN«) Dub frembben heften, tnb feinen 2;ifd^^ 



•) VUUi idnitUn \>(jt. ®j. $enr. OdJ: disser- 
tefionei de Ifie. Selneeeerö ; 30. €nbr. ® t ei ^ : annales 

cedMasLL 89. uniQttltti nttiP.2ts. b. 3(rt. ®elnucn, 



c|cnD|)eii, iittt^ bell .ßciii)tftiicf «i Diife ; || tet fS.^xi\u 
lii^eii Üe^tc, gebattcti: ^ftlid) biitf^ <|pemt ^t. 
3o^OHiiem Slurifabniin fcligeii, [| flw^ig jufom« 
ineiigetiagen, utib tu X^nitf gci^ebcn : 3'''&t ^tulf 9 
neloe in ein richtige || Otbmiiuj gebcad^t, unb 
alfo veifettigct, baä fie allen &^n|'teii fel^t nötig, j| 
nü^Ii% Dnb tröftlid), fonberü^ jn biefen elenben 
legten |j jeiteii, jn Icfen ftiib. || (roi^) €ani)}t 
einer neioeii SJocrebc, ünb turgcii SÖeff^rei&nng 
beä Se&enS ünb jj iDdiibclö .Oettu S^octoriä ßntfieri, 
anä) ]ei)X uü^lid)em ^egiftec am @iibe biefc^ ^^ui^es 
ange^ |[ (f^watj) [)cnget, allei: ^nc^t't Dnb go^iitel 
bec @DttIic^en, l)eiligen «St^nfft, wo, unb wenn || 
biefelbigeii bec ^evr Xoctoi iiat\)etüi aufgelegt, 
Mb ecHeret 1;aDe, | l>iib in tuelrljm 'iSoiniß fol^e 
auglegnttg.ju || ^tiben fet). jj 

QUBc SGincI cdocuil «likiitiü iiiuiili: LuUierui^, |j 
Haec tcliiiet vcrau grox piolalis aniatiE. j| 
. (tel^O Nicülaus Scliiocccrus. D. jj 

Ui^aTj;) ^D^an. ü. Ij i^Ainlet bie Vbtigen 
©rorfen, üiiff baö luttjtö vmljfomme. jj [«i^) 
SeiViig. 1 (W»«i) M. i). LXXVll. || 1. it. 3. (i. 

^ebicirt ift bie äiißgabe „bem SJurc^Ieud); 
tigften, -goi^aebotiim giii|"ten wib ^emi, ^erra 
Öubtüigen, *4*TnIfcÖwff''»,bei) iHe^n, beö .&. dtöt 
inif^en sHeit^ö ttrfe Änirfjfeä mb S^urfücften, 
^cTgogen in 58a^erii, ic." Sluf bet adjten Seite 
biefet Debicotion, bie äugleii^ ^ortebe, ol>iie 
aSInttjiffeni unb bntirt i|"t „Ceipjig inense Fe- 
bruario 1577.," )"te[)t bie Uuterfd^rifti „Mco- 
laus Selneccerus U. | 'ißfar^en: an Cei^jjig." 
hierauf folgt Slurifaüetv ^-üorcebe, batitt ^^^aitno 
15G9'^ DQU weltber jebot^ tu beut SDtöud^eiiei; 
,l£sem))(ar nui 4 Sglattec Dot^anben fmb, jutifi^en 
tddt^n fQ\aÜtx fehlen. 3)ie folgnibm 26 % 



XVII 



^et4fatt£l nic^t folürteii 93Iatter enthalten bie 
Jfistorica oratio Nicolai Selnecceri. 9Soin 
Öeben t)nb SBaubel be8 S^rtoirbigeu ^^evrn, tenb 
tbetorcn aWang ®ottc8 D. 9Kart- ßut^v imt 
Inbegriff ber auf ben legten 8 @eiteu fte^euben 
,^3umnia: toaSCut^eniS geleitet t)nb auSgeric^? 
tet ^abe^ au8 feinen ©ci^tiften gejogen." I)aran 
tei^t fic^ ein SBlatt ,,9legifter ber Sa))itel, iDie 
bie auff eiiianber folgen/' S8 fmb beren bie^ 
felben 43 , toeld^e in ber ©tangtoalbifc^en erften 
äuägobe toon 15T1. [teilen unb auc^ biefelben 
Jpauptüberfc^riften ^aben: „Scriptura, verbum 
Dei. Deus. Creatura. Homo, & Hominis 
cum Deo noivmvla. Ecclesia. Oeconomia. 
Schola, Politia. Consunmiatio , seu novis- 
sima mundi dies." «hierauf brei Seiten / ju 
2 Solmunen/ ,,Ä'ur|e8 Stegifter ber fumenibften 
iäWarericu, nac^ orbnung beS 3lH)^abct8", benen 
fid) auf ;^löei Seiten ein „Index biblicus" an^ 
[erliefet. 'Jtun erft beginnt baä^ auö 505 foüirten 
^öidtteni befte^enbe Sierf felbft, auf beffen erfter 
'Blattfeite unter beiu 3:itel ßuti^erä 93ilb in gutem 
^olsfc^nitt ju fe^en ift. «uf 93Iatt 505 b. be^ 
ginnt ber ,,Appendix. Ober Sln^ng etli^er 
uRaterien, fo 2)- 3). fiut^eniS erfleret" \t., 
»eitler, au§er «latt 505 b., 23 nic^t foHirte 
»latter ffiUt. >Jiac^ biefeni folgen 5 «Idtter 
,,Slegi|ler ber beutfd^en auölegung £)• ßut^eri, 
t)ber bie »uc^er ber $Bibe(^ @erid)tet auff bie 
^Bittenbergifc^en , 3fnifdben toub (Siglebifd^en 
3:oino8", mit eittm. befonbern SSonoort Sel^ 
neccerS, ,,2)atum Seitijig* «nno 15T7/' «uf 
bem leiten Statte enbü^ fle^t: /^®ebru(jEt ^u 
8ei|)jt8, burd^ || Sacob a3ertoalb8 Srben. |f2)a^ 
nmtec ein ^ol^fc^itt/ einen Sären im )ü^a(!be 



bttrfleUeiib. ANNO. M. D. LXXVIl. 9ieiie 
'üuB^abcn ^ietoon erfrfjienen folpo^l im Safite 
1580. als mi(^ i5Hi., uiib cei ^ben »on bic; 
f«i brei äuggabe« 9BoIc^ bifjeiiige i>oiil580., 
görftemann uiib SJhibfcil bie l?oii 1581. 
imb icir bie erfte roii 1577. hniußt, moBon 
ein g|cm})Iar tu Der Äßiiigl. ^of; uiib ©toatä; 
bibliot^ef ju anüntfjeii fict)'iicpiibet (Th. U. 74.) 
lieber bog SJermtiiife bcr ©elueccer'fctjeii 
Äuägabe gut ©tangiDalb'fdjcn, »Delrf)e gcofee 55e^n; 
Itt^feit mit diianber fiabeii, tDAV mau bisher in 
Ungeioife^eit unb felbft SÖinbfeil verinorfjte bie 
^age , ob ©eliieccer beiii iätfliigTOalb , ober 
©tnngioalb bem ©cinerea- in bo: 5tnorbnimg beei 
©toffeS gefolgt fei, nit^t snlöfni, iDeili^m bie 
erfte ©tongroalVf^e 9liiSgnbc Don 1571. imb 
bie «fte ©eliieccer'frfie bon 1577. abgieng. SüBir 
ttjoren fo glildlid^, beibe 5?(HiSgaben äii erlangen 
unb l^aben gefnnben, bnfj ba^ ^nftaltö ; ^er; 
jcic^ni§ ber ©elneccer'fct)en erftcn Jlnggafie von 
1577. mit bein ber ©tfliigwalb'fdjen von 1571. fo 
U)6rtEi[^ unb budifldblid) nbeieinfttiinnt, ba§ nnc 
folgenbe jtori SJarianteu niifjubringen »areii. 
mmtiä) in ber Ueberfdjrift beö top." 28. iit bei 
©t, bog SBort „Coniienlon" mit lateinifdjen, 
bei ©eincccfr mit beutfdjen i^ettem („(Sonnen? 
teil")/ «nb in ^^ UebeTfd)Tift beS 33. itoVitelß 
bei ©tangftalb „3).", bei ©eliiercer aber „®oct." 
gebnitft. 3)ie^ ig ber ganje Unterfd)ieb Bei bem 
3ln^altßBCTjci4niffe. Do8 „flurjc aiegifler bcr 
fftme^mflnt Üßaterien", »eld^eS borouf folgt, hes 
fi^t in briben 9u3gaBen ane; 187. gleit^lanteiu 
ben fflubrifen, unb' in bnn „Index biblicus" 
^t ®t. nur 4 aStbelfleUeii me^r al@ ©., aUeS 
Uebtige ift gteiif|. S)fe Kufetnonberfolge bei 3Ra» 



XIX 



tmen unb einjelneit Slbfci^nitte i^ in betben 8(ug^ 
jaben überall^ tDo tt)ir nac^gef erlagen unb toer^ 
glitten ^aben, biefettc gett)efen, mir ba^' @e(^ 
lieccer oft Ueberfe^ften ber §§. bei @t* toegge^ 
laflen uftb fo mel^rere flcinere 8[6[rf)nitte in einen 
gTÖ§eren jufammengejogen unb jutDeilen einen 
«bfe^nitt übersprungen i^at, ben er toieUeid^t an? 
berStoo eingereiht ^a6en mag. ?(ud) bie 9lanb^ 
c(lof[en ^at @. tt)ort(i(^ au§ @t. genommen unb 
feftjt im Appendix fällt feine anbere Äfitoeid^ung 
beiber ÄuSgaben t>on einanber auf, aI8 bie, 
ta§ @. mehrere lateinifc^e SSerfe unbßitate, bie 
}ii) bei ®t. ftnben, toeggelaffen unb bagegen 
am S(^Iuj!e baS ertoa^nte ölegifter toon 4 ^/^ ^l 
beigefügt ^t. 3^ f^Ö^r bie erlautemben, Hein 
jebrurften 9iotijen (Stang\oaIb8 , in njelr^en er 
ton \\d) in ber erften ^erfon fvrirf)t, fmb toörtlicf) 
in B. Aufgabe aufgenommen , tt>ie j* 93. bei 
,,3Relantftt^on8 2>ifputation mit Cutter über bie 
Äec^tfertigung" unb bei bem „93uc^ bon ber 
@eburt beS louften ®reueI8 be8 8lntiribrift8." 
2ötr bennogen ba^er bie ©elneccer'fc^e Stuägabe 
für nid)t8 n)eiter aI8 einen 9lac^brucf ber ©tang^ 
rralb'fd^en iftebaction j^u galten, n)ie bi^fer felbft 
fie in ber SSorrebe ju feiner neuen 9(n8gabe toon 
1591. ricf)tig genannt f)at unb muffen aSal^ 
beijtimmen, loemi er be^au^tet, man bürfe ber 
aurifaber'fd)en Slebaction nid)t bie ©elneccer^fc^e, 
fonbem fönnc i^r nur bie ©tangiDalb'fc^c ent« 
gegenfe^en. 

SBril ober bie crfte ©tangtoalb^fcf)e ?lu8gabe 
eben fo feiten ift alä bie erfte iSelneccer^fct)e, fo 
gloBben toir gtunbttc^en ^orfd^eni einen 2)ienft 
JU eitpetfen, \ümn toir ooS 3n^alt8t)erjei(j^ni| 
bfibfr SsSsobeit |iier folgen laffen unb bie ^em 



.^•1 UHU vci; ^einecccrjctjeu ' 
Uv %bxoti(i)\xn^c\\ in @tangn) 

von 1591. (S 

(ii^o bei einer 3iffcr ein ' ftebt, ifl immci ti 

äiegijler bec Kapitel tok t 
auf einanbec folgen ^). 

Scriptura, verbum De 

1. S. b. ffiott ®otte« in b. l^i 

€4ft{fl ob. Sdmia, b. i. in be 

' SBi^crn bc# aUcn nnb neue 

XiftamtnH. 3tem o. b. 4. X^ec 

logia 

t. fB. %xi>}fit, %Ht^9titn, gci^U^n 
K. anbern IDcitiiigeii n. fßtt 
boUnetfitniigen bec 4. €(^fl 

S. SB. b. I^etf. (5atc4iemo . . . 

DCU8>). 

4. SB. ®otte Mttb bec ^. IDreifaU 
«gleit 

5. SB. b. ^enen 3efM (E^flo ') . 

6. 9). b. «. iBtift *) .... 

C r e a't II r 0. 



^ 



XXI 



Sl. a. S. Sl. b. 
1571. 1577. 1591. 

Homo ^ Hominis cum 

10. 8. b. aResf^tn, v. be felbcn Sali, 
*. M b. eftnbe, ». frde« SlBfl* 
lea B. ». Seffentng >) be« fteiu 

. f*« |M ©Ott 97 111 184 

11. S. 9t\t% s. (Svangelio. 3tem 
von ^falogo ober.*) lO^eBo« 

tfB ®ettee, «. 9. berfrlbfn llliu "- 

12. ^nibea irab 8aflent «... 113 129 141* 
S. toa^er Snf e, (SIonBcn, SBet- 

0ehiB9 bec Cdnbni ^) u. Stecht' 

frrtigiing be« I!{enf4fii für (Bott, 

item 0. b. etolgen Sorfel^tttig n. 

dmA^Umg ia<* IM 165* 

U. S. Caaamevten ingemdn, item 

9. D^fern, {trm o. b. I^dl Stanfe l&O 179 185« 
\V 8. b. !Bei((t a. «Bfolation, üem 

V. b. 6(^lftffela bei itirt^ni . 15« 178 193* 
J5. 9. Cacrament be« tltare . . 1(10 183 198 
IC S. (S^Ren n. e. ^Hfll. Men 

B. Seraf, üem 9. gatra Skrfea 

BBb rechtem ©otteebieafl . . 166 190 206* 
17 9^. (Sfbet ' 178* 199 214 

18. ^. SSeAdBbfgfdt im Sefenataffl 
bfT (e^rr, b. v. bea ^eil. flftär^ 
tfterB 178* 205 222 

19. Sern itreug, 9(nfe((tBflg, ^tu 
foIgBBg sc.K. BBb ^rgegcaUa' 
tm(4t, 9{at1^ ^), ITro^ a. (Bc 
balb •) ia bemfelbcu 179« 206 224 

20. IS. b. Seit u. K^xti %jX, item 
7 cm 9ergerai$ ') 204* 2S4 253 

Ecc4esia '). . 

2L S. b. l^dL d^rif». iNtc^ea . . 818 244 265 
27. 9. 1^0. ^rebigaait a. bejfelbea 



• 



1) St. b. „aab" {L )>cb. t) St. b. n^ef errang" ft. 
MB fleffrnittg- 8) St. b. t voa brn. 4) Si. b. „Q^er^ 
gfina bcr eiabea" ff|lt. 5) St. b. t aab. 6) Si. b. 
.aib Mbalb« fe^U. 7> 9ei St. b. (fl W% Cup. jum f olgeabea 
Wf^itt gqogea. • 8) St. b. Nundu^, ^ ra mundo Ecclesin, 
ci iMMBiailNif collecta ete. 



25. 

trtii 



MlttelblBfleit «tm ». Tradi-.i 



«iS 7"*'«" »• »• kwfettfa 
»• «. bf. 5e<L ®ij,rä ta b. «itdi 



St. a. S. St. b. 
1571. 1577. 1501. 

Mep. «r. qsi. i»i. 

s. iBi^etfa^eni 2).'^) 0)1.3) 

Stent von ICbgöttetei, ®oileUU 

fUtiii0 '), falfd^ «eH Sibc^ 

rei, S:i»raiuiei, ^tlofem «), 

dkitfofem ') feba«tt(f(||e]ii ^e.- 

bta *) Bub aibcm Omeln be« 

ttctflw^teii $a))^iiiie/M. 9oa 

DfesBatsng be« lUü^d^e ^) 285** 31S 8ft7* 
fl. ». b. Svben , i^c ffUU^iM, 

(SotteitAftennig nnb Siberei . $88* 385 425 
iS. S. b. (Soa^BtiKo)>oIitttKifi(em 

litii^Ti^, bcm !tir!eii nnb fd* 

■er flelCgiov n. fRo^omebifi^en 

OottMlä^enmg nnb Si^raniiei. 

Steai von btn ilatteten ... 814 393 432 

^)Oecononiia. 

86. Som (efltgem (B^e^be tt. oeco- . , 

nomia*) ober ^nD^oItnig . 819* 898 888* 

Schola. 

17. iSon UnivetfUdteit nnb anbem 
€4nlen, ^tnbien, gntni StwMß 
flen, Cpra^en, Snc^ern, (Bc 
le^en»«) 874 426 489 

Politia. 

88. ^. bm todtUc^em fRegiment n. 
Dbetfeft, Äaifet, Äinia "), »nr^ 
toi a. fetten k. 3[tein t)on 
welUi^n Volicei n. Anfetn^et 
2>ifd)>lin B. JDtbnnng. 3tem 
von ^dferi^nmen, jt^nigtd^en 

Soibm a. et&Utn. Stent v. 
aUerlei fRatfonen b. Steifem . 887 411 487 
19. Seat ^ofleBen. Stent d. ^o^ 

tAl^eB, (KbeOenten nab Sntiflea 418 471 521 



1) S. «S)cct.'' 2) St.b. ^Aattini.'' 8) St. b. 

«OottlUfkiaaieB.'' 4) St. b. ..O^lofen.'' &) St. b. »,@letfl.- 
lafm" UW' ^) S(. b. t .rber (SeifKic^en." 7) Si. b. 
.1. •. Cffealonuig bre «nti^dfte" feUt. 8) Si. b. f Con- 
jüfiui. 9) St. b. ^Oecon^mia". 10) St b. t irCtn-- 
btatci" K. 11) Stb. Mttigea. 



' XXIV 

Sl. a. S. St. b. 

i5n. Ihn. 1501. 

sctip. m. Ol. aji. 

4b. Som IvellK^tB Sritfecn nnb 

Aritgt. Stfin »■ b" Scgfit 

. nb giot^wt^t. 3t«n 0. für« 

t»p4(n XrltefkntcB nnb ^tl.- 

bu. 31cm »DD eaiib«fi»4ltM itV 480 Kl* 

viiiimi mundi dies ■). 
- 41. SoB 9Riiaf(la,' {ßnnbniti^in, 
UnetttlttRn nnb oiibnn Srabc 
iHbtttABgflcRXaetf Q. Qnbfi) 
btt WtU 437 48B &89 

42. 9)on Jtranf^tlttn ttnb brrfdben 
□Tfai^tfl. 3ttm btm {titlii^rB 

Sobt 4» 490 541 

43. ä). b. lüngftei Xaflc, Sdifn-- 
9tbnns tirt Zetiltn, tivlgnn if 
ita btt HBtmrii^Iltn, nnb btr 
ffloHIoftn ewfgtm *) ffinbamm-- 

nap fl. «iUt 436 491 »4»* 

(»n>( '). 

Bold) (Sßrof. b. SITkoI. j" 3ena, f 1775-J 
watm, wie ft^oii trmcrft loutbc, fiiitfttTS 3:ifri)s 
reben tu feine SniimUinuj feiner äÖerfe üiifgcs 
»omiucii iworben. Sr tkt biefe jucrft im 22. 3:^eile 
>er »DU i^m deforgteii @efaiuiutaiigaabe bcr itit^cv. 
©(griffen (^nUcl740-53. 24 3:ij. 4.). ©einci 
VliiSg. liecit bie Äurifatier'Itl)^ Ölebaetioii iitid) 
belli ?ll)bru(f von 1568 ju (Sniiibe. 2)te gtöfeerii 
lateiuifrfieii ©tetteii ^t er beiitfd) gcgeSen, bie 
fleineni aber gelajfen, bie gefjler bei erfte» Sturis 
fü&er'frijen Sliiögobe ucrbe[|ert, bie eiiijclneii ©tfirfe 
bei ^fdjiiitte jnetfl init Ziffern uerfe^eu tmb 
bell Sejt tu f|!ifl(^litt)cr .^iiipdit iiiobmiifirt. 

1) Sl. b. „diet" ft^. 2} Sl.b. ,«Rb(i." S) St. b. 

„(telgtM.- 4) SLb. .«Bbt- ftV; bagcfln »4» li bft 
Vdf bft Sifo«: .ErraiB.- 



XXV 

5) Die neue ©tuttgarl^8et)),^iger 
9fu8c\a6e crfd^icn 1836 unter bem Stitel: 
r. aWart. Cut^erg fiimreiri^e Stifd^reben. SSlad) 
tcn .^^aii|?t)lucfeu ci^tifM. ßeftre »erfaßt. 9leuc, 
\roblfeile ?lu8g. ©tuttg. u/8d))j- Sßerfäg l^ou 
Scfteible^ Siteger u. ©attter. 2 S3be, jtifarftmen 
87^4 «og. gr. 8. 3in «ageineinen tft fie, i^rer 
giuricf)hing mä)^ ein SSieberaftbnirf ber ^al^u 
fAen ÄuSgabe; bot^ Jagt bie SSmrebc: ,,äöir 
haben ung ivoftl-gel^fitet, bie. (Sebanfen 8ut^er8 
unb feine eigent^umli(i)c ?lrt, biefelben in ber 
£md)e auSjubrucfen, auf eine entftellenbe ober 
verle|enbc ©eife anjutaften. 9iur U>a8 j^ur U3ej 
fcrbening beö allgemeinen SerftSnbniffeÖ für 
uTifere je|ige '^eit ,^n finbem not^Wenbig tvar, 
in an ber au^eni ^orm ber S^rac^e gcänbcrt 
iTPTbnt. 3» unferer 3^* nic^t mef^r geläufige, 
mibefannt geu^orbene, untoerftänblic^e STi^orte fnib 
c^eftricljen , unb bafur neuere, ))a}fenbe unb ben 
Sinn Cutberti t>oUfommen anSbrncfenbe gefegt 
unb (atrinifd)e in beutfc^e unige\t>anbelt u>orben. 
(nn^elne lateinlfrf^e ©afec, bie am bcften uniiber^ 
fett blieben, u>eit fie fo fd)ldgenber finb, bat 
man fte^en lajjen, 3^^ ^W^/ ^^^^^ ungeu^obnte 
nnb u n g ben einn toer^illlenbe ober erfrljUnnrcnbe 
ii^ertftellungeu unb @a|toerbinbungen n>urben 
nadj ben neuern ©prarfjregeln toe'ränbert unb 
;nm ^Bebuf einer leiti^tern Äuffaffinig äurerfitge^ 
rirbtet/' 

6) Xie 56rftemann^93inbfeiPfrf)e ^fuö^ 
iiabe \>ou 1844 — 1848. ©ie l^at ben 3;itel: 
hr. aRartin Sutber8 Stifcf)reben ober EoUoquia, 
fo er in t>ielen Solaren gegen gelahrten ßniten, 
aucfe frnnben ®Äften unb feinen Stifd)gefellen 
geführt, md) bnv ^(tnptftvitcn nnfercr d)X\\t^ 



lirften 2et)xe .lufammciigetrngeii. 9iiad) SturifofeetS 
erftcr ?(u8ga6i', mit ^orgfAlticicc iBerflldtftmig fos 
ujo^l b« ©tangiwalb'fc^eu nlö bet SeliieccrrU 
ff^at rWebactioii, ^einuSgegcIJeu von Dr, .^arl 
(Sb u a t b ^ ö r )^ eil) a 11 11 unb Dr. ^ e i ii i i et) 
griift «iiibfcit. 2t. u. b. Sit. Dr. 3Kart. 
Cutlieiö fämmtlit^e ©^riftfu. XXII. ^anb, 
®nt|flltnib feie Kottoqiiia obct 3:ifii)rt'bcu. 9fl)t^. 
1—3. CeiiJiig 1844-1846., Ä&t^. 4. «er. 
tili 1848. gr. 8. (Sctiauet'fd)C 33utfi^aubtung. 
3)ie 1 — 3. aüjtöeilimg ift von bmri fcl. gör^: 
flcmanu, ber au(^ ein ^Bonuott (i\ 31. Dct. 
1844) baju fi^rie6, bie vierte ober, uad) göt; 
fleinaniiä 3;ob, von Stubfeil fteraiiS gegeben, 
iweldict oufeec einem aJoraort (\\ 15. Se}Jt. 
1848) nnrf) eine Iitcrai;öiftorifd)e EinleituniV ^cr* 
bunben mit einer nu§fi'it)rliii^en X^arlegititg beg 
big i,M eiiteni fftmilic^en ©i)ftfm auögenrbcitcteu 
imb l'iä inä tleiiifte S^etait Ijeraßgegtieberten 
''^JtnneS biefet ?tu3gabe tiuf CXX ©eiten bctge'- 
geten fiat. ®ie Sinleitiing fjaiibelt juerft von 
bem Urfpniiig, ber aSefrfjaffenbeit nnb beiii 
Sßert^e ber Sifc^rebcu im allgemeinen , Jo wie 
von ben CHieücii, ivetrfje ben i,HTfd)iebenen Stuß; 
gabeil s» (Srunbe liegen. Sobnim iverbeii nicfit 
nut bie brei ^flulsttebactioncn berfelbeii , bie 
Slurifflbei'ft^c, bie ©tfliigiDcilb'fdje iiiib bie ©et: 
uecccri|d)e , mit i^en iviebcr^oltcn Stiiflageii, fon; 
bcni and) bie Solt^ifc^e uiib ©tuttgorb*2eil,>j 
^iger Jtn^gobe foirant ber Intcinifdjeii mib eng; 
iif(^en Ueberfe^iig befc^rie&en. IDer ^tßii aöer 
bet neuen Erltlft^en ÄuSgabe umfaßt in vier 
Stbft^nitten. bie Sinric^tuiig berfelben im Sltge» 
meinen , unb baun bie @runbfäge , wdti)C bei 
bem 3^jte, icn iGariauten unb ben Scläutenui; 



xxvu 

% 

cipi befolgt ttorben fmb. 9Bag bte (üimc^tung 
i»etritft^ fo tfl ber a:est bet «urifafier'fd^en 
ÄuSgabe ju ®runbe gelegt, bic ©taugtt)alb^[^e, 
Sdneccerifc^e unb SBalti^ifei^e 8lu8ga6e aber, fo 
wie bog latemtff^e 9Kanufcri))t ber 3:ifc^reben 
unb onbcre SlebenqueUen , toie ßutl^erg QSriefe, 
fmb forgfältig bamit berglid^eu, bie Varianten 
unter bem Stejte ange jeigt , unb too e8 nöt^ig 
toor, ^iftorifd^e , literarifc^e unb onbere Srläu^ 
terungen beigefügt. Äucb bie 9tei^enfoIge ber 
Binde, bie ßint^eilung in Ömcre äbfc^nitte 
ober ^!paragra)}^n unb bie Ueberfd^riftcn berfet 
ben fmb im aöefeutlit^en noc^ Slurifaber, bie 
^öejifferung ber 'ißaragraUJl^en aber nod^ SBalc^ 
beibebalten. X>ev Sftao^toük, too bie einjelneu 
2tü(fe ber Sturifaber'f^en in ben anberS eingc^ 
ridrteteu Stangtoalb'fd^en unb ©elneccer^fc^en 
Änegabeu ,^u fint)en fmb, ift unter ben lieber? 
(d»rirteii ber ^^ßarograp^en beigefügt; unb too 
äurifaber, ftatt münblir^er Äeu|enuigen ßut^er^, 
fdjriftlid^e Ermahnungen, Äugjüge au^ ^Briefen 
unb gcbnuften Äb^anblungen eingetoebt b^t, ift 
Heß enttt)eber unter ben Ueberf^riften ober in 
ben ültoten befonberö bemerft. SSei ^^aragra|)]^en, 
loelAe enttoeber gonj ober t^eitoeife .^toei 3Ral 
oorfommen, ift überall toon bem einen auf ben 
anbem forgfältig t>em)iefen- 

Xie I)arlegung ber inneru ©eftaltung bei^ 
lejfteö Derbreitet fic^ uic^t nur über bie fonnale 
unb fritife^e öeflaltung beffelben, fonbcrn auc^ 
über bie äußere Itnterft^eibung ber barin rebeiu 
ben ^^Jerfonen unb ba8 $erfa|ren bei ben ange? 
führten ^ibetftellen mit einer ^enauigfeit unb 
bid tnd (Sinjetnfte ge^enben 9(fribie, toie fte biel? 
kk^t faum jemold bei ^e^anblung Dou ^^anb'« 



XXVI 

Itd^en Seigre jufatumengetrac^iu iRad^ SIurifaBerS 
erfter Äu8ga6e, mit forgfol'tigec 3}ergleic^uug fo* 
iDO^I ber ©tongiDalb^f^en al8 bet ©clnecceti^ 
fc^cu JHebaction, ^ermiägegciieu i>ou Dr. Äarl 
ßbuarb ^örftemann unb Dr. ^einric^ 
eriift .^öiubfeiC- 2L u. b. a;it Dr. Wlatt. 
ßut^erg fdmmtlic^c ©li^riften- XXII. 93anb* 
Stttl^altenb btc ß^oQoquia ober 3;ifd^rebeu. 9i>ti). 
1—3. 8ri))ji9 1844-1846., a6t^- 4. »er^ 
liii 1848- gt. 8. ®e6auet'fci^e SBuAl^aublung. 
3)ic 1 — 3. SÜJt^eilung ifl von bem fcI. %bu 
flemanii, ber auc^ ein SSottoort (to. 31. Ort. 
1844) baju fc^riefe, bie »ierte afier, na^ ^ör^ 
ft ernannt 3;ob, t)on 93tnb[cil l^erauSgegeben, 
njelc^er aufeer einem 3Jortt)ort (t). 15. ©ept 
1848) and) eine üterar^iftorifc^e Kinfeitung, toerj; 
tiunben mit einer ouSfu^rlid^en 2)arlegnng be§ 
big jn einem fonnlic^en ©t)[tem mi3gear6eiteten 
nnb (ng ing fleinfte Detail ^erabgeglieberten 
'»^Jlaneg biefer 3(n8ga6e anf CXX ©eiten beigem 
geben i)at 2)ie Sinleitnng ^anbelt juerft toon 
bem llrf))rnng, ber 33ef^affen()eit nnb bem 
Sffiertl^e ber 3;ifd)rebcn im allgemeinen, fo mt 
Don bcn ClneUen, toe(rf)e ben i)erfc^iebenen Äng^ 
gaben jn ©runbe liegen, ©obann tüerben nic^t 
iuir bie brei ^an))trebactionen berfelben, bie 
3(urifaber^ff^e, bie ©tangtoalb^fc^e unb bie @et 
neccerifd^e , mit il^ren mieber^olten ?luflagen, [on^ 
bem aud^ bie 9[Baf c^if d^e nnb ©tuttgarb ^ Sei^)^ 
^iger Stuggabe fammt ber lateinif(^eii unb eng^: 
(ifcf(en Ueberfefeung befc^rieben. i)er ^lau aber 
ber neuen fritifc^en ^uggabc uuifa^t in Dier 
9(b[c^nitten , bie Einrichtung berfelben im StUge^ 
meinen, unb bann bie @runbfä^e, mldjc bei 
bem ^ejte, ben $ariatiten unb ben drläuterun^ 



XXVII 



m Motgt lüorbeii finb* 3Ba8 btc dintic^tunfj 
ferrifft^ fo tft ber Stejt bet Slurifaficr'fd^en 
Ju6ga6e ^vl CSrunbc gelegt, bie ©tangmalb^fdje, 
Bflnecccrifc^e uiib SBolc^ifd^e 81u8ga6e oDer, [o 
UMC bae Iateinifrf)e SÄanufcript ber üfd)reben 
unb anberc 9ic6enqueUeii , tt)ie 8ut^er8 ^Sriefc, 
fmb forgfaltifl bamit toerglid^eu, bie 3Jartauteu 
unter bcin Sejte angezeigt , unb n)o ee iiöt^ig 
tpor , biftori[ri)e , Hterarifc^e unb anbere 6rlmu 
rerungen beigefügt* aud) bie JHei^enfoIge ber 
Btüde, bie @rint^eilung in fleinere 9(bf(^nitte 
ober '^SoTograpljen unb bie Ue6erfd^riften berfel^ 
ben finb im äöefentlit^en nari^ 8lurifa6er, bie 
'Bejifteruug ber ^}Jaragra})]^eii afier nad) äßalrf) 
bfibebalteiu rer ytac^toeiS, \\>o bie einjelneu 
itüdfe ber Slurifaber'fdjen in beu anberö eilige^ 
ritbteteu Staug\T)nlb'[d[)en unb Selnecfpffd)cn 
Äwrgabcn },n finben finb, ift unter bcn lieber^ 
i'Arirteii ber ^^ßaragrapöen beigefügt; unb tt?o 
flurifaber, (tatt uiünblir^cr Äeuj^erungen yut^er^, 
f4riftUrf)e ßrniaftnungen , 9(u§juge aw'^ ^Briefen 
unb gebnuf teu 9ib^anb[ungen eingeu>ebt bat, ift 
^ieß enhoeber unter ben Ueberf^riften ober in 
^en ißoten befonberiJ bemerft. ^ei *iparagra|)]^cn, 
welche cnttoeber qanj ober t^eiüoeife ^\i)ei 3Jkl 
rorfommeu, ift uberoU toon bem einen auf bcn 
anbem forgfältig toertoiefen, 

IJie 2)orIegung ber innern ©eftaltung bc« 
iei^teö verbreitet fic^ nic^t nur über bie formale 
unb fritifc^e @eftaltung beffelbeu, fonbern auc^ 
über bie au§ere Unterft^eibung ber barin reben^ 
ben ^Ißerfoneit unb ba§ $erfa|reu bei ben ange^ 
ful^rten Sibelftelleu mit einer ^eimuigfeit linb 
ind mS Qängetnfte ge^enben Xfribie, toie fte bieU 
leitet faitm jemals bei iBe^anbluug bon «i^anb^ 



fd^riftcn oftct ÄtafjÜet flugeioenbct iwprbnt fein 
biirfte. 93pi ■©rörteriiii^ ber 9tpi(du, ircld)e hiii! 
fii^Hidf bec 33atianteii Befolgt iptirbeu , wirb 
fleieigt, von wie vielerlei ?lTt biefelbeu imb iric^ 
^e in bet ?(uägfl6c eingeritljtet fmb, unb julefet 
werben iiori) bie (Snuibfäge bargelcgt, lüri^e bei 
ben iintiT beni 3:ejtc Itinjugefugten ©rläutenin; 
gen iin betreff von ^^crfoiicii , Drtönnmeu, 
Srciqniffen, ©c^rifteii u. f. \v. befolgt (oiirbeii. 
SDiefet Stfifrfjiiitt hcinbelt nic^t nur von ben (^e^ 
geiiftäiiben, fonbern niirf) POii bi*r SinritfttiHig 
iinb ben Duellen btefrt @r(äiiterHugeii uitb weift 
inS^efonbere ben 9hi^eu bcS lateiuifrtjcn "SHamn 
^(xiptö wie ber JWaubltenicrfiiugcii jn beii brri 
.ßmiptrcbartioncn bcr Sifrfjrebini narij, iubein ge» 
seigt wirb^ wie ^erfonens, "Umt^t uub DrtSs 
nninen, wel^e im Xe^tc bet S^ifriireben nur mit 
ihren 9(nfüug86Hrf)ftal'en 6cjeid)npt fmb, ^iet oft 
vollftünbig auSgefrfjricben ober bitirfitigt erfdjei« 
neu, ober Seit uub Ort von .önnblungen uub 
ßteiguiffcu uÖl)n: bcftiiuuit fntb , ober nuf 2u* 
t^ec8 unb Äubover ©rfiriftcu venwiefen wirb, 
wo ba^ im 2:ejcte (ätcfjenbc gleirfifallö vorfonuut. 
^öljer/ nl^ bei biefer 9(Hggnt)e gcfd)e^en i|^, 
wirb bie fritifrfje iJextbeTjaiibiung nnb griäutcs 
timg eines alten ©rfjriftftelleri* nidit wohl gcä 
trieben werben föunen. 

' 7) 2)ie Lateinifd)e Uebcrfefeung ber 
Sifti^reben. ^icvou ift fowo^l eine ^twbfdjrift 
in f^olio, aU and) eine 91n@gabe in 8 befnnnt. 
3^ie .&(inbfri)Tift fßf)rt ben SEitel: Col- 
loquia, meditaciones, eonsolaciones, iudi- 
cia'^ sentenciae, narrationes, responsa, fa- 
'cetiae, Domini Doctoris Martini Lulheri, 
piae 6c sanctae raeinnriae , in mensa pran- 



^ XXIX 



tili <fe caenae & peregrinatiodibus oBser- 
rata, & lideliter transscripta anno 1560, 
mib befleht au£f 654 Befc^rieoeneii ©lätteni in 
Aolio. Sie befinbet firf) in ber 6ffentlid)eu *©!? 
Wictöef befif ^aUe-|d)eu Sffimfenl^oufeg, für toeld^e 
f\e ber Äaifetlic^e Notar, publ. in DreSben, 
(Sottlicb @rie§6ac^, 1721 an «^ermann 
Jranfe juni ®efd)enf nberfmibte* JDiefe^anb^ 
\&fd\t ^abeu J^orftcmonn nnb SSinbfeit bei 
ibrec Ausgabe getreulich beiuifetV)- 

2Jie lateinifc^e ÄuSgabe in 8. erfc^ien 
unter bein 3;itel: Colloquia, meditationes, 
coDsolationes , eonsilia, ludicia, sententiac, 
narrationes, rcsponsa, facetiae 1). Martini 
Lutheri , piae & sanctae memoriae , in 
mensa prandii & coenae , & in pere^ina- 
lionibus observata & fidcliter transscripta. 
francofurti ad Moeniim, in 2 3:l)ei(eu [in 
I. Don 1558?, ber II. i\ 1571) mit dner ÄJor^ 
rebc ^cinr- ^etcr iRebenftocEg, ^lifarrerö 
^u 6j(!^r£(^eim , woran nod) Weisii, Patricii 
Francofurdiani ad Moenuni, Carmen in Lu- 
theri efligiem, unb Job. Stolsii disticha 
quaedam de Lutheri vita & praecipuis re- 
bus ^estis angefügt fnib. Stuf beni 3:itel ift 
bemerrt , bafe biefe @ef))räc^e nic^t ani 9(urifa^ 
berd, fonbeni au8 eineö änbern, fc^on toor 10 
3al^ren brucf fertiger ©anunlung (bcni *&aUc'f c^en 
Ms. t>. 1560?) genommen feien. 3?iefe Srioa^^ 
nung bei Xurifober^fi^en Sammlung ift ^ier 
ouffoUenb , toenn 8to I. 3:^ei( toirflic^ fc^on 1558 



^) Sitte aiufübrlii^ere Stad^rtd^t ». t. Sef^ajfcn' 
irit nnb btn Ueberfd|frtfien ber Ttbf^nitte ted mxU 
liebt «nbfdl p. XUX bi« LV feiner «inleitunfi. 



ft^riftcn artet Älaffüer «iigcwenbct lüorbeii fein 
bilrftc. 58ci "©rörtetimii bet SHejicdi, ipelctje hiii* 
Pd^tlirf) ber Siariaiiteii (tefolc|t »mirben , tuirb 
ücjcigt, von wie bielcrlei Art bicfcllicii imb wie 
fic in ber SliiSflabe eiii{ietid)tet fmb, uiib jiilefct 
werben nori) bie ®rniibfü|jc bargeli-^t, weld)c tei 
bell iintec bein Sejtc hin jitflef fixten ßrfäwterun: 
jien im ^Betreff von ^JJerfDnt'ii , OrtSnnmen, 
®reii;nij|eii, ©Äriftcn u. f. w. liefolflt irnrben. 
35ie(n: Äfcfrfinitt ftonbeU nirfjt nur Don ben (Be: 
fleiiftänben , jonberii aiid) i>ön ber giuricfttmig 
iHib ben O-nellen biefer Srlänteninjirn iinb loeift 
iuStefonbcre ben 9ht^en bcP loteinifdjen ÜRamu 
frript^ wie ber SHaiibbeinerfnniien jn ben brei 
-OnujjtrebncHonen ber ^ifd)reben nnil», inbem fles 
.^eigt wirb, wie ^erfotieiu, 'Jlmtii« unb Orfö: 
nomen, weld)e im Sej;te biT Stlfdireben mir mit 
ihren 9lnfnnflt'6iid)|"talteu bejeidjuet fmb, hier oft 
uoUl'tÄnbig anSgefdjrielien ober luTidttifit erfd)ei* 
neu, ober Seit unb Ort von .fianblnncien mib 
ßreiflniffeu ntil)ev beftiuunt finb , ober "nuf 8ui 
tfjerS unb Vlnberer tSri)riftcn i>mi>iE(pu wirb, 
wo bn§ im 3;cjte ©tefienbe iiicirijfiillö vorfonnut. 
^ö^cr, ttliS 6ei biefer Slnggtibe flefdjefjen ift, 
wirb bie fcitifdje iiextbc^anbinnn iinb förläute* 
rnnfl eines alten ©d)riftftellerJ* ' uirfit woi)l flei 
trieften werben fönnen. 

^ T) 35ie Utetuifc^e lleberfe|un(i ber 
Srif(^reben, '-©iebon ift fowo^t eine 4aubfd)rift 
in i^olio, aii md) eine ^In^fiabe in 8 befnmit. 
a)ic .&anbf(^rift ffl^rt' bm 3;itel: Col- 
loquia, meditaciones, consolaciones, ,iudi- 
cia^ scntenciac, narrationes, responsa, fa- 
"cctiae, Bomini Doctoris Martini LuÜiori, 
piae & sanctac memoriac , in mensa pran- 



XXIX 

dii & caenae & peregrinatiodibus oBser- 
iTita, & fideliter transscripta anno 1560, 
unb befielt au£f 654 Bcfc^rieöeneii 83lättem in 
$olio. ©ie 6efinbet fiii^ in ber öffentlichen S&U 
Wiot^ef beg ^oüe^fd^en SBaifenl^aufeS, für toeld^e 
fie bet Äaif erliefe Notar, publ. in 2)re8ben, 
Öottlicb @rie§bac^, 1721 an ^ermann 
Jranfe jum ©efd^enf nfierfanbte* JDiefe^&anb^ 
jdjrift ^aben görflemonn unb SSinbfeil bei 
ifym Äuggabe getreulich benufet^* 

2>ie lateinifc^e Äuggabe in 8, erfc^ien 
unter bein Sitel: Colloquia, meditationes, 
consolationes , consiUa, ludicia, sententiae, 
nanrationes, responsa, facetiae D. Martini 
Lutheri , piae <fe ' sanctac memoriae , in 
mensa prandii & coenae , & in pere^ina- 
tionibus observata <fe fideliter transscripta. 
francofurti ad Moenum, in 2 3;^eilen (ber 
I. Don 1558?, ber II. to. 15T1) mit einer 3Jor^ 
rebe ^cinr. ^etcr 9leben[torf8, ^farrerg 
HU 6f c^erg^etm , woran nocf» Weisii, Patricii 
Francofurdiani ad Moenum, Carmen in Lu- 
ther! effigiem, unb Job. Stolsii disticha 
quaedam de Lutheri vita <fe praecipuis re^ 
bus gestis angefügt fmb. ?tuf beni 3;itel ift 
bemerft , ba§ biefc ®ef))räc^e nic^t aug Sfurifa^ 
berg, fonbeni aug eineg Stnbern, [d^ou toor 10 
3a^ren brutffertiger ©aninilung (beni^aUe'fd)en 
Ms. D. 1560?) genonunen feien. 3?iefe ©rtoä^^ 
muig ber «urifaber^fd^en ©ammlung ift i^ier 
ouffottenb , toenu Vtt l. 3:^eU toirflic^ fc^on 1558 



^) eine an^füi^xli^xt ^tad^rid^t ». t. Sef^affen« 
lett Qob btü Uebetf^rifien ber Ttbf^nitte ted ®er» 
fiebt «inbfeil p. XLIX h\» LV feiner QfinUituna. 



©ie ifl Mm 3uit 1650 batitt. Stuf ber 14. 
Seite \telji biv amttid)c (Senfiiv beS ^öiic{)eg von 
Charls Herle uiib Edw. Corbett (bat. V. 
10. ytob. 1646), in Hjclrfjcr bic ßcriidjtigti-, coii 
SSfllify beiit^A '"itflct^ciltc StcfU' vorfommt: 

„Wee finde maiiy excelleat divine 
tliings are conteiiied in tlie Book worthie 
the Ught and publicic view. Amongst 
wliicli, Luther professel Ihat hee ack- 
nowledgelh his error whicli hee tbrmerly 
held touching thc real presenec corpo- 
raliter in Coena Domini", eine offen; 
6au' Mbioritfjinig im\ bei *2öa^i^t. 

tiflnmter ftetjt eine von H c n r i e E 1 s y n g 
auSgefertiflte „Copie üf the Ordre from tiie 
hous of Commons yoni 24. ^c&nmr 1646, 
iDPrin bein Henr. Bell du ^nt>iltginni jum 
fllldiiinni SSerfauf feinn- eiiglifdjeu Ueöccfegung 
bcc 3:i)d)rebeti auf 14 3a^ve crtf)cilt ȟitb. l^aiin 
fotflt iiorf) ein miä 9(iirtfalHTö SJorrcbe iienoui; 
mcncö iViifl'iifi i'»^ ^rt'i encilifrf)e ^Briefe öon 
etaugclifd)«! Öd|'tlirf)eii u&cr Cutfictö Üifdjrebcn, 
nnb jiilefct Süiirifaberä ^^prrebe (elttft , Bollitänbig 
auf 9 Sälättcni, nelii't 1 33latt ytegiftev fibce bic 
Uel>ttfd)riften ber 80 Äbfdinittp bot 3:ifd)rcbeu, , 
in betfcibeu Ocbmmq wie In-i SturifoDcr. 35a§ 
SBlott iinfä vom 3:itel entölt Dr. 8utl)er3 gan^ 
jeö *J?ilt) mit bcni ©d)ionii neben i^ni , geftodieii 
üon "W. Trevethen. DaruiUo: fte^en aufeer 
futjcn Siotijen über 8ut^et8 ®cbutt8s unb 
(Stnb : Dtt iiub 3^t foti^enbc, and| in englifi^iT 
Ueberfefeuiig Beigegebene 'ißetfc: 

Roma orbem dotnuil, nomam sibi Papa subegil; 

Viribus iCIa suis , fraudibus isle suis, 
ijunnio isto major Luiherus, major el illa, 

Isliun idunque uno qui domuil calamo. 



xxxm 


\ ■ 

Sine neue Auflage biefer Uefierfefcuug et^ 
f(^ien ju ßonbon 1791 in golio- (^em))Iare 
ber erften äuSgaöe fieftnben |ic^ in ber fönigl. 
33i6Iiot^ef ju Kopenhagen unb in ber ^rantfur:? 
ter ©tabttibliot^e!. 2Da8 Ssetn^)Iar ber lefetern 
(Stanbort: Reformatt. Luther 42.) ^aben 
toir eingefe^en- 

9iac^ biefein literar^^iftori[d)en Slütfblitf, bei 
toelt^em toir im allgemeinen äBalc^ unb 93 in b^ 
feil gefolgt fmb, bleibt un8 nur nod^ ba8 
Ser^dltnift unferer Aufgabe ju ber 
g^drjlemann^93inbfeirfd)en ju erörtern üb:? 
rig. 3Sor allem fmb toir 9tec^enfd)aft fd^ulbig 
über bie Äe^nli^feit beiber in 93ejug auf ®in^ 
ric^tung, 3:ejtbe^anblung imb Varianten. 2)a§ 
toir unfern urfprünglic^ unb fj>äter toieber^olt 
ousgefjjroc^enen, feit 23 Sauren ftreng befolgten, 
Snmbfä|en gema§ Sut^erg ^ifc^reben auc^ bann, 
twim bie ^örftenmnmJBinbfeilfc^e 2(u8gabe nic^t 
erfr^ieuen tt)äre , in feiner anbern al8 ber gegen:? 
tt>drtigen ®eftalt Ratten erfi^einen lafjen fönnen, 
»erben too^l alle jugeben, toelc^e bie 93e[c^affen« 
^t ber längft t)or jener 8lu8gabe toon un8 ebir^ 
ten ©d^riften ßut^erä tennen gelernt ^aben* 

9lac^ biefen ©runbfafeen aber mußten tt)ir 
bie aurifaber'ft^e öiebaction al8 bie ältefte 
JU ©runbe legen unb bie in ber 6inrid)tung ba^^ 
Don abtoeic^enben fpätem 3lebactionen ©taug:? 
toalbS unb ®elneccer8/ fo loie bie 9Balcl>i^ 
fc^e Suegabe bamit Dergleichen, bie SSarianten, 
tme biöl^er, unter bem Sqte anzeigen, 9lamen, 



>) SBal^i aSorrebe jitm 22. Sbe fämmt(. ©^^rif«* 
In UOini, «. Sinbf eiU (Einleitung jit Sut^er« ^i(<^ 
iitaL 



XXXIV 

3a^r)a^(en nvlb Sitote bon $B{6e(fleIIen Beric^ti^ 
gen^ unb tt)o eS unumgänglich toor^ für je erlSu^ 
tenibe SRotijen beifügen* 

®cnau baffelbe a6er tl^aten gör^emann 
unb 99inb[eil, nur mit bem Unterfei^tcbc, ba§ 
fie ein förmürfjeS Softem bon ^Regeln in «ntoen^ 
bung brachten, tpo »ir bIo8 in getool^nter SBeife 
^ unfere einfad^en attgemeinen ©runbfäfee ju Befok 
gen fortful^ren* 25a§ bal^er ber ©elbftftdnbigfeit 
unferer ÄuSgabe bur^ il^re Äel^nlidbfeit mit jener 
fein Stntrag gefrfjel^en fann, ifl ^offentli^ flor- 
S)emo^ngeac^tet aber l^aBen toir^ nid^t [ott)o|l um 
un8 eine nod^malige SSergleic^ung ber berfc^ie^ 
benen JRebactlonen ju erfJ)Qren, bie ja boei^ fein 
neueg 8flefultat geliefert ^aben »ürbe, atö biet 
me^r jum 3^^^ unferer i&ori^ad^tung bor ber 
nid^t ^ö^er ju treibenben getoijfenl^aften ©orgj? 
falt unb ®enauigf eit in i&erfteuung beS äejteS, ben 
bere^rten Herausgeber Herrn Unib. ^ 93ibIiDt^efar 
Dr. 89 in b feil um bie (Jrlaubm^ jur STufnol^me 
feines 3;este8 in unfere Sfuggabe gebeten, unb 
btefe 6rlaubni§ ift un8 auf eine fo freunblii^ 
unb liberale SJeife gemö^rt »orben, ba§ toir 
un8 im Snnerften aebrungen füllen, unfern 
^erjliei^en 3)anf bafur l^ier öffentlich au83uf})red^en* 
Öleic^too^I ^aben toir im SSerlaufe ber Arbeit 
feinen fo au8gebel^nten ®ebraud^ bon i^r ge^ 
mad^t, aI8 toir Änf ang8 ma^en ju muffen glaube 
ten, toie ja eine naivere SSeraleid^ung beibera:exte 
balb toa^e^en (äffen toiro. 3)enn toir ^aben, 
um nur einige Unterfd^iebe namhaft ju mad^en, 
nic^t nur bie ÜBertoeifungen auf anbere 8lb^ 
fc^nitte unb $aragra))l^en toeggelaffen unb bie 
Gitate ber SBibelftetlen in Waber8 9ianb^ 
«Ipffen mi bem Sexte entfernt unb fommt We^ 



XXXV 

fffl in bic jBoten t)em)ic|en, finbeni i)\e unb ba 
ouefc aurifaberg alte 9BDttfotmeu, ime^Äre? 
lfm'' unb ,^Äori§" (für 6&rt)fam unb Äuri§)^ 
ipeld)e gforftemann tu bic 9loten tocrfcfete, 
in unfenn Se]^te beibel^alten ^ bie Crt^ograp^te 
unferen ®ruubfä^en gemäS geänbert ^ bie 
^(aTagta))^en ^ au^er ber SBalc^if d^eu ^ ab^ 
fAnitttoeife immer bon Dom anfangenbeu S3es 
^itferung^ bed leichtem Sittjeng tDegen^ auc^ 
mit einer burc^ baS ganje SBerf fortlau^ 
feubeu Sflummer toerfe^en, unb unter ben 
Ueberfd^riften ber ^^araara))^en ben 9}ac^tt)ei8^ 
»0 ber Dorliegenbe äbfe^nitt in ber Sturifaber^ 
iiben 3(u8gabe t)onl566. (A.), in bert^onjirfte^ 
mann unb ^J3inb[ei( gebrauchten (Btang^ 
TDalb^fc^en toon 1603. (St.), unb in ber ©el-. 
necccr'fc^cn Don 1581- (S.) , ju pnbeu ift^ 
tatnxd^ berme^rt^ ba^ )Dir auc^ bie abtoei^ 
dienben SB(att;;iffem ber Don uni$ Derglic^enen 
StangtDoIb^fc^eii 9(u0gabe Don 1591. unb ber 
erften ©elnecccr'fi^en Don 15TT. in ^aren^ 
tbefen Daneben festen *); toie totr Denn uber^ 
bou^t barauf ^eDac^t genommen ^aben^ meber 
einen 6(o[en äBieberobbrucE ju liefern^ noc^ Die 
eigent^ämtic^en äSorjfige ber §5rftemann^93inb^ 
feU^f^en 9(u@gabe ju beeinträchtigen. 

93ei Den aui^ ber ä^ergleid^ung 9(urifaber8 
mit @tangtt)a(b^ @elneccer unb ^ald) ftc^ er^ 
gebenben Varianten ^aben toir meift nur bie 
oefetittid^en berfelben unter bem ^ejte ange^ 
jeigt unb bol^r bloS Deranberte SBortfteUungen, 
iDif (bei F. l p. 22.) ,,einmal bie ®auem'' 

— — # 

^bd bebeutet ba< neben Den Slfferu jlebenbe* 
hR^clenM bk SHMfeite hn SUtter. 

♦41 



>* »r V •» 



bung brarf^teiv tDo tt)ir bIo8 i 
^ unfere einfad)en attgemeiuen Q 
gen fortfuhren. !Da§ bafier t 
unferer 8(u8gabe bur^ i^re 3(e 
fein (Stntrag gefc^e^eti fann^ 
^emo^ngeac^tet aber l^aben toi 
un8 eine nod^inaßge SSergleie 
benen Äebactionen ju erfjxiren 
neues 9tefu(tat geliefert ^a6en 
me^r jum 3^^^ unferer ^o 
nid^t ^5^er ju treibenben get 
falt unb ®etmutgf eit in ^erfteuui 
öere^rten ^^erauSgeber ^^erm 1 
Dr. «inbfeil uin bie (Urlaub 
feines Se^teS in unfere 8(uSgo 
btefe 6r(aubni§ ift unS auf e 
unb liberale ^eife getoä^rt \ 
un8 im 3nner^en aebrungen 
^erjlie^en3)antbafür^ier ßffenti 
Oleic^tool^I ^aben wix im S3e 



XXXV 

f« in bic Sloten öemiefen, finbern ^ic unb ha 
(mc^ «urifoberg alte aBortformcn, totc/,Äre? 
fem'' unb ,,Äori§" (für S^rtjfam unb Äfiri^), 
»clc^ §5tflemann in bic Sloten toerfcfete, 
in unfenn 3:ejte beibehalten, bie Orthographie 
unferen ®runbfä^en geinäd geanbert / bie 
^agrop^en, au§er ber SSJalc^ifd^en, ab^ 
[(j^nitöoeife immer toon toom anfangenben SJe? 
^ifferung, beS leidstem Sitiv'eng tt)egen, auc^ 
mit einer burd^ baS ganje SBerf fortlau^ 
fenben 5Rummer toerfe^en, unb unter ben 
Ueberfd^riften ber ^araarai)^en ben 9}a(i^u>ei8, 
n>o ber toorliegenbe äblfe^nitt in ber äurifabet^ 
fc^Sluggabe t)onl566. (A.), in bert)on^5rfte^ 
mann unb ^inbfeil gebraud^ten (Stange 
•alb^ft^en toon 1603. (St), unb in bet @eh 
neccer'fe^en toon 1581- (S.) , ju flnben ift, 
bübuxd) toerme^rt, ba^ )t)ir auc^ bie abtoei^ 
(i)enben SBIattjiffem ber toon nni toergltc^enen 
StongtDalb^fc^en 9(u0gabe toon 1591. unb ber 
erjlen ©elneccer^fi^en toon 157T. in ^arem 
tl^en baneben festen ^); tt)ie toir toenn über^ 
baupt barauf ^ebac^t genommen ^aben, meber 
einen blofen SBieberabbrutf ju liefern, noc^ bie 
ei^ent^umlic^en äJorjuge ber §örftemann^93inb^ 
fetPfc^en Stuggabe ju beeinträchtigen. ^ 

^ei ben ani ber ä^ergleid^ung SturtfaberS 
mit Stanotoalb, ©eineccer unb SWalc^ fic^ er^ 
gebenben Varianten ^aben toir meift nur bie 
tvefentlid^en berfelben unter bem Sejle ange^ 
jeigt unb ba^ blog toeranberte SBortfteUungen, 
»ie (bei F. I. p. 22.) ,,einmal bie «auem" 

*) «iebei Gebeutet ba< neJeii ben Siffern ftOftnbt ♦ 
bti^€^M He SKhffeite Ut 9Utier. 

$0 



XL 



f^affraen Vvebi^ 
gern be6 86ttl{d)en 
9EDort6 .... 
]&. So (Pottee SDort 
flele^ret loirb, ba 
finb bie ^ente am 
^6fe{lfn . • . . 

16. Stop^fcei f). SÄ. 
£iit^er6 von feiner 
Se^re .... 

17. SBom Uberbtng nnb 
l^erai^tnng be6 
Sorte ®otte6 . . 

18. UnbanfBarfett ber 
Seit fni ®otte« 
Sott .... 

19. Sa6 ®otte6 Sott 
»ertteibe . . . 

20. lOif €((i9&nnec 
uxaä^itn ®otteS 
Sott .... 

th iDie %it{nomer f!nb 
fßtx&&iUx be6 gett« 
lid^en Sorte . • 

22. ^ai bie S^erfoleer 
ber(Sl^rifleii«nbbr6 
gdtt(i(^tt Sorte 
toenig (Bläd l^aben 

28. ^it 2tatt tDiber' 
flehen ®otte6 Sort 
mutl^totQig . . . 

24. ^ie IBera^ng be6 
gottli^en Sott« 
toirb l^rt geftrafet 

25. Ser ®otte6 Sort 
oeradftt, mtt bem 
foU man nf^tbtS' 

)fiUiixtM .... 

26. Sa« C9if4off 91U 
brecht ops 9^a{ii) 
»Ott ber 9{bel ge« 
urtl^eilet ,. . . 

27. JDie g^iBel (ft »er* 
Raffet von benSeltr 
nngen nnb Co* 
»({^en . . . 

28. S)€t €4i»Armec 



eetit 



22 
28 

23 

25 
25 

26 

27 



28 



81 



82 



84 



85 



Srttll^ttm »on iBcU 
M Sort . . . 

29. fßem 9ln|^ [nnb 
' Sirfnng be« ^6iU 
li^enSortd.anein 
(Sottee Sort iß 
getvif nnb nnuber- 
n>{nbli<f» . . . 

80. 9u$er ®otte6Sort 
ift nid^t« 9ekDifTe6 

81; (Bottee Sort foK 
man getoi^ fein . 

82. anu bem Sott 
®otte6 !ann man 
f!(^ tve^ren koiber 
ben 3^eufel . . . 

88. Xa€ (Boangelium 
offenbaret bie l^eim« 
lid^e 8o«]^eit ber 
9)'2enf((en . . . 

84. 9Raie{tat u. ^err« 
li6)Uii bee gctt.- 
Ucfien Sorte, baf 
®ott babnr«^ mit 
nn6 rebet . . . 

85. (BoiM Sort ift 
ein feuriger @((ilb 
%nen, bie baranf 
»ertranen . . . 

86 ®ott fudftet n. fin.- 
bet man gen>l$ in 
feinem Sort »on 
(S^rißo .... 

87. <S)ag man nac^ bem 
gettH^en Sott aVL 
nnfer ^(nn nnb 1^« 
ben rid^ten fod . 

88. 9oH rebet felBer 
bnr((9 Sott nnb 
fol4 Sort i$ frdf« 
tig ..... 

89. ®otte6 Sort iit b. 
^ol^e^ Iroft . . 

40. SDai (Ivangelinm 
ift ein ®el^imaii 

41. IDstcQf Sott <Sl»r« 
M totrb bie SeU, 



etitc 
36 



41 

42 
42 



45 



47 



50 



58 



54 



55 



55 
57 
57 



Sum L SBanbe 

ker Stf^rebett Br« Slattitt Sstl^et«« 



I. 






1. 8ett bn leilidfR 
SilUa .... 

bic 9iWl 99ttH 
S0tt fei . . 
S. Sel<^ M. )«.»•• 
Seit bU «iblid vtt» 
belmetf^et . . . 

4. llBtrrf<^bbee9(b' 
Uen snb anbetet 
9nc^et .... 

5. 0a« matt fime(nu 
»4 itt ^n mUl 
iwäfOL foO Mttb toie 
mattbie^ec^Tift 
fbbitettMnb letnem 
m^t 

A. S>af aoi bei Xeri 
ber 9ibf Itt fleif ig 
bfen foO Mttb bei 
i^aie, all bem eixi« 
§eii»alre«9«Rba« 
sfttt blcam . . 

7. fbk mbH iftM 



e<ttt 



8 



8. S)et €4tt(il^oI^ 
aen ihiBfl (n ber 
Üibel .... 

8. 3)aS ma« bie Si« 
bei ober bie (eiL 
€4rift id(fft fdsne 
att6griiiben noc( 
attefvbiret . . 

10. IDafbieltetie^tifl 
gn berf el^ ei« 
fifetoer IDing fei • 

11. IBott ber mtüti» 
tnng bei gdttl.. 
Sott6. ®ie M 
bte SDelt gegeM 
®otte6 Sort )(AU 

12. 3)af ber Seit Uu 
banfbarfeit «. fBet» 
a^tttttg •otte« 
SBori betjaae . . 

18. flBom sttfaaftiget 
fBitluft U€ gettr 
li^ett Sorte . . 

14. 8oni ittfittfligen 
Moiigel «■ re^tr 



«citt 



10 



18 



17 



18 



81 



"ifltte von ftlitc 

"■ Soai nbtrbräg unft 

aSoill tSeikt 
*ö- Untontbatffit r« 
®*It fBt ®,ttte 

WMt . . . 

'*■ Sa« (BHtn RdH 

-, ®»rt .... 

_, tl*ti< fflsti» . . 
beröritffttnunbt.»« 
««'B »türf 6,6« 

fttftrn ®otlM aSott 

mulljfff[I(a . . . i 
M. 3>it !5tra«tiing l.,( 
ßctlllidcn Wettt 
Wirb ftort fl(Jiro//l 

■Btm^t, mit btM 



XU 



foaberIi(( b. ttitHt, ^ 
regieret mlb ixf^U 

in 

43. •ett Biterri^t 
kanfe fein fi^ort 
be«f9enf<^]i ^er§, 
Senaift , ^&ttbe 
tf. Soge . . . 

4S. 9ott M «v« M 
ba« m«BbU<te ® ort 
cieboiibei • . . 

41. Sie mal ®otte€ 
Sott te((t lehren 
foD 

4$. ^ie 3«4^m bH 
^itüid^n Sorte 
ÜBb f^^vlbig, bte 
^rebiget gn et* 
äderen .... 

U. @otte« Sott Kt» 

fiet an alle ^^tfr 
idf€ €tdnbe usb 
lehret , lote man 
M batinnen ^Iten 
foUe 

47. (BctteS Sott oHefi 
«betwiabetbei^ettf 
feU fenrigr $fefle 
nb aQe Knfeib' 
tvnge« .... 

48. 9otte« Sott {ft 
uib bleibet «otte« 
Sott, »{rgldnbei« 
obet lif^ . . . 

49. Selben ba6 ^m* 
I<4k Sott Mö|e 
fei 

50. So man ißoiM 
Sott liebet^ ba 
»obnet 9ott . . 

51. «otte« Sott tf^ttt« 
UÜH afUim . . 

HZ, 9eHH Sott )tte(' 
etfei 

u. •ottf«s«tt«jrtaft 

»4. ««ttei flktt fott 



CkHc 



59 



61 



62 



63 



64 



65 



65 



66 

68 

70 

70 

71 
71 



«nb nt^t bata« 
|tt)e{fe(n . . . 

55. ä)ieienigeii, fo ®ot« 
M Sott rein 
l^aben nnb feft bar» 
übet Italien, finb 
attt 

56. Sol^t^aftige (ShtU 
ilen {{nb beteit, ben 
ICob nnb aHeSUn^ 
8lö(f nmb be8 dnau' 
gelit »tllen gn leir 
ben, aber^en^Ur 
fliegen ba4 itrenj 

57. ®otte4 Sort }^xt' 
bige« bringet ba« 
itteng .... 

58. Set ®ottee Sort 
lehren nnb befen* 
nen toiU, ber barf 
nid^t O^te , fon# 
betn ba6 ^eilige 
itreni grtvatten . 

59. ®otte6 Sottd «rt 

60. ®otte6 Sort ifl 
brt 8eib, barinnen 
®otte6 itinbet 
embfongen unb ge« 
boten toetben . 

61. ®otte6 Sott fön 
aQen IDingen «nb 
$etfonen fürgejo' 
gen toetben . . 

6?. ^nr<( toen ®ott 
fein Sort erl^otte 

68. ®otte« Sort foH 
man fefle gidnben ; 
abft ber Seit fBo4« 
^eit ift fo fltoi 
bag bet iüngfte 
Sag' berfelbigen 
llenem mnf . . 

64. SIeime ID. 9{. iw 
tl^i bon bem 
neuen Seflamentx 
bttdk .... 

65. anbete Slfime S). 



mtiu 



n 



74 



74 



76 



77 
77 



78 



78 
81 



81 



n^et mtUhtit ux- 
^, treuen . : . . 

maa niäftnü^ bea 

Sri^tea mib €f' 80, 

Un bn 3a(tor 

•»• 5«« «vaigellttiii 

t{t bie befle gHeae* 81. 

^. .Seftaag .... £ 
7V. Ii3era4taa0 lt. 8etr 

fWf*«ng 9ettH 

SBotteiflbergtöfte 

Sotn ®ottf6 . . 8 
71. fflogub(enebte«ei^ 

fl*tiiBg bei e^ttr 

Mf Jrtl. CiWft I« 
Ijunjabe .... 81 

IBran« ..... 8(1 



X&HI 



{Üb bie Q^cteMO' 
siett tlafat^ «Mb 
Jtot^ .... 

»irb ol^ne 9La0 
frc^tuiig ttii^t Qfr 
leniet .... 

99. IDal bie Uabanfr 
barfdt gegen (Bot» 
tri Sort »nbf 
nfeni itiT((ni 
gtofen €4abftt 
tfini . • . . 

tl. <syu fiklt 1^« 
bafvr , baf bit 
Se^re bc« gitt« 
U4en Sott« UiU 
uatcrgr^ea mäffe . 



etfit 



98 



99 



100 



101 



«ttti 
92. •oitr« SBott ^re» 
bigea ftrgcvt bie 
SEDeU .... 102 
98. 9Die maa ^^ ge# 
gen benSSerMtetn 
be6 gdtn. SDi^vt« 
n. ben Gacrontenten 
leiten foS ... 102 

94. mt 9oti mit ben 
Ißfttemgetcbet^abe 102 

95. mt bie 9Be(t bie 
Csaltnng in Dteli' 
gion6fa4ea aufl^eben 

aab beilegen tDiU\ lOS 

96. IDaf ba6 g5ttli4e 
Sott vnb d^ti^iiäft 
Siixäit ^it ber SBelt 
Soben etl^Uen 
i»etbe .... 105 



n. 



%iiä^ttUu 99n fiottt^ fBetUu, 



97. 2)«f bie Sernnnf» 
•otte« Serie ni((t 
Mite^, ao(j^ hu 
greifen fann » * 

98. ®ott «erbirget feine 
Oalen, baf num 
Hft ni^t vei^t ge* 
»«|r Wirb . . 

99. 9{ieainnb verfielet 
ilotte« See! . . 

109 Oftteg ffinnberr 
»erf , ber bie fEBelt 
»oU i% fielet ne4 
erfennet bie Minbe 
9emnafl wU^i 

191. «««t iH nnbegreif« 
M nnb «Diib bo4 
gefielet . • • 

111. •oite« flhuibemeti 



6eite 



108 



110 
110 



110 



11t 



108. 



104. 
105. 
106. 
107. 

108. 



109. 



uo. 



•llL 



fleineflen unb ge# 
ring^en (Sreatnirn 
•ott ift anfet n. 
nber, nnb bjod^ in 
aSen C^reoturen . 
diu anber ffrage 
(Sin anber grage 
Qin anber 8rage 
9ott ill tren nnb 
too|r|afKg . . . 
•otte6 ^ad^en |a' 
ben gar einen ge' 
ringen 91nfang 
nberfnf ber ^tiU 
li^en Oiter (in* 
bert ben Glauben 
•ott «erbient mit 
feinen flBo|lt|aten 
nnr eitel Unb^nt . 
fba$ ^ol) fite 



«eitc 
118 



114 
115 
118 
119 

120 



122 



124 



124 



-▼ »«'»%V»»» AMV 



114. ®ortr« Jtröft fn 

115. 2D(e ee ®ctt mit 
«n« machet, fo 

11« «",Ö* "'** • • 
i^o^ «tfeiintnif ber Äox 

-,^ ^» 

*iy- S(e ®ott mü bfi 

118. aoae ®ott t^on n« 
l»enf<^en j^bea 
toolle 

if« 2*^^* »*^«^i «<*i 
1'^. (üott l^at SJergr-- 

*aii9 ber 6nnbfn 
tn olle feine ^rea* 

IM. (üottee ®nte, toenn 
WÄB <5m rannte 
»ertronen . . . 
1» Ootte« «atmBetr 
,^, 8*9feU .... 
?*f- ®<>tt <» fleb«rb% 
124. Oottl^Aftnnd titl 

Iw. Stoeferlef «egfmnit 
,^ Mf tfrben . . . 



Jl82. 
128 

ll88. 

J131. \ 

128 1 I 

l*8|l85. (i 

1<0|186. S 

a 

1*^ n 

1«! b( 

|i87. ® 

9 



1W|188. m 

.« r £ 

Jl40. ($, 
18* ( bei 

ml"'- S 



UV 



148. »f «9H Vttiftix 
Meibe .... 

149. Oott v&l^tet aUe 
TIfitt . . . . 

ise. Oott foni aUi 

IftL Oott »ecbtenft« 
fe^, baf matt ^b 
Btibt fir eiarn (Sott 
^Itei miü . . . 

ISS. ^3($MttbffB®ott'' 
toa« e4 feir n. vom 
9{ifbraB4 (S^ttr« 

US. (Bett toiE <b alTea 
@)rcai^ gelobet 
feiB 

IM. (Bott foBB niaB 
toeniget oertraBfB 
bfBB SReBfc^eB 
US. (Bott iB 9tebeB 
fe^ .... 
US. Oott Bia<(t meB{<(' 
U4k SilAt^e Bnb Ib« 
f4)Uge |B Bi^t 

U7. Oott IfBgeB ^afen, 
ba« taBB er Bic^t 
lefbeB . ä , . 

198. (BettmitxoefiifXoit 
eri ma(^eB foQ — 
ytd oBber« beBB 
«lit gebeBfeB — 
mit fd^eB BBb nw 
feim ®ibetfa(^erB 

15i. Olott {^ viel freBBbr 
li^ct gfgeB BBf 
bfBB dB ^ter ge' 
geB feiBem itiBbe 

IM OiB SBbece . . 

UL 9im ÜBbete . . 

Ut. «Ott i» eia «ott 
bcf ^UMan . . 

lO. »e M «^ott iB 
ftftMtug erieiget 

lü «Bit ^t gar eia 
Betaef ^ilafUa oaf 
«i^fa 



148 
148 
148 



149 



150 

150 

151 
151 

151 
152 



152 



152 
158 
15t 

158 

154 

154 



165. (Botte« Q^reaiBreB 
»ie ^e bea ®ottr 
lofea feiB . . . 

166. 9ott geanet bb« 
aller (SreatareB 
SßraB«^ V^i^^^ 

Serae .... 
^ott l^at ia ger 
riage veralte ^iag 

Stofe (Baben gefie(ft 
»Ott foll man ler« 
aea leaBen aag bea 
(Sreatarea . . . 

169. ®ottefoamaaaiAt 
einrebcB .... 

170. (^otM 3orB ifl am 
gröftea, toeBB er 
fcfftoeiget . • . 

171. ®ott Praft bie Db« 
tigfeit bur(( bie Uar 
lertl^aBeB . . . 

172. SBie &ctt menfc^ 
lid^e <&offatt btid^t 
anb bemüt^iget 

178. SBoramb ®ott bie 
^dfea gefc^affea 
%atl 

174. O^otteg Un)>orfi((« 
tigfeit .... 

175* ®ott toiberßrebt ber 
@ataB mit oKea 
feineB.^^Uebern, bea 
Sottlofea . . . 

176. SBoramb ®ott aU 
leg ®Btg tl^ut bur4 
9liüel .... 

177. '5)er SWeaf* toitb 

eineg ^ingeg balb 
aberträffig . . . 

178. ®ott ernähret aHe 
SReaf^ea a, (Srea* 
taren ia ber gaa« 
|ea Seit . . . 

179. Hafer «err %<tt 
muf tlarec^t f^as 

' bea, er t^ae, tt>ag 
aab »ie er »oQi • 



ecttt 



154 



155 

155 

155 
156 

156 

157 

157 

158 
158 



158 



159 



159 



160 



161 



181 



182. 



183. 



184. 
185. 
186. 
187. 

188. 



aöonimb ®ott t>tx' 
Mnget, taf ben 
53dfen tool^I, ben 

ffrommenubelgefiet 
<n bcr 2BeIt? . . 

©onrni^ eott »err 

langet, ba§ fein 

tänfUn bit4 brn 

folget tofcbf . . 
•oft ift s(4t ete 
»Ott ber JlobtcH, 
foabeni ber 2thfnr 
Mgen .... 
®ott brauet be6 
5*f«« Sttm (inten 
«Ott Uffet« an C^m 
»rftgenb mangeln . 
IDanfen ift (Bett bet 
limt JDfenfl . . 
«Ott gönnet nn« 
»0% baS toix fei* 

«erdreatnrenBran« 
*en ..... ] 

«Ott fnlTet ben 
«ottlofen ben 
9a«4, ben (iottr 



IfiZ 



199. 



167 200. 



XL?D 



V», 



ni. 
HS. 
m. 
ni 

11«. 



117. 

iia 



m. 



bet fli^ffntn ifiget 
Seit , bet t>M 
fEsb 1. ii^Xiäf mtfix 
wetUn, fo 9oUU 
Sleginent art^lrn 
Qüi Süber«, bem 

9ott m. bfttt Jtaifer 

MciCB «... 

(Sott SNtf bie er^ 
Ocbart grl^efliget.. 
Oe^ctfan Ootteft 
uKb be« SemfcU . 

SergebmgbrrCfli' 

bea 

Sie e« gavgen 
Mre, toeiB ftbam 
Hi<(t gefittbiget 
Mite .... 
eett fpottet be« 
Sotasi .... 
9otte« (Bäter ac^ 
tet bie Seit ai^t 
99nt$ «ö^^er 
Sota nnb ®nab . 
Sa6 Olott am 9e« 
tea gef&Uig ift . 
etitt «erwartet, 
i»eBB ec tofll . 
IBrt M fin: <Bott 
»OB ^ergcB bemB' 
t^geafaaa, bec^t 

StDOBOta 
Ott re^t femten, 
b(e ta^ffte itaall . 
•ott et^dttSB^t. 
(Boit it mit fdae« 
Aafrtli^ea b. itiU 
Ulbea QbaUn milbr 
99tlH Seife . . 
•ott ^t bea SU 
beifo^etx eiB Siel 
}■ wifkn, gelMt . 
Ml taber« . . 
•elt |nr^l|ft 1^ 
ffiBev • . * • 



mtitt 



191 
191 



lao. 



282. 



2M. 



19S|2^. 
198 



194 
19S 



19S 
195 
196 
197 
197 
197 



235. 

286. 
187. 
288. 

289. 
240. 

211. 



198 

199 
199 



199 
199 



200 
100 



UZ. 



243. 
244. 

215. 
246. 

247. 
248. 



ttotte« tlafo^ aab 

Se^niBg, fo aaf 

bie Seit geBet . 

®otte6 (Böte . . 

Sei^^en, toeaB^ott 

gB^big obft nagaft» 

b{g fei • . . . 

(dott tft ein (Bott 

bet tebeabigea 

(Sott ^at bar^ feia 

Sott alle €tanbe 

to{ebet)Bte<^6ta<(t 

(Sott oetmalebeiet 

eia Saab aaib bet 

€BBbe wiHea . . 

(Sötte« Cegen ge^et 

öbet aOe ((teattttea 

Sie (Sott ti(^tea 

toirb 

Sobei ntaa Oottcg 
d^üte etfeBBet . . 
^ad9{agB<ficatfaf' 
fetaaeSet!(9ottee 
®ott toiU ai^t, baf 
toir 0lle4 vet^e^ea 
foQea .... 
(Sin felige Seit f)at 
aa6 (Sott Ht gege' 
bea; toet e6 aat 
erf&aate! . . . 
IDa ria 8^eBf<( aat 
eia Heia Seit foQt 
®ott fein, fo toatbe 
aafetnbelgeioattet. 
(Sott bienea . . 
(Sott ifl um eia 
Utfa(( be6 IBofea 
Qotte« Sillea t^nt 
bet 9}enf4 niä^t . 
®otte6 Sanrelma« 
Kigfeit berätst bie 
Seate 

So a. lote ataa 
•ott geioif {labet 
B. etfetiaet . . , 
•ott t^at n. gibet 
«llei B8ibfoB^ . 



ee<tc 



201 
202 



202 
208 

208 

208 
204 
204 
204 
205 

105 



105 



106 

106 

107 
108 



■— ••• V*MWfcV 



*»|. ©Ott forget für un« 210 
253. ^a«ba«feh ®ott ,259 

i» 9li«tö unb bo* j 

251. ffiorfnncn ©ottcö **"'''"• 

£ro^ nnb Sfltn^ 
•ee ö'" **°ft Me . 

^ilfe aiifl^aret, ta 

an hti hintn, bie 
an üfn %länhtn . 
Unfer *ett (BoH 
^anbeli mit ben 




UI. 
^if^rtttn von tet ®i 

Jon »lofe toj Bex fj 

^ott Fimmel nnb 



Geben 



»•« 



269. g 
870. 8, 



XLIX 






m. 

" 09. 

289. 
281. 



»4. 



»f. 
»7. 



29L 



9i 



ffsbftli^n Cegeii 
u. Oefi^j^f . . 
9im Ibibeci . . 

Hin SiibeH vom 
Slifbtaiut 9otte6 
dnatnen . . . 
8om 6<{itoabeii2). 
91. Sut^ 9c« 

bOBffI .... 

«Ol 8hl(|tai nab 
D^ 

brrme^t beult ®e(b 
dii Snbn« . . 
Wiäit Sragen 
Sein ober Colg 
9nf(|BtleB . . . 
Miber fixb 9otUt 
Ce^en .... 

^osberJtinber^e' 
Hit 

9otU$ 9ef(^opf an 
einem SRenfc^n ift 
ein SuBbetivetf . 
Soi 3i»<ng(iBaen 
9oUe« 9ef4öpf {« 
(Kreotetea i^ »n»' 
betbatlic^ . . . 
8eB J^ometeB . . 
S«B ber @onne . 
tia «;ib€«« . . 
SMge 

Sa6 llbam fkr 
eis ütof^ gdvefea 

fei? 

«bom« S^Affgfeit 
Sttge • . • . 
•ttte« <Bef((d)»f a. 
Set! aecfU^ ein 
fReafi^ aid^ 
tB^taaibtoiria^Aa« 
feia »olaea? * 
C4etbaa 

Xbaaii tpfMif . 
flcbeafitieibeteäiea 
9{eafi(||cB »«B aBea 
Sylesta . • • . 



6eite 

231 
232 



«eitc 



233 

234 
23» 

23& 
238 

239 

240 
240 
211 



241 

242 



242 
243 
248 
244 
245 



245 
245 
246 



Ml 

248 
^8 



249 



250 



250 
251' 
252 



300. 9lbam6 (Slenb aaf 
C^bea .... 

301. edfwaäjlfftii anb 
(Slenb 8tenf((fl<(^et 
ISlatüx .... 

802. Som ategiment be6 
9tabenfacf«meBf((' 
lid^ «eibed . . . 

303. üin Tinhttt . . 

804. grage .... 

305. nBtetf4eibb.2:tiere 252 

806. 9Ba« fär ein SB^^ 
fcB a. 6ian im $a« 
rabiei eetateft to&re 252 

807. |[bam« Sad . . 2^ 
Ä. grage .... 258 

809. |[bam« ^etgleib 
Bo^ bem Satt . . 

810. SBom erb&tmli((fea 
3B#aBbe b. menfd^'^ 
lii^ea £eben4 . . 

311. fSoa fargem 8eben 
ber 9ltn\d)tn . . 

812. Slinnm Mtn 
ein arm tthtn 

813. (Sin %nber« . . 

814. (ÜB $lnber4 von 
menfd^Ui^em (Sleab 

315. Boa be« 9Renf(|m 
^aat anterm 9Uk 
g(f[(^t .... 

316. U)on itiabcTB aab 
berfelbea . tebea . 

317. 0fn «üibet« . . 

818. Sir mäffen bea 
Ainbcta farnnferm 
^erm (Sott glri(( 
koerbea .... 

819. ilTia Haber« «on 
AtebcrUa . 

320. Ufa Saberft . . 

321. Uta 9lab(r4 tVk 
.xiabcrtt • • . 

382. Skr StCteta 9ieBe »^ 

Scgea beB JtiBbera «80 
aia, «bam4 Ueb' ' 
p$ StM . . . VI 



254 



256 
257 

257 



257 

257 
257 



«S6 



259 
260 



847. 
348. 



849. 
SSO. 
MI. 



858. 



•*o. we tft am 9rau(^ 
ber ®ütex am mtU 
fitn gelegen . . 264 

829. JDer «eifern ®e* 
brechen foUen bie 
ÄInber (elben . . 265 

880. £)b ein »ater fela 

m6ee eaterbfi? . 265 

881. fBonnnb bfeerfUs 
leltem mt 9ri4^te 
fleeffeii ^ahtn ? . 2«( 

W. 3)n SeltetR fPicQ 266 
•88. «Die nnge^orTame 

Minin fttaftt e^tt 266 

884. matlfffin^tn n. ben 854. 
Jtf nbem {^ren ffiU« 
len (offen, mber^ 
bet f!e . . . . 267 

885. C(n Ünber«. itefn 
mattt foH feinen 
iWnbetn hti feinem 
Seben feine mcet 
»bergeben ... 267 

886. Oin 9lBber4 . . 269 

887. 3)eT jtinbet vtt0(e{r 
*e matn n. «rt 269 

888. SBon ffieibern . . 270 



I 



355. 
356. 



357. I 



LI 



IV. 



X^ttttn pon ttt fSelt nttt t^tfer 9trt. 



Ml 



HO. 2)ad gottlofe aßc 
fn Ut ®eU . . 

^ftinitlBrtf&ttKi^ 
fett sab e6 toiib 
bo4 eine« IDingee 
halbt nberbriifffg . 
2Xc Sett fann gute 
Sage Bi^t ertragen 
nmi^ ^ente . . 
lUbaBfBarfeit ber 
fBett fsr« tfMi»' 
geliBBi .... 
QfB lnbec6 . . 
9ttnWid^ (SUiib. 

117. flraff^ Xrt mit 
(Sffei .... 

M. Sa6 9lenf4en feien 

m. fSoTumh «Ott b<e 
fBeltgef^ofen^at? 

nt. So ba6 <8ate nnb 
BIfe l^omme ? . 

371. Sett 

172. fBonaib bfe Reiben 
fo f<(6n ^ing i»om 
Xobe gef<IMebeB? 

t73. 2). Dt £nt^er« «e« 
banfen von b. Seit, 
b« er B0(( tn ber 
Stüpuu voax . . 

S74. 9(e{frBberaBfc^en' 
Hi^ ftail^fber . 

S7$. 2)<e Seit tDiU ®ott 
immer reformiren 

ST«. 2)ie Seit ift in« 
bAnbfg n. Uffet fitSf 
B<4t regiere« . • 

tn. Sa« Sett ift.. . 

STa 2)reietU{ ®rab ber 
i^enfibni . . • 

M. S>cf tianrm Qn' 
boaBorfeit . . . 
ttcO^IBifU , . 



eelte 
t80 



S81. 



281 

283 

281 



281 
281 
284 

28» 
285 

285 

285 
286 



286 



287 
287 
287 

289 
289 

289 
290 



882. 



383. 
384. 
385. 

386. 



387. 
388. 

389. 

390. 
391. 

392. 

393. 
891. 
395. 

396. 

397. 



398. 



Seit gldnbet nid^i, 
bafllllleft, tea«gnt 
ift,von®ottfomme 
n fein ®ef(^6^f n. 
Drbnnng fei . . 
eott i^ gelehrter 
nnb reifer benn »ir 
u. bie ganje Seit 
ttnbanfbarfeit . . 
Qin «nberft . . 
Uabe^dttbigfeit 
menfd$Hd)ed ^er^en 
S)a« doangelinm 
becft anf ber Sßen^ 
f(^en IBo«^eit . . 
Cidfter^eit n. «of« 
fart ber 9tenf((fen 
^er Seit Unbanf 
gegen trenen S)(e« 
nem (Bottee . . 
S)ieSeltmufiernfle 
nnb gefc^iDinbe fftu 
genten l^aBen . . 
Stenfc^Kc^ ^tu 
nnnft .... 
IDie ^emeinfle 9n' 
frc^tuna in ber Seit 
Xtt Seit ^e^eße 
SeU^eit . . . 
Seitlicher ^tieb . 
(Bin 9nberd . . 
Seit koicb je lAu' 
ger je firger . . 
eünbe gel^t für 
ber Strafe . . . 
Seit fann o^ne 
ۊnbe nic^t fein; 
aber barumb ifi fle 
nic^t ^n loben, no((f 
in leiben . . . 
Xn Seit {Reben 
nnb Seifen . . 
Sk bie^ente nmb 

♦ ♦ 



,ecitc 



290 



291 
292 
292 

292 



298 
293 

294 

295 

295 

295 

296 
296 
297 

297 

297 



298 



J«S. !Dn9BeIt«Wd6n(fi SOZ 
"3. ffidt Mt Uirftrrb, 
H4t(it Bin (Srfm 
SIcIj 30' 

iOi- äDflt «imint (oirntt 

j«9 3mt Pfule . . 101 
«W. ntntwn Ctuk 

ji» is ** ■ . . «w 

«M "«"»«" n«lM*f «Ol 

iiZ ®f<»«"»«ie«tt «Ol 

IH «at» M4t »t> 

«•■ »et SDen UrtfifH 
VBU k(i Sltntrn 
fcrt avued» , . 

411. S>tt mtlt I. Ux 

ÄIrtfidt ffltflalt , 

418. ®h9Öf[iii.'lib®ot, 

M mxU Mit!' 

infiia .... 

^413. SMc ffirlt Ima tt, 

«ottfdlai« Bi^t 

Ifftrt . . . 

414. S)ie IDrit BMflhBii 

bw «rifltB (^r. 



4». 



I4U 



4M. 
457. 

456. 



ifeit, nb »on ii}^U 
fsrm .... S21 

457. S>eT 9fU 3«^« 
tAt mb Unl^afbtf? 
fett 828 

4I& S)om^m flnb eUel 

(l))ifirer . . . 884 

418. «DHdWhtntaiSle' 

gimevt .... 884 

410. din Vvberi »om 

(i}pittixi$mQ . . 885 

4iL SoB cpifHTif^ft 

{fflfni .... 825 

442. Selche inm <!)){!■.- 
rUmo bei Sfg 6c 
reiten . . . '. 827 

448. «in 9bbeT6 . . 828 

444. 2)ec ffieU Cl^ec 
^t 828 

445. 2>erteiite eiä^tu 
^(1 aab gffif üi 
3nlt«»e« .... 829 

4M. S>ct (8))ifMret 9e« 

bavfen . . .' . 8^ 

447. S>cc fßflt Ontet 

nb €44(e . . 880 

418. ^ct Seit «eil . 881 

449. etil ift fiiiSeid^ 
be« 3:0bel; auf 
«elb ■. 9jä fott 
maa fi(( ntc^t »rr^ 

UffCB .... 

459. 2)tT $fartl^ettii s. 

f^ebjaer 9e{) . . 888 

gelben .... 888 

452. S)e4 $a^M «eil . 884 

458. dei) vet^iabett 
(S»ette4 Cegett . . 885 

454. S)af Sittei mb 

Texten bie itI6|et 

s. geiW^e« €li' 

tec |i M teff ea . 885 
456. 9ei\ mrüttei sRb 

•rmiM ^Mb a. '475. 

toi ..... 887 476. 



459. 

460. 

461. 
462. 

468. 

464. 

465. 



466. 
467. 



468. 
469. 



470. 

471. 

472. 
478. 
474. 



Soa eiae« geigigea 
8aaeta .... 
S). 8R. 9. IBetmal^-- 
nnng nnb fDornang 
fatal ®ti^ . . . 
IDafl flfönlen anb 
^erra geigfg toet' 
bea n. aOe ^dnbel 
a. Sl^al^ag an fl(b 
reifen. . ... 
Soa (8ei|^Ifen, fo 
matl^toiQige 3:^ea' 
rnng ntoi^ea . . 
Sßoa ber 9legenten 
<S^eii B. gottlofem 
SDefea .... 
IBonbe49lbeU(9ei) 
(Bei) aitamet Q^oU 
M ®egen toeg . 
SB0m(Bf{)ber^^iU 
ringfdftra IBanem . 
(S^rijUa follei^ si^t 
gei|ig fein . . . 
SBom Q(eü ber Eeate, 
foaberli« bea b«6 
@t»angetium. gele^ 
ret koirb .... 
fj^iemoab Idf t C^m 

Snagea «... 
let| verberM anb 
^inbert ®otte4 Cr« 
gen ..... 

®eij 

IBoa beaen, bie oa 
ber dBelt Sltei^l^am 
fangen .... 
9)on ^&nbeln nnb 
Sni^r . . . . 
Äe^tmdfigec (Bu 
toina .... 
Son SDacfferera 
Sroge . . . . 
^ebigt S>. S{. Bu' 
tBer6 kviber ben 
SBadper .... 
9im Qk{| 9t. 91. 
tlarei^ter ^anbel . 



eeite 
888 

889 



889 

840 

841 
842 

814 

845 

846 



847 

847 



848 
848 



848 
849 

85Ö 
851 
852 



852 
858 
85« 



nrn waoen . . 3^ 1481. 

^^' 3)fr Ädnfft ffne 485. 

3)(ne« foa bell 48«. 

€dJoben trogen n. 1487. ' 

hie ®tfafft fle^n 3551 

481. ^ofttione« nnb I 1 



V. 

488. Qot «Bgatferef, ***** [498. t 

.«^ !•• ^^ fr' • • 36J 499. < 

489. «otiMHenfl ol^ne i 

, «otte« »f fe|>I auf* ^ 

rt^ten .... 861 500. i 

490. «rt n. (Bi^tn^t^aft 
In ifmenUtntt 
ober ®fTr6e(({Aeti 864 

491. 0isI9eor6i8f(^eiu 
b<riift .... 865 

49Z. a^a^enbfenfl bee 
9lolo4«, ber flnu 
'monfter Hbgofte . 866 

498. deroBeont« St&Tbtt 



501. I 

502. <J 
Ii 

503. « 
* 

504. ^ 

u 



LV 



Ckite 

80m Opfern bf? 
Sleif^ ... 380 

Sit. »gdtterd , fo mit 
Ut 9tin^ti BBb 
SUHanei aetriebei 
f« S81 

Sil. »«ditnd,fo&ir4e 
(4*<t antic^tni, 
»^crt fiT aab fit 38S 



Cittt 

611 ®ott Xstafinig bet 
^dUsea, bfe aa4 
«Bgetteref {fl . . MI 

SIS. (Kn Snbete von 
Xacafaag bet i»etr 
fotbeaea ^eflfgea 384 

514. Boa ftembbai 9au 

lera 384 

Slft. tBaftMsettfcei fri 386 



VI. 
%mttttn 99U »er (eiliteii »reifalHcfeit 



6e(t( 



385 
386 



Sil. 8crgIefi^aBg ber 
^flfgea ^tdfaltfg' 
frit 

517.' Triaitai omnibof 
creatoris iadita . 

S1& Skt Sstiffl voa 
bn ^ Sheffattia' 
fett übertrifft aue 
Seraaaft • . . 

Sit. Beagatifr voa ber 

^iü. iDrcifoItigfett 887 



520. SXefer «rHfel ifl 
aO)e(t^ft{B aagc 
foi^tea .... 

521. 9B{e bie jele^rtea 
Reiben Vott be» 
fc^rieben ^abea 

52S. 2)a$ b{( Jte^er ü^e 
«ef4(<{li(bfe{t aab 
Stuni mifbraad^ea 
a. bie Ürtifel beft 
dlaabea« anfe^tea 



ecitf 



390 



, / 



Ce1to<|ttia ober SifjAvebett M ^dU- 
feiiger ®ebd(^titifl; 

fo fr in melm ^affttn gegm geiferten itnten, 
au(4 frembDen ®&{len unt) feinen Stfc^gefellen 

S'i^ret, oud etlicher gottfettger 3^^eo(ogen (&oU 
antii, Dte fotc^e S^tfc^reDen ani feinem SOtunbc 
«ngel^dret unb auf gef (^rieben/ mtt %lm jufam^ 
mra getragen unb nad^ X>tn ^Auptflfidfen unfe^ 
rer c^rifUtc^en Se^re nnb ©(aubenS t)erfa{fet. 



Xtf^ot 9. äRorttn Stttl|er0 tton ®tütS 2Bott 
ober ber l^etligeit @d|rtft 

1. Qp« ber (eni^et WhUa. 
(A.I. — St.4r(5.)— S.4*.) 

@< faste einmal bec C^rnfttbifle^tr S)e<f t' 
Startintt* 2ut^er lum ^erm ^^ilippo SKelanc^t^one^ 
itm )u 2)octor ^ufio Sona nnb Snbern wn ber 
SlbCia ober ^eiligen @(brtft^ ,,bafl fie wdre O wie 
ciM fe^r srof er weiter 9ßalb a) , barinnen t)iel unb 
iOeilei Srt Sdume {Ifinben/ barDon man tonnte man? 
ileifei £>bfl unb ^räd^te abbred^en. $Denn man ^fttte 

* "j 

1) W. fei. -> : 



-«.'•W* < 



(A.l.-St.27\ C29».)— S 

@d beweifet S>. üRartinu» i 
We »ibfl ©otteö SBort unt) »ud 
aUc§, n?ad ta n?dre ^) unb wie 
aud) iDte ed ftebet ttnb fttt)tt, bas 
flen 93u(^ aRoft ))on ber @(^5p| 
unb toie e6 ä^ott gefc^affen unb i 
ging unb flfinbe tt no4 b). @k 
SSud) vertitgen unb autrotten to 
tigften barnribec getobet JtAnig 911 
bat AdnigceiA Sleg^pten^ bat Sta 
bec $e(fen^ (Scied^en unb fftmtx 
jtaifer Suliut unb SdgufiuS; abi 
fdnnen t^un^ nod) oermod^t }u i 
to&ren^) aQe Ijinweg unb bat S 
unb füc gan) ))oUfommen gebliebei 
ben worben ift. SBet er^&Itt abe: 
et toibct fo(d^e grcge ®ewa(t gcf4 
»a^i4^ berni ®ctt felber, fo 
Unb et ifl ein gro^ SBunber^ ba 
alfo lang erhalten unb bebfitet t)at 
unb bie äBclt ifl it)m fe^r feinb« 
too^U bap ber Xeufel ))le( guter 9 
djrn umbracbt ^at^ tt){e fonfl ber 3 



Hb Stt^tt. Coliftt ftat itnfrt ^m (Bett mit fon^ 
MUmSttaft tOfaVUn; benn man mu^ tdufeti^ @as 
cmeitt tcM^ utib ptctigen, inib fol(4e€ fiat 9lfe< 
unb fSnnen ve^rcii nod^ ^inbetti« ^oment<^ Sit^ 
gflbi< «nb betglek!^ grofe, feine unb nfi^Iic^e 
Si^er iinb alte Sucbet/ aber ntc^M >) gegen ber 
BibeL'-' 

t. ttd^e nib |B iDi^ 3ett Ue Siblfa Htboliitetf((fet? 
(A. ir. — St 33. (36.) — S.33*. (34.) 

SM ebtmal wn brr SDolmetfc^ung bei SSibel ge^ 
Rbft votb a), fbgete SD. SR* Snt^er, ,,ba§ 341 3a^c 
fvr Sbrifhi» 9eburt mb 9Renf(bn>erbung bie Sepiua- 
giRii inierprctes e), bie flebetqig Coctored unb (9e« 
kdyctfii Mn 3enifa(em, }ur Seit Sleaiati be6 £o^ens 
pneflerf , auf Sitte bed ^finigS in «eg^pten ^$tc(e$ 
a&t 9^flabtlp^t b&tten bie fünf 93ft(bet SRofi unb bie 
Qtfp^tcn aut bet ebrdifc^en Sprad^e in bte grte(bi^ 
WC flcbrod^t unb glitte betfelbtge jtönig großen Un^ 
fpjtei «nf biffe^) 2)olmetf(^ng gewanbt 

2)<inia4 (dtte na(^ be« ^etm ebtipl ©eburt^ 
Seiben unb (Sterben 124 3a^r ein ^fftbe, genannt 
Iqnaa Q ^ nac^bem er )um ^tißUc^en ®(auben bc$ 
lebret werben^ ba9 alte Seftament au« bem 6brdi< 
f4m in bie griecbifd^e Sprotte t^erbolmetfc^et }ur Sttt 
M ftaifecl llbriani. 

S)rti unb funfjig ^a^t na(^ biefem Stquita $at 
ftclebet Z^eobotiuS g) , ber bat bie 9ibe( au(^ ))er^ 
betaietfibt* S>ef gleicben f^at S^mmacbu« h) im brei< 
figfkn Sa^re nac^ Sf^eobotio unter bem ^aifer @e$ 
lero ancb get^on. Siner, bef 9tame unbefannt ifli), 
^ im dibten Safire natfi Sbmmac^o bie Sibel audt 
Mtobnetfd^t, »elcbe 3)Qlmett4ttng genannt wirb •) 
Ml gerndne unb fftnfte. 



i) SMmctf^ei bft Bibel, e) Septvagiat« ialerpretei. 
^i^päUu g) S)e9boti8f. h) C^mwUlHi. i) Tranalati« 



1) 3t s. a. aber tidit btl anfHlii i> ce^Rei. S) St 
I. 8. Mr. S) St t Volfau, bod «^ 

1 ♦ 



f^^-^wn« »«iibUMi ciuuere noiiil 

ni*t ubfl get^an, wenn et i 
ober peen ptfe ju {i(^ geao 
U f)atte flc^ ouA bet Atiliai 
wen iQffm na« bem@ptu(J)6 
JüJo i^t «) jwcen ober bwf in 
wnmltt flnt, ha »iO i(^ mitten t 
«etbolmetf^et ober XtanSlatet 
\tm, benn einem einigen SRai 
gute et propria verbi lu. 

Jftt man bie »i6rt nod) nie al 

tL'", P'8. ""^ »«fianbllt^, 
9tttte lefen Hnncn, aU wir fle i 
S(ri(^t nnb in bie beutfdte eun 
btai^t ^aben i)". *^ 

<• ttaterf«db bn «»Un wi 
(A.1».— St. 26. (28*.)- 

Cf8 fogete JD. g». Sut^et, „b 
joDet flattlidjet ®aben unb sfud 
bafiorer Reiben Süd)» m) gar 
^ofiTtung unb Siebe leiteten, 
ni*t8 bo»on, fonbecn bet £eibei 
bo8 (Bejenwattige an, fp man 



Bfldler wm Wauitn, ^offnuna, ®cbulb unb (ütttt 
(anleiten. Sn ©urnma, bie ^eiltae @(6rift ifl ba< 
^Mftftt unV befte 18u(^ ®0He8^ wü Zxofit» in aHer 
Snft^tung« S)enn eS lehret ))om ®(auben, ßoffs 
mtng unb ^ebe ))it( anitti, benn bie SBemunft fe« 
fKO, f&l^(€ii|' begreifen unb erfahren fann# unb wennt 
sbcl S<^^ fo (^^tet fie^ wfe biefe <) Sugcnbe ^erfir 
(enifeten foOen^ unb lehret ^ ba^ ein anbec unb ttol^ 
gel Beben nbec bicfl, arme elenbe 2cben fei.^^ 

S. S«4 man fäm^mUcQ {n bet 9(Be( fnc^n foK, nnb tote 
man bie Ifdlige C^vift ffnbftcn unb lernen nt6ge. 

(A.2.— SL(63* ) — S.25* (26.) ,,S)ie fürne^mjle 
fiection unb Stubium in ber S^eologia i{t p)^ ba^ man 
C^rißum lerne rec^t unb wo^I erfennen^ benn er wirb 
nl %ax freunblic^ barinnen fürgebilbet Unb fo wir 
nt |u einem guten ^eunbe aliee ®ute8 ))erfe^en^ 
bof er un< aQe SBo^it^at unb freunblicfien 9Bi((en 
cricigen n>frbe/ t)ie{me^r fotten wir fo(d^e9 un8 }um 
4nm C^rifh) verfemen , baf er gegen un6 gn&big 
snb barm^er{ig fein werbe. S)arumb faget @. $etruS 
(I.Cpifi. 3, la): aSac^fet im Srfenntni^ @brifH, 
ntali4 ba^ i^r aldubet^ ba$ er fei ber allerfrfinu 
mefle, barm^er)igtte unb gfitigfle «^err, an bem wir 
tflein fangen unb unt an i^n (galten foKen* @cl(4< 
(ebret aud^ ber ^errS^rifluS 3o^. 5. jtap. (SB. 39.)^ 
bat wir t^n aQein au8 ber ^eiligen @(^rift erlennen 
feBcn, ba er fagt: f^orfcbet in ber @(brift, benn fie 
leiiget t)on mir. über bief ^fi^efie Srfcnntnif t)er^ 
ftaftert unb l^inbert ber Seufel weiblich in uni unb 
■acbet, ba^ wir )>iel mr^r einem guten ^reunbe unb 
9Renf4en, benn bem £errn S^riflo ))ertrauen/' 

(A. 2. — St 20*. (22» ) — S. 25* (26.) ,,5Kan 
fea aber ^) bie ^eilige ®(brift nic^t na^ unfer SSer^ 
Runft meffen, ricbten, ))eri)e^en unb beuten^ fonbem 
«tt bem 9ebet fleißig bebenfen unb t^r nacbtrac^^ 
ten q). @o finb bie Anfechtungen unb ber ®atan 



p) Sa9 «OS finic^wKA in bet X^eoksla fhibita foV. 
mtkaOfta^ bet V%<> ^äfd% 
1) St n. 8. Me. 1) St. Bit foHen. 



lernen* Unt ') iDcnn id) ai 
fo ergreife id) halt einen !Xe; 
Sitel, ter mir ^c\\m Gbrifiii 
micfe fleftorben fei/ bat^on irt) fc 

6. 5Daf man ben Xejrt ber Sibela 
((me, al6 bm eiaigen too^ren 

(A2. — St.24\ (26»0- 

68 {am einmal in S)oetor ! 
eines fume^men SDoetotd @o^t 
(let unb {üt^tigtt @tubent, be 
S)inge begabt no(6 in Suften 
fonbern ließ ficb begnügen am 
oei bem f^unbament unb bei 
n&mlid) bei feinen ') Institution 
gen ftubirete er fleißig. SBie ben 
bem «Igerrn !Doctori SRartinc Sui 
bireten, ba fprad) S>cctor SDlart 
D^n 3tvrtfe( ani feined äJateri 
S)enn toti einen guten ®runb 
2ejct wc^l geflaffiret ifl, baß ei 
roirb^ bet bat^ barauf et gemif 
fann^ et I&uft aucfe nid^t Ieid}tlid 
nicbt. Unb ixoat ifl folc^ed eine 
»on 9l6tben. ^^wn <* «^-«^ -' 



— T — 

H fri ein fdilecbt leiAt SDing ttmb bte beilige Schrift. 
0Mi4 vrie feec ^l^rif^Sft gebadet«, ed nmre t)albe ge:? 
fi(e^, >a ber ^erp e^rijhtd ÜucA am 10* Stap. 
(&2&) }tt i^m fpracft: 3%ue baS, fp mirfi bu 
IcboL Senn btc ^tteraeißec unb ©fi^kvdnnet t>ec^ 
{i^cn aicbtt in ber @(^tiFt, fonbem gebin. Wmü, in 
Icr S^^ init i^ten mantenbtn, nnbejl&nbigfn unb 
ngmiffcn Sbüi^ttn, bie fie eib^c^t M^» 

6umma, »et mit O Se;4 wol gefajTet, bec iß 
dl reAter $aflor. Ifaib ba8 ift auA mein befiec unb 
dbrijtticMitc ^) 3tü\fi, ^% man auB beni IBsonne obeip 
JDucBe Sdffei; Mdpfe, ba« i», bie Sibd fEci^ig (efe. 
Senn xm tm Sejrt i^obl gegcunb^l untt grübet if}, 
ber mitt ein guter unb fiirtrepid^ei 2||eoIogu9 s}, Pn« 
tewil ein epm^ unb SCejt au8 bet Sibcl me^c gilt 
bmn i»iel Gcribenten unb Q^UfTen, meKbe nid^t fiavf 
v^ tnnb finb, unb fle ffaften boc^ ben @ti4> au(t) 

au wenn i(| ^n @i»nt(^ @* $auli fiic mir 
|il» ba gefaget n)irb: KOe Sreaturen (Bottel flnb 
|it, »enn jie mit S>anffagung empfangen merbrn. 
(1. Zinu 4, 4.) S)iefer Ztj^t iriget m, baS/ loaS 
9ott Off Aafen ^abe, boS fet gut* Su i^ effen« ttin- 
ha, freien ober e^eli4» tu*) werben ic dkitteS (Atf 
Wp\, barumb fo ift e8 gut SDamibec finb bie 9lof> 
fent)} benn @. Sem^arbu§, SBafUin^/ ^ominiiud^ 
^teronymnt unb anb^re b^Uide SBAtei unb £ci)rer 
bAben Diel onberS baoon gef4itieoen unb getban* 9[bn 
ber S^ejct gebet meit fät unb über aUt (»(offen \ np^ 
laben bie lieben Stäter unter bem $apflt|ttm mit ib^c 
rcn (Bioffen ein gtdger 9lnfeben gehabt« tienn bie 
leOtn eprfic^e ber mUl Unb if} aifo ber S9ibe( 
ein Seile groß Unrecbt gcfcbe^en^ uno ^abcn bo(b 
feie lieben Sater, ali 9(mbrof!u8, SarttiuS unb ®re^ 
lorinS, oft fait 2)ing gnug gef^rieben.^ 



•) SeUbet Ht bffle %iit9loqtfi fri. i) (fanation Ut 
«Irt« Ol« bec Met upV Ift mn «bfftn 1- Sfme(|. 4. 
I) 8k B. sTT bim. ») «(,, 8. H, W. «rlt((««f. 



aVit% n)ot)( unb gc^ct flläcflicf) )? 
f{e ift bad «^äitpt unb bie JCaifet 
cuUaten unb jtünflen; wenn flc 
licflt, fo fdjmiffc ^) iA auf ben ^ 
(Ä.2* — St. 10. (11.) — S.: 
bfcfe 2eutf/ fo ju unfet 3^'^ nod 
SEBort fleißig (ebren, no(4 ))or^afl 
aud^ nocb am Sebcn finb, bie mi 
pum SRelanAt^onem *), S). ^) 
anbete fromme, tteue unb recbtfd 
6en unb getötet ^aben, ba möcft 
^e^en; wenn aber biefelben ^inv 
Seit futflber ifl, ba wirb ein $aB 
wir benn bef ein Sx^mpel ^abei 
unb ber Sticbter. !Dcnn im Suc 
2. Aap. (93. 8—12) wirb gefage 
florben war unb aUe, bie }u ber % 
fam nacb i^nen ein anber ®ef(fel< 
«Ißerrn nicbt fennete, noA bie 9Bci 
rac( getban ^otte, unb tbäten ubi 
unb bieneten Saalim, unb ))erlie6( 
rer aotdter ®ott/ ber fie au0 9(eg)) 
unb folgeten anbern ®6ttern na( 
na(b ber flpofteln ^t\i erbub fi^ f 



— 9 — 

nsii Meten, loie @* $au(u< llattt, ia gefc^cil^e in 
brr Citren ein atopet^oU bei ben ®alatern, Xes 
xiaX^ttn unb in Stfia. 3Bie nltS (eiber au(6 an SRfins 
KT^ ben SacramenHrem, SSiebett&ufem/ SIntinomem 
mb bergleic^en erfaßten ^aben/^ 

8. S)n €4iiUl^olo0en Jtaa^ {n bet Oibel. 
(A.r.— Si. 15».(16*.) — S. 14. (14*i) 

,^ec 6(4u(t6ef)(o0en Jtunfl mit i^iem @pecu« 
ttini in ber ^eiligen @(^ctft ifl nit^tt benn (autef 
Citedett nnb menr^Iid^e (Bebanfen nad) ber fßcu 
Binftx). IDaDon f)ah icft biet im Sonabentura ge< 
lefen, aber er ^at mid^ fd^ier taub gemad^t« 3<6 Wtt 

Jene gc»nft unb berflanben, nie ®ott mit meiner 
Seele )>ereiniget fei, aber 1(4 fonnte ti nicbt barauS 
lernen. @ie fagen t)te( bon ber SScrciniguna be8 
Ser|linbni§ nnb beS SBiOenS, aber ti ift eitel $6an« 
tafei unb @d»n»drmerei* S>a8 ifl aber bie rechte \pu 
otlotioa, ia biel me^r practica S^eologia, a(8M* 
gMabe an S^riftum unb tbue, tcaS bu fc^ülbig btfl 
tu t^nn in beinern fBerufe y). Def gleidsen ifl bie 
■9fHca Z^eologia !Dion);f[i ein lauter ^abclwerf nnb 
tagen x). Olet(4 wie auC^ $(ato fabutirt: Omnia 
IUI noD ens, et omnia sunt eng (91Ue0 ifi nicbtS, 
IIb alles ifi idytS), unb IfiffetS benn fo^) t)angen. 

Die mafire red^tfd^affene Xf)eo!ogia {lebet in ber 
$rahifen, Sraud) unb Übung, unb i^r ^unbament 
nnb (Bninbfefl ifl (SbrifiuS, bafi man fein Selben, 
Sterben unb Xoferfle^ung mit bem Glauben ergreife* 
Vbtx alle, bie ed heutiges Xaged nic^t mit und ^ak 
ten unb unfere Se^re ni(6t für ft(6 ^aben, bie mas 
Aen ifynen nur eine fpeculatiDam S^eologiam, ba fie 
M na4 ^tr Semnnft unb Xüit fie bon @ad)en fpes 
coliren, rieten; benn ^e f5nnen aud ben ®ebanfen 
Bid)t Kommen : »er (Sutd t^ut unb fromm ifi, bem 

Jeffetd »o^L Sber et ^ei^et nic^t alfc, fonbern : 9Ber 
lott fürchtet unb bertrauet, bem ge^etB julc^t wo^l. 



i) €Aidl|M(ca(a etee Vtaatafcf. 7) Se^tf^affeaeXte^ 
ligla. s) Theologia nystlca. 

1) ,,ill" UV^ St. 8. S. t) St. 8. S. alfo. 



— 10 — 

Slanimf) ittfött fpli^i fp(culatlt)a Sl^eMo^i« ttt 
bit&iüe jum Xnifcl a), mif Snlngtl uttb bieSacrsi 
nunq(fwäTmti avit fpeculiitn unb gcbtnftn: !DtT 
itlb <S.i)ii^ (9 im Srpb, abtt nur ^t^Üib, bmn 
teil fc^en nur Srob. SI[o träumen unb fcilQtn 
fif nur tftren ®cbanfen, fo Diel fle mit i&ren fünf 
©fnncn ^eareifen Mnncn. Unb bitfee ift au4 ibrU 
gtnffi X^eologia. Davib aber tijut nidit alfo, fon= 
htm tifennct fdneSAnbe unb fprlAt: Miserere mei, 
Domine (Sott, fei mfc gndbift). Sbn bd btn fttm 
Un fann t8 (Bott nübt ttbaltcn, ba§ et alldn (Bott 
fti, bmn oUc SRcnft^en fttitn naib btr (Bott^tit unb 
moQtm aait gerne mit Qiftttr fein; uttl weniger 
lann erci^alten, baß er aUcin fiomtn unb gem^t 
fet, unb baS er^&lt tr ft^weiK^, baß ti unflnblit^ 

0. Sof man Ui Stfiil obn ble billigt eUfcifi nUH Uut 
aitgiinbn no4 uK^blni. 
(A.3w — Sl.4*.{5.)— S.5.) «l« SDoctot StU 
ftuS Sfottsa einmal über 3)DctDr SRartini Sul^erB 3t> 
f(t)e fosde, baß In bcr ViHatn @4rift eine folifec 
3Bet«^elt »Are, bie Sllemanb »nnte aulftubticii no4 
au«Innen, ba fpraife 2)DCtcitaRaitinuS Sut^tr: «JBil 
ttietbrn mo^l Sdiäler badnnen bleiben, benn man 
fann ni(i)t ein dnigc9 fSort in bcr beiltgtn ®^rift 

Snuflfam aulgriinben, »it ^abcn unb bebatten nut 
ie Stfllinae, unb ba nlt 9itl baiinntn Hnntn unb 
Bcrft^en, fo Knnen »fr faum baB S99IS, unb toij 
nid)t recbt b). 

SBer fann flife felbtt eitenntn? noif) fe^en 
nW), iDit bflfe, serberbt unb vergiftet be« äKtnf^en 
^ct) frt, bieiDdl btc Srbfftnbt fo tief in unS finge« 
VMixitit fjlc). So ift au(b QtotteS SBille »iet ^6^a, 
benn mit mit unftra fünf Sfnnm begidfen chn va* 
ft^tn ttmua. Slebir, uet fann nuc biefen tlnigcn 



■) SpeenUtiTi theologta. b) SottH IBort l|t if^t aM' 

1) W. fri. t) Bi. a. 6. «hl. ^> ,Aft" MU Bt„ 
8. «. W. 



— 11 ^ 

6vnK6 1. $etil 4. (ß. 13.) uAt faffen: @eib 
ftofflidk in Sräbnip, ba« i^r mit S^cifto leibet, 
ta 6. ^ittxvLi niU, bag wie mitten in bet ^ö^eflen 
bifSt unb fflotf) foKen ^5^It4 fein/ ja gern, wie bie 
jtmter/ bie Stutzen fuffen? Sbep laf immer ^infa^? 
tctt bie ftvifurer, bie {loljen unb t^ermeffenen A(üg« 
liBge, fo bie ^eilige @(Vrift ))era(bten unb ))etlad)en d), 
mb meinen, 9e ^abenS ^) aKbeceit auSfhibiret unb 
selernct, mie Doctoc Sacob &. unb SR. £. finb ^), 
Ne bec ateltflion ^efUIen} unb ®ift ftnb , unb ibret 
Semefen^eit, ^offait unb SSeiradbtunfl a6tt(l(fte« 
SStoctd Srruc^t unb Cnbe wirb fein «) UnpniQfeit 
mib Slinb^eii. %ib, lieber ^en ®ott, mie bürfen 
vir biKb fo tftm^liüdi unb freventlich in beinem «get: 
liat^iim ^nbcin unb beine €d>rift unb SSort un« 
oQo untenoecfen, baS loii el wollen meiftem, beu« 
tdn «nb (enfen nac^ unfern Vernunft, unb )um 
fttttlicbea, wahrhaftigen ^ottdtbünfie ali ^) (a$ unb 
tatt fein, ba wir bod) fe^en , bafi bie «Reiben in ib* 
m falf^en SReßflion mit fo großem/ bifiia^m Sifer 
gebastelt l^Abeiii, alfo, bafi junge Sffieiber unb fOlas 
twnen bie Xemprl unb JKr^en mit i^rcn «goaren ge$ 
Mfut ^aben?"' e) 

Unb fagte ber ^err S)ectcc batumal )>iel, wie 
häftig bie bell. Gcbrift w&re^), wcicbe weit, weit 
nbertieffe alle anbere Aünfie ber ^^Uofopb^n unb 
Sntifieii. Obwohl biefelbe gut unb notbig wären, 
It^ wiren fle gleii^ *) alf tobt SDing gegen (BotteS 
Bort, M t>iel bat ewige Beben belangete. SDarumb 
fcS man bie Sibel mit anbern 9(ugen anfe^en, benn 
iei^ ber Sntiflen Sfic^er unb anbere Aunfle f). SDenn 
»0 einet bi^ niAt über feine SSemunft fömmet unb 
M felber Derlaugnet, ber würbe ^) in ber beiltgen 



d) Whxn 9ixäi^in Ut 6(l|Tift. e) IDec fribei 
Sifet |it ftcIiftioR. f) fBa€ anbere Stünfte nnb Sftc^ec gegen 
kct lelHjien C^rifi fhb. 

1) W. fb ^bei fk. 2) Sl. «. S. I9if S). 3acoB 
€4ei< a. liticoU. (Sagi^ (l<«(fbc»). •) St. ■. 
S. it gnmWgifib. 4) W. alfe. ft) W. feie. 6) Su, 
S. I. W. gleiiffm. 7) St., S. n. W. tsitb. 



— 12 — 

®4tfft 0mff(f(^ anlaufen. !CaniinO fann fle ble 95clt 
ntibt Mtfttlfen, aie W von bcr SRortificatiDn unt 
Zettung bc0 alten SbamS gnt niditd ndß no^ vtu 
fttlitt, ntläit ieüi im SBcit ®ottti Hat unt> ttut* 
iU) angrjtigtt »iib. 

Unfi n)ie man ®ottr8 SBcit ntf^t »erftrtjrt, tA\t 
fonn man fid) in ©oHt« Sadjen aud) nfit fi^Weng). 
S>ae ifi fdnanSIfeam iuj'el;cn, al^ bei:'} nut ineeit 
€ßf)ne t)attf. X)rr ei^geboin tft Sain genannt »oc> 
fcen, ba§ t(t, (in ^aus^etr. Eief«, »ff Ätam iftib 
6»a mtinettn, foUtt ber SItann ®Dtt(i fefn unb bet 
otbentbtfcte Samen, fo ber Schlangen follte bett 
HCpf jutretm. SDarnadi, voit Ssa rciebrr fi^nanget 
waib, ^ßffcten fir, e9 mürbe eine SFot^ter netben, 
baß ber liebe @D^n ein Seib befdme; abtt ba ße 
einen €o^n gebai, Wf fte li}n 3(bel, baS ift, Slteb 
feit unb Stifts, a(0 fcUt id) ') fagen: S« tft mit 
meinei £cffnii«8 umbfonfl unb t* bin bertcgen. Sbei 
bicfett i^ bet aSflt unb Aiidjen ©otleS Silbe h), ba« 
taue man (etnr, nie ei aUcnxge pfleae in ber Seit *) 
ju^ugetjcn. 3)enn Sain, ber goltloft Siifeirii^t, Ift 
(in gewaltiger .gcrr auf (Srben; aber ber fTomUC 
unb gottfüiditige 9(bel mu$ ber Slfdiebräbel, nidjtl 
unb iE)m unteitijon fein •) , ja fein Stneift unb »er* 
tnidtt *) fein. S)a if)e nu für ®ptt gar umb|;ele^ 
T(t; benn (Satn (fl Vim @ott »erracrfen, aber Kbct 
wirb angenommen unb [ft baS liebe fttnb (Bottei. 
£)b (S not)l fui' ber EQtmunft nidit alfo fdieinet, fon* 
bem baS SBtberfptel gefc^en wirb, fo muß man ft<^ 
barannidit festen. 9Ilfo ^atte aud) 3^i>">cl einen 
fd)(nen Stamen, et bieg ®t>tM 3uf)Cteti]; ^\aat 
aber nat n((btS. Sfau ivarb aud) genennet bet 
SI)Atet unb SJtann, aI8 ber eS t^un foIltc; 3aco6 
mufte aud) nld]t8 fein- Sllfo b'fß SIbfalcn einißaier 
beS ^rieben«. (SInen folt^en Cifeein unb @Ir{^rn 
^abtn aOtieit btc Oottlofcn in bti Stit, abtt tn btc 



g) aetttlfa^eti vnjk^ vai ai^t. h) WMf to 
ffitU üb bn Jttt^ni. i) «rntt^c OUiiin kti •ottfofti. 

- 1) W. »rI4n- t) W, ttoUt ft. t) V. t fo- 
4) „ftii" f^U W. ft) W. wüttMätt. 



— 13 — 

■ 

SBoMcft mib mit bet 3:i^at traten fie fßttlidittt, 
6p6ttcr unb Stufnifiret. aber auS wttti 9DSort 
hni man bfe Qkfellcn urt^eilen unb eifennen, ba« 
TimJb fo laffet unS bie Hebe Sibel lieb l^aben unb fltU 
fig lefen.^' 

(A. 3». — SU 15. (16*.) — S. 13. (13*.) Su 
fincr (uibcni Qtit rcbcte fDoctor SRartinuS Sut^ec 
mi^ bavon/ ,/ba6 in bet SEBelt feine (eichtet Aunfi 
wiu, btnn bie S^eologia unb ®otte8 SEBoit }u ))ecs 
ff^ k) i benn e« woOten bie SEBeltftnbec ünb faft 
Sdcnnann bafut angefeben unb gebalten fein, ali 
tlütta f{e bie beilige @(brift unb ben Aatecbifmum 
vm^) gar auegelemet unb ))ecfiunben8 nur ^ ) gac 
MbL'^ Sbet et fagte batauf/ baß eS nocb weit feib« 
bte, unb fpracb: //S(b woQte aUe meine finget 
btftiBb geben / aUein brei aufgenommen, baß init bie 
Sbeotogia audb fo tetcbt mdre. S8 ift bet Uberbtu§ ') 
bei gdnlicbm SBottd; item, bad «) ftliigeln unb mcU 
ftcin *) gat t>ie(, 3<betmann letnet ®otte8 SSort balbe 
n«. Ufo baben mite in bet Sßelt gcfunben, xoit 
»ifmt att(b atfo bleiben laffen; im 9lu6febti(b (wie 
«an faget) »itb f{(b8 abet wol^t finben, benn.in fiae 
▼idebitnr, cnios ionL'^ 

(A. 3* — SU 5* (6. ) — S. 5» ) auf ein SRal •) 
icbcte SDoctot äRattinuS Sutbet aucb ba))on, ba| 
tkttet Sott unauSfotfcblicb n)dte ^), unb fpta(b *): 
,,fin einiget SEBott in bet ^eiliaen ©cbtift au^jugrüns 
ben unb gat tief )u etbolen, ijl unmäglicb/ S:to|i ge^ 
beten allen (Belebtten *) unb 3:^eo(ogen i) ! ^enn 
cl |bib be< btittgen (BeijleS Sßott, batumb fo {tnb fle 
aOen SRenfcben }u bo(b/ unb bie neugcbotncn Sbn' 
ten baben nut bie Stjiting, unb nid)t ben 3<^b^nten. 
äd» bob etitcbe SRal gebacbt riadbtuttacbten ben jeben 
idboten unb wenn i^ nut an bem etflen aCBoit ^ab 



k) !D(f Xk^oU^ia ifi UifßOi eise leiste iTiniß. 1) mu 
molk Vom •. 00rt aMnunu 

1) St. n; W. ff^os. t) Su xm. 8) W. be« 
Srlcilmfc«. 4) St, S. «• W. M. ft) W. Stii^ 
flAtf B. IWiknf. i) W.laf ciR oabennaL , Y) W. fri, 
i)lf999^" fW w. •) 8i «. S. •eiefbtnu 



_ 14 — 

angtfngtn, baf ba alfo lauttt : „3$ bin brr &m, 
befn «Ott," fo bin f« fc^itr [n bem asfittltn 34 
blieben unb fann baS 34 tio^ nii^t «erftr^en. S)a> 
ramb ner nur Sin SBoitSotttfl für f{(b W unb fann 
niAt tin ^leblgt baraug matfein, bei foU aud} nim: 
metmt^T ein ^itebigei (ein. ^üf lajTc mit ■) batan 
gnügin, ba§ 1<^ tin roenig wtig, nas @^otte4 SSoct 
i^, unb ifütt ni((4 bafur, baf i^i ni^t anfeilte, nix^ 
mitti borolbec fej^e." 

(A. 4. — Si. 5*. (6.) — S. 5».) ©onft fagete 
tinmai £>octor üRartinuS Sut^c: /f3<^ f>ob meine 
^tebigt gefegt auf Hi mütib[t<^e SBoit; xon ha xoVi, 
bei moa mti folgen, mec ni^t mill, ber laffe e 8 m). 
%zoii @antt $ctei, $aul, ÜRoft unb allen ^eiligen, 
baf fie ein einig ÜBoit ®[>tted 0TunMf<4 *) buidjaue 
»eiileljen, boron |ie nit^t für und für )u lernen t|fits 
ten. SBenn bei 147»). «pfolm (33. 5.) faget: Sa- 
pienliae eius non est numerus, feine 3Be(ei)eit fft 
nli^t auSjumcffcn, no(^ )u eijäfilcn; ti i|l unbe^ 
grelfli^, »ie er regieret. 3)ie .geiligen serfle^rn iraat 
Ölotte SBort, !dnnen au(^ baoon reben, aber mit bei 
$raMa niiUd nid^t ^fnan, ba bleibet man (mmerbat 
ein @(^üler. 

^le @4u[tbeo[ogen Ijaben ba»on eine feine ®Iet(^: 
Hiß geQtbtn, baf t% bamit fei aie umb eine @p^ra ober 
runbe ftugel, ntti^e, ba |!e auf bem Stfi^e Ifcaet, 
rühret fle nur brauf mit einem ^unct obet S))t$Un, 
ba fc bo<^ bei gange 3:if4 lidgt. 

34 f nIewDbl t^ ein alter fCoctpi ber ^cilfaen 
@4tln bin, fo btn li) bo^ no^ nfdit au8 bcc Jnns 
berichte (ommcn unb verfiele bfe je^en <Bebot Oottel, 
ben ®lauben unb baS SSater Unftr no4 nfdit ret^t n); 
14 fann« nic^t an9flublcen no4 auMecnen, aber 14 
lerne no4 tAglidjbian unb bete ben Jtate^fjmum ntt 
meinem @o^n Raufen unb mit meinem SÜ^ttrltn 
SRogbatenen *). äSenn titr|lel;)et man bo4 *) bur^* 



m) nonvf 9>. R. e. fM» 9iMgt t^t%t (otc n] S. 
fl. l. KttaaMf mm friitt UittfffcB^ !■ •- Snt. 

-)atu.S.mf^ 1)81.1.8. tbiMrfmMrB.I)A. 
) St. 1. 8. «It MlttN Jttrtttl. 8) SL K 8. t m- 



n a 



IS 



art mb gränblfa^ ttnt > ) ba< nftt SEftoit im ißattt 
Vbfk^ . Ol« ia mir fafte: S)e( bn bi^ (m ßfü« 
«rl? S)mn wenn icb bitfe ikM^ SBdiA ))ec4)ötibe 
tiiib aldubet^ baf ®ott, Ux «ßimmel unt Srbeit unb 
fle «vranittn flcf^^^ %nb in fetnirt «gatib ttnb 
•fMlt ^at, fei mein Sätet/ fo W^fft xd) bei mir 
gnvf^, bap t^ aiitb ein &tn fiimmeU unb ber Srs 
tmv&ce ^); Uem, Sl^rl^S fei mein Sruber^ unb 
aOei mein fei *\ (BoAxltX mufte ^) mein Stntift unb 
Saplael mein gu^mann unb aOe (Engel meine S)ies 
nee [ein in meinen fftbtfftni benn {ie mit ))on mets 
nem bimmlifc^en ä^ater augegeben n^aten^ ia^ fie micb 
auf meinen SBegen btmMcn, baß i(^ ni(^t itgenb 
meinen ^i an einen Stein flofen möchte. 

Aber ta$ nu mein ®laube gefibet unb bmii)xtt 
netbe, fo l&jfet mi(b mein Sätet im £tmme( in et:: 
aen Sterlet toerfen obet im SSajfet erfäufct roetben 0)^ 
ol^benn fe^en unb etfabten n^tt, wie n)o^( n)it biefe 
fBctt »erjieben/ unb nie bet <BIaube tappelt unb 
iDie grof unfer Scbmad^b^i^ f^i* ^^ f^b^n n)it benn 
an, gebenfen unb fagen: SBet weiß, obS aud^ »a^r 
ifl, bot in bet ^eiligen ©c^tift geftbtieben j^ebet? 

Darumb iil bad einige SSSöttlin S)etn obet Unfet 
am oUerfd^etften in bet b^üifl^n Scbrift; n^ie aucb 
im erften ®ebot jn feben ifl: S<b bin bet «ßett^ 
tein Vottp). 3>ie fte|et/ mie benn aud) Sam^ 
pamit, b^it^ baS |)letopbotiam unb eine (Sicn)!^^ 
feit in bet Sebte, namll(b bie angebotne uitb anges 
nomaiene ^e|fatt be9 £er)en8 unb bic Setmeffen^ 
^/ bat rtnet fMf auf feinem eigenen ®inne {lebe/ 
ben er gefoffet unb in bie @(^tift na(^ feinem fßtxs 
(lanbe braflft bot/' 

{A.4»-*.8t6, (6*0— S,6.) «üf ein anbet Seit 
|at £. 9R. 2ut^er oefaget voin Setfianbe bet ^eilis 

S64rift/ />ba| Riemanb aebenfen foUe, ba| er 
bie 6(9rif t gefibniedt/ er qab benn ll^unbert S<Kf|r 



o) 9a« Areii <ft M WaahnA 9roBf. p) S)le S^tiUs 
Ml IIb Qifec fbiV f««KC^ 



— lo- 
bte Süxdit mit Ita $co)]^eten, Qo^annc beut Xiufn 
itnb bm SooftfEn tcaieiet 2)aTÜuib Iftd ein gtof SBun« 
bottfrf, öottt« SBott xtift ju »«jte^n'"q). _ 

10. £ap b(t ^Igc e^rift |ti unftt^ ein ff^nn SUg [tl, 
banan ^at Slixtei Starttnttt iui^n Unna 1546, nK n {b 
üitUitn »fli nnb nat: itvcta üiiagt ^ernat^ S'''^"r bitfilBnctt 
loHnjf^ anf tjntn 3ctttl gtfi^rltitii , nnt auf fttacm XIf4 
Uretn leffen. Sidc^f« (4, 3aaii»( Indfain, Qbgtf^ric&n, 
nh brr ^m X). Safiut Ssnafl , Cnfirilntciilttit in i^aSt. fo 
bamalB mit jn Weltbra »ar, ^t ben Srtttl ttl M br^ottn- 
(A.4'. — St.542*.(557*.)— S. Append. 1.) 

„1. VirgiliDm in ßucoliciä nemo polest inlelli- 
gere, nisi fuerit qninque annis pastor. 

Virgilium in Georgicis nemo polest inlelligere, 
nisi fuerit quinque annis agricola. 

2. Ciceronem in epislolis (sie praecipio) ') nemo 
inlegre intelliglt, nisi viginli annis sit versatus in 
republica aliqua insigni. 

3. Scripturas sanctas sciat so nemo de^lasse 
satis, nisi centum annis cum Prophetis, ut Elia et 
Elisaeo, loanne Baptista, Christo et Apostolis Ec- 
ctesias gabernarit. 

Hanc tu ne divina "*) Aeneida tenta, 
Sed vesligia pronns adora. 

SSSit finb Seltlet, hoc est venim, 
16. Febniarii Anno 1546. 
(A.4*.- St.2I. (23.)— S.21*.) Sonfl faael 
n*) aud), ,M^ bie Jtlüglinee unb großen ^anfcn 
in bei äSdt ®ottt« SSoit nft^t Derftunbtn, fonbccn 
bic ®tiinfltn unb Sinf&[tigcn: nie foli^te aut^ bec 
JQm Sbclflue SRattbdl am 11. JTapfttl (£ß.25.) bc« 
leuset, ba er f)>if(bt: ^<b iantt iix, f)l>nmlif(l)er 
fßatn, baß bu fotibed ben Seifen btl SGBelt »etboo 
gen unb btn Uninünbiaeu unb ©Aftalfttstn offenbar 
tet buft- Unb fpriii^ »üüjtx, ,M^ iaSjet ®t. Otee 
gortud T((f)t gtfagt ^dttc, ba$ ble ^eflfge €4rffi 



1) -lic pnwtpl*" fr^ BL •«. S. t) ndlTiu" MU Sl. 



IT 



fei ifai fBaffft/ batimten ein üUphant fd^wimme, 
Qitt ein €k^f fortetS itnb < ) gebet ^inburc^ mit ben 

IL 99B Wt fienu^ni M g^Ml^en ®ort«. IBßie M Me 

iBett |e9ni 0otteft Sßott 1^. 

(A. 4*. - St. !!•. (12\) - S. 9.) JDoctOt 2u^ 

i^ fogte: „et fltm fUi ij^t bie SBett gleich ^) 

mm dottef SBort/ aleic^wie fie wi {iDci taufenb 

2mmi au^ get^an mtti Um ®otte8 Sßoit fdHet 

oHewMie auf fl(ei(6e Seit» S)ie SSelt ifl unb bleibet 

bo<^ Seit, ba» ift^ beS 2:eufe(8 Staute); ti>ut unb 

faget, wie bie ^b^^ifAet SobanniS am fiebenten Sta^ 

\M (47. 48. 49») anttoorteten il^ren Jtnecbten, bie 

fe ottigefanbt Ratten/ S^rifhim gefangen }tt bringen, 

inb fptacben }u ibnen: @eib i^r aucb t>erfäbret? 

ttfabft au<b irgenb ein Sberflet obet ^bacifdet an 

i^l fonbem baS fßolt, baS nicbte ))om (Befej^ weif/ 

i^ 9€fffud!^t KIfo faoet man i$t auc^: ®t&ttben 

aa4 Xftc^ unb Sifcbcfe an <) bie tutberifc^e Se^re? 

vfl ifi Xaufe unb Arefem an ber SBelt ^ttloxzn. 

Um man fonn {ie bocb but(b feinerlei SBeife (Bott 

oeiDiiiiien t). 3u)>ot unb el^e bat Qbangelium fam, 

legte man grof e Stbeit unb ttntofl barauf, unb man 

Wgab*) M in (Sefabt Beibet unb Beben«, baf man 

einen andbigen Oott m5(bte bftben ; man ging in gan^ 

}en teriffen fu @. So^^b unb marterte nd) {u Sobe, 

mb man warb mit rafinberbarlitben ^npemiffen ges 

lAmetu). 9hl aber (Bott Vergebung ber @ünbe 

imfon^/ anfl (auter (Bnaben, in feinem Sßort an« 

kttt «nb t^er^eifet, au(b mit ben @acramenten bts 

aUgct unb mit emften SDrduworten f4ire(fet/ ba er 

l^tiibt: Setbet ibr ni^bt glAubeU/ fo »erbet ibr 

wMmamm, ba9 woQen wir ni(^t bi^ben^ unb 



r) €. •tigorii €|mMb von bet ff^tift s) S)ie IB^U 
\t§ Seift li Smi t) IDie IBett bleibet IBett. u ) Unfofhmg 
im ^piwm 9M la veiflbie«. 

1) „(Mftt mib^' ^m St 1) ,,gleüb'' fe|tt St s. S. 
I) „in" f^tt St I. 8» 4) St go». 



- 18 — 

nttbin (ttttvebtc bfe Ateeflm Sßnim eba W si&tu 

(A. 5. — St. i3'. (15.) — s. 12.) auf ein flll*« 
bn üßal ttMt ^. SuihtS 3ona« fltflin Um ^rnn 
3)octDT Sutiimt »on cinm 6tattli4tn Dom Kfirl im 
fianbc ju ÜRcfIfcn, ber R4 um tiiifrU fo fe^i befüm- 
mettt, benn iBtc er viel Qlelbed unb ®ut9 unb gtoße 
@(^&^e fammlete, unb baf ci alfD fe^i Derbltnbrt 
»Art, baß n bei fünf SBuifeec SRofi nii^tB artete. 
X)rtfelbige ■) ^dttc ^) bem Xucfüiften lu @a4f<n, 

tetjog SotfonnB i^ebcric^en (ba fein Jtucfilc[tll4e 
nabe mit i^mc sttl von bet 2e^te bt9 Sssngtlfl 
fltrebtt ^attc), bieft 9ntnioTt flcgcben unb gefaget: 
Sn&biaflec ^etc, ba4 Soanoelium geljet tuet Jtut: 
fficflUiiie ®nabe ni<^t« anv). S)a fpra^ X). SK. 
Sut^er: ,^aBiiitn au4 Alefen ba?" Unb eri^lcte 
eine %abtl, „nie bcr &ixot ttüt %i)\nt Ijatte m $Bße 
SCbettn unb ein fSftltt^, ^eiillt^ Süa^l laffen )utt«> 
len', unb (iu(^ bU @au baju geloben. 91U man nu 
btc t&(tlld)en (8(ii(^te auftniat unb ben (BAßcn fOt* 
fe$te, f)}ta4 bie @au: @inb au(^ JCIeien bat 
«) Xtfo finb i|t unftie Spifuiec aucb. SBli $Mbfga 
fe|cn i^uen in unftm Afrdfen btc aUerbeflc unb 
i)enli4j)c @pdfe füt, aM enlge <S(lig(cit, äJenatbunfl 
bet @unbc unb QlotteB Qlnabc: fo necfen jte bie 
Slüffel auf unb fi^attcn na4 Spatem z); tinb »Ml 
f»a bn Statt SRufcaten? fle Ifftt no\fl ^Abnrfi»^. 

aifo flifi^a^ einmal einem $fan^nn, fimbtf* 
flo St., »on feinen $fairffnbein. £)a er fic ju ttpU 
tet 3Bort vemu^netc^ baf fie et ftctf tg (Steten, faa> 
tcn fle: 3a, lieber ^ett ^fanbetr, iMitn 34^ tut 
%ai J81et in blcAfn^c fitsten ■) unb uot ba|u bei 
rufen liefet, fo tDoQten nrfr gerne [srnntn. 

JOa« Cvanaelium ifi |U SBfttenberg mle bet Sc* 
aen, ber fnBSSaffer fdUet, ba bct Siegen wenig 9hiR 
f^affct; aber f&Uct bct Kegen auf ein fanbigB %tn 



') StUIntt a«ttB M OiNUgri« im- w) ». «. t. 

•mi Um ntttrtf*« •»('■"" ' 

1) SL B^ 8. bnilfblai. 



S«»tI*miknivttnlf4aad|UlftN. >) «dAUfii IMkfl»«. 
'■''"-" "—'-"«, 1) W, * ' " "- " ■ ■ 



-. 19 — 

vak te Me Saat ma%tt unb ))on bet Connen uu 
milkt wat MArcnnet 9 iß^ ba ttqiüdti foU^ec 9te< 
tm bat £mib unb maqt ti fnicfetbar yy^ 

U S)af bet SBeU ttabwOttfettlmb «m^ima ••ite« 

Soft »eifage. 

(A. 5. — St. l(r* (1 !•.) — 8. 6*. ) 

,JSiit woütn, wlüi Qtott/' fpra4 Doctot aRats 
tbnii Stttbet, ,,9^9 tbun, ba0 nacb uns eine xti)U 
jAaftat StMit unb 6<^tt(e unfern dlaiftomnitn ge« 
laffen mtbe^ auf ba^ fle tolf[tn, t»ie man ui^U 
ftojjfini unb (^riftlbft (ebren unb regieren foQ z). 
SimobI bie gtope Unbanfbarfeit/ SBeracbtung &oU 
M SotM unb aRutlSfWtae bet SBeft m{^ fdyredet, 
feaf idt bcforge, biep 2i(bt h)erbe nfcbt latiit fielen 
«Hb Unkten; benn (Botte9 9Bort l^iat aOejeft feinen 
ae»ifra Sauf gebabt a). 9(S |ur 3ea ber ffr)))&tet 
VM ff ein S^t lang unb ging fein \>on Statten/ 
oia ba «bam, 9toafi, 2otb/ aRofe^ ;Sofua unb @a< 
■ttd lebeten ; bamacb unter ben Mnigen ^uba , alS 
üas^, €au)mO/ 3ofia9, Sofapbat unb Sjed^ia*. 
Ibct oDeieit ift bet Saal bainifd^en fommen unb 
ba« SiAt be« gMtltcben Sortd ))erbunrelt »erben; 
ta (at mfn benn gnuna tu tbun gehabt/ bat man 
tct Baal bat aul bet Eeute j^erien xd^tn ffenen. 

gtan oebenfe, tolt ba« SSsort Oottej lut 3<tt 
Cbttti feinen 2auf gebabt, »elibet nicbt funmg 3abt 
gevttret ^ot; ia, balb }ut Seit ber 9poftei gingm 
ittf fte^ereien, verfäbtif<be 2ebte unb Srrtbum, ))on 
faflibeB Srfibem autgeflrruet. 3)arauf benn balb 
Idsl folgete. 9)iefe «»erbunfelten aOe ba« gSttlicbe 
Sott, mbet bie lieben ^eiflaen »<lter Srnbroflut, 
^tiuS, Sttguflinul unb 9tbanaf{u9 unb anbere 
■ebt (aben bcmacb ba« 9Bort OotteS wieber an Zag 
nb ani 2iQt gebracbt unb erfiaret. Salb barauf 
iM »icber DerloMen burA bie SBenben unb 2ongos 



1) St. 1. 3. «ntfiitf. 



a«itf. 

2* 



banfbarfcir, äJcracbtung, aui 
l(d)en äBortd cnttlej^ct^ naiii 
wicfccr aufgangcn unb fccr S 
ju a3obcn vjcfcblaflcn ifl, fcl 

gebraut i^, bie Seute bie € 
nod) crfannt ^aben c)» Slu a 
genjifcn aufgangen iß unb Ii 
ganje SEBett wie au8 einem t 
bie @unbe^ »elcbe {ie aU 
Schlaf unb finßer Stacht nid 
tonnte. 

Scft ^offc , ber iünfljie Si 
noc^ über Diel 2£a$c außen 
(BotteS SBort wirb wieber ab 
werben unb große ^^nßerniß 
bcrS>iener beS göttU(|^en gßori 
wirb ^aben fdnnen ')• Stiebe; 
lod unb gottlos werben unb 
@äue unb un^ernänftiae wi(b( 
folc^em rollen Beben aufd Witt 
S)eun wirb bie Stimme fUngei 
gam f5mpt. SDenn &ott w 
länger leiben, er mu6 ben I 



91 



(A. 5\ — St a (8\) — S. 8.) 

9bino 1536 am 2» Xage S)ecembrie tcbete X)« 
StortimiS Sutl^ft wn btm luffinfHaen junger be8 
Sort« Ootte» unb ))on atopem 2:ni(fal unb ^ams 
ma, fo barauf folgen ivttcbc, bcpgleic^en t)om Sn« 
fange bet Seit ni(()t aewefen wAre nac^ beut @pru(ft 
C^ VtatOf. am 24. jtapitel (93. 21.) , unb wie 
i^uiber allbereit fol^e Srübfal anginoe unb t)orbans 
ben »ire, nAmltd^ Unterbrücfung unb 93erf5lf(^unc[ > ) 
bnn^ bie Z^tonnen unb S^wArmer^ b<i bie mou 
tenoetfler fonberU^ bie Oewiffen alfo matterten, 
tagptSten unb ine matten , bap {ie nid^t wußten/ 
m ma ober I9el(4e Seigre reifet tt)Are 0* Unb fprac^ 
£. Sntf^: ,,£8 fSnnte un8 fein großer Cc^abe 
«fberfa^ren, benn »enn une ®otte8 SBort ent)ogen 
«ib ))erfAlf^rt rnltb, bap manS nicbt reine })at 
•ett bef^fite un8, baf wir unb bie Unfern biefen 
etto^ta nii^t erleben; er (äffe un9 lieber viwi 
fttÄm, ober un9 bo<b ben Surfen umbringen/ ober 
fiBp fefiflli(b mit ®naben fterbem'^ 

Ct nogete aui) tamdi, bap/ wo man ®otte8 
Bert retne ^itte , ta wAren bie Beute {icfeer unb 
M^Uffifl vttb acbten ba|felbtge nicbt groß s)f fon> 
kern memeten, tt werbe immer a(fo bleiben; wac^e:: 
ien «nb beteten wiber ben Zeufel ntc^t^ ber i^nen 
bot Sort bon ben ^er)en wegreiien. »iQ; unb 
fftaätz „dt atfftt biemit tu tlS mit SBanberSteuten ; 
wem bie auf rechten fBegen unb auf einer Sanb^ 
jkcaf en wanbeln , fo Rnb fit ficber unb unbefümmert ; 
lommen fle aber auf £oI|Wege ober Seiwege ^ fo 
fbib iie forgf Altig/ weisen SBeg fit ge^en wollen 
mb wo fie bie ober bort l^inauf wanbem ;mfigen. 
Ufo fbib bie Cl^rißen bei ber reinen ?e^re be« CDan« 
leltt mit 9äitx, fAlAferig unb naAIAfg/ M<n nid^t 
in OoffeO %ixtitt unb wehren fic^ ntcbt mit bem ®e< 



S. ILlifbeti 9t^M^ ^^ ket it^iges Seit, g) €i« 
Mftt M be» f 4ltU4et Boti 
1) S. SctOfi^mig. 



ajcctot «utber- fagete » 
Äurjfn an ^ifatt^erm unb 3 
fleln, baf man We {ttigen i 
»örbe ») au« bei ®tbe »{ebei 
man j!e ^aben Umte ; benn * 
unb au(6 unfete Söautm, fo 
plagen *), fe^en, »a» fi« mI 
«eijte nnb Sutffien bleiben a 

Steten; man muf aber bei an 
I einem Sanbe ^aben^ ba si 
9m *«* h). SBenn |u «tfi 
»MM» '), f» m «nng. «bec n 
nidjt olfo tu ; t9 muf ein ie 
Jn» rinwi eiaenen $fattberr 1 
Wgflec j^ett •), bet »•) ftntf 
fnt fein««) £anb nnb Beute 
genno, batgeoen muf et n>ob( 
|ett baben. äBie mflfen no« 
aiuiifien unb SRebiciS Sfattben 

>*. «• •«UM Bmt gdt^ Mit» 
(A. C — Sl 1^ (13.) 

«-./Ä**^*" Selten, »on «i 



23 



fxlb Me Scttfe am dvge^m unb flehen bie gtAQten 
nb srteti^M Sftnbeti im edbnmna , wie |ut Seit 
Stotb/ Sbta^S ttitb be0 ^erm ^btipf unb ber 
lyeftel ; beim ba I^at bie 9Be(t am ottergottf ofcßen unb 
in ber 1^4^ Unbanfbatfeit unb Sodb^t gelebet 
Ufo {inb auilb f|t gu mfer S^it bie fieute gor ))er« 
■eflene UnfAf^er unb ^M geijiger, benn {le }u\)dTn 
jemott gemefen; fie b^Ifen unaeme einem Sniien mit 
einem ^eUer i)* Slbet ti foll älfo geben. S^ 
be4 # menn man fie * ) tAufcben wirb ^ bat f oQ man 
mb^ erfabtem' 



// 



(A. 6. — St & (9.) — S. 8.) 

S>O€t0r aRartlnu§ Eutber fagete einmal/ ,M9 
Mmtigett, fo bei feinem Seben v^n feiner Sebre 
riqt Wanten bentem b^ben, bie warben fcob xotu 
hm, menn er nu tobt toAte ')/ baf fie bie ©(baten 
•ftbtctt bat^mt belommeu/ itnb bie Ringer barnacb 
Mta, »emi fie nur biefelbfge b^ben tonnten/' Unb 
fpn^ bronf : ,,Cin Seglicbn f<bi(fe fid) in bie •) Seit 
nl MbfWRbe fie, mb fcbneioe ein^ weil no<b (Ernte 
9 kK mb mie ber «^err CbrtfhtS 3ob* am 12. 
n.35.)^) fpri(bt: ffianbelt im 2i<bt, weil ibrS 
Itfbe, bif eQ(b bie Sinßemif ni(bt uberrafcben *)/' 

IT. m«« tUntaf siV merafbttng Ui Sott« Cotte«. 

A. ••- — St 8». (0.) — s. 8*). SDoctcr SRartinu« 
2itber t»ennabnete fein »eib^ bap fie fleifig <Kot< 
tel Smt lefen nnb bAten fodte^ unb fonberlid» 
bei 9faaer fletfig lefen i). 6ie aber f^tacb , baf 
fk et gmg bbmte unb tdgUcb t)ie( lefe ^), unb 
ftattte mub t>iel bat)on reben; moQt ®ott, ^e tb&te 
n^ btmmb- ^ ftuhte ber iDoctor, nnb fpracb: 
JU^t b^bt fUb ber Uoerbruf |n Oottet 9Sort an. 



i> fter (Bttt 8#ibfit, «Hm I«« «viB. ge(^rei toitb. 
k) 0B# «Mm li Icc aett M «NMoelii grtattdc^ I) «ef 
Minni Mifd ta fdae ^onifiai. 

1) Jb^ f^ St M. S. 1) W. fde. S) St,i. S. bef- 
I) A. Swdt ftft) W. «ei^ttfibe. 6) W. lefde- 



24 



baf tobe unt «>id lafen bänlcn^ itnb xooUtai ^^i 
gar iDtffcn, unb etfabren boc^ Hi SBibttfpiel; ja, 
baf iDit eben^) [d ))iel ba))on ))C({lebm a(8 eine 
Oant, unb iDoQen deic^iDobl ungefhaft fein. S)lep 
iß ber SSorttab beS funftigen UbelS unb Uberbruffe« 
M gflttli^en 9ßorM; barauf »erben eitel neue 
Sucher tommen, unb bie b^ilige Schrift wirb ^tu 
a^t unb »teber in einen Sßinf et ober unter bie San! 
geworfen werben/^ 

(A. 6*. — St. 12*. C13»). — s. 10.) auf eine 
anbere 3^i^ tebete S)octor Sutber ))om Uberbrup 
beS gflttli^en 3Bort8 unb fprac^ : „^it SSeit ifl febr 
ficber worben unb ))erldffet ficb auf bie Sücber, bie 

fie i|t f)at, unb meinet^ wenn bieSeute e9 *) lefen^ 
fonnen fte oüct my^ Unb faget brauf: ^^!X>er 
Seufel b&tte mi^ au(b fcbi^t babin gebracht/ baf i<^ 
mdre faul unb ficber worben, unb gebaute: «^ie 
bafl btt bie 93ü(ber, wenn bu fie liefefl, fo fannft 
bu a. 9Ufo laffen ibnen bie SEBiebertäufer unb @a$ 
cramentirer aucb tt&amtn, baf / wenn fie nur ein 
Sü(blin (efen, fo rönnen fie aOeS« Sßiber folcbe 
@i(f|erbeit bete icb immerbar^ unb fage meinen Stos 
tc(bt<mum na4 etnanber wie mein ^^nficben ^), unb 
bete tdglitb / baS micb ®ott bei feinem beiliqen reinen 
Sort erbatte, baf itb bep ni(bt uberbruftig werbe, 
ober mi(b bfinfen (äffe, i^ bdtte ti auSfhtoiret ny^ 
(A. «•• — St 12\ (i3».) — s. leo ©onfi 
fagte er *) einmal, ,M^ ber atbel, SSurger unb 
JBauem unb fafi Sbermann bobeS unb niebrige§ 
6tanbe§ tat (E\)ange(ium 'oiü beffer Unnten, benn 
Cr S). 8utber, ober benn @« ^auIuS felbfi, wie ffe 
M bauten ttefen* S)enn fie waren Hug unb meine« 
teti/ baf fit gelebrter fein, benn aQe ^^anffttm. 
&t «>era(bteten aoer nicbt bie $fanberm, fonbem 
ben «Qerrn unb Oberflen oller ^faR^erm, ber ibnen 



m) SerB^ttDfifeiSetiiiefea^eitnibUBetbntfgeecttSotr 
if« Bott. B) S>. ft. £• iitXUii UBma im itoti «ttmo wA 9tM, 

1) St toolta. 1) st cBftt wx, S. ihn toi^ S) W. 
Ib. 4) St. t. S. tsie ef« Mib. 5) St «. S. S)fct. tnX^n 
fagte ffimaL 



25 



btf Qtfb{0aii))t Bef Dielen l^at; Ut xcttt fie »iebetfimb 
maiQteft nnb fl^ ^nb fein itnb i^ncn auf bie ^aii« 
bcn ardfen, bafJSe e8 fällen »erben o). (fr, ber 
ba taget p): SSet euc^ I^Sret, ber \)ittt mic^^ 
inb oec eu(^ angreift ^ ber greift mir^) in mein 
Ssgapfe( q). S)er Sbel xoiü regieren, ba fie tt 
bo4 ntd^t f6nnen, no(^ ttxoai y>ex^if)tn. S)er $apfl 
iber oei^ et ntd^t allein, fonbern er (ann au(b re^ 
gieren mit ber S;^at S)er geringße ^apiß fann me^r 
regieren, benn )eben )»om Slbel ju^gofer). !Dad fol^ 
len |le ^<^ nic^t t)erbriepen laffen')/' 

18. UnbaBf^atfeit ber Seif fnr ®otte< SBort. 
(A. e: — St. 8\ (9.) — S. 10.) 

/,9Btr ^aben ®otte8 Sßort unb bie (Sacrament 
rein/' fpracb einmal S)o€tor £utf|er, „aber tt^lr »if^ 
feni Itnb erfennenS nic^t, n)a8 eB für eine gtofle 
IBoilt^at unb fdfllic^er @(^a$ fei, ba§ ber @obn 
fnr ben Anci^t babin in ben Sob gegeben i{l s). %nx 
tkbbt So^Ubat ber Jtnec^t nicbt allein unbanfbar 
i9, fimbem fAbret au(b }U , unb will ben 93ater mit 
bm @o^, ber ibn erlofet b<^t, tobtfcblagen. ^ai 
ifl itt grob, barauf muf allerlei ©träfe unb Unglftd 

19* Sae Sötte« Sott ^nhtibt. 
(A. 7. -St 6\ (7*0 — S. 7) 

Cf »Hirb *) über Sift^, ba ber S)o€tor etliche 
•dabtten ütt« (Safte l^atte, beS <Et)angelii gebacbt, 
mk t» in Schweben, S>dnemar{ unb nu in andere 
fcmbbe £&nber (ommen todre ; benn aucb in Ungern, 
bt ber Zürt regieret^ ba nuroe ba9 S)>angelium ge> 
neiget, unb ))on bemfelbigen £)rt f(bi(fte man bie^s 
pnigeii, fo tum Aird^enampt berufen würben , gen 



0) 9otte9 Xiimt 9era<(tett ift (BoH ttxa^ttn. p) Snc. 
19, If. q) 8a4. 2, a r) SM 9«))9« mtb «beU atrgif' 
m. v) •««IM Seltttat, is (EBti^o mi« erieiaet, evfemiet 
MtBdtnkiti 

1) ..mic^ ffl^ St, S. tt. W. 2) ,M>tt «bei — sidfttmr 
Mef la Uffnf* fd^t tei St i. & 3) St «. S. toar. 



— 26 — 

Sfttenbng, unb liff fir aOba oifcinttm; vte benn 
bte giefotmatfon bnAiri^en In jtdrntfini foldiliin^ *) 
ituqtt ^). S)a fpiaA S)Dctoc 8utf}n: „®ott fei 
Äob, bft aui6 mittm untet feinen Sdnben ^«Tftfcen 
niU unb unfei bem Aituji btfannt fein. !Cenn %it 
tannti unb Serfolftting »frb ia% ISviinetiium niibt 
Vertreiben nodi auerotten, fcnbent unfere f<f|dnb(li^e, 
uerf[ud)te, fi^Sblfdie Unbanfbarfeit unb Sfel für bem 
lieben SsangcKo i)." 

n. !Clt 64udniict sna^ln flsttt« ffiott. 
CA. 7.— St 17». (19.) -S. 17'. (18.) 

„S)a8 münbUAe SBort ©otteB üeraiAten ade 
®d|»anner tinb Äcßer, aber »ir foHen un8 boDon 
nilfit abfahren laffen u). Tiit 9()>pfteln me Intten auib, 
ba SbrijiuB (^nen vnf0nli(b obne hai ÜBort erfAiene, 
e&c btnn et mit i^nen rebete, et ndre') ein (Beiß 
unb Sffpenft; aber ba et fie «nrtbcte, nnrbcn fit 
baburifi getiBftet. S« fft brnt Xtufcl not banimb lu 
tbun, ba$ tt uns bat €Sd)tveTt von brr Seiten ab* 
(ifitte ; aber b(c &ef If de Scbtift fngct ^falmo 45. (S). 40 : 
Oätte bein SAncrt an beinc Seiten, bn ^Ib, 
leut^B aus, unb fiblabe fletroft um bitb. 

Xlfo fante ©(bnenffelb, ba tt (angt mit Mit 
bifvHHtet batte v): St Xloctor, ibt muffet bie SQoit 
„S!)aS ift mein Seib" aus ben Sugen t^un, batnacb vdI> 
len wir mtlfl. einS werben. Wfo bot au(b bet $a)]fl 
{tetban nnb fbm alfein jugeeigcnct nnb fiugnneffen bic 
ÖeiDoIt, bic GArift auSituIegen unb in beuten fetneS 
OefaÜentw). 9BaS er faaete, mufte aQetn gelten 
unb Bom^immelgerebet fein. S>atumb f» feQen »fc 
OotteS 3Bott lieb unb wntb baben unb unS bavon 
nttbt abfQbten laffen, auf io% n>ft bem Seufel unb 
feinen SAuVftn, btn €4»dtnetn, begegnen nnb 
Sibeißanb t^un (Annen." 



I) QihnifbnTtU vntniM aottrt »ni. a) BtefIngcU 
$a tmifin kal nfab»*t ttoTt. t) ««»nlfiM Itibt tf 
- ~. M|(ni. w) SM 9at)tt« fmd, Uc ««rtft 



&; 



1) „MT MU m s. i. w. 2) w.mti. 3) W. fd. 



2T 



L S>to WMnnun ftSb «rtAi^ bei ^mU^n »ottl. 

(A. T — 8. 10.) : 

3« Sod^u wutbe )tt S)0€tot aRartitt Sut^em 
[afl^ ta^ im »ifc^efft^nm aSftv{6utg M 600 reifer 
f«nen Icbig teArm, tie feine ^fan^ertn ^Attett. 
)« fprud) ber S)cctcr: ,,^axaut wtrb nid^tö ®uM 
fblgrn; ato alfo »frb ee, einmal bei nnt au(^ flehen, 
B»fRn nfr in (eichet Seta^hing (BotteS aSBortd unb 
feinei: 2)iener werben fortfahren'' x). Unb fprac^ ^. 
ftü^er boravf: ^^enn ic^ i^t rooUtt xtldi werben/ 
fo »out i(4 nidit prebigen y). ^i fagten bie Sauern 
eimial }im a^fltatoren ')/ ba fie gefraget würben/ 
iMTumb ^e nitbt woOten i^re $fan^erm em&^ten/ 
b« fle be4 mft^ten bie Jtfil^el^irten unb ©Anritten 
Hntct^attm? ^a, fprac^en ^e, einen «girten muffen 
Mir ^ben, wir Hnnen fein nic^t entbehren. 9Reis 
Bctni/ {{e Mnnten eine! ^an^errn wo^I entra« 

Sfni biib an/ fo weit iflB fornmeu/ weil wit npdj^ 
MeR! »af wtfls naA ttnfetm Zobe werben? S)äT)u 
Nken bte Sntinomer fein qtfjolftn, welcbe bie fiebern 
fctieii iio<b barju bermeffen ma^en ä)* Unb id» fe^e 
i|t eine foltfef grofe Sermeffen^eit an ben Vntinos 
■cm, bcn Oefe^ftörmem / bap fie unter bem Sdjein 
bei Scctraiimt auf Vottel Sarm^enigfeit burfen 
fSim, wa§ fle nur gelfifiet. 9fei(^ a» fBnnte ein 
•itebigcr nidit ffinbigen/ fonbern fie wAren a(fo ge$ 
nift, ffettia unb fromm/ ba^ fie aud} ber $rebigt bei 
•cfe|eS 11«^ bebArfen. 3>enn fie (äffen i^nen trAu^ 
«eu, glei4 aI9 wAre bie Jtir<f>e fo geredet/ wie 9bam 
im 9afibieS ipar, welchem boid tttottee 3orn ))om 
Ammef ofmbaret Warb/ nai^bem ®ott i^m gefagt 
yotte: wiam, bu feUt wn aKen ^flc^ten effen, 
ibft iMRn hl von biefem 9aüm iffefi/ wirft bu fiers 
> Nu.'' (Oknef. 2, 16. 17.) 



z) Mlfif . 9r«lHie|ei «ot Ht Senotifarag Ver 9f(m(m«. 
y) IUft|l|ni bft CfofUt. i)JMe %9^ Me Stzeai i^ 
Cwtfirftf idirft. •) S)et SaHiomtf Setnefen)^. 

I) S. te lfm flnie^ (Bifhui. 2) W. )um Sifltatot. 



- ■- — » — » -» ^ 

tlen umbringen laffen^ unb ba 
^ne(bte bed SRe^elnd mube »o 
^cnfcrmcffcr bringen laJTcnwnb 
Ut, unb alfo vermeinet, mit [ein 
fien ab}ufd)recfen t>on bem g6t 
nu foIc^eS ni(^t Reifen wollte, 
att^ fe^r wiber baS weibliche <S 
ttbel fc^m&^ete unb une^retec). 
SBäutne gegen einanber nieberi 
einen jeben Saum einen Strm 
beS^ unb lief barnac^ ben 93qu 
alfo bie SBeiber. £)ber ^ing fii 
an bie 93&ume mit einem Srm i 
fie alfo t)angen/ btö fit florbei 
@(i}am ^) bebecfen, fo motten 
SCrm / ber nic^t an bcn Saum g 
Se^UAen/ ba ti aüti ^n{ 
d)rifiU(ben SRatronen unb SEBetbei 
SBort unb i^rem lieben ^erm ( 
abfallen, ba lieg er ben SBeibe 
(mit S^^t^^ iu reben) l^eif S 
ertDurgete fie alfo. 3(18 nu baS 
2euten leer unb iDfifie warb , d) t 
leut, @(ftu{ter no(ft @d)neiber m 



29 



bie 2e^re bei (Et)anaeUi frei )>teb{0en (affeu/ auf baf 
n <) Uatctf^anen un Slddj^ btftlüt^ oUt, tocm et 
bie C^riftea oOe Übten tmb loegrdumen xooüt, baf 
ec bie «efa^t auSße^en müftt, baf er baS tömifdj^e 
Seii^ gor xoAftt unb leer ))on Seuten ^aben würbe* 
Ctt mt IDiodetianuS/ ber Xaifer^ ))ema^m^ baf er 
nit feinem 9Re$eIn unb SEBurgen nii^tS ausrichtete, 
nnb fea9 * ba Oottet Strafe über ibn auc^ ergeben 
mic^te unb er feined Seibet unb Scbend au(^ nic^t 
{b^ fein »urbe, ba träte er t)om 9ld(^ abe unb 
mirbe ein Hortolanus, pfiantete jtrduter unb pfro« 

Sete Sdume e). Stam alfo biefer Sprann über ber 
erfolgnng ber Sbriflen umb fein Jtaifcrt^um/ unb 
softe bie (S^rißenpeit bleiben laffen^ bie er gar auis 
rotten »oUte. Slfo balte i(b au^ ^ wirb unfer StaU 
fec Catol etwas SlbotlicbeS ^) wiber ba« St)anges 
livoi anfangen *)/ ba$ er umb aüt feine jRicbcrlanb 
fonmen wirb ^). f). Qti f)at S>octor ^obann $ommer 
mir einmal gefaget, baf )U Subecf auf bem Statbbaufe 
in einer alten (E^ronifen tint $rop^e)ei gefunben 
fdf)/ baf umb baS taufenb fünf bunbert unb fünf« 
ligfte Siafjix *) ein grof Sumnit in beutfcbem fianbe 
ber Stetigion falben entfiel werbe / unb nac^bem 
M ber itaifer brein mengen werbe, fo würbe er 
bitter Meieren adet, wad er Ifabt. 

«ber id» ^alte ti nid»t, bap ber Jtaifer bet 
^ßop^ ^ben ein jtrieg anfa^en foUe, fonberlicb 
weil *) ftrieg grof ®elb foflet. S>enn wennS ebne 
9db tnginge, balte i(b/ ber Äaifer ^ätte für feine $er:: 
fonUbigefi etwas angefangen^), aber für ben $ap{t 
Mb auStugeben, ba ijt bet Jtaifer ni(bt milbe'^ *)• 



e) SDet üdfer Mc^äiQMnB toitb dtt <BMtut. f) 9^cüm 
||f|d 2). 9L e. 9oa jrdfec (SüxtL g) ^ro^eid gl SöbfcT 
fcfnWi. 

1) SL I. S. t We. 2) W. t^btlifbee. 3) A. aifaififs 
nciWa. 4) St. JL S. tdtb ft»ai S^i^ea »ibet ba« dvas« 
ffifam ^hfcntmmai tDctbe«, bartm bhu bie Snfelger Mm au 
^g ftüb romm iDttbfi. 5) Si. t. S. 1547. 6) W. t^tr. 
7) St. tu fk H tmt Idsail toa4 «sgcfftseen tootbm. 8) ,,abfr 
ftarbm yiHt— »flbf^^ St.«. S. 



unb bafelbft auc^ in Q$efangni§ 
biefcm Kriege, auf bem Steid)! 
atnno 1548, warb eine SScrdnb 
giou fürvieuommen, fo man bai 
tau allerlei Unruge im beutfcbe 
bat*). SRacf) tiefem^) @cbmalf( 
itaifec (Earol aar lein ®läd *) 
Cofhitj)^ nocb für SRaobeburg, ni 
@tabt er wteber }um Slctcft flewiti 
mali ber ftönifl ))on ^ranfreic^ in 
lidl uberflab Äaifer (Sarol bat 
Sruber^ Xdnig ^erbinanbO/ }og i 
iß in einem Suft^aud, ^art an ein 
geworben. SRan faget, bap 3^t 
res gestas auf etliche Xüdjer mad 
rer in bie {wdnjig Sttuf gen)ef< 
bat S^r aRajeflat laffen in ben Sti 
itlofierS an bie 9Banb auffangen, 
lieren tragen lajfen in benfelbigei 
ba für ben gemaleten Sfid^ern gef 



1) St. rnr). 2) St »ibet bet S. 
S) St. in »eld^em bet ffoäfiMiä^t d^nrfi 
ric^K. 4) St. aetitten. 5) St fommM 



31 



irinttt, iMt fi(^ in benfcttigm JtriegSiägen^ IBeI(u 
fcrMgcft, 9dbf4^Iai^teti unb fonfi tugetraaen^ xoat 
er fw JMfglDbcrfUn^ ^auptteute unb $ittmeifiet 
H > ) gcbnmc^, aiu^ im« er fwr ®lüd unb Unglüif 
f^oftL Unb »enn S^t Jtaifeili^e äRajeftdt ifi fut 
bil Siul^.fommen')/ barauf bie£i{toria bf8@4maU 
UMr<^ itciegee unb Oefänflnif '} beS bo^I^blic^en 
fc ii f fa^ |tt @a(6fen, «Qettn Sobann ^deberic^S ^)/ 
für 9a4|Ibet0 ifl*) gemalet aen)efen^ fo ^at 3bt 
<aifctli4ye SRajeßat pflegen bapir )u feuf^en unb ju 
fimm *): ^Atte t<^ ben bleiben laffen, »et er to&tt 
gmefcu, fo »dre ic^ au(4 blieben/ wer iä> w&re get 
MiSoL Unb ti ifi auc^ alfo ^); benn 3^r Xaifert 
(i#e StMtat na^ beS fturfurßen ®ef&ngmp *) wes 
Big •) Ottctt no(^ i«) @ieg8 wiber il^re $einb ffat 

n. Sit taiie »ilierfld^ni O^tte« »ort miti^toillig. 
(A. 8. — St 12*. (13».) — S. !()♦.) 

3>ictor £ud}er fägte einmal: //«g&tte icb in ber 
CiPe gODttft/ ba i(b anfing tu [(bretben, bad leb i|t 
erf^rm inb gefeben b^b Cnfimli^; bap bie Seute 
thNM 9B0rt ft feinb »Aren unb festen flcb fo H« 
Üg b«iofter)/ fo bdtte icb funoabr ffille gef(bn)iegen: 
bom k| uNhre nimmermebr fo fü^ne gewefeu/ baf 
i# bcft ^apfi unb f<bier alle SRenfcben ^&tte ange« 
fiiiai «Hb fit ertAmet h) 3(jb meinete, fie funbigs 
tmwttt ni Uiuotffenbeit unb menfcblicben ttebrecben, 
nb tmtfcfbmbm pcb nicbt/ ffirfe^iglicb (BotM SBott 
|i ntcibrAffen ; aber (B Ott b^t micb binan geffibret 
«fr einen Qtaul, bem bie Stugen geblenbet ^nb, bof 
er bie nUtt fe^e/ fo gu ibm }urennen/' 

k) S). tMfffH% Cfbaife«, ba ec ^at a«9efa«gfs )« 



nlcnMltige» laffei, bie OMi&ibe angefibattet mib boBd. 
c. iflefHit. t) St. Unb ba 3^r iTaif. 9tai. f«r b«6 
tcmiftc fber Safd. iomntei. ^I) St betr fRicbitlaae. 

«,,««01 S^^mn Sclcbfd«!'' fcbtt St 6) „ifif' fe«U St 
Sl {MI 9|r giai. mit Cm(|» gefaat babei. 1) St te 
ImSMcftriK S) StwU|bK9MfberlagebH«^«fftt|ic« 
fir mOeig. f) St t mUftt. 10) St 4ber. 



mtt S»ofc8 «nb Setcmjaa m 
Pnb; beraleidjtn nä^me feinet 1 
n* tm beginnt, wog man ti 
per ^aug^altunü I)nben mußte 
»orte ÜJljüippue a)ieland)t^on: 
«m in ben ^i|»orlen o6feroiret 
fetne 0co$e fonberKd)« S^ottn' »i 
«an unb gefc^r^en; bed groß 
©onct »uguflinuS «öet, bfe thi 
Ulf" »"»«]['/ «nb nehmen alte 

5»l'""r* * ./'S^' i«"«"' ®«Ä< 
»«et, fo Hnnt bet Teufel nicbl 

wen; mü i^c ti aber ni(t>t feib, 

JNt nk«t8 ®rof e8 mit (Bewalt 
SBenn boS aiter porf unb bie 3 
bog tv&re »iel (Selbe« »ertb. £\ 
eitel junge Seutc, ScatI, $^ae< 
»uften Pttttem, ^emfenBe iget , ob 

t^i'Jf ^ii »?*'^ **fl<l ««f »>«' 

berlit^e Äöpfe, wie 3reingel u 
mdi woren." «» u » 



— 33 — 

Slige tütitt, n&mRtb ^ie aSerac^tiutg be<f9Bert< 
MM, wAiit Ue Au^nftt, fltflpte unb erduli^fle 
Strafe ber SBBelt iß; benn auf'^Jetacfetung t>ti gfitt^ 
li4cn SorM ba muffen iml^liif aütxM iuferlid^e 
nb leiblidK @trafen folgen 1). 9Benn id) einem 
ff^r flncben unb )9ie( S9fe< »unfc^en moDte ^ fo woEt 
ti| Jbm mänfd^en Seraibtung bei göttlichen*) äBortt; 
bt ^t erg gar auf einmal bat innerli^e unb. 
bilrrli^c Unglücf, barinnen bO(^ bie SEBeit i$t |f*er 
(ingrf^ft. SSat liemacb folgen mirb, baS werben 
vir f eben unb gewahr werben m). 

3r oOen ^ißorien ^ebet man, baf> tt>o (Botttt 
Sort rein gepretiget ifi noorben unb man ffat tt 
macbtet'), baf ^> baltc bie Strafe b^macb gefob 
Vtt ift, unb bie Seracbtung ber reinen Sebre gebet 
aOctett WZ ber Strafe b^; wie fol(be< bie Stempel 
inr Seit 2otb», 9hnib unb beg £erm Sb^ifH an^» 
{eigen n> Unb »eil i|t fd^erfein (jrbelnrann^ 6(bary 
^i, Sarget nod» Sauer i^, er mli mit pM 
•■f ben $farrberm unb 9)rebigem^) geben, fo halte 
id^ baf&r, (Bott wirbbiefe*) UnbanfbattHttinb äSert 
ftAtnng feinet SSorte ffott trafen o). S>ag$rebigt< 
ampt mn^ }mar in ber 9ßelt bleiben p), entweber 
tc^4«ffen über Dcrfäifibet, benn bie 9kU'H$iü unb 
fami obne (Botte<bienf) ni(bt fein, unb ber Sflrf rnttf- 
feine Pfaffen unb ftircbenbiener aucb b<iben, er Knnte^ 
fonfl fein Regiment nicbt erbalten ; aber mo man 
•ottef SEBort ^txa&it, ba wanbert eg binweg unb 
»irb ber wabrbaftige (&m unb fein Oottegbtenft t)er» 
bcen*'' 



1 1 1 > . 



(A. 8* — St ••) - s. lo^o 6onfl faaet *) !Doe« 
tor StartinuS 2utber auf eine anbere Seit wn Ser< 
Ortung beg gAttIi(ben SBortt, „bäf, »ennüBottef 



I) •oüe« f&ttt HxaäfUn ift Ut erdfte $Ia0e. m) 04« 
ffi QiBfi^. n) Snf bie (Bera^tanj Opite« ttott« folget 

CMc. o) 3|(ge IBm^tiKg bei $feb{§4f. '^ .: p) 2)a< 
fM^mpk NeAet ii bec mot. . i .i 

1) SL I. S. giltn^H- >) W. mal .e« vkta«tei (tt 
3) ,b«|' Mtt St. 4) p^mA 9eebi0em'* frbft St. n. 9) 

I) W. »bie.' •) St. t. l..fagii:«imMli^^ 



— 34 — 

9Bott') on cfntn Ctt Kmt, fo va&u »on <Stmt 
an oud) lle SSeraÄtung beifclbigm ba ; bttfe ' ) »4w 
gnbff l). Unb foIdieS f£t)t man au^ an ben 3fi: 
Ccn. (üott fanbte i^nm tfe ^npifctta «fafom, 3(e 
ttmlam, amoJ unb anbc«, i»*c»t fonbtr et f^nen 
Qbrifiiim, feinen @o^n, \a bcn Jq. Qid^ auf btn 
Vfingittage, ba fld) ble Spofleln ti)tütita unb ginflr* 
tn Wt ganjc SScIt. !Dtcfe sUe fibnen ^nUidi : %i}at 
I9u$e! atiti ba moUt nid;ti fjeircn, jle mißten alte 
bet^altcn, unb nocbnt alCc ^rcp^etcn grtAbtet, 
Sbrifiue gefituifget unb ble SIpoftdn vetjagtt; aber 
balbt lieget bätauf 3"nf(ilcin Im iDiecf, utib foldfc 
SetftAmng »dtjret not^ 6id auf ben ^eutif^en Sag r). 
M[o ivirb e« betn beutfitien Sanbc audi o^f}m, baS 
(Bettes aSoit t)|t au(4 ütxadit. ^tf) Nltc, e§ nrrbe 
eine greßc ^Injlerntß feigen na^ bicfem Siebt tii 
Svangelii, alfo feag man anä) baB (Soangelium nidit 
reirb Dffentlti^ onf ber Kantet mctjt bSren, unb ba» 
na4 wtibt '} kalbe bei jüngfteSiag Caiauf feigen." 

U. ttfi 4WtH ffiatt vtM4t, mit Um f«l[ mal al^t 

blfmitiTeiL 

(A.».— fii. 6". (7.)— S. C.) 

„^n nat^^fbct, baß bec (Evangclijlttt @if)äfe 

tcn i»ot»6 SSett fein , bem locllen nie mit X)ifpus 

Hsen »0^1. begegnen ■); »ei i* abci »nneinet, «t 

bem nHK. Itk atAt; ein SßDit ^nbtln. SDnin mit bem 

foK:m(U|.'ni|[fet .bifpuliien, feet ba prioia princip», 

H« tft bie iTftn Otünbe unb bae ^Auptfunbament, 

becncinet unb benviift; »le aud) bic Reiben gefaxt 

^Aben: OonlHt. negintem prina principi« non asse*) 

dispulH^« *). . SS^oit) bcfennm Me2fäbcn,.Ädbcn 

«nb ZäT^Wj. Ui bie Sibel fei ble Deiltge ®dirift» 

unb ))at btcß 9u4 baB gcä^tc unb höljefte 3cugni^/' 



q) m. Vish^ttml^tuä. r) 6tMf fri^n ■ 
' Hnf bra fdiVtanHbti fall not f ' ' " 
I- «14. »& B. & tief. 
4) St K 8l «it n -«) m. B. a t S>tT ble 4Aa)tf|tiiih 



>) I. t >«9< *)&».& Wrt. •] W. tehb. 
. St K «l «it n- «) (Bt. 1. & t 5>«i We f " " " ' 
fmtiwt, »Atr »M'fifttMa |[« 1*^ dBttfn. 



3$ 



2>acnad» fagete einer über bem 34f(^e ^), la^ 
ei Mele baf&r tiitUtn, baf boS erfleSucb unter ben 
mf Sfid)em SRofi ni^t w&re )>on SRofe felber ge:: 
(trieben. S>arauf antwortet 3)octor SRartinuS fiu^ 
tier, «nb fprad» : ,3^^ tl^ut ba* baju ? wenn ei deld^ 
SXofe« nid9t gefd^rieben f)&ttc, boc^ ifl edSRofiSucb^ 
lern bief Sud» aOein fcbreibet auf bad SlUerbeße 
nb (Eigentlid»f)e, wie bie SCBelt gef(ba{fen feit). Sßad 
iicr falte unb unnü^e fragen finb, bie fcK man 
fielKii unb ficb bafur büten; a(d biefe tfi/ fo einer 
damal färbrad)te: SRofed fcbricbe^ bap bie SSogel lu 
betcK ttt SBaffer, ba ed bo(b aRofe« bafelbj) wia ))on 
ber 2afl )»erfiaiiben babem S>enfelbigen wollt Ut) ^) 
»tebcr fragen, ob ber Sart ebe »ire gewefen, berai 
bet SXann? unb fagen, ber i93art fei ebe gewefen, 
benn ber SRann, benn ®ott fcbuf Si^fl^n unb S36de 
•« »tertcn Slage mit S3ärten, aber am fed^ftenSage 
l)efnad^ fcbuf er erfl 9bam* @oI(be fragen foQ man 
Mr mit 2a^en unb Spotten verantworten u). 

2)ie Siblia war im $ap{}tbum ben Seuten un> 
Mannt v). 2)octor Sartflabt fing erfi im ad)ten 
3abr an, nad)bem er war 3)octor worben, bie 0i^ 
bei *) iu lefen , bieweil er unb S>octor $etrut 2u> 
Viuii getrieben worben, SlugufUnum }u (efen/ 



// 



2t. fioi 8(f<bof Hl^eibt «ob SRaini von bet Sibel 

gctttt^eCIel. 

(A. 9*.— St. 15. (16*.)-.S. 13*. (14.) 

2>0€tor iSRartinuS Eutber fagete au SiSIeben fur| 
Mr feinem Sobe , ,,bap auf bem SleicbStaae }u SfugS^ 
birg «nno 1530 SifcbofF llbred^t Don SKain) einmal 
in bcc Bibel gelefen ^atte ; nu (9mmt einer feiner 
Sitbe mgefdbrUcb ba|u, unb fpri(bt: (Bn&bigßer 
Xnrfürft unb ^err ^) , waS machet euer furf&rfUld^e 



t) Cimma M erfleii 8«ib« IRofL d) ttmift|e fftot 
im fiS Moi MciMbiea- ▼) 49ilel uäbOrnui. 

1) St. B. S. «kc Zif«- 1) St. B. S. t mff »it Ca« 
«n. f) St t <e4t 4) ««Hefter itnftt» mb «m" 
f(|tt St» s» S« 

3» 



-- 36 - 

Otnabc mit bicfnii !99u<^? S>a ^at n Qiantnorttt: 
3d] »elf nit^t, was t% fui ein Siic^ fft^ ttnn 
alltl, teaS nut barinnen ifl, ba6 ijl itibei unS."«) 

X7. Sil !BKrI m »n^afffl von fetn aSflttlDgen nb Cn^li^' 
(A. »'.— Si. 13*.(14.)-S. 11*. C12.) 
„SJoctpt Ufingen ' } , ein StugiifrinctsTOBn*, fcer 
rtron mein ') ^tflceylot nax im augupinersÄlolicr 
ju etfurt, fpca* cinmdl jii mit, t« n \a,\}t, lo|i 
ftf) Me S9ibcl fo lieb Ijattc unt gerne in tn ^eiligen 
®(^rift lad: ^i, Stubec aRactinc, naS If) bie 
SSlbel? SRan Toll blc alten Sei^rec lefen, tic ^aben 
ben ©aft bet SBa^rl)eit aiiS tcr S9ibcl geflogen, bie 
fflibel riAfet alle ') Slufrnl).; an x). „äJa« tft 
ber SBelt Unheil", fptad) Doctor aRartinuä Butler, 
„fonCSotleö SBorl, ivie man fplc^rd auä) im anbern 
$ralm flfbet. Denn, faget man jii bcn grcftn 
•^aiifcn: Unb nn i^r SSnige, lalfet cud» nictfrn ic, 
fo fagen |1t 9Icin baju unb reollcn ble Setzte nttt)t 
leiben; fo mulfcn nli jie au4 ^infa^ten laffcn all 
bic guten ©cfeUen." 

28. 2)n e^Blraiet Snl^nn »ni ®nttrt SQvit. 
(A. »».— St. 15". (17.) — S. H.) 

es »arb über Xipctor !D!artin 2ut^tr8 %i\^t 
la JBuDlngeie gebatftt y) , ber fefjr Ijeffig irfire mi» 
bei bie !fi}febertäufer, a\i !8erä(^tcr bee SBorte Qiott 
M, unb fonft niber bicjentgen, fo bem SBoct adju 
»fei luefgenten unb gäben, benn fle fünbfgten nibcc 
(Sott unb feint gämidie «(ImaAt, gletd} voit bft 3fii 
ben traten (2. ©amuelld i.) *), fo bie Sfr^c be« 
^errn ®ott ntnnelen; er aber, aI0 bec baS SRittel 
balten noUte, leferete, ncl^e bei ret^te Sraui^ bei 
9Sott§ unb btr ©acrament märe. 

SDatauf antwortete S}[)ctcir SRartinul unb fpr«4: 
„£r (ft trrc unb weil felbcc nld^t, naö ec ^dlt unb 



w} 9if4ef mtit^t« QitlrU sn bn «ArL i) ». 
Kjbgtt* Rebe s« »ct Sikl. y) QBntian. 

1) St. «. 8. UfligR. Z) St. B. S. tti. t) St I. S. 
Hin. 4) „(& CtMrIl* L)" f^ W. ^ 



3T 



tultttt 3f( fe^e ifire Fallacias unb %&\x^^ttel woi)U 

Ibvoaen ni^t flcfel^en fem, bafi {ie fleirret ^aben z). 

Selbe XfeeU^ irir unb {ie, {leben auf }n>cien äußer« 

ften Xinatn, ia fein SRittel gmifcbcn ifl, nod^ fein 

hnn. @ie t)en!>erfen baS mfinblicbe SBcrt unb bie 

fraft unbSSSicfung ber @accament gang unb gata); 

»ir aber bringen ffaxt batauf. 3t\x fucben |!e bcn 

Rtttetoeg unb loben bie SBort unb ©acrament^ 

äaf baf aud) n?ir unfere Auperße unb re(f)te SReinung, 

barauf wir fefie {leben foQen, faden laifen unb mit 

i^en eins fein. 3ut)or ltl)xtttn {ie, ba^ bad mfinb« 

Ik^ SBert unb bie ®acrament w&ren nur Seieben unb 

Sofung ber Siebe. Stfo bat {t(b Sn^ingliue unb Oeco«: 

lampaUuS }u n>eit t^erfliegen. !Da nu SBrentiud i^« 

nm') SEBiberftanb tbat, ließen (ie etwad nacb. wis 

Am }um Sbeil unb Huberten il^re 9Reinung unb SSer^ 

fianb, att bitten {ie fcaS münblicbe SBort unb anbere 

SRittel ntcbt t)erocrfen, fonbern nur aßein etlf(be 

grobe aXißbrdutbe ^erbammet. @d)eibeten alfo ^on 

rinanber ba8 SBort unb ®ei{t, fonberten ben fSXtm 

{(feen, ber baS SSort prebfgte unb {ebrete/t)on ®ott, 

ber ba wirfete, item b^ ibiener, ber ba tAufet, t)on 

•ott, ber eS gebct§eh unb befoblen b^t, unb metne:> 

ten, ber «QeiligeOeijt »erbe gegeben unb xoitte obne 

baS Sott, micbeS SBort nur »ie ein &ußer(iibe £o^ 

fnig. Stieben unb ®emert fei, baS ben (Be{(}, fo 

tmor imb alfbcrett im «l^erjen i{l, flnbe^'). SBenn 

■I baS SBort ben ®eiil nidbt flnbet, fonbern einen 

iiottl0fen 9Renfd)en, fo fei e8 nicbt @otted SBort. 

Scfintm unb adbten alfo baS SBort ntcbt nad) (Bott, 

bct e§ rebet, fonbern nacb bem SRenftben, ber tt 

nnimnet unb empfftb^t, woQen nur, baß foIcbeS 

•ottet Sbrt fei, ba« ba reinige unb britige triebe 

inb Stbcii, »eil ti aber in(Bott(ofen nicbt nrirtet *), 

fo fei a nicbt (Botted 9Bort. 



O S>er €SMtt»CT^ faUaciiie. «) IDee eammtnUm 

1) w: boi. 1) W. {rtqi. 9) St- u. S. ba« bta •eiH 
inn nb aUbnett im' ^nien jiabe. 4) W. toitfe. 



nfn «nfanfl ma*et ju tet gttd 
ftcotion b) Sn Mefem Smi>un 
jte p* fcibö nid;t »ftflcljcn. 
* K ^*'. j'«^« •&«" (»Ott, f, 

ffiort ®ottf« in Den $api{)rn i 

? S^ '?• ^,®« jgf^'t unb följlet 
M munblict) SBort unb bad d 

tn bcrÄir^en <^m@(«abcn tbui 

fclbifle on »). S(^, (,pffe «bec, 
len Hm fe^en unb Den Seufel 
ficrn JU «oben fWaacnc). 

©in e^rift ober fo« c« aer 
foflen: »ptttö 9Bort ift taifeli 
fo woW ®otte« ©Ort, bae bcn I 
^ unb ©ohtofen, alü bas i 

Sfr?*l? "«, ®5«fcHflm flcprcbl 
wirb d). ®((td, nie aud) bie re 
unter ben ©ünberri Ijt, ba JBöfe 
nflnbet Qemetiflet pnb. Unb el 
brinfle nu Sru*t cbernidjt, h 

Wieb ee an« bie (Bortlofen tIAten 



39 



Bm (Botttt flc^aftt, baS fie ffitttn Tdnnen anne^» 
■m. Sir aber fa||en^ U^ren vnb betennen, ba^ bct 
fRMaer SBort, 9lb)o(ution unb bie Saccammt nicfet 
Hz SDtenfd^en^ fonbern ®otte8 SBcrf, Stimme, 9ttU 
■igiing, flhitbinbung imb SSitlong ifl. 'SBic finb nur 
oaein bie aScc^euge, StitorbeUer ober (Be^ülfcn 
^Mtt, turd} »el(^e ®ott loirfet ixnb fein SBBecf aü8« 
cif^rrt. 

33tr noUen ibnen ni^t einr&umm no(6 nat^c« 

6en tiefe mctap()9fifd)e ttnb pbUofop^fc^e S)iflinctlon 

uRb Untetf^eib, fo au» ber Sernunft gcfponnen iß: 

S)er SRcnfd) prebiget, br&net, Ihafet, f^retfet '«nb 

tte^tt^y, ber ^eilige ä)eifi aber n^ictet ^); 4iem/bec 

SAtnti tdufer, abfotoirct unb reichet baS Sbenbma^I 

bei ^errn (Ebtiili / (Bott aber reiniget baS ^i unb 

»nglbet bie Sünbe '). £) nein, mit 'nickten nid)t; 

fonbem n>ir fc^lie^en alfo: (Sotf^pfrebigst abtaue t 

ftraft, ffbrecfet, tr5f)et^ taufet, teicbet boS @actament 

bei Sltari unb obfotoiret felber ; »ie benn ber «ßerr 

e^riftttd faget (2nc. 10, 16.): fBtt eud^ ^öret, 

bei ^öcet mi(b k. SEBad if>r auf'Srbeti wetbet 

Ufcn, taai foU im £(mme( aucb loi 'f^itii m*^ <9Ratt4. 

19, ISO ^^tm: 3^t feib e« ntdjt; bie bi rrtcn, 

fenbcm bei (Beift meinei SSateri iß e#^ ber? burcb 

eaA rebet, SRatt^äi am je^enten (99; 20.) e). 

Itf^ bin id) gnoi^, nmii id) auf ben $febigtftu^l 

«c(c 0^fft auf bie JCatQ^a trete uno ndtt prrbigcn 

etcr lefen, baß ei nid^t mefti SBbrt ifl, fonbern meine 

Sunge ift ein ®riffel einei gnten® Treibers, roie 

ber 45. $fa(m-(ä}. 2.) faget; benn .«Ott tebet in 

ben beiUgcn ^rop^eten unb OottM SR&Hnfm, vrit 

ei iSanct $etrui in feiner fipißel (IL 1,21.) onc^ 

fagct: S)ie i^ciligen ttotteS ijaben ^ercbct, ^etriCf 

ben burd) ben «geiUgen tteiß. S)a foO i»ttt unb 

SSenfcfe nti^t t)on einanber gefonbert noc^ gefd^eiben 



e) 9eebigct ®. IBerfifige. 

1) si. I s. t itv. t) St. «. i;. t f At M f«4 0(s* 

M Sott, ba« «et fhrebiget «»ccVIget. S) Sl. ». S. t ai4 
e^c ba« SBott mib Coctamnit. 



nicpt i(5auUim, ^ctriim obcc eir 
®0tt fclbet rebcn^ taufen, abft 
nen ttnb ^a^ 9(bcnbmat)I reid)cr 

ßicbcr ®ott, njcld) einen 9 
arm, f(i)tvacb unb betrübt Qicn 
d)en $rebi()er nehmen, wenn c 
SBoct unb %xo^ »are ®ottf8 9S 
SReinung! S)arümb fcftlifpen n 
gewiß: %ott toixht butd)8 9Bo 
ein aSSagen ift tinb al« ein 9Bet 
il)n lernet im «^enen re^t erfei 
Bdlaamd Sfelin SScrt nic^t bec 
ted SBort finb, unb eben ba4 
aRunbc buücb tie Eippen ge^et 
tum ®i(btbrud)igen: @o^n, fe 
beinc @ünbe tjcrgeben'''' (^attl 

3)af aber bad SEBort nid)t a 
unterfdKibK^e ^^rüc^te bringet un 
bad felbige ifi Q^ctted ®eri(^t ui 
fo unü t)crborgen ijl; wir foQen 
»iffen. 3>er SBinb bläfet^ n 
Si)ri{)ud S^'Annid am britten Sta 

Sebu^ret nitftt, barnac^ gu grubelr 
tann id) boc^ nid)t fagen, warum 

lid) UUb bafb^ frnii»'-^ •»»•• -'* — 



41 



\m, fe wSre Idt ber SiaerfeHgfIf. aber ti 6at bem 
IMen 6. $oii(o aucb gefei^Ut, ter Kaflct 9Iom. 7. 
(8. 23.) mit ^crjH^em @eu^en i), er fe^e ein 
onbet Qkff(e>) in feinen ® liebem^ bi§ bd n)tber» 
jhritet bem Oefe^ k. Gtütt barttmb biS 9Bctt 
falf(^ fein, obd «(rieb nfcbt aaf)fU *) antritt? @innma 
tiefe '} Siunft, SDetetmination unb Scfenntni^ bed 9Bort8 
ijt Don 9Infing ber SBBelt in groSer ®efa^r aen^efen 
«nb ^at viet gejtänben utib wenig 2eute f önncnd, 
•ott If^u fk ?t *) benn burA feinen (Steift im jQtu 
\fn, b«9 ^t dnoiß finb unb fc^Iiepen wenn unb wat 
rr^d^affene ^copbeten / «pdflein , $fan^errn, $rels 
biffr bM- A(f<6fnbiener teb<n unb i^un in ibrem 
««pe unb «110 (BMted SefebV baß ei&oH fclber rebe 
unb tbne, unb baf ibte Stimme ®otied Stimme fef* 
96et Me'@4n)drmer ))erfie^n nod)'^) bie Avoft 
bei SottdOdtteS *) nicbt; mi(b ))ermunbert febt, bd| 
fe f on (Sötte* SEBert viel (ebrcn; lefen unb fcfeteiben, ba 
fe bp4 1« mrMfl boDon baltcnk). «10, liebet 4^vc 
9«tt, rrf^oltc uns bei beinern Sßort; lafi unSblcfeii 
B^%jt itifcbt wiebet nebmeh^ fonbern Wf, baf wit 
bein Sett mit !DanI annehmen unb behalten! St 
»cllnitii' 64m AtmenM^tbafär dngef eben fein, baf 
1k §eirM' ^bittt' unb sgebe^-^ttr^mit %ndtowd -umb, 
bflf fe i^rl'^Strt^unittif^^toeti.^^ ' '^ - ' 

». «M 0111 Mb Ofcfant bei' (MU^en QDtt«. MdB 
0ottc6 Ooct i| gftoii MBb afinbec»ifibU((. 

<A. 11. - St 2. («♦.) — S. f.) 

00^^^ %ri^etHti; Ui (ifte Mbficbe Jtutfärfl )u 
€ki4fni IC 1), yflegete mi fdflen tili ein (|i>ttlffir4< 
tiftcr, »cifet un> Derftdnbigec 9Atf)>'^ fptac^ SDoctor 
ftartinnl Siit^ee/' er ^Atte bal gemerft/ baf aul 



•I 



i) S. 9«iIb6 itUige. k) €4todrmet vera^tcB bie 
tnft be« 0. Oort«. .1) |^. W$Wd)ß (Ib>tf. Uril^it «0« 
# Äfft 

' 1) S. •(f«lr. S) W. n atr^ 0Ht. S) St. k. S.- Uf. 
4) ,^" frill St «. S. 6) „««6" Wt W. •) W. t n»«^. 



— 42 - 

mtnfi^li^em ätccflanbe obtc von bcr SBeninnft vi 
fonute fo radfllli^, fc^aiF unb (ubtil iibat^t unb . 
fijc ^racbt rccrbcii, iai man nid}t fännte wieOn) 
tbm auü betftibjgtn unlejm unb umbfloßtn. Ml 
9ottti ÜBort ftunbc ftfl unfi aercig nie eine SR« 
bte man nit^t tjcroinnen unb umbreigen fann>" 

«0. Hafn fitofl« S)»! 1$ tilgte Oroffft«. 
(A. 11. -Sl. 26. (28.J — S. 27: («.) 

SS njoib finmal (i^f«ä<tf bn^nian ttwan: 
otlefcn unb pcfcttiebcn fjabe cljn aUcn ^ttfit 
XXtiauf (ante iSoctor aKaninitd: „Une ifl furni 
igt rin grD§ fiie^t auffangen, benn nie ^ttifn t 
allein bic äßott, fonbcrn anttt bnfeIbi(|Cfl .äletfld 
®ott Heb, baß niii triiTrn, niad trc^t f»m>. j 
Sop^ifl bat bicfcn @fiiit4 : X)tE. Kredite l 
ffinrd ®laut>tnä (^abat. 2, 4.) fönntn »cr^e 
nDi4 ') atteiegtti, fo Ijattent^n bie !tJ4t« aud} i 
feijtanben ; bf mi gecctiit frin nnb Q^cifd^fgtcit t« 
^'Ouf mandicdfi i^eifc {{(beutet, auästRommm, 
finigjt fluäufiiniid n)^ So eine große iäUnb^eit 
(n bcn lieben Siättmi S>«cwtnb fo lefe man fi^rn^i 
lid» bit ^eilige @ibiift> tAnta<6 mag man benn 
äJätet Ati4 n>Df)(, abfc mit Sefifieiben^ttiliEen, b 
fie von (Sottfd ©ad^en ni(bt fletd ,]^ , {X<4t tebni i 
utt^rllcn. iDie fl&i aber <jon ber Sibel auf bei l 
tet Komment unb 9ü0e« begeben, feerfelbiaett' € 
bittm i{) ünenbltA unb Dclgeblid)." 

«/ ««tt^Vgrt.fell «a-StOff (•(■•-■: 

■ (A.ll.^Si.«l'i (23.)- S.J1*(22,) „3tl 9) 
QiDn«T(i<brn, »««.OTottce BBott un^ :bie atE»» 
langet*), ba (dU man be0 ICingtS dfitfi$ frfn.i 
nidit wanCen, auf tag bie 33£fenntnip in *) 9lnf 
tting brfletje unb man bama^ nidit fage: ic^ fy 



m) •. ffintl «eifiib. n) »n «Un 914«' 
. IJ 8. XBb. SJ „Ret«" Mit W. ») W. all 
4)W,I**ec. 



— 43 — 

a Bicftt Qemdnet o). !J)enn Mie folc^e SÜebc fonß 
in »fltlU^en @a(6en fa^clicfe i{l, olfo ifi lie in brr 
2tcrlogia fe^r fc^äblid). SDarumb {inb bie ftanoniflen, 
M $apft8 «^fuc^lec tinb anbete Jtetet ein rec^t 
CfHv&ra «n% flJc&uU4 SSunbert^ier , »elc^eS am Sin? 
gefilmt ifl nie eine fd)cne Jungfrau unb ber £eib ifi 
»ie ein 2dn>e, aber bec ®c^n)an) ifi n>ie eine ©Alange, 
ta« ifi , if)ce Se^te gleitet r<^6n, fc^einet ^übfd) , mh 
M« fie lei^n, iai gef&Ut ber Semunft roc^i unb 
c« |at ein Snfe^en; barnad) fo f^ti^t i^reSe^te mit 
Acwalt bnrc^/ benn alle falf^e 9ei)rer ^dngen ge? 
■etaiaU4 bat Brachium seculare an {1(6/ aber )Us 
tc|t ip rd eine fd^Iupferige, un^emiffe Se^re, gleich 
»ie eine €d}(ange eine gfattie .i^aut f)at unb einem 
hnd| bie «Igänbe wifc^ef' p). 

(A- 11. — SU 21A (23r) — s. 22.) Auf eine an« 
bert Bett fast SDoctor Butler: >,SSor allen S)ingen 
■itfen »irwiijen, ob biefe imfere 2e^re^ fo n^itfü^ren^ 
(Bettel aSevt {ei; bennwenn wir fold^ed itiffen, fo fön? 
ncn »ir feHiglicf) brauf bauen/ ba§ biefe @a(be foU 
«ib muf Ueiben, unb fein Xeiifel fcQ {ie umbpo^cp, 
9id nKnijer bie SBelt mit all ihrem ^ofgeftitbe, n>ie 
{^rüe bawi^et.toben unb rofit^en q). ^A, (iott eob> 
bailc netne Sebce gewif für unferS^errn d^otted Sßbtt 
Hb ^b nu au» meinen i^t|entt)egge|agi atte anberi 
(Klauben, 9t ^en tucb/ »ie ^e neuen. Unb ^ab biefe 
fd^ncre Oebanfen imb «nfed^tuiraen fester «bettDurie 
ben, ba mdn.^cr^ ein9Bei( alfo tagte: 931(1 bu bentt 
aaein bec, fo bad recbie ^) Säort^ @otted rein Ut9 
Unb bif anbem alijumal ^abenl nid)t? !l(fp :^(4iet 
wtf ber Satan auA an, uiib fiürmet mit Qien>att 
|u unl ein mit bem Stamen unb Sitel ber Jtird^cnV). 
3o, fprid)t.er, wa6 bie (brißUibe Strebe biS^r be^- 
f<bioffcn vnb fo »irl Sa^r fur/recbt ^e^altenv- bae< 
fetbige ftö^tft bu umb, aU mAre e0 unrecbt, unb su« 



0) (icio{|(eii in ateliaion^fo^e«. jp) Jtanonifien finb 
»b da O^fmdro. q) WavA an 9^ SS^ort ma^i 9etoif* 
Mt »ex <e$Te. r) fiSie 9). (. feiie «nfe^tniiBeii jAtu 

1) rrW<Ä"* fel^t St. «. S. 



— 44 — 

tfittefl feeibe, ba§ (leifHic^e unb weltliche SttQlmtnt, 
mit beiner neuen &ci)xt. 

!X>te^ Argument finbe i(^ buccftaue in aOen $ros 
pljeten, ba bie ffitne()mef)en «ßäupter, beibe in bet 
Aird^en unb $oli)ci, fagen: mx finb ®otte8 SBolf, 
benn wir finb im crbent(icf}en 9{cg{ment, t)on ®ott 
gefliftet unb eingcfcftet s). SEBad roic, ald ber gröfte 
unb tcfle «gauf, fc^liefen unb fuc 9ted)t erfenncn, 
bad fcU man bauen; vocx feib i^r Starten, ba§ if^r 
und lebrcn n)o(Iet? tfi euer tod) faum eine «^anb 
))oU! S)a mu§ man »a^rltd) nid)t allein mit @otte8 
SEBoct n)o()( flefaffet unb gerüftet fein, fcnbetn oud) bU 
®en3i§^eit ber ittfxt baben, fcnfi fann man fm 
Aampf nicf)t befleben; man mu^ fagen fcnnen: 2l(^ 
n)e($ geii^i^, baQ ba^jcnige, fo i(i) le^re unb bolte, 
QiotM, bet beben 9){ajcfiat im «Igimmel^ eigenes 
Sßort unb enbHd)et Sefcblu^, unb bie emtge unraanbel^ 
Nte SSSabtbeft ffi ^); bad anber adeS, wa8 mit bem 
ni(bt ubereinflimmet ober baiviber ift, baS tft eftet 
XeufeKlügen, %a\\6i unb Unred)t i). 

Unb bad tbutd oud» aUeine, bafi einer ein @ptel 
anf&I)et2) unb babei beft&nbig bleibe unb fage: ^t 
anbern al()umal ittet unb babt unrecbt, abet meine 
Se^re ifi aliein tecfet unb (gctted gemiffis aSa^t^eit, 
babet bieib ic^^ wenn gleitb bie ganje 9BeIt anberd 
fagte. . S)enn ®ott fann ni^t (Agen/ ba ffai Icft fein 
aßort, iai fann mit nicbt feilten, nocb ))Dn aUtn 
boUtfcben Vfotten tibemditiget roetbcn, unb I^ab ben 
Stell ba)u, baf ®ott faget: Sd^ wiQ bit Seute uiib 
3ubAtet geben, bie: eS foUen annehmen; (af mi4 
nur fotgtn^ i4 n^iU übet bit galten ^ btetSe bu nur 
fefl bei meinem flSoxt u). 

: SRan mu^ fiewif fein, bap bte 2el)te reifet unb 
bie. emigc SBa^tbeit -fet, unb batnac^ nic^tl firagen, 
n>ie fie mitbe \)on ben Seuten gebalten; S)atumb 



8) 9>er falf^en ititi^eii Stri^im. t) (yntflbeCt bet 2ebte 
toibet ni^tfgen 8tii^iR. u) OctoiiHeit bet 2f(re ai« •, 
fßott. 

1) ,,<fi" fel^U A.; St. «. 5. fct. t) St. «. S. baf 
einet 9otteS SBott ^at. 



— 45 — 

ffO^ Cl^ttfhtl 3o^. a Stap. (S. 460: 9Ser Hm 
müer rad) mefneSclI^Fe tabeUi? fonbern fo {(^ eu(^ fcie 
St^cj^ fage, iDatum gl&ubt i^r mitnfctft? UnDaOe 

S^Dfteln fnb tn Se^te ouf* 9tUergen)i|fefte gcioef en^ unb 
* ^anlttd treibet fonberU<b bfe ^Utopf)oxiam, ba 
fc }ttn S^imot^CD (1. &pi^. \, 15.) faget: ^i 
Ifi ein t^euerd unb' wert^ed SBoct, bap Sefud G^ri^ 
M in tie 9BeIt fommen ifi^ bie Gfinbcr felig )u 
aad|en v). SDntn ber ®(au6 gegen (Bott bur(^ 
Cl|ci|hiiii mitt gemif unb feft fein^ bafi er lai ®es 
»iffea fr6^1i(i mac^e unb gu Rieben fleUe. Unb @. 
9rtntfl in fein^ Spifiel (II. 1, 19.): Sßir l^aben 
ein eewiffeS/ fcfleS, prop^ctifc^ äSort^ unb i^r t^^ut 
vof^l bran^ baf ibr barauf Scbtung l^abt a(8 auf ein 
2i4t, bat im SDunfeln aufgebet k. SDienn man 
Mcfe Onoiffyejt ^at, bat ifl bcnn ber ®ieg n^iber 
Icn Zeufel; aber kdo man ber Sebre nic^t gewif i^, 
ba ift mit bem Xeufel ni(^t gut bifputiren. 

CeOt bu felig werben^ fo mupt bu beS SQSortS 
Qtottet alfo gewtf fein, bap wenn gteid) aUe Wen« 
fi^ anberS fagten, ja ^Vit Sngel Kein baju \pxht 
4en, bii benno4 Mnntefi aUein barauf {tepen unb 
fagen: ^^ weif \^, bap biep 9Bort re(t)t tft/' 

CS fprac^ au(b S)octor Sut^er ^): ,,S(b i»(Q 
fir mii^ attetn (Bottet Siort ^aben unb frage nad^ 
htann 9Buiiber)ei(ben, begehre aucb feined ^efid^tS, 
vHl au4 nii^t einem Gngel glauben, ber mic^ an< 
brri lehret, benn ®otted 9Bort; id) gl&ube aOein 
%Mt% SBort unb SCBcrfen, benn (Botted Sßort ifl 
Mn Xttfang ber SEBelt geioip gemefen unb \iai nies 
mM grfeiblet, unb i(ft erfahre ti in ber Sf^at, baß 
ei alfo ge^et, wie eS ®otte« Sßort fagef' w). 

SL IHf bcm IBort ®otte« fasn man fl4 toel^ren toibn be« 

3:eufel 

(A. 12. - s. 22\) ,,SBenn mi<b ber Seufel/' 
fpra(^ SCoctor Sut^er '), ,,mfifig finbet unb i(^ an 

t) S)er liioielK $Ifro)^^pt(a ober •etoif^tt ber Se^te. 
w) S). EB^et Nil&frei (U^ «Oein auf «cttr« 9BoTt. 

1) „«• f^l( as4 S). «." feljitt SU «. S. t) „f^ai| 
9. t'' ff^tt 8. 



— 46 — 

OotteS Sßott niü^t gebenfe , fo mac^t er mit ein <Be« 
loijfen, gleich ald \iiiiit ic^ nic^t rec^t gele^vet unb 
bie Slegiment }erft5c€t unb miiffen, unb gemac^t^ 
baff fo ))ifl Slergeinif unb Sufcu^r butcb meine 2e^re 
fommen feix). SSio td) aber @(otted Sßort ergreife, 
fo Y^oJd i(^ gen)onnen @pie(^ fd)üge mi^ tt)iber ben 
Xeufel/ un^ fage alfo: ^i^ roeiß unb bmd gen)i§ 
aud ®otted SBort^ bad UM'rb mir nicbt lügen ^ ba| 
bicfe Sc^'re nicf^t mein {% fonbcrn bed @obnd @(otte8y). 
üDarnac^ \t)cf)re id) micb mit bemc, ba^ icb gcbent: 
SEBad fragt (Sott nad) ber ganjen Sßelt^ wenn fie 
aud) nod) fo groß n^are? &r t)at feinen ®o^n }um 
Aonige gcfeftt ; xcVX il)n bie 3Belt nid)t annehmen, fo 
^at er i^n fefi gnug eingcfc^t in fein ätcid), baß jie 
{i)n nid)t werben umbftoßen, fcnbern wo^t bleiben (af^ 
fen mujfen z). SSirb fid) aber bie Sßelt unterße^en/ 
unb i^n ))om @tubl fiepen wollen^ fo wirb er fie 
auc^ in einen «i^aufen werfen^ baß fie in ber Sfd^e 
wirb liegen mujfm* S)enn ®ott felbfi faget a) : 
SDiefen meinen @o^n foUt i^v l^ören (SRatt^. 
17, 5.) unb ^falm 2- (». 10 — 12.) fpri*t et: 
So laffet eu(^ nu weifen, i^r JtSnige, unb laffet 
eud) süchtigen, i^r Stic^ter auf Srben. {Dienet bem 

ferrn mit f^ur^t, unb freuet euc^ mit ^itittn. 

iuffet (ober ^ulbet) bem@o^n, baß er ni(^t }6me, 
unb t^r umbfommet auf bem 9Bege, benn fein 3oni 
wirb balb anbrennen, bg9 ift, werbet ibr eud^ 
wtber ben @o^n legen, fo werbet i^r mit aQ eueni 
Jtönigreic^en, ^rftentbumen, SRegimenten, Stedyten, 
£>rbnungen, ®efe^en, SRac^t, ®ewalt, @(etb unb 
(But untergeben, wie ben fäbifc^en AAnigreic^en unb 
aKen anbern auc^ gefc^eben ift/' 

(A. 12. — si. 22. — s. 22». (23.) 8uf ein anbet 
Seit faget S)octor Sut^er, „ba^ ber Seufel fär« 
nebmlic^ bamit umbge^e, unb fid^ bep am allermeifien 
befleißige, wie er un8 ben Srtifel t)on äSergebung 



x) 3). 91. 2. 9Kfe4t«ng feinet iBr^re I^I^eiL y) 2). iR. 
Snti^et« e^xi% wkh ttei^tf. s) tt^dfln« bleibet M|( fiic ber 
ttflt 3oni. ■) £to|l ftc bie vetfolgetfi Vrcbigec sab ^E^ 
fUs. 



4T 



ber 6febeii ne^c tinb au9 htm JQttitn trife |nri« 
ntif9 alfo: S^r ptebtget ttnb lehret, iai feinSRenfc^ 
\MiM ^imbect Sagten nUbtitUfixtt ^at; wie, roinn 
elVott nid^t geftele? fo wAttt i^r an fo Dielec @eM 
bi aScrbooimiiip f<^ulbig h). Xlfo fc^änbet becScu« 
M vnb mac^t |u nicfet b<i§ ®ute, fo ein €^rtfl ges 
1^ ^01 c). 9)aber f^at ec auc^ ben Flamen, baß 
(i im £ikgnfr ^eift, Diabolus. S)a8 fann er für 
ctMn SRei^er, «nb weif nicbt allein bie @ünbe unb 
bil 96fe ^ofb auf)unni|en, fonbem au(6 bie Sugenb 
mb Ue aOtrbefien SBerf }u (dflern, )u fc^dnben 
vnb }ut Sünbe }it maAen« S>a muß einer wabr(i(^ 
feiner 6ad^en geioif fein d). S>af)tt @. ^aulud fid^ 
n^et unb fpiM^t, er fei ein Stpoflel unb itnec^t ^t\n 
S^rifti unb ein «cbrer ber Reiben. SEBad bief für 
ein 9hd^ ftt, )>erßebet ein fletfcblicber SRenfc^ nicbt, 
ttber föIArr Stubm toar i^m fo nöt^ig ali ein 9(rti< 
ffl be« QttmitJii ^)/' 

31. S>a« (inn%i\HMm 9fknUni bie l^eimlicle IBo^iett Ut 
(A. 12.— Sl. U. (U) — S. 11.) 

S>octor Snilfer fagte, er ^Atte nimmermehr ge^ 
laifet, ba bad doangelium angangen / baß bie SBelt 
Mtt fo böfe feine), „^a," fpra« er, ,M Wti 
bific 3eberman« foUt für $reitben gefprungen baben^ 
maoL üf ^6ren wfirben, baß *) fie von bet $apft9 
tMucI, erb&rttliibem S)rangfal unb ') än)ang ber 
tmoi VemHfen unb untr&gli«^en @(^nberei foUten 
fori fein unb invti Sbnfiu» auft ttnaben bie bi«>nc 
Hlben (Wtter ktd^Vi, bama^ fic mit fo un)j^(igcm 
Ifaiffften^ aatu^e unb Arbeit, unb boc^ aüti ))ergeb# 
li^^ flefbinben. Unb fonberli^^ geborte ic^, bie 93is 



b) fiMWt Iff Xdifrl fime^n^ «nBfliel^et. c) IDe« 
%nfd$ jrnt üb DlHIIetlHKf UfNtB. ü) 2>eT @elkf(U foK 
dl Mer getolf fKk. e) SK fT. «. mnm^t debaifn 
MV bff Sfft* 

1) 8. t 1> Ulfttu. 1) „kaf" ft^tt A. «) ».mV 
MttW. 



— 48 — 

f4)ofe unb ^ol^tn ©deuten foUtend Mon ^vntn fteme. 
annehmen. 

Slbec wai gef(t)i(^t? dbtn um( folget $tebt0t 
SBiaen treten {ie und i(t mit $ü^en; attcfi ift unS 
SKiemanb feinbet, benn bie (iieifiüc^en unb ^o^en 
@(^ulen^ unb road fonft bie gcfdjicffien unb fumebm^ 
f}en Scute finb in n)eltlid)cm Slcgimentf). SBo^lan^ 
tvtr muffen au8 bem G^anflcHo ben Seufel unb fein 
®liebmaß, bie SBeit, tcc^t fenncn lernen^ n&mlid), 
ba^ er ein geinb ®otted ift unb ba^ bie äBelt au« 
®otte« aBibetfacf)erin fei, roo {ie am befien, fr^mmü 
fien unb ^ciligfien tft g). S)ad tiätte icb }u))or nl(^t 
gegläubet, ic^ b&tte ed aud^ in feined äRenfc^en i^er^ 
}en gefucbt, ba^ barinnen eine fc grcpe äßeracbtung 
®otted unb feines SBortd fein foUte. 9tu aberba» 
&Dange(ium fompt, fo tbutd bie «l^erjen auf unb gei? 
get an, bafi {!e ®ottcd aSort unb bcffelbigen ^rebi^r 
Oer unb iDiener ))eraci)ten unb ))erfolgen, unb alfo 
aud bcn fd^enen @nge(n eitel fd)n)ar)e Xeufel werben. 
a)a febe h i(^ nu, bap ber ^iapft, Sif<boffe, $äc< 
ften, SbeUeut, Surfer unb Sauer i^oUer Teufel ^nb, 
n>eil fie biefelbige £e^re be6 gSttlic^en SBcrtS ni^t 
adeln nid}t annebmen, fonbem au^ mutbwiKis ))er» 
achten unb ))erfo(gfn h). 

S)iefc teufelifc^e SoB^eit ^abe ic^ wt bem CDan« 

Jelio in ben Beuten nic^t gefeben, fonbem gemeinet, 
e n)dren aKe ))d([ beS heiligen ®et{)e8; abev C(>rif 
fiuS mit feinem SEBort tft ein jDffenboret bet Oc« 
bauten Dieler .^^^^^ / ^i^ ^uc& 2. (93. 35.) 6imeon 
»elffaget, baf man gen^abt n)irb, voai in ben Sctu 
ten ftecfet/ nämlicb ber giftigfle (ürtmm, Xoben nnV 
SBut^en »iber baS (Et)angelium unb feine SDiener.i). 
Solche Offenbarung gef<bi(bt unt beibe, lum 
Unterricht unb )um 2;rofik). 3um Unterriebt/ baß 



f) IDie «Uetl^flcii in Ut SeU flib im avMgcIio fcbib. 
g) IDfe Seit uv!b Ux SIeifel terrae« os« bem (miigcHc ei* 
fanit. h) S)ie Sime^inbflei in ber SBMI fiib vott SeifcU 
i) 6^(n« offenbaret b(e ^erjen bati^ fein ffiort. k) ffici« ü 
%^.t (I) bie £e|tf . 

1) S(. n. S. fa^. 



— 49 — 

m ntc^t erfcbreden foKen, toenn toir fe^en, bafi fo 
tuffliöyt, weife, fetnc, eörlfc^e, ^ctlige Äeut |tt folc^en 
&nfr(n toecbcn, ba^ toxi unt brübcc ))enounbeni 
■üfcn unb foaen: S>a9 ifl fo ein feinec %üift, fo 
rin frommer Sürger/ fo ein e^tli^er ^bemann; tt)ie 
Einp^ et bo(^ tmmerme^r in btefe Slinb^eit unb 
Sot^eit, ba^ er ®otte« Sßort nic^t leiben fann, unb 
i^me fo feinb ifi? item, ba§ erd beeret unb bebnet 
na4 feinem (Sinn? S)a lehret und benn bad €))ans 
ücltum bte Urfacb ^ unb fpticbt l) : 3ut)or maren bte 
Öebanlen ber^lgetjen "otxbox^tn, aber nu {ömpt bers 
jenige, bec ba bälget ein offenbarer ber «l^erxen, ber 
Uditi auf, baß man fe^e, xoa^ bie £eute für ®es 
tanfen ^aben, meiere »eber {ie noc^ anbcre juDor 
gefeiten ^aben, bie muffen benn an ben Sag fommen 
Hnb offenbar »erben, baß man barnacb jagen muf : 
Sar bod) tad ))or fo ein fanfter, freunblic^er SRann, 
mib ifi i(t fo gar ein rafenber Sieufel! 

3um anbem, fo bieneM au(b )um Sroft m), tt)ei[ 
je bie Seit Qioitei SEBort nic^t bulben unb (eiben xoiä 
unb bennoc^ fo einen ^eiligen ©c^ein führet, baß 
Toir und für i^r nicbt entfe^en , fonbern jiracf d fc^Iies 
itn, ba§ all i^r fcbön SDSefen, bcüiger ©c^ein, 'SBeid^ 
Mi unb (äerecbtigfeit lauter ß^^^elei, @finbe unb 
Scrbammnifl für ®ott fei n). Unb bicweil bie SEßelt 
9on Xrt ntd^t gut ifl, fo (änet f e aucb ))on i^rer 9lrt 
ni^t. Z)rumb foQen wir fie rennen lernen, bafi bie 
Scb ^oU bofer Suben, ®otte8 $einbe, !Diebe, 3RSvf 
ter. Ja wH Xeufel ifi. SEBo bu nu etwad SEapfer« 
unb Cr^rÜc^eS in ber SBelt fie^efl ober ^orefi, fo fpri(^ : 
3ft e^rijhi« ba, wo^l gut^; ift e^rißu« nicbt ba, 
fo t^ gemif ber Seufel ba, ed fei gleid) Aappe, platte, 
Stricf, ^dren^embbe ober fonft große i^eiligfeit unb 
^immigfeit o). 2a$ eS mo^l für ber SBelt etnad 
lein, aber für ®ott ifi ed eitel ®rauel, n)o S^rifluS 
ni(^t ba ip/' 



1) C0I4* etfi^iet »an leibev an Stielen. m) dntti 
2»t. n) IDet flBeU SEBcftn <ft eitel «en^elei nnb etuU. 
0) X>a fficU «eUigfeit ifl ein «tenel fuc ®ott. 

1) m3^ ®MM ba, toci^l gnt" fe^tt Bu ». S. 



®i, »cnn i6i Oott bcn £cr 

mri8 tinb erben, f^ixtn foßt 

wnbeloufen. .götf, »ruber 

mclö unb bcr örben, tcbet i 

ner, ^ßfart^erm unb ^xcUae 

levret unb abfolvlret hU^ felb 

be« SEBoctf unb @acrament : t 

Wtom, Srißotelii ober a; 

«nb SRenf4ett »), fonbetn Q) 

unb bo8 Pnb bie tolen '■ 

gemeinen SRann nnb. bie 3ugi 

lepren, o^n eine @ubtUität ut 

Wie aud) 6^rijiu8 lai »olf l 

leitete. SJergleicftcn {inb ba« 

fp öoite« asort geme ^6ren 

u*; ob fic g(eid> i^mdt m 

P« nur nid)t smetfcin «) an b< 

}u ratzen nnb 3u Wfen. &o 

ja au4 grobe AnoSrn unb $ci6 

nut erfennet uiib toiebet lum S 

©nobe Wtw unb m beftcrt, i 

geizig ^atet, bemfelbigen gidu 

«eben batnait änbcrt. 



61 - 

i|t bie etit^ufiaflen unb fume^mHc^ S^menffclb t^ut, 
Machten s). S)enn Qioit xofSl burt^ fch^ mtttl mit 
ui8 ^anbcln, aucb in und »irfen. Ttit ift baS ein 

S^a, »enn ^) i>octei Sodann $ommec ober^en 
i^rt ®tcfel mir ein SGBort au8 bem S))anfle(io 
f«see; ba foa idf toiffm, bofi mir« (Bott im ^imm'el 
fdbct f^at flcfaget. SDorumo ^aben bie alten SSater 
TMffi, i^\^9tt, man foU nic^t anfe^en bie ^erfoh/ bie 
ba taufet ober baS @accament reibet ^ fonbetn anf 
(Botte« SBort foO man fe^en. 

Sei Sileamt S^Ü^n maten beibe^ red^tfc^afene 
nab falf4)e $tebiger unb Beßrer. S)af nu ber äejct 
0tum.23, 3.) faaet^ 93((eam fei bingangen unb b^be 
ben «gecm gerat^fcaget t) , bad foQ man alfo t^erfte« 
ffia, bap er ^at re^tfcbaf ene 2ebrer umb Statb ge^a« 
Ott, »elc^e ibm aerai^en b^ben, bap er ni(bt8 wiber 
itktt fumebmen foQte. Xainadi erfl&ret (icb SRofeS 
fdbec unb fpricbt: Sr ging nicbt mebr )u bem fftld^ 
ter wie |tt)[)or, fonbem )u einem falfc^en 2e^rer unb 
6d|fiD&nner. 

S)iefe Srt unb SBeife »u tebcn, ba§ fie ®ott 
^en umb 9tatb gefraget/ gibt und ein Snjeigung, 
bii fle Ootted äBort ^ocb gehalten ^aben, unb baf 

6nid)t biejenlgeu, fo ti gerebet, angefeben ^abcn, 
ibcm betracbtet, toai fie gerebet ^abenu). {Kfo 
bat giebecca (Oenef. 25, 22.) nid)t ®ott felber, fon« 
bem @eai ober einen ix^oaUx umb Slat^ gefraoet. 
Xnm Qbott ^at aUeweg gewiffe ^erfonen unb £)rt 
in bei 93ett gehabt, burcb unb an toe^en ') er fei^ 
neft SBitten |u erfennen gegeben 6atv> 91fo fanbte 
er SRofen unb offenbaret burcb ibn fein SBort ben 
ftinbem S\^aü, baf fle mufiten fagen, wenn er et< 
»a§ tebete : S>ai ^at ntc^t 9Rofe8, fonbern ®ott fek 
ber gefaget. 



s) (Sott »iE feim »ort nM»ira(bt i^oBcb. i) 6ileam (at 
Wi «ms imb Ral^ arfrAset. h) <Bif bie «U«>Atet ®otte« 
Stet bobfi bo4 6<b<>ucK. t) «Ott ttbct mit wU bitib 

1) St s. S. t e(B 9tcMfft, aU. 2) St. «. S. bm« 

4» 



— 52 — 

9ta4 aSofe \^lät n €^riftum. !De6 Se^re (ß 
gTOif, fo ip feine !Perfon au(^ gemif, alfo, ba§ ttir 
tiidft Hnnm feibUn, nocft betcogcn rorrben, iroä reit 
»DU i^tn ftSrm, Ca§ eS @ott felbct aercig fltceiet 
^at; rele btnn btt ^Immiifdje 93atcr jaget CSKort^. 
■17, 5.): 3)ieß ifl mein lieber ©of)n, bcit füllt Iftc 
Jjftm. Utib ba ß^riftuä gen fiimmel fuljtc, fenbet 
« Me SIpefVfIn in bie ganäc Jüiett, feg« jutiot bie 
Saufe unb fein 9!n(6tmat)( ein. SßJcnn nu ©otteö 
Sißott ße^Drct unb bie ©ncrament empfangen nierben, 
fo I9nnen wir mit 5Baf)rf)cft fagen ; X^aSfagt ®ott w). 
aifo ^at mic^ oft, nenn icf) fn ainftdjtung lag unb 
in MnQfl gerorfen bin, *pl}ilippiie Slelanc^t^on ob« 
3). ^pommet; in tooIjI meine £augfrau mit ®ottc§ 
©ort getröpet x>, bn^ i* bnni&ec juftieben rcatb 
unb fü^lete: SJag fagct ®on, reeil c3 bet fflnibtt 
fogte entroebec Stmptd halben ober on8 ^flidft bei 
fiepte'); benn ©oft btftefilt ernpiidf, man foH 6fnri= 
Pum ^Sren, unb ßljririuS fprit^t, reit foücn bie Kpds 
fleln bBren. 

Unb bAü bttreuget aud; bie @aciamentfiei unb 
onbete ©rtinjÄtmee, bie ba ') Den ®ptte§ ©atljcn 
leben Ra4 tbren ®ebnnfen y). !Hbrc nii fngen, baft 
man Iidicn [oU, reaS ©Ott faget. 9tu fpcit^t @ott 
Dor') bet ©(DflpFung bec SBelt: m fei bie SBelt! 
SDa nacb unb ftunbc bie iSSelt alSbalb ba. 3)ctg1eh 
(^en fvilifet ec au4 int SIbenbmal}!, baß baS Siob, 
fo er feinen 3ftngctn gab, fei fein Sefb ; fo if! tB nu 
au4 gewiß olfo'ba, wie bie SBoit lauten, iinb ^in^ 
itxt bef »uHinnet« SaoillaHon ^ie nidjtö, ba ec filt= 
flibt, baß, raetl S^tiftu« Selb ni*t gefe^en •) wirb, 
fo fei CT nfct)t SDi^anben ober gegenndttig; benn ^ie 
9at (c nlt^t gtff^afen bie fit^tli^en, [onbetn bie une 



w) ISktm ffi»t it S't»'f ttl 1). «atttl «Bort, x) mit 
's. II. {. eft iu f(la Inft^tnunt tß flttiaßti tnnb». y) 
€>4MinHr ntn mW Cettcl CBgri, foabtn nn f^e Oc' 
hrafn. 

1) St. lt. 9. t mb itrifUftIM IBIaabina «BtttdfBng. 
S) .ba- ft^t W. S) Si. s. S. sn. 4) St. i. S- etfmbtt. 



^ 6» — 

Mtfbftfn ^)/ auf bie ^orm unb SBe ife^ toie er getooDt 
unb i^in gefallen ^at. 

X)af itu ®ott fein Sßort in bei SSSelt erhalten 
^t unb ba^ be» ^^^^^ <S^^'Oi Slei^ in ber SBett 
neMifben ift im ^apflt^um^ bad ifl unferd Jq^xui 
SotteS grdltet SBunberwerf eind z). 9(ber unfcr ^etr 
Qtott ttimmet etliche «^erjen^ benen offenbaret er fein 
SBort unb gibt i^nen einen SRunb baju^ unb er^dlt 
ti Riebt but(b @(^n)ert/ fonbem buic^ feine gflttlic^e 



19. 0dtr< SBori ift ein fentiger €4}<(b Ullrn , Me tarauf 

t^ertYane ir. ' 

(A. 18». — St. S. — S. 8.) 

,,(ltn feuriger @d|ilb iß ®ottee SEBort barumb^ 
baf e8 betod^rter unb reiner ift^ benn &ti\>, bad im 
%nLtt yrobiret^); »ek^eS ®olb im $eur nic^td t)er^ 
lenret') unb ge|et i^m nichts, abe, fonbem ti be< 
liefet, bleibet unb uberwinbet üüti. Slifo, »er bem 
aSort O^otteft glAubet^ ber uberroinbct SlOed unb bleii^' 
bei eioig ficber niber allcd Ungificfa). S)enn biefer 
€d»ab fürcbtet ffab niibtd/ loeber f^r ben Porten ber 
^Ultn, no(b für bem Seufel^ @ünbe ober Xob^ fens 
bem bie Pforten ber Aiüt furd)ten .fU^.fnr-i^me; 
bcmi ®otted SBort bläbet ewiglicb/ c8 txf}aU unb: 
bclidiirmet auA alle, bie barauf ifcrtraum» @on|l' 
ü^e (Bottti SSort l^at ber 3;eufel gewonnen ®))iel^ 
benn e8 fann t(|me Slicmanb n>iberftei)en jnod) fUb 
feiner enoe^ren o^n aUein &ottti Sßorti.inet ba« 
ergreift unb baran fe^Iic^ glaubet^ ber ^atgewon«^ 
nen. 3)arumb foOen »it be8 g6ttIidKii •fflorl« ,nW. 
Dergeffni/ notb ^itl loeniger et )>efa<bten/ xöit \olifttr. 
benn ber Xeufel fui^et/' 



z) fihiHbeftterr, baf 9. ffiovi im ^o^^fH^nm geMicbe« 
<jU a) 5De# 9. «Bwt« Äraft..,^.,. 

1) St. 1. S. Wen ffühAMi-ift ba, bt»'fU0ei ma§ 
nfUtitet.Mig fi« ») S. Ji-W. tif: ») W. »eiWirtctct, 



— 54 — 

tt. 9ait ftJ^ ut flmM mai gf»''! '» f'<<>'>i ^"* »<>■■ 

(A. II».— St. l'. (8.)— S. f.) 
„fflillt bujldiet un^ pf)n alle ®efal)i beinfft 
®tiTf^cn8 unb @e[igftit Tafitrn , fo enttjotte blc^ bc« 
ffipctuHrene, ffirübflnS iinb gotfcfienS beinec JBttnunft 
unb mmfd)U(i)t[ ^cbanfeii, unrein .getin Qictt yu 
crhnnfn unb gu fudjfn bcibc, njofl fein SBefm unb 
naS fdn Sffiltle fd. Denn außer feinem SBSprt unb 
Soijn gtiriflo tclib man (^oct nl(i)t flnbcn; fonbtm 
bu fctlt ©Ott leinen «greifen auf bicüßjcife, luie l^n 
ble bcilige @(^itft abmalet b). S)aucin faget au(t) 
©. Paulus 1. Äodntb. 1. (Ät. 21 — 23.): Üifwcil 
btc EBdt buid; jf)ie aSngl);!! (Sott in feinci SSeiöijeit 
nic^t (ifannt, geftel ci @ptt mpftl, buich tböndjcc 
^PieMflt felifl ju modien bie, fo bntan glauben; flntr* 
mal bie ^iUn ^'^äitn fobem unb ble ©ilec^en nact) 
JBJftetfdt fragen. SBii ober prebtflen ben gefteujigten 
glfii^um, brn ^üben ein Seigemif unb btn (Siicdjen 
eint X^Pt^ett; benen aber, bte bciufen finb, betbc, 
^ben unb ®iied;en, pirbigen nir ISffrtfhtm eine goHs 
m< Araft unb ^BSelS^eit. 

S)arümb fp tfebe nu ba an, ba ed S^rlfiuf ) 
felbei angefangen ^«t c) , aii nämlf^, ba tt In btt 
ÜKvtter, ber Jungfrau Sllorla, Seibe empfangen nicb, 
ba er ju S)et^lcl|em In bei Arippen liegt unb an bet 
SRutttr Srüflen fanget. 3)enn baiämb jfl et au<^ 
wn ^fmmcl ^erab fcmmen unb ein natürlitbei SRenfi^ 
gebeten »otben, fiat auf @tben untei un« SVtnfi^cn 
genanbtit, gtpttbfget unb fOUtaM getfron, gefreuiU 
grt necbin, gelitten unb grfioib'en, unb aud} non 
ben 'lobten mtebtt aufecflanben, auf bag tt ^4 nn« 
biiT^ foldtt 3Btlfc * ) fut bic ttugen fleaett unb ba> - 
mit unfet« ^erjenB Sugen, baS ifl aUe unfere Sinne 
«nb ©tbanfen, ouf ^d) jöge, unb un8 babu«^ we^s 



b) 0elt tolA nl4t »lotat anftr 'Jtfnm tta^uUxtn 
nt. c) Rn fetl oifofen QMt h M««- ' 
. 4)' «». ■• S. t »i*i «•*«. 1> -»flfl" WW W. 



55 



MC, ba§ i9{r tmS iiic^t untn^ben^ bie fittflit^e 
Stijcßat im Fimmel t>eniieffentli<^ |u erfotfd^m; aber 
txttib fein 9Bort (Sffet tx unt folc^e« anbieten^ ba6 
[tfkn toll mit @Iaubfn aitnebmen unb ed babei biet« 
bcB falfen unb au^er bemfelbtflen SBort nicbt loritet 
)>0R 0ott grfibeln. 3)enn wo ^ ) iDiUt bu Oott ebne 
Cbrißum rrfennen? unb unterflebeft bi(b/ i^n olE^ne 
bcn StitHet Sbtijhtm gu t)etfubnen unb beine eigene 
Sesf, Mafien ^ JCappen unb platten twifAen fein 
•etid^t unb beine @önbe in bad 9)titte( ju fieQen; 
fo ifld unm5g(i(^^ bap bu nlc^t mußtefl einen %aü 
tffun »ie £ncifer unb in 9Ber)n)eifelung gerat^en/^ 

n. iDop «Ol nai^ bem ^Htli^iu Sßort ade nafn SI^mh nab 

£etett rieten foU. 

(A. 14.— St. in. (148.)— S. 129.) (181 •.) 

^9ott bat au(b feine Kidbif^bnut unb ftanbne4, 
tie kkfm bie gel^n ®eboti d) , bie {leben in unferm 
SMfi^ unb 99(ut; unb ifl bie @umma t^wn iai, 
wüi bu »ittt bit getbdn baben, bat tbue bu einem 
inbem aucb* Unb barübet fi&U unfet £en (Vott; 
bem mit bem SRaf , bamtt bu ^) miffeft, foll bir »ie« 
bec mit gemeffen »erben. SRit biefer 9H(btf(bnur unb 
aBtafdmaf batOott bie ganje 9Be(t getddbnet ; mlitt 
itt tatnaii (eben unb tbun, wobl benen^ benn (Bett 
Mle^eii ibnen reiiblicb bie ') in biefem 2eben/ unb 
bccfefbigen SBelebnung fann fo wobi ein Sörf unb 
^(fte tbeUbafUg »erben a» ein (Ebrifl/' 

m. «ttt cfVd felber ^«r«« »ort, sa^ feli( Sßoct ift hdfHg. 
(A. 14.^ St. «ft*. (88.) — S. 28*. (27.) 

Doctor £nt^et rebete einmal iawn, ba0 (Vott 
felber bnrtb fein Sßort mit un8 rebete > unb fägete 
barauf: ,,3fl fotd)e8 wabr^ baf (Sott mit unS in 
ber bettigen <Stbrift rebet, unb bu jwdfelfl no«b bo» 



«) Jt 



d) SU ttb« «ebd fiab «otiH IH^tfibiBV. r 
1) „mt" Wt St, S. a. W.. >) St.^«» S. jH^iMväU 
"fWKISt. a. 8, 



— 56 — 

tan, fo '"»fit tutnhDtbn') gebenden inUinaa J^ns 
jnt, bog er ein Sflgntt fei, bet ein SDing tebet unb 
^&[t8 Rid^t. SIbet glaube bu, baß tt bie I}5^efle aftt: 
liebe ÜRajcflat fei; banimb, nenn et aud) ben ÜIRunb 
auftijut, f« m alfo 'oiü eii brei SSelt, ec fdjüttet 
oud) nui mit einem SSort bie gange äBeft t)eiauä 
®tn. 1., unb>)Jfalm 33. (S. 9.) niib gefaget: @? 
ei fpricf)t, fo gefd)ieE}td ; fo et gebeut, fo fletjetd ba e)< 
Eanimb füll man jum etften unb für allen 3)in« 
geR chten t^eiriffen Untecfc^cib tna^en ircifdicn @ot:: 
tti tinb bei QRenftben 2Bort. SineS aRenfc^en iSort 
ifl ein geringer ©djaü, fo in tic Suft baljin faxtet 
unü balBE rcr^cfett; aber Ci5ettc9 SBoH ijt größer benn 
Fimmel unb &iten, auc^ 3:ob unb ^oUe; benn eS 
ifl') eine Ätaft ®ot(e§ unb bleibet ercigli*. Spö 
nu (äotteS IlSoit, fp foU manS bafür ballen unb 
fllfiuben, bflö ®ott fclbermit unö rcbet; baljet mürbe 
man fein SBoit gerne lernen. Ü^avtb Ijat foldieg ge: 
[e^en unb gegläubet, brnu er fpiicbt im ^falter: 
®ott tebct in feinem ^eiligtEjum, beß bin t(^ frD^ 
($falm 60, 8.) 0- Unb beg fnlleu mir unS Qu4 
freuen, aber foltfje ^reube »irb und o^ auib vetfols 
icn; mit benn 3>avib aucb mandjcriel Slnfe^tung, 
mit bem SKotb, Stebiucb unb äieijaßung auefle^m 
mußte, auf .baß er in ter i^uräit ®otte8 natibelte 
unb Micbe. SDarumb faget er anö^ im anbern Sfalm 
(SJ. 11.) : X)lentt bcm ^ercn mit ^uic^t unb freuet 
(ud) mit3t'tfcn.. @oIc&ed reime mir einer iufammcr, 
fröljlictj fein unb firff fütfiifen! SWeiu ©obn .gfinfu 
(ben *)■ fann c8 t^un gegen mii, aber (i^ fannS gr: 
gen ®ott tiliftt tl^n. Den« roenn i* pge unb fcbteibe 
sbtr t^ue fonß etmaS, fo finget er *) mir ein fiieblin 
b«^c; unb wenn erS tu laut xoüi machen, fo fa^rc 1(^ 
i^n rin itenig an, fo finget er glei^too^I fort, ober 
ec madrcld Itefmli^ei unb etnafl mit Sorgen unb Sd^eu. 



e) (Kn maxi 9- <« at6in btas bir S aStU. f) SMvft 
9eHbc mb Jtmj abn 6. Siatl. 

1) „tainmf*Wi ^St. .». S. t) St. 1. S. f it. 
t) ,;«<ltMni'^ft^tt-Si.'s. s. 4) St. v. 6. mtii Jtüib. 



6T 



Ufo tviS ®ott au(^ , ba^ toir immer f oQen frd^Ui^ 
fdfl, jboc^ mit t^ur^t unb S^reibietung gegen ®ott ' 



// 



89. (Botte« sofort iß ter l^e^efie Stofl. 
(A. 14».— St. 4*. (5.) — S. 4*.) 

,^ »ie ein löfilic^/ebel SBinfl ifl§/' fpra* ein« 
nol S)octor 2ut^er^ ^,®otted SBoit für fi^ ^aben! 
£enn beifelbige fann aUejeit jicber^ fröbU(^ unb ge« 
trofi fein; et febe aber gu^ bofi erd aucb recbt unb 
rein b^be %). drin anber^ ber ^otteS SBort nicbt bat^ 
ber fiQet in 9Ser}tt)eife(ung/ benn ed mangelt il^m an 
ber bimmlifcben @timme unb %it>^, unb er folget 
feinet «gerjenS Citelfeit unb unnu^en Gebauten/ bie 
ibn benn ju aSerjmeifetung treiben. S)arumb faget 
ber 119. $fü(m (93. 21.): SSerfiucbt feien, bie t)on 
beinern SSBort abn)eid^en, baS \% auf er bem göttlichen. 
Sort fannS ibnen nicbt »o^l geben.'^ 

40. * %oA <E)9aiiQen)im ijl ein ®el^e(mn<$. 
(A. 14*. — St. 6. (6*.) — S. ft ) 

e^riPuS fag^t 2uc& am ad^ten Aapiteicas. 10.): 
Cu(b i^ gegeben )u »iffen bad (Sebeimnif bed 9tei(i>8 
(BotteS. äSon biefem @prud) fragte einer !X)octor 
Slarttnu« Butlern: SBad bae ©ebeimnif n^äre? 
S)fiiii foQe man$ nicbt n)i{fen/ warumb prebigt manS 
Icnn h)? S)arauf antn)ortet er: „^oA @ebeimnifl 
YKi^e ein )>erborgen beimlicb S)ing/ bad man nicbt 
tte$, unb ®el[^eimni$ bed 9ieicb8 (Botted finb bie 
Scn« im Steid) ^otted t)erbDrgen, ald ba itl Sbri^ 
flU8 mit aUer ^) feiner ®nabe, bie er und erzeiget 
bat^ tt>ie il^n @. $autu8 nennet. S)enn n)er ^b^'« 
tum tec^t erfennet, ber n^eif , load ©otted 9iei(b ifl 
mb »ad man barinnen finbet; unb \jt\%ii barumb 
•ebeimnif , baf ed beimlicb unb geifllicb \^, unb n)obI 
ba aSemunft b^imticb unb t)erborgen bleibet^ n)o ed 
ber ^eilige (Seift nic^t offenbaret; benn ob glei(^ ))iel 



f) 0. Sott fh fl4 l^abenii betb^beffeSIrofi. h) Sroge 
iPftmB Wd ^fotigeHttm Bdfie em Oebeimnii. 
1) »tSa« fel^tt St. . ' 



— 68 — 

flnb, W ti ihm unb fe^tn, fo Deine^mtn fle et 
boil^ nfAti). 93ie benn in igt oiel finb, bie S^ei^ 
fhim prebigen, unb Diel vpn i^m ^firiii mie er ftt 
für ung (tcgettn in ben 3:ob; aber fpl^tS iff noi^ 
aßcö auf ber Sunge unb nictt im J^tcjen, brnn jic 
flIAubcnä fcEbcr niAt unb füfiienS aitdi ntc^t, nie @. 
Paulus in bcr 1. jun ffptint^. 2. (Sß. 14.) fpriAt: 
Süfi natütlicEie ^tn^äi semimtnct niAti uom Seift 
®ottc». 

Danimb fptiftt efjrijlwS: Suctf ip3 fltfltben, 
bnS Ifl, bet (Sdit @ottc8 atbtä eud), baß l^rt nidjt 
aDein ^flrct unb fefiei, fonbttn au^ mit bem -öerjen 
erfennct HnbflliUubet; batumb ipg tu&i nu nicbt meftt 
(in Oe^eimnig. atttr bcn anbern, bic c8 ebenfonjDhl 
Ijoren aI9 i6t unb ftabcn bet^ bcn ®[ouben im ^ti' 
jen ni*t, bie uerfie^enö nirf)t, brnen iflfi ein ©e^ieims 
nt6 unb bleibet if)ncn unbefannt, unb aUeS, TOo* fle 
ABren, ffl nicht anbeiS, benn ali nenn einer ein 
®[ei(4ni6 obec einen bunfelcn Speui^ fjSiete. 3Bo 
bleibet nu ber freie ^ilTe k>? 

Da« bemeifen igt au* unfere ©(ftwflmet, bie 
»ie[ »on G&ripo »iifm nu ptebiaen, o6et »e« pe ei 
im t^ergen felbg nicbt fällen, fabren ^c ba^ec unb 
loffen ben regten ®runb befl Webeimnig ließen, unb 
gepen mit 5"9'" «nb ' ) felffnmen Jönbiin umb; 
nenn0 antb tum 3:iefcn fBmmet, nijfen fle gac nfifeH, 
wie fle fflptf trauen unb ffierjiebunfi ber ©önbe in 
efrrifto finben foUcni). 

3)a^er ifie ntcfit SEBiinber, baß fo twnlg tn^tec 
S^riflen finb, benn ber Same (baS Ift, ®vttti 9Soit), 
wenn et glei* rein ip, fo ffltlet et ni*t oUe in ben 
guten Stfer, e* Mmmet nur baS »ierte Sl^eil, jo bet 
»eniget in einen guten 9(fer. 3>er anber S^eUSa« 
meng fiSet unter bie iSomen, auf ben SSeg nnb auf 
einen Reifen ; »ie SQri^iS SutA am a^trn Jtapftef 



i) !Dn «■ 9tt9 o^boret Ul «((rlonrlf. k) f^tln 
t tf Hii^tt. I) 3)h 94i»imn wt^^i xl^< vn 0. 



Bert. 

1) .Seagn Mb* fe^II St. 



— 59 - 

iL 5—70 faflrt ' )• ^ttWf>tti fo iß nic^t allen 
«m |u ttautn, bie fidf S^tiflrn rühmen unb ble 
!(|re bei (lt)anselfi (oben; benn DcmaS tt)ar auA 
Sanct ^ouli ^finger^ aber )u{e$t ))erliep er @. $aus: 
n; item viel ber Sänger S^rifli »idjen t)on i^me/ 
m f^erm Sbtiflc^ ba er bie ^artc $rebigt t^St ju 
tepemaum/ So^anned am fec^ßen jtap. (93. 66.) 
)animb fo nift ber £ert SbtifhiS felber SRattbai am 
ceiiel^tnten StaTpM (%. 430 unb fpricbt ba^ ^) n^er 
)||fen ^at tu boren, ber ^0re; aKfoHt') erfagen: 
) nrie »enig ßnb ber rechten Sb^ift^n! ^a, man 
CRf nidyt aDen*) gl&uben, bie ba St^riflen ^cipen 
ob ba< C^!>angelium ^oren; e8 gehöret me^r ba}u/' 

L S)it4« Sott Ooitr« \»M bie Seit, fonberKd^ bie jtiti^e, 

regieret unb erhalten. 
(A. 15. — SU !•.— 8. 2.) 

S)octor 9Rartinu8 Sut^er fagete einmal, „ bafi 
s fonbetIi(be ®abe ®otteS »Are, bap bad Steben 
mSRenfc^en \)er(ie^en n^dre; benn burcbS SBcrt unb 
14t burd) (Rtwalt regieret ble 3Bei«beit m) S)urd) 
II Sott (ebret man bie 2eute, man tröflet {!e, 
* man macbet baburcb aQed anliegen nnb Knfed)« 
nfl ki^ter^ fonberlicb in @a(ben bad ®en)iffen be^ 
^ejfenb ; barumb bat ®ott feiner JCir^en gegeben ein 
qfedH^ SBcrt }u bf^ren unb bie @acrament tu ge^ 
tuiÄfn. Xbet btefem ^eiligen $rebigtampt wiberße« 
ft bfc Satan mit ädern ^m^ unb n^oKte gerne, 
i| ti gar t>ertilget würbe, benn baburcb n)irb if^me 
Ihiiic ^) fein ffidd^ )erft6ret unb )>ertr{eben. 

Unb ifl wabr(i(b eine gar grope, n^unberbarli« 
le SRacbt unb ®en)alt M dügerlicben munblifben 
Bortl, bat ^urd) ein fold) fc^waA Sßort, fo au9 
rl Stenfiben 9Runbe ge^et , bet Seufel, welker fonft 
h boffftttiger, gewaltiger ®eift t|t, foU berjaget unb 
1 64aiibfn gema<^ tottttn n). X>arumb ifl et bem 



b) Seid^eit regieret nnb niibt 0etoaU. n) itrftft be« 

1) •rfägrt" Ufß St 1) „bof* Mtt St. V. S. ») W. 
wIHf. 4) St n. S. aQein. ft) St. n. S. aK. 



- 60 — 

göttlichen SBort fo feinb unb leget üc^ a(fo ^ef 
»iber burc^ bte SRotten «nb ©ectcn aI8 bic < 
mentirer unb bcn ® c^menf fe(b ^ bie alle bad g 
SBort gar t)erad}ten. 3Bie au^ !Doctor Sariflc 
münbllcbc SBort J)ie§ ein daneben ober Sifcfe 
SRunbeö am 2Kcnfcl)en. S^ will ber SBiebc 
flefc^roeigen , fo baö münblid)e SBort Idftern, 
bocf) ©• ?PauIuö 1. St)c|T. 2. (58- 13.) fagct: 
nähmet xiji mitb auf, nicbt al§ bcr ic^ meir 
rebetc, fonbern aU bcr id) (Sotted SBort eucb 1 
Stern jun SRömcrn am j€l)cnten itapitcl (SS. 
^ie folUn fic glauben m bcn, »on bem ffc 
gehöret t)abcn ? 55ergleic!)cn in bcr jwciten ju; 
falonid)ern am anbcru Äapitcl (3?. 4.) fagt e 
Stntidjriji, ber fiel) erbebt über aUe«, bad ^] 
ober Giottcäbicnft beißet, über ®ott, bcr gej 
tt)irb. ©onft würbe ein iglicbcr ©ebwärmer 
bem SBort einen fonberlicben ®ott unb ®otti 
i^m ent>äb(en/ vok benn im ^apftt^um aud) 
l)en ift. Unb gun Stfimcm am erßen Kapitel (i 
[priest @. $auluö: Sei) fcbämc mi* beö dx 
nicbt »on €brifto, benn cd ift eine j£raft ®ott 
ba [elig macht aüt, bie baran glauben. Un) 
flu^ fagetd felber: S^^ f^ibd ntc^t^ bie ba 
fonbern eured fßatn^ ®eift ift eö, ber burc 
rebet, aWattl). am jcljentenÄapitel (J8. 200- 
n)ol)l finb bie @(^rodrmer unb (Sacramentirer alf 
unb burfen un))errd)ämct bad münblic^ SBo] 
n)erfen, ba fte alfo folgern o): 

5tein äu^erlicb !I)ing mad)t feiig. 

S)ad munbUc^e SBort unb bie ©acramei 
äufetlid) S)tng; 

barümb machen fie nic^t feiig. 

S)arauf ifi furjtid) bie^ )u antworten : 
\)iel ein anberd, ®otte9 Außerlid) !Ding u 
SRenfc^en. !Diefe }wci muß man wo^l untertcbei 
®otted außerlici)ed !Ding ift ^eilfam unb frdft 



0) S)er Stotien folgern, p) Unterfd^db )h)(f(^ 
unb bn nesfc^ett ^«iftU^ew 3)fBd. 

1) W. loa«. 



itttl (rmad} gefolget, benn er hatte aUt 
Ittttel unb jule^t avii> iDofil bfe aiJenfcfitieit 
> tfncorfen '). 3)atin fjat nuttj bcr Seus 
. tcnn er pflegt am (l^cringen anjufatjcn, 
i'e ^ö^e (lo(jet unb Itcttert." 

■Imi^t bi»( ftfn S9oTt itt SRcnf^ta ftq, 

15». — SL 129.(135.)— S.t21V (124.) 
alltin untetidjt bttS ^crj biint fein äSort q), 
ime (tfllid) gu [nnetn fdbS StEcuntnißf auf 
DilfeTt möge, nie gar bSfe unb eerbccbet 

bag e4 eine ^eincfc^aft rotbei ®ott fer, 
$auluä bejeuqt 'Mm. 8. (3!. 7.). 2)acs 
iiet ®ott bena){{nf(4(nbat)iii, boß et jum 
ai ftrfenntniö ®oltc* lomme unb fcer ©ante 

unb nac^ biefem elenben unb fuijen iit* 
ri^e Scben erlange. 3>ageticn fo tann t9 
[d)( SSetnunft nl(t)t neiter bringen mit alle 
|)clt, bcnn ba^ j!e bie Scute untemicift^ 
«steren unb et^Tbatlic^ leben foUen tn bits 
m, vcrgäiigli^en Seben; nne ■) fic t^un 
1«*) l^nen roo^t nnfiefjet fut ber SBclt, 
! laffen, baä *) ba äiactlit^ i|t unb'ifjnen 
et. Stern, nie man Regieren, ^auü^al- 
n unb anbece gute Jtünjle lernen foUe, 



62 



ß^rtfhim eifenne unb feHg tverben, foQe^ ba8 (e^ 
ber ^eilioe ®et{l aUein burc^ hai iittüdtt 9Bor 
benn Die $^i(ofop^ia t)et{le^ct nichts in ®ottedfa(be 
Unb iti^ ^abe grope @orge/ man »erbe fie }u fei 
n)icberumb in bie 3;^eoIogia )>ermif(^en r) ; n^iemo 
mivi ni(^t ^uroibec ift, bafi man bie $^Uofop^ia 
le^ce unb lerne* ^d) lobe unb billige ci, aber < 
geboret S3efc^eibenbeit ba}u; man laffe bie $^i(of 
p^tam bleiben in i^rem ßi^fel^ baju fte &ott gegebi 
ffat, unb brause einer il}r alfo^ gleid) n^ie einer ue 
mummeten $erfon^ irenn man ftomöbien fpielet^ ut 
ald man fonji xotUliijcv ®erecbtigfeit gebraucht. 916 
bap man {le n)ill mit in bie 2:beologiam mengen^ gtei 
ald gehörete fte auc^ brein^ bad ibutd ni^t^ ed i 
auc^ nicbt ;u leiben. Unb gefaltet mit gar nic^t^ b( 
man ben Glauben ein Sccibend ober iQualität ut 
®efcbi(fli(bfeit ober iufallig ÜDing beipet; benn U 
ftnb eitel Pb^ofopbifcbe äBort^ fo man in b( 
©cbulen unb fonfi in WiltUi^tn «gänbeln gebraud)e 
welche bie SSernunft begreifen fann^ bie gebenft^ b 
rechte ®Iaube bleibe in und/ n^ie bie $arbe an b 
SBanb; fonbern ber ®Iaube ift ein 3)ing im J^tnti 
baS fein äBefen für ftc^ felbd f)at, Don ®ott gegebti 
als fein eigen äBert Slber nicbt ein folcbe Substant 
unb felbwefenb iDing^ ut in praedicameDtis corpi 
est substantia, wie man fonft in ®(bu(en bie Jtm 
ben lebret, baf ein leiblicb !Ding, fo mau fe^en, an 
fen unb betaften fann, eine ©ubflanj unb felbmefei 
JDing fei/' 

48. (Sott l^at un« an ba« mnnblic^e ffiovt geBsttbei. 
(A. 15*. —St. 18. (19*.) -S. 18.) 

!X)octor SKartinug Sutber feufjete einmal umb t 
Stotten unb @ecten 9GBiIten, bie (Sottee SEBort ^»erad 
teten, unb fprac^: /,9(b/ ba$ ic^ ein guter $o 
n^dre, fo modt ic^ gern ein fdfUic^ Carmen ^ Sii 
ober $oema ))on bem Ttu^^ jtraft unb ^c^t bi 
göttlichen SBortS fcbreiben unb machen; benn o^i 



r) 0enttif4i«9 Ht 9)]^aofot>^{a mit bet S^otogia. 
1) W. laatfr. 



63 



•dM SBoct f{l aUti nichts ttnb ^cx^tUni s), foiu 
bfriift »08 man in (B(au6en8fa(|>en furnimmet unb 
4nt S>annn( ^at un6 ®ott an fein munblict) 9EBort 
ictanbfn, ta er fprid^t 2ucd am je^enten Aapitel 
(S. 160 : SEBer eud^ ^Sret, bet f^ittt midi. S)a re:: 
btt er ))on bcm mitnbtic^en SBort^ bad aud bcm 
fltaibe eined SRenfc^en gc^et unb in anbetet Seute 
D^en flinget^ unb rebet nicbt i>om getflli^en 9Bort/ 
fo i9om ^immel, fonbem bad butc^ ^) 3Renf(ben 
- Stunb flinaet 2)a8 ^at ber Seufet )>on Xnfang bet 
9Bdt angefo(f»ten , unb f)at fl(^ bawtber gelegt unb 
»oOt e8 gerne ausrotten ; barumb (äffet unS bei btes 
fcR Medio unb SKittel bleiben unb baS SS^ott in 
(f^ren ^tten* 

3iii iwat ^ab nu etliche ^a^r t^tt bie Bibel 
{»eimal auSgelefen t) ; unb »enn fie ein 
a^ler mdc^tiget Saum n^ate, unb aDe SQSort wären 
Se^ vnb3n>eige '), fo ^ab ic^ boc^ dn aUenSleß:: 
Im UBb Seiilin angeflopft unb gerne »if[en woQen, 
mtS boran wäre unb xoai fie t)ermöä)ten^ unb attes 
ide süfb ein $aar Sepfel ober 93imlin herunter ge* 

44. ffiie moK Ootte« IBpri r«^t lel^res foH 
(A. 16. — St. 23. (25.) — S. 24.) 

,,O0ttel SSort mup man xtöit n)iffen ju lehren 
nb |u flKilen u); benn ti flnb gmeietlei Seute. 
fiiS St^i finb im Oewiffen erfc^tecft, betrübt, a(d 
bie i^ Smibe unb Oottei 3ovn füllen unb ^aben 
Üteu irabSeib bruber; biefelben feQ man ttöfien mit 
be« fvangeUo. 2)ama4 finb eing ^) Skelid ^arte, 
Mfe^ t)erfioffte/ ^aUßarrige ^etjen^ benen mu^ man 
bti 4kf^ prebigen unb fie fitafen, unb i^nen bie 
firempel gAtt(t(bed 3orn8 \ni\falttn, ald SliA f^euet^ 
ttem bte @finbf[utb/ @obom unb ®omorta Untet^ 
Itag tuib bie B^rpdrung ber ^errlic^en @tabt (BoU 



0) Giß •. SEBott {# aUe« nii^U. t) ^. Wt. S. ffei« 
fffii tffini te b€t Sibel. u) O. «ott tei^t in t^eOcn. 

1) W. f bet. 1)S«. t. S. jatveiglte. <)8gliAr8 g. 1* 
4) W. osbeti. 






ttS Snufalem. 3)enn bicftlbigtn ^artnüdtgtn Stippt 
mu^ man puge onflttifen unb fc^terten." 

(A. 16. - Si.265'. (273.) — S. 262*. (268.)- 
,,SDie 3ufiöiet bcd eättüc^en SBoctg finb ntc^t 
DCltJ^tcbt unb fdiülbig, bie S^ii-ncr jn cinä^im unk 
jii imterfffllttn ^), bcnn ba§ i^nen in ben ufjeit ®ts 
boten ecnfilii^ befo!)(cn roirb, bag fte ni'cfjt fplien ^u: ' 
«n, Eljebrclljen , tobten *), ftcblcn; benn bafi ^ct= 
bigtampt gebet bfe cifie ^afel an bei je^en QAtbot 
®ottc8, fonb«r(i* baö btitte ®eDot. ®o faget @. 
$aiilud jun jfocint^crn (l. 9, 9.) aud) bauon/ ba^, 
itfi bem Slltai bienet, bei foUe Dom älltai au^ If: 
ben; iinb bcmücfcfen, bei babtef(bct, foüe man baS 
aJlQuI nicfet jubinben v). 

fflbei: reie untertjätt baö ^ccbigtampt bie JBJcIt *) ? 
S)DCtOE äfJaitinuS fiut^ct cebcte ju (Stdicben fui) 
BDI feinem Sobc bnson unb fpia* *): 3Äon tijeüct 
it(l TOÜnbeiUc^ mit ben oimen $iebigein. 3)enn ^a- 
ben fie ißt bei i^ien $fatrm ein $led ^olj, fc^ds 
nen JÖJtefennjflc^ö, äderbau ober aBeinberge, fo 
jWadt man eS i^nen ab. Mnn tf^eiltt mit i^nen, 
fllei^ nie jcnei in ben t^abuliä Slefopi w) mit bem 
SReicurio einen $act macbtc, baß er StUeS, uaS et 
funbe, bem üRercurlo bie .gäiftc flcben »oHtt. S19 
ec nu einen <Sad mit S)ottcIn unb SRanbeln fanb, 
fäI}C et ju unb fdjälete bie 3RanbeIn, unb Icoet bfe 
Stfealtn son ÜDtanbtln auf eine Seite fampt ben 
JCernen aue ben X)atteln, unb ti)&t bie Snanbeltcm 
unb 5)flttel(em auf eine *) Seite. ®ob olfu blc 
^älfte bei ®^alen unb ^atttlttm bem üRtAurio, 



' v) Sie Unln^ttltnng M l^rMgiamiftt vbb 0ott etnfU 
114 stbelti. w) Sine la^gt Subd Vefvpl tne^ ^ie tt^vH' 
liwt. 

1) St. ■. S. tiffoütn. Z) „mim- UW Bt- a. S. 
Z) S. mu ba« Vteblgtamt; W. bie SSiIt bü ^Rblgtont. 
4) Sw.S. it 8. foflt in VieUits Inj vn ftlwin Xabt.. 
fi) St. wf Mc «Ihn- 



66 



aber bie Sttm ))on aRanbeltt tinb bic Datteln b^^ielt 
et fwc 9d). Ufo ifl atul^ ba» S^cU, baS bie S3auem 
bcn «men $rebiaeni un)) $farrbenn seben^ nichts 
asbccS^ bcnn (ebtge €!<9alen, @)»reu, 9taben unb 
fo(4 gecbifl 3>in0/' 

«i. «oite« Smrt ac^get aa aOe o6ttl<4e et&Rbe aftb Ulktet, 
toie man fäf badKBen ^oitoi foHe. 

( A. 16». — St. 26*. (28\) — S. 27».) 

,^ie t^eilige @(^rift i&lt unS. auf« SiaetK&refl 
unb Äfirteße für, n)ie man te(6t leben fcQ unb »ie 
ein SflU^^i^ in feinem Stanbe fü^ galten mdge, baf 
eS Oott gefalle« ^m S^ri^ent^um tmb in ber fRts 
Ugum lehret fie alfo^ ba^ man (Sott ffird)te^ fein 
SB0tt ^6te unb an @^ri{htm gl&ube, unb benn ben 
X&b^en aud) lieben ali und fclbd« 3m weltUcben 
Slegtment lebtet ®otte8 SEBort unb fpricbt }u aUen 
Uflittt^onen: @eib ber Dberfeit get)orfam. Sin^^auS^ 
ngiment fptic^t fte: S^i SK&nnet^ liebet eure äBei^- 
ber; item: bat 3Beib fei ibrem 9Rann nntertbanf 
mib: 2lf|t aeltem^ liefet euere jtinber auf in bet 
3uAt unb SBermabnunfl au bem «getrn x). Slber 
bec $ap{i bera4>tet bte|e« %m unb ^&lt8 für 
W^tt, gemeine unb meltUcbe S)tnge/' 

17. •0tte< Sott alleis aBerttinbet %t$ XettfcK fendge $fe{le 

■ab alle Snfei^taagett. 

(A. 16* — Si. 3. (3\) — S. 3.) 

S>a über Sifcb iu SbenbS einet ®(ftn)anfün(b 
krt/ Saufhit aenannt, gebac^t warb, faget aboct^r 
Wlütüaui emfnffb : //3)er Sieufel gebraucht ber 3dus 
becer 5Dienfl wtber mi^i nic^t y); ^dtte er mir ,ge» 
bmit unb ))ermo(()t Schaben }u t^un, er ^tte eS 
lange getban. Sr ^at mi4 loo^I oftmals fc^on bei 
feoB itopT gehabt, aber er ^at mi(b bennod) muffen 

B'cn laffen. 34 ^ab il^n wo^l t)erfu(bt/ n)aS er ') 
ein OefeO iß. (Er ^at mir oft fo ^art |ugefe$et, 
bot Ui nidfi gciouft ^ab, ob id) tobt ober (ebenbtg 



-t^ 



•. S0tt Icl^ Ml oOea Cttabca. y>. Staberer. 
St a. 8« e«. 



i] 



— 66 — 

fei z). dt f^at mied tfuc^ »o^I in aSetitDeifeluttfl He« 
bratet bap i(6 ni(^t wu^U, ob aud) ein ®Dtt lodte^ 
unb an unferm lieben «l^etm ®ott gan} nnb gar 
t)er}aAte. Hber mit ®btted SEBort t^ab ic^ mi(^ fdncc 
erwehret Qti ifl fonfl auc^ feine «^fitfe no(4 Statl^^ 
brnn bafi ®ott (mit einem äBörtlin bttrc^ einen Tttm 
f(ben gefproc^en, ober ba8 einer fonfl ergreift) einem 
bilft. 4at man aber ®ctted SBort nic^t, fo l^i 
oalbe nmb und gefc^e^en^ benn ba fana er bie 2eute 
na(^ feinem SSiUen reiten unb treiben/' 

48. Oottf < 9Bott i^ unb bleibet Ootie« Sott , toir gUaboK 

ober nic^t. 

(A. 16». — SU 326\ (388.) — S. 300*. (307.) 

^,5Die aSiebertdufer jinb in i(>ren S^tt^um ani M 
feiner anbem Urfac^ n^iUen fommen^ benn bap fie 
(Botted 3Bort unb 9Berf nic^t in ^i)un unb aBür:r 
ben galten ^), wie jie foUten a). S)enn jie meinen^ 
bte Xaufe fei gegrfinbet auf i^ren ®(auben, fe$en 
(Botted SSerf auf bie 3)Un\&ien, meinen, ®otM 
Sßerf fei anfänglich unb in ber @r|le nid)t barumb^ 
bap ic^d baffir nic^t annehme unb ^alte, unb ba^ 
Q)ott mfiffe n)eid)en unb )unic^te mad^en laffen fein 
äBerf umb meined Unglaubend n)iQen. S)ad Idffet 
(Bott unb n)irbd audj in (£n)igfeit U)obl laflfem 

Sin i(^ o^ne ®(auben ober im Unglauben ge$ 
tauft, fo foQ mein Unglaube sem^anbelt ') »erben 
in (Blauben; (Botted SBort, bad an i^m felbed ^oü^ 
fommen ift, foU barumb nic^t geinbert werben b). 
Sel^d id) bur<4 C^jcempel flar anjeigen tann, ald: 
i4 4ab wi itifcn Salären bdren bie jeben ®ebot pxt» 
b^en^ n)el(^en idf basumai ni(bt gegldubet ^ab; tiu 
aber l^ebe tc^ an ibnen jn glduben ald ®otted 9es 
fe^ unb 9Bort S>a mu0 man na^rlicft nid^t fo^en^ 
b($ bte jc^en ®ebot nid^td feien ober bap fie in eis 



i) ID. m. €. «om ^ifel todl^t t^etfmbt. a) Viiftig 
bet flBiebettdsfft Srrtl^iiiii. b) Unfer Utglono dftbert Ootte« 
Serf ni^t 

l) W.^wL 9) U. «. 8. seMOM. <) au 1. S. ge- 
iMibeU. 



6T 



wtMXitiHt toAten gcAnbfttmoibtn ^y, fonbetn mein 
miqWMi Am ifl gdlnbcct 3tm^ »enn mdn ^erc >) 
90r |d^ äaoren orir etoot befohlen I;itte, bem ic^ 
ifalt gd^tfam gemcfm, fo foU btt Ungeborfam 
ictabctt loerbm unb nicBt brt £am ®e6ot unb 

lifo fott au(^ bet itinbtrtaufc geachtet xotxttn c), 
Biibt, bai id^ ^alte, aM foUten bie SUniet eJ^nt 
(Maabcn fein, iDtnn ffe a^tauftt wttben ; benn weil ') 
|c S^fto au8 feinem Sefebl gugetragen noorben unb 
bk Stkii für fie bittet, fo loicb ibnen bec ®(anbe 
gegeben, ob toitS »o^l nic^tfe^en unb \)erf)e^en nac^ 
nifer ^) SSemunft. 

3a, fagen jie, ei ift uncecbt, ba^ bec getauft 
Mtbe, ber nic^t gl&ubet; bacAmb foU man nur bie^ 
jenigen t&ufen, fo ba glaubend)? antwort: «l^ei^et 
bal nidf! inen noc^ ^) betrogen werben? 9tfo faae 
bei Seib unb £eben nicbt, bu feiefi barumb getauft, 
bot bu aliubet b<^ß/ fonbem bafi' bic^ ®ott mit 
feinen ^«iben getauft ^at. SEBiQt bu aber no(^ ein^ 
■Ol getauft fein, fo ))erliugne{l bu, ba0 bi<^ (Sott 
aetottft ^at, weld)ei (Sott nic^t wirb leiben, ber be* 
ftUfim liat, in feinem Stamenju t&ufen« 

3u Mefen {Sorten nnb Sefebl (SffrifH: ^dufet 
ofle Silier f6mmet anc^ bal £;:empele>, bof ble 
JtU|e 9or taufenb S^ifxm bie Jtinber getauft ftat, 
«ckbcS mic^ }wjnget, ba^ id> ben SSiebertäufem nictt 

gnbe, noc^ mi<^ fott wieberumb taufen lafen. S)ie 
afe muf fein unb bleiben, unb wo S^rißen finb, 
H ift aud) bif Xaufe; benn ®ott Mffet fein Sßerf 
Bid^t Detgebll^ unb unnü^e fein, dt ifl obne ^ucbt 
nUtlt, fonbem t^dtig unb frdftig. 9Bie foOte baS 
oMlfkfee Serf ber Sacrament obne ^uc^t fein? 
3a, ia «äffen bte ^acrament, Siber unb giwiffe 



c) Mtberiaife i% te^t ««ib ^oHH Befehl «»Olea. 
iyatu Siebe ber ttelttoeifei u«b Vatkoort batanf. e) Qtxmß 
ptl bet ittv^ei , bof bie itfBbertavfe tc4t fei. 

1). 0. ba« in eftedei Seife toAie (fd9bett )o«rbei. 
t) Sl ■. S. a«f|. t) St. n. St tHUtu ' f) S.' fetaet. 
I) W. nb. 

5* 



genmonien fein, auät mitten untei btn Sttttm, Me 
ba nfllTm nibec Ifrrrn SSiUeti äSotttB 9tam«i but 
bcn iinb lelbtn, unb o^ne btefe Stüdt fann Sliemanb 
im ajolE (Botteä fein, unb ein ret^tcc ®Iaut)e unb 
aScir, fo von @ott eincicft^t unb geoibnet [ft, tana 
pt)ii Smt^t nitfjt fein. Sa, wo ®ott tie laufe Ifif« 
ftt liefen unb bltt&en, unb ba bee ^aangrltum gr^ 
prebiget ivirb, ba {(tljdd nidit lerre ab, nie im $10= 
pifeten @faia am 55. fiap. (9^. 10. 11.) au<b sefa= 

Set nirb, ba^ fein SBoit nlct;t nitcbcc Icec in i^m 
Immen foü, fonbetn mie ein ^lagiegen baS Sonb 
feuchtet unb fnicfetbat tna*et, alfo folt fein Jffiott 
auc^ auScicbteii bai, baju rä (^cfanbt ift. äRenfAen: 
»Ott unb SSerf unb fatf(6cr @iaube bie ftnb unltäf* 
tid unb D^ne ^tudit, adei <äottc# SScr! unb ein 
teibter (^(aube bte F5nnen nii^t ebne ^vniit fein. 

SDa^ (Bett befoi^len hat ju tänfen unb ba8 @as 
ctnment bcs roafjren Selbö unb JBtutcS bcö .grrtn 
S^rifli ') tcidien, bo8 i(t nidjt itnfer Seri; iDlt 
t^unS au(6 nidrt, fonbein cg ift @oltea !fficif. 

Olott gtünbet fein aSoit nnb >lSet[ nid)t auf 
unfei ^lommißfeit unb SBüibii]Eeit f); ja, auiir dn 
@(bal[ unb iSttbe, rote t$t im $ap|)tE)um sef^lc^t, 
mag piebijten obci$iebigt bfren, taufen oberattauft 
uerbtn. äbct ein folc^ei Säube mug fd) befebnn, 
ttiU et fclfg netben, unb feinen Unolaubcn unb f&nbs 
Itit Seben änbcm; aber ®DttcS äSetf bleibet, »ie 
rt Ifl/.füc uiüt für fflotte« aSert." 

4t. ttdi^tn bi« «öltlli^» Siart nü^c ftl. 
fA. 17. — Sl.163. C160*.)-S. 152». (ISe.) 

S8 ftoflct einer über 3). Sut^er« 3:tf4e, nie f« 
bS(b|uafns, ba0 bad (Evangelium von ber fBecaebung 
bet @unbe bur<^ ben @Iauben an ß^riflum von fo 
tocnig fieuten angenommen nütbe ^)? SRan achtete ') 
btB lieben Svangelll nii^t viel, aQein baf et etlUbe itixu 



I) iDa 9iub C Q&OTtl nb SBnf*. g) Sng*' >■"' 
Hai »tilB Snic ba* OvBngillsm aiat^n». 
1) St. R. W. t in- Z) S(. u. S. t ai4. 



69 



trn, unb )ioar (wie eB im $ap{lt^um gefc^e^cn unb 
tie äRfjfe ge^drct todre) ^) bec gröfte S^eil ^occtcn 
nuc aud ®ei9of)ni)eit ®otteS SBort^ unb toenn folcbcd 
ScfAeI)ni toäce^ fo tndnete man/ cct n>are nu aUed 
auSflcrid^t SDarauf anhoortet S). äKartlnud ' unb 
fpca(6: //Dem jtranfen iß ter Srgt nü^e unb an^ 
genehme / bie ®efunben achten fein ntd^t/ wie man 
an brm fanan&ifcben 99ieibUn n>o^l {teilet SRattb. am 
15. Aap. (93. 22 f.)/ bie fublet i^rc unb bet '%o(b^ 
ttt ftetif, bantmb tief {ie S^rißo nad) unb »oUte ücb 
ttanen ntcfrt laffen abweifen nod^ ecfdl^recfen ^). Stlfo 
anif auc^ SRcfed fuc^erge^en unb bie @änbe lernen 
fu^en, auf ba§ bie (Bnabe fuj^e werbe. 

Darumb ifti Decloren, wie fceunbiic^ unb liebßc^ 
Sl^ri^tS fütgebilbet wirb/ wo nic^t juvoc bec SKenfcb 
buT4 fein felbS Srfenntni^ sebemütbiiiet unb beaiecig 
«icb na(^ (Sl^xifte, wie baS SRafluißcat aucft iaset: 
S)ie hungrigen fuUet er mit ©ütcrn unb Idffet hin 
9taAtn leer (2uc. 2, 53.). Dad ift aUeS und }u 
Xxüft flefageih) unb ben elenbeU/ armen /burftigen, 
fimbiaen unb ))eracbten äRenfc^en lum Unterricht ges 
Mfvicben/ ba^ fie in aQe ibrer Slotb :WiJfen mögen/ 
itt wem {te feilen flicken/ Xrofi unb «l^nlfe .fud^en. 

%bti man mup allein am SBSort fcfl fangen i) 
unb i^m gldubeU/ ba^ ed w^^r fei/ wo^ cd »on @(ott 
faget, ob glei<l6 Oott mit allen ^reatHren fid) anbcrif 
{teilet , benn bad Sßort fenft ^) i^m xiimt faget; wie 
man fclc^d aud) am f ananaifcben äBeibh'n {{ebet. 
Xajfelbige SCBcrt ifl gewip unb fei{)let nic^t; ed mufi 
cbe 4^imme( unb Scben vergeben/ wie Sbrifhid faget 
(3Ratt^. 24/ 33.)* 9ber/ o wie webe tt)ut bad ber 
Sotur unb«) äiemunft/ ba^ fie fi^ foa fo nacfet 
ou^tie^en unb Derlaffen SlleS , wad fie füllet/ unb 
allein am bloßen Sßort fangen/ ba fie aud^ bad äBis 
becfpiel füt^Iet «)! ®ott t>e(fe un» in 925t^en unb 
Sterben ju folc^em 9Rut^ unb ®lauben!'' 



h) So atme 9t)a>if(€n follcn StofI fsd^rn. i) 9« 9. 
Oort mxf moM fi4 aUdn Balten. 

1) St B. S. wtU. 8) St. «. S. abfi^redci. 8) ,,fo«^" 
fcltt 8t. u. 8. 4) St. ■. S. t ber. 5) St; «.'S. Wft«. 



— 70 — 

M. St man OttieB SBoTt liefiet, ba tool^net €lptt. 
(A. n\ — St. 3. (3^.) — S. 3.) 

ttbec ben @pru(^ €^rif}t ^o^annil am )>ier3es 
ficnten 5(apite( (fß. 23.) : 9Ser micb liebet, ber wirb 
mein SBort {galten, unb mein fßaiev unb id^ n>etben 
{U i^m fommen unb SBo^nun^^ bei i(}m machen, fa« 
get einmal !Doctor SRartinud Sut^er, „ta^ «l^immel 
unb Stben, au(b aller jtdnige unb jtatfer @(f>l6{fer 
n{(^t t>ecm6(^ten, ba§ (&ott i^me eine 38o^nunge 
barauS mad^ete^ aber im SRenfcben, bet fein Jffiort 
^alt, ba wolle er woJjnen k); wiewohl ©faiaö (Aap. 
66, 1.) nennet ben «^immel feinen @tu^l, unb bie 
Srbe feinen ^uffd^emel, aber nic^t feine SBo^nung. 
Sßenn man nu lange fuAet, n>o &ctt fei, fo ^nbet 
man t^n in benen, fo 6^ti|li 9Sort l)oren, wie benn 
bec «i^err Sf)riflud bic fagct: 3Ber mid) liebet/ ber 
b&lt mein 9Bort, unb wir werben 2Bo()nung bei i^m 
machen. 

di ffnnte einer boc^ nic^t finbifd)er tiodf ein» 
filtiger reben benn Sbi^iflud, unb mad)et bo4 alle 
iDocroreS bamit }u ®<^anben. @d ifl mcbc in rab- 
limi, sed ^) humili genere folc^e 9lrt ^u reben, ntt^ 
wenn id^ ein Ainb follt reben ') leieren, fo wollt ic^« 
alfo lehren : SSer mi4 lieb ffat, ber ^dlt mein BBort. 
S« Reißet nid}t, fic^ enthalten t>on @i^ife, ))on 
rleifc^, »on SBeibern, \)on ®elbe *); baffelbige ^ej« 
iet ben Seufel tum (i^afle bitten mit aller feiner ®e« 
fenf(^aft/' 

51. (BtiM SBott i^ut« MÜH aUHn. 
(A. 17» Sl. 2.--S. 2\) 

S)octor Sut^er fpra(6: „®lei(f) wie ®ott aileS 
au8 ^Uiti mad^et unb au8 ^inflerniß fcbafet baS 
Sid)t, alfo ma<4et au(^ fein SBort, ta^ im Xobe 
nid^tS benn Seben fein muß i). S)arumb^ wer am 



k) Ootte« ^o^BBig frii. ]) ^^xifd SEBDtt lantci 

1) St. I S. t in. 2) ..tebca'' fe^ St. n. S. S) St. 
1. S. 9om (l|(|la«b, «OK ^aiibt^ieniii0. 



— Tl — 

ftoit (BMtt ffan^tt uttb iftm fblaet^ ^t ttfif^tet 
pOi^t, »ad 3)a»ib im $fata (33,. 9. ) fa^ct : SBenn 
fklt f priest ^ fo ifiS gemaifet, uiib XDCiin ert b^ißet^ 
fo fh^etS ba. aber e^ man gu biefec Srfabrutifl 
fMmet/ muß man ctnm» leiben; benn ®ot(ed 9Ltt 
nnb XaluT tft^ au« Stii^tS SUe» f^af en unb moc^em'^ 

ftZ. Ootlel SßoTt iVoeferUC 
(A. 17*. - St 27. (20\)— S. 28. (28\) 

,,®oa ^at iweiedei SQort m) ; eineS fcbrecfet 
unb bot anbcK trfißet. $an)ibec fe^et ficb bec Scu:; 
fiel unb fpri^t: Sßcü bu ba« Sefel^ Qbottci nid^t 
bilte^^ no^ biß fromm aemefen, bacumb bifi bu t)€i:< 
bammet na(^ bem (8e|e{$c« S)arauf antmottc bu 
oBb fpric^: (Bott bat sefoact/ i^ foH (eben« benn 
frine Sarm^er}igfcit unb (Smabe ifl ac5§er bf nn bie 
gfinbe; item, bafi im (EjedMei (A. 33, 11.) aefcbrte« 
ben (lebet: dx ipoKe nicbt ben Sob beS ^anbete, 
f0nbctn ba§ er {{^ befeb^e unb le6e. ^ab id) benn 
tiefet obct jtnti aet^an, fo betfe mir S^rifluS mit 
ftiiicr Onabc— llber ti ifi f<bwer babin )u fom$ 
■CO/ iwnnbie S(nfe<btun9 wtftut ^); ed warb S^riflo 
iclba fauec. S)ur(b ') bie SBcr^eiflung be8 Stranges 
lä »erben »ir micber aufgericbtet/' 

58. ®otte« Oottl itraft. 
(A. la — St.314^. (325.) — S. 28». (295.) ,,®tofl Ift 

he ftraftbeS aSttlicben aßortd, barumb Reifet eS ') bie 
ißel 2un ^ebrdem (Jtop. 4, 12.) ein gwetfcbneibig 
^»crt, benn ed l^at atoeierlei ftraft n), n&m(i(b e« 
[(bretfet unb trfiflet. SBieu n^ir aber (BotteS reineS Sort 
ni<bt geatbtet baben, nocb baS frif(be falte ^ptingwaffer 
qetninren, fo fitib »tr t)on ben ^eOen Somen |u ben 
$fu|en geratbcn, unb ^) barauS warm, faul, fUntenb 
Safer aefof en ; ^aben bie alten ®cribenten unb uns 
gewijfe Sebrer gelefen mit großer 3Rnt)t unb Xrbeit, 
aber mit neinem 9lug unb kommen. Sffr^foßomuS 




m) B^tittlii 9. Qori n) S){e itiafl bei O. IBott« 
ijl gtocktUi 

1) W. iDftbtei A. »eret. B) St «. S. akr bn# 
S) S. er. 4) Si. t baben. 



(s^pecuiation iimo roic oie ^ono^c. 
ift tt>o^I ju ȧofc gewefcn, er !)at ab 
©Ittcn uub lieben nicht fSnncn bul 
e8 \)Cit Slücö fcUcn m6nd)ifcl) cinbcr c\ 
»er ein Se^rer unb ^rebi^jer in ber & 
ber mu^ aucb in ber 9BeU fein gerne 

8en J&inbel flefe^en ober je jum %t 
en; benn ed t^utS ni^t, baf ein i 
fergebanfen etteai regieren foKte/' 

(A. 18. — s. 3\) ®onjt faget eini 
ber Jtraft beS güttlid^en Sßorta , un 
9Borte beS ^errn S^rifli ftnb am frä 
ben ^dnbe unb ^üfie^ übertreffen n>e 
ffiebanfen tinb 2i{l ber weifen Seul 
benn fol^efl in (SDangello fielet, b 
gar fAlec^ten, einfdltigen 9ßorUn )i 
mad)t liat ber ^barif&er aßeiS^eit, t 
genb au8 n^ufiten. (18 iß gar ein fi 
mu8 unb ©cblu^rebe, baf ber «i^err ( 
faget: ®ebt bem Aaifer^ xoai bc8 X 
Weber gebeut noc^ ))erbeut, ben S^ne 
bern befc^leu^t fte mit ibren eigen i 
gumenten, ald wollt er fagen: ^ab 
fo weit laffen einreifien^ ba$ i^r fe 

iinh Apbrainbt. fo aebt ibt ibm auc 



T3 



Uiifct bicfelbige eu4 ni4it einnefftnen /' fagt S)octot 
9tartimi8, ,,fonbccn aefedet eu^ )u bec c^riflltc^en 
<inben, unb galtet eucb jum ^duflinr)^ bei bem &oU 
M 9Bort tein geleitet wirb. S)enn ba ifi ®ott fef^ 
bcc gegcim&rtifl, ber ba tcöflet unb btift, roie benn 
awb ber ^erc S^tiflud (SRattb. 18, 220 fadct: SBo 
i(K ^ ) iioeene obec brei in meinem 9{amen t)erfammlet 
fbib '), ba toiü i4 mitten unter i^nen fein« 

Unb ^ie foOet i^t gen^if glauben, xoai id), SDo^ 
ctor2ut^er# ober ein anber S)iener bed götttic^en S^ortd, 
ober fonfi ein Sbnft auS ber ^eiligen ®(i)rift uitb ^) 
bem göttlichen 9Bort mit eud) rebet s). S)enn ic^ unb 
rin jeglii^rr re^tfc^affener $rebiger l^at 93efel)( unb 
(BenHiIt Don ®ott, euc^ }u lehren unb jiu tröflen; 
bommb foKft i^r meinem 9&ort ^) gewi^ gl&uben. £) 
«ie rin fein S)ing ißS umb bie Seid)te unb 9lbfoIution! 

SRan glftubt aber no4 auf ben beutigen 2;ag 
nl4t baf meine $rebigt (BotteS SEBort fei, ober baf 
einet im @acrament beS SltarS ben roabrcn 2eib uni 
Blut be< ^erm S^rifit empfabe, unb baf er in ber 
Zonfe atgewafc^en unb geieinigt »erbe \)on @änben 
»unb baS Slut Sb^flt t). SIber baf icb bad re^te 
mib reine Sßort ®otted lebre unb prebige, bafür fe(e 
\dt meine €eele ju $fanbe, unb »iU auc^ barauf 
(terbenu). S>enn »aS id) unb tin jegficber getreuer 
S>tener beS (£\)anaelii ober SbtifH tebet unb tbut in 
feinem Smpt au8 ®ottA Sefebl mit Se^ren, $rebigcn, 
Zr6flen, Strafen, Saufen unb Slbenbmablret(6en unb 
Sbfotoiren, badfelbtge SKed tbut ®ott fefber burd) 
mb in nnd, aM feinen 9eBerf)eugen ^)« ®I&ubfi tu 
nun baS, fo wirft bu fefig j gldubfi bu ed aber nicbt, 
fo wirft bu t)ecbammet. 

Unb fott berbalben im ®Iauben auf (Sötte« SEBort 
tti(6 f^0(i(i) t>erlaf[en unb »iffen, mein Unglaub 



r) 3«t 4ti0Ii4es ititc^ fofl man ^ Indien, s) (Slott 
TfWi ^«rd^ feine Wiener, t) Unglanbe ber SEBelt ^om ®. SBori 
i) 5). K. S. SeBre te^tf^nffen. 

1) ,JOft*' feP W. 2) W. fein. «) St n. S. von. 
4) Si^ S. n. W. : meinen ffiedw. &) St. n. S. feine ®er!.- 



— T4 — 

»(rb banimb foIdreS 9iUti niitt umbf{ofien,no4 tu nf^te 
maf^cnv). Süenn trenn itt) bit fdienftdinbfldfif fjum 
bett @tDlbgü[ben unb legte fc bit unter ben X(fif»; 
bit flbet gldubtefl fntc^eö ni4t, fonbern fpräffeffl, r8 
wäre Blei ober Äupfer, roaS fCnnte iA bctju, beim 
i(^ t)ätte bit @plb {letrn? @d feii)Ut nur an bir, ba^ 
bu tt niAt glAubrji; eS ift brnnodt ßtotb, itiemp^l 
bii t& n(<bt bafür ^i^Itft. Sllfo länget f&ott nliftt; 
»ein er baß crcige Stbcn jufagrt, bem ^ält erB au(^ 
ge»l§ unb treugct nitbt; man felje nur jii, fca§ man 
eS glaube unb für «aljr tialte." 
So. !S{(jtti{Qcn, fp ISottte aOoii Ttin Ijabia anb' ftfl baifitn 
l^alttn, {Inb aim. 
(A. 18*. — Sl.24r (27.) - S.26.) 

„ÜBo ®otte9 SBort pbei bad goangelium rein 
unb unvcifälfc^et ifi, ba tft audi ätrmut^ w), tvie 
ß^cillue faget, ben Sinnen tai (Svangelium tu pr<c 
bigen, bat mitt} ber .gerr gcfanbt (iKattl). 11, 5.)- 
Stnan ^) i)at man ben JtlDflcm unb Stiften aU un« 
nüben, faulen/ mäßigen unb gottlofen Seuten fioS 
auf*) fluug fönncn geben, bic und hei) umb £eit> unb 
®eele, ®ut unb S^te brauten ^) ; i^t gibt man t^ilfts 
lidien Sc^rcrn nid}t gerne einen £eUer. Superflitfon, 
SIbgSttecci unb ^eudgelei gibt OJelbee gnug; bie ÜBa^n 
^cit aber ge^et nat^ ^actefen. SBte folcbcd an ben 
Baaiepfaffen }U fe^en ifl, meldter bte Jtönigin 3efa> 
bet fonntc ad)t fjunbert wn iEjicm Xif^e fpelfen unb 
truäijien (1. Stin. tö, 19.); aber (£(iaS mu^te auB 
bem Äönfgiciift fliegen, unb mar SRiemante, ber it)n 
einä^rcn icoUte, biS }ule|^t bie SBittice ju Sunem*) 
i^n ^crbergcte unb fpetfere." (1. Jtfln, 17, 10.) 
U. fSa^i^aftlet Wixlfin Unb btuü. Un Xob «b tiHtt Di> 
gliil ■mb br« HeaDgellf »illni |B bibn, ain ftiCtIcr fklftu 
bol Ättnj. 

(A. 18\— Sl. 408. (419*.) — S. 373*. (361*.) 

S)oclDC Sul^ec fagetc, /,tr platte einen Xifi^gäits 



v) flaf IB. fflsTt fall man fl4 aM* tMiIaRex w) %c 
math fclMl btm OhiicHo. 

1) W. Bvon. 2) Si. t Biib. S) 8t. n. S. w« 
«€» — ho^toi. 4) W. Saival^- 



— 75 — 

Set jiit SBittmberg gehabt tmt 9lameti 9)tatt{)ia8 be 
MM/ einen Unger^, »elAer au^ in Snt^eti «gauS 
}u Stnenberfl gewönnet gehabt*). SDlefcr, nadSbem 
ei %tim in Ungern fdmmct unb aUba ein ^rebiget 
«itb, ba »ar er mit einem ^apiften^^rebigci; uneinS 
»erben. 9H« nu ber qjapift *) ibn für bem SWönc^ 
deorgen, beS ^) XBoiDa 93ruber, bamalg @tatt()altern 
»nb Kegenten juDfen^ Derflagt, wie«) nu') in ber 
Serbör einet *ben anbern bart ))erbammet b^tte unb 
tei 9t6n(4 bie garten nicbt fonnte eind macben, benn 
ed tt^cUte ein icglicber red)t ^aben^ ba fagct ber SRcncb 
Oeerge: ^atret^ üb will balb crfabren^ rocicbä*) 
Zbefl red}r \)aht ober nicbt. Unb fähret ju unb fe^f t 
{190 Xonnen $utoer8. auf ben SRarft }u £)fen, unb 
fpri^t: 9Ber feine Sebre i^ertbcibigen voill, baß fie 
rnbt fei unb baS wa^rl^aftige SBort ®otted, ber fe^e 
jhb auf bei Sonnen eine^ fo will id) $eur unterßo^ 
fen; welcher benn lebenbig bleibet^ menn bad ^euer 
mit bem $u!))er angebet, baf er ni(bt t^crbrcnnet, 
(cf 2ebte ifl red|t. !X)a fpringet 3Ratti)ia^ t)on äSai 
jbgS auf ber SEonnen eine unb fe^t flcb brauf, aber 
tet ^aplg nyoQt mit feinem 93ei{lanb ntcbt auf bie 
anbete Xonne. SDa faget ber 3Rön(b Seorac: 3t\x 
ff^ fc^, baß ber (Staube unb Sebre bcd 93ai tec^t 
imb euet^ ber ^apificn*), Slellgioh faifcb i|l; flrafcte 
ttnfelbigen papiflifcben Pfaffen unb feinen S3ei{lanb 
tnnb ^Ux taufenb ungerif^e Q)älben^ unb mußten t^mc 
eine S^t lang iwei (unbett ftriegdfned^t befotben unb 
untrtbalten; aber ben SRattbiam be SSai ließ er of» 
fentlid) bad S!)angelium prebigen/^ 

Unb * «) fagete 3). 2utber brauf : „(Si will auf 
tet papiilifcben (Seiten feiner ind i^eur {icb wagen, 
aber unfere Seute ge^en getroji inö %tx\tt, ja in ten 
lob; wie man i^orjeiten an ben ^eiligen SRdrt^rern 
3. IgneS, @.-9(gat^a, äßincentio unb Saurentio er- 



1) St. B. S. Vaj. 2) S. einen (Bärget. 3) St. 
1. S. ^t 4) S. ber 9S^apfL flt) „U^" ftW St n. S. 
S) W. imb. 7) ,,nn" frl^It St. , &. s. W. 8) St. n. S. 
ttd^er. 9) St. i. S. ))a^(^fcl(en. 10) St. n. S. ba. 



rcgnum üiaDoii!" «ooio^eo rccerc aj 
ßijdcbcn Slnno 1516 twxh öot fcincni 
gct ferner: ,,3Bir jinb in bcr äßelt 
occisionis. 

9Jdt}eft ftnb ^u ^aü^ auf einmal 
unbiWcenäRantfttt itinb bed&tjangelii 
»orben; ba ^abcn bie 2:^eoIogcn 
i$ranfrc{(6 !}enno(i)t^ bai er felbS bc 
nem ©tro^wifd) angegunbct f^at SS 
«gaufen @d}afc^ bie nic^t auf bie SB 
betn im &tall (teilen unb toatten, r 
©pieß ober in ben Xopf gefletft wer! 

57. ®ottc< SBott ^rebigen bringet 
(A. 10.— St. 25. (27r) — S. 5 

,,9ßcnn ©Ott fein SBort prebige 
ben CSottfeUgen M unb S^rificn bi 
baraufx)^ wie folcfeed aueb ®« $au 
er (2. 2:im. 3, 12.) fpri^t: aUe, bii 
felig in S^rifio ^efu leben, bie mi 
leiben« Unb ber ^err €f>rif}ud fpric^t 
S)er Singer iT)irbd ni(^t beffer ^aben. 
{ier ; ^aben fte mid) verfolge^ fo wei 
t^erfclgen. ÜDarumb fo folget ba8 jt 
im JtreuA ivirb benn ®otted 9&ort rec 



TT 



faflt (Stap. 28, 19.): Vexitio dal intellectam i%t&ii 
fol Ie|cft auf baS SBott mertoi). Unb ®ita(^ fagt; 
Nm lentalBf qmlia seit? (SBer n{(i)t t)erfu(^t iß, 
M« iDd^ bn:?) S)fe @(^rift t)erfle^ct man nidft, 
na« erfaßte e8 bcnn im Aceu}/' 

Ml Ser Glottes ®0tt le^rm mtb Brfennen toiU, bft batf 
si^t 01itf , foabent ba< ^eilige jtrcn) ^ttoaxtttu 

(A. 19.— St. 25. (27.) — S. 26. (26».) 

,3aS tinfer ^err (Sott ben Seuten in ber Sßeb 
fnr Vaben gibt, ba nimmet man i^me bie S^te ba^ 
oüh; alfo rfibmen fic^ bie 2eiite ®utd, ®ewa(t8, 
Sdd^tl^iim«, SBeUi^eit, Stmfl 2t. S)a8 I&ft unfer 
£ecr Oott alfo paffiren unb leibete, aOcin ®otte9 
Sott unb bie Steligion i^ (fo fie anberd rc4tf4afs 
fcn, cfin unb un)>erfä(f(6t ifl), ba er allein xcül bie 
C^re von l^aben unb behalten, wie biüig. 3>arumb 
b&nget er und, bie »ir red)tf(^affene treue 2ebrer 
jmb, an ben &aU bad liebe Jtreui^, (Sc^mac^, SSer^ 
foigung, bie ^elt unb ben Seufel, bie unS in S)es 
«vt^ etf^alten, unb er ja allein bie @bte behalte, 
inb wir nic^t f^oprticj n>erbenz). S)erbalben reis 
«et H f{(6 eben, wenn einer in Sb^ciogfa unb bei 
Oottet SEBort will Sbte unb ®ut«fuc^en, aH n>oUt 
er Stof)ltn au8 einem feurigen jOfen nehmen: ber 
»Arbe ficb gen)if Ii(^ t)erbrennen. S)ama4 n)i{fe fi(^ 
ein ibcr Z^eoIoguS }u richten, ja ein iber Sbrifl; 
anbcrt nitb nic^t baraud, wiQ er anberi ntc^t ein 
frifdKt Beßrer unb äRaulc^rifl fein/' 

dt. Oottel ffiott« Uxt 
(A. 19^. — SU 27. (29«.)— S. 28\) 

„•ottel ffiort ifl jur Seit bed £errn ebtifH 
nb bet Spoßeln ein 2e^ren)ort a) gemej^n, ba(( man 
oOent^alben in ber SBelt geprebiget f)at S)ama4 
mtet bem ganjen ^apftt^um iß ti nur ein leferlicb 
Bort b) gfiMfen , baS man auein getefen unb ni4t 



s) C to gj^ » Hb Dci^kii mttf beo ltn«|i6 gekoArtis 

Mik i) tfl^cfMort* b) 8ffifw( Hirt« 



— T8 — 

))etfianben ^at 9l6ec nu i^ ed flteitbat e) morbt n ' y, 
hai ba umb fi(^ fd}Iägtt unb b&uet^ unb toiU feine 
$embc nid)t langer leiben^ fonbetn e6 räumet fle auS 
bem aSefte/' 

60. <S)oite< SBort i^ bet SeiB, batinnen ®otte< itinbet mu 

)}fangcn unb geboten ti^rrbrn. 

(A. 19*. — St. 173* (180\) — S. 163. (166.) 

„®Icic!) rofc in ber SBcIt imb im ^auärcfliment 
ein ^inb )um @rbe ivirb allein babur(^/ ba^ ba8 
Ainb ins Srb^ut c^eborn n)irbd), alfo machet bec 
6)(aub aUein ju Sottcd jtinbern bieienigen, fo ba 
geboren tperben burc^d SBort^ ivelcbed bie SRutter ift, 
barinnen xt>ix empfangen, gebcrn unb erjogen n>er< 
ben^ wie ber $rcp^et Sfaia^ am 46. jtap. (fß. 3.) 
bat)on fagt ©leic^ n>ie wir nur 2) burci) folcbe ®e» 
burt, bie CUott ol)n unfer äutt)un audrid^tet, ®oUei( 
jtinber werben^ a(fo werben wir aucb burcb gleiche 
SBeife (grben; nu wir aber SrOen worben^ fo finb 
wir frei, lebig unb lod t?on ©iinbe, Sob unb Jeu» 
fei, unt bctben baS ewige Seben unb ®ered)tigfeit/^ 

61. ®oUti CQort fott aUen $etfoncn nnb IDingen fifttgeio* 

gen koctben. 

(A. 19». — St. 19*. (2r.) - S. 19*.) 

!£h)ctor Sutber fagete, „bap ber falfc^en Sljpos 
fieln ft&rffie 9lrgument eind e ) , baS fie am meiiten 
unb b^frigfien wiber @. $aulum oetrieben b^ben, 
iH bicf gewefen, baß fie fpracben: äDieSpo^ebi i^a« 
ben mit Sbriflo felber brei ganje ^abre umbgangen 
unb bin unb ber gewanbelt, alle feine ^rebigten ge^ 
bort unb 3Sunberwerf gefeben, ja bie Spofteln ^aben 
au<b felbeS geprebiget unb SBunber getban, M bec 
^erc Sbriflud no<b auf Srben ging. @oU^i ^cebigt^ 
ampt baben fie Idngefl für @. $aulo gefübcct, meb 
<ber $au(uS Sbnftum felber nocb nie gefeben bat, 
fonbern ift aEererfl über etlicbe ^af^te bacnad^ bece^ 



c) ettcitbar ffiott d) itinber koerbei gim Chbgnt ge« 
htuu. e) C 9a«tt Siberfad^fv Irgvmfnt. 

1) St. 8. S. ein fhfWor Sttt S) St., B. m. W. im. 



79 



vtt w§Atns Seligem Sl^eil foDt man nu am meißen 
fllfaim? S>em einieln $ait(o^ loelc^cr tiuc aütin 
eis 3^^^ unb baju langfam unb jule^t )um c^rifis 
tul^ •tauben belehret ^ ober aber ben aütx\)&fftftm 
nb grfi^ten Spojleln, welcbe Idngfl iUt)or für @. 
^ßodo \>on Sb^ßo felbec gefanbt unb beflätiget n>aten ? 

S>atauf antwortet nu 6. $autud, wie {un 
•alatem gefAtiebcn fielet f), unb faget: SBad {fld bcnn 
ne^r? S>iefed Stgument f6Ieu§et fo))iel a(ä eben nickte. 
Denn ob fie o^icb flto^e Slpoßeln ^nb^ ja wenn fie aud) 
Cigfl 9om ^immel w&cen, tai befummerte micb gac 
m#fi* 9Ran ^anbelt bie ))on ®otted SBott unb 
don ber 9E3a^t^eit beS (£)>ange(ü^ an bemf eibigen ifl 
M gelegen, bafi ed rein erbaltcn werbe ; barumb foU 
bol au4 aUein gelten unb ben SSerjug für allen an^: 
bem ^ben, ti l)tiitn gleicb Slpoftein ober SngeL 
Stnini fragen wir nicbtS barnacb/ wie grofi @. ^^e$ 
tmS unb bie anbern SIpofteln gewefen finb, ober wie 
9ifl unb gro^e Sßunberwerf fie get^an baben. S)a8 
iftt aber, barüber wir {heiten unb fechten, ndmli^, 
tef feie Sabrf^eit bed St)angetil beficbcn möge; Denn 
Vott achtet iai Snfe^rn ber ^erfonen unb 3)tenf(^en 
lii^t. 

2)ief unb bergleicben (Stempel, ber bie ©ci^rift 
loll i^, T)ernui^nen unb warnen un8, ta^ wir an 
ben ^erfenen nicbt bangen g), no(b gebenfen foQen^ 
MBU vier bie $erfon ober £an)en baben, baß wir 
bamacb fo balbe SUeS bitten. SBie man benn am 
^^^Sf^Ofam folcbd wobt fe^en mag, barinnen man %ls 
b» tifüt unb ridytet nur nacb bem du^erlicben 9(nfes 
Ick «nb San>en; berbolben ed aud) ganj unb gar 
oiberd uU^ti if), benn ein folcbe SKummerci unb lau^ 
tcr ^afhiacbMfplel, barinnen allein auf bie duperUcbe 
SarM gefei^n wirb. 

S>abec Hmmetd au<b/ ^cl^ ®ott nic^t l^aben 
ttilr ja er ^at emflKc^ t)erboten^ baß man S^nanbS 



e. fteiQ SnitMrt «tf btr Siberfatbet €lnuib, g) 9(i 
frcfoies fott was «U(i loiges. 

1) i,!!" ff^ft St. 1. S. 



3)a0 n>tU tO) Xüotfi tpun, cap loy oen xi 
fccr unfcrS «l^erni ®ott8 2ar))e unb 9 
furcf)te unb ehre timb &otM ipiUen; t 
(öeiriffcn auf feine (^eredjticjfeit ob( 
trauen unb baueu^ ober aiic^ umb feine 
feit unb 3:brannei n)Ulen fid) alfo fe()r { 
ba$ id) bcp^alben iDtbcr (Sott unb fein 
unb ®ott iDiffentUc^ ergornen feilte, aU 
gen, falfc^ Scugniß aeben ober bic S&at 
nen foQte, baS \vm i<^ laffen; n>ad 
bcm SBeltriditer )u C^^cen unb S)lenfl 
baf id) (Sott mct}t ets$me, bad wiU i( 
SUfo »oUt id) auc^ n?o^I ben $apjl ir 
S^ren galten unb feine Sart^en für ! 
ibod) fo ferne/ bafi et mir mein &tx 
lafje unb jn^invie mid) nic^, bap id) ®oi 
wtber ibn tbuei). SIber bad t^ut er : 
er rcül furgümb alfo aee^ret unb gef&r 
baburct) bie göttliche aRajejidt beleiblaei 
unb mein ®en)i{fen t>erle|et unb tc^ ^v\ 
benfned^t gemacht tt)erbe* 

SBBenn id) benn ie ber jioeier eini 
unb laffen foll, fo fa^re bie 2art)e imc 
i(6 ®ott behalte k) ; fonfi »oUten » 
AMprfrfi/ift n#rnf at^raatn unb aebulbct 



- m 



«Aer JQtottfl Swrtf imb fem VIotAen (affeii- stotngeii^ 
brfumiinb nefonsfit neJIiliif n : btthtmB fo KHtUn viü 
burd) Cierte9 etnflei ®ebot getwungcn, bafi n)ic 
bm $apft tDibeißeben aitfjfen , ftattmA vü^ltxitbtn 
Ik^: SRan foQe &eii mfji gc^otfam fein, bcnn 
tcn SRenfc^en (Spg. 5, 29.)/ unb®ott ber t^immlifd)e 
Satcc )>om £imme( ^erab I&jTet {i4i alfo.^Sren^ unb 
bii^t: 2>(cfen [tt&nAlif GQTijhtitt; iheintn Heben 
6o(n/) feUt Kr Q^rm (9Ratt^. IT, &); toa.8 bie« 
fn faget unb oefieftft; barnac^ fotf mäit t^un^ baS 
ifl beS ^imnlirc^en SatecS ^erj itnb SEBtUen/ 



// 



O. SHmt «ifs Odt ffüi Gott -et^Ue. : 
(A. 20.^ St !!•. (12*.)— S. •.) 

,,Uiifet .^ Oett ibicb fein 9Bort unb Sprach 
auf (Erben erhalten ' butd^ bie ©c^reibfebet l) y bie 
Stiegen {inb ber ftopf ober bet '> Stiel wn ber 
ScbeC/ bie 3uriilen aber ber ©trumpf. SEBenn nu 
Ne Seit ben itopf ob^ itiel ))on ber $cber nl^t 
«iD be&alftcn^ baS Ifi, b<e Z^eologen unb ^^rebiger 
ndft ^en, fo »nf fie bod^ ben Strumpf , bat ifl 
Ne Suriften^ behalten, unb biefe werben fie recbt 
Korr« leieren/' 

O. tfotte« iBMt foll vttB feße gldnbev; aBer ier SBeU 
8«fMI <# fo grof . b«f bec iftiglle Sag betfetbigt« flenmi 

mif. 
(A. 20*. --8t 20. (22.) — S. 20.) 

^^Scnn Oott ein SEBort rebet^ fö fode man JD^s 
len unb ^ec| auftlun/ fd^weigen m) , unb bajfelblge 
allein Mren unb i^me muitn, ungea(^tet^ bap n>irg 
■it nnfer Semunft nlqt faffen ^ noA t^erfleben f 5n$ 
ncn. iber e< wirb nocb fo bofe »erben auf Srben n), 
baf man in allen SBinfetn toirb fcbteien: iD lieber 
•ott, fomm mit bem längflen Sage!'' Unb ba 
Soctor SRartlnuS dn ^Jaternofler ))on loeipen Sgt^^ 
{keinen in ber «ganb ^atte^ fprac^e er: ,,D toodte 



1) Sebtti4 €lott feto Sott etl^e. m) SeM (Bott 
IM , foll SbesBan f^todget. n) S). Wl. £. fßto^^eiei 
1) St B. 8. elfte«. 2) /rbff ' fr^U 5i. «. S. 



V--- 



^^SDae 2:cßam€nt iil ein ebelS Su^^ 

(8ro^ SLm\\t, SGßdS^eit ti legten t^i 
2Bo^( bciU/ tci ftd) aucb Mit barna4 

S)cm irirb (Sott fegnen all fein @a\ 
Denn ®otted SBoit bleibt eroiaUdi 

Unb IbcUt und mit ba§ ^immeltic^. 
äBir muffen boc^ t>ou bicfei 9ßett, 

9I(d benn bad 9ßott feß bd m» fjQ 
Unb ßärfet und in @t<cben8 %ot^, 

Ünb ()Uft une au8 bem ^iflen Sot 

65. «Mberff atcfm ID. SRatttii Mf^M uBer 1 
VfalmS: Heati oniines, qui limcut DoniiiiBi 
in M. drafmi GaTcnii £i(erti tut« tei tfcHcqn 

(A. 20*. — St. 543. (558.— S. Appcnd. 

,,S)ieß SEßott gewiflic^ bleibet roafjx. 
SBiewobl ed bcit fo manche S<^^Y/ 
9to4 foUd nitbt fei^Itn umb ein «ga 
(£d n)irb erfüllet gang unb gar, 
Unb foUnd nic^t toebcn btr «gdUeu ' 
'^eqeubtd pd) bieß unb etli<^ Sal^r, 
&ai balb bie S^it nrirb fommen ba 
Die ed roirb machen offienbar. 



— » — 

■ tA.20*. — SL2I. (33.)— S. ai*. («.) 

KL SR. Sulget fa^etc, „tag niaii auf tjtm 
»«e |U SßJotmS, fö anno 1521 scn Äqif?t 
Stallen reotCen, l^mc anfitmut^t nifC fiit« 
iCtt MMf, et feilte feine @acf)c tri ^gifErl. 
rt-fieimpellen, Cie routbf fcarinnen. teccnlrcn, 
dK-4t(t uncci^t tuSic. %btt er ^&tte barauf 
ottüi eftc Cenn fc fclt^ä tljun ivoUff, fo »eÜte 
ißt <Weit fluffrtficn 0]. Da ^ätte ßctc ^iibrnji 
iQtf4. ffiurfBtp JrfftftfdjS ju ©acbfcn für« 
er Swift, aegm bin Äaifetifc^en gefoaet: Tsai 
i gnirj fli^ eitctEn. iUi nu Me faiferlidjt 
AoatHÖitcn unb (axt tatatif (lebrundcii, unt 
bttt, rt iii^t trt SutVt flläutte, tnS btt Äal» 
I riit ttfitip ntflre unb irurbe bicfc ©ai^cij ne» 
bfctt 9ut|ien urüi Sfänbcn bee 9te[(f)ä (trlft* 
ra unt art^iten? ob ?t fte, benn ') fut @t^s 
tte?" a^a fjat er aeawnjort, wie anberSroö 
*en >). 

ilfBin I|i life (tiUttii an»ifn,' fonttill^ (i Ut (cl* 

(A. 21.— Sl.4((8*. (482M - S. 428. (437.) 

ttnon M unfein SefUn dme (08 flubfctn, ia 
»logla unb alle gute Jtünjlc seifff^tel nacra 
« gcfdfttdu jt&pfe mit bec Sop^ißeret g())fa< 
Am. Stifiotelcmp) ten ^tititn biill man fit 
W^xoL, bat, »er i^n semefnete obeE l^m n>l* 
i^, ia »atb in Cilfn fiic bcn gtBßten Stt^n 

■ unb occbammet, ba fie btn 9itftot([em bo4 
tfhinbtn; batumti ftaben bie Sopfti^en Iftn »itf 
Bttunlelt 4). ißU bec üRind) t^At, b» tn b» 



9. S. e. SciUnXafHI iib 0f(atigl(lt ut SDotm« 
OL p) Sriflattlc«. q) SnllBftTUa >el «r(|tet(U«. 
h. R. S. t liAt- >) St. X. B. iOtn naK «otM 
ilb W^n fds laftB, fo tislli n iifritbn ftta ft. 
(fllH 11 ttffnkeM. 

6» 



-^ 84 ^ 

SßfiffiP^ttM^t inp ©tunbe fliit btefet gtofl jubcn 
Uirnm qunlitafl realiler distiBoU lil « mbsUatia 
(D& bie ®rö§e an i&r ftlbä unterft^eibcn rcdte 
ffijffcn?) Unt jelget bie^ iSjEiiiptl ori, unb fpr 
irati%'*Bäwi)t f!nnte »o()I bur^ bU^ ßo4 W« 
nt'^l: tifilSvSge brä ^5upt8 lannB *) ntdjt. So 
vft qIFd' ab a(3 ein iaptt unt Start baS ^Aupt 
fdnEt (Sriße. ©!n fftletet«: ©tomtoatlcuJ ^firti 
rtlfo ((ufäliig tßnhcn folaften unb füflen: b(( 9 
tce ßäyt'fS, efl§ ifl, bo8 flrö^tc') £auBt.- 

' ■ ajJtt foltficm StiimnwecE.njprbfn fdne ') j((f(( 
JtöpfC'ttfcturerft, uilb »fbtt IH: 8«'^" Äfinffm 
iuicr Sfjepioiiiarecöt mUtiiiiUt unb gelehrt. .' 
^äEltn'M SIntiptloh*), ßufit'), ga^buS *), Sfitrl 
utilJ'Sinttrc fdmmcrlf^ acploatt unb bemühet, roii 
baS, Ti) tUiiD ifl. In baS ffieolertt fdnnim (rht 
(lu^ tl( cti^te ^(IrnuT cbCi gld(^c Sitiitn mit 
fiummth bcrfllelcbcn. 3$t ^abm nie fellje. Set 
rcoUt (Sott, taf bie Suaenb t'erffibigm woSl flrti 
i^'cte iiftb llubiTtc mft gliiS (n bm JCfinften/ b[e 
Kfifjm' unb ötunens)!" 

W. .iSsttt« SBoit faO man ul^t na4 bfn Stielt» tuA I 

(A. 21. — Sl. Z2'. (21.)— 8,23.) 

„a)ie ©(^wdttnet/' fagt iEoctor JRattlnu« 
t^et, „finb nnfinntge Starren unb fti^Im rotü, 
nnben fampt aUen bcntn, ble @otted SBort au« 
gräditen ber Su^flrtt urt^elln unb ri*(en »oI 
ftdribllfl brttoflmt). Denn atfo f^rrim pe: 
)U SBtttenberg »erben bie Scute nldjtfi frümmrr 
ber ^tebfgt beg eoangflif, unb blenrU ble 2< 
ni(^tijt6miii,er werben, fo muf bfc Score nl4t i 
fein. Xiarumb fptec^en fle: ^at Ssangeltum bftrei 
nff^t gnug, fontcm man mu^ aut^ etwaB me^t ft 



Vtt» R«ni(DirtUgt. ■) Cellgc ßtü u fbAi 
tßn bn tt^ niffttln tia^ bttn bbti, baf (j «ixti 

1) B«. it.-8. ftDBte. S) St >. S. otofe. t) St. 1 
«(ttr. 4) .«R«|>«gi- fe|U St. i. S. B) St. Rttelnl 
Saft. •) St. t. S. ^ ■ - 



85 



n&nli^ 9Bei6 titib 5Kiib -))etla{fen> einen £ut unb 
gmien Stod tragen, unb il^ini QixiditlittH'tMiiis 
Icn. I>ai, fagen fie/tft bie re^tfc^affene gkSjf^ixik 

Sng, alfo »iib man für ®ott fromm unb gtreA^ 
fragten alfo (BotteS 9Sort; bien)ei{ e9 nic^ itr Üls 
len Sru^t bringet/' 



2)al aMttgcKnn i^ Me BcPe Steve rSdtnng. 
(A. 21. — St. 158\ (105.) — S. 127. (130,) 

iDa einer rinmal traurige ätene^Seitung über S). 3R; 
Snt^erS Sif4 erjd^Iete, fpracb 2>. SR. 2ut6er:.;^ad 
CviWgeHttm btinget gute 9leues:3eitung unbbie finb ges 
viflu), als 9on ^efu (S^riflo, unfens lieben .^errnund 
^dbinb, fonft weiß icb wenig guter Steue ^ S^tiing m 
ker SBelt- 

C« ifi (ein grS^er S)ing unb ;(S)nabe^.benn :fo 
Sir fonnten glauben, ba§ (Sott mit und nbete; n>etui 
»ir boS glaubten , fo »&ren wir {c^on feiig/' ' 

n. »na^tmg »b QetfAlf^ing tfdttef SBotte ffl )rt MfH 

SoniOöAe«. • - r.' -l 

(A. 21-.— St. 10. (11.) — S. 16.) 

S)octor 2ut^er fogte, ,Mi ber grflpie Sornr^ot« 
teS fei, wenn er baS SBort weanimmet Don einem 
£rt V), ober wenn man8 ))erf&tf(bt unb ni^t rein Ut)s 
xtt, ober wenn er8 bie 2eUte (&{fet i^erac^ten. 2)en 
•rtecfyen ^at er bag SBort aenommen, ba [\t e» \>ti$ 
ad^teten, unb bat ibnen bafur brn SucKn unb SRo« 
bomeb segeben; un8 Seutfcben unb beti ') SEKdihi 
bat er gegeben ben $apft, unb mit ii)m aKcrtef ^^^vitt, 
M SBtrlaugnung betr ®(auben8 unb baff gahje.' 981«^^ 
bei^rlfleK^um»). '^-r ' 



u) 9leif#3eitug »ob tt^riflo (lab geteif . ▼) Rangel (9. 
Gcrit ift bie arof te 9Uige. 

1) St ■. 8. t S>o4 »eif ttun an«, Oott 8ob; Her too^I, 
btf <l(ti1faif fagi: 9b i^ren Brifttes foUt Qt fe etfemic*, 
bi et von bei falfc^en Settern tebet snb (f^xt l^evc^Iedf^e^ 
gtdfBctif^e Sreinmigrcit lab bdfe ^t^it, fo an« i^ter itixt 
fnmn, ntfU^t, M IH Oetofffei, a^fifel, UngetöffV^t bcf 
•teiBesf nb fib1(4 SeqtoeiflBig. t) «ben'' f^U St. "i; Sl* 
I) Sl 9apfH^B». 



»cfen; bcnn bie Äpoflcln waren Süben. 
6)ott itoUen an}eigcn, baß wir foUen ® 
anbeten, tt)euer unb ijc\)i, Heb unb we 
28ir Reiben i)aben fein SSuc^, ba§ in bei 
{(iercte unb ^ecrf^ete^ bcnn ba$ .@. 9(ugt 
^dbcnftrciie adein für ben anbern ein i 
llebrer ifl; barunK) finb wir £eiben ben 
nic^t gleid). 2>cr^alben aucd @anct $au 
nen feinen Unferf^eib madet unter ber 
«igagar unb ben )wcfen Söhnen ^\ciac ur 
^agar war auc^ eine ^an^ aber ber San 
nicbt gicicb. !Datumb ifl« eine große Se 
.äoffart unb Sint^wtae wm Sapß, baß 
ein aRenfcft ol^nt ©c^rift l^at burfen wiber 
alfD fej^en unb fÄiiber fie ergeben/' 

76. JKage S). ^utitrS vbct bie IReMge ber Sfl4 
ma^Mng, bafi man bfe SMbel tto^I lefcn 

(A. ;{2« - St. 19. (21.) — S. 19.) 

S)octor Sut^et f (agte ^ ) dttnia( nber 
ber Sü(4er, baß befl Scfireibent fein (Snbi 
wäre unb ein Saliner woQte Sucher mi 
fpra(4: ,,(linft X^eild t^&ten« au« fit^rgei; 
fie au(b wollten aeru^met fein unb einen ! 



89 



Xfafhi mb SacttItAten bieienigtn tlt aütxbtfttn 

gih, f0 im Zejct wo^l belefen itnb flffltfinbet wdiem 
enn im Stecbten ifl fcer ein guter ^\ixi% tDel^rr int 
itft n>o^l grabet unb befannt ifl ; ißt aber begeben 
fe fldi au<9 balb auf bie @cribenten unb Somment. 
SDa i(6 jung n)ar^ gewönnet ic^ mdj lui SBtblia^ lafc 
Mcfelbe oftmaü, unb mattete mir ben Xejct gemein; 
bi nnicb i(4 barinnen alfo befannt^ baß icft wußte, 
»0 ein iglid^r @prud) {iänbe unb )u flnbeu xoat, 
«enn ba))on gerebet warb; alfo warb itib ein gutet 
ZextnoliB d). IDarnac^ erji laS icft bie @cribenten; 
Ibfr ic^ mußte jle )u(e$t alle auS ben 9(ugen fleUen 
mb wegt^un^ bieweil icb in meinem ®en)i{fen bamit 
Ridbt tonnte )u |^rleben fein, Unb mußte mlij alfo 
vieber mit ber Sibet würgen ^); benn e8 ifl') ))tel 
ifffer, mit eigenen Sugen fe^en, benn mit frembben. 
3)animb woRt icb au4 wänfc^en , baß ') aQc meine 
Sfi^er neun (EUen in bie (Erbe begraben würben e\ 
lob beS bofen SjempelS wiQen, baß mir fonjt ein 
3gli(ber will nat^folgen mit Die( Sfidjer fc^reiben, ba« 
tKi^ einer benn will berul)met fein, ^m, @^rlflu8 
ifl vmb unferer eitel d^re willen nic^t geftorben, baß 
vir Ktt^m unb S^re ^dtten, fonbem er ift gcftorben, 
auf baß allein fein 9lame gel^eiliget wfirbe/ 



// 



77. fiobrr bie f^^ies Säbeln 9efo|>i fommen ßnb, nsb toa« 

ße «entrfadftet bat. 

(iL tt*.-St. Sil«. (SSI.) ^S. 387. (298*.) 

ßf3^ ^ttt, baß ber fc^tncn fjfabcln etliche ba^er 
(onmen flnbf): a(S ber graufame Xi^rann, jtaifer 
SuIianuS, ein SRammelud unb \)erldugneter 6f)rifl^ 
nnfHic^ im Jtaifert^um »erbot, bie ^eilige @c^rift unb 
(Botteg SEBort ofentlicb }u lehren, prebigen unb {u 
befcnnen, ba waren aween fromme 93if<boffe (wie in 
bft Jtirdy^ißoricn flevety, bie werben ©c^ulmeifier 



d) S). 91. £. «leiß {■ hit «(Bei ga lefen in feinet 3tu 
tfib. e) X. St. £. 9BAttf4 »oi feinen Säcbern. Ut« 
irauM bet frönen gfobeln. 

1) St. n. S. MclMbcen. t) St. n. $. t io« 8) Si. u. 
S. t «Ne Oerblnng bet fiol^tbeit. 



- 90 — 

unb leiteten btc junflcn AnaEien iit txn @(ftulrai .Me. 
tiaben mit folcbcn ^abtln Qt\pltlet, mit vcrbadtcn unb 
i>tttilämcten Jffioitcn fie untcni^ttt." 

78. SKtmatib drant ft4 «a kn tiBfilltigtii fRrbt ba ^lllsM 

(A. «*.— s. tz: (?»-> 
f«S($ ^fttc unb Vftnta^ne liculld) einen ifllldfui' 
frommm Sdti^m, t>a^ tt jlt^ niftt &titt iiod) ftoßf 
an ben einfältigen Sieben unb ©ffc^ii^ten, fo in b« 
Slbel ftetjen 1,0/ unb itnieifde nic^t batnn; wtc f{f)I«f)t 
unb albci ci tmmet ftctt aiifc^cn IA|7ct, fD ^nbS bodt 
(lenig eitel SScct, HBcrf, (»ef(^id;t unb ^ecic^te Cec 
>ipE)en gSttlidicn ^lait^at, ÜRadit unb 28eläl)eit. S>cnn 
t'ie^ {|1 baä Sud), baä alle SBeifen unb Aluflcn jtt 
Starren machet unb allein von bcn Silbern unb Sins 
fältiticn Eann uer^anben n.ierben, niic S^iiftud [ct^ 
ÜKatt^. am 11. jtavitcl (93. 25.). 3)acumb lai beiit 
3)ünfel unb %ix^Un falircn unb Ijalte oie[ wn Diefem 
JButb, als von bcm alIcrböi)C|tcn, ebelflen .^cilt^um; 
aud» aI0 von bcr aUeriei<i}cOeu ^unbflruben, bie niiii< 
merme^r (tmig auägedEÜubet no(^ erfc^öpft toeCbtn 
mag. Üluf bap bu bacinnen bie o&ttlidie SBcidtjeU 

flnben m?fief), roeti&e (l^ctt in ber ÜStbtl fo albtr unb 
djlrdft füriei)ct, auf) bag er aQer £Iüslin<ten .^ix^: 
mntl) bämpfc unb ju @d)anben madie. ^n bitfem. 
aSucb flnbe^ bu bie Effiinbtin unb Arippen, barinnen 
(Fljtiflud lieget, batiin (lutt) ber Sngtl bie .Qfrten nef* 
{et. . Sd flnb no^I ftbicdite unb geringe Blnbeln, 
ab« treuer ifl bct @c6a$ (Stirifhid, fo barinnen Itcgtt."^ 

70. ffiarami In in fftiUttn Si^rift ((nnid f« «fl Mtcbn^oU. 

»«Tbc. 

(A. M" — St. .». {2»,) — s. n: (») 

3)a{i in ber ^Ugtn @(bnft ein Sling unb Kckc- 

mit tineilri SBorten fo oft mieber^plet urfb angeteiget 

wirb, baS ätget» bie finge SSernunft fe^r. %li In 

bcn 93üdrern SRojl unb foiibcrlid) tm fünften 5Bui^ 



ff) QfctiH alim MDort fnb {Mif-^ö^ille Raift. 
1) ,«Bf- frtlt W. 



. 91 — 

« 
I 

fAicr niifetB fo Diel gebaAt nnl^ eingebl&uet ivirb/ oU 
Mrf : 3(^, bcc .^en^ Jbin bein &ttt, bei bid). au8 
leg^Dten gefü^ret I)at. SDatauf ^at 3>octoc SRattis 
nB &utf)er aefagel^ ,,bäf bteß bie Uifacft feU baß 
tec ^eilige Seift too^^I gelegen ffat bad gettloS .gert 
vBb bie Unbanfbarfeit ber SRenfc^en^ baf ftc ber iii^^ 
tntOaben imb 9Bo^U^aten QkoiUi balbe vetgcffen h). 
9tu ^t Oott an un8 ju unfern Stittn aud) gioge 
Oaben unb SBoblt^aten er)e{get, aber balb finb lie 
mgrffen. (Er bat ))on bed $apfid/ bc8 Slntic^tftd, 
S^rannei und erlofet, bie Stotten unb ©ecten, Jte^er 
unb €c^irdrmer gefitürjet, ali SRunjer, Sn)ingcln^ 
Cecolampabium, Sarlflabt unb anbcre bergieicben mel)r. 
Selffaec gräuUcbe $aUe und billig fcbreaen unb au(b 
trcfken foUten, baf tpir in ber Surd)t ®otted lebeten 
Bnb fein SEBort gerne bötcten unb lemetcn unb bete* 
triL 3>tnn eS ifl bolbe mit und gefdjebcn, ba§ n)ir 
babin porjelen unb in fcbäbltcbe Jte$errt ^eratben, 
»ie »ic i(t [eben unb erfabren mit großem ^ecieleib. 
Sber »ir daben (Botted äBobltbat Idngft t^ergeffen; 
olfo gro^ ift unfere Unbanfbarfeit!'^ 

an «H 0«he6 ffioTt foU inaH aUtin bleiben nvb frfle l^atten. 
(A. ZL — St. 20. (II.) — S. 20.) 

Doctcr aRarttnud rebete Don ber ®ro§b€it ber 
Sonnen nnb Don i^rem fc^nellen bebenben Saufe, 
„»cmi man frube SRordend allein ibr gro§ (Corpus 
an i^m felbt auflebet , jo fliege {le in etnet @tunbe 
Rhbtubtn 6onne ^ocbO/ unb läuft bocb ouf bad 
lUerubnellefte in uroAlf Stunben Don Stufgang bid 
fm aUebergange , unb ba man gleicb etUd) laufenb 
6onncn an elnanber jufammen fe^te, fo bitten faum 
ivct (unbert 6onnen Staum im 3irfet be# Sobiact 
3om Sufgang bifl jum Stebergang»). @ol*e flcbts 
liebe unb leibltibe X)lng feben »ir alle Sage, bennccb 
fönnen wir ffe nitbt Derpebeni), fonbern muffen fo? 



h) 9>of «nif4U4 ^m mgifTet balbe ®. fßcfiU^aUn. 
i) 3)eT €fiM«i MbcUOi ^nf fpnAen toit nt^i «erfke^eü. 

1) ff» — bo^" fe^tt St. 1. S. 2) ;,»ib ba man — 
XiebeiganB" fe^tt St. «. S. ' - 



^unfcr SBcmbart, crcpitus ventris, ^erfi 
@d ()c(ßct nlfo: SBcim ®ott nur ein SBoit 
fotl tic ganjc USclt crjlttcrn iinb C!^ bcrcn 
unt ihm gcbcrdKu. 

3)ie gotticfcn ^^apt|lcn mögen immer 
fca fie I)ln ge()5ren, roeltf^e bie erbidjte 8u< 
5tirAenk) bürfcn tem a6ttltd;en SEßort farjiel 
i^r aigument unb ^urgeben, ald follte I 
übet ®otted SBcrt fein, i^ bie (ö^efle ®ottti 
bic nicbt ju bulben ift, bamit fie &ott ind 
uni^erfcbdmet fpeien. ^d ift roa^ilic^ ®otti 
flrop^ abec ed i(l aUejeit alfo evgangen; 
falf(^e (i^ott }u Set()el tvar im SSclf ®otte! 
raeliten, in einem gripern Slnfeben, benn 
Don roelcbem ^feremiad prebigte ; berfelbige Q 
gar ntd)t« fein. 9(lfD viel fCrbeit fofletd unf 
®ott, ba§ et auf^ wenigfle bei etlicben fe 
unb aSatm^etiigfeit erhalte. St mu§ ))fet 
Soben fci^lagen^ auf bap man flc^ ein n^eni 
furchte; fo mu9 et fid) äbet oie( «guten u 
aud) etbatmen, et^e man ibm ein »enia letn 
')ba$ irit bei bem münblic^en SBott bleibe 
bcm ®ott, bet SRenfd) ift ibotben unb {i 
äu^eclicbe «ünblidse SBott \)at xoidtln unb o 



93 



(A. 13. - Si. xt*. (a^o-r-s. 10*.) 

^9Bic Stonen Unimt mit: unfet Semunft tri4t 
beifrifni/ niffini, noc^ !>efcfld^n^ wie ed luge^unD 
»o^n rt btnme^ baf »te mit bem SRufibe tebett, 
«ab »o^er bie. aSoct fonnnen, unb bn^ einrt einigen 
Scnfi^cn Sort unb ©timme in fo ))tel iaufenb £)b* 
im nff^aDet} bepgleiibeii tote iinfete Snnen fe^cn, 
unb loie ba« »rob, bie'@^tfre unb Ztahf im SD^agen 
gebonetunb.iit Slut imb ÄRifl in und t)emanbclt 
»erben. Unb »it »oQen Jbo^^ au^er unb ubcriinl 
lirigfn unb fDccuIircn t)oii bcc bo^en !DIaie{bit flj^Afe 
ttf , ba vir fonfl nic^t wiffeit Fdnnen^ wod bjfji unb 
n vnl tdglftft gef^i^^t i). SDntumb foU man in a5tt^ 
Sd^ mib geifHicben ©acben nur giftubcn unb \fixtn. 
Ml «ottet SBott faget/v. 

8X. Cfin oMbrr«. 
(A. St*. - St Sl. (t2*.) — S. 20*.) 

dt legte einmal ein Unoer S)octo( SRartinQ feit« 
fuie, »unberbarli^ie/ IdppifAe unb gar unnflt^ige 
fragen für. 2)a fprac^ ber SDoctor: /,914i/ bafi nur 
bUeben bei bem offenbarten 9Bort unb äBiUen ®ot< 
tel m) ! SDenn ®ott ^at« unS SiacO, wa8 wir ibiffen 
feUen, in (E^ri^o offenbaret unb gejeiget« S)en folf 
let i^r ^6ren ; ber weif biefe argumenta aQe wo^I ju 
fotoiren. 3a^ ®ott mtll unO in S^rißo SlUed f^en« 
ten unb geben ^ baß er foU unfer eigen fein, wenn 
vir 1III8 in rechtem ®(auben gegen i^mc bemfit^igen. 
■ber »ir »oUen nicbt, unb barumb finb wir außer 
nb ef}ne C^rifio eitel lauter Starren/ uub gc^en mit 
bem Ooare umbn), warumb ®ott baS alfo machet/ 
biefe« aDet nachgibt unb gefcbe^en Idffet ? !3)enn wir 
BoQen AuA ttn^A mit im @piet fein/' 



I) UmMTfoib ber SRenf^en ii «otArU^eH SHagen. m) SBef 
•elM ffrtbtrü« AMKea foU wm attris blei^i. n) Cttia« 
«i|ca. 



>M}pfi;i; if;i;i:ni ivLuui:/ ivii..«.^ f»v t«>M»^v. *, 

ten foUte^ xilfo xt>oütn rait und (Hott au<! 
imb t)ie Kreatur bcn @d)öpfcr mciftcrn. 
aber, wie mm. 17. (33. 5.) ^cfiricbcr 
Den fcflt ibr ^oreii; iiitb im 15. ^JJfalm 
^re, Xointtx, unb ^el^^ neige beine £ 
D€tfii9 beineS fOatni &ani. 

Sfd, wenn gleich ^bam nic^t im $an 
len n>&re, bennocb (Ritten »It un8 nac^ bei 
SEBort rieten mnjfen p). Unb »ir »oUeni 
bem t^alU in folgern ^inflernifl veralten! 
i{l bed ^Japfld Aird)e gar (dppifc^ unb i 
aottlod, fo aUcin na^ Ui ä.^crnunft, o 
aSort, auf ben ®anb unb SRenfcben geg 
ben (iußcrlid}en JtinberpojTen unb Starrenn 
folt unfcr ©cligfcit gc*unbeh fcfn! JBei 
n)ärcn SRoralta ober jurifKfc^e Srabitiom 
^0 }u Äußerlicher guter 3u(^t unb S^rbarfi 
»drr c8 ein wenig Eingängen.'' 

81. IDal ®otte6 SBQort lut Seit bec %t9ftt\M ui 
«iel gcmaltigec ge))rcb(0et ifl unb weiter aitfgflii 

benn giiT Seit d^rifli. 

(A. M*. — SU r — S. 7.) 

/#3uc 3^it ^<^^ 9(pof)eln unb unfer 



II 



96 



13.) : 3^r werbet ftr6flm Sßerfe fl$itn benn ic^. 3$ 
Ni sar dn Sc4iif{5niUii, i^t «ber »etbet fein Me 
Me flMnjUUc nnb' «efte ober Sn^^^ auf wtf^tft 
Me Söget werben niften. SM 7^ ber ^txt (S,fixU 
M fagen; 30 l^ab im SBinfel, nur im jAbifd^en 
Smbe geprebiget , i^r aber werbet auf ben 2)A^ern 
nb tifßntiUt in ber ganjen 9BeU bnvc^uS prebigen^ 
Hb boS Cvmgelittm allen SRenfc^en verfänbigen unb 



f • 



85. ffiera(^tsng be« %miUitn SBort«. 
(A. 28*. — Su 8». (9*.) — S. II*.) 

SDoctoc 2utl^f r. faget einmal ^ia^ (&otUi @ad^ 



1) Sei Stasgtualb lantet bi'efe Stcbe alfp: „^a€ 
fcoigcUs» ifl »ir Seit ber %Do^eIn nnb iett |b nnfct 3<U 
im Vibe InfB^nt vfyi geiooltiger luib fc&ftiaer ge|)rcbiget nnb 
Mitcc aafgeBteftct irotbrn, benn |ur Btit Q^rifii, ba (i^riftu« 
fiOct i^rebigte. IDrtni (S^^ne 90! nid^t ein foI(( SCnfc^en, 
M| fe dB gn»f e Ibiial^I brr 3if>ircr gehabt aU f e, bie 9(po« 
Id^ nb »If jet^t ^ben. flQie (qdfbi0 feinen düngetn felbf 
■Bvc gcfagt ^otSo^annie 14. (SB. 12.): mtx au mi^ gUir 
Ifft« bec iDitb bie ftet! üu^ t^nn, bje i4 t^ne nnb griferc 
büm Ucfr «Ina. Unb aRatt^Ai aM 18. Sa))itel (I8. 81. Ü.) 
wi|lei4t er bn« iimmtXxti^ einem ^enffotn, fo baS fleinfte 
Ht nOcT «Hern €ame«, toean« «ber to&iMI, fo ift« ba6 gtjftt 
ntec Wm Jtotl mä mitb ein Saum, ba^ bie IBogel unter feU 
MB 3tvdgfB M^BCS. 9U< ttoUte er fagen : ^^f^x toerbet gr^ 
foe Qrrfe t^no, benn ii(. S^ hin anr ein 6enffdrnlin, 31^ 
ober ivetbct fein toie bte SSkin^cfe anb 9eße ober 3b)eige, aaf 
wläfOL lit IBcgel koerbep aiftea. 34 ^a^e anr in einem titU 
BiB fifafel im {Sbif^en Sanbe ge^veb^et, bin berl^alben mit 
■riaer Mfu aar ein flein Cenfforn; 3^r aber toetbet ba«, fo 
14 call im fifafel gefagt l^be, frei öffenUf^ am l^eOen ll^r 
tia Sage tebea , aab loa« i^r in ba« Dl^r gebärt l^abt # bo« 
■erbet iiß onf ben Xi(ffem nnb Waffen, ja in ber ganzen ®elt 
\w[^au§ ))rcbigea uab ba« (Soangeliam aOen Tltn^dftn oerfän^ 
bigca sab fort^ffaniea , alfo ba$ mein SBort bnrdft en^ ge|>re' 
bigt fo oagafel^ea ift al« ein flein «erac^t ^enffömlin, fo fr&f^ 
Hg bat^bringen loirb, baf fo ein f4«ner Inniger SBanm baran« 
«M^fea fofl, ba§ Qogel anter feinea S^elgra loo^nea »erben. 
S)t« ift : Slß toerbet bnrct mein SEßort mir fo eine l^errU^e, 
groge itir^e fammlea anb boaea ia aller SBelt, baf ai^t aU 
leia arme gerfage Seale, foabera on^ grofle Ferren, ^fafitn, 
MrigeK. laetbeB fro^ fefa, bof lUOUebamffrn berfeUea {Inb,** 



96 



in b» äBelt fo Mfc toaxt, ba^ er i^t ni(^t tnc^f tcu 
t^en lonnte ^ ) ; benn bei uni^ mit toeli^en ®ott aufl 
aUerbannberiigfle itnb mit allen älnaben ^tnbettc; 
ba bliebe bod(|- nichts un))etbetbet imb tm)9erf&tf4^^ r)- 
aSelc^eS iDii bcnn aucb i$t ') erfahren ^ xotü unl 
rl^otkd SBort offenbaret ift; baifelbige ift und tton 
i^me }ut @eligEeit gegeben, abtx ti xoiib o^n iin8 
))ei:acbtet, gemeiftect, ))erfälfd)et, ))e(fpottet unb Detfeb 
gct. !Darumb n^tcbd eben alfo ge^en unb gefcbc^en, 
iDie.Doc Seiten, bap Mt, [o i^t bec SBelt Lottes 
®nabe, ^eil unb @e!igfeit prebtgen, bie.tt)erben nocft 
mu|7en in bie SBdlbe unb SBfljtungcn n»citben umb ber 
Beute großen unb gr&ullcben Unbanfbärfeit »iQen, 
tt)elci}e allezeit ))erberbet unb umbgefebret ^at SUleS, 
xoa^ gut ift. 

8fl. fb(i€ SSeffn rined l^ln^H foU man »dn fcittrm 0raa4 
abfonbern , unb aUeine Ui (Sottt^ SQort Mefbrn. 

(A. 21— S. 23*.) 

,3ir »oUen bei bem münbliAen SEBort (Bottel 
bleiben, bei weld^em SRittel ber Seufel niAt bleibet 
(Bott ifl umb unfern miden SRenfcb wotben, qat ^leifd^ 
unb ä3(ut unb einen natürlidjen fieib an Ji^ flenom« 
men, ben fonnen bie Steuer unb ©einatmet ni(^ 
leiben unb n^oKen nur einen geif)(i(^en ') ®ott ^ftt 
ben, unb rubmen k)iel \)om 99rau(^ unb 3{u$, ba bodb 
ber aSraucb obne baS SBBefen eined S)inge8 ein (auter 
(Bebicbte unb ^abet ift s). S)ie ©enbung bet So^hf 
ift i^Ieifcb/ ift ein roejentlicb 3)ing für fl(6 felber, wie 
aucb bie Saufe unb Hi Sacrament M SUtatfl} 
aber fie, bie @(bu)5rmer, unterfcbeiben ni^t baS fBu 
fcn oom 93rau(bt). SDaS SBBefen ifl ein S)ing für 
fub unb ni(bt0 mebr ^); ^(eifcb n)dre ^) (ein nut;, 
toenn eS nur gteifcb iit unb bleibet. Srob i^ Srob> 
ein $rebiger ijl ein 9Renfcb/ unb SBaffer ifl SBaffet; 



r) (Hoiiti 6a^ faim niäfi mtlft gctat^es toeibei. •) 
Usus abique substantia est merum ngmenluD. I) S>lf 
6(^io&nnet »oHen ®ott nnt geifUi^ ffoUn, 

1) St n. S. ffoie. 2) iritt" fr^lt St. v. S. t) S.t 
abaoluiom et TurcicoBi, 4) S. t fj^tf^en fle. §) W. {(k. 



9T 



Mwcifen olfo iai Sßefen; feben aber nic^t^ baß 
oSba «otteS 9fleif(^^ ®otte8 Slcob^ ®otted SSBaffer 
nb ein SRenf^ beS afittlic^en SEBorH $cebiger ifl. 

SDagegen aber b^ben ibr ))iel baS n>efentU(be 
9hg, aber ben Sraucb/ 9tub unb |?ru(bt ^aben fie 
ikHu); oU^ ber $ap{l bat bat moxt, bic Sauf 
mA ba^ €acrament^ aber ben 92ub/ ^rucbt unb 
Scatidl) ^t er nldit 2)a bocb ber ganje Qbnßud, 
»ie er gebom^ gelitten, gefiorben, )?om Sobe tt)ieber 
nferftonben unb gen «g^mmel gefabreU/ tfl ein xot^ 
\tüÜUt 2>tng mit einanber; barumb foQ man baS SBc^ 
|a unb ben Sraucb n^o^I unterf(beiben. 

Sd^ woQte gerne einen ®<tjXo&imn fragen , wie 
er ge»tß in feinem ^er)en fein xooütt unb f6nnte 
asB feinen eigenen ®eban(en unb {i<btlid}en/ pbi((>fo< 
|i6^i|Kn Srgumenten auperbalb ®otted SCBortv)? 
Sir ^aben gewiffe Seugniß, a!& bie {^eilige Gcbcift/ 
Smberteic^en unb SEBerf, item bie ©acrament, bafi 
•oft feinen Coffn ini ^letfcb gefanbt bat unb laffen 
9teKf4 »erben, »elcben »ir b^ben gefe^en, gebort, 
tcta^et unb begriffen; babei njoQen wir bleiben. 
Beeben loir aber benfelbigen, fo in ®otteS Stamen 
bnaen ffl, ni(bt ^5ren, fo werben wir einen 9ns 
feem b'^ren mfifen, ber in feinem eigenen 9tamen' 
bomen wirb. SBoblan, bie 9ßelt wiK bie SQBa^rbeit 
il^ giftuben, barumb wirb fie muffen ben Sugen gläu^ 
ben. Slfp foQS ibr geben, wie fie e8 benn anberS 
ti^t ^ben wiQ. SBirfl bu nu ®otted 9ßort ^tiad^t 
ta, fo «»erbubefl unb t^eracbtefl bu nicbt micb/ beinen 
Doctoc vnb 2e^rer, fonbern ®ott felber/^ 

V. tMki Sort t^nt mfe flBiinber|d(ben, aber Sbemavs 

mü e6 mrifteni. 
(A. 24.— St 14». (le».) — S. U.) 

,^S>ie 9e^re be< (Et^angelii W große SBunbcr^ 
leiten oucb }u unfern Seiten getrau, e« b<^i banie« 
ocr aemorfen nnb lu Scbcinben gemacbt bie Itlojier^ 
Sdwbe unb bie grauliche Sbgttteret ber SEBinfelmeffen, 



; 



ABef» «bat Stmub wüb fitsb« ^) C^b>t ** ®^ 
wcMfci» 



[trafen muß w) ! 

SI6et ed iDiU ic^uub ein iglid^cr SRc 
bic ©c^rlft fein x), unb meinet ein S^er, 
flc febr n?o^l, ja, bab jie gar auöftutirct ; 
©. fiicron^muö in feiner aScrrebc über bie 
bcr naget ^ baß fd)ier fein alter Starre unl 
SSettcI, noc^ wdfdjiger @op^lß gckocfcti fet 
nid)t ^dtte ))erme{fen, SReißer in 2:^toIogt' 
unb ^ab fie )eni{fen. 

aUe anbere JCunfle unb «ßanbwerf I 
$r&ceptore8 unb SReifler , ))on oenen man 
muß^ auc^ £)rbnung unb ®efe^^ bamad 
richten unb galten muß ; allein bie ^eiliae g 
®otted 9Q3ort muß eineS Sslic^<^n «i^offart 
SRut^willen unb 3}erme{fen()eit untermorfe 
fi(b mcifiern/ bre^en unb beuteln Ia|[en, 
3ber t)erfle^et unb roiU nac^ feinem itopf ; 
fo t)ie( {Rotten, @ecten unb S(crgemiß l 
®ott toe^te i^nen!'' 

88. D^e (Sotted SBort flnb bie deremottien 
(A. 24\ — Si. 288*. (297.) — S. 266^. (5 

/.Saffet und fleißig beten für ®ctte8 

hAß i^cikkt^di ^nm^ nfipin nebfiUact werbe 



99 



9aL nimatt thoai t)cii ted^tfc^affenen Setemonitn 
«efagct obrr eele^ret ffobtn. SEBer eine xtittt Aiti^e 
ttiO feaben, bet ^atte fi^an baS SSort^ burc^ wrU 
4c< Wia erf^alten n>irb/' 

8ii flPottf« SBort toirb oi^ne ICnfecl^tiiiid n^t geirtiet. 

(A. 24*.) 

S)o€toT £ut]^ec fptac^ einmal: //99leine S{iecIos 
^ab Uf nic^t gclernet auf einmal ^ fonbern t(b 
[ote ünmer tiefet unb tiefer batnacl^ fotfc^en mä{fen« 
tti ^aben mi<i^ meine Slnfec^tuns )u gebracht; benn 
Me ^dlige 6^tift fann man nimmermehr verfleben^ 
osger brr $raftifen unb Snfccbtungen a). @o(d^e< 
feibiet ben Scbrodrmem unb Stotten^ ba^ fie ben xtd^ 
ta Sfbtrfprecber, n&mlt(^ ben Xeufel, nid^t baben, 
iDeülier eS einen wobi lehret* Sllfo t)at @. $au(ug 
oic^ einen Seufel gehabt ^ ber i^n \}at mit ^äuflen 
«fd^Ioflen, unb alfo i^n getrieben ^at mit feinen Sns 
Mxn%tn, fleif ig in ber ^eiligen @^rtft. {u {iubiren/ 
Ufo I^ab id^ ben ^ap^, bie Univerfitäten unb aUe 
(Mehrten, unb bur(b fie ben Seufel mir am £alfe 
Beben gehabt; bie ^aben mOf in bie SBibel gejagt, 
btt ic^ {ie ^ab fleifig gelefen unb bamit ibren red)ten 
Seifionb enblicb erlanget. SEBenn n)tr fonft einen fok 
(ben Zenfel nicbt ^aben, fo flnb wir nur fpeculatioir 
Zbtcloai, bie ft^le(btd mit i^ren ®ebanfen umbge^en 
imb mit i^ret SSemunft aUein fpecuUren, ba^ ed fo^ 
nnb alfo fein foUe; n)ie tttoa bie a)l6n(^e in ben 
tloßctn auc^ getrau ^aben. 

itann man bo(b anbere gute ftünfie ober «ganbs 
»erfe nicbt lernen oI)ne Übung. äBaS wdre bocb baS< 
fite ein Medicus ober 9(r)t, ber fletd fär unb für 
dlein in 6d)ulen bleibet uitb liefet? ®r mitp wabr^ 
Ii4 bie ftunft in a3rau(b bringen unb anfabeu, fie 
ut pratticim, unb je me^r er benn mit ber Statur 
oonbelt, fe me^r er fielet unb crf&^ret, bäf er bie 
<nn^ no^ nicbt recbt unb ))oafommen ^at. Silfo 
ma$ au(b ein Surijl unb ein igUdser .ganbroerKmaun 
nb Xünfleler t^un; üaS fottt benn folc^eS in bei 

■) 9. Sott Miftebft «an ob«^ Ibf^ibtnBg ^i^^ 

7* 



ir roi^tt f d iDoijl, ed tt)dce eine fcblec^te Aut 
oeiß abn, baf ic^ bad äJatcc Unfer noc^ n 
:ann, »Ic ein gelahrter / alter 5)octor ic^ 
)ber foUte fein. C^ne Übung unb ©rfa^n 
Kiemanb gelehrt fein. 2)er^alben ^at jene 
(00^1 gefaget: «ßamif^ tß gut^ wer i^n n 
(tt gebrauten. Sufo ifl bie ^eilige @(^rift 
ODif an i^r felbS gnug, aber ®ott gebe, baf 
ersten Srau(^ aud) er^afcbe unb trefe; be 
ber Satan mit mir bifputiret, aI8: ob t 
au4 gndbig fei? fo barf iif biefen @prud^ t 
nt(^t fähren, bap, n^er ®ott liebet ))on gan 
)en/ wn ganter ®eele unb ))on aQen An 
ber »irb ®otte« Steic^ beftften. S)enn b( 
n)irft mir balbe für unb ruoet mir auf unt 
S>u f|a|l®ott ntc^t geliebet; n)iemt(^ bennl 
(SeiDiffen überzeuget; fcnbern id^ mup ben 
ergreifen unb wiber ben Seufel gebrauchen , 
fn« e^rifiu« für midi geftorben Ift, benn t 
^ab idt einen gndbigen SBater, berfelbige 
q^me t)erfä^net, unb »ie &. $aulu8 1. 
(93. 30.) fagt, fo ifl er mir t>on ®ott ge( 
SBeiS^eit, tur (Serec^tigleit, aur «ßeiligung 
ttrUfung d)/' 



101 



Mft wem bet Sttrannen unb i^m aSerfotgunfl itic^ 
fo gro^e 9tot^ unb (Scfa^r leiben^ all wn ben Uiu 
feni fdbS, unb wn wegen unfer grofen Si^er^eit^ 
Bi| ' ) imb Unac^tfamfeit e). 2)enn tt)ien)o^I ber 
Sopfl oOrrlei wibec un8 ))erfu(^en unb fic^ * ) untere 
fajm, unb feinen @c^u$^en:en ))iel nac^Iaflfen, fc^ens 
fn imb geben tolib bec SReinung unb «i^offhung/ 
Mm biefe unfere Secte (bafur erS ^dlt) unb Sebre 
ntfcg^nitft wätbe, ba^ er mürbe ') aOeS lieber 
bctommen, xoai er btö^er ))erloren gehabt; aber baS 
«iib, ob (Sott toiU, nic^t gefdjeben 0/ baS äBort 
SotteS ginge benn im beutfqen Sanbe gar unter, 
nb aUbenn »drbe ®ott mit bem iüngflenXage nicbt 
lange ausbleiben unb bamit, al8 {ur 2e|te, in biefe 
grralic^e !Ra(^t einbrechen unb bem $af ben ISoben 
Mt augßof en. @onft treiben unS bie äi^rannen, 
e^ipfoner unb Aef^er nur in bie 93ibe^ biefelbige 
befte {leidiger ju lefen unb baS ®ebet ^) befte emjler 

ft. SHf flBfIt ^1 bafir, baf He fh^xt M gettti^en IBodl 

balbe sstergel^ mnfe. 

(A. 25. — St. 15. «. 401. (16*. h. 412r) — S. 13\) 

2)octor Sut^er fagte ut StSIeben, ,M9 omnes 
npiealef nondi eS ^) baffir bielten^ ba^ bie Seigre 
bei Ci^angelti, weit fie alfo pI6$li(^ angangen wdre, 
ritt Umge befielen, fonbem von ficb felbeS »ieber 
folUiinmrbe. SDarumb ^at ber i$ige*) 93if(boff wn 
Slagbeburg, jQanS Xlbrecbt, baS ©prid^wort : SKan 
■nS )9{el ber Seit befehlen g). Cr ))er^o{fle, eS 
foDte »ieber ba* ^apftt^um im beutfcben 2anbe an« 
ge^ ; er ip }u SRom recbt unterliefen/ barumb fragt 
er nid)!« nad) unfer Se^re. S)ie SEBeltfinber fagen 



e) Scr BBfetcs itit^en toetbe ben gt^f ien €4abeii il^in. 
SMefe 9to^^c< £n%ti (|l Idbct toa^t tootbm , baf 9. 
Wkd aUmSSfiUI^ bal^inge^et. S)arömb (ofen toix ancb, bet 
ii^te ^ toetbe ui^t lange ai^cn bleiben, g) Sif^of 

1) SL I. S. gftdDit. 2) „fü" fe^U SU 8) St aUel 
•(cbct lefomien tooUte. 4) S. Oebot. ft) „e«'' fe^U W. 
f) .ilige' feilt St. TL S. 



Sekret man ua '45ap|t6 uno ^/icniuicn 
fo wirb 6(}rtfiud beleibiget unb iai ®eYr 
bet iinb \)crfül}rct. ^Prcfctget man aber Q 
rolrb glcifdj unb Slut, bcr qjapjt iinb bi 
ärgert h). Darumb^ von ß^rijium prcbig 
()(rt ^leifd) unb S31ut; toieberumb prebig 
bem ^(dfA wd^Igefdaet^ fo beleibiget u 
er S^ciflum/' 

93. IBie «an M 0^9^ ^n SrrAd^ltni beS ofi 
nnb ben Gaccamnüen J^Itin foÜ. 

(A. 25*. — St. 279*. (28a) — S. 257». (1 

,,Slcbcn Jgerren/' fpra* 3)octor SWi 
?ßforrftcrren unb ßaplanen unb ble bei il 
,,(a{fft une ber jtirc^en loartcn mit $rel 
Se^re unb (Sacrament reichen. Sßer nid 
ctament ^e^en tt)iQ, no(6 ben AatecbiSti 
gu bem foUt i^r nid}t gelten in feinet 5trai 
et Perben folle ; fonbern laffct i&n lieg 
@au^ nehmet eu(b aud) feinet ni^t an f 
au(b nid)t auf ben jtird^^of begraben^ 
2um @(^te(fen unb !lbfd)eu/' 

04. 9Bie (Sott mit ben a^&tern ^etebet 
(A. 2S\ — St. 26^. (29.) — S. 27* ( 



— 103 — 

cmtttütt fcec 2)Drtor: „&ott ^at mit iin fßiUxn 
btttdi Oe{i(^te mi Grf(^etnung itiebtt, airo ^aben 
fte (BotteS angefleht gefe^en^ unb ntd^t ®ottfelb.ec; 
i9te »ir ®otte8 ange{l(^t ^aben unb i^n fe{)cn bucc^S 
Sort, @acrament. In Aird^en ©c^lülfel^ in ber 
Idtem ttnb iOberfelt iOrbnung. S)a8 finb ®otte8 
liiaefl(^t unb £aiDen. S)enn Slngefic^t in ber Sd^rift 
Mfet, ®otte8 SrfAeinuna, ®eflcnn)Artig!eU unb 
Saim^eqigf f it ; n)ie!Da)}ib faget: «pcrr, ))ecn)(rf mi^) 
nAt Don beinern 9Inaefl4t Unb bagegen ®otui 

)intvax unb Stüden fepen^ ^eipet ®otted 3otn [eben. 

)at Qfift nac^ ber ©rammatica (Botted Slngeflc^t 
unb St&dt m). Stber geifHic^er äBetfe l^abcn bie aU 
tm Se^rer ®otted 9tü(fen gebeutet ))on S^rifiuS 
gtenfcftl^eit. aifo vooütt Ttofti ®ottee Slngefic^t. n), 
las ift, fefne £enli(i)feit feoen, auf bap t^m bad 
Seif glaubte; barumb ^at SRofeS atö ein gemeine 
^ßeifon, fo im öffentlichen Srnpt xoax, begehret ta ks 
im OotteS angefidjt, ba8 tfi feine Siamad^t, mii^ 
heit unb ®ute/ weiche brei nic^t unterfd)eiben, nocft 
i9on einanber fonbern^ noc^ trennen bie $erfon/ fon* 
bem toerben sugeeigenet unb gegeben ben $ecfonen 
Sott Satet^ &ott @o^ne, ®ott heiliger ®ei{L aber 
9ott [(feinet bagegen in unfern Sugen fc^roac^, ndr^ 
TtM unb böfe^ tai Reißet ®otted SRuden unb i^n 
!)on feinten fe^en; wie $aulu8 rebet ))on ber ^c^wa^» 
fieit iti aefreu}igten ®otte8^ ))om t^5r(i(^en unb 
nfotfc^en Sßort. 

tS. Sie hit fffielt bie ^ipaUang in SfteltgioiKfad^en aiflieben 

tinb beilegen toiU. 

(A. »•.— si. 411*. (4».)— s. w.) JDoctorSRars 
tinii9 Sutftet fagete gu Sidleben über Sifc^^ fürt ^or 
fernem Sbflerben, ,M^ auf bem 9teicb9tage ya Sugd^ 
fenrg Xnno 1530 ber 93ifd)of ))on 6al}burg gefagt 
bitte: &e todren Dier SBege unb SRlttel }ur ^inig« 
feit unter ben ^aptflen unb ben Sutberif(^en o ). Sis 



m) 09tte« ftitfen ife^en. n) ®oite« Knaefi^t. o) <De< 
9^9ft$ 90« Cal|bwre delenfen, toie Snl^ere leiste jn 9enm. 



....... .^^ »%Mwv4v ) uctmocpiC/ Ddp ti 

ftccfctc •). 3)acauf •) fagte !Doctor 3 
t^ct: Dlf^ finb**^) gute 5BfflC flcn?cf( 
f cit, )3cn einem ct)rifHid)cn JBifdjcffe * * ) fürg 

(A. 26. -St. 411*. (423). — S. 18». (1 

fagete *^) Dcctor 2Kartinu8 fiut^cr, ^^ba 
^cfmann I)&tte tDofel Dot bvri unb jTvdnii 
tum SBifc^cff Den SRain}, «(brecht Sarbi 
nr fodte bem gteligionSjant m bet S^it 
iDcbren^ auf baf nid}t ein gvo§ Inceni 
entflänbep). !Da I)at bei Sif^off t)on 9) 
faaet : Sd ifl ein SRfinc^en^anbel, fie ivei 
felM )>ertragcn. 215er er^jdtte^*) c8, 
tot Sut^er^ fint ber 3^^ n)oI}l erfahren. 

(A. te. — St. 411*. (4»*.) — S. 871*. ( 

tnaK^^) eqd^lete auc^ ÜDoctor Butler: ,; 
beS $ap{l8 Starr einmal bei etli^en Sarb 
fcn wäre, bie gerat^fc^laget Wtten * •), w 
mit ben £ut^enfd)en t^un mSc^teq), ba^r 
rotten fönnte *•) ? Sie Wtten «•) aber ffi 
bie 2ut^erif4en bie ^eilige ©c^rift unb * 
alfo gewaltig wiber fie'O citireten unb \\ 



p) Jtonrab {^offmann gnrgeBm gegeii Oif 



a^ SailirAr 




— 105 — 

4eni imb 6(6tiften amic|ien ' \ baffeKiae lAge i^nen 
in Sege, bal fle bie &ut^tdfd)cn nid)t f onnten bdnu 
H»* S>a ^atte ber 9tarr lu i^nen gefaget: er tt)ü§te 

Sm 9tat^/ baß man bc8 $auU loS tDÜrbe unb feine 
cc nic^t tDibet fie todre. (£8 ^&tte ber $ap{l SRa^t 
' Ifgen in er^eben^ man foQte C $aulum auc^ ^* 
rn unb aud ber 3(po(lel 3<i^I unter bie «^eiligen 
fo w&ren feine Dicta nic^t me^r apoftolif(|/^ 

H S)af ta« fiettlic^ SBoit nnb ^xi^i^t Stixä^t fut bet 

®eU Sollen et^Uen toetbe. 

(A. ». — St! 406. (417».)- S. 871. (»9».) 

Oraf 9U6re4itd ju SRanSfelb Aanjler, (Sr ®eora 
SanterbedE^ fam t)om 3:afle üu ^anffort Snno 1546 
»teber anbeim^ unb fagete !i)octor SRartino Sut^ern 
ttber 2if(^ }u (SMtbtn, xoit Aaifer jtarl unb ber 
^opfi fo gefd)n)inbe $rocef unb «ganblung n)iber 
Bif40f ^ermann ))on Solu fuma^men unb i^n ae$ 
Mußten 9on Sanben unb Seuten su ))eriagen r). f&a 
jaget S)octor Sut^ei; barauf : ^,®ie ^aben bie @a$e 
verloren ; fie f5nnen un8 mit ®otted SEBort unb ber 
(. Sd^rift nlc^td t^un^ ergo volont sapientia, vio- 
leotia, asiatia, practica , dolo, vi et armis pognare. 
bri nobis testimonium perhibent, quod sapienüa 
Dei, veritas Dei et verbom Dei nobiscum sit ')• 
flbtc ffie fagen bie $api{ten: 9Sie foUen wir i^m 
^UU/ ot Christom et ejus Evangelium opprimamus? 
Ei '), dolam, vim et astutiam adhibeamus, ut istam 
caanin dimamus ^). Unb eS ge^et benn^ tt)ie ber 
secandos Psalmus (SS* 2. ) faget : Astiterunt Reges 
terrae et Principes conveneront in unnm ^). 9Ba8 
tooQen fie machen adversos Dominum, et adversus 



rl Serfolgng toiber Olf^of ^enmann ^on JtMn. 

1) St. aBidgCB. 2) W. banim tooUen fie mit Sgeie^eit, 
9b«ig, €iil, ^MCtüra, Oetnig, Oeioalt mb ffiaffen toiber wiS 
Mtea. Cie felbft ^eBen imS baS Sengnip, baf bie SEDeiO^eit, 
Bd^d^t «ib-Sort 9ottel M nas feie. 8) Su n. S. Eiquc. 
4> W. hif toir Ctrifhmi aab fein Cbongetiam antetbräcfen ? 
ttfrt n4 Setfag, 9eiDaIt nnb fM anioenben, bomit »ir befr 
fca gecigtag Uabtnu 6) Vf. ^it itdnige^ im Sonbe leH^nen 
M tat n|ib bfe ^enen tdl^f^lagen mit einanber. 



'|«ay»«»w^ v»BW|«>»*v^ f^m ••• •. 



unb aüe Leges gcmac^et Sieben ^n 
nicfct fo üornig; lauft i^on bec SBanl 
ifir ben itcpf md)t! Erudimini Repes 
tcrram *). Dlc^met bcn t^errn ßbrif 
ber Seufel fcU eud) bcfcbmeipen ; Ne [ 
justa. Credo, Deum velle Papam fi 
veniat extrema dies ')• 

S)ad ifl ein rechter ^of&rtiger $f 
ffibigen ®efel(en s). Sr f&^et fi^ dl 
abet fiel) aud ^): Ne pereatis de 
S8 wirb ein $eucr angeben/ barum6 
Olli confidant in eum *). (Si \^ eit 
$falm. &t fpric^t: Sraun fe^et, n^ 
tbnt! Habilator coeli ^ «»), biefer niw 
Sachen an^ unb faffet behn bie großen 
Ii(6 {mifcben bie @poren unb reit fie )i 
»in« nic^t Reifen/' 

Unb faget S)octor SRartinuS Sutf 
bie großen gefd)n)inben äBeltpraftifen 
bem Srojl ^aben, benn baß unfer ®c 
non a lonf^e, sed a prope ^^) (S^* • 
barnac^ Dens misencordiae ^*). S) 



-^ rt\** • (MfATtM 4A »Iw AitfiAT SnfMTm 



^OT 



oBe Urfe ^aftffen; er tjcrgfffct f^rct nf(^t, bcnn 
er ^t eine flroße SRemorien. JBa» faflct aber wnfet 
^m (Sott baju? (5r gcbentt, er fei ein armer 
64filer, itnb aebentt^ n)ie toirbd meinem @c^n ttnb 
Bit 9f||en? S)te d^ngel aSe flnb erfc^roden, geben:: 
fm: wo nu f^inanS? xoo xooüen wir nu bleiben? 

aber i(6 fe|e ben ^aü, iaff ®ott faget ^ biefer 
lnf(bla{) ober $raft{fa gef&aet mir ni((t; fo mu§ 
bemi ni^tS brauS »erben. !Denn ob fie gleicb bie§ 
mb jenes fnxf^ahtn, nnb ob gleich alle ))ier SBtnbe 
mb ))itr Clement n^iber unS finb, fo muffen tt)ir bo(^ 
frß an Oott galten ; xoiü er und benn nic^t lebenbig 
^ben, fo ^ab er un$ tobt; »fr n)iffen8 aber anberS^ 
bemi Non mortui laudabunt ie, Pomine*)! 

34 l^ab ben $apß mit ben böfen Silbern febr 
rrjnmet! £)^ n}ie tt)irb bie @au ben SSerjet in bie 
ßifit xtdtnl aber ob {ie aleicfi micb tobten^ fo freffe 
fb erft 2)re(f , fo ber ^apft, welcher auf ber @auen 
reit, in bet ^anb ^at *)« S4 b<i6 t»em $apft eine 
flfilbne €<^alen in bie £anb gegeben^ ba foQ crd erft 
erebenien. 34 bab emen großen aSortbeil, mein 
^erc l^eiM SAeffiemini^ ber faget: Ego suscitabo 
▼of in noyissimo die^)» Unb er n)irb benn alfo 
fagen: S)octor SRartine, !X)octor ^ona, «gerr !3iRi« 
4ae( €dli% fommet ^erffir; unb tt)irb und äQe bei 
mifem 9tamen nennen, roit ber «gcrr SbrtfluS im 
Seltne faget (10, 8.)^ Eivocai eosnominatim ^). 
So^Ian , frib unerf^rocf en u) ! ^' 



n) S). WH. £. flaml^i 

1) St. 9a>n toam (Bott faget 2^ W. bie Xo^ttn toer^ 
Wk M4, ^err, al«^ loben. 8) Sejiie^t M auf einen (^ra* 
it^cbe« ^o()fd(nüt, toel(bet ben $av^ barfleHt, ^i^ er in feU 
le» Oriate anf einer 6an reitet nnb in ber linfen ^anb 
eteei baaDifraben ^nfen von H^enft^enfotl^ ffilU 4) W. 5^ 
iKcbe ea4 am jftng^en !£age anfmredfen. 6) W. (Bx rufet 
ie wdt Spanien. 



-^ 106 ~ 



%]\äfttbtn Sloctor Snorthi MStni Un ®otte< 
Serien. 

97. (1.) 3>tf iie IBawaft OctttS ffittft nli^ ntfU^ti, m4 
brgidftn laiia- 
(A.26".-St.7l». (76*0 — S.6B. (ÖD".) SJOCtOC 2u» 
t^ct fagett : „gUe ÜBccf (Sottet a) fini) unau«foif(6[14 
unb tinaudfpiec^tid} , ttine SSeraunft fann fle auefüf 
neu, aütln Uz <&laüie faffet fle o^ne alle mmfc^Il^e 
JCtdftt unb Sut^un; nelttjtg man alöbtnn Vctfletct 
unt) trf&ijtet, toenn man oUein bcbtnft, no)u ba4 
©tro^e flut unb nüße ip ^). 

(A.26". — St.72*. (77',1 — S. 69. (70*.) 9Iuf (In Oll« 

bct Snt fpcQc^ 3)octor!inaTtinue Sut^tt: „mivin, 
ba^ ®ctt ein @(^6pfer fei, i|l menfdiUttiei SSentunft 
unrnDglfd} ] benn nenn nicS glaubten, fo tnäfitcn ttte/ 
taf (I fo gtnaltig ift, bag tr nur mit cfncm SBoit 
unb in einnn Sluaenbltd bfe ganie 3BeU Hnntc tn 
rtnen .Raufen reißen, gleit^ nie ein XC;>fcc efnnt 
Sopf jubiet^en unb gufcfimettem fann. 9t&ec ivtc 
aläubtne nic^t, unb nir fe^en »fbet Qtott unfcce_ 
aBtlS^eit unb SRa4t, baiumb glauben nft nfd^t, ba| 
er ein €c6dpfei fei. ©iimma, 9itemanb lann Qtott 
In feiner aSajefldt begreifen ober eilennen, banirnJ 
I)at er flc^ herunter gclalfen in ber aQergectngflni ') 
iSepalt, unb ift 3Rm<ti ntorben, \a }ur SOnbc, tun 
Sobe unb ©*»acbf)eit felbs »orben *). Cr ift •) 
nein gnug niEiiben, ba er Anette (Beflalt an f<^ flo 
nommcn bat, nie @anct $aulue jun Sbiifwem (2, 7.) 
faget. aber nei lonnS glätibm? SBii mrtnen, 1)r 
türflftfee Aaiftr fei Diel madrttger, SraSmüS biel ae> 
Ic^tter^ ein äRtn^ »iel ^mmet, bnin (Bott tft''^ 



■) •. Dtit. 

1) >eI4e« — nl^ (ft« Mit Sl «. S. 1) St. li Mc «Oti- 

Snriflaftc. I) St. ^t blc Cenh, aKt C<^»aiM(ft nA »n 
ab ftlbfl aaf M flelobtR % [t — »nb». 4) St. t i«> 



109 



(A. 26*.— St. 7f. (76\)— S. 68. (69».) ©Onfl fa« 

Srte JDoctoT Butler auf eine anbeve Seit >): ,^9U[e 
Bnf (Sottrt flnb öffentlich am Sage unb ioij um 
begtetfUd) unb unau8forfd}l{(i>. S)enn n)er fann fa^ 
gm, »ie (Bett baS aQerneinefte !Dtns unb bie ges 
tiiigfte Steatur gefc^afen f^abt, a(d »ie er f^attt ') 
diem ^o4 ober Saud ') bie üugen unb v 93eine 
(tgeben; ober oie im SRenfc^en ein Sluge fe^e; ober 
»ic €» iuae^f^ ba^ ein Sßeib SRUc^ in Gräften ^abc 
nb ein xlnb im 2eibe trägt ^ »ie unb t)on wem ti 
mostet »irb? 9m ifingfien Sage merben n>ir8 
Vkm, unb oUe fo ^fibfc^ fein, ald S(bam unb dw 
Mr bem %aü waren, ja je^enmal fd^öner; wie benn 
foI«el i$t für ®ott ifl^ ali wäre e9 aUbereit ge^^^ 
|(^e$ciu 

3n @umma, in aUen^ auc^ ben allerneineflen 
Creatnren, ja auit in i^cen ®(tcbern f(^etuet unb 
Ufd man öffentlich ®otte8 aOmac^t unb grope 
Snmbert^atem S)enn welker SRenfc^, wie gewaltig, 
Mife tittb ^eiltg er au<4 i\t, fann au9 einer $etge 
einm ^igenbaum ober eine anbere t^eige ma^en? 
ofert aus einem Jttrfd^fem einen anbem, ober aber 
cmoi fticfd^baum f^affen? ober auc^ wiffen, wie® Ott 
UM fd^affet, warfen läffet unb erhält? 

niib }war in aüen guten ftdnflen unb Sreaturen 

Bbrt unb fielet man gebrucft ^) fein bte ^eilige g9tt* 
K 2>tetfalti0feitb), ali ®otte8 be8 SSater« SIU 
M4t, Otftte« be« 6o^n8 SBeidl^eit unb ®otte8 be8 
^rUgm OeifieS (Bfite. 9Bei( wir aber nic^t f6nnen 
M^ begreifen ober berfle^eu/ wie e8 mge^et, ba^ 
bei Sugapfel ^e^et; item, wie unterfcbcibene unb 
bentlic^ t>eme^mU(be SEBort gehört unb gerebet wer$ 
hm, oenn bie Sungc im SRunbe bewegt unb geredet 
«KTb, »e((^8 bo<4 natürliche S)ing finb, bie wir tag« 
04 fe^n unb bomit wir umbge^en, wie foUten wir 



b) OP. mUhnig. 
1) ^Bpn$ - 



Sett" fe^tt SU V. S. t) ,,1^'' fcl^ft St 
S) ^9Ht tai« frl^tt St n. S. 4) St ». S. oVct. ft) St. 



110 



bcnn bcn ^eimli^en fRaÜ) bei söttlic^en 9Raie{) 
Unnm begreifen unb ecforfc^en mit unfer SScmunft : 

98. (2.) (Slott »etiirget feine ®aUn, baß man i^r iti^i tf 

getoal^r koirb. 

(A. 27. — St. 70*. (81».)~-S. 72. (73».) 

,,!Die größten/ ^cbcflen unb befien @aben ®M 
Detbitget^ \)ecfte(ft unb ))erbüQet ®ott bamit, baf 
ein fleinc« glecflin bran bänflct, aI8 waren jic fd^le 
unb geringe, baf man i()r ni^t aci)teL 9((d bie X^c 
(cgiam ^erbecft er für jungen Seuten, baf fie barin 
nicbt jiubiren, bamit, ba^ bie ^rebiger nic^t fei 
^frünben unb gro^ Sintommen f)aben, fonbcm an 
JBcttlcr unb »eracl)tet bleiben." 

99. (3.) 9liemanb ^^er^e^et (Slottc« SBer!. 
(A. 27. - St. 72. (76».) — S. 68». (69*.) 

,,5Eein SWcnfc^ fann auSbenfen unb rec^t \)i 
flehen / wad ßJott getban ^at unb nod) o^n Unti 
laf tijut; barumb, wenn wir gleicb S3lut fcbwi^l 
unb foUten nur brei Etilen fcbreiben, wie @. 3 
^anned gef (^rieben ijat, fo fcnnten wird bo^ ni 
tbun. SSSad laffen wir und bunfen unb ))erwv 
bern >) und unfer SBeidbelt? S(d), e« ift eitel X^i 
bcit! SBenn wir foUten ratzen, wenn fein 3Ra 
not^ SBeib wäre, wie cd foUt gef^affen werben, u 
bergleid^en, ba würbe Stlemanb bapeim (ein, u 
würbe und an aller unfer Jtunjl jurinnen. 9Bad 
benn nu meine 9Beidf)eit aegen (Sotted SGSetdbcit? S 
id) will gerne ein Starre fein, mi(^ fangen laffen u 
gegrepen*) geben." 

100. (4.) (Slotted SBBBberioetf, bet bfeS^elt ^oUi% ft^ i 
ecfennet bie blfnbe SDetnnift ni^t. 

(A. 27 St. 72. (77.) - S. 68'. (69*.>. 

„!Die SSernunft fann weber t)er{leben noc^ fojfi 
wie ed iugebet, bap ein SRenfc^, ber t^Ieifc^ unb 93(t 
«gdnbe, SebeinK., @inne unb SBerßanb)c. ^at^ 



1) SL t bfffir. 2) S. t toi^ <) 6u B. S. qm 



111 



ein f^bc^ten Urfptuna ^abe, ndmtic^ au8 menf^Itc^em 
Sonenc); item^ bap aus einem Aern ^) ein grefer 
Soiun iD&i^fi^ au9 einem SEBaiaenf 6mlin ^ fo in ber 
Crben )>ecfaulet unb juni^t wirb, stcdnjig, brei^ig 
S5ndein fcmmen. !£)arumb ijl bie SBelt 'ooil (SotteS 
fcunbtnoerl, fo o^n Unterlaß gefc^^c^cm SBBeU i^r 
aier fo Diel unb unjä^Ug {inb, ba}u ganj unb gar 
grmrtn, fpric^t @. augufh'n, a(f)tct man i^r ni^t, 
ja man gebenft nic^t baran. 

€^rifhi8 l)at einfi mit fänf ä3roben fünf taufenb 
SRonn, Sßeib unb jtinber aufgenommen, gefpeifet, 
soJb ba f{e aUe fatt xoaxtn, finb }n)5lf JCorbe über:: 
Hieben unb aufge^aben. SSenn iit ein folc^ SBun^ 
kenoerf gef(^dbe, würbe fi^ alle äBelt t)ern)unbern; 
vic au4 jene träten unb fprac^en ^o^anned am 6» Aap. 
(S. 11) : Sbiefer ijt toabrlicb ber $rop^et, ber in bie 
Sett fommen foU. 

S>ajf aber (Sott taglic^ o^n Unterlaß große SBun^ 
tencerl tl^ut d) , \ct)tn unb achten fleifc^li^e «ger}en 
Bi^t, )a gebenfen nicbt baran, toiU gefc^weigen, ba$ 
^ fi4 tantber vcrwunbern unb i^m bafur banfen 
loflten. ®ott ber «gerr gibt SSaffer aud ben Reifen, 
aus best @anbe Srob, SBein, ä3ier, SSutter, Aäfe, 
anl btc Srben allerlei (Sema^fe unb ^rucbte, ®oIb, 
euber, du ic. äBeil er aber biefeS SlUed o^n auf« 
böten uberfluffig gibet, ^ftltS %iemanb für ein SBun^s 
beroerf. 

Sbom ^at er im Anfang- auS einem (SrbenfloS, 
(foa au< einer Stibben gemacht, jie gefegenet unb 
lefpcoc^en: @eib fruchtbar unb mepret eucb ((Sienef* 
i, 280- !I>ieß SSiort ifl unb bleibet fraftig bid an 
ber 9Selt <gnbe c). Unb ob gleich t&glid) oicl SRen:> 
fAen fierben, werben boc^ immer anbere gcborn, wie 
SRojfe in feinem ^falm faget: ,>S)u läffeil bie aRen# 
f4Kn fterben unb bal)in faf^ren wie ein (Strom, unb 
fprid»»: kommet wieber, 9J{enf(^enf inber ! ($f. 90, 3.) 



c) Smuiift ift Wni in «otteS SBerTen. d) ®oit fffjä 
tKß tiBlnUt aroie ffinnbmoerf. e) 3)syi|» &. IDort toet^e« 
Umn aiber witnft^ ßeBortn. 

Mj St, S. 9. W. f f0. 



fam !)ern)un^cm tonnen; lepcn ipr auii 
baran^ (oben unb preifen ben eijbp^n, 
audjy ba^ er SBot)(gefa((en an i^nen I)al 

3)ic SBclttiubcr aber, fo tm ginften 
fe^en, roic gefaget, ber 2)infle fcincä, 
tDtffen fle ))on bcd Glaubend ©ac^en. SS 
fie in ben iDingen, fo ber SSernunft untei 
metfen unb unterfc^eiben fdnnen^ toai 
tß^ au(^ etlid)erma| bie Äußerlichen SEB 
fe^eS t^un? S)lc Slrtifel aber be8 (Bl< 
brei $erfonen ein eintaer Q^ott fet/ baf 
@o^n Lottes fei aRenfd) »orben, baf 
fbib in S^rifio^ göttliche unb menf^t 
i^nen ))iel )u ^oc^, ia drgern ^^ bran 
für ein (Bebic^t ober $abel f). ^enn 
fl(^ reimet, wenn 3(>nanb fagen xooüU 
@tein finb ein ^enon^ fo n^enig reim 
ber aSemunft, baf ®ott iji SRenfc^ wort 
göttlicfie unb menfc^iic^e Statur^ in 6^ri| 
ein $erfon iß. 

S)aran aber ^aben wir G^riflen mi j 
2eben lang, ^d) benfe fo((^em auc^ peij 



113 



ä im nimmermehr/ er fuc^e il^n, reo er woOe; 
«ijb^et ^) ))iet weniger^ tcai fein aSiKe unb SEBcfen 
L Sn ifini aber erfennen »tr Siaed^ bie sante 
M^t unb ÜRenft^^eit; baS ifl, tvir fe^en in i^me 
i^di fcie ^of^efie Äraft cter fSJlaint, unb bie hi^ 
tfLt @(6n)ad9^eit, Seben unb Sob, ®ercc^ttgfeit unb 
ifaibe^ (Sotted @$nabe unb 3orn. 

84! was wollen n)tr fagen^ ba^ @(ott iflSKenfcb 

eiben? Sd i{i ein aar ^o^er unb fcbn)erer Slrtifcl 

kr unb iDiber aüt äJernunft; aber Stiemanb ober 

gar wenig Seute nehmen fic^ mit Grnfl brümb an/^ 

ItL (ft.) OoH ifl nnht^xtifliä) snb toirb bo«^ gefdl^Iet. 
(A. 28.— St. 88. (93'.)— S. 82\ (84.) 

//®ott fann man nicbt begreifen unb ') man 
ißA i^n bo4/ benn er läjfet {id) aUent^alben fel)cn 
ib merfen g) / unb erjei^et fic^ ald ein gätiger 
idjipfer/ ber und alied ®utd t^ut unb gibet^ xotU 
ei bie @onn unb SRonben^ .Igimmel unb Srben unb 
le gfrüc^te^ fo aud ber Srben n?acbfen^ jcugen. 
ber ber aRangel^ baf n)tr ®ott in folc^en feinen 
terftn unb unjd^Iigen SSol^It^aten ntcbt erfennen, 
am @<6epfer nic^t, baf er n)oUte, ba^ folc^d für 
tfcm Slugen foQt *) :)erborgen fein. Stein, ber 
tOfl ifi an i^m ntcbt, fonbern an und; benn bie 
mfAlt^e Statur ifl burd^ bie Grbfünbe alfo ))erber< 
t nnb ))eraiftet, ba$ wird nic^t achten ^ no(^ erfen- 
% mb «)crfie^en tonnen.' 



// 



1 (i.) Oottcl fisnbenoetf flehet «an in bcn neine^n lab 

geringflei (Steatnren. 

(A. 28. — St. 73. (78.) — S. 69». (70*.) 

JDoctor SRartinud fagte: „S)ie gröpeflen Sßuns 
Rverf (SotteS werben in ben allerfleineßen unb 
aü^l^ameften Creaturen unb S)tngen gefe^en h). 
Bl «n einer reifen Sirn ober Spfel, weld^e, e^e 
leiclf warb, für einem falben ^afixt )u))or ol)nge« 
W|c in rec^nen^ ba mar fie tiefer, benn fie lang unb 

A •. •eaeitoddiafeit. h) Srratnt 3eng«(f. 
^) Sil UKJUte. t) VT. ater. 8) St. i. S. foll. 



Svfi iß, unter bei (Scbcn iinb fap iis Au^et^ 
tpfri bet f&untl" 

IM. (7.) «Sil i» aa$tt iib itn, nh kg« In aDn ffcntin 
(A. 28. — St. 88'. (93:)— 8. 83. (84.) 
„^ierotü bei ^immel [ftn @tu[)el tfl, (Sfaiä a 
66. fiapftel (93. 1.). fo toitb et mit, mit übet bi 

timmel tefdiEn; unö fo bte Stbe fein ©Aemri ob 
ugbanf f^, fo mu^ er audi in ber ganjen üEBcIt feil 
wie bie folgcnbe fBcttt auc6 jeueeti, bft @ott fpcb 
(^. 1. 2.) : SBcIdieg ift ble Stätte, ba iüt nigen fol 
S* fcfjf nu bie Cclcnben unb bie jetbtoibtne« ®eijl 
finC unb fld» füttfitcn für meinem SBort. *1S fo 
er faqcn: SDiefe finbfi, tei benen i* mein ©o^nui 
unb fRa%t Ijabe i). fftu flnb ober biefelbigen In au 
SSelt ^in unb ()cc jetflteuct, unb fo et SUIeS erfüQi 
mie San« ^aiilud fa^et (Sp^- 4, 10.), fo muß 
allenttialben (lencnroäitiQ fein. 

ÜDarumb roer für G*ott lota weift fein, bet lec 
fein iffiort unb fflrdjte fid) für i^m; benn bte Sun 
bed £cicn fft ber 3BeigI}e{t Slnfdng (€lr. 1, 16. 
bod) fürtbte er fid] alfc, baß ec auc$ auf feine 9i 
^offe, fpfalmo IIT. (!8. 11.)." 

®onf) fagct 1) auf ein anbcrmal 3)octDi SXi 
tinn9 Sitt^er auf (Sined $rage : Cb (0ott aujet, nb 
unb bo(4 in allen, au4 ben geringflen Srtatuei 
n&te, als im Qlräditn unb >) SUttlin anSdumei 
unb fprad): „@ott ifl an Eetnen Ort $ebunben, 
ift audr an feinem auegefd)lo{fen} er ift an aQi 
jDrttn, au(f) in bec geiingOen Kreatur, ali In cttH 
Saumblait ober in einem Qtrfiattn, unb ift boi^ nl 
flenb. giitgenb"), setflclic grtfpit^ unb b(f(^lpfjfl 
an aUcn Cttcn aber ift er, benn et f^affet, idM 
unb cibält aQe iDing. 

aSie tft er aber in aUen (Ettatuten? WcfentUi 
ober burcfi feine aUmAt^tige Araft? Si Qi nf bi 
bcriei SBcife in einer ibcn ertatur: btnn »fe gcfof 
R f4ap, »Irrt unb trbält ttUrt. «nben fttMtu» 






115 



nU» i^tct (Sigenfcl^aft nac^^ (Hott aber flegentoAttig 

3>a (Siner aber fagte: S)a8 ^erflel^e i(^ nic^t^ 
OBivort S>o<tor aRartinuS barauf : ,,®la\xbtft bu au^^, 
bii 6feri{ht8 am Aren) unb in bec ^un^frau SRartd 
Sab ®ott loar? SSeibeS )u glauben iß ber SBernunft 
nvAglicb; tc^ g(&ube eö aber, benn ble @cbrift fagetd. 
3^ nu Qbott in ber Jungfrauen Seib n^efentlicb unb ^ ) 
negenwdrtig/ fo ifl er auc^ in einer iben Sreatür, 
tenn ti Ift einerlei JBJeife jiu rcben *)/' , 

S)a fagt ein Snber: @o ifl er au^ im Xeufel? 
^a/' fpracft SDoct* SRartinue, ^^anc^ in ber JQiüt 
tiSimÜiit, wie @. $au(ud jeuget 2. SbefT- 1^ (ß- 9.) : 
3)ie ®ott(ofen werben $ein leiben, bad emige äSer« 
bcrben ton bem SIngefidit bed «i^errn; unb ^falmo 
139. (S* 8.) : Settete i^ mir in bie ^iüc, fie^e, fo 
Kfl bu aud| ba. 

104. (8.) (Sin anber Srage. 
(A. 28\ - Sl 176», (183.) — S. 165«. (169.) 

') fiCBeil bie 9}erbammniß über aüt SlRenfcden 
borc^ SbamS ^all fommen ifi, worumb burc^ ^bi^tfium 
oiddKc 9ßeife bie @efigfeit nicbt über aüe aRen|d)en 
bnne, benn bad metfie S^eil ber SKenfd^en bleibet 
ootttot unb wirb ))erbammet k) ? Sintwort S)oct. 
Start : ,/S)iefe ^ta^t f ann Sliemanb auflöfen benn ^) 
bos^ (Begenfrage. äBcnn muffige ®eif}er barauf 
bringen^ worumb (Sott wiber bad menfd)li(be (Sefd^lec^t 
fo tatt cr)ömet fei, ba^ er ti ganj unb gar btnwirft 
nb bem Zobe unb SSerbammni^ ubergibet? foU man 
feagcgtn antworten unb fagen: bap ®oit ni<^t jÖrne; 
m& er feinen eingebomen @obn geben fjai iur SBer^ 



k) ffhige, koerimB bie Gfligfdt sielet gleich fotool^I anf alle 
9nin€M hw^ ntiftim fouimeii i#, loft bie 6ijibe bwrclft Vbant. 

1} «nb" fe^tt Su Sj St. SBiekool^I ee diversi gradut 
nb Bodi fiib praeteotiae Dei. 2)ein auf befonbete unb uw 
tRf4(cbe«e Seife ift (Boit 1. fn' aSendreothren, 2, in ben 
•Uübiges, 8. i« bem Seib bec Shitter aVarid, 4. im8Uif<^€ 
Q|tf|K, i. bn f. moihgapru. ß. bam -^ reben« 8) St. \ 
m mma aar Hte 3äi Btfraget 4) Su f per instanliam 

8* 



— 116 — 

fB^nung M menf((iU(^en Gefc^Iec^M , batumb f et fein 
9Biae ni<^t ^),ta^ eS ^) foU ))erIoren unb "otttams 
tnet »erben. 

SEBirb weiter gefraget : SBorumb t^er^nget beim 
®ott, baf bie aRenfc^cn )>erfto(ft werben unb in tat 
ewige aSerbcrben fallen? «ßie fraae wiebentmb: SGBos' 
rumb &ott feined eigenen ^) ®o$net nic^t \)erf(bonet 
tiat, fonbern {{)n für und 9Ue in ben fc^md^Ucben 
2;ob am Jtreu) gegeben? welches je ein gewtffer QtU 
c^en ber Siebe gegen und arme elenbe äRenfd^en ift, 
benn bed 3ornd unb «ßap wiber und. SBa^r ißt^ 
ba^ ber teibige @atan ^bam betrogen unb Derfubret 
fjat ; bu aber foUt bagegen balten unb betra(|>tett, 
ta^ Slbam balb nac^ bem ^^all bie SSerbeipung ))om 
©amen bed SBeibed, weld^er ber Schlangen ben 
Aopf {utreten unb bie SBdlf er auf (Srben feanen foQt; 
empfangen f)at (®enef. 3^ 15). !9Darumb foUen wir 
erfcnnen, ju «l^erjen faffen unb wobl bebenfen^ baf 
bie Q5ute unb S3armber)igfeit beS SSaterd geaen ber 
argen ^ gottlofen SSelt unmepüd) groß l^, baf er i^r 
feinen ®obn jum «l^eiianb gefanbt l)at 

SDarumb foUen roir nic^t barauf feben^ wie grdu^ 
Ii(b burcb Sbamd ^aH menfcbticbe !Ratur t)erbecbet 
unb t^erblenbt^ wü großer fcbrecflic^er @ünben i{(> unb 
berbalb allerlei Unglucf, Jammer, ®lenb^ 9tot^ unb 
enblicb bem Sob unterworfen, unb baf ber grflfte 
«gaufe ber SRenfcben gottlos iß unb ))erbammet wttb; 
benn biefem 9lllen bdtte ®ott wobi f5nnen juooc ^) 
fommeu/ fo er entweber bie SBelt ober unt SRenfc^en 
nid)t gefcbaffen ^dtte k» @onbern ))iel me^r tß bar« 
auf Slcbtung )u geben, baß ti ber liebe &ott gewollt 
bar,, baß StUed alfo ergeben folle. S)arumb laß Uc 
feinen guten SBillen gefallen, unb flägel ni(bt mit bem 
teufelif^en Quare ? worumb in gfittlicben äBorten unb 
SBerfen. 3>enn (Bott, ber aller Sreaturen @tiipitt, 
£en unb (Erbalter (^ unb aOeS na4 ^) feiner äf tt« 
luben, unerforf(bH<b<n aßei8^ett f(bidt unb oronet, 
l^at feinen aiefaden^ j[a einen Q}r&uel an folc^en ^o^ 



1) ^uU^fsftfß SU tt. S. a) W. et. Si. t ni4t 
S) St. «. 8. tUi^n, 4) Si. n. S. Pn. 6) St m; S» te^, 



— 117 — 

gni). 9u(^ tann ein SRenfcft bem anbetn mdjt )u 
git (Otiten, itenn ei i^m vetbrie^Iic^e fragen ffiibringt 
ut iamxt plaget 

Suf baf wir abet ja aller iDing ^) ber 6a(^ a^» 
Vit »erben, welche felig ober Derbammet foQten fein ^), 
l^at er und feinen einigen @o^n ge[anbt, unb bcfo^^ 
len, ba^ wir i^n foQen l^0ren m); ber ^at und beB 
SaterS SBiOen ofenbaret, n&mllc^, ta^, wer an ben 
St\ß gliubct, ^abe ba6 ewige 2cbcn, wer aber nid^t 
grübet, ift fcbon gerietet, S^bannid am 3. (Sß. 18.) 
unb & JtapUcl (93. 40.)- Stern: SBer ba gidubet 
tmb getauft wirb, ber wirb feiig; wer aber nicbt 
gläiibet, ber wirb Derbammet, SlRarci am 16. (93. 16.). 
3n @umma, beß fcden wir und in aQer S^^^erficbt 
{n nnferm lieben ®ott ))erfeben unb obn allen Sweis 
rel glauben, ba§ er barmberjig, gnäbij[|, gebulbig 
unb über aUe 9Ka^ freunbli^ unb guttbatig 1{1, unb 
Md er t)erl^ei$en unb iugefaget bat, gewif lid) balte *), 
inb^ uberfdbwenglicb t^un fann über SUcdv bad wir 
kitten ober »ergeben. (Epbcf. 3. (9}. 20.) 

2)a| aber &on zuweilen aud gottü^em i^orbe? 
tübtem 9tat6, burd) wunberbarlicbe SBcife, menf(blis 
(ber Sernunft unb SEBeiSbeit unbe^reiflid) , biefed ficb 
ertarmet unb jenen verßocft, wie bie ©cbrift von 
$barae tebet (6jrob. 7> 3.), gebubret und nicbt ju 
erforfcben n). S>ad fcQen wir gewi$ wiffen unb bas 
ran nidyt tweifeln, baf er ni(btd tbuc o(}ne gcwiffe 
ttifa4 unb bebauten Stat^, unb gwar wenn er einem 
Sglj^m von feinem Sbun unb 22erfen mu^te Stccben* 
yttaft qtbtn, wdre er ein armer elenber Wott. 

3)arumb foQen wir und gnügen laffen an feinem 
Bort, barinnen er und feinen guten gnäbigen SSili 
ta tn unb burcb Gbrtfium offenbaret bat. SBer aber 
lad SBoct fal^ren Ififfet unb o^n bajfelbe i^m färnim» 



1) flott tat OiAiel ok foUbes nsMi^ Sngn- ») ^rU 
^_ foS mm Ijfflcn, t^ii Met, fo finb toit feHg. n) SHacb 
fflUM fiiiwXUin dtetb foOe» »ir nfibt foxf^en i toorimb et 
^ ilbfr W« Alf. 

1) Mr. «IbtWii«- S>'W. Mtbei. S) W. bAtt' 



— 118 — 

met, flötdti^e SRajeflat^ »dt^e M ünb Sßccf t 
mit W^cflcOT jyiei^ ju crforfcöcn (ypIc bcnu'«IU*tBi 
fo 95trt((t)cr gRaiejiat 9?atuc, JBcfen imU: SS« 
bnrd) t^re 93ctö{)eit unb @pcculation o^n ■ baS SB 
oueforft^cn wollen), bcm wirb« mdJt gelingen *li 

• • • ■ - 

105. (9.) (Bin anUx grage. 
(A.29.— St. 79*. (84*.)— S. 75». (78») 

S)a (Siner fragt: äBerumb ®ott ))fel tbat; 
man webet Urfad) finben, anieigett' nccb Dcrjlei 
Mnnte? Slcbl fagt 3)octor aRorttnuB , V/Weim '^ 
fcl^on nid)t Stücd, wa§ @ott mac^t, wiflht ober t 
flehen, liegt nic6t SRacbt baran, er 'Wiu au(^ ni 
bap wir wiffen foQen, wa^ er für bat o)« .f&ii 
gu ^Jßetro fprä* So^}. am 13. Aap. (33. 36.)^'« 
id) tbue/ bad weif eil bu ni(bt, bu wirfig ^ber ^esn 
(namlirf).an jenem fv6t)li*cn Sage) erfaßten." •: 
werben wir crft recftt erfennen, wie treu imb fteu 
lid^ ed ber liebe ®ott mit und gemeinet bat/ 'iw 
g(cid) Unglucf, Slngfl unb 3toii) fnr()anben gewel 
^nbe6 follon wir und gewif ju ibm t)erfe^en, ) 
er ' ) und ni6t werbe i^erberben lajfen wobei (in t 
noc^ @eel, fonbem atfo mit und hanteln,' bof \ 
aUed, ed *) [et gut ober bod, gum JBcflcn bieneit tti 

ÜBir Karren fönucu nicbt gtünblid) Urfad) an 
gen, wie bie Mebe in unferm SWunbe entfielet, *' 
ed gugehet, ba$ eined einigen 9)lenfd)en ®timme { 
fo ))iel iSaufenben beuHit!^ gef^Stt wirb, unb''witf> 
unfern Äugen fo weit unb fern fel)cn allerlei ^i 
unb wad wir für und im ®eftd)t t).a6en, nidjfed a 
genommen, beutli^ faffen unD untetfd)eiben r9nn< 
item wie 93rob, @peid unb Xranf, fo wir taglid» 
niesen, in unfetm Seihe fo in furger S^i^ tn ^te 
unb 93lut, «i^arn unb SRif); ^erwanbclt wirbp). 

0) ®ott toiU ni^t, ba$ toit allee tDiffen foHen, \oa€ 
tBiit. p) fftamn flnb lofr, bie nic^t leiblich nnb latärl 
Ibert »eTMe&f mb tooUtn l^o(e l^immUMe IDing etfotfifei 

1) W. atätl^. 1) St. bet iiterfli^ fii(p, ben ü 
mit 64effelii g» meffei inb bafr flenet oif flßtfgcn gk M) 
nnb »icb (|m nbel geUngen fl. bem toitbe nf^t geliiu 
S) SL t el gilt mit wi« ntdn« %iib. 4) „e 9« ffl^ S. 



— 119 — 

6o nit, fage ic^, in biefen geringen SDingen^ 
fb tri onb in und täglich ^efcbe^en , nicht grunblid) 
\bfaä^ fcnnen angeigen^ wie finb wir benn fo "ocxs 
flehen nnb unßnnig^ auper uni über bic 3Bolfen ju 
imtm, t)cn göttlicher 9Raje|tat SSSefcn unb mütn 
jn fpeculicen, ^ie nnfer blinben toUen SSemunft ))ie( 
fH bod), unbfgretilid) unb unerforfcblicb ijt? 

@. «gtlarinS fef^t ein fein SBort : SBir geben und 
iu triebe, fpric^t er^ baß wir nid)t wiffcn^ wie et 
Bit unferm ficibe suflebet^ unb wollen boc^ bie ®ott& 
krit audfpcculiren. Xa& t^utS ober nict)t, ba werben 
citd (Bemfcnßetger aud^ ixe flurien unbbrecben ben 
^dlf. S)arumb rat^e icb treulieb, baß man ^ore, 
WLi 0ott burcb fein 98crt und ^) faget, unb und 
na4 bemfelben richten, fonfl ifl alle ^{ube unb Slrbeit 
vergebend unb wir {inb ))crloren/' 

106. (10.) (Sin oiber grage. 
(A. 29». - Sl. 81*. (86*.) — S. TT. (78».) 

iZte @iner fragte: SBo ®ott gewefen war >), 
ebe bcc Jßimmel gcfc^affeii warb? !I)arauf antwort 
6. auguflinud: &r fei in ibm felber gewefen. S)a 
er weiter fcrfAet, fprad) IDoetor SRartimid : „dx bat 
ten müßigen fäcwi^igen ^lattergeiflcrn bie .^5Ue ge? 
bouct. 9taci)bem er nu aUe Kreaturen eifd^affen 
bat/' fagte er weiter, ,,iji er allentbalben unb bocb 
nirgrnb ; benn ic^ fann ibn nitbt fajfcn nc^cb ergreifen 
«bn baS SEBcrt bunb meine Q^cbanfcn; ba ober la|fet 
er ficb pewiß ftnben^ ba^in er ficb gebunben *i) i)at q). 
Sie Suben fuuben ibn au S^rufalem bei bem ®na$ 
ten^bel^ ®]Cobi am 25. Aap. Oß. 17.), wir im SBort 
mb @(auben, in ber Sauf unb @acrament; in bcr 
SRajetiat aber i|t er nirgenb ju flnben. 

Unb. iji ein *) große ®nabe gewefen im alten 
Zeilament, ba *) ßcb ®ott an einen gcwijfen JDrt 



0) Oott Idpt M nitsoib «tt^ ftibm, binn ba tr ftc^ 
fcbucvnibem M, in IBert mb ^acrament. 

1) »m«" fe^tt St. n. 8. t) W. ffi. S) «I. :i9ftBuiu 
bA 4> ..rii'' fcl^U St w. S. 5) W. baf. 



— 120 — 

gebunben M W^ ba er fic^ f^at (äffen flnben^ nfitnli^ 
an bem Dit, ba ber ®nabenflu^el xoat, gcgni »et: 
djcn fte beteten^ ald crfilic^ ju @iIo itnb Si^em, 
barna^ ju ®ibeon ') unb julc^t 2U S^i^ufalem in 
Sempel. 

@oI4em ^aben bie ©riechen unb anbece «j^eiber 
mit ber ^eit nacbgea^met, i^ren ®o^cn auch an qc 
roijfen iOrten 2:empel gebauer ^ ald ^u (Spbefo bei 
!Diana/ }u !X)e(pbid bem 9(poUc2C. !Denn ido unfei 
^ctt ©Ott ein Jtircbe bauet ^ ba bauet ber Seufe 
eine JtapeUn binnad) r). Stuc^ ^abcn fte bad wt 
ben Suben genommen, ba§/ n?ie bad SHIer^eiligfle fin^ 
fter n)ar unb fein Sic^t I)atte, alfo ^aben fie bem 
felben nad) bie £)erter^ ba ber Seufel Slntwort gab 
ald ju ÜDelp^td unb anbcr^n^o, aucb bunfel unb fin< 
fier gemacbt. 9l(fo ifl ber 3:eufel aUjeit unferd jQtm 
&ottc^ 9lffe. 

J)aß aber ba§ Sltter^eüigPe mu^te finfier fein, 
fiat bebeut, ba§ S^riftud 9{eic^ allein burc^d äßor 
unb (Stauben, fonfl burd) fein anber äSeife lu fln> 
bcn •) unb ju begreifen ijl." s) 

107. (11.) ®ott ifi treu unb loal^r^aftig. 
(A. 29\ — St.38. (41.)— S. 37. (38.) 

„^af ®ott treu unb nabr^aftig ifl i) , f^at x\ 
erjeiget nic^t allein in bem, baß er feine ä}cr^cigun( 
und bcit geleiftet in Sb^iRO/ burcb welchen wir fßtt. 
gebung ber @unben unb Srlofung ))om eroigen %ot\ 
baben; foubern ^at un8 aucb fürge^eüet in ber @(^rifi 
\)iel ®nabe unb Xrojtejcempcl an großen «^eiligen, fi 
Don (Sott bo(^ erleud)tet unb begnabet finb gemefei 
unb bod) in große fd)n)ere @ünbe gefallen. 

abam ^at burd) feinen %a]l unb Unge^orfan 
beibt, @unb unb Sob, auf aUe feine 9Iad)fommei 
geerbet Saron brachte eine große @ünbe übet Sfi^ael, 
baß fie ©Ott ))ertilgen rooQte, 2)euteron. am neunter 



r) ®o 9ott eine Süxiit bauet, ba bauet ber Teufel dm 
StaifitU babei. t) SBonimb bae 9iUv^ti\i^fit finflet 9eioefei 
i).9ott UU (Blanbei, toad et foat. 

1) St. «erbiBbe«. 2) W. «ibea. S) St. n. S. faffc» 



— 121 — 

(S. 11). S)aDib ^el auc^ fc^erHdg^ 2. Sam.am 
afttü. «I^iob (3^ 10 unb SeremiaS (20^ 140 ^ß(<* 
fuAten bm Sag/ barinnen jtc geboren n^arem '^ona 
mbro^ ff^c unb toar jornig/ ba^ 92init)e nlcbt un:: 
tnging (2fom 4, 1 fO/ $(tcud Derläugnet (ORatt^ 
26f TO fOf $aulud verfolget Si^rijhtm (Slpgefc^. 
9, 4.) 2C. u). 

ÜDiefe unb bergleic^en unjä^üge (£;c(;mpel laW^) 
md bie ^eüiae @d)rift für/ nid^t^ bap toir {Über fpRen 
fein unb auf ®otte8 93arm^er)igfeit funbigen, foiv; 
brm wenn wir ®otte8 3om unb ®eric^t füllen , {^ 
über bie ©ünber geben n)irb, nid^t foUen ))er)n)eifete« 
fonbem folc^e trofiKc^e (Sjcempel toobl einbilbe;}. unb 

Jctti^ fi^ttegenv bafl^ n>ie (Sott {i(^ i^rec ^erbarmet 
at/ alft ivirb er unS auc^. gndbig fein unb Vie ^ühbe 
nh^t jured^nen ani lauter ®üte unb 93arm||eriigleit/ 
in 6bri{to erzeiget k. 

Stucft fielet man in foIAen Sitempeln großer ßeis 
Hua, bie fo f(^n)erli4 gefallen .flnb^ n)ie eiUjMer, 
UfUgtr, neibifc^er, m&d^tiger ®ei{i ber Seufel, Vicfec 
aielt (fürfi unb ®ott, ifi, ba$ fo er ^o^e ficut« bat 
foinen ]u ^cäl bringen (unb nod) tbut)/. bie mit bem 
Eiligen ®eift {inb begäbet gewefen v). SBel^cS man 
nirgenb fo n)0^t merfen fann^ atd jioenn fleifcfalicbe 
Stenf^en, beren «^erjen adein baften an bcm Seitii 
Ivt^tn, in grobe ©unbe^ a(8 SRorb^ (iijtbtüi^, S)iebf 
ftabU ttUcin ') fallen. S)ocb. {inb folc^e bobe fromme 
£futt, bie fo grofle @unbe begangen , bun^ ®ottei 
9tat^ unb SSer^fingnig gefallen ^ auf ba| {{e nicbt 
ftol} würben, nocb i^rer &abtn jid) uberb&ben^ fon:^ 
tem fld» furcbtetem !Da S)a))ib funbigete, tjaiit 
Vtüam tobtgefcblagen , i^m fein SEBeib genommen unb 
Un ^einben beS «gerrn Urfac^ gegeben )u (dftern^ 
fonntf er nicbt rühmen, baß er xooi)\ regiert unb i^iel 
•nt* aefHft ^atte, fonbern fprac^: ^cb b^^b gefün? 
bijicl wiber ben «ßerm (2. @am* 12^ 130 unb betet 
BitZbr&nen ben $falm: Miserere mei, Deus ($f.51.)» 



u) ^cUiflet San. ' v) Slevfele iBoe^elt unb Sta^t 
1) SU b4tt. 't) ^ama'* .fe^ Sfc. 



— 122 — 

Unb ^iob (39, 37. 38.) befennet unb fptHt: 
f^ab xinxoeiiliii getcbet, befc^älbige mic^ barnmb^ 
t^ue Supe * ) jc. 

108. (12.) ®oiM ^ac^ett ffahtn gar (inen geringen Vn 
• (A. 30. — SL75\ (80.) — S.71*. (72».) 

/^SBcim ®ott etmad (Sro§e6 fur^at audiurid 
fa^et er baffclbe an burcb cfnen aKenfcfttfn^ unb • 
berftad) (Sebiitfcn, bie folc^ 5Bccf auf ®ottc8 » 
aufaßen, au(^ \)imui fut)ren unb i^re ^feinbe ( 
toobl nfc^t o^n grcpe Jginbcrnip unb JBiberjl« 
uSccrofriben w). 

• aie, ba er ba8 fSolt Sfr^cl au6 bem lang 
rtgcn-, f(I)n)crcn CScfänqni^ in 3lcgi)ptcn criSfen 
in baJ (jriobtc Sanb führen voolit, berief et er 
aJlcfen, barnad) c^ab er i^m ju ?laron, feinen J 
ber, i\x einem ®el)ülfcn; tic iiingen ju ?P^arao, 
ten ibm au« )8efet)l be« «gcrrn , ber ftbrder 6 
er feilt Sfrael giebcn laffen k. SBlewo^l aber ^ 
rab ftd) ;erflli(b bart ban)iber fegt unb ba8 9}i>U ci 
plagete iDcnn jui^or^ gleic^roo^l warb er enbßcft t 
fo tjicl AJJlOflen gc nwuitqcn, baß er S^ael jfcbcn 
ja bic Stegtjptcr brungcn unb trieben flc eilcnb 
bem Sanbe. 

Da eB aber ?p^arao gereuet, baß er 3 
bStt*) jiebcn laffcn, unb ibnen na^jagtc mItJRo 
SBagcti unb .Leitern unb alle feinem <§eer, ^ieß 
fierr SKcfen feine ^anb, barinnen er ben ©tob ^ 
tfber tau 3Reer recfcn ; ba t^eileten 'f<d> b(e SBü 
unb ba bie Slegt^pter Sf^^ael na(i)fotgeten mittel 
ba« aWeer, freite ber ,ßerr für ^\xatl, erfduft 5ß^i 
mit alle feiner ÜWac^t im rotten SReer, unb cn 
«Ifo fein a^olC "oon ber 9teg^pter ^anb }€. (6 
jtap. 5 — 14.) 

aifo iur Seit beS $riefterfi (&ü, ba ei je^r 

ftunb in 3fcoel/ bie ^^ilifter fie f^axt br&ngeten 
erlügen, boß auf einen Sag breißtg taufenb aX 



w) <9ott fdl^et in ber (Sr^e grcfe 6acl^en ^^Yo&äjUl 
bun$ geringe Senf. 

1) „nnb tl^neiOnpe" fel^lt St. n. S. tySv. n. S. 



las 



ovl Sftael umbfamen, ba}u b(e ?abe ®otM nahmen 
rnibfü^tften fle in ifjt Sanb; batfiber (EU fut großem 
2rib voni @tu^el }arü(f e fiel unb bta^ ben <l^a(d ents 
tirri, unb an)ii[fl)en nmt, atö »ftre ed mtt ^\ta(6l 
%ax au§, ba cnoecf et (Hott bm $rcp^etcn Saeiuet x) 
«nt ^ttlf but4 ii)n'SNet »feb^r auf, baß'bic ^t)U 
tifitt gefcbtoaen toorbcnic. (1. @am. 3—5.) 

J^etnad) ba @<rnl t^on ben ^^Hi^lern fo ^att 
bebtänget wac^, ba9 er fut großer Sn^fl \>er||tbeU 
feite y) unb fid» felbdd erflad>, au^ bifi @fibne unb 
•MelSolfB tu^lcicl mtt ®aHl umbTamen, gebadete Sber« 
mann: 9tu iftS mit ^fcnel gef(!^e^en (1. @am. 310* 
jtuti ^ernad)^ ba !Z)a)>ib Dom ganjen Sf^acl )um 
Stifäq fitral^rct unb befidtiget tvarb^ ging tad aureum 
leculum^ bie gälbenc Seit, an z). S)enn !Dai)ib/ ber 
af tnDaWte'HKaun <S)otte8, errettet nid)t atfein Sk^^^I 
av» ber ^einbe «ig&nbe, fonbetn bezwang unb bracbte 
in tHe^orfam oUe StM^t -tinb SSMer, bie i^d^' wi« 
ber'U)n'fv|tert; b^If bem Üteicb bernfafen auf, bap 
ti iu feimn itnb (Salomond S^it^ in voßtr Slfitbe/ 
böbeftet a»a*l unb ^cttlic^f eit ' Pnnb. 

3)a}U envetfte @ott i^m (Be^filfen a), tnel böi^r 
£eut€/ $rlejter unb ^ropfjeten, oud) anbere gött« 
fürc^tige, roeife, erfahrne ,ßelben unb fllegenten/ blc 
er braud)eh fonute in geifilicben unb n^eltlic^en @a/ 
4ni; wie er Denn beibc, ^riefiertbum unb Ai5nig^ 
nid), hntöf fit alfo fein g<crbnet, bdlaltt unb ans 
teriibt bat, bat fle ^rnioK^ lange ;^ett in i^rcm 
eunbc Uieben ^nb/ 

Vlfo/ ba 3nba gen Säbel gefanpen geführt warb, 
erwdblte ®ou bie ^ropbcten vjec^nri, «lgiaggai> 3^^- 
dyariad, bie fte in i^rem Slenb unb ®cf&ngni^ tio^ 
flettn-b). Vit(6 )>er^'ie§en fte ibnen M nic^t allein bie 
^eimfa^rt wieber ins Sanb ^uta, wie Im erften Sc^l}^ 



i) €ainBel enettet Sfroel. y) 6attl )9et|»e(felt. z) ®fil- 
tne 3<it* b« f^a'ol^ an6 Slrdment fam. a) ®ott gibt 
frrwimrv aHrgnitm ttene (Br^dlfni. b) 9B{e vnb birri^ toeli^e 
3<ba gm QaBel fni Oefftienfl getraflet 

1) ^üßm' fel^It Sk n. S. 



— ,124 — 

&otti, Ui RM%i in Werfen, gefAü^oc./ fenbem 
bap axiäi S^riftii« )U feiner ^^it ^cn^iß (ommen xoüttt. 
• ^axani ift )u \ti)en, ta^ ®ott fein SSolf no4 
nie i)ei(a{fen bat c) , aud^ bie arge äSelt nicbt (bie 
{t)md bod} feing S>anf m\^), ob er Je g(ei(b .ein lange 
Seit iimb i^rer @änbe »tUcn i)axt firafen unb plos 
gen ldj[ct. 9Bic er und benn aud) )u biefer «nfer 
legten 3<^it gndb{gUc6>bcimgefuc^et unb aud bfin lang:: 
n?ierigcn, fd}n>eren^ gräulicbcn ®cfängm^ beS leibi? 
gen $apßtl)umd erlöfet SDer liebe ®ott ))erlei^e 
fönate, bag n)ird erfennen unb i^m bafur banfen, 

fonfl wirb Ubcl drgcr werben !" 

• . »■ • 

109. (18.) Überfluß bet iMi^tn <9uter l^inbert ben (BlanBn. 

(A. 30^. — St. 76\ (81».) — S. 72% (73'.) 

,,<$iott fönnte balb unb (ei(i)i(i(f) rei^ werben, 
wenn er fld) beffer furfä^e unb Derfaget und fdner 
Sreaturen Säraud^ d). äBenn er igt bie ©onne aufs 
bielt, ba§ fte nid}t fc^einen fönnte, ein anbermal bie 
Suft einff()le|Tc/ auf ein anber 3^it bad Saaffet anf^ 
l^iclte, barnad) ba^ i^-euer audlcfc^tc, ba Würben wir 
gerne aUed ®elb unb anberd ^ ) , wad wir t>cltten, 
l)eraud geben, bap wir fold^er Kreaturen Wieb er ge« 
braudjen. möchten. ..... 

SSeil er aber fo mt(big(icb unb ^öufig un8 mit 
einen (Saben unb &ätnn uberfc^uttet, woUen Wirt 
'ur ein 9ted)t ()aben; %xo^ ii)m, ba§ er8 und ))ers 
agcn burfte ^)! iDarumb ))erl)inbert unb iserfinflert 
bie uuaudfpred}(iAe grope SRenge feiner unidl^ltgen 
2Bo()lt6aten bcn QHauben au(b ber. Oldulbtgin/ wtQ 
gefc^weigen ber (Sottlcfen'^ c). 

110. (14.) (Boit vetbienet mit feinen SSScIftU^aieiR Mcdtel Uibönt 

(A. 30*.— SV 77. (82.) — S. 73. (74\) 

,,®ott gibt @onn unb fStont, ©terne unb dUs 
mtntt, lyeuer unb 9Bajfer, Suft unb Srben, unb 



c) Qlott f)ai bie 6einen nie ni^t »etlaffea. d) ffiCe 
<9ott föniite Balb rei(( koet^n. ej <9. Oaben, fo er ni9 
rrfifffif'glBi, fa uBerfc^ütt, ma^l^en nnA fid^et nnb fauL 
IJ SL aUt€. t) „%xa% — bftc^** ^ttjVt Sv >iu ^. 



— 125 — 

iHe iuatmtn, icib unb &nl, unb aUctUl Sa^ning 
n %tSiittta, betreibe, ftom, 9Sna, unb aUeS^ 
»Ol uns nd| unb not^ iß, tu erba(ten bieß )eitll(^ 
Seben. Unb bacflber gibt et un8 noc^ bd)u fein üe« 
te< 9Borl, ta ^ felber. Sßad t^erbienct ti aber 
bomft? SlicbtS anberd^ benn bafi et bafüc gefc^an^ 
bfi unb flelaßect »irb, ja fein lieber @obn jämmers 
lid| ver^öbnet^ )>etfpottet unb an ben ®a(gen gebenft 
»ob, unD feine {Diener geplaget ^ t>eriaget, ))erfoIget 
mit oet jttet n>crben. S)a^ ifl ber S)an^ baß er un8 
anl «nabelt gefc^affen, erlSfet, gebeiliget, crndbret- 
tmb ecl^aben bat Sin folc^ fträutlin, ^rucbtlin unb 
froam JCinblin ifl bie 3Be(t. Z), »ebe ibr!'' 

111. (15.) !Dag ^oI| eine grofe ®aU <9otte« fei. 
(A. 31. — SU 84». (89».) - 5. 79». (81.) 

,,9Xi(b »unbert^ n>o unfer «^err ®ott ^o() nims 
met fp )u mancberlei Sraucb für aUc 3Renf(ben in 
tec ganieti n>eiten äBcIt^ ali ^aubolj, SSrcnnbol}; 
2i|(bet^o(i> SAttigerboIs, ©teUmacberboIi^ <igo() iu 
6ittben/ ©cbubfarrn, ©(baufeln, ju b^U^^n Aant)c(n, 
ja 9<^Jff n, (Selten 2C. g). Unb roer fann allen 93raucb 
M ^oljeS eridbten? ^n @umma, JQOh ifl ber 
ixi^ttn unb nötbigflen S)inge eind in ber SSBelt^ ba8 
man bebarf unb nicbt entbebren fann/' 

111 (le.) 3>af (Bott fibiet aEc feine titd nnb 9lamfn ))et^ 

loten b<kB. 

(A. 31.— St. 37*. (4(y.) — S. 37*0 

,,®ott Wirb {|t enblicb bafür angefeben unb ge^ 
bolten h), als b^be er alle feine Sitel unb 9{amen 
verloren; benn eS fcbeinet^ a(e wäre er obnmäcbtig^ 
macbtlet unb büfflod nibcr bie (Seroaltiaen bicfer SBelt^ 
rnib muß aud) fein ein 9Iarr unb ratQlod roiber bie 
Seifen unb Jtlugen; fo muß er aud) fein gleicb ^) 
Ol« ein (SefeQe ber 93öfen^ ber bocb ))on !Ratur fromm 
nnb gut ifi. 9ber baran muß man .{leb nid}t febren^ 
fanbtni foUbeS SUIeS ') au8 ben 9ugen unb «gerben 

f) St« «Ott «tt feinei SBo^tt^rs »erbiene. g) foV 
1^ h) 0. 9^tirfeä. 

V .gkUfi^imsL M.8. M) ^taiee^ feb» St. 



— 126 — 

tl^un; Um Me», toaS ®otte8 ift ba9r;i|t:itnb'tlei 
bet bicfec SBelt ^oeibcrgen, wie gefdjrieien fle^e 
1. JCor. 1. (93. IB.)* ©eine fDla&it tDil;^ angefebei 
unb gehalten fuc SdbrcaA^eit, feine SSeid^eft fw 
3^cil)eit^ unb feine (S^äte unb t^i^emmfett für eitel ^] 

9(uf ein anbete Seit rebcte S)octoc aRattinai 
Sut^er eben bat^on, voic &ott Don bei: SBelt ^e^alta 
unb angefeben rourbe, unb fprat^: - >,3lliein (Vot 
ifi *) ein ©ünber, unb fonftJRicmanb; alie SKenfc^ 
j!nb bagegen geredet unb SlUcS. allein bec ^att 
ift ol^nmä^tig unb mad)tIod; benn bie aRenf(i)en fml 
gen>aUig unb mäct)tig, ald bie 3:9cannen> n)eld)ci 
®ott nid)t n^iberfieben fann. SlHein ber @o^n i{ 
tin 5Rarr; benn bie aWcnfd)cn jinb fiug unb wei«^ all 
bie £e(er, tt)elc^en ber ®o^n nic^t fann antworten 
allein ber «^eilige ®ei)i ift gottlob; benn bie SRea 
fd)cn finb gottfiirdjtig ; wie ffd) benn olfo bie falfcbei 
99rüber aud) fleUen^ unb ibnen ber «l^eilige ®eift nid^ 
fann gnug tf)un für ifire @unbe '). Sllfo wirb Oottü 
jtraft flarf in ®4wad)l)eit^ bie in unfer @tdrfe itnl 
fSftad^t fdjwadi wirb *). 3)arumb fo lajfet und »' 
gerne in und fclbd f(i)Wac^ fein^ auf baß wir in 6}ot 
pari werben^' • ). 

113. (17.) 5Daf ®oti tool^l fönnie reid^ koetben. 
(A. 31.— St. 76*. (81«.) — S. 72*. (73\) 

^/®ott tonnte wo^l reid) werben^ wenn cr8 t^ut 
wollte ; er will aber nid)t. !Denn wenn er jum $apft 
Jtatfer, Jtfinigen, ^ürfien^ SSifd^offcn^ )u S)octoni 
reichen AaufmAnnerU/ S3ürgcrn unb dauern fa.me 
unb fagte: S)u follt biefe @tunbe ftetben, ba ti 
mir nic^t ^unbert taufenb (9älben würbefl ^) geben 
ba würbe ein Sglid^er fagen: ^a, )5on tl^erjen aern 
wenn i^ nur mag leben. Stber nu finb wir fol^ 



1) St ehte. t) St. i. S. miifi Ut Oelt fdii. 8) ^vif 
il^en — eünU" ft^lt St. 4) St in nifet €^»a4^t ft«t 
nnb l^mBleber toffb fic fi^wait in snfet fetM^ StMe «ib Bta^ 
9. #atf — fd^Mci toitb. S) St batnmbfoUcntbtt. 6) ^im 
i^nn — fM tocibeft'' ffl^It S. 7) W. »iifk.' • 



— 12T — 

iaxt Mn^tfytx, bat »ir i^me fuc fo 'oitl unb 
ßo^It^aten, llt roii tdglictl reic^Iic^ unb aud 
B&tt unb ^arm6cr)igfeit empfa^en^ nic^t ein 
«tias fungen. ^ß bod md)t eine @d)anbe? 
&{fet fl(4 ber ofltige fSattt babucd) nic^t ab^ 
i, fimbern ti)\xt und immer n?D(}( unb alled 
)• SBenn er aber in feinen Qiabtn aud)u$ 
unb )u geben f&rger tüäre/ [o roürben n)ir 
infbarer fein. Stö, tpenn er einen iglicben 
tn nur mit einem S3etne ober %n^t ließ gebo^ 
eben, unb gäbe <bm bemacb im {lebcnten-^fa^r 
bcr Sein; im Dierjebnten ^at)t gäbe er tbme 
e «^anb^ unb im iwdnKigftcn'S^bce bie a\u 
nb: fo roürben n>ir &otM äSoblt^alen unb 
bejfer crfennen, auc^ ^ie( lieber unb n^ertber 

unb ®ott banfbarer fein , n^enn wir berfel^ 
in 3f it lang mußten beraubet fein unb entbeb- 
tu aber uberfcbätt und 6(ott^ unb gibet und 
aben fcbier alle auf einen «Raufen k). ^t^t bat 

rin gan) SReer i>oü feined SBortd gefcbenft; 

und aud^ allerlei ©pracben unb gute freie 
umbfonft; allerlei gute Sucber fauft man i(t 
Ic unb umb ein gering ®elb ; baju gibt er ge^ 
Sente, bie ba fein orbentU^ unb ricbtig lebren 
. aifo baß ein junger ftnab^ ber anbcrd nicbt 

Zfllpel i\t, in einem ^abr mebr fhibiren unb 
Eann^ beun jut^or in etltcben viel S^b^^n* @o 
'. ift i^t bie Jtunft^ baß {ie fAier muß nadi 
le^cn. SSebe uud, baß »ir fo faul, unacbt^ 
Kbläfftg unb unbanfbar finb! Stber ®ott wirb 
litfce i^anb unb Sarmberjigfeit wieber tu« 
i unb und fdrglicb unb fparli^ ^) gnug geben^ 
t bamad) werben Stotten, ®ecten, Sugenpre« 
nb Gpötter ®otted wieberumb onbeten muffen 

auf ben «günben tragen, weil wir i^t fein 
lab S)iener alfo »erachten/' 



Umim^t atObigfeU Ootte«. k) Osie Seit 



— 128 — 

n4. (18.) iSettrt «taft In nnfn «((ntat^tt. 
(A. 31*. ~ St 76. a9'.) — S. 71'. (73.) 

„Unfet ^ctc ©Ott bfjlcUet fein Ijß^efte« Ä«pt 
fffir TOÜnterltc?, et 6cflef)Ut8 btn ?Jteblgern, hcn ot- 
men SAnbern urtb fBettlcrn, bie CS fa(tmunD le^cen, 
unt) bocb fcbiv£41icb barnncb ttjiin. Sllfo gtEjct ®ottfl 
Araft allejdt in i5(t]iDa(i;^rit ju, unb wtnn ti am 
[(^»d^ftfn in uns ip, ba ijl er am (tärfptn"l). 

115. (19.) aSie te ffiott mit nnS mtK^cl, fe tangl ali^t. 
(Ä. 31*. -Sl. 78. {82V) — S. 73*. (75.) 
,,aBic \oUi Hij ©Ott mit un§ ma(ben? ©utt 
Soge fönnen reit nlitit erttafltn, it\t fönnen »tr 
nlftt Ulbcn! ®ibt et un8 JRcii^tljuin, (o ftoliften wir 
unb »erben ^offärtig, bag fester 3Iiemanb fann mit 
üni audfommcn, unb n>D(len tiut auf ben ^inbcn 
fletcagtn fein unb ald ©ötlcr angebetet meibenm). 
@ibt et uni abti ^xmvti), fo iierjafitn rciT, meibeit 
unaebulbig unb murten mfCec tl)n. 3!)aiumb {fl nidjtl 
be^et, benn nuc balbe mit ben ©ct;aufeln unS jum 
, Sanjt geleitet'). 3)a&cr f/at jener rei^t flfföö'» *>« 
gefpioc^tn f)at; Unglüd In unb von bet äßeU moQt 
i^r ni(^t leiben, unb Don lf)c nM>Ut if)i cuc^ boi^ ntdtt 
fiiieiben. !&!ie (oUa benn ®ott mit eu(^ ma(f}ent 
SBo8 foü et tftun, bet feinen einigen ©o^n fut tut) 
bai}in gcijeben ^at? SBctumb fürt^tet i^c eud) benn, 
ju i^m aus bet äBeit ju jie^en, bei eu4 gelrebet I^at 
unb fuc eud} gefloirben ift? ÜReInct i^i, bn Xeufcl 
ober ble 3Bctt »erbt baS fut euc^ unb ') umb cuem 
nlden t^un, aai Q)ott fut tut^ gel^an ^al? C nein, 
lange nii^t!" 

IIA C%) Sirtnitilg tin Slahn. 
(A. 31*. — St. IIB». (124.) — S. lOB». (lll».) 

„^am butfte felneS 93u(6S , benn et ^atte t)al 
S9u(^ bei Statut; itnb alle Squatet, $TO()^eten« 

1) 1. an. 1. m) iR»f<^(i4f mtaiiitMt 

1) .fei>4- ft^U Si. «. s. E) W. atUatet. t] ,fw 
Ml« rab" ft^t 8t. K. S. 



— 129 — 

I 

taub bie Spofteln citiren t)iel ani bem fdn^t, 
64menen ber ®e6&rtrin n) unb Don ber 
oft unb QJemeinfc^aft be c ®Ueber am menfc^« 
übe. 9Bie benn @. $auIuS o) folc^ mtU)^ 
omeu^et tinb faget^ ba^ fein ®(ieb beS 
»tfrepren fann. SEBenn bie Suften nic^t f&^en^ 
ten bie ^üfe ^inget^en? »(e »ürben {ie {{(^ 
? äBenn bie ^dnDe nic^t jugrif en, wie moQt 
n? äBenn bie %ü^t nic^t gingen, wo foIU 

Sänbe nehmen? aUein ber ^Ma^tn, ber 
, lieget mitten im Seibe, l&ffet ß^ m&ßen 
t Sau; wenn bie ^&nbe ni^ti ^) reiben 

fo nnirbe ber 2ei5 balbe 9lot^ leiben p)* 
[eld^nif lehret, baf ein SRenfc^ ben anbern 

^aben. SBic auc^ ber ©riechen ®emdlbe 
na £abmen unb Slinben, ba einer bem ans 
o^tt^at erzeigte mit bem, xoai ein ig(i(fier 
e} ber 2a^me wiefe bem ISünben ben SQieg, 
ec fonß nic^t wufte no(^ fennete, unb ber 
vug ben 2a^men, ber fonjl nic^t gelten fonnte; 
icn de aüt beibe fort. 

VersicuU de caeco et claudo^ 
m caeco graditar pede claadus utroque, 
) caret alterater, somit ab alteratro. 
M Damqae pedes claudo gressumque minüitrat, 
daudos caeco lomina pro pedibua *)• 
X lai iß wo^I feiner, ba^ bamtt auc^ fefn 
et unb abcontrafeict ifi bie JBergebung ber 

(ti tritt oft ein %u% ben anbem, ber S^^n 
\t bie 3unge, ed fiopet ftc^ mancher feiber 
n %iTiati ins 9luge unb t^ut il^m we^e. Xber 
i&lt aSergebung, unb ^at ein ®lieb mit bem 
rbi aRitletben unb ®ebulb, fonfl fönnte ber 
)t erbalten werben. Stfo foQ aucb unter ben 
a Serfö^nung, SSergebung, Qinigteit, Siebe 
mbUc^er SSiUe fein k/' 



faaaa. 16. o) 1. Stet. II. p) ®erttag<BiIbe. 
L 4« aaa ai^t 1) ^iefe loteto. «ktfe f^lea M 



— 130 — 

117. (XI.) mit (&tit mit ben red^tes ^eiligen l^aBbeU. 
(A. 32.— St. 76. (91) — S. 72. (73.) ,,®Ott Ifl 

iDunbcrfam in feinen ^eiligen, unb l)anbeft rounbcr« 
batlid) mit i^nen iviber alle menfAlic^e SSeiS^eit unb 
JBernunft, auf ba^ bfe ©ottfuc^tigen unb 6l)r{ften 
lernen an unßd}tltc^en ^ ) S)ingen l^angen unb burd) 
bic aWortiflcation wicber Icbcnbig werben. JBcnn 
(»otteö aSort ift ein 2td)t, baö an einem finftern 
Drtc fcbeinet, wie alle ©rempel be^ ©laubenö an« 
jeigen q). Gfau roat ücrfludjt, unb ging i^m glet*s 
»oi)l glücffclig unb rooW, er tt>ar J&err im £anbe, 
unb ^PriePcr in bcrÄirdicn; S^cob aber mu^tc flüd)« 
tig »erben unb in einem aubern Sanbe im @lcnbe 
tt5of|ncn." 

(A. 32.) ®ai^ou fagtc 5). Sutber auf eine 
anbere ßcit: „iS)ott gel)ct mit ben ©ottfurcbtlgen 
unb ebriflcn f(l)ier umb, gleich al§ mit ben (Bottlofcn 
unb Undjriften, ja nuweilen wo!)l arger. (£r tbut 
niäft anbcrö, benn gleich wie ein .^ctuööatcr mit fcis 
nem ©ebne unb Änecbte ^anbelt r). S)en @o^n 
ftäupt unb [cl)laget er incl mehr unb ofter^ benn ben 
Äned)t, boci) fammlct er i^m einen @cba$ jum Srbe; 
aber einen bßfcn, ungcl)orfamen Änecbt fc^lägct er 
mit ber JRut^en nicht, fonbcrn er fielet tt)n ^nauö 
für bic Sl)üre, unb gibt il)m uic^td v>om ©rbt^eit. 
©onft fann ich bic§ Argument nicht fotoiren, worumb 
®ott feine lieben Äinbcr in ber äöelt burcb bic KoUc 
Idjfet laufen, ?ßanjer fegen unb plagen; ben ©ottlo« 
fcn aber gibet er 9llleö' vollauf unb gnug, öaji ftc 
cd nach aller Suft im ©aufc gebrauchen o^)nc äöibere 
wfirttgfcit/' 

118. (22.) f&a^ (^ott ocn und fD^enfcficn ^aben tooUe. 

(A. 32. — Si. 88. (93.) — S. 82r (84. ) . 

^,®ott Ijl ein frommer ,gerr, welchen bic flBcJt 
wo^l leiben fonntc, wenn fic wollte* ®c wlU olleiw 
für (Sott gehalten fein nad) bem erjleu ®ebot: S)u 



q) 9. 9et, 1. r) e. ^(erfc^aft. 
1) W. mietbaren. 



— 131 — 

t wUtt anbei (SAtter ^abcn neben mit s). dt U^ 
trt t)on und leine Steuer, Sd^agung, (Iklb no4 
t; er »itt oUcine bad ^aben^ baf er unfcr (ßoit 
SSatcr mic^te fein; bafur gibt et und allerlei 
lidpe unb (eibii^e föaben reid}li(b unb uberfluffig. 
t rott fe^en ibn nic^t an, unb n)oUcn ibn au^ 
t ffabm für unfern ®ott/' 

119. (23.) &eH aüniet nW. 
(A. 32.— Sl. 38. {41*.) — S. 37\ (38.) 

„Unfcr J^err (Sott }0mct n{(bt; tfirnet er aber 
t unb ern|t(icb, fo i{)t mit und aar t)er(oren* 
t f^lägct au(b nic^t gerne bie äRenfcben, er mup 
)mn tbun, ba^ er baju QC}n)ungen n)irb ald ein 
:4ttr ®ott/ bem gottlod SBefcn unb mad unrecbt 
tat nid)t gefallt; laffet bic ©träfe alfo geben 
gefc^e^en, atö n)cnn icb burd) bie t^inger febe, 
einer meinen @obn {tdupte ober f(bluge. Unb 
V^^i^ ^^ tu tbun, nenn er ftcbet, ba^ wie uns 
tbar unb feinem SBort unb ^)ä3efebl ungeborfam 
, fo Idffet er und burd) ben SEeufcl ein guten 
itfitng geben mit $rfiilen), Jtiieg, Sbcurung tmb 
llcüben Staupen unb plagen. Unb tbut bnd ba» 
*, nid^t ba$ er und feinb fei unb t)erterben xcoüt, 
)ttn bafi er und burcb fold)e 9lutbe }ur a3u§e unb 
fiening berufe unb }u jid) Iccfe, baf) »it ibn fu^ 
\ß |u ibm laufen unb ihn anrufen umb £ülfet). 
3>ep baben nie ein fein C^jrempcl im 99ud) ber 
^ler (10/ 11. 15.)/ ba ber (£ngel in ber $erfou 
IM alfo fpridit: ^dj f^ab eud) fo oft gefd^lagen, 
fetb nid^td frömmer ba))on morben (Scb meine, 
id }ur 3^it ä^ibeond gefd^e^cn ^), unb bad äSolf 
kI barauf fagete: (Errette nur bu und, wir b<^^ 
fcfunbiget unb unre^t getban; {träfe bu und, 
t, unb mad} ed mit und, wie bu wiQt, allein 
tic bu und lt. SEBenn man ficb bem SRanne er» 



•) •. ütiiL t) ettaf Uriadt- 
11 .rOoti nib" Mit Sl x. S. t) «,3^ miU'^ gff<^ 
fc^U Sl«, S. tu iV. . , 



i • 



9* 



132 



geben tarn, ba^ er itnS ^elfe^ fo f^ilft er ami^, 
ein treuer ®ott; e8 feiltet nur baran^ bap wir 
niibt ergeben fönnen. %f)nt un8^ (priest ber 9 
toai bu wiüt, adeln er(öfc unb ^Uf unS ! S)a f( 
er baS 93olt nicbt gar iu Sobe. aifo t^ät S)( 
ba ec gefunbiget ^atte in bem, ba^ er iai SSolf 
len (ief ^ unb ®ott bad fßolt mit ^eßilen) fira 
ba^ 70 taufenb Ttann flurben^ ba bemütbigte er 
unb fprac^ u) : ©fc^e, J^crr, icb ^ab gefünbiget 
l^abe biefe SDtiffetbat getl^an unb ti ))erbienet; 
baben biefe @d)afe getrau? 2a$ beine «i^anb n 
mid) unb meinte SSaterd «l^aud fein, unb f(4one 
fßolt» v). !Da fonnt unfcr J&err ®ott für ber 
mutb !Da))ibd ni(bt }6rnen^ »ie ber Xejct baf 
fagt (JB. 16.) •• Unb cö reuete ben ,§enn über 
fßolt, unb fpracf) )iim @ngel^ bem äSerbcrber im SE 
di ifl gnug, (a^ nu beine «i^anb ab, unb \}&xt 
iDarumb, n^er ficb fann für ®oti in Qbrißo 
Smjl bemfltbigen, ber ^at fc^on gewonnen; fonß 
löre unfer ^err ®ctt feine ®ottbeit, »etcbd e 
SEBerf iß, ba§ ec fid) erbarme über bie Slet^ben 
betrübten ^ unb i^crf(^cne berer, bie fic^ für ibnt 
mfit^igen, »»ie bie ganje @4rift ))on i^m rü^i 
SDenn wenn er bad nicbt t^&te, fo fäme 9Hciii 
{u i^m, Sticmanb rief ibn an, 9tiemanb würbe ei 
ret, 9{iemanb würbe feiig ^ nocb banfte tbm ; beni 
ber <5'Ue lobet unb rühmet bicb 9{iemanb^ fpricbt 
$falm (6, 6.)* @d)rc(fen^ morben unb Würger 
tann ber Teufel wofjl w), (Sott aber allein ma(bt lel 
big unb troflet. Unb bad ifl fein eigen 9(mpt unb 9S 
S)arumb beißet unb ifl ba9 ntcbt re^t ®ott erfeni 
nl4t wiffcn, ba§ ®ott ifl ein Sröfier ber Slenl 
Setrflbten unb ®eplagten/ein 9tot^belfer^ ber fi 
lieb unb lebenbig ^nacbt. S)a§' re^t Crfenntni^.!! 
M ifi, wifen^ baß ®ott nidbt ein Steufel^ fonl 
nur f«(e(^t unb einf&Itig etn ®ott^ tai ifi, al 
ein ^eilanb ift. 



r)-M€Mme.M. w) Zefif. «aMMML 
I) ifi, M. 8. tanbau 






— 133 - 

JDran baS asetfffn (Bote iß in ber (Schrift ein 
fo(4 SBctt, baS mancherlei S)eutung dat unb oft 
m einem ^iiysf t)er{}anben tvirb nad) 9(rt unb SBir« 
fma feincd tiefend. 3)emnac6 n>irb ber Senfel 
Sott genannt ^ nämltc^ ein ®ott ber ©finbe^ bed 
Zobel, btr 9Ber2n)etfelun(i unb bed äSerbammnif • 

^ie tnu^t bu biefen ®ott rec^t unterfc^eiben t)on 
Im teerten wahren ®ott, ber ba \\t ein ®ctt bei 
2ebenS, Srojid, £eild, ber ffleredjtigfeit unb aOeS 
•ttten; betfelbige ®ott i{t aUein ber red)t ©Ott. S)a 
kn ^ie nit^t rec^t unterfAeibefl/ fo n^irjt bu n^eit, 
»fit feilten unb irren. S)enn mancherlei S)eutun(i 
utb feinen rechten (ten)i{fen SSerjlanb eines S)inge8 
ober @prucf)8 unb SBortd baben ifl eine äJtutter, 
Urfpning unb SBurjel aller S^rt^ume; erroris enim 
mater est aeqoivocatio semper/' 

129. (24.) ®ott l^at CrrgeBimg bet €ttoben in alle feine 

(SreatitT gefledft. 

(A. a3. — St. 39. (42.) — S. 38.) 

,,®ott^ gleich wie er fic^ mit SlOem^ baS er ift 
unb ^at, ia bie göttliche S)reifaltigfeit in aüt 6rea^ 
turen Derfrod^cn unb t)erflecft f)at, alfo i^at er bie 
Sergebung ber ©ünben auc^ barein gefledt, ali n&nu 
lieb, ba^ man t)ergebe, )u gut ^alte unb t)erfc^Dne 
tnc^ ben ^^einben, SBeib unb Jtinbern/ ®ef!nbe unb 
benen, bie und ertfimet unb beleibigrt f)aben, ja auc^ 
bem aSie^e unb unt)ernänftigen Spieren ^ bap man 
4c verfcbonen mu$. S)aber er aud^ ben Sunamen 
\iat, ba^ er fei langm&t^tg unb ))cn großer ®ebulb/ 
ber und unfer %€\{fU, ja n)o^l grcpe, grobe aGBotfen^ 
Sebrec^en unb @ünbe ju gute balten fann, ba n^ir 
tt nur erfennen unb befenncn^ unb umb SSergebung 
in gbrifto bitten. S)enn er fann aüein ®ebulb mit 
ben Seuten ^aben# ftntemal er ber StQerfrommefie 
mib ®utigfie ijt x). aber bei ben 2euten Ijl bad bö^ 
befte unb fcb&rfejie Stecht, barumb ed aud) bad größte 
Unrecht unb Ungerecbtiafeit ifl. Unb baffer gibet ibm 
Sanct $auIuS biefen Stamen, bap er bie SEBeife Ux 



w) €ß, aHißM. 



®cgen tiem Slbenb famen txcti SSog 
2)cctotd M (harten ein SIefi machten, g 
rcn aber oft ^on benen^ fo furubcr ginfle: 
Da fprad) bec iDoctor: ,M^f tu lie 
flcu^e nid)t! icb gönne bird \)0U «i^etjen 
bu tnM nur gl&uben fönntcft. Sllfo tx 
glauben roir unferm ^ercn (Siott aud) n 
bfxi» aOed (SuteS gönnet unb cnriaet; 
ia iii(l)t tDbtf(^(agen^ ber feinen ©o^n fi 
bm ^at*)/' 

122. (26.) ®ottf< 8ann]^er)ig!el 
(A. 33. — Sl. 39*. (42*.) — S. 38V 

„®otteS @fite unb 93acm^er)fgfeU 
iufocf(i)en no(6 audiugrunben , baf er 
grauliche @änbe^ baf n>{r feinen eingcb 
ben er gefanbt, gefrcujiget ^aben^ ni 
fonbem jubedt unb t)ertitget z)/' 

©onjl faget einmal ber ^txi S)oct 
M 93arm^eriigfeit/ unb fpra(i: ,,2ieb 
finb bie grö^efien @ünber, benn n^ir ve 
glauben mit nid)L aber Qbott nxiit \ 
Reißet ibn jum Sügner machen unb f 



135 



ISS. (27.) Ooü {ff gebnlbig. 
(A. 33. — St. 39. (42.) - S. 38. (39.) 

,,®ctt iß flebulbig, langmüt^ig unb bacmf)ec)ia, 
Hi ft fc fc^ivcijeu fann unb ben dracflen 93uben fo 
laB^e )iifef)tn , unb fle ungeßrafet läffct ^inof^en b). 
Sd^ fonn» nl(^t t^un *)." 

124. (28.) (Sott ^dlt iiite viel }n gnt 
(A. 33. — Sl. 89*. (95.) — S. 84. ißS*.) 

,,Stcinn ntir unfcr ^crr ®ott bad ((Renten ^ ba$ 
i6 iftn n»obI inpän}ig S^bt gefteujiget unb grmactcct 
liab mit SRep^altcn^ fo fann ec mtc bad auc^ n)o^l 
{11 gute ^alten^ bap tc^ bi8n)eilen einen guten Xrunt 
t6ue') i^m ju S^rcn; ®ott gebe^ bic äSelt lege ti 
ani, reit iie woUC' 

125. (29.) Stoetfclei 0{eg{meiit auf Chben. 
(A. 33^. — St. 74. (79.) — S. 70. (71*.) 

„da finb jn^eierlei äBirfung unb Stegimente auf 
ftien;'cind ifl unfetd «l^errn ®otted, iai anbete bed 
3tufeld. ®ott wirb Don SlQen ))eifpottet unb t)ers 
laAet/ n)ic bad Stempel üotfji aniieigct c) unb in 
6prit4en ©alomonid (Aap. 1, 26.) fpiicf)t bie SBcigi^ 
f)dt: -S^r ladjet unb fpottet tnein^ fo n>iU ic^ euer 
aud) lachen in euerem UnfaQ^ unb euer fpotten^ n^enn 
la fcmmet, ba^ il>r furdjtet/' 

121. (SO.) Ofott f}ai 9lUee nmb« SRrafc^en SBincn gemat^i. 
(A. 33*. — St. 85. (90.) — S. 79». (81.) 

^,®otte8 ®ewalt Ifl grofi, bcr bic ganje SBelt 
nähret, unb eS ifl ein f^Yi^erer Slrtlfef^ ba volt fagen 
unb befcnnen : S* glaube an ®ott aSater d). Sr 
liat oUed gnug für und gefcbaffcn, alle SReere {{nb 
unfcre Äeller^ alle JBJSIbe unfcre S^ilbcn^ baö Srbs 
tei^ ifl t)oU ©über unb ®olb, unb unjäbüge i>ie( 
SruAte, fo aUe umb unfern SBillcn gefc^affen flnb, 
unb ift bie &rbe unfer 5tornfafte unb ©peiSfammer ').'' 



b) fftcm. 2. c) (den. 19. d) €1. fBaitt Setoei«. 

1) .,3cb fonnt« niäfi t^utt" fel^tt St. n. S. 2) St. u. S. 
t nb in fcforr ganfft mit frommen ieaien mtln (Itg6^uii^ 
^M S) St. M. Ä t ppffn 9cM unb «(»er«, *u\)ttxft, 



136 — 



127. (81.) 9ottf< (Kreaturen Brandneu (ober ^itlmtfft »if« 
branden) bie (Bottlofen am alCttmei^e«. 

(A. 33^. — St. 78*. (83\) — S. 74\ (76.) 

.^UnfetS «^ertn ®otte8 &üUt flcnic^en am aütu 
meiflcn bie bffen a3uben* S)cnn bie S^rannen ^aben 
bie ixi^tc Tlam, 2anb unb Seut in ber aScIt; bie 
Sßücbeter bad ®elb; bie 93aitrn@ier, 93uttet, jlocn, 
®erfien, ^afcr, «epfel, JBirn k. Die ß^riften aber 
muffen iic^ leiben/ ))erfol9et ttetbcn, in S:^ürmen 
fi^en^ ba fte »eber ©onne^ noc^ Wonb befc^einet, 
Ind ^(enb t)erßopen, ))enagt unb geplagt »erben. 
9lber ed mu^ gewi^Iid) einmal anberd werben ^ ti 
fann atfo en)ig ntc^t bef^e^en. Saffct und nur ®ebttlb 
IgabeU/ unb bei ber reinen Se^re befi&nbig bleiben^ 
feft barüber ^alten^ unb barumb ba))on nid^t abfaOen. 



// 



128. (82.) (Sottee unb bee XtuftU StanitUl 
(A. 33\ — Sl. 74. (79.) — S. 70\ (71\) 

//Unfer «l^err ®ott unb ber Seufcl ^aben zweierlei 
jtanjeleten 0# bie ntc^t uberein ftimmen^ fonbem gar 
n)iber einanber {Inb. Unfer§ «l^ernt ®otted Jtamelet 
fdirecft erfilic^/ barnad) richtet fie auf^ unb troflet 
»ieber. Unb baS barumb, ba^ bad ^leifc^ ober ber 
alte äRenfcb get&btet n^crbe^ unb ber ®eifl ober neu 
SRenf* lebe e). 

Sllfo [(^reden auc^ bie guten Sngel erflHd)/ bar« 
na4 tiSflen fie lieber, bie erfcbroden finb^ al8 Sucd 
am erften jlap. (fß. 30.)^ ba äJJaria über bed SngeM 
9tebc erfc^racf, trSftet er fie unb fprac^: ^ärcbte bid» 
nid}t, SRaria ic. Unb jtap. 2. (93. 10.) fpra« er 
)u ben «^irten, bie flc^ febr fürchteten : ^^ur^tet eu(4 
nic^t/ fie^e, idi t)ertünbige cud) groge t^reube. 

ÜDer Xeufel aber fe^retS umb, ®ott )u SSerbrief, 
brauet gar einer rotberflnnifc^en aEBeife, mac^t aufS 



difcn unb anbet StetaU, fie mufl vii« aud^ aOetlei Octceibc 
trag» Bttb ttMfct Qrobla^en friii; bcnn ed ifl 9(Qf0 imB ni' 
fff, ber Vlnntn, Wl^iUtn gefc^affcM. 

e) O. SalsMft. 

I) 8t, f $eu coQtrariom slylum. 



i 



13T 



iifte bfc 2ettte {{(^er unb f&fint, bafi {{e ofin aUt 
Btea, ^rc^t itnb ©erretten nnred^t tl^un unb füiu 
tigm: unb ni^t allein in @ünben uti)an^n, fons 
tcm ^eube unb Sufi batan ^aben^ unb beulen^ fie 
fülimt weffl, ou8 f)» 

3u(t$t abet^ wennS ubel gufie^et^ ober @tre6; 
kin fSmmet^ ba betrübt unb f^recfet er o\)n aüt 
Safe; fd^üret }u, ba^ tntxotitx ber iDlenfcb für großem 
Sdb fifirbet, ober bed böfen @en)tffen8 balben enblicb 
14 felber umbbringet^ unb o^n allen 2:rofl gelaffen 
Mcb, an OotteS Onabe bers^etfelt/' 

1». (SS.) ®ott , unb nic^t 9elb , fx^lt Ut SBelt. 
(A. 33». — SU 85*. (90».)— S. 80. (81*.) 

,,iatin ®ott narret unb ert)dlt und, ni(bt ®elb 
mb 9nt; benn Steic^t^um unb Diel ®elb8 mad^t ^o 
förttge unb faule Seute* SSBie }u äienebig ^ ba b 
Ueneicbflen finb^ eine grdulic^e grofe Steuerung 
dsfU, au(6 bei unferm ®ebenfen/ alfo^ ba$ fie mu^:: 
Im ben Surfen umb £ülf anrufen; ber f^icft i^nen 
21 Qtoleen ^) t)oUer mtttltti, »elcbe aUjumal^ ba 
Ve nn f4ter waren anfommen^ l^art für SSenebig im 
fltccr unterginacn unb erfofen für ibrem Slngeficbt* 

2)arumb rann grof ®elb unb ®ut ben £unger 
nitt 90Icn^ nod) ibm rat^en^ fonbern Derurfac^t nie^r 
bie Si^turung* S)enn »o reiche Seute finb, ifi e8 
oDcictt tbeuer. 3u bem matbt iai ®elb 9liemanb 
tc<bt*) ^ii^licb, fonbem mac^t einen t)iel me^r bes 
tcnbt imb DoDer ©orgen; benn e8 flnb S)ornen^ fo 
bie Sfute ftecben, wie SbtifiuS ben 9tei(bt^um nennet. 
!to4 tfl bte SBelt fo tbdri(^t g) , unb wiQ alle i^re 
treube barinnen fu(^en/' 

Wl (S4.) Ootted ^imli^e SIUt(e foO man nid^t toiffen, nod^ 

bania(( gruBeln. 

(A. 34 — St. 79*. (84».) — S. 75*. (77.) 

,,Scr ber ^o^en göttlicben SRaieftat Slt&t^e ober 
9Berf fo genau unb fc^arf erforfc^en unb audgrunben 

SemIL BcdttM». g) iDn ttelt OebanUn. 
Jj W. 00lemM. 2) „Tf^t^ fe^U SU 



138 



wi((^ attßft unb o^ne fein M SBott/ Ut wxttxfltfiti 
{i(b, ben 3Biub mit Scffcln )u meffen, unb ba9 ^tui 
auf Sßagen gu lodgcn h). (äott ^anbelt unb xoixtti 
bi^n^eilen mit fonberlic^em n)unbetbar(i(^em 3tatii VLnb 
SCBcifc über unfer ä?crnunft unb aScrflanb; ))erbammet 
btefeh^ jenen madjt er gered)t unb felig. S)arna(^ 
)u forfdjen gebühret und nic^t, roorumfo erd t^oe, 
fonbern wir feilen und be^ ju (Seit "ott^tf^en, unb 
glauben / baß cr§ ntc^t tbue o^ne gemiffe Urfad}. 
Unb jtoar er n^äre n?abr(id) gar ein armer ®ott^ 
n^enn er einem iglid)en Surren müßte Urfacb an)eigen 
unb 9led)nung geben, n?onimb er bieß ober jene* 
SBerf tfjatt »). 5Sir woUen ') un3 an feinem SBort 
gnugen laffen unb bamit )ufnet)en fein, in xotli)tm 
er un8 feinen SBißen offenbaret Ifat/' 

131. (85.) (Sott ernähret Me Stitä^t, 
(A. 34. — St. 86\ (91*.) — S. 81. (83.) 

„6Sott fcf)affet unb gibet feiner jtirc^en «gttUe 
unb i^üUe, ndl)ret fie; n>er n^oUt fonfl baS fisaiK 
gelium unb 6i)rifium prebigen? i) Unb »cnn aUt 
i^urfien unb ^errn {^einbe OJotted SSortd »Aren, fo 
f^nnte bte ^treibe nidbt einen Sag beflebcn. Slbop 
©Ott bat aud) unter ben dürften etUd^e, bie i^n tffs 
rcn unb geben ben !£)ienem bed SBortd ^erberae* 
iDeßgIciAen bat er aud) etlid)e in * ) «l^öfen gottlofec 
Y^urflen, jtonige, S3if(^offen k. , bie i^m btenen unb 
anbeten unb viel 9n[d)Iäge unb Sihthc ber älotttofen 
wiber bad @t)angelium binbern/' 

182. (86.) ©Ott ifi SRdd^ec unb {genfer. 

(A. 34.) 

„(öütt ftrafet entn^eber felber, aber*) ^eimlic^, 
burc^ «rmutb/ ein böa SBeib, ungeborfame, unac« 
ratbenc Äinber, unb anbere »iel unb man^erlei aBetfe: 
worumb begebrefl bu benn JRad)e?k) iBa8 Oefcft 
unterfd^eibet bie ^erfonen, benn ein igtic^ ijl entrae« 



h) 4. Q6M. 4. 1) 1. Zimeti. 6. k) Set. Xhxt. S. 
2) W. ftinfm. t) W. t^tte. 8) St. foUen. 4) W. an. 
ß) W. cber. 



139 



to ii emtm öffentlichen Slmpt, ober eine fonbetltc^e 
9n92tperfon. 3u biefer faget et: !Du foUt nicbt 
tkm; in jener aber fptic^t er: S)u foUt tobten. 
SM (Eoangelitim mac^t feinen Unterfc^eib unter ben 
^'onm, fagt a&en ind gemein gugleic^: diläubfl 
hl, fo m ©Ott Gefallen an bir/' 

ISa. (87.) IDer (Sreahtren £oB. 
(A. 34. — Sl. 73. (78.) — S. 69*. (70*.) 

,,Unfer •^en (Sott lobet feine Sreaturen felber, 
U er fpriAt: 3)er SBein erfreuet beö üKenfc^en ^erj, 
nb teS Srob f&rft t^n'' i). 

ISL (S8.) KndK bei (Bott foff matt in 9{cü^n dtat^ fnc^en, 

»ab i^ anrufen. 

(A. 34. - Sl. 207». (215.) — S. 196. (200.) 

Sinrr bradite eine t^erworrene unb fc^ier unm6fl? 
ItAe Ga^e an S). 2Rartinuni, unb bat i^n, er noUt 
fk forbem. Da fpra* er: „^ii wollte gern ^htu 
mmm Mentii in ni(gli<l^en /Dingen m). ytu, bie 9Ra$ 
jc^ te« (fvangelii t{l gro^ unb nic^t aud^ufdiöpfen, 
»d^c oOcTi €ad)en fann belfen. Slber (eiber mir 
fu4fii ^tel e^e 3lat^ unb «^fitfe bei ben 3Renf(tien 
nt bem @atan^ benn bei ®ott, ber bod) allein rec^t 
ratzen unb Reifen fann unb wiU 9tUen, bic eS bei 
S^m t)on «^erien fachen.'' Unb fagtc fo balb barauf 
von ctlitbez Seutc Soo^eit^ ^,bie wären fo oerrudt ^), 
taf ^e bie SßaMager umb Statt) fragten, unb Ififler^ 
im @ott; bie ^elen ber £)berfcit in bie Strafe/ 



// 



. (W.) (Seite« ^c^n gelten langfam vmt fd^todd^H^ fort. 

(A. 34». nsb 367. (388.)— St 332. (343.) — S. 109. (HL) 

nnb 304*.) 

2>a er in bei €ampani, be9 ©(^wärmere, !8uA 
U, fo er mit fetner eigen ^anb gcfc^deben l^atte, 
bcf 2Ucl war: SSiber bie 2ut^erif(f)en unb aUe SBclt 
«(( ber apD^elR Seit, unb ifjxt wünberlicbe, gr&u> 
Ii4en S^^ume k. / unb 99uceru8 fic^ baräber ber^ 



1) Sfifai 191, (!•.) m) «in Stft^ ber Srein^iUiefeft. 
1) w. vtm^t 



— 140 — 

tDunberte^ fprac^ ber !X>octor: „^It fttgeften Suben 
bringen tiait, unb mu$cn i^r S)fng ^oc^ auf^ fo bod) 
®otte8 @a(^e f(^n)&(|ü(^ gc^et n). ^c^ (ab nu 
p&n)ig Sa^t mit ®otte8 9Bort gebauet unb gef Ampft, 
9at benncc^ SRu^e unb Scbelt gnug* 3>arumb fpcfÄt 
«^abacuc am t)ietten jtapitel (9$. 150 * ^^ne $fetbe 
geben im @(i)Iamm großer äBaffer^ unb ben SBagen 
tDtrb geholfen. @d fiöpet jicb uberad, ber S)re(f b&n< 
get fld) an bie 9täber; aber noc^ ge^etman ^inbur^/ 
»iewo^l fcbwdcbllcb ^V 

186. (40.) ©pttee 3ont bet anergtöfte, u>eiui et ^Hf^toriget 

nnb niäft mit nne tebet. 

(A. 34». — Si. 9\ (10*.) - S. 16.) 

,^e[n gröfer 3otn ift *), benn n^enn ®ott ftiO^ 
f(6n)eiget unb rebet nicbt mit undo)^ fonbern Idffet 
und in unferm @tnn unb äBefen alfo Eingeben unb 
machen/ n)ie e8 und gelüftet ^)« SCBie e8 i^unb ben 
Suben gebet, ba^ unfer «6err ©Ott fo bart mit i^nen 
35met^ unb ficb nu funfjepen biinbert ^af)t nicbt mit 
einem SEBörtlin meifen Idffet, nocb ein einiges 3^4«! 
gibet, n)ie er im 81. $falm (93. 9—13«) tbnen 
gebrauet *), ba er fpricbt: «l^öre^ mein SSoIf^ {(^ oid 
unter bir jeugen; Sf^ael^ bu fodt mic^ ^ören^ baf 



n) lOlinbeleitet £«. 6. o) ^a8 nennet bie ^Uge €4r(ft 
4^et|enffinblin. 

1) S>{e anbete Sitebadion biefe« $. Bei Sntifaber p. 189: 
(188.) nnb h. SBal^ 6. 1580, lantet alfo: IDocter Vtn» 
tinnd lad in be4 (Sam^ani Snd^, bal er mit eigener 4^aab ge» 
fd^eben nnb SRin^etnd nberfel^rn nnb anigefldi^ I^ottf^ 
toelc^e Xitel toat : SGBiber bie ^ntl^etifd^en k. S)a flib« 8m» 
cetn4 octtDnnbcrte, f))ra(( S). S^artinnd: „S>ie «(ritteiftttea 
SBnben ^o((en anf aU if^t IDing l^art, fo bo4 ®otte« wMi$ 
fo f^todd^Iic^ gelM- 3^ l^KiB nn 20 Sa^r mit ®ottc« IBoft 
gebanet nnb gcMmoft nnb e4 ^at bennoife fRAbe. S)acAml 
fagt ^abacnc I. : S)e(ne 9fefbe geben ioi iHui, im 641«Rm 
gtofet HBaffet. Q« ftiftt fi(( noeraU, ber S)Te4 banget M 
an bie Mber; aber boib gebet man f^ivhvx^, loiettobl fibko»» 
li4 nnb fd^toA^U«." 2) Su Unb |h>ar Oott bat fein gt<feni 
3oni g^en ben SRenf^en. 8) Su t toie et bemi •enef. C 
fagt: Reis Oeift foS ni^t mebr aii^tet fein onf Qrbnu 
n W. gebtobet bat. 



141 



xntit Mr fein anber (&oit fei^ unb bu feinen fremben 
9m anbtttft. ^c^ bin bet ^err^ betn (Sott, ber 
tu au8 9eg))pten[anb gefül^ret l)at, t^ue beinen 
Knob »eit auf, Ia§ mic^ i^n füUen. 9l6et mein 9}oIt 
(c^or^et nidbt meiner @ttmme, unb ^\xatl xoül mtU 
m m4t @o ^ab i(b {ic selajTcn in i^ce8 «j^eqend 
SBinfel, ia% fie n^anbeln nac^ ii)rcm 9iat^. 

@ie fd)reien wol^l fe^t unb beteten {)eft{s mit 

greitm 6cn{l unb @tfer, n)ie ibre S3etbuci[)(ein an? 

iflgen p). äSenn i(b alfo beten fönnte, tvie fie beten, 

Uf moUte für groei ^unbert %L 93üd)er barumb ges 

tat^. aRicb nimmet SSunber, baß fie (Sott nic^t 

o^fret. ®d ijl ein großer, unf&g(i(f)er 3otn. SGBenn 

fie iftt fc^reien, fo anttt«ortet unfer «ßerr ©Ott alfo: 

S)a ic^ prebigte unb fd^rie, ba n^oUt Süemanb ^6ren ; 

fo l^öce id) i(t aud) nicbt. Steine (Strafprebigt ^abt 

fbx Derad^tet ; fo tDiU ic^ euc^ i^unb aniii nic^t xoics 

tcr*) Ijdrenq). 

9d), lieber (Sott, firafe ))iel lieber mit $efttlen), 
^angofen unb »ad nur für bofe j{ranf()eiten auf 
Srbcn fein mögen, fo bie jtriegdgurgeln fluchen, ebe 
tarn taf bu fd^roeigeß. ®ott fpri^t: ^(b bab meine 

Sanb auSgeftrecft unb gefd)rien: iSommet ber, unb 
rctsc, fo fpred)t i^r: SOßir n)oUend ni^t t^un. 
öf fenbc }u eucb meine 3)iener, bie ^rop^eten, ^ifaiam, 
eremiam ic. unb fage : «göret fie k. ^a , fprecben 
ftt, wir woUen fie tobtf^Iagen }C« !Da ^abt i^r mei« 
sen @o^n: (ti, n>ir wollen i^n freudigen ic. r). 

®leid} alfo tf)un mir ij^t aud), mie man ^e^et 
Sir #nb ®otted SBortS uberbrüffig unb fatt, moUen 
fconntf/ treue fie^rer unb ^rebiger nic^t l^ören, bie 
n* flrafen unb und ®otM SEBort rein unb umtu 
fUfil^et fartragen, baruber galten unb falfcbe Se^re 
■ft (Emfi Derbammen, und ' ) bafur treulid? marnen* 
f>cnen fnb mir gram, moUen fie nic^t ^ören unb un^ 
le^afct t)on i^nen fein, ja plagen unb ))eriagen fie 



p) Soolttifc^e SwEttfise S. Keg. 18. q) 9ro»er. 1, (M.)* 
1) ^ttm i«^ ^tm" Wi St. B. S. 2) W. ieftt »ieber 



t 



ad^tung [eined äScrtd au§)ureben unb au 
Sld)/ i)immlifcbcr fßatn, la^ und bei t) 
©onnc bcftänbig bleiben, unb je nlcfti 
äßort abfallen ot^er auf falfct)c 2el}rc un 
Secat{)en ! 

Unb notemo^I bie ^üttn fo l^att i 
{hafet finb unb noc^ ^eutifleS Saged gel 
benno(4 n)c(Ien fic nic^t ^dren, l&ften 
SEBic )uf(b&nbeu fie Me gute SRagb i 
fStaxia, bie if^nen nicfetd getban ^at, t 
unb fd^dnben {ie fie o^n aufhören; ivenr 
al8 bie Slenea (SMa '), ober fonfl c 
getoefcn^), fo xc&xe ed bod) }u ))iel. 

®iel)e unb bcbenfe boc^, ivaS iic 
^unbett ^abr erlitten ^aben ; xoai »iQ 
^5ne n)erben? t) jtein SBolf auf beit 
böbem toirb fo bart geplagct unb j^e| 
Säben. [Rebe nur nid^t^ mit einem Sub< 
ba^ er ®otted ®o^n fei, er gldubtd bo 
rumb bi^putire id) mit feinem nicbt 
Sbiba fagte einmal }u mir: S>er SR 
fommen, wäre ^) aber ein ©ternernfo 
)>on 2loeob6 @tern ge)euget. 3)ie elenb 
nic^t, tDie fie bran finb. ^f^t foaen fi 



143 



buM ober nid^t, H fft h{<^t Diel angelegen ^). ®e$ 
fen fsr, Stef^aS n?ctbe iai <Befe$ tt)icber aufric^tcn^ 
«((t aufgeben ; gebenfen i)on einem n)f Itlic^en 9tti^/^ 

1S7. (41.) OoH ift in feiaer iRajffhit unBedtei^id». 
. (A. 35. — St. 73. (77.) — S. 69. (70\) 

„Vtit ber aSernunft fann man nidjt fafTen ncc^ 
tegteifen^ tDoS (Sott obet ') @(^dpfer iß* Unb bad 
iü «u4 bie Urfad», baf er aeba^t: ed tfl umbfonfit^ 
nenfd^li^e SSernunft fann mi^ nic^t ergreifen^ ic^ bin 
ibz otel %xi grcp unb ju boc^ ; Ol n)iQ mid^ Hein ma« 
4en^ ba§ pe mid) ergreifen unb faffen fann^ xolü tbr 
■einen @o^n geben, unb alfo geben, ba^ er für jte 
}nm Dpfer^ jur @unbe unb }um %lvi6i n^erbe, mit, 
(em SSater^ gci)orfam fei bid in Sob bed jtrcujed u)» 
S)at beipet ja Hein tt?erbcn unb bcgreiflid) ; aber »o 
jlnbet man, bie c§ annehmen unb glauben? Novem 
«bi sant? ') 

U8. (42.) 90a< (Sloü am meiflen oerbtieile. 

(A. 35.) 

„Unfern «gernt (Sott »ccbrcupet nt^tö feljrer unb 
heftiger, benn bag man bie @unbe ))ertbcibigct unb 
ttill ni(^t unred^t getban ^aben, n^te @auL S)enn 
Me Sünbe, fo nidjt erfannt werben, ftnb tvibcr bie 
fifie 2:afel ber lieben ®tbot ®otM. 6aul fünbigete 
»iber bie erfle Siafci, 3)at?ib aber fänbigete tüiber bie 
tnbec. Unb ioltbc jlnb @unber voiber bie anber Sa^ 
fr(, fr^en auf bie $rebigt )3on ber S3uße, laffen f{(4 
jhafen, erfennen unb bejfein fidi, beiligen (BoiM 
Xanen unb geben i^m feine @^re. 3)ie anbem aber, 
fb »iber bie erfie 3:afel funbigen mit 3lbgdtterei> Uns 
glinben, fatf(ber (Sottedlätlentng , a3erad)tun(( unb 
Berf&Ifcbung feined SSortd 2C*, mejfen it^nen f^ibB ]u 
9ki»t)Cit unb Oievoalt, woUen Kttg unb mächtig fehTi 
Belebe gwei unfer ^m ®M aQcine r»\ü b^^^nj 
wenn man« ibm aber ntc^t vM laffen ^ unb urtU fai» 



u) 9. S^eOttig. 

1) W. Htm i» im t>ie( IttfS«' S) ^* ^^* ^) '^^ 
VW abi iimt?^ fd^tt St. n. S. 



— 144 — 

gm: na«, foOtc benn SKenfc^cnuetnunft nl^U acU 
toi? foUt baä fein @t[{l, ^txi unb äBlBc fein? fo 
MM ni niä)t." 

IS9. (4S.) aitt fltdft«e Son «etttl. 
(A. 36*. Sgl t)6tn I. Slbfi^B. S- 70.) 

„^tt aUngia^efle Som ®oUte tfl, tnenn tt 
' ftin Süovt tcegnimmet unb rebet nii^t me^i mit vmi, 
obre nenn tv tu bte £eute läffet setac^tcnv). SBie 
er bcn ©[iec^m get^an ijat, unb i^ntn ben äRa^Din« 
mcb unb Surfen bafüi gegeben; und unb ben 93ai 
Icn ben Sßapft, unb mit i^m bie aUerfibänblidfficn 
Oräueln, ali Sßecläuanung beS SlaubenS unb bal 
ganje ^apfttffum." 

140. C4*-) 9t>Htt SDeir*. ttxnn tt ein Saab unbnSn tvtlL 
(A. 36'. — Sl. 5M. (520*.) — S. «1. (4T0*.) 
„EBcnn ®ott ein Jtänigreid) , Sanb ober ^r> 
pentfeum ntU umbringen unb »etberben lafjta, fo 
entieu^et unb nimmet er tfrm lueifl bie 3BetB^elt, bat 
ffl, blenbet fie, barnaib ntmmct et l^m blc JCrdfte 
unb ba* 33enn6flen k." vf) 

141. (45.) 9m «ett foE stau td^t ßte^n- 
(A.3av — Sl. 207V (215.) — S. 106. (200.) 

,,iS$ mu0 biKfe lulegt ba)u femmen/ baj man 
fI4 fut ®ott nii^t furdjte als ') fut bem £niltt; 
benn nenn man fiiii fcU für i^m fürd)ten unb jl.\t^tn, 
tu meut foU man Suflutfit tjaben? äSetleuert man Übn, 
fo ifI8 aaeS ba^tn unb serlDien x). 3)ie @Anbe (oU 
man gwar eiEennen unb befcnnen, ba^ nie fefnni . 
3ocn, ©träfe unb Unflnabe btOtg vnbtmet; «6» 
bPife in SiSt^en foU man äuftui^t ju i^m ^bett Hnb 

tälfe bei l^m fu^en in g^rifiu«, fefneB ifcbcn eo^nl, 
amen; benn fonfl verteuert er feine C^ie, nenn 
aic l^n tiiif)t fut unfern Sott im £enen Ratten, «nb 
ma^en i^n jum Sügnet. S)animD foOcn ntc unl 



r) Vfafm 119. w) OfsUl ». x) Vfite 91. 
1) 8t - " -'- -■- "^-^ 



l)8t.M.8, Kit *(l I 



itö 



nU|t für ^f« fäcc^tcn, fonbecn ju ffyxt fUe^rn unb 
iku h oUm 9l5t(m anrufen; benn bie ffcilfae ©cftrift 
fagitt, et ße^e bei un8 9e8enn)Attig unb ^ixt unl^ 
aiu^ e^ »ii tec^t anheben )u f(^reien.^'.y> 

111. (#8.) Oott {träfet unb fani (^m SHiemanb entlattfcn. 
(A. 36». — St. 87». tM»0~S. 82. (83*0 

^Si iß nic^t au8}uuben, tvie gottlos unb bife 
bie Seit fei z). aßelcbeS man batauS wol»! merfen 
uab fc^en fann^ ba^ ®ott bie ©trafen nidit aUein 
ocflicbret ^at ^), fonbern ^at au(^ einen folgen «gau^ 
fen StrAfer unb genfer georbnet^ bie Kine Untere 
t^en ^afen foUen^ alS bie bfifen (Beifier, X^rannen, 
böfe Suben unb äBeiber, ungecat^ene jtinber^ loilbe 
Sitin, Unjiefer^ Aranf betten 2C. ^ noc^ wcUen n^ir 
iii4t bänbig werben^). 

93e{fer ifiS^ bap &^tt mit un8 }örne, benn wir 
nb ibm; benn er fann balbe »ieberumb betfobnet 
unb mit un8 eind werben^ benn er tfl barmber)tg^ 
nenn aber »ir mit ifjta )6men, fo ifi ber ©ad^en 
niibt lu Reifen ^)/' 

141. (47.) IBeao (Sott ni^t aber an« l^lt, [o iße-mit un« 
(A. 36. — Si. 126. (13f.:) — S. 117*. ^110*0 

,,SBir {tnb je aar nickte mit aUen unfern ®aben^ 
vie grop fte auc^ fein mögen ^ wenn ®ott ni(^t {letS 
über ^) und balt; wenn &r und ))erl&j[ct, fo iji un^ 
feie aSeidbeit, Siunft, aSerftanb k. nic^td a), SEBenn 
er aid^e immerbar und erbält, fo ^ilft und aufb ba^ 
oler^ö^efle Srfenntnip unb bie befie ^Ibeologia ni^ti, 
fe wtr eneid^en unb (^aben mögen. i>cnn wenn bad 
6innblin ber Snfec^tung (ömmet, fo iftd in einem 
^i nnb gar balbc gefqe^en^ ba^ und ber Slrufel 



7) afai& 64. t) 1. 3oaan. ft. a) «. ^ä^nt Vf^Im 91., 

1) Si. a. S. t Mb oft felb4 träfet bat(( llnnatt anb 

H\9§ Oeiotffca aab anbete i9<el aab man^etlei SEBetfe. t) Si. 

L S. l^bea biefea $. aat hi$ i» hea ßctten ,,a(c(t b&abift 

MfefB." sj Jt/e CMe: „meffft ißifc." t^mmi ««Amalt 

/ iMf PPT. 4) Sl tu S. mit 

Pat0hi0 Stf^nPeu l, BP, 4 A 



— He- 
bung feine S(ft \)lrmti »(fei, ja au(( Me S^rüiÄe, 
bamU Wh: itn8 trBflen foKtn, unb ftcKet vnl'fbc 
Kugett nur aUeln ble S}Taii(pTä([)e, mit gtof tm- '-än> 
)äl)H(ieii .gKnifei!. 

3)atum{i (äffet un8 ivo^E Icnien unb merEen, ba^, 
wo Unfet >grtr ®ott ftlne ^anb »on un8 abjeu^et, 
wie gar balbe ba^fn faUen imb ju Beben gel}tn m6> 

äen. 3Bie @anct $ftio gef^aEie bfl(b na(^ beut «tflen 
loncUio {u SlnHo4(a, ba ibm Qa.mt ^aülud thitt( 
Sugen wlbcrfhinb unb fiiafet t^n offmtlft^ 9on, n>«> 
oen fe(ner .geuc^elei, bam(t er bie f^wat^en gelben 
arflfr(eb). 

3)n|albtn batf 9}iemanb bo^ efniier rüfrtttttt utib 
prangen mft feinet (getcc^tlgfeit, gtommfeft, Sße1$> 
i)e(t unb iiiibern ®aben, fo et ^at; fonbem et be« 
müt^ige fl^ unb bete mit ben Heben 91)M)fttIn unb 
fage: 9li), Ifebet ^ert, flfitfe unb me^tc bu une 
ben ©tauben!" c) ■ 

14J. (4§.) eiB «tnbtt«. 
(A. 36.-SI. 126. (132.)— S. UT. (120.) 

»iOottot ©laupits, bct Sugujtinet SitotiuS In 
<B>fTman(en, )3^egtc tet^t unb wob( |u fagen: Ü 
XD&xt m(ß(f^ unb fd(}tlfct), bog mir unS auf unfete 
elgeiit AiAftt vetliepen d), nenn Wir g(t<q tumal 
IjcJKg unb b(e 9l]ittg((eI}ttefteR »dtcn^ unb b(e @a« 
<fetn auf baS SSe^e unb ^ewiffeft »et^nben. S^enn 
tt Tann wo^ fpmmen, boß wit aud) In bem, fo tdIt 
aufs SKetbcflc n>i(fen unb vetfte^en , gltt^no^I 
fd^Ien ilrtb ftien tonnen ni^t aDefn ju unfenn H^n, 
fonbern aui^ tu anber Beute großem merrKdien 6(ba* 
ben. 3)arumb fft und nio^I notl), baf wir In bcr 
it. einift unb QiotteS SBott mit fjbf}t^m 01<t| wib 
aKet S)emut^ fhibiicn unb ba| w(t aud^ mit gantem 
Qhit|t beten, baß wit ja b(e Sa^i^eit beS CvangeUf 
nUt ttetHeten." 



bV »aL 1, 11 ff. O eoc. 17, ft. d) «M; Me 



MS. (41L) OottH Wßimt .«ttai a4M POM flet(H0. 
(A. 36. — St. 77. (82.) — S. 73. 174»-) 

//Sc gtofet (Botti^S Cikiben (i(^ tebe {$t ^cn ben 
lefbli^m) iinb SSunberiDeil finb/ je »enigrr achtet 
mm 4|r e). 2)er gröpte unb ebelfie @(^a$, ben »Ir 
I90n <Bort empfa^en, iß^ ba^ ctn SRenfc^ teben^ fe^en^ 
ffbttn 2€. fann. SEBie mef {inb i^r aber^ bie folc^d für 
eine hntttMtt ®abe ®ottee anfeilen ^ gtof a^ten^ 
wiU T4weigen^ ba$ fie (Sott bafur banfen foUten? 

S)aaegen (f&(t bte SSelt gro^ unb viel ))on Stellas 
t^m^ (f^t/ ®en>alt unb anberm, bad nocb gprlnacc 
in (benn wie fößlic^ magd fetn^ bad ))ergänglic^ ifi?)^ 
unb fann fi^ nicftt gmigfam barübec vecrounbern^ fo 
bo<!) ein Slinbec (ber anbetd bei bet SSecnunft ifi) 
biefeS IfUcd gerne entbehren n)oUt, bap er nur fe^en 
mM}te. 

S)af aber biefe gSttlic^e ®aben fo gering ge^ak 
ten merben^ mac^t^ baf fie fo gemein {!nb/baS ®ott 
ttefelben aud) un))ernänftigen, unnu^en Sbi^^^^^^ gibt/ 
tie aud) fo »o^t^ einS ST^cilS aud) beffer bcnn n)ir 
SRenfd)cn^ fe^en unb ^5ren. 9(ber n>ad foQ id) fa* 
gen? S^rifiue machte bte Sllnben fe^enb, triebe Xeufel 
nM, netfte Sobte auf ic.^ noc^ mu^te er bdrcn "oon 
ben gottlofen .^eud)(ern, welche flc^ boc^ für (SottcS 
Soll ausgeben / er xc&u ein @amariter, b^tte ben 
Zenfelf). 9(^! bie 9SeIt ifl bed Seufeld, xolt fe >) 

S)et unb ßebet; wie foE fe benn ®otted ®ab^n unb 
o^lU^ttten erfennen?'' 

146. (50.) mn anbete. 
(A. 36V — St. 77. (82.) — S. 72*. (74.) 

„3>it großen unb mancherlei ®aben ®otte8 über« 
f^fitrrn unb blenben un8 unb mad^en, bag wir fe 
fo gerind wlfttn, aud) bie atterarfi^ten^ barumb^ ba$ 
fie fo gemeine ^b g)« (£8 gefd)i€()et unferm £erm 
Sott, 0(ei(||»{e ben Weitem mit i^ren Keinen Ainblin; 



e) «ottkfe SetgeHoilMft. Scann. 8, 49. g) •. 

Sff4<niBS- 

1) St. g. S. t <a (^ €U^ff^' 

10* 



— 148v — 

» 

bie aifttn Ui t&fllic^cn SScobS nicftt fo \>itl, aber ein 
Spffl, »im unb anber IDM bat wirb «en fl^nen 
grcp gcac^tet/^ 

147. (ftl.) m« asber«. 
( A. 36*. — St, 89. (94.) — S. 83. (85.) 

S)a S)octoi aRartinuS faf^e bad SSie^ im %tVbt 
oc^eti an bcr 9Sdbe^ fpracft er: ^/S>a geben unfere 
$tebiger, bie SRüc^tr&gec, a3uüertr&get, Äftfeträset, 
aEBoKenttdger, bie und täglicb prebiaen ben Wlaubeit 
gegen ®ott, ba^ n)tt i^m, aI8 unfenn aSater, »er« 
tränen foden/ et fotge für und unb tooKe un8 tu 
nd^ren/' h) 

148. (52.) mt (Sott a^eifler bidbe. 
(A. 36». — St. 74V (79.) — S. 70». (72.) 

,,aSiat bu n)i|Tcn, n)ie ®ott Stegent unb SReifler 
bet Seute bleibet? aSenn er bie Sitten (dornet unb 
bie Sungen blenbet. 9I(fo bleibet er aReifler/' *) 

149. (58.) (9oH BA^rct aHe IQitn. 
(A. 36*.) 

^,9tiemanb fann ausrechnen , n^aS e8 ®ott gc$ 
fielet, baS er auSgibet^ adein bie Sogel unb fc^iex 
bie^ fb nickte nu$e finb^ )u ernd^reni). 34k ^atte 
aber^ ti Eofle mr^r^ nur bie Sperlinge ein ^afft tu 
er^alten^ benn ber A5nig )u ^ranfreicb ein ^ht Sin« 
fommenS f^at. 3&ai n)ill man nu "oon ben llnbem 
fagen?" 



159. (51.) (Sott fantt alle ^ttbkoetf. 
( A. 36*. — SU 86. (91*.) — S. 81. (82*.) 

//(Bott tann alle «ganbn^erf aufd Sdlerbejie unb 
^ertigftek)^ benn mit feiner @(^neiberd ma^t et 

h) flatfl^. 6. i) O. «ane^altttag. k) (9. fIdterWtft- 
l) St. s. S. t ba4 ift, toem er hs4 bol^ii Maget, bof 
toir fdple^ftf wkM fdnem ttort mafitra gefaagea gcbta lab sa« 
tenoerfea, aab aafec Seraanft, €tArI aab Orftt^raag tl^aie 
aScia ^eiaigebea, Kngea aab JD^tea latl^aa, aab i|a aQda 
tfbta, toirtoi aab f^affini laffea, XM aab »fe er bHll •!& 
aller (Erettaffa ttiarrb^ 



149 



riirni JQlx\ii rinen fHod,. bamit ti fid) itUit, unb 
tragt U)n in neun ^unbert S^^^n, baf er ni^t }us 
rri^ von i()m felM. 9(9 ein @(^u{le( gibt et ^ ) 
itfm @c^u^e an bie 93etne; bie 5tlauen^ bie xcif^un 
»ifl länger benn er felb& Klfo ifl er * ) ein <üc^ 
}um %cutt, wtli)ti iß bie &m\t, bie oQeS foc^t 
unb gar macbt. 

Sott gibet biefe 9Sett mit aOe feinen Sßerfen 
ben Eeuten^ bie er }u))or n^eip^ ba^ fie werben fun« 
bigtn, bife @(^&lfe unb SSuben n^erben^ bie i^n er^ 
iumen^ fA&nben unb (dfiern. SEBaS meinefl bu, read 
er für ®äter wirb benen geben, bie burc^ ben ®Iaus 
ben geregt {inb »orben, unb xeci^, bap fie alfo ges 
red^t cniglid) bleiben werben ? 

IftL (M.) Oott vetbrenit« fc^r , ba( man i^n niä^i ftr ei' 

nen Oott ^ttm »in. 

(A. 36*. - SU 89*. (94\)— S. 83*. (85.) 

„9(Ie b5fe ®ebanfen fommen ))ina Xeufell)/ 
ter ricbtet all Unglücf an in atten Slegimenten unb 
@l&nben Don ®ott ))erorbenet *), (&{fet e8 ni^t ba^ 
|u fonmen, bap man (Sott ))ertrauet. SZu Ijate (Bott 
trefli^ ungern^ t^ut i^m »e^e^ »eil er ein frommer^ 
«ütigec, gnabiger, wahrhaftiger ^n iftf bap man 
ibn nid^t wiQ für einen ®ott ^ait^n no4 ^aben« 
Denn in ben $rop^eten flagt er fleti unb fpricbt: 
Sin i(b benn nicbt (Bott? Sil benn ein anber recb^ 
ter ®ott, benn icb bin? Aob t(4 benn feine {)anb^ 
«) arm, ®emalt unb ÜRacbt, bap icb Reifen fann? 

SBcnn mich Oott alfo fcbälte m) wie ben $ap{l 
im Sropl^eten Seremia, fo mäpte ic^ ßerben; aber 
ber $a9ik fraget ni<^tS bomad^, ^ttaäitt unb 9er$ 



1) Ciibf^atat n) tjh Unn oeti^6ten k. 
1) »n" fel^tt St t. S. I) St. t ai^ 8) St. ge^tliet. 
4) St. s. §. t tfi«. 



--,„ 



— 150 — 

152. (56.) 34 ^i> Mn (Boit , toa$ cd fd , vnb »om 9Uf# 

(A. 37. — S. 132. (134».)- 5Sel St. 141». (147*.) abec etft 
voiben fiottcx: „SBit tooQen aber f((U((|t« a(gdttif(( fHa.*) 

//34 Wn bcin ®ott n), baö wap mir *) »or S^« 
tfn fo ein ld(^ecli(b S^ing; ba ic^d (ad^ gebacbte i<t: 
St^ trer n>e{^ bad nid)t? 9(bett$t fe^eic^ erfl/ waS 
®ott bamtt baben iDiU^ unb ifi mit i^t ))iel wunber^ 
barltöcr, ba^ bief aOe $tebic)ct prcbigen: 3(^ bin 
bdn ®t}tt, ali @arl{labt, Swinael^ bcr $apf)^ unb 
lügen bcd) alle tm«^er}en! 9ttf bn§ ja wabr bleibe : 
im Flamen ®ottti f)ebt {!(^ an alled Ungläd; icb 
meine ja, bie Slotten bcn)eifen8 reblic^. 

9(b/ cd mup ja ntcbt xvot)l ßeben in ber SBelt! 
S)enn \t)cnn &otM dlamc nicbt alfo migbraucbt tüärbe, 
fo flünbe cd wc^I auf 6rben. SBit wollen aber ') 
fd)le(^te abgötdfc^ fein. Sllfo ging cd aud) )u ber 
3eit S)€cbielid^ bai @(ott burti^ i()n mupte fagen: 
äBiUt bu ja Slbgotter anbeten, fo bete fie an in aller 
Seufcl Slamcn. 9(ber cd flehet babei autb gefc^rie« 
bcn o), baf ber nicbt foll ungejlraft bleiben/ ber feis 
ncn Slamen mlßbrantbet '). 

Xd), lieber (Dott, wir finb fe^r gro^e Sünber, 
bcnn m (Summa wir glauben ®ott nic^t; aber®Dtt 
ni^t glauben unb * ) \}ertrauen , ^ilft t^n {um Sua> 
ntr mad^en; boc^ @0tt weif wo^l^ wad wir fnrem 
®emS(^te finb/' 

15t. (57.) (Sott »m in aQen €))ta4ei gclolet feis. 
(A. 37. — S. 420\ (429*.) — Sl 406M 

,,aSed, wad Obern ^at, lobe ben S^ttm, fagt 
bet $falm p)* S>araud folget, baf man (B^tt in dU 
ien Spracbenr prebigen unb loben foU ; worumb iat 
benn ber Aaifer »erboten beutfd) }u beten unb ^nftenff' 



n) «Ott fein, o) (foobi 20. p) $fa(m 15». . . 
1) S. w$. 2)} „ahn*' ftJfU St. 8) „Über H — mif # 
brasi^ft" fe^tt St. 4) S. t il^m; St. t i^m ttii^t. 



— 161- — 

tti (Mb) 99Ü faxn man t»ini%vc Hrtvoaei, bem fteifi^ei. 
(A. 37.^ Su 89. (94.) — S. 83*. (85.) 

h^fui iidt mal an umb ben 3;eufel unb unfer 
^4/ bap loir (Sott nicftt fö t)U( fSnnen ^ ) g(&u6en 
inb Dtttraucn q) ^ ber und bocb fo ))ic( unb arope 
So^It^aten eijeiget (^at unb no^ immerbat aUetlei 
9utj t^ut. 3d& fann meinem SEBeibe unb eu(^ aQen 
fömmtlid) unb fonberli^ *) mc^r t^crtraueu/ benn 
Cbti^o, ba bocb feiner unter euc^ iai für mic^ t^&te 
trab litte, baf er fic^ ließe für micb freujtgen unb 
tibten«/' 

(Er fragte etliche: ,,(»I&ubt il)r auc^, baß (Sott 
unfer ftönig, jQtn unb 93ater fei? (£8 lautet eben 
Ingerlidb. Sfl eS »abr, fo n)crbcn bie S^rannen 
ibel befielen. Stem, ifl bie beUige @<btift (BotM 
SBert^ fo werben bie ^unfern re(bt anfommen/^ 

IK. (ft9.) «Dtt )a gteben fcftes. 
(A.37.— St. 78», (83».)— S. 74. (75*.) 

,/3eremia8 fagt r): JQtii, iß tai xtiit, ba$ bie 
gtOMnen alfo aeplaget werben ))on ber SB3e(t^ Sünbe 
Mb vom Seufel, bie fe^en il^nen )u mit aQec Qk» 
»alt, Sift unb Süden ^ unb bie ®ott(ofen 4eben im 
Saufe unb baben gute Sage? Sifi bu ein (Sott 
M (Beriet«? 

Unfer JQtii ®ott t^ut, wie wir; er flettet fi^^ 
M woQt er (äffen regnen^ unb t^ut ti nicbt; wir 
{tcDen uns, a(9 woUten wir fromm werben, unb 
tbun ti bo^ au(^ nicbt/' 

W. (69.) «Ott nuubt mmfcbUi^ Mf^t Sil «afi^IAae in» 
(A. 37*.- Sl. 78\ (83.) — S. 74. (75*.) 

#,3cb fann micb felber ni(||t regieren/' fprac^ 
Doctor ÜRartinue *), ,,unb wiU bie äBelt regieren % 



q) «ixtetBIieBfic S&^fefeit ii SReafibo. jta)). 1?. 
VMf ei SnVoib. 

1) „IteieA'' fe^It W. 1) St. n. S. Sic Uvain «i# ua« 
1fr ciaaabet einer Um anbetn. 8) St n. S. f^nub ein groftr 
foifer. 4) St. n. S. t 3(b fei^» antb- 



— 152 — 

f^t ttnfetm £etm (Bott oft etliche feine Sttffel fflr< 
Qtfttüt unb wtxititn, unb i^n iDoQen teuren ^ abei 
bet fromme (Bott fjat mid) fein laffen in «^intern ffj 
l^en , ba| mein SReiflern \\t }unic^te worben s)/' 

167. (61.) Oott Sdgrn ^afen, ba6 fanx et n{((t kibm. 
(A. 37». — St. 133. (139.) -S. 125. (127».) 

/^9Rorb, S^ebruc^^ !Die6erel^ Sfiflen^ Srflaeti 
unb roat wiber bie anber 2:afet bet }e^en ®eDDl 
gefcbie^t, baft wirb ®ott Iel(^t(i(6 ))ergeben benen^ 
bie e8 erfennen unb bcfennen. 3(ber bem «^eiligen 
(Veifl n^iberfle^en unb (Sott gum 9ägener machen »ob 
len^ ba8 fann er nic^t (eiben/^ 

IM. (62.) Oott ta)ei§ too^l, »ie et6 maäftn fofl— i^iel «k 
Im be» loh gebenfen^mit feinen nnb nnfcnt SBaerfa^eni. 

(A. 37\ — St. 88. (93.) — S. 82. (84.) 

^,(Sott »eip aQer «^er^en Sidtf^e unb Slnfcbl&ge, 
unb weip n)o^I >)^ n)ie erd mad)en fod^ ba^ e8 }uiii 
Seflen geteicbet. SDarumb ifie gut, bap S^ingel 
(Sariflabt unb becgieicbenr 9totten unb Sc^mArmetgris 
fler ba^in gerietet ftnb t) ; benn n»ir »ücben bev 
& S. unb anbere unfere Stadbbam nicbt erhalten *). 
£>, welcb ein Sriumpbiren foQte trorben ' fein ') 1 
Z), wie würben {ie ficb gefperret baben ! SDarumb »eif 
0ott tbo^i, »ie er i^m t^un foH/' 

169. (6S.) Oott it viel frennbli«^ gegen nn«, benn ein Sa« 

tet gegen feinem StinU. 
(A. 37*. — St. 39*. (42*.) — S. 38^. (39*.) 

,/0ott mup mir gewip t)ie( freunblic^er fein «nl 
mit mir reben, benn meine Aätbe ^) mit i^rem SRar 
tinc^en ')• 92un fann meine 5tdt^e ober ic^ meinem *. 
ftinbe mit SiUen ja fein 9luge auSf^ecften ober bet 
Jtopf abreißen; alfo aucft ®ott^ ja 9ie( weniger u) 
liDenn er fjat gegen feinen ®Iftubigen Diel ein gütigci 



•) ID. ft. t «ntbinfen. t) $falm S5. u) Seal 61 

1) m^cffi" fiffU St 2) ^bean toit — et^Iten' fe^tt Si 

«• S. 6) St. a. S. t wenn fU UBei(anb Be(aUen ^Attn 

4) St B S. eine ftntter. 6) St ■. S. itinbe. 6) Si. n 

S. ein Sätet ober Rnttet C^rem. 



1&3 



«ib fitninbniicc £et} v), benn ein SSattr ttnb ÜRuti 
ta: oegm t^rem ftinbe ^aben, loie ®ott felber fagt 
n $top^etm Sefaia am 49« Jtap. (ä^. 15.)/ ba er 
fptfcbt: 

Sann au(^ ein aSeib l^reS AfnblinS "otxat^tn, 
ba$ fle fi(b nicbt ttbatmt über beu @obn ibreS Seiod? 
Unb ob fie beffelbigen ))ergSfie, fo n)iQ icb bo(b 
bcin nicbt Dergetfen k. 9ber (Bott muß ^atieng unb 
Sebnlb mit un< b^ben* 9tU/ et f^ati babin gefe^t^ 
ja feinen eingebomen @obn ini $(eif(b gefanbt unb 
lafen SRenfcben »erben / baf n>ir un8 ja be8 93e{len 

Sil^m ))erfeben foOen. 3<b b^It^ ^au(u8 fct ibm 
ber feinb gewefen, baf er O nid^t pat f dnnen glau* 
ben unb S^rffhtm Heben^ wie er gern gewollt l^atte/^ 

160. (M.) 9iM ailetS. 
(A. 37*.— St. 87. (92.) —S. 81*. (88.) 

,^Senn i<^ benfe ^) an bie gr0§e aRajefiat unb 
!B<nn^er]kigfeit ®otte8/ fo erfcbrecf icb feiber bafiir, 
baf fidb ®ctt fo Ijoc^ ^at l^erab gelaufen/ 



// 



161. (6».) «in (mbcvt. 
. (A. 38. — Sl. 85». (90*.) — S. 80». (82.) 

//S4 balt, baf (Sott gleicb fo \>id tu fcbaffen 
mb tu t^un bttt w) , baf er ein SDing wieber }u 
mtbte*) macbe^ aI8 bap erS fc^affe unb matbe/' 
S>a8 fagte S)octor SRartinu«, ba be8 9Rif}8 gebacbt 
narb*)^ unb fpracb weiter: /^SRicb wunbert^ baß 
«an bie SBelt nicbt I&ngfl ^at "ooü gefcbmiffen biS 
tt ben ^immel *).'' 

16a. (66.) (Sott ift da Ooti ber Sliebriget. 
(A. 88. — St 89». (94*.) — S. 83*. (85*.) 

,,Unfer (Bott iß ein ®ott ber 92iebrigen unb 
Ikmut^igen ; Jtraft wirb in Scbwacbbeit ßarf ; wenn 
»ir nicbt fcbwacb wAren, fo warben wir fioli; er 



▼) «fafm 147. w) O. «ftd^ben. 

1) St. 1. S. t fo feff. t) St. X. S. gebeiTe. 8) A. n. 
m4i {^ W. i«rc(bt 4) St. X. S. f bec bo(b <i«4 fei« ^«b 
^t. &) «»ab f^a4 — ^inratel'' fel^U St. x. S. 



— 164 — 

{ann feine Araft nic^t bett^etfen ^enn in bet Sc^nmc^ 
^eit. !Denn baS glimmenbe !DoAt (5f4iet et ni^t 
aus x). !Dcr Seufcl obet n^oUte Ö nid)t oKeln, ba§ 
ed ube( btennete^ fonbcrn tcoüti gern ^) gac auSs 
löfc^cn^" 

168. (67.) SD(e fidft (Sott in SCnfec^tang eqefget. 

(A. 38.) 

^/(Bott liebet bie Stnfec^tungen unb (jl i^nen gram. 
2ieb ijat er fie^ n)cnn fte und gu bem ®ebet reiten 
unb treiben; gram ifi er i^nen aber, n?enn n>ir bo^ 
burc^ Der)n>eife(n. 

9lber ti beifet: !DadSobopfcr heiliget micb/ benn 
ein betrübter ®eitl unb ein ierfcblageneS «Iger) ifi (Bott 
ein angenehm jDpfer :c. y). Darumb , ifi eu(6 vooffl, 
fo pfaUirt unb (obet (äott mit einem fcbönen Sieblin; 
ifi eucb ubcI, iai ifi, fommen 9(nfe(l)tungen, fo betet. 
3)enn bet «gerr bat ^efaQen an benen, bie i^n fürd)? 
ten; aber bad iü bad iBeße: unb an benen, bie auf 
fdne ®ute hoffen m. 147, Ih)/ benn ®ott l^flft 
ben Stiebrtgen unb X)emüt^igen, bieweil er fpdcbt: 
SNeineft bu, meine ,^anb fet t)erfur)t, bap i4 sticht 
Ijclfen Mnne?"z) 

164. (68.) (Sott ^at gar e(ii fleine« ^iupii aaf (Men. 
(A. 38. — Sl. 258. (265.) — S. 239*. (245.) 

„®ott i^at in biefer SBelt faum ben }e^enten 
S^eil ber £eute, bie felia werben; baS Heinefie unb 
geringfie ^duflin wirb feüg a)* SBel4)e8 im <Befc| 
burd) ben 3ebenten bebeutet ifi. S)ie SSelt ifi gac 
gottlos; benn wer glaubte, bag unfer Beute fouten 
gegen bem SDangeico fo unbanfbar fein?'' 

169. (69.) (Bottee (Sreatnren, tofe fie be« iSottlorev feil. 
(A. 38. — St. IS: (83».) - S. 74* (76.) 

„sae Sreaturen ®ottee finb ben Oottlofen lus 
gleich offenbar unb ))erborgen, g(e{(^ a(6 wenn man 



x) (Bfai. 42. y) $fa(m 50. 61. i) (ir«ift 80. 
m) ßttcä 12. 
'^ 1) St. t gew. 2) St. WAfx, 



155 — 



p I 



dm Cfd 9loSinatin )u e{fep gdbe, fo meinete er, et 
cffe ^tn. Ojfenbac aber finb fie i^nen, benn ße 
feJjfeB fie für atigen. SBerborgen/ benn fie fe^en unb 
nfennen ben @^0pfei in ben Stcaturcn nic^t/' 

lf& (n.) Oott g5iiiiet titi6 attet ttteatvrex Stattd^ (etali^ 

gerne. 

(A 38. — St. 89*. (95.) — S. 84. (85V) 

^^Unfer «getr ®ott gSnnet un8 n)o^(^ ba^ »tr 
rfen^ trinfen unb fcöblic^ feien/ bacumb ^at er auc^ 
fo 9ie( Singed flefc^affen^ baß wiii brauchen foUen b) ; 
allein^ ba§ lofr t^n für einen ®ott erfennen unb IjaU 
ttn, unb banfen U(|m. !Cenn er wiQ nicbt ^aben^ baf 
Ate fagen ffinnten unb fcaten^ er ^&tte und niijt 
(mg geaeben unb fonnte unfern armen SRabenfatf 



faet( 
xafft 



«d^t etnSlSM^en unb >) erfäKen« 

W. (71.) Vdt (at in gedige oerai^te IDing grof e (BaBen 

ge9e<ft. 

(A. 38^. - St. 73. (78.) — S. 69*. (70».) 

„fBtlät nunbert baf (Sott fo ^o^e unb eble 9[r)nei 
ii Stift gefiedt ^at ; benn man f^ati aui Srfabrung, 
Ut eäumtft baS Slut verßopft; $ferbemifl bienet 
für ^leurepn; SRenfcbenmiß feilet SGBunben unb 
f^ioane Sblattnni GfelSmiß braucht man neben am 
Um für bie rot^e Stuffr^ unb jtfl^mifl mit einge^ 
■a^tmatofen bienet für bie Spilepflam ber Ainber/'c) 

M. (TS.) Oott foU moB lernen lennen an6 ben ttreatnien. 
(A. 38«. — St 88. (93*.) — S. 82^. (84.) 

„Kit ^Iti unb Kreaturen {!nb gefcbaffeu/ bap 
»ir an i^nen lernen (Sott erfennen unb furcbten. 2)as 
ber fagt S^rifluS d ) : Seib ftug wie bie ® «langen 
nib einf&Mg w\t bie Xauben. ^tem (SRatt^. 6, 26.): 
6ebet an bie äSogel k. Unb bap ber Studnd feine 



h) fbü9 beveifet*. c) 9H4tl n verödeten, d) 9tatv 
m lt. 



— 156 — 

SRuttet, bic ®radmficfe, fciffet, baS iß ein SOb, ttie 
bie Sd&tt&cmer bie rcc^tfc^affcnc teine Sekret unttt' 
brütfcn." 

169. (73.) (Sötte foH man nic^t eintebeB. 
(A. 38". — St. 80. (85.) - S. 75». (TT.) 

,Mii ^at ®ottcd äßeifc'' (fagt X)octot SRaitü 
nu8 ^) ,^oft ubel gefallene); abec i^t rcbe i4 i^m 
nic^t mebr ein, rt>{t er cd mac^e, ed bttfet bod) nicbt, 
n>ad id) fage'). 3)enn aucfi bie ®ott(ofen^ ob fie 
gleicb gute Sage bciben, bod) gefcbie^t ibnen anberS 
nic^t, benn n^ie ben ®änen, bie man auf ben Aoben 
leget unb mafiet fie^ unb je gütlicher man i^nen t^ut, 
je ndber fie ber @d)Iad)tbanf finb. «ßieb^t gehöret, 
lai &\mi fagt : SJtdfiet, m&f!et j|um @d)Ia(^topfei '). 

3d) ixoax bin ben Sanbdfnec^ten feinb, tooDt 
lieber unter ben Säcfen ober Satem unb 9RofcoiDU 
tern »c^nen^ benn unter tbrem @4u$. 3>enn wenn 
mlc^ gleich jene umbräd}ten unb errofirgeteu/ fo loüfte 
id) bo(^^ i)on n>eme i^ ermorbet ro&re^ ndmlic^ 9on 
Surfen. SBer flnb aber fie?'' 

170. (74.) (9otte6 3oni {{l am gtdpteit, koeni et fi^eigcL 
(A.38*. — Si.9\ (10».)-S.16*. 

,,Scfe, f leine (Sachen ben^egen mid) fe^r ^h aber 
aro6e am n>enig{len; benn in folc^en geben! i(^ alfo: 
Saß geben, benn fie finb gu I)oc^. SSenn {(^ bfirfte^ 
fo wollt i(6 mid) an meinen t^einben am ^eftigfhn 
bamit täd^en, wenn ic^ nur |liUf(btt)iege unb antwors 
tet ibnen auf ibr Sdftern nid)t0. S)ad wdc bie grfius 
licbRe (Strafe unb Stadje f). Unb jwar Ijat ttott fein 
großem 3orn, benn wenn er f(^weiget unb nidjt mit 
uns rebet, wie er *) ®en. am 6. (93. 3.) fagt: SRcUi 
(Seiß foH nidft mebc Stid^ter fein auf Srbeiu Unb 



e) 9io. 8. ^e< (Baten gefc^iveigni. 

1) Jogt 5D. IRartinn«" fe^U Si. 2) St t. S. t «f 

Bleibet too^l ®ott, vox adett Cngeln nib Reifi^n MgemeU 

fievt. 3) St. n. S. f mt tUi ainät (Seffnblein ilib aUtbi 

unter ten jer/rgalenten ? IDo(( bnlbet 9c Öott.^ 4) ^i. t 

fagt auf eine ßtit S>. 91. 5) S\. u. S. \ Umu 



— 16T — 

^fifMSl. OB. 9— 13.) fpri^t (Sott: jQitt, mrin 
(0ff, U^ ibtu unter bit zeugen; Sfrael^ bu fodt micb 
iua, baf untec bir (cht anbet ®ott fei unb bu 
Ihm frenfeben ®ott anbetefl. 3<^ bin ber ^ert^ 
ein Sott/ ber bic^ au8 Veg^ptcnlanb flcfu^ret tiat; 
m befnen SRunb n»eit auf, la^ tnid) i^n fäUen. 
tec mrin SSolf gebotc^et nid^t mriner Ctimmc^ unb 
Iftarl niU meiner nic^t ®o ^ab ic^ fie gelaffcn in if)re8 
|fC}en8 SDunfel^ baf fie wanbcin nad) ibrem 9lat^/' 

L71. (7».) Octt fhrafet bie CBdgfeft bnt« bie Untert^nex. 
(A. 39. — St. 480*. (494^.) — S. 438. (444.) 

//Surften unb Steaentcn biefer 993eU werben ge^ 
nmt unb finb gewip ®dtterg) barumb^ baf fie 
tett tu Statifialtem gefaxt unb t)erorbnct l^at S)er 
S«tan aber i^ ber $öbel, burc^ »elcbcn ®ott bi§« 
MHen tl^ut unb auSriAtet, baS er fonfi bur4 ben 
Sttan t^äte unb audrtd^tete )ur Strafe ber SSdfen. 
U »ran er bie ^^urc^t^ S^rerbtctung unb ben ®e$ 
nfam ber Untert^ancn aegcn i^rcr Cberfctt awi 
em £er)en wegnimmet, fo werben fie aufiu^rlfd). 
nfe bat ®ott be« fßolti unb $ö6el« mipbrauc^t bei 
m 3&ben, bamit er S^rifhim bcfie (dnger beim 2e$ 
es erhielt, wie bie ^oangeltflen oft fagen: Unb fie 
Me$^arifacr, (Sc^riftgele^rren unb {Regenten) fiirc^ 
m 114 für bem »olf/' 

H in.) ®if eoit mn\Wdit «offart Bti^t nnb brmät^iget. 
( A. 39. — St. 87*. (92*.) - S. 82. (83*.) 

,,9Renf(biicbe «gcffart ifl fo M gro^, ba§ ®ott, 
)lt fit gebemüt^iget werben, braueben mu^ 9illci, 
fü an Sreaturcn bcm SRenfcben witcr ^) i^, ba^ 
Bf autb bte SRücfcn, edufc^ S^I6^e k. tnuitcn ^cc^cn 
Rb beiden # unb t^un, bad unS ))erbrcupct. S)a}u 
EttKbt er aucft bed XeufcIS SoS^eit. 3war ®ott 
Iber^ wenn er flcb anberS gegen uni crjeijset benn 
a Sater^ fo t^ut erS barumb, auf ba^ er unl un« 
m Stola breche.'' 



1) W. 0; Ä aMif fc. t) IK, 8U u. S. )ii)o{bft. 



— 158 — 

ns. (n.) ffiontmt «aH bie «Ifn dt|l««fnr i^tf 
CA. 39.) 

Seil ®ott nußtc, baß bct aRenf^ il^rmOt 
Mcibcn in betSBAtbe unb fflüte, nie n f^n flCf^dMff 
(attc, iVDtumti ^at et benn beii SJtcnfdjfcn g'tfitlAfq 
9Atncirt: „Sin gcoic: £tTc muß in fetnrm &ax 
auä) @cf}n(i§ 3 unb ^inffai^eln ^aben; bie anoec 
bie fein (Inb , (ennet er wo^I" h). 

174. (78.) «Ott« Uneei^i^tfgrtit. 
(A. 39. — Si. 3". — S. 3'.) 

„(Siott ittifi bafüi Aiidcfcbctt, olä ^ab ei u 
roeifilid} unb unbebä^tiglicb flettjan, baß et befo]^ 
I)al^ bie Srlt mit bcm SBoTt bei aCa^cljttt lu t 
gteten, fütne^müd) bicirrft tc bicfelbe ^efleibet ui 
•otxtiüütt ^at mit einem armen, ft^rcaditn, unanfcb 
licfjen ^Dct hti jtteujg i ). Slenn bie aSelt mOi m 
SSatfr^eit,- fijnbein 2ugen ^aben; tijut auift nid)t n 
iÖJtUcn, voaS xtä)t unb gut ift, fonbern mit gco^ 
@tnalt baju gejiDungen unb gebtungen. $ur t( 
flieuj aber t}at fle gac ein (£fel unb %bf(^eu, » 
lieber bed Teufels SBoUüften foloen unb gute Za 
%abm, benn bed .gerrn S^rijif jtieuj tragen. iD 
befte aber, bet bie äSeCt mo^I regieret, nie jU 1 
nurbiü \\t, baS i|l ict Satan in feinem @tattI)aUc 
bem $a))jl, ber fann rei^t mit l^c umbqe|)cn ui 
neiß fle E)erl)drcnb ^) jh madjen, benn (ein 9tti 
bat etn mäcbtigen großen €cbein unb Snfc^en. S< 
t)at bie SSelt gerne, taugt au4 rei^t fnt fle. (SM 
unb glcli^ gel^dit jufamineni" 

1}S. (TS.) «ett nihifbett bei Catan mtt all« fefami m 
Um, bTB SoHIorti. 

(A. 39'. — St. n: (9r.) — s. w. (se.) 
„Qilei^ nie ber Xeufel unferm ^erm Q)ott M 
|cU lumibci tft in aUen :Ctnjen"mit SBotten ui 
SBerten, alfo ftnb auc^ aUt (Bottlofenk), bfe getn 

b) mm. 9. t. Vm\fi. L i) ftatt^. 11. k) Xnfi 
1) St. K. 8. iitny 



i»om ZaifU befeflfen ftnb ^ rdtrotAl niibt (ei6{{(b ^ itii 
fle{(Hi4, wie man f!f(^et vnib rrfti^r« an ben $opi|ten 
unb anbtni Sottengeißetn/^ 

m. (8t«) SonimB Ooti aHH «iM i|ttt bnr« mM. 
(A. 39*. — St. 73. (78.) — S. 69r (70*.) 

„Oott tinntt und n)o^( o^n aUc unfer Slrb^t 
rab OHttri ttnfiffxtn, aber er nriÜ bie {)anb auft^un, 
ba§ man fe^en foK^ er fei etn reifer ^en; unb ift 
bod) aUe» ein nunberlic^ SSerf ®otteö^ baß wix 
mnffen fagen, wir bebend 9Ue< t)on ibm 0* !Denn 
mir feben^ baß etlicbe SBajfer ^ifcbc bciben, ba man 
feine ^at etngefe^t; a(fo in bem SSacblin, baS bun^ 
meinen Oarten ^cußct^ finb feine ^ed)tltn, ®(bniirs 
Hn, nnb menn man {ie in ein anDer SSoffer fe^et, 
fe mcrben ^rcße «l^ccbte baroiid« 

Stiemanb fann bc^jeeifen^ roai für gcope äBobU 
Aaten unl (Hott gtbet bucd) bic t)iec Clement ; baS 
dibreict bringet Saume ^ <§o(), mandjerlci Spiere 
tmb Sifb^/ Srj, SBaffcr, fficueibe, Ar&uier ac; baS 
^euer wärmet^ foc^t unb'feuW' ')• 

in. (81.) ^er flleiif<4 tvirb eine« 2D(«dce ba(b fiberbrüfflg. 
(A. 39^. - St. 77*. (82'.) — S. 73. (74*.) 

S>a junge «gü^nlin ober jtucblin^ fo nur auSs 
Seliocben »aren, 3>. SR« 2. gebcacbt werben, fpracb 
er: ,^ie bat unfcr «gerr &ott gleifcb unb SSlut fo 
M^ gec^ret, unb man acbtetd bocb gar nic^t, er 
^ (leme^ret unb gcfegenet! 

$9tbagora8/ ber beibnifcbe $bUofop^ue, faaet^ 
i|af bie Semegung beS Qüeßirnd macbe einen fe^r lieb« 
GtenConcent unb^garmoneim)^ flimme fein mit ein« 
aber )u(ammen; aber bie 2eute ünbS burcb ßete 
Okmobn^eit mi fatt unb uberbrüffig. Slfo üfi eS 
aid) mit un8; wir ^abeh fo fd)5ne (Kreaturen/ aber 
■tn acbtet i^r nicbt, benn fic finb gar gemein. 

$bUi9pu9 begehrte einmal ))on mir^ i(^ foQte 






fd^eibrn* Vl\o JQUxtw, Stellen u 
unb @(6anbe fann einer ivo^l imm 
fonfl la§ ®ute fann einer nt6t 
2)er Teufel jerflotet bie gSBetf ®ot 
jeifiörct bie SBetf bed 3:eufeI8; t 
bctiDdrtige S)inge/ be« äBeibeS 
Sc^Iaiiftf / 



// 



118. (82.) «Ott cni&l^ft alU fRcnf^e« 

0f iioi fiBdt. 

(A. 39*. — St. 8«. (Ol.) — S. 

,,SEBie Diel meinet i^t, baf 2e 
Stob enDecben? 34 ^crfte, ba§ ei 
niflfie S^it ^^^ 5tcrn8 warte k. ^ bc 
mit feinem JqoIi umb, (Serflen, S 
bet britte Xl^eil ber Hecfer tr&fiet f 
»erben wir ern&^ret* 

aRein SSater faote einmal {u 
ntAt, bap fo t>iel (Sarben wäcbfeti 
auf Srben wären; ober i(b glaube, 
ben wac^fen, aber bat gldube i(b r 
SRanbeln 5tcrn wacbfen, ali ÜRen 
SRanbel aber ') gibet faum einen 



161 



, (88.) Qnfrt ^m Qfott nmfl sirr^t l^aln, er ij^ie Mal 

rab koie er tooHe. 

(A. 40. — Sk 7a (88.) — S. 73« (75.) 

,^S>a9 ®ott fo e(n f^arf, geflreng Urt^ett fASet 
X Sbam toanimb, baf.er Don brm ))crtDtenni 
iQit fleff^ni (atte ttnb ®otte tinae!)otfnm war> nAm? 

bof bcr «cffr «mb feinen äBIßcn »erfluftt fein 
\g unb umb feinen SSiiTen au(^ baS ganje menfd)< 
r Äef(|led)t unteroirft allerlei Srflbfaln , «nflil^ 
iQV Jtranf Reiten, plagen, unb enbUd) ben 2;ob 
sre«^) fc^irfet: bo9 bünfet bie flugc Sßernunft 

offein baS SSetf^ n&mlt« ben SpfetbiS, anflehet 
) .für ein fc^lec^t gering S)fng bAlt) gar ju {ireng 
^ ^art fein, wirft ba8 9RauI auf, unüfpric^t ober 
»enft je: £)^e! ijig benn ein gro§ SDing unb 
»be, bap einer Don einem Slpfel ijfet? Sßie man 

aud^ faget Don bergleidbcn @änbe, bie (Sott in 
lem 9Bort auSbrflcflid) ))er6oten ^at^ fenberlid) 
t. Srunfen^eit unb äSoQerei unb anbern: xo^i 
ibetd, bap einer frS^Iid^ iß unb mit guten Oe« 
es fiR Srunf t^ut? S)arfimb fc^leugct {le i^rcr 
Int^eit nac^ fiierauS/ (Bott ^ab i^m }u))iel get^an, 
fdgar }u geflreng unb fu4)e ti ya, genpu p). 

SEBicberumb {}5§et unb Ärgert fit ftd^ bqran/ bap 
fi^8 fromme^ ehrbare, ^eilige 2eute (wie ^e 
inet) fahren (Äffet, xoiVi fie nic^t fennen, fAbret 
%axi an, ja weifet fie ))on f{(^ unb beißet fie UbeU 
Itrr, ob gleicb etliche in feinem !ßamen geweiffaaet, 
«fc( ausgetrieben unb SE&unbergeicben ') aetpan 
kn. q) !t)agegen offentli^e @unber, aI8 Iffvcttn, 
i^, äoOner, SRörber ic, bie fein SBort (|5reit 
k an i^h glAubeh, anhimmet, bie @unbe ))ergibct^ 
bidet/ ni(^t jucec^neii Witt, fo groß unb Diel ib( 
Ä Pnb, macbt fte.)ia}u fromm ^ gerecht unb ^eilig, 
itteft 4Nnber um Srben btö ewiacn l^benS imb 
tfigtcit im9 (atiter ®nabe^ ^^n au i^r SBerbienfi, 



#) •i.4lftt4Kglfit . q) ftati^. 7/ : 
1) W. bofTflbf. 8) W., Si. 8» S. 9MMMU. 



162 



flute aSttf unb äBätbtflteit ; ba« bfinft fie Mt^ |a 
Difl/ {a unrecht fein. 

SEBet fann nu W ©c^eibemann feiti/ bie jiDci 
SDfnfle^ »elcfte ja fo Mx XüiUx tinanUx flnb aM 
^eüer unb 9ßaffer, }utammen refmen/ n&mlid^ bat 
prengfte unb fd^dcffle 9ted)t^ fo ®ott xofbtx bie Un« 
fc^filbigen (wie bie SBentunft flüflcU) übet, unb bie 
aQ}u flcope ®üte unb @anftmutb# fo er an beii 
®unbern bemeifct^ ibnen i^re 37li{fet^at nic^t&urecfes 
nct, fonbeni ju ®naben annimmet :c.?r) ÜKcnfd^s 
Uif Sernunft mit ibter SBeidbcit n)trb barüber.}itt 
9{&rtin, barumb ^ei$et8: @8 fei benn, bafi i^c eü(6 
umbfe^ret unb »erbet wie bie5tinber, fo werbet i^c 
ni(^t ine ^immelrei4> tommcn/' (SRatt^. 18, S.)s) 

IBO. (84.) ®ott {« feiner 9{aiefiat ifi menf^Hd^et aSernuMft 

unU^xtiiLi^ , batumB foll man mit ber SBetfel^nng ^nfHebe 

fein nnb fi(( nidfi bamit BeKmmem. 

(A. 40. — Si. 117». (184.) — S. 2Q*. (21.) 

„^cnjdilidj aSernunft unb Statur fann ®ott tn 
feiner SRajeflat nicbt beareifen, barumb foUen mit 
ni4t weiter fudjen noc^ forfd^en, waS ®otte8 SBiDr, 
SEBefen unb Watnr fei, benn fo fern erS *) un» *e> 
foblen bat. @ein SBort l^at er unS gegeben , barin 
er reit^Iicb ofenbaret bat, waS wir ))on i^m iütjfen« 
balten, glauben, unb wef wir und gü i^m t^erfc^nt 
fcQcn; na(^ bemfclben foUen wir und ridbten, fo 
tonnen wir nicbt irren. äBer aber tJon ®otte8 f&iU 
len, !Ratur unb SSSefen ®ebanfen bat aufer bem 
aSiort, wilte mit menfc^ticber SSemunft unb fißeiMeit 
auspnnen, ber macbt i^m t^iel ))ergebli4er Unrndü 
unb «rbeit unb fei()(et weit 3 benn bie 9Sdt, \iiimi 
@anct $ouhte, burcb il^re SBeiS^eit erfennet 9fiti 
nl^t in feiner 3Bei8^eit. i. AorintQ. 1. (93. 21.}-'^'' 

9u(b werben bie nimmermei^r lernen nod) ^ 
fennen, wie ®ott gegen flauen gejiAnet fet; bie .Mf 
battiit ))ergebli(b btfmmtm, ob fte )^'etfe^en mtt 



r) 614 ittif^esZ^iet Mb «sael mputU' •ytHnt.lQ, 



M . < 



1«3 



onicmi^Irt feien t). fßtU^t nu <n blefe Okbanfen 
flrctt^en^ benen qtfftt e(n ^cr im ^ri^cn an, bat 
fe nicbt Ififi^en fonncn, alfo ba§ i^t ®emi{fen ni^t 
infrieben »irb, unb muffen enblfi^ üerjweifeln. 

SBet nu biefem Unglücf unb ewiger $a^c ent« 
ge^en »Ol, bei t^alte fid) an bat äBort, fo n)irb ec 
linben , ba| unfer liebet Öett ein ßaf f en feflen (Brunb 
acmac^t unb geleget, barauf mir fidier unb genotf 
VK^ mAgen, nftmlfc^ Sefum St)rifhtm^ unfern 
^erm u), bur(b welchen allefn, umbfanfl/ burc^ fein 
aifter SDtittel n)fr inS ^g'^'^^l^^'^ müfifcn fommen; 
benn et, unb fonfl 9Hemanb , ifl beräBeg, bteSßal^tiB 
bcit unb baS 2eben (Sob- 14, 6.)* 

SoQen wir nu (Bett in feinem gSttllc^en SBefen 
vnb wie er gegen un8 geßnnet tfl, re(bt unb xcatfis- 
baftig erfennen , fc muß eSburcb fein SScrt gcfc^e^n^ 
Unb eben barumb ^) fiat ®ott ber SBater feinen ein«^ 
«Mmen ®obn in bie SBielt gefanbt; baß er foUt 
TUniöf «erben, aHer!Ding^) unS gleicb, boc^ e^ne 
6ünbe, unter uni loobncn unb be9 Sßaterd ^er} 
nb 9Biaen un« offenbaren v ) ; wie ibn benn ber 
Sater unC }um Sebrer georbnet unb gefegt b^^ # ^^ 
n Mm .^mmel rufet: Xlt^ ift mein lieber So^n ic, 
tm foOl ibr b^ten. (aRatt^. 17, 5). 

SiB foat ') et fagen: @§ ifl t>ergebin0 unb 
nibfrat, naS*) SRenfcben fürnebmen, meine- ^dtti* 
Hibc aRajeflat' }u forfcben; menfcblicb ä)erm»i^ :^nb. 
BeMbnt tann miA nicht ergreifen , id) bin ^ ibr rtel 
p ^iHb unb grog. 9tu^ icfi vbill micb Rein gnug 
MUbcn , bai fie micb ergreifen unb faffen tann ; • iq 
«ffl i^rn *) meinen «ingebomen So^n geben'; unb 
oifo aeben, ba§ n foU ein Cpfer, fa ein @finbe' 
mb f^Iucb für fie werben, unb foU mir bi^^in &u' 
t0(fas leiflen bi« }um Sobe, ja jumSobe am itreu}, 
ktl^wU t(b b^i^na^ prebigen (äffen in aUer SBett, 
sib bie baran gltabeu/ f ollen feiig miteben w)« SDhl. 



1) CpefaHm. q) 1. itotint^. t. v) 3o^ni. 14. 
w) S)€t tcAte 9tittpt9t. A' 't. r 

1) 8u bmo«. 1) W. a1IeMH|6. < t) W. lotllle« 
4) Si. baf. 6) W. i^r. 

11^ 



«• •• 



meinet ®anct $aulu8/ ba. er fptld^t 1. A 
(äS. 11.): SBcU Die 9BeIt biird) i^re SBetSl 
in fcmecaSeie^eitnic^tecfannte, gefiel e«® 
butd) t^Mc^e $rebfgt feiig }u. machen bie^ 
gl&uben. 

S)a8 geiget ja bie g^ttllAe aRajefiat I 
begreiflich werben ^ ba^ nu Stiemanb bUU 
foUnocbfann, er xoi^c nid^t, rote er mit®c 
fei/ tt>ep er ft(^ tu ibm t)erfe^en foU- Slber 
ift blinb unb taub^ bie weber fiebet noc^ fji 
^oti' rebet unb tbut burc^ feinen ®ol^ 
itmb n^irb er8 aud) \)0n i^nen fobem.< 
18^ (»• 19.)- 

' SRan fann bie fcbwere Slnfec^tung t>on 
gen ^erfe^^ung ober 9ludcm)dblun9 / bie uj 
boA beiräbet, nirgenb beffer fuAcn, ja flr 
t^etßeben, bcnn in ben SEBunben Sbrifli^ ))on 
ber aSater gefagt tmb un8 befoblen b<(t* ^ 
ibr boren- (äRattb- IT, 5.) S)er »ater i 
götHlcben SRajeflat ifi und- }u boib nnb gi 
nofc ibn nicbt ergreifen f5nnen, baritmb i 
une }yun ricbtigen aßeg> baiauf wir gen: 
ibm lammen mögen/ n&mlicb 6^rif)um/ un) 
(Staubet ibr an ben unb l^&nget eucb an 
mirb8 ficftifein finben, wer leb bin^ voai n 
fen unb . SßiUe J|t x). !Da8 t^un aber bie. 
SRAcbtigim/j^LOcbgelabrlen/.^eUlgicn unb h{ 
^tttft .bupcitaue; in alter Sßelt ') ntcbt. 

• S)aiumb Iß unb bleibet ^nenr. ® Ott m 
obifie«lct(b )Mel ffiebanfen. )^on l^m bab^ 
tiren i(«.b reben; benn ti. ifl furjumb befc^lc^ 
aufer '-^l^riflo ®ott unbefannt mb ungef« 

iCuftJ ' ' ' ' ■ f I • I • .\ 

I' . SBiUfc bu vmtiMifTen / . moQtmb Jo »cnig:; j 
fo.j(nt&iK{0 ^iA tterbammet «Dcrbfn? iDal if 
fad^; baf birSBett ntc^t ^r^n- Witt/ frag 



I i.fi 



z) 4lott ait)iitrfffeit. 



• m *M 



WIt te. A.'».l. Ibis* ■) Ais ,«l 
ft^tt St 






" i i 



— 165 — 

batnad^^ ja ))eta<^tet/ tat (Sc M / btt SSatec, wn 
i^ neugct; !Die$ tfl mein Ifeber @0l^/An iDelAem 
üb SBo^gefaDen ffabe y)'. SIS foUt f^fo^en: i93ei 
4» allein foKt if^r tUtben, Yoa9 unbitfcr^i^ bin, 
»b toaft i^ baben mW/ fonfl werbet i^tt-imMJ^ims 
Ad no(6 auf *) Scben nic^t ') finben. 

fli&ubt i^c nit an ttri ®o^n, bcn iij eu$ tum 
£cflanb flffanbt ^abe^ fo wiU tcb aSater fein, unb 
)ifL geiDil »a^c *) unb Jbnen fejn, woS Uefer Sobn 
toact unb t^et^eifet, 'ic^ n)iH:i^n nic^t laffen }um 
S&denrr »erben z), 

S>arau§ folget imi^lUti , ha§ aOe ^ fo burc^ 
ein anber SRittel benn bur^ Sbcißum ilcb ' unterfte^n 
irtib temü^en jiu ^^M )n fommcn (aI6 Sf^ben, «gei« 
feen, Surfen, ^apiften, falfdie <!^etligcn/Jte$cr 2C), 
in <irduli(ber t^inflemtfl unb 3^tbum n)anbeln; Unb 
ifüft fte nfc^t, ba$ He ein ehrbar, {fa:cng2eben Au^ers 
Wi fft^ren, große Anbackt furgeben> )){ci i\fixxi unb 
lÄm, ®ott lieben unb e^ren, »te {ic ritl^men. 

!Denn »eil fieS^rifhiS nicbt »oUen boren, no4 
an i^n gl&uben , o^ne we(6en Sttemanb ® ott f ennet, 
Sbmanb SBergebung ber @änben unb ®nabe er« 
langet, Sliemanb }um SSater Kmmet, fo bleiben fie 
jSr unb für im Sn^eifet unb Unglauben, wiffen 
iA^i. wie fle mit® Ott oaran finb, unb muffen enb« 
&4 in t^ren ©unben {{erben unb ))erberbena). 2)enn 
ver fcen @o^n nic^t e^ret, ber eieret ben Sater nicbt, . 
brrtbn gefanbtbat. ^o^anniS am5.5CaviteI (SS^ZSO- 
Unb wer ben @o^n (dugnet, ber %^i aud^ ^ben Sa« 
ter nic^t. 1. So^^nni&am anbemjtapitel (SB.23.> 
Sei bem @obn nicbt gl&ubet, ber wirb bat £eben 
nfaftt fel)en, fonbem ber Sorn ®otte9 bleibet über 
i^in. 3o^anni8 am 3. Aapitel (93. 36.)/' 



y) flRatt^. 10. s) 2. jtotist^. 1. a) Urfa^ vieler 
BeiWnnnBif. 

1) rrCh" fe^tt^ St.. 1) ,,aaf" fcl^tt in A/i eifet «n«g. 
<) „lii^t" fe^t A. — W. tocbet im «imntel, no4 anf (Bt* 
ta. 4) „tN|r" frl^tt St «. 8. 



— 166 — 

181. (69^) . SßmimB 9i>it ^ttf^in^tt, baf btit Dafct tocl^l, 
itn gTommen u(e( ^tf^U in bcc Sßelt . 

(A. 4f.- St. 220. (221.)— S.205. (200,>.' 

- //S4^ tann ba§ 9(rgument felbcr ni(f)t fotoiten/ 
ba§ * ) oeriweifelte (Sd^älf c fo gute Sage {)a(>cn, langt 
Seit nad) it)rcd Joerjend äSunfcb im ©auft Ubm, 
unb ®ctt i^nen d^ce, (&\xt, (Üttcalt, ®efunt^cit 
bed &rib§, fcböne Atnbei k. gibt; bagcgen aber fromme^ 
gettfelige Seute, fo ^od) erleuc^t {!nb, in SitübfaU 
^a^T, angft unb 9tot^ if)c »eben lang läffet flicfen, 
fa auc^ n)ot)( eind X^ctlä jämmerlich fterben, tote 3^ 
^anned bec S;&ufec, fo bcr gropte «^eilige auf Srben 
war; ttitt unfcrd lieben «i^erm S^rifli, bed cingebor« 
nen ©oftnS (^otte^^ fc^n^eigen, ber bed fd)m&{)ii(6« 
ßen ^) Xobcd am ^reuje 2n}tf(f)en jrocien SHörbrm 
fiarb b). • ., . 

aber .&ott t^ut wie ein frommer Sater > bec 
feinen @o^n }u (Dotted Srfenntnip, ^ur^t, recbteitt 
Glauben uub aller (S^rbarteit gern er^e^en *) moUt, 
bat ^t Srofi unb ^reube an ibm erlebe» mid^U unb 
ben'®d}a$/ fo er fammlet, fampt allem, baS er ^at^ 
auf i()n erbe, barumb er i^n auc^ me^r unb iftti 
)fid)ttget unD fiäupet, benn ben Änecbt c). 3>a(^et 
aud) bad ©prid^wort fömmet: Sc lieber Jtinb, je 
fd)ärfcr Stütze. Sa, er lAffct ben unge^orfamtn 
5tned)t wo^l ein Seit lang ungeflrafet l)inge^en, feinra 
SRutbrotUen üben, unb ftetletfid), aldmerrterS nii^t^ 
gebenft.abec inbefl: ^arr, bu foUtd nid^t langt trcis 
ben; wtntii benn an feiner S^it ifi/ Oopet er tl)n 
bloß unb nacfct j|um «l^aud binauS. 

9luf biefc fd)(ed)tc, einfältige SBeife pflege i^ 
biet Sirgntnentju ^) fobiren, worumb ®ott t)er^änge, 
fonberlid^ über bic i)o^en .^eiligen, atö $rop^eten, 
^poflelnic, bag fie in ber SBielt 3lngfl unb Srübfal 
muffen leiben, bie ®ottlofen aber ein lange Seit in 



b) Ddfft snb 9rommer Oelegenl^eit biefr« . SebcM«. 
c) Satctdebil^r. 

1) St. n. S. t bic. 2) St h. S. f^mABH^M- >) St 
B. S. lUfftn. 4) ,,)u" fel^lt St. 



167 



Mlcr^9hlge iinb gfriebc offn StoMtl, Uirgemiii^ uiib 
XfAhfaln in oOem. Ulierfbtp leben ^ >, 

SMe $rop^eten ^aben fic^ au($' traran geftofeil, 
Mcdbm ^lA ba))Dn ^ unb jcigen baneben an> wie bie 
^fconiKcn folcb Xetgenrit . nbenDbiben nnb ficb ba« 
»ibcr trdften foUen. au SerrmiaS jprid^ am 12. 
Aopttel (S* l.)t äBonnnI) gebe» bocb ben Ootts 
Ulm fo tt)ob(/ nnb bie Serd^tec baben ade bie ^Re? 
Ubn H ntmmet ein bfi8 Cnbe mit ibnen, wie er 
tKtter fptt(bt (93. 3.): 2)u I&jfefl fie frei geben 
aie Stefe, ba| fie gef^Iacbtet »erben, tmb fparefi 
fi, ta^ ft genärget werben. X)a))on reben aucb 
»iel ^folmen.'' (^f* 37, 49. 73.) 

lai. (M.) Sramib Oloit »erl^aRget, bap feil ^Aif eis bsr^ 
ben Xeufcl snb ffictt »erfolget toitb. 

(A. 41*. — St 220*. (227«.) — S. 205. (210.) 

,,<Kott }Arnet barumb mit feinen 5tinbem nicbt 
Bienn er fie gletcb jüditiget unb {träfet c). SRit ben 
•ottiofen (bie ebnfium für (Botted^) So^n nnb 
bcc SBelt £ei(anb niibt. erf ennen , fein SBort ^ttaii* 
ten unb laflem,) }örnet er^ bie baben ficb teiner 
•nabe nocb £ulfe }u t^m pi ))erfebcn, {ie gl&uben 
benn an Sbripum, e^ren unb beten ibn an. Unb 
l»ar er felbeS fcbl&gct unb fl&upet fein «j^dnflin nicbt, 
Mc 9(b anGbrifhimb<üten, fonbern I&{fet< gef(beben, 
bo^ fie gefcblagen unb gejäcbtiget werben, mi wenn 
i4 burcb bie Ringer f&be unb liefe ti . gefc^e^en, baf 
Smonb mein «gdndcben fcbiäge. 

€o((be0 aber Idffet (Bott gefcbeben, wenn wir 
{Über werben # i^m für feine unauefpre(bU<be ®nab 
unb SBcbltbaten, in (S^rifto erjeiget, unbanibar finb 
uab feinem 9Sort unge^orfam, al8benn ))erbdnget 
er bem Seufel, baf er unS in bie ^erfcbe flecbe, 
SefHIen) unb anbere plagen tufcbiäe: item ben S^^rans 
neu, bap fie und ))erfolgcn k. unb IdfTet foIcbeS 



d) 9f^ S7. 49. n. e) S. XimtUf. S. «CQ» 

wd fkr CK^ifleit 

1) St I. S. bldbei. t) St tu S. feiie«. 



168 



iin8 tum 99eflen gcfc^e^en^ baß tote baburc^ bmt^tt 
tinb 0(ei4 S^nöt^tget mttttn, un8 m .i^ .yt 
fc^ren^ i^n anjunifen^ ^ü[f unb Srofl bei il^tn burc^ 
Sfirißum m fud^en. 

Sm ä3ud9 bec 9ii(^tec am 10. jtapitel ( ä». 12^ 
11.) ^e()et 0cf(4rieben, n)ie (Bott butd) einen $roff 
Poeten bad SSolf Sfrael ^att {Icafte unb .fpri(i)t: 
3(6 ^ab eud) oft, ba i^c }u mir fcbtiet, auS euer 
^cinbe «^anbe geholfen; nu tl)r aber meiner @timme 
nic^t gcI)Drc6et unb anberu @dttern bienet^ xoUl i4 
mc^ ntd)t me^r Reifen g). G^e^et ^in unb fc^rcict 
bie ®dtter an, bic i^r enva^Iet I)abt, (äffet -fte eut^ 
l)elfeu ju fcpr 3<^it eure« ') SlrüOfaW. 

!Dad war ein t)arte ©trafprebigt, ald racUte 
®ott fic^ tbrrr förber ') nici)t mebr annehmen. S>« 
aber baö JBoIt fid) jitm ^errn fe^ret, bic frcmbbr 
(Götter von ftd) t^äte unb bem «l^crrn bienete, feine 
@unbe befannt unb fprad) (S3. 15.): SBic ^aben 

fiefAnbiget, mac^c cd nur bu mit und, xolt bird ge? 
aUet, aDein errette und )u biefer S^it; ba jammett», 
fpricbt bcr Sc^t weiter (93. 16.), bcn «germ, baf 
Sfracl (o fleplaflet warb. 

3>a fe^cn wir, wenn man jlc^ unfcrm Jgnm 
Q)ott in rechter S)emut^ ergeben fann, ba§ erS 
mit und macbc nacb feinem Gefallen unb bic woi)[ üers 
bienet @trafe ))on wegen unferd Unge^ocfamS unb 
i>ie(er @ünbe über und biQig t>cr6änge h), boc^ alfo, 
bap er und unfern t^einben nic^t laffe ein ®pott wets 
bcn, baß fie rübmen mögen: U&o iß nu i^r ®ott? 
nod) in unfer Sngft unbfRot^ t>er2weifeln unb ^eu 
berben laffe; fo jammeit i^n unferd Slenbed, unb 
^ilft gewißlid^ ald ein getreuer @)ott. 

^d feiltet aber nur baran , baß wir und i^m tu 
geben tonnen. 2>arumb foKen wir biefen fc^inen Ztft 
fleißig merfcn, in aUe unferm Unglücf unb Xrfibfal 



g) iBol^a bet OotteeDCTd^ter. h) (Sott in bie ftnt^c 
faSoi. 

1) W. Qtfi^fam. 2) St. be«. 8) Si., 8. u. W. 
l^iBfort. 



169 



ml^I foocbcnf fein nvb^lnxiSxmiptt M SSoIfdSfracI 
Miit, im« tu (Bett (bet ein Sätet ber Sarm^erjisf 
tett itiib awA%xcfii ifl) festen unb befennen: jQttt, 
ttic (aben gefunbtaet, macbS mit un9n<i(b beinern gni^ 
bigcn SiOcn unb S^o^Igefallen^ allein errette und tc* i) 
€o »urbe erB au4 mit nnt mad^en^ ba§ n)ir9 er$ 
tragen Itonten/ unb un9 enbliA au8 allen 9t6tt)tn 
enetteii, nie ber 91.$falm (93* 15.)t)pn ibm finget: 
3« bis bei i^m in ber 9totfi, i6) wiQ i^n ^eraud? 
teilen H* . . 

Slfo att(^'S)at)ib/ ba er gefänbiget ^atte in bem, 
bof er boS SoK ji^Ien Iie$ 2, @amueL am 24. 5ta))itel 
(S. 10.)« fpradb er: ^err« id^ bab f(bn>erlit^ gefun^ 
biget ba^idrbad getl^an bab k. Unb bemac^ (93.170: 
3^ ^ab gefunbiget, i(b ^ab bie äRiffetbat get{)an, 
Mi ^aben biefe @(^afe getban? &a§ beine ^anb 
ivibec tBi(^ unb n>iber meinet 93aterd <gaud fein k. k) 
St er ^<6 fo ^o(b bemüt^igte^ ba fonnte ber «i^err 
fff biefer SDemut^ S)at)ib8 , ber Wl ii^m f o gar ergab, 
»At Unger }6rnen, fonbem ba ber Sngel, nie ber 
Zert (93« 16.) weiter fprtcbt, feine ^anb audflrecfet 
vier 3erufa(em/ba9 er fie "otxinbttc, reuete e8 ben 
^erm über bem Übel unb fpracb: ®8 ifl gnug, lafi 
ttn beine «ganb abe k* 

iDanimb wer ficb fann mit Srnfl unb Don £ers 
ym für ®ott in S^riflo bemüt^igen unb {icb in (eine 
6trafe ergeben, ber ^at fcbon geiponnen, fonfl t>cr» 
Ite unfer ^errgott feine (Sott^eit. 9ht rubmct aber 
bie €4tift bur^auS wn i^m, Sr fei barmberjig, 
fiBtbtg, gebülbig, ^on großer ®utei), unb fein eigen 
Saiptnnb SSerl fei, baff er fiA ber Slenben erbarme, 
bie Sraurigen trSpe, bie ge&ngften jerfcblagenen ^) 
Herten') nicbt ))era(bt, benen SttAt fc^afe, fo ®ts 
Mit leiben, ') ben !£)emfit^igen ®nabe erjeige k. m). 

Unb nenn ®ott fol(^« nicbt t^&te, ner noUte 



i) S. Stet. 1. 3)aniel 9. k) IDaDib frevclftt snnt j^reni. 
1) erpW M, «. m) Vfalnt 103, 8 mb 14S, 8. 9. 14. 

1) SU t Ceidfrei mb. 2) S. f snb OeivifTtn- 
S) Su «. S. t HBb. 



— ITO — 

in bet fftotft SufbiAt }u i^m ^aben? SHiMänb wfitbe 
i^n anrufen, fo wftrbe aud) 9ticmanb tt^6tet, 9Ht« 
manb gttröfl/ 9{{emanb geholfen, Stfemanb feltg. aiu^ 
wfirbe ®ott 92{emanb loben imb banfen ftat feine 
®nabe, ®abcn unb SSobltbatcn ; benn im %oht ge« 
benfet man bcin nlc^t. ^falrn 6* (58. 6). 

3Bec nu nicf)t weff noc^ gl&ubt, ba^ ®ott in 
(S^rifio barmf)er)tg, gn&bigac. ifl, ein ©ottber^reu* 
ben, bed i^rtebed, br^ SroftS, ber «l^offhung, bc8 
J^tili, bcdSebcnä unb aüe^ ®uten, ber tennetOott 
nic^t n), Derfiebet {icb feiner ®nabe )u i^m, fonbem 
flcu^et unb baffet tbn , unb ftebet i^n für ben Seufef 
an, ber au(b ein ®ott ifi, aber ber Sfinben, be« 
Xobei, ber 2figen, ber Sraurigfeit, ber aSer)»e{feIun(|/ 
beS aSerbammnif unb alled SSfen. 

S)arumb foUt bu biefen ®otto), ben Senfcl, 
ber ein Sügener unb Tl&xtti i{l, »obl unterfc&eiben 
^on bem wabren re(bten ®oit, Don bem ber ^fofm 
146. (9S. 5. 6.) frA^Iid) finget: SEBo^i bem, be^ ^älfe 
ber ®ott Sacob ifl, befl «ßoffnung auf bem «^ertn, 
feinem ®ott, flef)t, ber ^tmmel, @rben, 9Reer unb 
9UM, wai barinnen ifl, gemacht f)atl SDer (Blauben 
Wt ewiglicb/' 

188. (87.) (Sott {ft n(((t eit eoH ber Xobten , foxbrni bec 

Sebenbigen. 
(A. 42*. — St. 538*. (553.)— S. 48Ö». (500.) 

,,!D{efen @prucb. aUegirt unb grübet an S^ris 
flu8 SRattbai am 22. (93. ^32.) unb beweifet gewal^ 
tiglicb baraud bte Suferftebung ber lobten p). S>enn 
wo fein Sluferftebung, nod) ein anber unb beffer 2e« 
ben nacb biefem furzen elenben geben }U boffen ift, 
toorumb erbeut {{cb benn ®ott, er woQe unfec Oott 
fein, Slüee, waS und nfi$ unb ^eilfam ifl, geben 
unb enMicb aud aUer Stot^ leibltcb unb 8eiiHi(b errets 
ten? SGBo)U bienetd, ba§ wir fein SEBort l^Sren unb 
an i^n glauben? SSad finb wird gebeffert, fo wir in 

n) (Srfemitnf^ ®. o) 2. jter(iitl(. 4, 4. p) Qwf 
finfHee« £ebni. 



171 



Cagfl unb flcät |u i^m ftufien unb nifeit^ feincS 
ZcoßcC ttnb iQetlB in ®ebulb enoatten^ feint €(nabe 
nb SioffltifCLt, in S^rifio ecjeigtt^ tä^men unb ibm 
bofir banfen? SBonimb flcbeh »ir täalicb in t^a^r^ 
toffim nnft S)erfol0en , tobten ic. umb (Sbtifiu§ äBottl 
»iuen, ba* wir lebten^ fitr unfern >gr5§ten ®cba| 
(attm tii^ t)or ber araen 9ße(t belennen? 

Seil aber ber ewige, barmbergifle ®<>it bur<^ 
fetal SBoct ninb @acrament mit und SRenfcben aUein 
(aOe anbere (Kreaturen aulgef^Ioffen ) rebetunb \ian$ 
hdt Hiebt t)on leiblicben S>in0en ober biefem }ettli(ben# 
Mcgingliiben Seben (irelAS er im ünfang mit aUer 
9totbbiirft reicblicb ^at Derforget), fonbern xoo noir 
Mciben \ouvx, wenn wir t)Dn binnen fcbeiben^ unb 

&itnl feinen @obn }um «geilanb, ber un8 wn 
b unb Sob erlAfet unb ewige ©erec^tigfeit, £ei 
feen unb @eligfeif erworben bat/ ba§ wir an i^n 
dtaben unb unB auf feinen 93efe^( taufen laffen k. q) : 
ft ips gewi^/bat wir ni<bt ben un))ernunft{gen S^ie? 
rat gletcb babin fterben, fonbern fo ))iel unfer in 
Cbti^ entfdilafen/ foKen am iüngficn Sage burcb 
i^ tum ewigen £eben auferwecft werben ^ bie ®otts 
lofen aber |um ©eric^t^ ewiger ©cbmacb unb ©c^anbe* 
Sodann- am 5. (». 29.), JDan. 12. (33- 2.)/' 

184. (88.) 0ott Ixaui^i bei S6feii snm Anteil. 
(A. 43. — St. 79. (84.) ^S. 75. (76\) 

„<Bott braucbt HUti nur ') febr wob^ bogegen 
ber SRenfcb unb Xeufel aOeS (Buten fcbänblicb miß^ 
braucben« S>urcb b^ÜA Seiben unb i93runfl treibet 
(Bott )um (£b<^fianb r) : benn wenn ein SRenfcb tum 
tnbtm nicbt ^iebe, 2uß unb Segierbe b&tte^ wer 
woDt freien? SUlein, bafi bemacb ))erbotener Sufl 
gffltoert werbe, ba§ ber SRann ^cb ntcbt an eine 
^rembbe b&nge, fonbern {leb feine» SBeibcS freue unb 
tn i^rer ') £iebe ficb ergebe; alfo aucb baS SBeib. 



q) Ctttma •• Sfl^re. r) 1. jtotintl^. 7. 
1) 8t. H. S. anm&^tige. t) W. nit aUe«. S) S. t 
tetf^beit Hb inm Cott ctf^afenei. 



1T2 



3)ut(6 Sorget) trei6t ®oit »iel/ baf {{e na4 
®ut nnb S^ren tra(f)ten^ ein groß Xnfe^m in bet 
SBelt i^abcn^ )u ^o^em @tanbe für anbecn l^erfüc 
gejogcn »erben, {u {Regenten, Stätten k.s). 9Sec 
rxyoüt {{(^ fonfi bai^u brausen laffen? Slletn, ba6 
ber @t)rgej} bainady aud bcm Jtretd feined Sefe^M 
tinb Sieginientd nidjt ((breite, fonbern bartnnc btetbe, 
nacb bem nicbt trad^te, t>ad nicbt fein ifl, noc^ ben 
Untertbanen itnb bem 9{äbefien @d|aben t^tte, benri 
ed mufi ein Ttciijund unb Siijl bagu fein. 

Durc^ ©ein s^i^^S^^ ®^^^ ^i^lr ^^i ^^ barauf 
flcbenfen, »ie fic fiA ernabren wollen i); wer i»oUt. 
fonjl oI)n folcbe S3egierbe , etivod GigenS }u baben^ 
arbeiten itnb ibmd faucr laffen werben« ba§ er )ut 
SRabrung fame? ^-a^ alle £a5e unb ^uter würben 
\)erfalien M unb ^ergeben, allein, bafi ber ®et)auilb 
in feinem Stxci^ gebalten werbe. 

^urcb t^urcbt, 3<i^^n unb S^^ifdn treibt (Bott 
))iel jum (Slauben, baß fle ftcb an ®otte8 SBerbeifning 
ba(tenu), berfelben fi(b in (Si}ii\io tröflen, ber bie 
@unber ®ott i)erf6bnet bat, baß fie, butcb ben ®lau« 
ben gerecht, mit ®ott triebe b<iben. .3^^ StStnem 
am 5. Jlapitel (33* 1.) 

$tllcin «i^ojfart unb 9!eibbart aufgenommen^ bie 
fc()le(bt tcufclifc^e üiafter ftnb unb bleiben; bod) braucht 
®ott berfeiben auc^ wobl sum (Duten, aber wlbet» 
finnifd) ^) nid)t tu benen, bie bamit befledt unb "otu 
blenbt ftnb, fonbern in benen, fo ))on ben £efdrtis 
gen unb 9leibifd)en )>erfolget werben. !Denn alfo übet 
@(ott feine «geiligen tu ibrcm Säefien burd) ben Seu« 
fei unb feine (Siliebmaß. 

^Dagegen aber mißbraud)et ber leibige Catan 
®otte9 unb alleS (Duten v) ; ber 5teufAbcit unb S^e« 
lofen Seben gur £eu4elei^ ber iDemutb nur geifUicben 
loffart, ber Siebe }u Stotten unb Xufrubten^ ber 
iäter iiim $ra(bt unb SOluffiggang/^ 



8) QnMq^^t (Srftiil6nnd- iBetlfialtirag. n) ffatm 119, 
y) OuUt)etfl6ret. 

1) St. n. S. verfHeBf«. 2) St. toibet^fi^ 



173 



US. (89.) Cott Iftfetd Oft i(m «ftQeiib mattgeUt 
(A. 43.-* St 85. (90.)— S. 80. (81*.) 

/,®ott glcbt uns aSetlef teicftU^ )U oenfepen 
ctfHk^ banimb^ bap ja Sttemanb fingen möge^ er 
^6 vnt 3U (Erhaltung biefeS ScbenS ni^t gnugfam 
vfiforaet. SDaf ti aber juioeiren mangelt^ fonberti^ 
in bimr Ufeten 3rit, iji nid^t fein, fonbern bcr brik 
lefeh Ofi)^alfe ecbulb, bie SIKee }u f{(^ reißen, aUer^. 
lei Saar auffänfen/ ibreS befallend fteigern unb ben 
gemeinfn SRann uberfe^en unb befcbweren w) ; xoill 
brr f^dnblid^en SEBuc^erer fc^weigen, fo bie Seute.gar 
OBlfaugen. 

3um ahbern, bap ®ott recbt unb biQig )u feiner 
Seit* bie Strafe ergeben (ajfe über bie, fo nit^t allein 
ibii ntf^t erfennen, noc^ bem 6))angelio ^c\vl Si^rifH 

Sefforfam flnb, fonbern ibm aucb nidjt banfkar {inb* 
ir bie Ietbli(ben SBo^It^oten, bie er i^nen reidilic^ 
kargibt |u genießen (nicbt }um ^ra^t, Überfluß/ 
6toI| K.), ja mißbraucben berfelben aufd S^änblic^fl 
»ibrr ®ott unb }u @(^aben unb SSerberben i^reS 
Stauen. 

9tu begej^ret aber ®ott für aUe feine SGBo^tt^as 
tm, leiblicbe unb geißlic^e, ni(bt8 anberS ))on un8 
bran ein Deo mtias, baß wir i^n für unfern ®ott 
nib Sater erfennen, feinem Sßort ge^or(^en/ im 
QUauben l^m bieiien, i^n in all unfer 9lot^ anrufen 
nb nt4t iweifelU/ Sr ^ire ') un8 umb ^^rifluS 
«Ben/' 

186. (90.) «Doafeii ifi ®Q>tt bet litlfit ^itn% 
(A. 43*. — St 162*. (169.) — S. 152*. (155*.) 

/,<iott ^ate gerne/ ifl t()m au(^ ber liebfle, an:i 
^tntl^mft S)ien{t/ bag er gelobet xoixi x). (Sr wirb 
ober iii^t gelobet/ er werbe benn }ut)or geliebet/ 
•eliebet nrirb et ni(bt'/ er fei benn mtlbe Atib t^tfe 
»Db(; benn aber tfjüt er wobi/ wenn er gn&big ift. 
On&big iß er, wenn er @ünbe \)ergibet. SB'er {inb 



• • 



TirssS!^ 



x) Qpf^. i'^ 0. (Kiniommen. 



!»• 



— 174 — 

fie benn tiiiy bie i^n lieben? S)a8 Reine ^dnflfn ber 
©laubigen, bie foU^e ®nabc erfennen unb wiffen, 
ba$ fte bie äSergebung ber @unben burc^ S^tifium 
l^aben. S)te SBeltfinber befümmern f{(6 bamit nic^t 
btenen intern 9bgott, bem elenben f(^&nbli((en 9Ram« 
mon; er roitb i^nen aber enblic^ übel lohnen/' 

187. (91.) Oott gennet nn« too^I, bop toir friscr Ctfotew 

bran((eii. 

(A. 43*. ©gl. oben $. 160. ,,Unfer fierr (Sott 
gönnet und gern, bap n)ir effen, trtnfen unb 
fr6I)Uc6 finb unb a0er Sreaturen brauchen, benn 
barumb ^at er fte aUe gefd^affen y). St Witt nicftt 
l^aben, baf wir fetten flagen, er ^abc un8 nic^t 
gnug geben, er fönne unfern armen SRabenfad 
nicbt ernat)ren noc^ fütten; allein, baf n)ir i^n fite 
unfern ®ott erfennen unb für feine ®aben banten/' 

(A. 43*,— St. 89». (95.)-s. 84. (85.) SDtt 9Bein« 
trauben, Stüjfe, ^ferfingen k. auf ben 2;if(b na(^ bec 
3Ra^l}eit gefegt n)orben unb Sitte mit Sufi hmon 
apen, fprad) er: „SSSad fagt unfer ^err ®ott bro< 
ben im «^immel baju, ba§ xcix alfo I^ie ft^en unb 
feine ®üter ))er)e^ren ? 9tu, er ^atd barumb gefc^af« 
fcn, bap wir fie brauchen foUen , fobert anberS ni^tS 
))on und, benn bap wir erfennen, ba§ eS feine Oä|er 
finb unb i^r mit !Danffagung genießen/' , 

188. (92.) ®ott fuaet ben ®ottIore'n ben fSau^, ben 9otife<r 

ligen aber gibet er ba< i^immelrei^. 

(A. 43*. — St. 74\ (79*.) — S. 71, (72.) 

„SBir glauben nic^t^ baf unfer «gerr Oott^) 
met)r unb befferS geben werbe, benn ben teilen Oott« 
lofen in ber SSelt, welchen er föfilicfecn. guten a&dn'% 
baS fagt tx, ba er einmal einen guten reinen Stun! 
9Bein8 I;atte '), ,4a ®elb, ®ut, S^r <), (Bewolt 
unb Wltij was jie nur begehren unb, ^aben. wotten^ 
nur uberfluffig giot z). 



y) iB. Sfreubfotbernng. x) $falnt IT* 
1) St. tum. t) ,,ba« fa^t n — VÄie' ^8i.tl.S. 
SJ St. u. S.f «eferibe, *Ä(f«et. 




— 175 — 

SM Mtt Out ahn, baS 9€ mit tdäft iiq^nn, 
i>ecfagt. et tl^nen, ndtnlic^ fUb felbet a). SCBer abec 
Oott nt^t ^at/ er ^abe au4 fonfl maS er xcoUe, fo 
ijl er amiec ttnb elenber für (Bott benn ScuaruS, 
bei fnc beA reidiien SRanneS S^är (a^e unb feinem 
talbcA J&ungert jlarb (2uc» 16, 19 f.)* ^i n>itb 
ibscn ober alfo gelten roit bem reichen SRann, baf 
fe mig nuffen barben, alfe baf fle bed gerlngflen 
Zripflin 9Baffer< m(bt md^ttg fein mdgen. 

@o aber ber reiche, mttbe &ott feine ärgefle 
)t unb £&{lerer mit aUerlet geitlid^en ®iitttn 
ubecf4|fittet , aud) etli(ben grofe nnb ber t)iel 
laften unb jtdnigrei(be gibet, fonnen »ir leicht» 
lut barauB abnehmen , toai er nni, feinen Ainbem 
(Ne vrir lutf timb feinen SSiQen leiben muffen), ges 
bem werbe, ja »aS er un8 bereits gegeben ^at b). 
fr f^t uns aber feinen eingebomen @o^n gegeben 
wob mit i^mSiaeS gefc^enfet, alfo baß xciv burd) ibn 
Settef ,<inber, awSf feiner ewigen l^immlifc^en ®ätct 
Csbcn nnb G^rifti SRiterben finb nac^ ber ^ofi 

189. (9S.) fEBie ®ott mit ber SEBelt tl^eilf. 
(A. 4L— Sl 75. (80.) — S. 71. (72*.) 

^Unfer ^err (Bott f)at mit ber SSelt unglei^ 
getl^eHet, bat ifl, er l^at bet SEBett aOe (Sreaturen 
auf Ccben, im Sßaffer unb in ber Suft gegeben unb 
OBtmoorfen, ba$ fie l^enfc^en foQ über $if4 im 
Kctr, über fBogetxunter bem .gimmel unb über aOe 
Z^r, bie auf Srben flnb d). S)en ^immel aber 

aer f^m bej^alten, taj^ er ^en über Seben unb 
ifl ; tt>enn er bie* jwei t^erf Aufen n^oUt, fo würbe 
et balb oQe (Bäter unb @(^ä|e, fo er ber 993e(t aüS« 
geltet tiat, mieber |u flc^ bringen ^)/' 



•) Oks. lt. b) {Raul. 19. c) aUm. 8. 16. 17. Sl. 
1) ,,i»ini er — M^at^ f(^U Sü % 8. 



— 1T6 — 

190. (94w) »eU ®oit aSe eület smlbfoii^ gOct, a^fi 
(A. 44. — Su 77*. (82*.) — S. 73*. (75.) 

^,9Benn unfcr ^txv (Sott feine @ütec i»crf 
fo tvur^e er ®elbd gnu^ baraiid marften^ n 
{le aber umbfonfl gibct, acbtct man i^r wen 
9lld ^ ) wenn (Sott nur ein Sai)r ni^t Stegen 
nod) @egrn i^u allerlei (Sen^äci^fe bcd (Srbreid^d, i 
^tcrmann fiaijen, rufen unt) bitten umi einen f 
baren fiteren, unb n^enn er umb (Selb ju fäufen 
rourbe man fein (Selb fparen. %u aber ber 
äiater allerlei^ xcai )ur @ri)altung ' biefet 2 
9tot() ift, reid}Ii(b bargtbct, n)ic t)iel flnb ii)r^ 1 
erfennen unb it)m bafur banfen? 

3u bem Idjfet ber liebe ®ott unb Sc^dpf 
@onne täglid) aufgeben ^ bed Stacbtg äRonb 
@tcrne fd)einen unb leuci}ten, gibt ;;u unferm S 
oi)n Unterlaß bie (Clement $euer^ 2uft, 9Ba{fec 
ben unb aQe Kreaturen ^ baju &tib, itbtn, i 
äBein, aQerlei SSie^e, ^rucbte unb (Süter ouf Q 
baß ber äRenfc^ erhalten fonnc roerben f), übe 
aud^ ficb felber^ unb t)eipt nu ßmanuel, baS iß, 
mit und. 

9Bad ))erbicnet aber ber liebe (Sott burc^ 
feine große ^ ja unaus^fpreci}licbe S^So^Itbaten.b 
SSelt? SDad )?erbienet er^ baß T^e feinen 'S 
I&ßert^ feinen Sobn^ ben er il)r gum «^eQoxi 
fanbt^ freujiget, [eine Jlirc^e fampt i^ren 9Di 
))erfoIget unb ))crn)üßet 2c. SBie er nu au8 
(Sitte ^ar umbfonft alle Kreaturen geft^affen 
alfo narret unb er^d(t er jie; boc^ iai f leine < 
ün,. bie liebe (S^irift^n^eit/ fptic^t t^m ein Deb. q 
bafflrg)/^ , . 

191. (95.) (BoHed £<rbe au^ gegeii ben 96fii. 
(A. 44 St. 39^. (43.) — S. 38*. (39f.) 

//(Sott ifl') gn&big unb bann^er)ig/ m 



e) «cmciii, nnsead^t. , Q $J^L 104,;; '..'i) fl 
1) 8U alfo. S) Si. n. S. -V V«u 



• « !•••« •• , 



— ITT ~ 

Uc CMfetifi tä|mct^ weil tt bie ib\t Stiften (anti 
Beb l^afecn; ja brr Ubiben »erfloAeti äBtlt, bie im 
asge» Ueaet, Ifat er feinen 6o^n gefanbt |mn AtU 
Umb. 34 MnntS nic^t tl^un^ unb bin bodSf f^Uet 
ein Sttbe M-'' 

lüL (M.) 0«it fU^et bei ICivraiiafa laag |n. 
(A. 44. — St. 39. (42.) -S. 38. (30.) 

,^8ett ifi gebfiibii) unb Don großer (kütt, bap 
et (0 fcfetteigen unb ') fo ))ie( bunbect Sabr bem 
^ipp nnb Zficfen, feinen ätgeflen ^ein^en, }ufe^en 
mb fie ungeflrafet laffen fann '). 

Urfad» folcbet *) gtAuUcben bitten Gttafe n>i{)en 
SBenig, tenn %iemanb gldubet, bap ®ott fo fc^redlicb 

Sfet bie Slinbbelt ber »eibammeten 9EBelt, fo bie 
illfc^eit nicbt wiQ annebmcn ober ja ni^t lang 
Im leiben, baß fie feiig »firbe, fonbem Idilert unb 
Mfolgt fie; barumb fenbet ibr au(^ ®ott fcAfiioe 
Sfctbo«/ baß fie ber 2ügen giAubet. 2. Sb^ff* «• 
(»• 10.) h). 

Sm apofieln 3<it tutb lang f^ctnaif f)attt bat 
m feinen t>oaen Sauf in 9rabia, @))rta^ 
legifpten, Xfia, (Bräcia k. unb anbem 5t6nigrei^en^ 
Me ber tfirtifcbe Ztfxann ij^t inne bat. S>a aber mit 
kcc Seit bie 2eute beffelben uberbrufflg worben unb 
9iel Jte|erei entjhtnben, fam ber l&fierlisbe SRabom« 
mA mit feinem Wcoran. SBon biefer 3eit an baben 
|k Clffflüm laffen fabren, unt ben Seufel SRaborn« 
Mb «gebetet« 9Ufo ifiS aucb unter bem $apf)tbum 
ecgmoen. Stacb unfer *) 3^it n)irb bie Strafe aucb 
ibcr Z)ftttfd)(anb unb anbere mebr geben ^) umb ber 
iribilüben ttnbanfbarteit unb SBera^tung »iOen bei 
Ktben fcligen 9BortS, bat ibnen rein unb rei(bii(b 
gepnbiget wirb i). Unb wirb nac^ biefem ^eOen 



h) Stn^etd bei ^iq^lli anb Xiifca. h Retff ele«. 

1) ,,34 »aatf — «Me" fe^It St.i. S. 1) J^ f4toH» 
f» nb" fe^tt St. I. S. 8) St. M. 3. t 9M fbafet efU 
mUwA ißhHf gM^jf. 4) 8t u.8.fDU Uifa^nt Alt 



— 178 ~ 

Sfc^t ein axi^Ui^c, fcbrcdtid^e ^inftorni^ fimmcih 
e^rijluS trofle unb ^elfe feiner neinen J^rcvbe mb 
madjt beg Ijammcrd fd^ier ein (£nbe burc^ fdnc ^s 
lic^e 3ufun^ «mcn/' 

193. (97.) (Sott tjersenl^et bie €ttafe efn Seit lang. 
(A. 44». — St. 39. (42.) — S. 38». (39.) 

,,Unfcrjßccr ®ott pe^et fe^r »o^U »te ble 
«l^unbe Que SSinfel )>d(1 fd^mei^en^ pifT^n^ fl^eien unb 
unfldt^ig mad)en. ;S^em^ wie bfe äJoUfdufer jtaimen/ 
®ldrer )un ^enftcrn auswerfen^ @4u{fel, 3;eaer^ 
®(äfer, il^enßec/ £)fen )ubre(^en k. Sßenn er aber 
beginnet }u ))ifttiren, fo {örnet unb {traft er ^rfiultc^ 
o^n Snbc unb fBla^/' 

@ol(be8 fagte er \>on bem n>ü)len/ unfldt^igen^ 
fduifc^en 9Sefen unb 2rben k) , fo lyin unb wifber 
roße Ferren ^ Äßniac, gürflrn, ber unabeftge «be^ 
onberlic^ aber $apfl, (Sarbindl, !8if4offe, S)om^erm 
unb ber oanje befd^ome ^aufe mit oKer Un}uc(yt 
unb anbern flrdulid}en @unbcn {u biefer legten 3^'^ 
o{)n ade t^urdbt unb @d)eu unioerfAdmet treiben. 

„^a^ jtinbtin S«fu9'% fpra(^ er (xcH\tt( mit ber 
£anb auf« ®emdlbe an ber SBanb), /.fc^idfet ber 
Sxutter SRaria am arm; wirb er bermalein« ouf^ 
)9a(6en^ er wirb und n^at^rlicf» fragen , waS unb xoU 
)9ir8 gemacht unb getrieben ^aben/' 

194. (96.) äti^tn, fo oot brt Strafe l^erge^ 

(A. 44*.>St. 506. (520.) — S. 461. (469*.) SBfC 0Bcs 

S. 149. 

/,3Benn (Sott ein ftönigrei(^, 2anb obör flSolf 
flrafen ober gar bcnDÜften xülü, fo nimmet et tcfb 
fld^ I^inweg fromme^ gottfelige Seigrer unb ^rebiger^ 
item weife, gottfurc^tige Regenten unb Stätte, ))ere 
nfinftige unb erfahrne jtriegcr unb anbere el^rlicbe 
ßeute. efa. 3 (SB. 2 ff.)- 

3)a wirb benn ber !ßobeI ftt^er unb frft^Iid^/ 
treibt oQen aRut^widen i), fragt nac^i reiner g9ttli(^er 



f. 



^) ^f>fnß61tnnq. l) fBHUeiietttffiitlt 



1T9 



SlbAlj^ftt, a4t »ebft eerofe^ 3tK^t nocly (Sl^itatfeit/ 
taftt oSetlri @ttnb unb @t^anbe, bacauS benn ein 
ttilb^ jniift, teuff({f(|^ 9Sefen folget, roit loir leibet 
i|t frfien unb etfal^ren> baS ni^t lang befielen mag* 
SDammb beforge i(b/ bte %xt fei f^on bem S3aum 
«n bie 9EButte{ gelegt, bafi er nu (albe fott abaebauen 
ttecben. S)er liebe ®ott nebme und mit Q^naben 
wta, bafI mit itn Sommer nic^t erleben noc^ Jc^cn 

IM. (99.) Sie 9^ gtofe ^tnen a^t 
(A- 44». — St. 480». (495.) -S. 438. (447«.) 

/,(Botto(bt bie groien Potentaten/ Aftnige, t^fir^ 
9m K. aicid) wie bie jtinber eincS 5taitenfpield acb» 
imj neu fic fpielcn, baben pe bie 5tartenbldttec in 
tffc ^nb, barnacb/ n^nn fie b^d @pietö mübe xotn 
bo, werfen fie biefclben in ein SSBinfel unter bie 93an( 
iber in« jtebri(b. 

Slfo tbut ®ott au(b mit ben ^ßotentaten unb 
«cofen ^crm; »eil 9e im Regiment finb, b&It er 
fe für gut; alfobalb ') fie e8 ubermac^en, fiöpet er 
fi wm 6tu^I m) , tt>ie uRaria finget (Suc. 1, 52.) 
nb ttjfft fle ba liegen ut Regem Daniae *). 

S>e8 JCinigS 3U 2)dnemarf @bt^iP<ern8 ®tmafjl, 
Siifer 6aroI8 unb MnigS ^erbinanbi @(bn)eßer, 
ift gejlorben, er gefangen u>orben unb über etli(b 
nb *) iwanjig Safir gefangen gefeffen; unb ber. 
dnigc <Stbe be8 JtSnigretc^t , fein ®obn (welcher bei 
ttqer Carol/ feinem Settern, am .^ofe »ar), ift 
Imo 1541 unter bem SteicbStage ju StegenSburg 
«cftorben •)/' 



■) Unfrti 4. O. DepoBuiu 

1) W. Bii^. 2) W. »fragtet fle. S) St. k. S. 

ilet feboH. 4) St. 1. S. wit Uu StMa «nriftianf üi 

Mmmc!. ft) Mtnb'' ff^ W. ^ OgL 6e4etbort 

12^ 



— 180 — 

IM. (100.) ttifn« «ctra «ettf« «ade 
(A. 45. — Sk 480V (495.) — S. 438". C44T-.) 

„®ott ^ot ein f(^ön, ^«tli« unb frftc Port 
J^actcnfpiet von eitel mii^ttaen, gioßm ^tnm oH 
Aatfcr, A6ni(icn, %äx^tn ic. }ufammm gclefni; 
f^I&gt (inen mtt bttn anbtm. 3)ason t^ viti lEjrrais 
Vel «jaulen tAnnte, bte allein ju unfet Seit fltfi^ciieb 
Pnb lt. 

2)er Vapfl tfi nu etli(be fjunbert Sfafir fui bat 
ßberfte ^ätipt in bei G^ilftenlieit get^alttn '); nttm 
et nur mit tfnem t^ingei (teniinft Ijat, fo Reiben fli4 
fut t^m Jtdifn, Aönig, i^ütflen». mülTen füK^ten, 
bemfittflaen unb bücfen; i^ alfo ein .gen: über aOe 
;germ, ein Äönig über alle •) Äflnlge auf (Srben, 
Ja (in icbif^er @ott graeftn n). 9Iu [0mpt unfcr 
^etr @Dtt unb fiiilägt mit bem 3:au8 (bem Snther) 
ben $a)ii% ben gco^en JtSnig, bag er ba li^t. SDai 
ff) ut[\txi .gercn ®otted fRegiment, wie !Ruf(t Im 
gRagntficat finget: Deposuit polentes: Sr fe^t bfe 
acnaltigen Dom @tul)el." (äue. 1, 52.) 

197. (101.) Hin aabfc Siebt wn (Sottce «ntt. 
(A. 45. — St. 481. (495.) — S. 438'. (44S.) 

„3B'nn id) Tei(^ re&ze, xotfltt iA mir ein gfliben 
@if)a4t unb flltiecne Aaiten »etfU^ ') laffen iuriditen 
|it einer Stfnnrrung ; benn &ottti @c^a(^t unb Aartc 
fah grofie, mdAtige ^üiRen, Aönige, Jtoifei jc-, ba 
« immer einen burc^ ben anbetn flldit ober fAi&gt, 
hai iß, ausgebt unb flürjt. fH. ifl *) bie »fer e^ct- 
len, ber $apß bte feifeS @(^eUen, ber £ärf bie a^t 
Scheuen , bet Aaifei fß ber Jt6n!g im Spiel o). 

Se^tlid) ffimpt unfet £ccr (Sott, t{)e!it ba« epltl 
ouS, f^I&gt ben $apft mit bem Sut^ei; bei tfl fein 
Saue, fir ift aber no(^ ni^t aQet S)fng ■) tffbt; 



' n) 9a))M Sttoalt. «) Xdtl. JCaffn. 

1) w. t »ort«. ») „■öetni — «Bk alte" fr^U W. 
#> W. mltSit^. 4) SU •Rm i% «(A. (Jt. «touh); 8. 
»nr 4t »; W. «QeiMsg«. 



181 



C^fhiS f^at aitgefanaen l^n itmb}u6r{nfleii mit bem 
(Bdfl feines aRunbeS^ bof er nu in bet ebrißfli&u« 
Mflen inerten sat tobt ifi. S<6 ^offe, c8 fei fd^iec 
an bem, baf er fein ein Chibe macfien wirb bur^ 
Me Ctf^einung feiner frfi^Uc^en feiigen ^) Sufunft. 
«men. (2. S^eff. 2, 8.) 

fiteibiel nnb SIpofa())pfi8 reben ba))on, aK foUt 
bcr Surf burc^S ^euer »am «^unmel »er^e^ret »er« 
bca; roelcfeeS eine finßere ^rop^ejci ifi. (i9 fann 
an4 IDO^I gef(beben.bnr4 ein geifilic^ ti^eur^ welcbet 
ben Xmicferijl^ ben ^avf}^ ^inri^tet unb Derje^ret p)» 
S)enn nenn ®ott ba< SBort gibt^ fo gibt er audb tu« 
flleid) nit ben ®ei{l^ ber (Knaben unb beS ®ebet& 
Senn ber in ber ®(dubiaen «ßerten fr&ftig i{t, fp i|i 
tie SEBelt gefc^Iagen, ber Seufel ubernjitnbtn unb ge< 
rietet, n)eld)er baS SSort nid^t leiben fann, ia >) 
it ilfm tn Sugen wie ein bicfet Stau«^ ober flnfler 
Stebel. 

9hl, eB ^cft^e^e, n>ie e9 wolle, (ang fannt nic^t 
m^fx bin fnn, ba^ beibC/ ^apß unb SArf, mit 
i^fin Sn^ang in Sbgrunb ber ^iü foUen t)erftoßeii 
neiben. Amen/' 



■j 



199. (102). IDaf 4W6 bem Scffri !jm);t ba6 «etg^e« 
( A. 45. — St. 79. (83*. ) — S. 74^. (76.) 

3)an)on faaet einmal flSoctor SRartinui Butf^t 
nto Xif4i unb fpracb: „9L\ii Sbrabam, Sfaac unb 
Sacob, ben Patriarchen unb ^eiligen ^&tttn, fommen 
bcc bie gäben, bie (S^rißum getreujiaet baben; auft 
bm Spofteln f5mpt S^baS, ber aSendtl^er; auf Sie» 
ranbrta, ba eine bec&f^ete, Ubltcbe Scbule mar unb 
vid frommer, c^riftUcber, gelehrter SRänner ^atte, 
tommen 9riu8 unb OrigeneB. 9u8 ber cSmiMen 
ftirAe, bie viel ^eiliger SRdrt^rer Ifat gegeben, fömpt 
ber I6fterif(be Snticbrift, ber $ap{t }u 9tom ; au9 ben 
Cinliebelem in Srabia t5mpt ber aRa^ommeb; aut 
Sonftantinopel , ber ebeten 6tabt, ba Piet Üblicher 
Jlaifer ^of gehalten, fdmmet ber leibige Sflrfe. 






— 182 ~ 

^ ) Hui (S^efrauen werben G^ebcec^ecin ; mB 
Sungftauen ^uren; au8 SBxnitm, @56nen/ ^rruiu 
ben werben bie ärgeflen bitterflcn ^) (feinbe; au8 
ßngc(n fommen Seufel ; aui Königen S^rannen; auB 
bem S))ange(io unb göttlicher SBa^r^eit f ommm SCeo^ 
feldlügen; au^ ber ^irc^en Jte^cr. SuS bcr @peiff 
wirb Unflat^, fo burcb ben naturlid^en ®ang wirb 
ausgeworfen; auB löftUc^em SBetn unb anbermSranf 
wirb ^aru; au» S9lut im Seibe wirb 6iter. SUiS 
bem 2utt)cr fömpt aRunger unb SHufräljrer/ SBiebecs 
t&ufer unb ©acramentirer '). SBaB SSunber i^ benn, 
bap iSöfe unter und finb, tion und fommen unb ouSs 
ge^enq)? ed mufi fei)r böfe S)ing fein, bad bei fok 
(bem ®uten nicbt bleiben fann, unb mufi fel^c gut 
fein, bad folcbe böfe !£)ing leiben fann/ 



// 



199. (103.) ®ott greifet feine fSaxmlftxiiQUii an an» «SiU« 

bem mit feinen So^U^aten. . . 

(A. A%\ — St 85. (90.) S. 80. {ßi\) „fl&im^i blC 

Scbfüfibe ))erbi€net f}at, bap t>iel wilter, bofer X^ 
bemaRenfcben f(^aben foUten *), ald ba finb biefiöwen, 
SCBölfe, S3ären, ©cblangen, (SibecbfenK./bcnnocbd 
fo I)at ber barm^er)tge, gndbuie ®ott alfo unfer wo^I 
ijerbienfe Strafe gemilbert, ba$ nod) viel me^r Silier 
fein muffen, bie ba und btenen unb nü^e fein, benn 
berer, bie und fcbabrn. !Z)enn, ifid nict)t wa^r, cd 
finb ))M mebt ®(bafe bennSßolfer): item »iel me^r 
Arebd benn (Scorploned; t)i€t me^r ^ifc^e benn@(61ans 
gen; "oM mttfx jO^f^n benn 26wen; ^iel mcbt JFü^e 
benn Mren ; t){el me^r «Isafen benn gfäcbfe ; item Diel 
me^r Cnten^ ®&nfe unb <@äl)net benn Qitict titn 
fRabtxi *) f Unb wer ed wollt gegen einanbec mit 
%M^ Ratten, ber würbe befinbcn, baf er i^iei me^* 
nü^Iicber benn f(bäbti(ber Silier in ber aSdt fel^etf. 



q) ffiol^ falfc^e Srnber fommen. r) fft^li^lfti Unumt 

1) St. n. S. t 8a6 (B^em&naera koetben (SfeBtrAec 

2) «bitterflen'' felJU W. 8) Su n. S. f mb anbete fdf4e 

^rdher. 4) St e^aUn tbun. &) St. t «nb «ulTce f6Ab# 



— 183 - ^ , 

wktbt, mth baß mm in tKen Sceaturn tn^^c ®u* 
M bcnn S5fee^ mefti'SBol^tt^at bcnn @4a^en unb 
SUubt^l iiibe. Q^d taiiRi» SliemanbS bthtnUt\, »ad fuc 
dTofeSEtolHIbat &ott u%i bucc^ bie t)ier (iltment t^ut; 
Ali:: bie fiibe btiimet ^ume ^erfur^ gibt <l^o(}/ aU 
Itriri Sbiet, Sc}, äBaiTerfluffe^ Sornen, aaerleiOk^ 
iiribt^ JCtaut, item SSoUe/ Unb wer tannd aUeS 
cqd^lrn, »ad wir Mi Ui (trben di^uted cmpfan« 
gras)? S^cni bad goter/ bad todrmet; ed erquicft 
unb ct^ält ben SKenfl^cii/ man tpdbet baibctK. ^)/' 
(A. 45*.) auf ein anbete Seit tebek !Doctor SRar« 
rmuS 2utb€r abermals bat^on^ „wie ®ctt fo ein rei$ 
in @(^opfer ro&re unb bie ganje SBelt burc^ feine 
SOmac^t unb gro^e ®en>att ernäi^rete ; aber ti wdre 
ein fAnerer Slrtifel^ baf mm. glauben foQte an ®ott 
ten aSater^ aUmacbtigen ®t^dpfet «gimmeid unb Ut 
erDm. S)ennod^ iß ed xoc^x, (Seit bat ÜHeg gnug 
für und gefcbaffen; benu aUc SReer unb SBoffer finb 
unfere Srinffeller t) ; atte SEB&iber unb ^dl}er jinb 
HttfeceSdflctel} fo ijt bie Srbe ))oUer (Kolbed unb @iU 
berS^ itupfer, €ifen unb anbere SRetaU; fie mup 
unfl aucb aOerlei ©etreibe tragen unb unbc @!pei8fl 
(amncr junb Srobfa^en fein ; benn ti iß SIHeS umb 
unfer^ ber SRenfc^eU/ wtQen gef^affen.^ 

aoo. (101.) Ootteft fiktf ffQb imwbfcfea):. . 

(A. 46.— St. 73*. (78.)— 6. io*. (71.) !Doeioc SRaiB 
tinuS fagete, ^,baß eS ein wunberbarlid^ ^ ) Ding voau, 
baß aud ben S&umen folcbe %xix^te n>ü(bfen^ bie ju 
%teif4 unb Slut gematbt warben. SDefln waS finb 
Siume anberS benn «gel}? S)u feutß ?i).ober br&s 
ifft fle> fo ifii J^ohx no^ foUen fo fü(le unb lieiblic^e 
Sfflibte braue »acbfen, barauS t$ieifd) unb:Sbtt en 
nobret werbe u). «Ifo bab i(b aefeben, bap in ^ta^ 
lia auf garten ©tetnfelfen bie aQerfcbönßen jDelbAumlin 



•) !Rat ber »iet (Rfmiit. t) OReafitK^e ftol^ning. 

■) Sb« ^oU nb Ctdaca !aai))i bH flleif^ei ffUf^zw^. 

1) St. flDae »atrcrgibet afUtlei gif^e, bU ^fl, ol^«c 
bie Mit 8l4t ri» PMter aoßier i$8g leUM Uwatt', gibt tUci^ 



— 184 — 

»ui^fen; ha (ernet Icft bie Sßortc ))erft(i^eii, fö te 
9fa(m (78, 15.) 8ef(()dc(en {inb : Et de Petn nUi- 
riYil 608 melle, unb »fr mufitni aU^icc »i SBBittciu 
brcg au4 bcff nnen, ba unfet 2anb gar fanbig Hl unb 
anbert nfcbtt, benn ette( @teme; bentt el ifl irii^t 
ein fett^Hfllic^ ütixtiij. 

, 3>arämb l)at/' fpcac^ 3). SRart. 2ut^er M, ,,efnec 
einmal ))on Sffiittenberg ^efagt: 

Senbiden, Senbitfen ^) , 

S)u biß ein @enbl(fen! 

9Benn if bif arbeite. 

So blfl bu lic^t; 

SBenn if bic^ ege, 

iSlß bu f(i)U«t; 

SBenn if btf mete, 

®o finbe it ') nicbt. 
SDennoc^d gibt und *) ®ott au8 biefen @teinen 
guten aßein unb UftUd^ Aotn* aber weil biep SSun' 
berwerf tdglic^ gcf(^i(4t, fo ))eta(4ten roM/' 

(A. 46.) Unb faget !£)octer SRartinut Sut^e? : 
,,®ottet Sßect fann man niti^t auSfinnen, noc^ gnug 
bQ))on tcben, fle mAffen allein gegl&ubet »erben. 
S>ai beftnbet man alfo, wenn man aQein betrac^et, 
W0)u baS (Btxof) gut iß/' 

XOl. (lOS.) 9ott toeabet grofe Unloftiing auf betlBpael €))e(fe 
BSb 9ta|niB9, banunb toiU er an^ b<e SReRfd^en eni%ea, 
. . . ft>e<feB «sb et^aUen. 

. (A«4jfll — St.86. (Ol.) — S.80«.(82.) 

3)oetcraRärtinu8 Butler fagete, ,,ba$ fein SOtenfA 
auf 6vben fei *), bec ba DermdAte }u beiablen tie 
Untoftm, fo unfern £en ®Dtt täglid) aufgebet, bä^ 
er nuc bie-unnft^en Sfogel ern&^ret unb fpeqet. Unb 



"."T?" 



1) »n)ra4 ^. m. S.'' fe^lt St. 2) IDieferSett til m« 
Ctangtvalb gegebea; bei VKtifabet nnb ffialilb ^eift tt, jmn 
Ta^td ftdg, olfo: »€eabie!eB, Simblglett« bi Biil ein Seiu 
bigfeü;'ioeM 14 bid^ atbeile . fo hift bs li^i; toem <4 bUb 

»e (W. rige), b(» bi f((U4t; tmn i« m mit, h |hbe 
ji/i^t'« 1} .6. t ba. 4) «ini'' ftl^U St I. S. ft) St. ■. S, 
^ Jlf^ JVrfffij^ ff auf tcbeB." 



L 



185 



k^ qttnh et flintlM, bap bec Adnig wn 9ranfref(^ 
«tt oOe feinem 9lei(^t^um, 3infe unb SRente. nic^t 
i»eniiM)te |u betagten ^ tvaS aUein auf bie @)$erUnfl 
gcM; toat foU i^ benn Don ber anbern fßo^tl, al( 
SItbfiw S>o^en ^), jtrd^en ^),S^i^, @tig({(, Sinn 
bn imb bftgtei(bcn SBogel ®peife fagen? v) @o Um 
im ®ott Me Sogel fo retc^Iid) nnb uberfluffig e&i 
übtet, »er moUte benn t)on JRenfcben ))er)ireife(n; 
baß (Bott i^me nli^t ^tafttnni, $utter, S)ecfe unb 
tOf Xot^ntft geben foOte? 

3){e Specting finb bie gedngflen unb I6flen ') 
S5ge{^ nofft 6aben fle bie aUergropefl« ^erclidtfeit. 
6ir ^aben ba8 gan)e ^obt über bie aderbe^en Sage 
Hnb tbun autb ben gripten Scbaben. 3m SBinter 
Hegen fie in @d)eunen unb auf ben jtornböben; im 
Seajen freffen fie ben @amen auf bem treibe, item 
9{[an}en unb anber ®en>d(bfe; tur Srntcjeit b<^ben 
fk aber auf bem $elbe gnug tu effen : im «D^rbfi finb 
Me SBcinberge unb jDbfl i^r 8abfaL Ergo digni sunt 
oaai persacotione * ) /' 



(IM.) 0ottH Ser« i^itb Bolb ut^Sf^uH. 
(A.46*. - St. 97. (92.) - S. 81*. (83.) 89I. oUn $. 142.) 

,,Scffer ifit, baß (Sott mit un» *) }6rne^ benn 
»k mit i^me; benn €r ifi barm^erjig, wie ber 
f>ro9l^etw) fpricbt: SBenn bu ^firneft^ fo gebenfeß 
tn ber Sarmberjigteit. SDarumb laßt (Sr ben 3^^ 
bflib fahren unb nimpt, bie ^^ beffetn/ n)ieber )u 
Onaben an» 3urnen ivir aber mit 3N ß Jo ifi ber 
6ad)e nicbt )u belfen. @o n^frb aud)^ im $copbeten 
CfAia gefagt: @ein Sern wdftvet nur einSlugenblicf 
nßf.30, 6.)/ Uem (^ef. 54^ 7.): Sinen «ugenblid 
9ab icb bi4 berlaffen , aber mit großen ®naben wiU 
iit bt(^ toleber fammUn/^ 



▼) 3>er Oogel 9{a]^niiig. w) ^M. 4, 2. 
1) A. fC^üm. 2) A. Jtrcim. S) Su n. S. lofcfkf«- 
I) ^rfo — peiwcaUone'' fefft St. u. S. 5) „mit mut*« 



— > 186 — 

SOl (107.) IBnSbIgt Sttnft taHtt. 
(A.46*.— Si.87.(020 — S.8I«.t83.),iBBl.i232.) 
„SB^tin ®0tt mit und ^) jüintr, umE) nnS rlferf> 
RUCb und in bfc ^einbe .giänbe ufitr^ibt, la^ Sc but4 
fie unfci Simbe unC Uiituqcnti flcafe, $ef)ilmj, t^cute 
;Scit uiib (inb(ic'4)Ia(|m ubtr und lägt fpmmen/ bc<f) 
fcurd) fein aiSoit necb mit und tcbet, fo iftd t(n ge- 
roip Stiften {finec ®nrtb( Bfflfn imäx). ©rnnmcWc 
bct ^ccc liEt Ijat, tic jü(^tiflet (£r." (tttit. 12, 6.) 

. • m. ilVS) @lT»fl» nnt> nf4»(fT((^tc San ffcttM. 
(A. 48".— Si. 67. (92'.) — S. 81'. (83.) 

„SüSrnn aber blr Scutt (icbci roecbni, bnd SSort 
iwac i)örrn, aber ju einim f!)! lAjftn cinae^en, )a» 
anbein »ieber aud, viel bASon n^afiitti »nnen unB 
bo(4 feine iBejfetun^ bcS äcbcnä, noi4 grnAt Irt 
©lautend fol()ec, n>ie mir Uibcr i{tt fuc Sti^ttn ft^en, 
baß ^bemann 6i)i;ijien luib esaiiflelrfi!) niÜ fcfii unb 
bod) ber ©ciije bed aSiuicfiä, beS lelbfflcn <Btljni<, 
SBiic^eruö unb anbcter ©ünben Wn 3JIa9 ifl, unb 
ülott bittd) fromme , tteuc 3)itnec ' unb ^<^ebigei 
brauet IC. : fo ifid ein cicraiß S'ic^E"' baß ffiott in 
£i'iTi bad !S!crt unb icIne Sct)ce rcecbe iDC^ntlimen 
unb bic ficute in i^ttd .gei)en8 3)ünfel taffni, baß 
fle wanbeln natt) ttjcfm 9iat^ unb, nie e^Tifhi< 
(SSattfi. 21, -13.) beH ^fiben brauet, ») ba8 »tü^ 
^otteg licn i^en gencmmen unb Xnbiin gegebtn 
»erbe, bif feine gniAt bringen. SDa folget benn kec 
®arang y], baf AEtii^ieidf, Sanb unb 9eut( barfibcr 
»erljeeret unb jerftfret rcerben ic. 

3:)arüinb giouet mlc, unb beforfle, S>cutf4(&iib 
»erbe In JCfirj aut^ baljcim ■) gefugt unb gMuIi4 
flejltafet »erben 'oon »egen ber gtofen Unbanlbac^ 
lelt (auf unfer ©eiten), aSera*tunfl unb gafiening 
iti lieben SUiortd (auf ber 'i^cinbe Seiten), baS ®ott 
In biefcn fAbtlic^en legten Seiten fo ti&t unb tcic^Ili^ 

x) (Holt fttaft aUitit mit Qlinbta, »tm n imt "iK v»* 
«*r/. j) darpa«. 

■i; ,,>nff Sit*- f«p S. £) Si. ^ teV V) ^- VA»> 



18T 



lArinen ttft z)* Ohr fatin lange Seit ®ebulb ttogen, 
mmi bie 2eute böfe {inb; n>enn fie aber fein SSott 
«ecad^ten rnib t)ecfolsen^ fo ifl bie ®ebulb au8 unb 
bie le|tc ettaf fur^anben ; ii>ie mit ben Suben, ®(ie^ 
4^11/ 9Itoein k. gef (bellen i^/' 

a». (109.) Unfet« «erm <9oH« IDienet. 
(A, «•. — St t59. (165*-) — S. 14d*. (152\) 

SDoctor aXatHnut 2utber fprac^t ,,®ctt n>ia 

bilfcrtige @finber (bte fid) für ®otte9 Seen, Xeufel^ 

Zob unb i@60t färcbten unb an Sbriflum glauben ) %\i 

2)ieneni ^ben a); barumb faget S)a))ib im 34. ^falm 

rS. 19.): 3>er ^tn ifl na^ bei benen^ bie jerbro^ 

Ami £er)en8 {inb, unb bilft benen^ bie ^) {erfcbfagen 

•cmü^ tiaben. Unb im (Sfaia (5t: 66, 1. 2.) n>trb 

gcfaget: 9Bo foQ mein ®eiß ruben unb wo foU ic^ 

vo^neR? Sei benen, bie )erfd)lagen§ J^crjendünb, 

mrib bie {ld> fürcbten für meinem 9Bocte! ®c((b8 

tbttt nu ber arme ®cf)d(6er am JCreu} ; ® anct ^$ctru8, 

fo Sbtiftum »eridugnet b^^t; SRaria SRagbalcna, fo 

9on Zeufflu ') befeffen n^ar; @, $au!u9, bcr ?ßeu 

folget. 3>cncn finbi^re @änbe aUe leib, unb bicfe ^) 

»ouen wn (Sbriflo Vergebung ber @ünben tjabtn 

unb (BotteS S>iener fein. 

3>te:gco§en Prälaten/ f)o(ge Zeitigen, reicben 
Sttiifeni/ iD(bfentre(ber unb vgäuferbauer bie tbunS 
iiid)t b) ; e8 »dre aucb nicbt gut, benn fo fönnte feiik 
SIxmer für ibnen )ufommen, aucb fo wücbe ed nicbt 
PL Oottet Sob' unb Sbre getrieben, fonbem fle voiiü 
ben ibnen fejbd ben Stul^m unb $reid {ufcbreiben, 
unb faaen: Sßir flnbe. 

OiriAtoobl finb au<b etlicbe gro^e jtönige, ^ür^ 
{len unb ^ercen, bie ®ott anrufen unb "oon «i^ernen 
ib« bieneft; biefelben, ob fie mobl rei(b unb gewaltig 
Hob, über Sanb unb Seute b^trfcben, finb fie bccb 
geifMi(b arm c), bad ifl, fie erfennen fi<b mit rechtem 



i) ^. AR. S. ^ro))l^f||d unb @orge fnrf S^entfiliiatib. 
IMtr^affTBc JDienet «ptte». h) h jrorinib* 1 , ^* 

jj & #. »: / //* 2) St. t>om Xtüfel 8) W. blt. 



— 188 — 

Srnfl fut atme Sünbec unb beten mit SiMii, bem 
großen beiligen Jtonige: Miserere mei Döos. ^tem 
($f. 143, 2.): £crr, gebe uicbt tu« ®eiid)t mit bei« 
nem jtnecbte; ($f«39, 12.): 3((b, nie gar nicbtS finb 
bcd) allcaRenfcfeen; item («ßf. 51,3.): Öott, . fei mir 
gndbig nacb beinec öüte k /' 

206. (110.) ®otit9 anb bed l£eufele €traf<ii fntr nn^Uiä^. 

(A. 47. — SU 87 \ (92*.) - S, 82, (83r.J 

,,®ott firafet mit Tla^cw, nicbt im Sont.utib 
förimm; er jücbtiget n?ie ein äiater feinen '@c^n; tt 
oerronnbet barumb M/ ba^ er b^ü^^)* @umma, et 
tbut aUec» und jur Sefferung, <!^eil, geben uQb &'ts 
ligfeit eben barumb, baf n?ir ii)n lernen fftcAten^ 
feine ®ute unb Xreu erfennen, ibm )}ettrauen: utifr 
in allen rRctben anrufen. 3Sie ein frmnm jlinb^ Dom 
äJater ge^ucbtiget, anfäbet fid) ju beffem, me^t benn 
)u\)er ben SSater furchtet unb liebet, benn e8 roti^^ 
bat c^d 3Ut mit ibm meinet. 

SDer'Xeufel aber, n}0 ibm ®ott »er^dngt^ bts 
trübt, fcbrecft, bermunbet unb firafet ni^t wie ein 
aSater fein Jtinb , fonbern tvie ein «i^enfer einen @trafs 
fenräuber, ter SReinung, baf er ben, fo er anficht, 
in aSersn^eifluna treibe, für grofem läeib ermotbe unb 
en)igli(b ))erberbe; er führet in bie «^ode,:. unb nlc^t 
mieber tjtxaxiiy aü fein Z\)m\ ifi ba^fn gcridftett 
9lur tobt, nur tobt»/' c) 

207. (111.) (Sott lann fe<ne (ßoiif^ii fst ttit«Vle«fi(n mi^i 

vert^eibingen. 

(A. 47. - St. 89. (94*.) — S. 83». (65*-) 

„®ott fann bei und SRenfcben ni(bt erhalten '), 
baf er aHein (Sott fei; benn a\lc 9Renfd)en wn^toß 
tut O^ben unb trauten nad) ber ®ottbeit, »le 8bam. 
unb Soa im $arabied burd) bie (Scbtange t)erf&^ 



d) 1. @am. t, 6< e) Scann. 8. 

l) ^.bammb" fe^ St. i. S. 2) St «. S. -9fl c« 

Kfift ga nbatmeUf baf f^ott bei und Vleii(4cn Mi^t p^ 
tfM fann. 



— 189 — 

ntu. Sid t^eniaet fonn cc erhalten ^ baf aaefai 
et mife itnb fellg fei; aUein erl^&ft er boc^ fd^werßc^/ 
l«| er iinfiecb(i(^ feL 

«tiftoteM bet ^dbe bifputiret alfo g) : 98er ben 
Sommer unb baS Slenb in ber SBelt fielet Don auf en 
«, nii^t in i^m felbS^ ber fielet "oitl, baS it»n traurig 
nb betrübet ma(^t^ fann berbalb nid^t feUg fetn; 
•ott aber ifi felig, barfimb folget^ baf er auf er 
ÜB ni<bt8 fiebet. S)amit ))erneinet er erfllid) bie Un^ 
itebH4}feit ber @eelen, bamac^ baf fi4 ®ott unfer 
rid)t onnebme , für und nicbt forge k. 3Bad tfi aber 
bil für ein ®ott? er fei nur mein (Sott nic^t! 

Mne @unbe plaget unS fo fe^r a(8 bie fcbinb« 
B4e 2itfl unb a3egierbe/ bamit wir nacb ber ®otts 
Ictt tradl^en. S)ie b6fe 2uft unb Steigung bed %Mi 
MeS iÜ {»ar »obl aucb ein heftig Übel, baburcb bie 
taue fftnerlid) angefochten werben ^ aber e8 ift nur 
dm 5tUiberf{icl gegen bem geiftlicbcn ^urenubel M/ 
meiere« baS fleifcblic^e weit ubertrift/' 



//* 



(111) «Ott (f ein Anfang üUvc ^etec^Kgfeft, iaSRü^ 

tel mb <9abe. 
(A. 47*. — SU 171\ (na)— S. 161. (164»0 

SUe ®ere(btigfeit fdmmet urfprunglicb ))on ®ott. 
CtfUid} fprtc^t er unS an burcb fein SBort^ beut un8 
feine (Bnabe, Sergebung ber ©ünben burcb Sb^ißum 
n; wie er Xbam unb di^am, bur(b bie ®d)lange 
betrogen / nac^ bem ^aü im $arabiee anfpra(b/ f(e, 
Mi^bem er ibnen ein gndbige ©träfe auferlegt^ tr6s 
{tele unb (E^riflum, weiter ber ©erlangen ben Aopf 
fiOreten foQte, Derbiefeh). 

Xlfo tb&t er mit Sbra^am, befobi ü)nt, au8 fei^ 
sem Saterlanb )u geben ic, fagt ibm ya, er woQt 
1^ tum grof en Solf ma^en k* (®ettef. 12^ 1. Z), 
fehl 6(bUb unb grof er 2obn fein (®enef. 15, t). 
Seitet verlief er ibm unb feinen 9la(bf ommen Sf^ac, 
Sßcob )c , baf burd) i^ren @amen ((S^rifhtm) foQs 



Seifif^e ItitUgUtt g) Z gtetap^ h) «nM^Ut- 
M) Si, M. 8. UM. 



— 190 — 

ten alle fßilUt auf Stben gefegenct »erben (Q 
22, 18.)* aifo fobcctc et aud) SRofen «yc 
(93. 7 ff.) unb 2)aDib burc^ ©omuel. 1. @o 
16. (58. 11 ff.) «Ifo anij Wtaxia, bd flc 8 
@otjn^ aRuttet warb, iiiat anbete nid^tö, beni 
fie bcm &nijcl jul^örcte , fein äBort mit ®(aubei 
nal)mc unb fpradj: ©icbe, f* bin be§ ^errn 3 
mir (^e(cl)c^c nac^ bcincn SBorten! (2uc. 1, 38*] 

Sllfo fallet (Sott allejett an, legt ben 
@tcin, bad ift, bad äSort ber S3cri)ripung unb Q 
muffen öorI)cr (;cl)en i). SDad ärjcrt bie. $a 
unb ade 3Berf()eiligen, n^enn fie folcbed ^Aren, 
^tnbert fie, baß fie e§ ntc^t raoUen anne^men^ 
bern t^erfclgcnd; benn fie n)iffen unb ^erfle()m 
baß bie @^nabe, baburc^ und @ott in S^rifto g 
mac^t, fei äSergebung ber @unben, unb ob 
nocb ®ünb übrig, ift, will und ®ott fte ^) nid; 
red)nen umb bed Glaubend neiden aw Styrifhim. 
(Sbriflum erfenncn ifl ber bo^efte @(^a$, baoo 
äiSelt nid)tg n)eiß, ja t>erad)tet ibn. @d ge^e 
wie iSo^^nned (treibet am 1. Jtap. (9}. 5.): 
2id)t fcbeinet in bct ginfterniß, unb bie g-infi 
I)abend nic^t begriffen/' 

209. (118.) Stoeietlei JD))fet ®ott gefäflig. 
(A. 47\ — Sl. 207.:t2l4.) — S. 195. (199V) 

„3)ie (Schrift tciget an jraei £)pfer, bie 
angenehm unb gefädig finb. ^ai ttftt nenn< 
ein 3)anfs ober Sobopfer, wenn man (SotteS 
rein (e^ret, prebiget, ^öret, mit Glauben annis 
befennet, unb SlUed tbut, voai )ur Sludbreituna 
felbcn bienet, unb für bie unauSfprec^Iic^en 9 
tbaten , fo unS baburc^ ' ) furgetragen unb ui 
Sb^ifio gefc^enf t werben , ®ott »on «gerscn ' ) 
fet, i^n preifet unb tobet k). S)a))on rebct be 
Ifalm (93.4.): £)pf er (»Ott S)anf Opfer ; item (93. 
ier S)anf opfert, ber preifet mi^; unb $fa(iii 
(93. 1.): !Danfet bem .^errn, benn er i|l freui 



Hpofal. 1. k) 0. $teie «A^ fkügex. . 

J) SU tt. 8. bie. Z) S. batua«^. M Sv. m. ^«V 



191 



«b feine. «Ute toSficet e^iglic^. Unb ^falm 103. 
(SB. 1.): 2o6e ben ^ttm, meine Seele^ unb xoM in 
■It ift^ feinen {^eiligen 9tamen ^); lebe ben «^ettn, . 
«eine Seele^ unb t)er0i^ nic^i^ waS er mir ^) (Bnti 
(d^an ffaL 

S)aS anber xfl, wenn ein gedngfiet, betrübet 
£m in allerlei Snfecbtung unb 9Iotb 3uf[ud)t iu 
Vett ^ftt^ in re^tem ®(auben ibn anrufet, «l^ülf bei 
Um fud^et unb mit ®ebulb erroartet i). $falm 118. 
(S* 5.): 3n bet Slngfl rief icb ben «germ an^ unb 
kec fiert b6tet micb unb tr6flet micb« $falm 34« 
(S. 19.): S)er ^err i{l nabe bei bcnen, bie jerbros 
tent £ec|ett8 finb, unb biift benen, bie jerfcblaaen 
9anut|e fiabtn. $falm 51. (SB. 19. ) : S)ie iOpfer, 
UeOtott gefaQen^ finb ein gedngfler (Seift; ein geang^ 
tet nnb jerfcbiagen «ßerj ibirft bu, Q^ott, nic^t t^eracb- 
tra. $faImSO. (S.15.): Stufe micb an in Ui3lotf), 
I» vfU iib bid) erretten^ fo foHt bu mic^ preifen.''' 

m. (114.) »erV^ffte ^tlsgl^eit bet (Spfhux i^iqtx Seit, bet 
Mfkb, iM H%\Mi mfft tDetbes, fo (Bottee Stegiment ntr 

t^rilen. 

(A. 48. - SU T8*. (83».) — S. 74. (75*.) 

,3enn ein Spiturer wn ®ott (Bcb^nfen f)at 
mb flef^, baf eS in ber SSett fo ungleicb unb übel 
loaelyet, bap bie kommen Xotb leiben unb untere 
bifidt nerben, bagegen bife (gc^&lfe atleS uberflülfig 
^iben mb ^od^ empor fi^weben^ ba vermag er nid)t 
ittbcrl |tt fd)lie(en, benn alfo: Jtann ®ott biefeS 
mttbig unb »äß SSefen in ber Sielt nicbt verbieten 
mb Itebent, fo ifi er ein armer ^ fcbwaib^c ®ott^ 
tti^ midrtig^ t)iel meniger allmächtig, loie er gerüb? 
«et wirb m). 9Bi(l erd aber nid)t anbern, binbern 
ata Detbieten, fo ifi er ein ungütiger ^ ja ungerecb:: 
tir ttott/ "bet 2uß unb ^reiibe baran t^at, xotnni 
nbel juge^et 9Sei^ er aber nicbt^ n^ie ed in ber 



hk 



1) «. 9atleitet.- m) Wfvrlfi^ S>htaHta. 

1) ^flrAr »nr ^mw — mmn'' f^H St. n. S. t) VT. 



192 



äBelt atfftt uttb fielet, fo iß et eia uttbtb&dfttiflcc, 
unioeifev^ ja toKer^ t^Atic^ter ®ott 

9Ufo fügtet )ur @(^u(e unb meiflert . bie blinbe^ 
))etbammcte SEBdt (&oit, ibten ^erm unb ®diipfn, 
fntieut)ct unb täubet i^m feine göttliche bemalt, ttt« 
tec^tisfeit unb äSeid^eit */' 

211. (115.) (Sin anbete, bem ))otigen gleii^. 
(A. 48. — S.T4V (75\) 

^^3)ie^ iß ein fe^t böfc unb fabt(i(^e anfecbtung, 
bod) i^t.faß gemein^ fcnbetlid) bei SSeltmeifen tinb 
bo(^gela^rten Seuten, bie alfo Hügeln: 

äBenn ®ott geteert wdre unb aUmdc^tifl unb bet 
SBelt roobl furfh'mbe, ^vutbe etd nicbt fonnen leiben, 
iajf bie frommen Eeute mit fo \)iei Unglucf unb 9BU 
betraärtigfeit geplaget wetben unb böfe 93nben fo 
gute 5lage ()aben. @t ßrafet wot)! bie ®ottlofcn enb* 
lid), fcbonet aber bet (frommen fo wenig aK {ener, 
ja greifet ß^^ bortet M ^n ^ baju obn Unterlaß* 

S)iefet epifurifc^e aottlofe fQai)n fömmet baffer, 
ba^ ße träumen^ menfd^Uc^e SSernunft unb fttifte 
feien nod) gan) unb un))ertutft. 9tbet bie blinb(ii 
2eute fe^en nid^t^ ba^ unfet 93etßanb, äBiOen unb 
Urtbeil böfe, unrein unb fdjrecflicb t)etberbet unb \>tu 
bienbet ßnb bur(^ bie Srbfünbe. S)atumb meinen ße, 
®ott foUe unb muße alfo geßnnet fein, wie ße }>m 
ibm (Sebanfen ^aben unb mit i^ten blinben Sritten, 
bafut') ße blaue Xugen baben, ibn anfe^en« 

3)ap ße abet nid)t wißen, nocb wißen moQcn n), 
baß alle unfet Jttdfte bed SeibS unb bet @eden fo 

Staulieb ))etberbet ßnb, macbt, baß ße nicbt vetftc« 
en, xoai fut ein gto^et @cbabe bie Qttbfänbe fct 
siegend unb beutend allein auf bie untetßen XcAfte 
bed $leifd)e8/ wenn einem bad Kiebetfteib }u cnae 
toitb ')• 2)al^er nennen alle @etibenten im $amb 
t^um bie (Srbfünbe aUeine bie ßeifc^H^e £uß, »ifieft 



n) 6nnb^ftt bet JttdßpaltotteH. - 
1) 5. I^art 2) W. bMo«. 8) vtoaui tiicm — toit^'* 
fffft 51. 



— 193 — 

Inglouben, (BotM SSerac^tung unb anbern @üns 
»ibn bie erfic Xafel gat nid^tS^ ja ^aUen(( für 
\t, fd)lec^tc ©unbf/' 

212. (116.) 0ott mib Um Stal\n bienen. 
(A. 48*. — St. 481^. (495*.) — S. 439. (448.) 

\>a einer fagte: SBer ®ott unb beni jtaifcr bie? 
er ^aW Tlcinen ®cn)mn, fagtc !X)c€tor SKattinud 
r ernfUicb barauf: ,,Xai i|t aM itx^iüt unb 
Ceiifel aud bcm «^intern gefavjet^ unb iß eine 
^t fftttc, bie fliacfe wibcv bie erfie unb anbei 

Äcf^et o). SGBiber bie erfie, ba &ott gebeut: 
t ben^erm, beinen®ott ^)^ lieben wn gan? 
Strien, t)on ganjer ®eele, t)on ganjem fßttmis 
Deut am 6. jtap. (93.5.), unb i^m aUeine bies 
Ratt^ai am 4. Stap. (ß. 10«) • SBibec bie an« 
Sbennann fei untertban bei Dberfeit, bie &tt 
ibet i^n bat, )un Stömcrn am 13. jtap. (93. 1.)* 

SriM fpricbt SRattbdi am 22. jtap. (93. 21.): 
Ott, toai ®otte8 iß, unb bem 5Cai)er, n)a§ 
:«lfft« iß/' 

li. (117.) 9ott loar bie etße (SeBntt gc^eiifget. 
(A.48*. — St. 294*. (303*.)— S. 272. (278.) 

Qm Uten Seßament waren alle erße (Beburt 
ge^eiliget, beibe ber SRenfcben unb be8 SBiebed. 
ff^ebome @obn {Statte einen 93ortbeil für ben 
I iBrfibem, ja n?ar il^r ' ) «gerr, ald ber £)bcrße 
1^ unb 9leic^, bag iß im oeißiicben unb nelt^ 
Regiment, beiin er ^atte Stecht jum ^rießcrs 
vnb ^enf(6aft. 

hl aber werben ))iel (Ejrempel in ber @d|cift 
»gen, ba )u fe^en iß, wie mit bie erßgebcrne 
t verworfen t^at unb anbere an ibre @tatt eis 
l p). «18 (Eain, S^maet, Sfau, Stuben, (Sliab ') 
nm erßgebome @d^ne, benen na^m ®ott ibr 



]Ubebl4«ge iBott. p) «Mmifterng ber (tt^ 

W. 9§hj. Mma ^mu. t) St m S. Ht. t) S. 



194 



Stecht unb gabS ibren 93rubeni^ bie jüitflet wai 
bcnn {ie, aie ^abcl^ Sfaac^ 3uba^ !I)a))ib sc. u 
bad barumb: 

@ie finb über ber erflen ®eburt fiol^ unb ))i 
meffen n^orben unb b^ben i^re S9ruber, bie fr5mn 
unb gottfeliget n)aren bcnn fie, ))eta(btet. S)a8 \ 
(Siott nic^t leiben fonnen unb berbalb fie i^rer (Et 
beraubt^ baß fte fid) fuc i^m i^rer ecflen ®ebt 
nici)t b^ben rübmen bürfen, ob {te »o^I für ber SB 
ein Ato§ 9lnfcbcn, fianb unb 2eut innen ^atten^ n 
bie ©cbrift melbet. 

S)ie geifMicbe ä3er^ei9ung aber, baß S^rifiuS a 
ibrem (Samen fommen foUt^ b^ben fie burd) ibr 
6toI} t)erf(ber)t, auf baß fic {i(b i^rer erften (Bebt 
nacb bem t^leifcb ni(^t rühmen fönnten. Unfer ^\ 
®ott n)iU ungcpocbt feiu^ und unfete SBege in f 
nerfei SCBeife ^ gc{)cn lajfen; »er auf feinem SBe 
nicbt manbelt^ ber gebet irre unb ifl ein t)erIor 
©c^of!" 

214. (IM.) ®e^orfam ©otted unb bed XcsfeU. 
(A. 48*. — S!.200\ (208.) — S. 188'. (192'.) 

,,!£)er ®e^orfam, fo ®ott getelflct wirb unb i( 
gefaUcn (ä|[et^ ifl bed ®(auben8 (Sc^erfamq), b< 
man fein 9Bcrt lebret unb boret *)^ bemfelben gl&uf 
fi(b barna(4 ^&tt unb folc^ed mit ^ruc^ten beS ®Ia 
benS^ baS ifl, mit guten äBerfen, bie (Bett ^eboti 
^at^ beweifet. 

Der ^e^orfam aber^ fo bem Seufcl gefcfeie^t 
Aberglaube '), baß ber 9Rcnfcb ))om recbten 0(aub< 
abtritt^ Seufel^Iugen unb SKenfcbenle^re ^) anf|ana|i 
Diel ^) unb große SSerf au9 eigener SBa^I unb lli 



?) Stom. S, 28. 
) St. t nic^t. 2) St. 3)et (Br^orfam 9oitH, b 
iSott f^m gefaHen Idffet, iß ber ®el^otfam be6 iSloiiBcii s 
gntrt SSetffi bap man ndmlic^ (Bottefl Sffiort (dret mb kpn 
ft) St. «»er bc« XmfeU Oetotfam i» 6tt)Mr|U«loM nb «bc 
^Atff^. tfj 5i. 0d(eBb(enßen. ^IcntelAM^ nb lleifi^ 



— 195 — 

te^ funtüBinct e^ne unft loibt i (StotteS Sefebl ^ )^ 
nb M bantt martert. S)i^ f&mme t bdS gemeine 
6ptii^m#rt ') : 2>e8 SeufelS aS&ttl^rer ftaimet bie 
^ fSiJirer an, fcenn Oottee aR&rt^tee Ux .gimmel/' 

115. (119.) ffiersefissg bet Cftsben. 
(A. 49 — St. 162*. (1«9.) — S. 152V (155«.) 

,,0ttt ^atd wo^l flen»u^t, baf m\x9 nic^t XUe« 
4iu nürben nod) ftonten, banimb tfat er und remis- 
aoaeii peccatorum gegeben/' 

fll (IM.) S^ie ee gangei Mx$, wm Xban il^t gefte» 

bigef ^Atte. . 

(A. 49. - SL 1 19^. C125*.) — S. HO*. (1 12\) 

,,9BeBn 9bam w&re in feiner Unfcbulb Uicbea 
nb ^te (&oiM Olefc^ nic^t übertreten, fo Wt^ er ') 
finber geseuget } er »dre aber in. folc^e« ^tanbe unb 
Sefen ntd^t ewig alfo bliebea im $arabie8, fenbern 
Mre in bie ewige ^errlid)teit unb. in ^immel ißfion^ 
nen »orben nidyt burc^ ben Sob, fonbern buc0 fßtu 
Miblung unb SSerfej^ung in ein anber £eben/' r) 

917. (121.) 0ott fpoUet M Gotttsd. 
(A. 49. — St. 76, (81.) — S- T2. (73.1 

„9o\t reiiet unb f)>ottet beS @atan9 iu bem, 
b«| n ein larmen fcbwacben SRenfc^en, ber Srbe unb 
6taub ifl, bod) be8 «eiße« Srfilina l^at. Um bof^ 
faltigen, lißtgen, mäcbtigen unb bSfen dkifl für bie 
Safen fieUet, toiber ben er bo(^ ni^M f(^a{fen tann. 

Ufo lirfet man in ^iflcrien, bgß ein mä<btiger, 
gemaldgcc X6nig in $er{ia s) burcb ein wunberlicb 
Äter, tHi ttott gefanbt, n&mUc^ bur4 %ii^itn unb 
mdtn, mit aOe feiner SRa^it fei bei ber ®tabt 
Cbefa aefAIagen morben^). 

9Ifo pat unfer «gerr ®ott Suß |u jiegen unb 



rl Sffci attfet bemMnbfaH. s) Unfraft groferftai^t 

1) St. gr0f e Oeif ml 0oitf eblenj^ au$ eigmc fßal^f vüt^ 

ViAt^t ol^t Mb toiber Oottee Aett ub S3efe(( ftoimmt 

1) Si. S>ai^ beu btf# ^«Mite €p9l0mtt Mpmt» •) ^. 

t Jei# 4) St. m. 8. toh^» 

13* 



— 196 — 

triump^iten tiic^t buc(^ Tiai^t, fonbcm ^äHto^ffAt ; 
SRucfen foUen ben gtoßen 5{öni^i fc^Iagen unb ben 
gen)a(Hgm rcififlen S^ug jagen. 9((fo auc^ ein f4wa< 
«er aRenf(6 foU bem dürften unb ®ott ber 9Bdt 
burc^ ben ®(auben 2:ro$ bieten^ SBiberjlanb t^un 
unb uberrolnben/' 

218. (122.) ©otted ®äter a^tet bfe SS^elt ^li^t. 
(A. 49. — Sl. 74». (70*.) - S. 70». (72.) 

„®ott betf)oret bie Sßelt unb mac^t fie jut SUfirriti^ 
baß er auc^ ben argcflen @d}dlfcn fo ))iel ®uM t^ut, 
öom tigfmmel SRegen unb fruchtbare S^tcn glbet au8 
in Srben Äorn, SSJem unb allerlei grü(fttc, ja au(4 
®olb unb ©über unb anber a}2etallen, au6 bem fSRtn 
unb SBaffer allerlei 9lrt ^ifd) gibet, i^r ^en au(4 
mit föftlicfier @peife unb S:ranE erffiaet unb fr5f)Ii(fe 
macbt. !X)a n>äl)nrt bie SSSclt ni(i)t anberS, i^re ®fi$ 
ter f!nb *) bie regten ©fiter, itjre JJreube fei bfc rechte 
greube. 

S)arumb laffet und ja fci)lc(f)t am SBort fangen, 
fcfl baran galten unb na* bcmfelben un« rldjten i), 
n)elci}ed und lehret, bap 9Uled, bamit bie SSelt umb 
get)et, pranget, ^ocb bamit herein fähret, }eitli(b, 
beßecft unb t>ern)€lf(ic^ ift unb feinen Sefianb l^at, 
fonbern t)erge^et mit alle i^rem SBefen, ®fltern, ^reube, 
Sufl 7C. 3^(fl<^i baneben auc^ an , wa& bie redyteti, 
befi&nbigen ©fiter unb ^^reube k. pnb , n&mlid) bie 
®nabe unb Srfenntnip unferd ^errn unb ^eitanbS 
Sefu e^rifii, fp n?eit ein beffer unb fö|lli(^er @4a( 
i^ ') benu bief taufenb ©tucf ©olbd ober ®il6er. 

@o ^öre id) »0^1 : 2Bir rönnen biefer aSelt ®ib 
ter/ ^eubeie. o^ne eunbc nicf)t gebraucbenf SDa^ 
fage id) nid^t, benn ®ott l)at fie barumb gef(6affen, 
bap tt)ir t^r braud)cn unb genirfen follen nac^ 2aut 
biefer Siegel 6. ?ßaut. 1. Äor. 7. (SB. 29—31.): 
2ieben »ruber, bie Seit i\t furj. SBeiter iß bat 
bie äReinung, bie SEBciber tjaben, bap fie feien, aM 
l^dtten fie teilte; unb bie ba toeinen, att »eineten 

, ^ • _ . • 

i; W. ftitn. t) yf, flnV. 



— 19T — 

fit nid^t; unb bie {i(6 freuen, a(d freueten f!e {!(^ 
iBÜlti unb bte ia f&ufcn, ald befd^cn fie e9 nicbt; 
nib bie biefer SSelt braud^en, baß fie betfclben nic^t 
«prauc^en, benn baS Sßefen in bieferSBelt )>erge^ef 

tl9. (12S.) ®ottfd l^a^e^et 3ont anb (Bsab. 
(A. 49'. — SU 319r (330*.) — S. 293*. (300».) 

^/^If4e 2ef)ter unb Slottengeifler {inb ©trafen 
ber €unben unb ®otted flr6|ter 3orn unb Un^nab^ 
iile^ofeae am 9. j(ap. (SB.l) fagt: !Die ^rop^eten 
Pab 92anen unb bie Stottenfleifiev finb n^a^nfinnig 
imib bcitier atoßen SRifftt^at unb umb bet fcinblic^en 
UgSUerei mUcn. ®(eid) n^ie bagegen gottfclige 
ktfttt ein b^nlid) S^ugniß finb ®otted (Snabe unb 
9ann6er)igfeit. S)a^ec ©anct $aulu8 (^p^. 4, 8. 11.) 
Me Spoßeln, S^angeliflen, $ropf)eten, Ritten unb 
tel^Ter nennet ®aben unb ©efd^enf beS ^errn (S^tifli, 
|l|enb lur Kediten ®otte8 bed SSaterS, unb SRic^eaS 
iMrgltiiiet bie Ee^iec ^) be8 (St)angetii einem fru(^ts 
batn SRegen/^ 



(124.) ®ad ®ott am fStfitn gef&Sie i^. 
(A. 49V — St. 88. (93V)— S. 82*. (84.) 

//3<4 ba(t unb gl&ube, ba§ ®ott am 93ejlcn ge? 
faBeu), wenn man t)on i^m prebiget, feine SEBo^U 
t^t erfennet, befennet'), cubmet unb pteifet, unb 
i^baf&r banfet; benn bie Seit fc^&nbet unb (&ßctt ^). 
2>er Sc^eflimini ^at ^einbe, baS mupn wir erfahren ; 
ei loirb fie aber fe^en/' 

t21. (12S.) (Sott ))et^r(et, tont er toilL 
(A. 49^. - Si. nS\ (185.) — S. 166*. (170.) 

(tinn fragte !X). aßartinum, ob baS SSort \>VC9 
ifittm eigcntlid), rote ed lautet, ober flgürlicber unb 
Mtblumeter 9Beife )u ttt^cffcn fei? !X)a antn)ortet er 
nb fpMcb: ^^Proprie, eigentlich, foK manS ))erftel^en, 
ober nid)t loirflid^; benn ®ott n)irtet unb t^ut nid)t9 
SifeS^ aber bur(^ feine SlOmac^t wirft er SlUeS tn 



o) 0. 0;^. / 



- 198 — 

9((en, unb nie er einen SRenfc^en finbet, fo toit 
et in i^mv), 9ßie ^f)axao, ber n>at bAfe wn fHi 
tut, ba« wat nicbt (Botted/ fonbetn fein eigen Sc^ufl 
ali bet immet fottfüt^te bfife )u fein unb SAfeS ] 
tbun. St n)itb abct "ottfj&xttt banimb, ba§ &o 
mit feinem ®eifl unb ®nabe fein gottlos t^fitne^mc 
nt(6t ^inbett, fonbetn laffet i^n fottfa^ten unb fein« 
Sinn ^aben* SEBotumb ibn abet ®ott nic^t ^inbe 
no(^ tt)€bt€t/ batna^i gebfibtet und nicbt lu ftagei 
benn iai 9SAtt(in Qaare? n)Otumb? ffat ^M 6eelc 
))etfübtet unb umbtacbt. @8 ifi und }u bo4 ju ei 
fotfdien» 

SDet^alben fagt ®0tt: aSotumb i(fe ba8 t^ue, bo 
foQt bu nicbt n^ifen; fe^e bu aufS 9Bott, gidube a 
Sbtiftum unb bete, icb rcill eS alfo macben* Sßen 
®ott am jungflen Sage unb (Setitbte geftaget n^itt 
wotumb et b^^t Sbam faOeh laffen? »itb et an 
motten unb fagen: auf bap meine ®üte gegen bei 
tfienf(i)Ii<b^n ®ef(ble(bte fönnte gefeben unb etfani 
werben in bem, bap id) meinen ®obn gebe }um At 
lanb bet SBJelt/' 

US. (IM.) iBet M Ux 9M t»eB ^et^es bunft^iget Um 

bet f^ai geioonev. 

(A. 40* — St 15g». (166.) — S. 149*. (IW.) 

,,9SBet fl4 mit ^mft unb Don ^et|en fitt (Bo 
bemfltbiaen fannw), bet ^at gewonnen, unb ttc 
»etmag T^m nichts ju t^un, benn et fann nid^tt ben 
batm^etjig fein gegen benen, bie {i(b bemfitbtgen un 
begebtenS. Denn wenn ®Dtt nid^tS Mnnte ben 
f(bnunen unb mutten, fo mfipte icb mi(b fät tbm al 
fiit bem £enfet fflt(^ten. Unb weil icb mi^ fhcbtc 
mn§ fut bem jtaifet, SifcbofRm unb fonfi ^t Ö ^ 
tannen, (BotteS unb feine« SEBottS ^einben, }u wei 
woQt i^ benn fUefien/ wenn i4 mtdb auA fut Ooi 
fftrtbteter^ 



r) 9, Artofrhmg. w) tic& IB. 



/*' 



199 — 



(in.) 0ott Tf^t femicn, i) ble l^d^ße j(uii^. 
(A. 50. — St. 3«. (29.) — S. 35V (36.) 

MM fArribet fic^ unb Iftffet a((ent()aI6en in bet 
6dMft t)on {t(f> fagen^ et fei ein ®ott beS SebenS^ 
^ebeS unb btr ^reube umb @^riflu8 willen x). 
iDanraib lin lit mit felbev feinb, ba^ i(^8 ni(^t gldu^ 
tm tann *). S)af l^eißct ®ott nicbt rei^t fennen^ 
»(^ tofffcn, tDte et gc^net fei gegen uni. SBcnn 
ife KU ronnte 9ott unb ben Seufel unterfc^eiben , fo 
»fce i(b ^m^gele^ret/' 

n4. (128.) 0ott CT^&It Snc^t. 
(A. 50. - St. 473* (487».) - S. 432. (441.) 

„di nuf ®otte« ^efc^äft >) unb SBett fein, 
w 3u(^t unb S)iecip({n , f onber(i(| in Atiegen , unb 
nn gut ^Regiment erhalten ivirb , ti ge^et fonfi felt^ 
\m, wüfi unb ubel }n, iDie man leibet i$t aU}ut)iet 
fielet unb erfaßtet.'' 

m. (Itt.) «Ott m mit feiarn Aaf erlid^en tttb seüHd^ «(u 

oen milbe. 

(A.50. — St. 75.(80.) — S.7I.(72M 

,,Unfet ^m 9eit tDitft weltliche 3;ugenbe, 
täsLftt «), aSetnunft, SBeUbeit 2C. y) in bie StappuS, 
vie Sreb unb 9EBetn, unb g{6et fie oft tdcftlicbet ben 
•ottlofcn benn ben (Kottfeligen , toie JQ. ®. *) Piel 
ttfocc*), »eltti<^et Jlugenbe f^at unb gefd^idtet ifl 
Bit Xegieten benn manc^et ftommet Stegent/' 



(139.) «üüed »eife. 
( A. 50. — St. 88. (03.) -4 S. 82*. (84.) 

„Stnn (Bott lottt bte Beute umbringen, fo mac^t 
er jk tuDot toK z), nimmet i^nen JBetflanb unb fßcxs 



z) •. S»|H<lcL y) 8efH{4e SMtflfli^feü i) 9rom. 10. 

1) W. t i% S) St. «. S. t baut ttsfere (Sebatfen 
lollca 9ott inuRctbar fftr dam ffveagea l^rtea fki^itt. t) St. 
B. 8. «kf^lyf. 4) St. a. S. Xaaeab, jtaa#. 5) (4er|og 
•ctig) St a. S. J«l^ MtoMifn gmcfn tkgert. •) •,fi|fi«n'* 



— 200 — 



nunft* Sllfo l)at @r bcn Sifi^offeu iinb gütftcn ju 



// 



227. (181.) (BqU ^t ben SBiberfac^em rta 3<fl i« tot^cv 

(A. 50. — 8.371.(379.) 

,,aRan laffe bie 9ßiberfa(6er nur wfit^en iitib 
toben, fo lange fie fonnen. ®Dtt fiat bem SXeet fefn 
3iet gefallt, cv (dlfetS n)o^( n)üt^cn unb heftig mit 
ben SBcUen anfcf)Iagen unb laufen , a(d n>oQt8 SlleS 
bebeden unb erfAufen, abet gIei(4n)Dbl mu^ e0 ubec 
baS Ufer nid)t fal^rena), roien^obl ®ott ba« Saffer 
bält nict)t mit einem eifemen, fonbern f&nbigen Ufer/' 
S)ief fagte !Doctor SRartin, ba wn ber ^apiften 
$raftiten unb 9(nf(^Idgen gerebet n)arb, ba^ {ie unt 
n^oUten allenthalben überfallen. 

t28. (182.) (Sin anbctd. 
(A. 50. — St. 481. (495\) — S. 438». (448.) 

,,S)er anber $falm ifl ber feinfieu unb beften 
$falm einerb), ic^ bin ibm bolb, ba^ er alfo in bie 
dürften, Aönige, fR&ti)t, Sttcbterac. fc^meiM unb 
fo frifd) unter {ie fc^Idget. SGBennS toaf^t iß, baS 
btefer $falm faget, fo ifl fened ein aroie Sugen/' 
Unb fpra(^ n^eiter 0: ,,aSenn id) unfer «gert Oott 
xoixt unb ^&tte meinem @o^n (volt er feinem @o^n) 
ba8 {Regiment befohlen unb man to&tt i^m alfo un» 
ge^orfam, nie man ij^t i{l, fo n)ürf ic^ bie 9EBe(t in 
einen Alumpen* 

SDtaria, bie arme Atnbermagb wn !llta)aret^, xoiO, 
audb mit ben Königen rumpeln, ba fiefaget: Stfeftet 
bie (Bewältigen Don @tüb(en k. (2uc 1 , 52. ) Sie 
ifl ein fein axdgbdyen gewefen, mup ein gute Stimme 
gehabt baben« 3(^ burfte nicbt alfo fingen. Sa, fpte» 
(ben bie S^^rannen c), (äffet une ibre Sanbe }urei§en k. 
($f. 2, 30 9Ba8 ba8 fei, lehret un8 iftt bie drfa^ 
tung; benn man ertr&ntt, l^enfet, fenget, brennet^ 



«) mal IH, 6. b) «d^rifi Sesgiit. c) X^m^xn. 



— 201 — 

ttnb t^tttS nur 9Lüti @ott ju Sro^. S)er fi^et tto^ 
bm im £lmmel, laAtt unb fpottet i^r ($[. 2, 4.)/ 
lin e9 $ ben ^apiflen fein (Sel&c^ter, fonbern ein 
g(9f er Cmfl. 

Senn mir unfer £err ®ott nur ein »enia Slaum 
nk 3^^ |Uj3eben »out, ba^ i^. noc^ ein $f&(mlln 
oba iwei fönnte cmeiegen ; fo wodt i^ micb fo n^ciD« 
G(fe unnfi^e machen, ') n?ie ®imfon '0 n)oUt id) fie 
ntt mir nehmen d)/^ 

,,Sittet/' faget er *), „bap ber jüngjie Sag balb 
bmme^ ed ifl ber 9BeIt nimmer ju Reifen; id) ^abg 
UM aufs Sefle unb 9eußerßc ))erfud^t^ ed xeiü aber 
lirflenb angeben. @d n>ia S^i^ f^i>^/ ba^ ®ott fein 
^i»«e( nur ((feUeflc; er ^at gar ju n>o^l laffen xctts 
tem, wir finb nur frecher unb ^5()er baburc^ n^orben/' 

229. (las.) ®ott Jßxthl^tt i^m felBtt. 
(A.50\-Si.4». — S.4*.) 

,,Unfer £err ®ott ^at fein SBort i^m felber ge:: 
rcbet^ fonberlTc^ im JBater Unfer, wenn 6l)riftuö fa? 
«et: £), l^elft bo(^, bap ®otM Stame einmal möchte 
gcl^iget »erben!'' 

m. (IM.) ei>üi$ UuUft nnb Se^ntne, fo anf bte Seit 

geriet. 

(A. 50*. — St 85». (90*.) — S. 80». (82.) 

j^Unfer £err @ott ))ert^ut einen Sag me^r, 
kenn ber Aaifer vermag ^); ja, fein menfd^lidi Jqcvi 
hm rennen, xoai er nur einen Sag mu^ ^aben, 
baf er bie gan}e 9ßett fpeifet. ^c^ weiß, baf bie 
9Bdt unferm ^errn ®ott alle Sag me^r benn ein 
MnigreiA 'otxitifxtt *). SBie Diel finb nu Sage i'on 
ber ffieit? SGBo finb bagegen fo \)le( Jtdnigreid^e? 
ffiti bicb! unb wir wollen i^m nic^t ))ertrauen e). 



d) 3sb. 16, so. e) 0(attB an ®ott» 
1) W. }p^6dt 2) St« t mb. t) A., St. n. S. 
fMUiifot. 4) «figet er'' fe^It Su n. S. 5) St u. S. 

•le floif^M imm^tM. $) ^30 totif *- ))fr)e^ret'' te^\i 
5a j: ^. 



— 202 - 

in mxi bo(^ SOet retc^Iid) gibt tinb fc^cnft, 2 
®raS . ®o(t)^ ®Uber, Serfl^Derf^ 6tein^ üani, i 
unb ®flteV/ baju feinen ®o^n m eigen oibt; c 
bebau er in bemfelben fuvSeben unb Sob. ' 
bic mit erfennet bicfe tägliche SSo^It^aten i 
®ott uberr(^ätt {te tu ^&ufl(i bamit. Sßenn et 
aUe§ Seltfame umbe ®elb g&be^ fo n^ftrbe er i 
unb xt>ix mipbrau(^tend nic^t alfo/' 

231. (135.) Ootted ®iie. 
(A. 50*.) 

/,®ott gibt alles reicblic^ m geniepenO/ 
man nur ^aben foU unb bebarf/ auf ba§ ^ie« 
nagen fcnne^ ®ctt l^ättc ntcbt aUeS gegeben, 
))on Slött^en ifl, bieß Seben }u erbalten ; unb auf 
er billig aüt bie flrafe^ fo feinem SEBort nicbt gebon 
no(4 tbm banfbar finb für folcbe feine SBobltl^i 
bie er ibnen fo reic^tic^ unb uberfluffig er)etget 
ilrur weicbe adjumat er nid)t8 me^r begehret 
febert^ benn baf wir i^m ge^orfam feien uno bien 

2ISL (116.) Seiten, »eim ®oit gndbig obn nigilUg 
(A. 50*.— St. 10. (11.)— S. 16*. (17.) 

/,9ßenn ®ott tebet, s&rnet, eifert/ ftrafet, t 
gibt und . ben t^einbcn , fc^id t über unS $efH 
junger/ Schwert unb anbere plagen, fo i^i ein 
n)i^ Süijtn, ba^ er unS n)oI)( wtn unb gunfUg i| 
SBenn er aber fpricbt: 34i wiQ bic^ ntcbt mcV 
fen, fonbern fcbweigen, unb meinen (Eifer s>oi 
ncbmeU/ btd} in beinern ©inneren (afeh Ibbifi 
unb macben, »ie bi(bS gelüftet, fo ifiS ein ^tb 
ba^ er ficb )>on un8 gewanbt ^at. über bie i 
unb unfer SSernunft te^retd flracfS umb, unb 
baS SBBiberfpiet für wabr, ba^ (Bott bie lieb l 
benen er n)o^[ t^ue, unb benen $einb fei, bi 
firafet/' 



/; r. xtmot^. i, ir. g) «. ao^taeiftinc. 

I) SU u. 8. i^n benfclbe«. 



#/' 



203 



(1«7.) «üH {^ eis ««ti ^et Menbigeti. 
(A- 50*, — St 86'. (92.) — S. 81\ (83.) 

0ott iß nic^t ein ®ott bev Sobten^ fonbein 
^rr 2<ienbigen h), baS ifl auc^ gut gu rechnen. ÜDcnn 
ta Sott ^cc Sobten ® Ott »&re, fott>4re er 92if manbr^ 
Sott; »aS n>ftte benn !Rot^^ baß er t){e[ prebi^^rn 
mb SBrnibet t^un tiefe? ®etab aI8 b&tte et bcn 
Sfofti nnbJtfi^en prebiaen laffen^ SSunber t^tm:Cv 
tMIft nii)t mtift leben foQten/' 



. (IM) 0^ ^ot ^wrdft fei« SBovt alle €$tAttbe teiebet §tu 

te^t otaipt* 
(A. 51. — St. 3\ (4.) — ß. 3*-) 

S>a 0eba(^t loatb, n)ie ein fetige 3^^ i$t to&te, 
«Kil ba0 (Eüanaeliutn tecfttfcbaffen ivieber an Sag 
tonmm unb geleistet wfirbe^ fprat^ SD. SRartinuS: 
^•ott f^tS SIQe« ))ov bem {flngflen Sage ^ woDen 
»Mrr|iire((t bringen in feinen erflen @tanb i)^ baju 
ft gefdKiffien nnb georbnet iß^ al8 baS (l))angelium, 
bm C^eftanb^ bie JDberfdt tc/' 



(IHl) Oitt Mrmdebeiet du fanb n»b bei M«be tDilUn. 
(A. 61. — St. 606. (520.) — S. 461. (471.) 

//3^ gMnbe, baß (Bett ba6 getobete Sanb )>cxi 
fb(6ct ^at umb ber Süben SoS^eit »iden; benn er 
jrfhget aOe ^ettigfeit dne6 2anbe6 ab)uwaf(ben, baß 
el mifmAtbar unb fdnbig bleibet^ tdßt ibr Sanb 
|6 Go^tuben werben^ n)ie ber$ropbct faget, baß') 
d nidM ober je febr wenig trägt k). ülfo ppeget 
9oU einem 2anbe aOen Sd^mud^ bamit er6 begäbet 
nb begnabet bat für anbem ') , ab}U)ie^en % baß 
el Hof unb iSbe »irb. Der alte ^err t)on ®toIberg, 
M^bcai er ttieber ))om beiligen 2anbe fommen xoat, 
ttl er bur(^au6 xüoffi befe^en batte^ foQ gefaget Ifas 
toi: @oa ba6 ba6 gelobte 2anb fein? Sc^ näf)me 



h) Koit«. XS, 62. ]) «. UBIid^e »etf. k) «unb.- 

V St M. A f itt Wer Uttett Bett. 2) W. la. 
S) 8L f fit n§m. 4) 8. aj^n^/r^rt. 



■''V 



— 204 — 

bfe gu(bene9tue bafut! 2)enn auc^ iai ^eilige Sanb 
nicbt mef)r alfo fruchtbar ifl^ aie eS )»or Otiten gf« 
töefen/' 

2S6. (140.) ®ottc6 eegfn oe^et aber oOe ffreatit». 
(A. 51. — St. 85«. (Ö0\)— S. 80*. (82.) 

,,®ott ^at bic Kreaturen fampt un8 aitenf^ni 
^efcgcnet^ bie SRduIcr b^ben unb bebärfen Sta^ntng/ 
)o aiid ber Siben iva^fen i); aber bie bat tc nic^t 
alfo (jefcflnet wclcbc t)on ibncn felbö au8 ber fftben 
lommcn. S)cnn wir cjfen gicicf) bad^ bat bte.@auen 
ttnb anbere unt)crnunfti!j)e 2;biere effen, aQein baf 
wird gefocbt in bie (ScbuiJel legen unb anrichten/ bie 
@au aber betßetd ))on ber aBurjel ab/' 

237. (141.) mt ®ott rieten toirb. 
(A. 51. -St. 88. (93.) — S. 82*. (84.) 

,,®otree ®ericbt gefcbtebt i$t burcbS et)angeHuni^ 
aber am iun(t{len Sage wtrbd offenbar unb publicM 
werben m). i)a wirb er fommen mit einem S)onnei 
unb S3li$ unb und SlUe in einem Suaenblic! ibm ents 
ge^en )ucfen (1. Sbeff. 4, 17.)^ ba§ wir ba muffm 
für ibm f!eben unb tad Urtbeil öffentlich anbören. 
ajtattb. 25* (ß. 34. 41.) ^ai .beißet richten bie 
Sebenbigen unb bie 2obten/' 

238. (142.) flDobei man (Sötte« ®flte ertoaet. 

(A. 51.) 

„3)ie weltlicbe £)berfeit ifl ein Seieben gdttlic^et 
®nabe, baf ®ott gn&big t{l unb bat nid)t 2ufl noi^ 
Gefallen am 3Re$e[n unb SBurgeU/ fonfl liefe etS 
9IUeg unter einanber geben obn ^Regiment, aucfe uiu 
ter ben Surfen unb anbern Stationen, wie bie w{Iben# 
graufamen^ unt)ernünftigen Zf^ltvt, Sint, 93&ren, 
SBoIfe, 2dwen k. @o ricbteten {ie ficb felbS binweg 
unb frä^e einer ben anbern auf nacb bem Sprichwort: 
9Ber fiarf i{t unb ed wob( t)ermag, ber {iecft ben ox^ 
bern in ben ©arf." 



9. SBtifditü, n) QMU<^ «TtciMAm. 



— 205 — 

l (lU.) ^< RaeBfM faffet alle ffier! ®oite«. 
(A. 51.-St. 74. (79.)-S. 70. (7f.) 

,MÜt SSett (Botte» fbib beariffen im a^agnificaf. 
Senn ein S)ing ^o^c empoc fommet, fo ifld nici)tcii; 
imb uieterümb, »ennd am niebrigfien unb "otxaiiUs 
fbn iß, fo tSmmctd xoitUi ^ecfur unb empor. Sllfo 
ja 3nt @amue(id n), ba bie Srctie unb Sabe (&ots 
M bniweaatnommcn n)ar/ meinet man, cd n^dre nu 
mi mit i^tael unb ®otte6bien{le; abet fte soeben 
ltci4)W0^l erhalten/ 



// 



UO. (144.) Oott toiU nit^i, baß toir alle6 terflel^fii foUen. 

(A. 51». — S. 75*. (77.) 

,,aRan fann in eitlen SBecfen (SotteS hic^t Ur^ 
i4 anzeigen, worumb fie 0efci)affen finb/' fprac^ 
i). fOt. 2. ^)/ „benn ed lieget nic^t 9}{act)t barau, 
b }»M a(ei4 nic^t mijfen no($ t^etfie^en. ®ott n^iU 
U^, bap nie %äti n)ijfen foUen, waö unb n)orumb 
rl t^u; nie er }u $etro fagte o): SBad icb tbue, 
al »eifejl bu i^t nicbt. 9ln jenem frcbliAen Siage 
»erben n>ir.eril etfcnnen, »ic erd mit und gemeinet 
Ol; i^unb aber follen nir ti gcn)ipllcb bafür b^lten 
nb glauben, bap erd gut meine unb nic^t ))etberben 
•erbe/' 

i1. (145.) dln felige Seit ^t nn« ®ott {(t gegeben, toet 

e« nnr etfentte! 

(A. 51*. — S. 86V (91V)— S. 81. (82V) 

,J0 ®ott'^ fpracb 3). 3»., „wie f)ab id) ißt fo 
lor ein ebleSeit erlebt (£uc. 10, 23«), fo ))iei£)ffen# 
MTUng guter Jtunlie, fürne()mli(b bcr reinen 2ebre 
M Heben &\)ange(ii! Unb wabr^aftig, mc ßbrifluS 
tot »on ^) ber 3^it bed jungfien Saged, ee foU 
UM in ber Slütbe fielen, unb barnac^ ber jungße 
kg barauf fommen; aUe Ailnfle blübcn unb {te^et 



b) 1. ^amtfl 6. o) Sofian». 18, 36. p) S)el 
fHmatUoU Ben Bwr. 10. 



— 206 — 

SIQeS am i)6^c{len. $&enn H^ acfcble^ct, fodet SbiU 
flu» M/ foQ bev @ommer nU^t iDeit fcir/'(!iiuc*21,28.). 

242. (146.) IDa ein Slnifd^ mit ein neinc Sett foUt 09tt 
fei«, fp toixU nnfev nbel gctoarlft 

(A. bi\) 

,,Z^ n^oUt nid}t ble ganje 9BeU nehmen« baf 
91. St. ober fonfl ein grcpet jQttt nur eine Stunbe 
foQt unfcc «gen ®ott [ein, benn ber @alan toütbe 
und alle in einem Slugenbiid umbringen unb Der^ 
riltjcn/' 



248. (147.) ®oit bienen. 
(A. 51 •. — S. 188. (192.) 

^,9Benn man (Sott nicbt allein bienet, fo bienet 
man gemlßlic^ t^rm Xeufel. Urfa(^: (Sott tannfl 
bu nictit bienen^ bu ^abeft benn fein Sßort unb fßts 
fel)l. Sft nu fein SBort unb JBefc^l nic^^t ba, fo ble^ 
neft bu nicbt ®ott, fonbern beinem eigen SSillen. 
@o faget benn unfer «gerr ®ctt: SSBem bu bieneft/ 
berlo^nebir auc^; welcher 2:eufe[ ^at bici)8 ge^rifen? 
S4 I)ei6e bld) 93ater unb Tluttex, beiner Dberfeit unb 
beinem 9{ä^eften bienen ; bad (äffefi bu n)0^l anflehen 
unb tbufl, bad ic^ nic^t befof)(en ^ab. S)a8 foO i4 
mir gefallen laffen? D nein^ ba n?irb nic^t au0« 
S)enn ®ctt bienen t)eipt, n^enn mau tbut^ toai (Bott 
in feinem äBort befohlen ^at^ ein Sglic^^c <n feinem 
(Staube; nic^t, »ad bic^ gut bunft ^) au8 eigener 
felberrodblter Slnbacbt q). 

Sllfo ift ber $apfl unb fein ^aufe ein (auter 
(So^enbiener unb Xeufeiefned^t mit afl ^inem SBefen 
unb £eben ; benn er fraget nicbtS nacb wtttt SBort, 
ja er ))erbammet unb ))erfc(get bai SEBort/ unb ri<btek 
aU fein (Sefpenfi ba^iU/ baß er abführe wn bem 
reinen (Stauben an ß^rifium r) . dt gibt too^l grope 
.^eiltgfeit für unterm @4ein bed Äußerlichen Vottek 
bienftd/ ben er angerichtet ^at mit Jtappen unb ^laU 



q) Snge^to be# (Botteebienß«. r) See atti^dfUfif^ 
IJ Sk M. 5. t ba. 2) S. vMOA. 



— 20T — 

m, mit %afttn, ^ifc^ t^tn, SReffe (efen iinb \»ai 
ftfcgleic^fn melyt ift, aber im ®nint ifi« eitel Seu^ 
HUel^ie/' 

Unb ta einer fragt: voai boc^ bie Uifac^ it^dre, 
(Mtttinb bei $ap{l mit ben Seinen fo {teif an foU 
ten Seufeldlebren l^^ieUe? antwortet S). aRartinuS: 
Sai (£)>angelium melbetd, ber Xeufct I)at ibnen 
)er SBcIt 9tct(b gewiefen unb t)er^eif en, wie er 6brißo 
Vit Vlattf). 4. (93. 8.)* S)ae mac^t, M§ er unfer 
hebigt unb ®otte8blcn{ld fpottel/ benn wir finb 
Mtler babci unb muffen und ))iel leiben. SIber fei:: 
icB (Bottedbienft b^bt er in {)imme(, benn ba bat 
r Oelb unb Öut^ @b^ ^i^^ ®cwalt t)on unb iß 
ta großer «gerr, ber ^) Aaifer unb JCönig fein fann. 
>« Ipe^et man, wie ber Seufel mit biefcr Snfecbtung 
} gewaltig bei i^nen i{t eingefejfen, Ijat {ie babin 
etrieben, ^a( {ie ®otted 38ort fabren lajfen^ baben 
itM erbi(6te ^eiligfeit aufgeworfen unb eingefübret ; 
i(A fiat ®ott etli^e unter folcbem Sieufeldgefpenfie 
^ittn/' 

244. (148.) (Bpü i^ Bic^t cta Uefa« M SBdfes. 
(A. «. — St 133*. (139*.) — S. 125. (128.) 

,^iigene8, ber Sebrer, b<^t mit ber t^rage ^ie( 
I fcbaffcn gebabt: Cb ®ott ein Urfacb w&re bed 
»fcn? SBir aber fagen {Iracfd: 3ltin, ®ott ift 
141 ein Urfacb beS 93dfen, fonbern ein @cbdpfer 
Bcc Greaturen k. SSBenn man aber alfo rebet, foU 
Mn bebenfen ba6 Snbe, ben Stifter unb bie Ur« 
^%). S)enn wicflicb \\t (Sott ni(bt ein Urfacb beS 
Ufcn^ fcbaft unb tbut nicbt^ wa8 bofe iß, ob er 
«tl bie ®ottIofen in ^) t)erfebreten @iun gibt, wie 
I 9falter flebet: aber mein SSoIf geborest nicbt 
iciier Stimme, unb Sf^ael wiU mein nicbt; fo bob 
k fit gelajfen in ibreS ißerjend S>finfe(, ba^ fie wan^ 
rtn nacb tbrem »atb OPf. 81, 12. 13.)/' 



I) Ä f adn, t) St. tt. S, ben 0cttbfen eis. 



— 208 — 

245. (149.) (Sötte« miUtn t^ut bct SReBfd» nf^t. 
(A. 52. — St. 75. (80.) — S. 71. (72«.) 

^/Sott mac^t für tinb für m^ unfic^tbam fli^U 
liiic S)hig unt) trodtc iierne, bap ivird aud) t^&ten; 
aber wir fc^rcnS iiradö *) ümb, woKm juioor ein 
iDinj fc^cn imb greifen, c^e roirö glauben t)/^ 

246. (150.) (Sötte« manUlmmi^Uit ht9n^t Me ^entr. 
( A. 52. — St. 76. (81.) - S. 72. (73*.) 

„@8 bcfiimmert unb fldUet bie ßerjen nic^t xots 
ntg an, bajj (Öptt gleicb alö *) n?anrelinutftig ijl u). 
Denn 3lbam gab er SSer^eigunge unb @eremontm, 
n)eld)C er barnacfe änfccrte mit bem {Regenbogen unb 
bem itaflen fSloatj. Slbrabam gab et blc SBefdjnrt? 
bung; ^3lo[i äBunberteic^en ; feinem äJclfe baS (Be« 
fe$; 6()rifto aber unb bur* (S^rijium baö Svanges 
iium, roeldjed bafür angcfcljcn wirb, old fj&bt ti 
bicfe^ aileö auf* JDa^er ern?ifd)en bie Surfen biffcn 
2Beg (Sotteä unb fagcn, i^r (Scfe$ werbe wo\)l elii 
JBJeile n?ät)ren, bod) juiejjt gednbert werben/' 

247. (151.) SGßottnb tote man (Sott getvff flnbet inb erfenaet. 
(A. 52. — St. 40*. (44.) — S.39'. (40.) 

/,S* Ijabö oft gefagt,'' fpra* 2). aWarttnu« »), 
„unb {ag ed noc^: SBer &ott etfennen unb o^n 
®efa^r Don (Sott ^) fpecuüren wiU, ber fc^au in bie 
jtrippen, ^eb unten an unb lenie erßlid) ecfennrn 
ber Jungfrau SRarid @o^n, geborn j|u SBet^Ie^em, 
fo ber 3}{utter im @4ood lieget unb fduget, ober am 
jtreu) ft&nget, barnac^ n)irb er fein lernen, wer (Bott 
fei. @ol4d wirb al^benn nicbt fdtrecfiic^, fonbern 
aufd «Uerlieblicbjte unb Xrßftltd^fte fein. Unb ^flte 
bld) ja für ben ^of)en fliegenben @cbanfen, hinauf 
in «l^immel }u flettern o^n biefe £citec, n&mlic^ *) 
ben «gerrn S^tijtum in feiner äRenft^^cit, wie i^n 



t) T^omifitn. u) (8. fBtfitVinn^. 
1) St. u. S. t toieber. 2) W. glei^fam. S) „ftftu^ 
JD. mnittttä" ff^It St. B. S. 4) St. s. S. i^ ») St. 



— 209 — 

btf Sort furfd^reibct fein etnfättig ; bei bem bleibe 
mb kl lUi bie aSernunft ni(^t bat)on übfu^ien , fo 
ctgidfefl bu Qtott ted^t/' 

MS. (152.) (BoH i^if mb ^iUi «nee ambfonff. 
(A. 52. - St. 86*. (91».} — S. 81. (82*.) 

/,Oort ^arunS o^n unferSut^un gef(^affen attS 
•naben, o^n unfer SBerbienll etnd^iet unb cx\)&lt er >) 
»0 au4, unb f^enfet und ben ^immel aud (autei 
•nab umbfonft, umb 6^rifhi8 u^iQen, bie wir an i^n 
glauben/' 

MI. (ISS.) Umb Mtfn «irtiafeit tofOcB mtf ®ott katt «nb 

Oottfeis. 

(A-52.-S.363*.(371M 

Z>a S>. SRoitinuS )»on einem jungen $ürßen ^art 
angefprotfKn unb ibm fui^eiDocfen warb: Sßorumb 
er bod) fo ^efttg fc^riebe unb bie Beute fo \)axt an« 
(ciffirt fprac^ er: ,,Uiifer j^rr (Bott muS )u\)or einen 
guten ^loiregen mit einem S)onner (äffen b^r^e^en^ 
bamai^ fetn md^Iig laffen reanen, fo feuc^tetd burd>, 
Stern: (fin »eibeneS ober b'ifeln Küt^lin fann 14 
«It einm Brobmeffec jufcbneiben^ aber }u einer ^ars 
tcn dUftn mup man Sortcu^ Seile unb Slejcte ^abcn^ 
Mn fann {ie bennocb laum f&Qen unb fpaltcn/' 

K (IM.) Sie fc^tDft n i% ^lanUn, »a« (Bpü fagct. 
(A. 52» — Sl. 14*. (16».) — S. 13.) 

,VltV' fpracb S>. SRartinuS, „iöi ^ab bem^apft 
nb anfingen SQed gegl&ubt/ »aS fie nur faxten; 
•kr naS i^t C^ri|luS faget^ ber boc^ nlc^t Ifiuaet, 
bil tann ic^ >) nicbt glauben. S>a8 i^ je ein jamt 
«erUd^, Derbrief lieb SDing v). SBSoblan, wir woUenS 
tib muffenS fparen biS an jenen Sag V^ 



/#« 



▼) ffiibcc bie •laibeteverAc^ier. 

1) M.tt" fffUSt, S. 9. w. t) St n. S. meine IBtr* 



14 



— 2t0 — 

»1. (IH.) mt aibftl. 
(A. 52». — St. 61«. (66.) — S. 59*. C»*.) 

„91^! jpg nl(^t tla jäminerlft^e *plage , 'ta|' i(b 
mi&i fuc g^rlflo fötcf)te, tci: botb in bei ^ufe oDe 
mrinc @fm^e mit feinem Salute nbflmoft^en ^atl 
9fu ijat rniii \e fein ^tn^ib «"f Si^ticn fD lieb aI6 
ef)iij)ud, bcnn er ifi umb meiner @flnben nlUen gtc 
fiotben w)." 

ta. (IM.) «Bit fsrgtt fn n«. 
(■A.52*. — Sl.86.(91».)— S.89.) 

„®ott ftnf bie ©petlina flcft^affen^ banitnb foB 
o^n feinen ÜBiüm feliici auf bte (lebe faQen. INii 
aber t^nt @t)tt nic^t alEcin SRenfdien geftbaffeu, fon: 
bctn aui$ fiir fie feinen lieben ©otfn leiben Inffen, 
boT&mb wirb iinb mng er viel me^r für un8 focgcii/ 
benn fut ble uniiüjen ©petltnfle." 

»S. (IS7.) aSa* h» fti; Sttt <ft Rf^l« mb M WM. 
(A. 52V — St. 37-. (40M-S. 3a». (3T*.) 

„2)ei £eibe $Iato btfputfcct Vßn Sott, baf 
®ott 9It(t)td fei unb fei bccf) SlUeB z). 9Bel4m (M 
unb ble ©op^i^rn Befolget unb boc^ n((^t8 tason 
verftanben boben, nie l^re 9Bort an}cfgen, ble Sie« 
manb ^at finnen verfielen, aber alfo \m man8 itt' 
flehen unb baocn teben: 

®Dtt ifi unbegTctflfc^ uub unftdrtbat, waS man 
aber begreifen unb feben fann, ^a^ tft nirfet (Bett. 
Unb ba^ Fann man auf ein anber Seife olfo fagen: 
(ilott ift entrceber fii^tlid) ober itnfiditli^. eiditOd) 
Ifl er in feinem SBort unb SBcrE ; xoo abct fein 9Bert 
unb 3Bcrf ni(^t ift, ba foU man i^n niifet ^abtn meU 
!en, benn er läft fiA anbcrdtno nlibt ftnben^ benn 
n>je er fld) felbB offenbaret i)at. @ie abn naüta 
®ctt mit if)rem @pecuUien ergreifen, ba mfrb nIdiH 
aud; ergreifen ben Uibiaen Teufel bnfür, btc viH 
au4 ®ctt fein. 



ir; «oR. S, S. x) So^^iU^t ftrA^tm«. 



— 211 — 

.'Wer i(b Denna^nc: unb loame ^eraaun^ baf; 
mm ha» Sprculircn lafci onftd^m unb flattere nicfct 
|tf ffodi, [onbcrn bleibe bi^nicben bei ber Jtrippen 
sab SEBinbeln, bactnndn' 6f)tiflu« lieget^ In welchem 
Mlnet bie ganx por bei ®ottbett leib^aftla. mc 
9auta^ faget JtoIofT. 2. (9.)- ^a fann man &ottci 
td^t ftibicn , fonbem trifft unb finbef i^n gciDi^IM}. 
3(6 nolit genie, ba| man biefe Stege! nac^ meinem 
tobe I>ielte/' 

S4. (19B.) SDodanen Oone« Stto^ nnb SResfc^en Stop jlc^r. 
CA. Sr. - St. 225. {iaz*.) — S. 2W», 1214*:) 

,,a)?enfc^en Srofl unb ®otte8 XroiV tft )n)eterlei: 
äRfiif^e.n Slroji fielet in Augerli^er , anfe^nlic^er 
^fllfe, bie man feigen, areifen unb fügten faim; ®ots 
Ui 'Xroil abec ^cbet alieih im SEBort imb SSerbcißuns 
gen '}, ba n^eber@e^iy ^ören.noi^^ü^Ie'n iil')/' 

SU. (IM,) S»B ftniri^l^flfe auf^eiU/'ba ge^el'^pttA 
^filfe on Bei Ws, btc ön fl^n gUknbtn. 

(A. 52*. — St,86». (9t*.) — S. 81. (82».) 

,,SBenn wir feinen Sßeg, TlitM, SH^tfl nocb 
9Beife frffen^ babur^ un8 Mnnte au8 Ungläd get)o(^ 
fen tDerben, ba fc^lletYn' n>ir nacb bcr JSeruunft: 
Sl ift au0 mit mi. SSenn n)ir abdr .gl^J^eji, [o 
btbet f|(6 unfer ^etl an. ^enn n)ie ' ble ;|K(b)ct fa^ 

gen: Ubi desinit pUIosophia , ibi ihciKU'irtj^dicina 
(9Bo tie ^bUofcpbta atifboret, ba fä^et trie 'a){eblcin 
9M), fo fagen n>ir billig au4: Ubi desinit huma- 
Bom auxiliam, ibI divinum incipit vel fides in ver- 
bnrny) (SSo !Dtenf4en^filf aufQöret, ba f&bct fld) 
totte« «^filf an ober ber (Staube an ®otted SScrt)/' 

Biw (160.) Hafer ^m (Sott l^anbeti mit bfn (Soffen totm« 

bnbatli^et »eifc. 
(A. 53. — St. 2Vt\ (224».) — S. 203. (207*.) 

^^«nfec^tung fömmet t)or Srrettung^ unb na* 

Xl «ri ®. (Si^alhiBa 2. $aroUp. 20. 
1) Sl n. S. is bet iBcT^gang. 2} St. a. S. t <5(n 
gftaiftet anb plAa^i^ iPrir/'^ nijr^ vvferm licbea 4e\tu 

tfi^hSb ;>^r J//*^ feüi, 

14* 



— 214 — 

@ctt€8 ®ef»cten unb. SSerfen begreifen fonncni# Wff« 
4e beibe er boc^ fclbed mit SBorten unt fBunbrct 
»erfen be{}(itic)et ()at? 2C^o(^ »erben n)ir ©ibioacben 
unb Unreinen M gcriffen nnb »oUen erforfkben tinb 
\>er{lel)en bie unbegreifliche SRajefiat be8 unbegreifiU 
d^rn Siebte bcr SBunber ®otted. 

SBBijJtn n?ir benn nicbt, baf er nennet in einem 
fliegt, baiu man nici)tfommen fann? Unb gleiftmo^ 
gfl)en R«lr ^er)u, ia Dermeffcn und baiiu )u geben! 
3Bir miffen^ baß feine @eri(t)te unbegreiflid) unb feine 
SBcge unerforfcblicfc finb, }un9i5mern am 11. ftap. 
(1?. 33.)/ unb bennod) umerfleJ)en rolr un8^ biefeU 
beu )u rrforfc^en c)« Unb bad t^un tt)ir^ c^e unb 
}u\)or ntir mit ben ©trabten unb ^unflin ber SBets 
beißunocn unb (geboten ®otted beri'cbtet unb begcf« 
fcu werben^ c^c n^ir bad 91 ä3 6 gelernet ^aben; feben 
mit bltnbcn Slugen, n)ic ein 3RauItt)ocf ^ an bie Tta» 
jcflat bcd Sld)td, bad nid)t mit äBortcn no4 Seiten 
iingeiciget, fonbcrn beimlicb im SScrborgen bebeutet 
ift. SBad ifig beim SSiunber, bap und bie jQtnll^t 
feit ubcrfdUct unb uberfd)üttct, roeil wir na<b.'bet 
aJlajcflat forf*en? SBaö ip« *) SBunber, weit »It 
ed umbfct^ren unb wollen au8 $urn)i$, t^ette^tttt, 
mutt^roiUiger Sßeife bad böf)e{le, größte Sit^t bec 
^immitfc^en @onne Dor bem SRorgenflem feigen? 
S)er aRorgen^em, mie @anct $etruft (2. Cpift. U 
19.) fagt, ge^e )u\)or auf in unfern Herten , atts 
benn erfi ') werben wir i^n fe^en im SRUtoge liegen 
unb rügen» 

Eepren foU man )war bon ®otte9 -unaulfotf^ 
liebem unb. unbegreiflichem SEßiUen i aber fidi nntfc» 
^eben, benfelben }u begreifen > baS ift febr fft^i# 
un^ man ftürit ben ^al8 barftber ab. 34- |1MV 



, o) QU •ftic^tc ttftb ffkat, ba9 ifi, feil ftttfanci^ 
tuib lBct|. iDtnn Oetic^ie ^ciff t , . tpa< ^r Qm cccSf ohct 
nnte^t ifl, toae i^m gcf&IIei ober ni^i, nnb fttr^, bdkt nift)k 
folgen ober ba6 man nteiben foIT. ®. ffiege flnb^.toai^JbeB 
SRcnf^cn ctiefgcn nnb tl^nn toill. ^. R. t. 

1) St: u. '91 t bafCn. S) Su n. S. t beu. t) ,ietfl«' 
ffJ^U Si. ff. 5, 



— 215 — 

^e an midf ju galten unb mir fe(6er ju fteu^tn 

■ft Mefnn be< ^erm (S^rifiiSßort, baS er }u $etro 

logt d) : ^olge bu mir na6, n»a6 ^f^etd bid) an ? k. 

3)aiit ^tttui bifputirte unb befummctre {id) auc^ 

»n Oottcf 9Becf, »le er8 mit einem anbem wollte 

maAtn, wlt e8 S^banneS n^iirbe geben? Unb toie 

n $^Uippo antwortet, bec ba fagte (2[ob. 14, 8.) : 

3rige nnS ben SSater; »aS fprad) er? ®(dubfi bu 

Mit, baß ber Sater in mir ifl, unb id^ im SSater? 

Ber mi(^ fiebet/ ber fielet au(6 ben Später k. (;3o^« 14, 

9^10.) 2)enn ^$bHippu8 b&tte auc^ gerne wollen 

fp^en bie aRoieftat unb ©cfettfc^aft Iti SBater«. 

JDarsmb fagt Salomon, ber weife Jt&nig: SBaS bir 

|B feotf) ift, bamac^ frage nid^t 

Unb }u fej^en, wenn wir gleid) alle biefe ^eim« 
liäe (Beriete ®Dtted wüßten, wae92u$e8 unb^rom« 
«en8 br&d^te ed un6 me^r über ©otteS ®ebot unb 
Ser^d^ung? 

S>arümb fie^e unb fage jenem, will er triebe 
ia ^erien baben unb nid^t fe^en unb erfabren bie 
defabt ber 2dfterung unb äJerjweifelung, baf er ^tb 
foldber ®ebanfen entfcblage unb entbalte, weil er ge« 
«$ n>et^, bat f^^ unbegreifllcb finbc). aSorumb 
RvUte er {id^ t)om Seufel laffen alfo plagen ^ ) mit 
tem, baS unmö^Ud) ift? ®letd) ali wenn einer febr^) 
feratf unb befummerte fd), wie bo<b baS Crbreicb 
iif bem SBaffer fönne befteben, ba$ ti nicbt erf5fe 
nib unterginge ober berglefd)en. 

SBor allen !Dingen aber unb }um erßen übe er 
ben Olauben an (BotteS SBerbeifungen unb Sffierfen 
Muer Oeboten. SUenn er folcben )>erri(btet unb ge^ 
Itttcn ffat, fo fel^e ')'€(, ob er fid) aucb mit nm 
■Aglid^rn S>ingen bemühen fotte. SEBirb er bie nid^t 
Ifeen, uocb |id) berfelben annehmen, fo febe er }u, 
b«| e9 tbn ni4t gu langfom gereue, weil fein anber 
lat^ niibt iii, benn fold^e ®eban(en au8fd)lagen unb 



d) So^aim. 21, 22. e) HB^altmig vom 9tai!^tAbebi 
ii 0. ^figc«. 

1) W. t lafln. 2) „fe^t'' fi^ Su n. 8. ») Vf, 



— 216 — 

»erachten, rvicnjo^I c8 fc^c fc^irer ift, fic ju \)cra{^tcn 
unb aud;iufc^laaen ; fo treibet ber Teufel. S)enn bei 
Sotf^er unb Söfetoid^t ma^et ßc nöt^ia |u etfocf^m; 
baiumb muf man ^ie nicbt weniaer fampfen mit bn 
SSeraAtunfl aI8 mit bem Ungtauben, fßttfioti^Hnnq, 
Af$etei ober anbern bergleicben Stnfec^tunfleiu 

S)er größte £auf iDtrb bamit betrogen^ baf {ie 
nicbt glauben, ba| folc^e ®ebanfen ))om Seuftl f^nt 
fommen, bamit er bie Seute anflehtet unb ))trfu(tt; 
barumb vcraditet fic fcbter Stiemanb nid^t, unb ba er 
ee M gleich verachtet, fo fdmpft er nicbt wibet foIÄe 
feurige, t)erHebte ?ßfeile ber gurpen ber SBelt^ bie 
im ?rinfterni§ biefer 9ße(t ^errf^en unb mit ben Mfen 
®ci{iern unter bcm «^immei, wie @anct $au(u8 
fagt. S)enn bur^ fic ifi ber @atan Dorn «gbnmcl 
gefaOen unb baraud ))crjio$en worben, ba er bem 
aiaer^öbeften wollte gleid) fein unb SUed miffen, xoai 
®ctt vßtii, unb \)era(f)tct )u wiffen, wad er foOte 
tt>iffen unb i^m t)on 3lit\)tn war. 

!Darumb foU man bafür fliegen unb fid) ^Aten, 
unb ni4|t fluger fein woüen, benn fi48 gebfi^cetg), 
fonbem befcbeibcnlicb mit SRaße ^anbeln. 9EBer baB 
ni(6t t^ut, ber wirb untergebrucft unb muß Dcrge^en, 
benn \>on Sbriflo fann man ni(^t9 gebenfen, fo lang 
biefe ®ebanfen währen unb regieren. 

aifo fUtrute ber Satan burd> bie @(6(ange 9bam 
au(^, ba er i^n betrog unb anfod^t )>on ®otte8 SBett« 
bcit unb SCBiUen in bem, baß er ni(^t foOte effen wn 
bem Mtxbottnm Saum. 

Summa, bief ifl bie füme^mfle unb i)ö6efle Uku 
fu(^ungh) unb eigentlich gang unb gar teuftifdft; b<u 
rumb if!8 gnug, mit menf^Ii^er Snfec^tung \>mnitt 
werben. SBir ^aben bennocb gnug bamit in t^, 
bärfen un9 mit fo(d|en teufetitd^rn OebanEen niAt 
bef ümmern, no4 i^nen Statt unb 9taum geben ; benn 
wir tonnen fie nid)t ertragen, fonbem wer i^ncR 
nacbl^&nget, bem fiärien {ie ben .i^aU abe. 



f) QMitf[. 6, U. g) Pluf nltn. h) OMBA oiftc 



hm 9. Siad. 

1) vr^HH iemaiib. 



— 21T ~ 

JDcffllch^ni xooUtt auf Me anbete ^age anU 
vocten mb ibme faaen: S)a$ er ivarte feinet 9impti, 
M il^m ®ott bcroQ(cn bat/ unb laffe ba8 fabren, 
ia( q^m ni^t befoblen tjl/ n&mlicb worumb ibn ein 
«nbet nicbt b'ce. 9EBa« gebet bicbS an? fagt ebriituS 
JB ^tro (Sob* 21, 22.)- $o(ge bu mir. aRir^ mir 
Mae, nitbt beinen fragen ober ©ebanfen! k/' 
21. Cctob. 1530. 



K <16S.) %ux OpH fott «OS M "i(bt fflr^ten. 

(A. 54*. 

,,(ES mup bo(b )u(e$t babin fommen/ bap man 
m fnc ®ott nicbt ffircbte, wie ein !Dieb für bcm 
J^enf er i) ; benn wenn man fitb für ibm foQ fürcbten 
mb fuc ibm fUeben, )u wem wiU man Suftucbt ba^ 
ben? JBenn man ibn bot "otxlottn, fo ißd gar babin. 
SBabt ifM unb foQ fo feiU/ bie ®änbe muf man ))on 
^cnen erfcnnen unb befennen; gIei<bn)obl mup man 
iu Kotb unb ®efabr 3uflu(bt )u ibm b^ben. ©onji 
mIcuTet er feine Sbre, benn wir bitten ibn in un:: 
fem £er|en nicbt für unfern ®ott; barumb foU man 

Sfnr ibm ni4»t fürcbten , benn bie beilige ©cbrift 
jt, baf er bei und fei unb erbdre und, aucb ebe 
wk fi^reien unb rufen/' (3ef. 65, 24.) 

260. (164.) Cotle« Setf finb tonnbetbatUd^. 
(A. 54. — St. 73». (78*.) — S. 69».(7l.) 

Ciner fragte S>. 9Rart. 9utber: SSSo Sileam ber 
irwefen w&re? €0 er in @9ria bei bem äBaffer Siram 
lODobnet ffat, wie ber Se^t (Cjtob. 22, 5.) anjeiget, 
Me fann benn bie @cbrift überein unb jufammen 
fimmen, bie ba faaet ((£;cob. 31, 8.), er fei unter 
tai SRibianitem umbfommen? 

Antwort ^): ,,a3ieaei(bt bat Sileam SRofen gc^ 
Men M einen Sufrübret (wie fie ibn benn ba}uma( 
fd^olten). aiS woUt Sileam fagen: 9tu wirb« mit 
ben SBoff }u Xnhnmem geben, weil pe aufrübrifd) 
fnb. «Ife {lobe unb begab pcb 93i(eam }u ben SKi* 



9, 



i) BfifiMd 9mmL , 



— 218 — 

bianitent/ bie ba fieaeten unb bat %t\h bel^i 
beim er, SBileom, fal&C/ wie fef|r ba« SJol 
oeplaget n>arb, unb iDie wfiflc ttnb nfinberlU 
nin^c, baß ba fein triebe noc^ Stuge »at/ 
@ott (iet plagen, ja ®ott fie auc^ felbet 
namlicb barumb, bamit bie «Reiben )>tx^oätn 
bcn, bcnn flc I)offeten immertar^ Sfw^I frß 
imb jiu JBoben geben. 

SQSie beutige^ 2:aged bie ^apiflen grope 4 
baten, wir werben borf) ju ©djanben unb 
rottet werben mit unfer Sebre. Sllfo wart 
äSolf t)on allen «Reiben für bie drgefte, gottlo 
aufrübrifc^e @eete gebalten. Unb icb glfii 
$barao, £onig in 9(eg)^pten, mit fo grogec 
beit 3Kofe unb bem SBolf Sfr^el nacfegejaget b< 
er gebad)t, ®ott ftebe für ibn wiber S^äcI 
ald batte flcb bad ÜReer umb feinen SBillen au 
9lld wollt er fagen, wie ber %cxt ßcb anfe^c 
ba er fpriAt: Nunc implebitur anima mea, 
id) fle gewiß, baß id) fie im SReer ecgreifer 
Unb alfo fam er umb mit all feinen f&a\ 
9Ieitern, aber bie ©cbwacben entgingen ibm 
bieltcn ben ©ieg. 

Sllfo wunberbarli(b fteKet fic^ (Sott in 
9tegiment. ÜDad wiber ibn ifi, fcbeinet für i 
baö für tbn ift, fcbeinet wiber ibn. Sftt 1 

fid) feben ald ein flarfer, gewalttger «Igerr, 
d}wa(b unb mad)tlod, baß fltb weber ber @al 
alle Jtlugb^it barein ricbten fönnen m). (Ebri 
fid) oftmals für bem ®atan erjeiget mit SEBi 
d^en aufe 9(ller(i&rf efte ; aber balb fdjwacb tn 
aU ber Stlterf raftlofefie ; fiat alfo ben Seufel 
gemacbt. SDarumb geboret )u (BotteS »unbecl 
9Berfeu ber ®laube, ber fie faffet unb erfei 
®(böpfer, unb preifet ibn baffir; nicbt 9Bftt 

9(lfo ifi £)eco(ampabiu8 ^ttiUnM mit M( 
gttment: t^leifcb ijl fefii nbic, banimb iß 6^i 



k) &uUt Za^ SB^let. 1) (BjroW 14, S. m) i 

1) St. tt. S. »etftcÄft.« 



219 



Mit (a ^riUflfii 86enbma^( n). iDe§g(eiAen Sroine 
gd: C^rißuS ft^tt )ur redeten ^anb bcd fßattx», bas 
iu6 iß et nidyt im Saccament bed. Slltard k. 

SDat fbib i^re fidblene SXauein gcmfen^ barauf 
jk jhinben, trotten unb polten; fabcn alfo ^tibUxu 
M burd) ein gcfdrbet ®Ia8^ richteten unb malend 

1 lUei nac^ i^rcn (Bcbanfen unb äSemunft^ n>ie jt« 

/ f0 gefafet Ratten.'' 

261. (165.) Qlott toirb einmal anftoad^rn. 
(A. 54*. — St 76*. (81.) — S. 72. (73*.) 

„fti \Atintt, bag unfer ®ctt ein fc^Idfcrigcr, 
Riim»et, tauber unb blinber (Sott fei, n;te ibn brr 
q^falter an »ielen Drten alfo nennet; aber er wirb 
riiimal aufma(ben unb in feinem ^dxn mit feineu 
feinten reben ($f. 2, 5.). 3((dbenn mag man {leb 
rerfe^rn, benn ed fiebet gefd)rieben: S4 xoxü t^om 
SÄIaf enracben, aufßeben unb meine ^einbe fcbfa^ 
aen.^' S)ieg rebet S). SRartin 2utber, ba ^acaud 
fogte, baf ber jturfiirfl »cn 99ranbenburg bcm fßi^ 
ftbcff t>on ©trapburg ^ ) bdttc in ber aRcjfe bie Äafel 
iufgebabrn unb tat 6rudfi;r geffiffet, ba manS IjaM 
ini Orab geleget. 

m. (166.) 9oB Ootif« etxaU tofbet bie Oottlofen, item 

ite^et nnb Xi^taimeB. 

(A. 54*. — S. &r\ (93.) — S. 82. (83*.) 

Doctot 2utber fagetc Snno 1532, ,,baf , ba er 
m4 wäre %u Qbfort im Alofler gewefen, ^atte er 
riRmd tu S)octDr @taupi$ gefprocben: Si, lieber 
fyn SDoctot, unfer ^err ®ott gebet ja fo gr&ulid) 
■it ben Beuten umb, wer latin ibme bienen, wenn 
ci ülfo vmb fi(( f<bläget?-aBie wir bad nocb an un? 
fnn SiberfaÄem febtn, beret er gar ))ie( erfdiredlicb 
gc|haft unb wtggerdumet l^at, bie fi(^ iu unfer Seit 
Mbct bie Sebre be6 St)angelii aufgelebnet b^ben. 
Darauf antwortet mir bamatö 3)octor @taupi^ unb 



n) GacrameRtiTer 9tX>lAn. 

1) St. M. R kaf fm mem^n 9*tfi iim (^a^Wl^tn 

Biftef" 



— 220 — 

fpract : Sieber/ lernet ®ott anbete anfe^^ Mnn ^ 
nic^t fo t^dte, it^ie fönnte er fonß bie ^drten AAyife ^) 
bämpfen? @r mu^ ten ^o^en SSdumen feuern ^ bai 
fie nic^t in «gimmel wac^fen o). ®ott f#Sot ad Sa- 
nitätern, ut nos, qui alioqui opprimereinnry liberet 
et redimat S)iefe ®x^nipe( ^aben nic^ ||eni(i4 
9(nno 1530 {u Soburg geleitet, baf i4 ben Xn^ng 
ober 3ufa$/ fo an ') ben iei)en Geboten flehet, tcc^ 
))cr{lanbcn ^ab^ ba ®ott fprid^t: ^ bin ein eiferiget 
®ott, ber ba ^eimfucbet bie aRiflfet^at k. Non esl 
tani crudele in illos tyrannos supplicium, quam ne- 
cessaria pro nobis Christianis defensio. Sic Zwing- 
lium nunc periisse dicunt, cujus error si praeva- 
luisset, pcriissemus nos cum ccclesia nostra. W>tt 
ber 55. ^^fa(m faget (93. 24.) : Viri sangumaaii et 
dolosi non dimidiabunt dies suos/^ 



III. 

Stfdlreben 2). Mart. Sutllerd üon bet @(|8)ifinig. 

268. (1.) S)ie 646^fnng i^ ))on SRofe fat) bcf^debea. 
(A. 55. — St. 80. (85.) — S. 76. (TT».) 

,,.^obe ©ebcimniffe in ber S^rift, xotll fie Mioei 
}u ))crfte()en ftnb^ n>erben baburd^ bie ungeleprigen 
unb leichtfertigen (Beifter \>tttoiittt a) , baf fte mam 
fbtxlcl S^^t^um unb Äe$erel anrichten )u i^rem dgai 
nen äSerbommni^ unb anberec Mltl mel^r. 2. $et.3i 
(S. 17.) X)animb ^at aRofeS bie Sc^öpfune fc 
furj n^oUen fajfen unb bef(bretben. 

^Dagegen bringt- er ein gan) Jtapitel }n uber:bea 
jtauf beg Slderg mit ber atviefac^en >«^lt||Ic gegca 
Hebron uber^ fo Sbra^am ))on Spbcon, ben ^äH^ 
tti, faufte }um SSeardbntß, @ara bacein |tt begcoi 
ben. &tn. 23. ülfo befcbteibet er au^ bnrd) i»icl 
jtapitel Don mancherlei Dpfern, xoit man f e turtc^ 



o), 9. ütnfL a) gdl üi C^tvdaaecdia. 
l) S. Mmpf. t) Si. «. B. \i. 



221 



(•ff, ttnb Don onbrni fStdu^en unb (Seremonien h. 
2)nin et ffai xcoffl ^tton^t, baf foI(^e8 unb berglei^ 
(^ feine 5te|erei n>fitbe matten tt/^ 

SDa et (düoctot SRartinuS abet ^) gefra^et warb, 
Munb bie ^iflocie t)on ber jtDiefa^ien «^öble, im 
Saab Conaan gelegen gegen Hebron uter , fo fleifiig 
■tt Mrkn SBoiten t)on SRofe oefd)rtebcn wdre? ants 
Mttet et: „S^ l^alt, ti fei barumb gefd^cben, bap 
Mcfet 9ffet mit ber ^if)lt Slbrabam eine Erinnerung 
»Ate, ju giduben, ba^ feine fftaiftommtn , laut ber 
Set^ipini^ OotteS ((Ben« 12« tc), iai 2anb (Sanaan 
gevipHct etnnebmen unb befl^en wuiben b) ; bap au(b 
bk imgidubigen «i^elben nu ein S^ugnifi fönnten ge^ 
ben^ baf et eigene (Bätet im Banbe Sanaan bdtte. 
Unb bef }u gemiffet @i(berung, ffot er €ara ba begras 
ben, unb et Sbtabam, Sf<^ac unb S^cob pnb .fftinad^ 
H au4 begraben, (Ben. 25. 35. 50. ^Um, baf nadf 
ftitten Sübe feine Kacbfommen^ ebe ^e in Stegppten 
mögen, out 6anaan nicbt t)ertneben unb ))erftc9en 
ttOTcn axi9 Keib ber gottlofen «geiben. S>enn ber 
Zntfcl gAnnet ben frommen nicbt ein S3iffen S3rob8, 
nb wenn fie ben baben, woUt er i^nen ben aucb 
gerne nebmen/^ 



(t.) 3m Kifavg fc^if Ooü ^inunei unb (Srbei. 
(A. 65%— St. 81. (86.) — S. 76V (780 

„(Ebc ein SDlenfcb recbt ))erfleben lernet ba8 erjie 
Sdttlin in SRofe: Sm Snfang fcbuf ®ott «^immel 
nb (Erben, fo ift er tobt; wenn er taufenb ^aljxt 
bbfe, fo würbe er6 bod) nicbt au§(erncn c). Slber 
Ne SBelt f|at ibre§ @(bflpfer8 unb aQer feiner unauds 
fJN:c4H4en (Bnaben unb SBobltbcitcn fo gar ocrgcffen, 
bif et nufte au(b feinen eingebornen @obn in bie 
Sdt fenben^ baf er pe erinnerte berfelbigen ®nabe 
nb SBobltbat, fo er ibr erjeiget b^t nicbt allein in 
ben, baf er ade SDinge gef(bafen, fonbern aucb baf 
tt feinen eingebornen @obn fut jie gegeben b«^« 



// 



M) St. fnaec 



— 222 — 

165. (80 fllfo koatb «oHeBbet Fimmel ml tftbe mit fH/ttm 

BOB^en ^eer. ®eicf. 2 (!.)• 

(A. 55\r-5t.8l.(86.)— S.76*.i7a) ■ 

„^üt grcahiren finb Qdoitc% ^cer. S$ ^ab 
lai SSdrÜin exercitus, ^cct, ivie tin «Igebräifi^en 
fte^ct/ gern tcbaltcu tcm Sciifct }u Xro(, mli^ft 
aus allen Jtraften auf mand^crlci SScife: 94 (rtnü^et^ 
alle Greatuccn ju ^inbetn an it)rcn SBerfen^ baju fie 
©Ott flcfd)affcn bat* ®ic ©onnc^ fWonb, ©teme 
(nicbtcu bcd Sla^ed unb Siacbtd; b'ad 3Reet gibet 
ubcrflüjyig aUerIcl %i\(bt, anbete aSaffer.titib Säcfte 
aud)^ unb galten für unb für i^ren geiDiffcn Sauf/ 
of)n alle .ginberni§. S)ie &rbe traget unb .gifeft 
allerlei (lictreibe, Jtraut, JCorn, (Serficnic, mtin, 
£)bd/ ®rad, jträuur k. ju &r^a(tuns unb 9tQ( beibe^ 
bed ÜKenfdjcn unb a3iet)ed. 2)ie 93dumf tragen aOets 
Ici i^rüd}te, aQe 2:^ierc geben i^re 9tu^ungd). Unb 
n»er fann e§ alled cr)äblen? @ol(^ed 9(1UB ^tnbcrt 
ber 3;eufel gern , aber Sott wehret i^m. !Z)a^ ^) 
i)ei^t er aud) in ber @(^rift ber «ficrt bec J^ttriHfp^ 
reu/ benn er (c^afet unb er^dlt^ bap ein ig(Ube Ctca^ 
tur au^ric^te, baju er fie geft^afen unb georbrnt 
bat. S^ixctiltn aber ))erbänget ®ott, baf eine uiu 
frud}tbar Seit fommet^ betreibe unb allerlei ^rflcbte 
ubel gerati)en unb Sbeurung folget }ur Straft^ ber 
argen unbanf baren aSelt, bie nic^t ecfennet^ baf 
allerlei ^rüd^te, (Benadjd unb Stilett woi ntr flfs 
niefien^ (&otM (Saben finb '' 

.266. (4.) Opited $roce( in bet €((6pfttnd Kib feiien WkdUL 
(A. 55*.— St. 75. (80.) — S. 71. (72M 

^.Unferd ^errn ®otte8 äBclfe ifl, bof et biefen 
99raud) Wt, auf ba^ feine Jtraft unfr 9tad)t bntcft 
unb in ®d)wa(i)i)eit ))oUkrad)t unb fiarf nmbe. Vl^ 
niad)te er cr|l bie äBelt einen ^) n^äjlen leeren Süumf 
pen (ß{)aod ^), ber flnfier unb ungefiatt mar: bat* 
nac^ gati er einer iglic^en Sreatur ^o^n unb Oe» 



d) (Sreatnr Sln^nng nnb UmBfci^Iag. 
J) St. A. S. batBin. 2) St. u. S. an« ein»« •) »C^a««'' 
fefli St. a. S. 



BHUuci mm 1711:)« jwnitr, vüg cl huu vdW» 
aqr «). 91Ife xoax unfrt €tt<1)e oud) mit 
ti^eMo in tct ISifi fdiirticb, Ijat .ibci, ÜJott 
er je in(f)i itic)(-nL<mnicn iinb geroaclifcii, (af 
Dagu femmtn jiitt; tPirb ntci ipirtcr fallon 
leßffl UneauEbatfdt irUIcn uuB Üiftat^luiia-" 

ffitumb R«(t in (Sn%t\ C^cvfuns alAt gekmtl. 

(A. 55'. - Si, «0. (M-.> -- ä. 84. tWi.) 
iftj fct)cdtict nid}l£ Dcn bei ScbrtJfiing bcr 
ri(ld) tarüuit), beii« (r btft^rcit'ei nllEin flr 
{) ttt flihttattn ÜiJelt iinB Gcfaiutfn, tlt 

ftnb. Ilium 3lnbrrii, er ^at niflit lvt^(lfl1 
tbrn uiig ;h fpeculirtn von ii)inf>tl)l,icn 
. ®lei{t)n)ot)[ ^ttevU n bcr (Snflfi in bei 
StKOl^amd unb ^pthä (^riief. 1H. imb U>. 

tt>l< amft foiift ble ©cbrift Ijiii iinb luicCtt 
&Kf|tIn rrbct. 

amb l)at (.Uolt Tfi^C dCt^Dii, bau " vlt( 
tt tifit Iflffcn f*«ibni, fonft fjÄttcn irirB in 
4(Ia^cn unb iH'[a(&t, tai in lernen uuC t^r^ 

b(t€ wii igt in ber Sct»cii|t aue^fbnitft tt«! 

! unä ifui Scliitffit birnct, unb \^ä:un und 

«n )U fptfd)«! imb cratnnten ') Hi, fo 

unb und gu 1;c(tr ift. brji mir boc^ ni^t 



— 224 — 

nicn feine tgec^tc I)ättc ^). SDa antwortet 3).! 
tarauf, „ta^ i^^ «&c(6t ein SSaffenoolf xoau 
bte $if4e im SBaffec friffet unb {)errf(bet tm SSi 

Unb warb I). Sut^ern \)on ®raf «^anS ^ 
))on @ci)n?arKburg gefa^tct^ bap in 93o^men ein 
einSBaffcc ijattc, bad {oUc gar ante Sacffifcf^e 
unb wenn man (£cbe ober Stafen au8 bemf< 
äBaffer ober Seid) atabet unb fe(et< in ein 
äBaffcr^ fo warfen *) ou8 berfelbiaen ffirbe JJif 
S)arauf fprac^ !Doctor Sut^er: ,,S)a8 iil bie 
be8 SBafferd, ,,fo bcr Stafen in ^cb erfoffen ^ 

Unb faget S)octor 2\xif)tt: ^,S)a0 erflf-J 
(Kenefeod fptid^t nict)t: ®ott {)at ') ^ifd^e in«! 
gefegt; fonbern ®ott faget: SBaffer, rege bic 
n)orbcn t|^ifd)e au« bcm Stegen. 

3n)0 gro^e n)unberlid)e $f{an)ung ^at (Bi 
pflanget; eifilid) i)at ®ott Slbam au« einem ( 
floä gemad^t^ barnad) ba« SSBeib au« einer- 
be« SRanne«. ^\t ba« nic^t ein tt)ünberU4 ' 
jen? Sic nos ex gutta seminis ex maliere 
mar; ba« ifl ein n^unberbarlicb 3>ing/^ 

S)arauf fprad) ®raf ^an« «geinrid) »on @d 
burg^ ba^ er« )>on feinem «ßerrn SBater gehöret 
n)ie einmal einem $apfi {uStom n)dre.ein SRcc 
ber gebrad^t n)orben/ ba« tf&ttt f^alb gefe^en ( 
3Hcnf(b. 31(« r« nu gefangen wäre worben, 
e« nic^t wollen effen ober *) trinfen; ber^alb 
man beforget^ e« würbe fierben, ba ^at« ber 
nod) einmal befe^en wollen, unb bamad) folc^ 
wunber wieber in« 9Ba{fer werfen laufen, ai 
e« nic^t fiürbe. 3((S e« nu ber $ap{l ^at ang> 
\)at er gefaget: fiieber ®ott/ wie biß bu fo w 
(i4 unter ben Sreaturcn auf Srben h)! £ 
ba« S^ier ange^abeu )u reben unb aefaget: 
wunberbarlic^er in bem SBBaffer. S)a fpradj^ ! 
Startinu« Sut^er: „3>a» tfl ber Xeufel gi 



g) ®. S^enn^gen in Xenbenuig ber Cteatit. h) 
IBetra^tttttg. 

1) H". gUt. t) Vr. M(4(cii. t) 31. 1.8 
4) W. M<i. 



— 226 — 

)nm et wohnet in ben SBaffem unb grof en SB&U 
bcm. iDft aXeemttnbec ^at man »iH ^) srfe^rn, 
mb et f{nb getoitli4 S^eufel. Unb mat fo(4 SReer^ 
»nnbet bamac^ bei Slom in bie Xiber gen^orfen 
notbem'' 

SDacauf fagte über Sifc^ ber wo^Igcborne unb 
eble «gerr, j^tn Solrat ^ ®raf unb ,gerr nu SRanS^ 
fHb, ^afl in iDänemarf gif^er Ratten 8efifd)e(, bie 
meene arof e %'\\d>t in ber @ee ^dtten bei einanbec 
[eben geben, berbalben bie ^fcbcr (ufammen aetban, 
hätten fid^ unterftanben , bie }ween ^^ifcbe }u fangen. 
Bbec ber eine war burcb^ fftti ^inburdy fommen; 
nnb wie et flehet, bap ber anbet gefangen n)crben, 
fo bebt er ein groß ®efd)rei im SReer an unb macbet 
eine folcfte Ungefiumigfeit/ ba§ t)iel Aa^ne mit ben 
^em voattn untergangen. 9ber ben einen Ratten 
fe befommen unb ju Sanbe gebracht, er war aber 
balbe geflorben unb {iinfenb norben, bap man ibn 
fnr ben Stini^ ))on S)2nemarf nicbt gebracht b^^tte. 
Unb bet JEAmg tfatit ibn laffen abmalen, unb f)attt 
tajfelbige SReerwunber nit^t anberS gefef^en benn aM 
rin Slond) i) ; bcnn ei fjattt eine $(atte, unb n)ie 
eine Aappe unb bergleicben gehabt. 

ferner fagete ®raf SSoIrat, ba^ ber Don .^utten 
ieinem J^etm SBater, ®raf «(brecbt, aut ben (Solbs 
infetn gef^tieben b&tte, bat fie in i^rer @(bifffabrt 
aif bem 9leer bitten ein SReerwunber gefanoen, ba8 
«cfr^ batte wie ein 9if<bof, benn e« b^tte Snfulen, 
KfifüffiW unb aUcn bird}offtid)en Crnat angehabt k). 
Cr unb feine ®efeaen waren in SiDend geioefen, 
tm Sätflen beffclbigen 2anbe« foI(^ SReerwunber 
ii fdyenfen aM jum Seutpfennig, fie Ifatitni aber 
«iAetfimb in« aOBaffer geworfen. S)a M nii auf« 
iReet fommen war, ba war e« mit fcineni 9Bif<bc{f«< 
Ihib auf bem SBaffet ') fpa)ieten gangen/ ba^ W^^ 
ba« 5tteu| über jie gemacht/ unb mar ') itft 9Ba{fet 
verfdimunben. 



i) Cef ' ober fBafTenonnbrc k) 3)rr W)9lttet Vbi 
Mbmg. 

Iß w, mffr. M) gl. Ä Ä Arnr. «) W. fcU 

15 



— 226 — 

S)aiauf fagte 2)octot 3Rartmu8 Sut^ec: 9,^tt 
Seufel bat S{)ri{lum im S))ange(io l) , et »oDt i^n 
nicbt faxten laffen in abyssum, in bie Siefe beS SRccrt. 
S)enn iDcnn bie Seufel audgettiebcn werben, fo büit: 
fen fte auf Sibcn nid)t bleiben^ fonbem fie mu{{ini 
Den ben acuten inS 3)2ecr/^ 

®raf äSoIiat fagcte aud), ba9 man einmal s»on 
einem @d)iff auf bem SRecr ein !D!eern)unbet gefan^ 
gm ^Atte, bad ein äBeib n)äre gerocfem Stt man 
eS nu auf bem @d)i{f behalten batte ^), ba ^at ') 
fie (e(lid) ein ®d)ifffncci)t )um 2Bcibe genommen unb 
ein Ainb mit i^r ge)euv)ct« äßie fie nu über brei 
Sa^ce mit bem @^iff n>iebcr an ben £)ct fommen^ 
ba bad SRccrrcuubcr crftUc^ gefangen worben, ba 
fpcinget biefelbige grau aug bem ®(biff unb nimmet 
bad irinb mit fid), xotX&jt^ erfoffen n>ar, aber fie mar 
für i^ren Slugen vcrfcbn^unbciu !X)a faget bec SDoc^ 
tor: ,,S)er 2:eufet fanu ftd) u?ot}I ))eränbern in einer 
grauen^ aud) in eined 9}2auncd Q^cjlaltm)/^ 

269. (7.) gtagf ))on ber €d66)7fnjig. 
(A. 56» St. 80*. (85*.) — S. 7C. (77».) 

üDa einer fragte: SEBie a){ofc ^Atte fc^reiben Ions 
nen Don ber @d)Opfung unb anbern ©ac^n, M |u 
roeld^en Reiten bie Srp&ter Sbam, @ei^, dnod^ic 
vor unb nad) ber @unbflutb gclebct unb geftorbcn 
»&rea> fo bie ©d^öpfung länger benn )oet taufcab 
Sla^rt t)oc feiner ^tii gcfd)cben unb bie <Er|o4te( 
auc^ langft ^') }uoor entfd)(afcn Ȋren? anfwort 
er: /«3f6 k^% ^^^ ^^ ^of^ ^i^( S)ing8 geftb^ef(cn 
{ei. übiun. micb bie Jgiftorien von ber CAÄpfviHU 
pön feinem i^oU, ))cn ber )ßer^ci|ung beft SHIeiMfa« 
mensc« fun) gefaffet unb Der^eicbnet ^aben; . jitfo .b(c 
anbern $&t€r (>erna(fe, fonberlid^ 92oab# walju .djyt 
tten Seiten gefcbe^^en ifl n). !X)amaÄ' loiiM 
IRofet genommen ^aben unb in eine ric^tigt Ot^ 



■ 1) SftMi, 8, Sl. m) aRonc^etUi aimf^tfipcilL 

ii; fBmti^nii bfblif^er ecf<^i<^tf . 

ij YlV^fte. 2) AT. V^t. ^"^ S\.U»«eu 



227 



mng bt0(bt, imon genommru unb batu aefa$t, xoai 
«nb vfe i^Oott befohlen (at; foQb»IU9 bU «^iflos 
Tien von bet @(b6pfunfl^ ttem t)om @amcn, bei bec 
C^tanaen ben Aopf tutreten \otlte, loitb et o^n aU 
im Sn>rifel aui bcr Se^tc tinb $Tebigt bet (ir)t)dtec 
ttobn, »eicbe immec einer auf ben anbein -flectc 

fett ^QL 

Z)enn id) IjaltS flcn)t^ bafür, bag bie ^cebigt 
tm bed SSeibeS @ame, Stam unb ^e))a t)ec^ei^en, 
Bt^bem %t ein bcr)li^ Seinen unb SBecIangen ges 
babti, fei "001 bec ©unbfiutb gewaltiger getrieben, 
bena l|t tut legten fäbriic^cn Seit bie $rebigt 
von Sbrifto. 

S>a werben and^ Stt^tx gewefen fein. SEienn 
Sain fo grdulicb nicbt gefallen wäre, an feinem eia^ 
Ben Sntbet nicbt ein aJt6rber worben, foUt er wob( 
ben mebter Sl^eil ber Seute «»erführet unb eitel Jte|ej 
rei angerKbtet ^aben; barumb ))erbdngct Qkott, baf 
et lsabel tobtfd}Iuge o). 

ICiefl iß tad Gnbe aller 5tc$er, bog {ie tutest 
nn Scbnert greifen unb SRdrber werben; wie }u 
f4en an ben Mrianera unb ^apßt^um, unb gu nn« 
ja ^tit am 9Nänicr, SSiebertäufern, 3n>tngel k. p). 
Stfklid) faben fie ibr Sbun au mit einem @<bein ber 
Sottfdigfett, fdrben unb fcbmäden ibre Eigen mit 
bec €4rift, baburcb fie großen €(b<(ben t^un, )9iel 
toite »erführen, bid fie e8 }ule(t, wenn man ibre 
Sigrn offenbart unb ^rafet, }nm @d)wert brinaem 
ä»ar am SSiüen feibiet eS t^nen nicbt all}eit, auein 
Ol bec (Veiegen^eit; benn bet @atan tann fid) in 
fetnen Oliebem nid)t bergen, er muf fid) mertcn lafs 
|en, baj er ein £ügener unb SR^rber i{t it. SÄ 
bcHfe, ba^ ') 6ain« Sob fonberli^ bei benen, bie 
Am oecwanbt unb (ugef^an finb gewefen, ein grof 
•eft^rci unb Sc^recfen gemacht 6ab, baj ^e geflaget 
mecbm t^abtn: @ie^e, SamoQ ^at Sain, unfern 
Soter, tobtgefc^fagen/' 



o) 9N4t« o^MC Utfact. p) »erift^iifibt eigeif^aft U 

JJ Ä * Ä f MMb. • i) St. B. S. f htt: . 

15* 



— 228 — 



ftt fänt» (tf^rlcitti iinb aifstitl^Mt ftti. 
(A. 5T.') — Sl. 294-. (3Q3.)-S. 271«. (277*.) 

„(Eine SBelt näte tacumb gu gebm» neml 
möglich mdre, tag man bfe Seacnbcn bct $atitan^CB« 
fo »ot bei @ünbj1iitE) gclcbet'), Ijabm f6nntt; b« 
Riüil>c man fe^en, ivie jie ^rltbtt, otprtbiget unb 
nai ^t qttitttn t>abcn. Unftc .^eic Vott wirb gci 
badjt ijabniq): ^(^ tcill iljic Sfarnbm mit ber 
@ünbflut^ bcfi^aEccn, benn bic ^emac^ tommm ')« 
ntibtnS bDd) nlc^t achten, viel mcnigei »rtflt^ni; 
i(^ mtUd behalten, big fic ivjcbcc in Imcm 2ebcn iiu 
fammftt iDuimen. 3)a tvcrbfn bit iicben Ctioätn 
nattt btt @ünbflut^ ttbEatjam, Sfaac, Sacob lu, tten 
feie $cop^ttcn, 3[f)ofidn, ii^it 9ta(^fommm unb oiu 
teit I^eüige fieu» , bU bcc Xnifrl in bitftm Sebcn 
unanfltfoibttn nic^t lAffrt, i^ncn nxit bcn ä)»)us ge« 
beit unb rud'n: ^üt ijab eine furje 3tit, jn n4< 
nnt gegm bei Seit bet lieben '^ateiartben vor *) tec 
@ün£flui^ gelebct, meniA 3ai)ie gcpreblgct unb (Bot* 
tc« f&oti auggebceitrt, mein Areuj unb Stübfal ba« 
iftbei ctltttcn. Slbec wai ifl iai ge^en bet ixe^m, 
lanaTCitcigtn, unfäglidfen *) Tiüic unb StbtU, Xnglu 
aXaitn unb^lage unfer lieben äJätct »oi btc 0dn^ 
flut^, bic fie eine« Xb'iM ftcbtn l)unbect Sa^tt, ciitel 
%)itüi aijt ^unbctt unb nei) länget vom Xeufri mbi 
bei aiflen ^ett erlitten unb auögeftanbcn (abenV^ ' 

»1^ (B.) fffllM «M >I4I tn , bafn t^w «bOM fMt. 
(A. 57.-51.293. (30i>-S. 272.(278.) 

„9bam 6at gefei^let an S«{n. Sr gebai^e, »cfl 
er bec erßgelDEne @o^n nar, fo foKt crt ^abel ntit 
juBoc t^un, fein £ecr fein unb JDberfln tm gclflUi^m 
unb »elUi^fn Regiment. 9lbcc tS ^ing niitt fe' 



«> •. V»iKbrri| IM OKottniBs 

I) 3m Drtg. (irlg 66. t) St. t voKtammn. ■) 81, 

— ' -^ - 4) 8. Ml. V *• --'*-"'- 



— 229 — 

fäuinf, benn (Sott ma^tt anbert, ))emarf Sain 
inb (|tb bai 9te4t ber. erflen (Beburt J^abtl ®enef. 
n 4. Jtapttel (4.) r) : <S)ott fabe unibigUib an 
^bcl vnb fein Cpfer, aber @ain unb fein Opfer fabe 
<c niibt flnÄbijIicb an. X)aniber ergrimmet Cain febr 
nfe ^fzftfütt fein Oeberbe. «@e^a, bie liebe beUifle 
Rutter, batte fonberlicb eine gute «l^offhung (u Sain, 
MC (|e9ii#^ toie fie ji(b bünfen lie^^ er w&re be8 
Bdbc0 @ame, wdcber ber ©cblangen ben Jto))f 
intreten foUt laut ber SSerbei^ung, Sbam unb tpr 
lefibeben. !£)al)er fpracb {ie frfibÜA/ ha fie ibn ge^ 
borni haitt s): 34 babe frieget ^) ben SRanU/ ben 
£tSl9l9t (Oenef. 4, 1.). «I« fcUt fie fagen : ^ie« 
jer »irb0 tbun, und bed SeibeS n)iebet ergftften, barein 
ml bie Solange gefübret f^at, benn er i^ ber ^nt 
fe^l, wahrer (0ott, au(b natüriicber SRenf(b t)Dn mir 
(cbprcn. 

Wer bie liebe 9Rutter »arb betrogen / ertannte 
BoA niibt te<bt ibr dlenb, nfi^te nicbt^ baf au8 
fleiCA onbert nicbtS lAnnt geboren n^erben benn 
tihfd»; baf burd» Sfleifcb unb S(ut Sfinbe unb Xob 
Mt tonnten uberaunben unb weggenommen »erben. 
luÄ irret fie ber Seit balben, }u welcber biefer ges 
kenebriete @ame^ ))om «geiligen (Btift empfangen. 
Ml SRaria ter 3ungfraue }ur SEBelt foQt geboren 
»erben. SBie bie lieben Crjo&ter bie Seit nicbt ge^ 
Mft baben, ob nobl bie aSerbeigung immer tl&rer 
tartf» Cffenbaning bei ^eiligen (Beifiel bargetban 
Mcb ; »ie »ir ij^t aud} »iffen , baf ber füngfie 
Zog tomnen wirb/ aber auf welken Sag ober etunbe 
ttfm »ir ni<bt 

tu. (lt.) 0«ttcl €<b^fug (ossem ttir wiik^ griibli^ Ht» 

(Erbet. 

(A. 57». (WV) — St. 81. (86.) — S. TT. (78\) 

#,34 jmar/^ fpracb !Doetor SRartinul Butler, 



r) See letteni 0ebatf f(bt&S(t oft nvßi. a) Itaftfttl 
I) .Af^ft' fifU w. 



— 230 — 

,,Mii 6art ftanf flelegen, andi alfo, bap ic^ ttifin Sc« 
ben ®ott befai)(c; aber t)iel (SinfaUe unb (Sebanten 
bab i(b in folcber @cf)wa(b^eit ^tf^abt. flb, tDie ^b 
icb flcbacbt/ xcai bocb baS eroige 2eben fei, iDOt rt 
für t^reube b^be! wieroobl icb bep gewtp bin, ba§ 
e8 und burcb ßb^iflum gefcbenft unb baffelbige 
aUbereit nnfcr ifi, »eil wird giduben. «bcr Utk 
xoitti offenbat werben; f)ie foOcn wird nicbt niffen, 
wenn bie neue ©cböpfung ber SSelt foU werben, {ins 
temal wir bie erftc ©(böpfung berSQ3e(tni<bt))er{)el^ent). 
SBenn icb bei ®ott wäre aewefen, ebe er bie 
aßelt fcbuf u) , b&ite id) ibm biefen fRatf) nm ton- 
nen geben, ba$ tt au8 Sli^td ^) folcbe ninbe @d)eibe 
unb JEugel matjpen, baS t^irmament ^dtte foOen 
fcbaffen; unb t)at barein ein Spange, bie Sonne, 
gefegt, weicbe burd) i^ren febr bebenben fcbneQen Sauf 
ben ganzen Srbbobem erleucbtet. ^Hm, bag er olfo 
ein ÜRann unb 9Seib foUte fcbaffen. S>ai «ae» bat 
er und gcmacbt obn unfern Statb unb (Sebanfeii. 
SDarnmb migen wir il^m au(^ billig bie Qtttxt geben 
»om ffinftigen Seben unb ber neuen ®(^Spfitng, wie 
et fon juae^en unb werben, unb i^n aDeln (affm 
ben 6(bopfer bleiben/' 

m. (11.) S3om ^atabfe«. 
(A. 57». — St. 82. (87.) — S. 77\ (79.) 

(Einer fragte ben 2)o€tor: 9Ba8 bo(b baB Oo» 
rabiei fnr ein Crt, wie unb wo e8 aewefen wAreCy) 
antwortet er unb fpra«^: „Scb (alt, baf bie gcmie 
äBelt ba8 $arabie8 genannt fei worben, aber 
SRofee befc^reibtS naät Vtami ®e{l(bte, fo f^m ett 
fiat fSnnen fe^en an ben "oitt SBaffem. SDat $aw 
biet aber wirbS ge^eifen, weil ') tt ubetaQ fo lieb« 
lieb unb lußig i|l gewefen. flbam war unb wo^nete 
gegen SRorgen in Serien unb Arabien, alS er ^u 



t) Ubnig ber 0ebai!fB. n) ffieltgeB&i. y) •efhitt 
bir fffet Seit 

1) „iß" Wt St. «. S. t) St. tt. s. t ett. t) Sk 
M. S. ha f. 



— 231 — 

loffm ivarb; nac^bem et a^er geffinbigct i)attt, Va 
fr näbt mebr fo liebltc^ gmcfcn wie ))ctma(8, tt 
n ibm fein !ßarabied no(^ Suflgarte. S(Ifo I}ei$et 
tifc» b(e (Begenb )u @cboma unb (SJomorca ein 
Bcabiet^ reit bcnn aucb @amarta unb ^ntlux ein 
)C fciidytbar Sanb geroefen ifi; nu aber/ fagt man/ 
i rt gar fanbtg / n^ie ®raf Sotbo gtt ©tolbetg be« 
Mer/ ber jum beili()en Banbe gewcfen iß nnb bie^) 
iibene Sue bafur (obete. Sllfo bcii ® Ott folcb frucbU 
(t £anb )>crf(u(bet unb unfrucbtbar laffen rorrben, 
■6 ter ©Ante roilleU/ benn wo (Sott nicbt fein Sc« 
n gibet, ba wäc^fl aucb nicbtd; roo er aber fcgnct/ 
I n&^fet aUeS unb xoM fruchtbar/' 

4 (12.) itfnber finb ®oite« fonbrrlic^rt Cegm.iiA (Bf' 
(A 58. - St. 442. (454.) —S. 403*. (412*. ) 

2)a S>octor SonaS einen fd)onen 9tft t)on Jttr^ 
len nber ben Sifcb s^bänget {um (Beb&cbtnif ber 
^ipfiing unb lebete Un berrlicben Segen ®otteB 
I {oId)cn $ru<bten/ fpracb X)octor SRartinuS Butler : 
Benimb bebenft ibr ba§ nicbt t)tel mebr an 
cni Ainbern ald euerS Seibet ^rücbteti/ loel^e 
treffen unb fcbdner/ aucb l^enlicber Kreaturen 
0tte« finb benn aller 99&ume $rüd}te w)? Xh be:: 
» fiebet man Oottc^ «Ulmad^t/ SBeitbeit unb 5tun^> 
t |U auB 9{t(btS gemalt b(^t; b<^t ibnen' in tinem 
iSit £rib/ Seben unb aUeffilteber fo fein. artig ainb 
Mfd^ (lefÄaffen, gegeben ') unb rolll fie ern&bten 
ib erbauen. ®lei(bn»0bl geben wir babin/acbtenB 
Mbt ^M, }a foOen »obl über folcben (Baben ®otte9 
iHb unb geijig »erben; nie gemeinigttcb gefcbiebt, 
ifbkfieute/ n^enn fieJtinber hitqtn, drger unb gef)ir 
srmrrten/ fcbarren, f(binben nnb fcbaben, wie fie nur 
Innen, ba^ jie ibnen t){el mögen laffen. SEBiffen nlcbt/ 
1^ einem Jtinbltn/ aucb ebe e« auf bie SBelt fSmmet 
nb geboren n>irb/ fein befc^eiben Z\)ci\, roaS unb 



w) iKibet ^nfi^üjang ia 9. 8^^- 

M) „h(f' mu S. i) ,,B^geBin'' fdjft St. 



— 232 — 

nie viel (« initn unb nai au# i^ nnbnt \tU. 

aübntit luatti^enet unb * ) Dctfe^cn ifl ; nie bie edutft 
faget unb bod gemeint Spei^ractt (auttt: 3e mcbc 
Amtm, It me^e Qtlitcf«. SIf|, ütbtz &m ffiott, »ie 
grof l|l bcib bie Slinbtielt, UnicifFenbrft unb 9d<« 
btit an clntm SKenfchtn. ber bo« nid)t bebcntcn fann, 
fvnbein t^ut baS äBiberfpiel in beti allerttfttn unb 
bettlidilltn ^abtn (Sotteö, bie mifbrauc^t et |u aUoi 
@ünben unb @{t|anbcn nad) aU feinem (BtfaUen unb 
SSoUufi; {tnfltn unfcrm .getin ®ott ni(t}t ein Deo 
^tias bafur!" 

tjy (18.) sin anbtri. 
(A. 5B. — SL iaO.(I25».) — S. HO*. (113.) 

S)i7Cti*t EDlaitinuS Sutbei uenvunbctte fU) über 
bte aRagen feliT, ba ei fat)(, btig bie Säume fo Ijflbfi^ 
unb SßUcr £]b8 »aren, unb fprad): SBcnn Sbam 
nicbt gefallen m&ct, fo bitten nir ade @ieatuien alfs 
angefetien; ein lgli(^cr Saum unb ^aCm märe brffet 
unb eblcr gebalten rooEben, benn nenn tc gälbcn ober 
pibcm n&tt genefen. S)cnn nai^ Sit bet Xlhig, 
nmn man cB reibt bebenfen nill, fo Ijt ein iflli4a 
gcflnec Saum viel t}m\i6)n, benn fo ti ein gdlbc> 
nee obti filbernei Saum wiit x). 

Sbrr bie SBelt nati) bem ^aü Sbaml temtct 
»tbn @ott, ibten @(b0pfet, noc^ feine Sreatumi y); 
lebet tabin iigec benn ein !01eb , ebtet unb ifibmct 
0ott nicbt. 9bf wie nßcbe ein Stenfcb, nenn mam 
nlÄt flcfflnbigct ^dttc, ttott in oQen Cieahmn n> 
tattnt, gelobet unb geliebet unb gcpcciftt ^abtn, alf», 
bat er autb tn ben tlefneflen Slümltn ttotteS iUIna^t, 
SBeK^ett unb Qt&tt bcbail}t unb gefeben bfittcl SCciw 
naf)ilU), iDcr tann ba6 auöbenftn, wie 0»tt avB 
bauen etbrdil) fi^dfet fo mani^erlci ') Slflnlln tint 
fo f(b6Rei ^atbt, Ueblitbe« Stucbee, bie lein Stain 
1104 flpotbem alfo matben ffinnte? Stot^ tann Östt 



[) Kl^tfeftU Ut trtatwm. j) OrtUfiln« bfefh 
I) „üb" ft^ A.n. S. t) ,ff> xmifciA" t^ W, 



— 233 -r 

|df r rot^e, hlaut, braune unb aKerlei %oxU 
fhhtn bringm. S)a8 Witt Httt Xbam unb: 
CE |U (BottfS C^re gfwanbt, i^n gelobet unb 
unb aller (Sreatuien mit !&anffaguna fles 
, beren tDir i^unb mit einem (Etel unb unluft 
I, \a mif brausen o^n aUe (£if enntnif^ QiUltb 
ü ein Jtube unb unt)ernunftio Sbier bie. aOer^ 
unb befien Slumen unb Milien mit t^uf en.trdte/^ 

I.) iVfn anbete vom Rf^btancb ®cttce Cteatnretti 
(A. 58*. — St 83*. 188*.) — S. 78V (80.) 

be< SDcctord ^auSfrau ftattt i^re Selcblin 
itn fif4)en (äffen unb allerlei j^ifc^e gefoitgen^ 
Sdymerlen, t|^<>^<^Q^n/ Jtaulb&rfd^e, jtarpfen k. 
fdben etliche gefotten ^) auf bcn Slifd) braute 

groper Sufi, i^rcube unb 3>an!fagun9 ba))on 
e 2)octor SRartinuS Butler )u ibr: „Ritht, 

Sröfer $reube über ben wenig ^fd)en benn 
:belmann/ n>enn er etlicbe grope Seiche unb 
PMet unb etlicbe bunbert @d)oc{ ^ifcbe fäbet. 
Veii unb Sbi^fucbt mad)en, ba§ wir (Bettet 
» nubt f5nnen recbt unb ') mit 2u|l brau? 
1l|et mancber ffieijmanß unb lebet in großer 
tat uberfluffig genug^ unb fann bennodb befs 
W mit 2ufl unb 9luk genießen z). di bei« 
n Oottlofe n)irb ®otte« ^errlicbfeit nicbt 
t, er fann auc^ nid}t bie gegenm&rtigen Srea$ 
rennen. SDenn (Bott uberfd)ütt un8 tu febr 
mb weil eS fo aemeine Ift, ad)tet man e8 
«nn el feltfam wäre, fo acbtet manS bSber, 
r Hnnen ni(bt bebenfen, wat für 2uß unb 
an Creaturen iß. 

^et bo(b nur, wie fein ein $ifd)(in leiert, 
( wol^i taufenb bringet; wenn baS üRAnnlin 
Cdywan) ') fcbl&get unb fcbüttet ben @amen 
SBaffer, bat)on empfd^t ba6 ^dulina). 



)et0eiitodBfte aotteSUfletUcbe OtoB^t. •) dreo.- 
gef^ttn" feSU W. X) „wh" m St. «. S. «) „wtt 



— 234 — 

$e^el an bie SBcjcIin^ irtc fein rem ge^et bo4 bcr« 
fclbcn 3üdjt jii; c8 barfct bie (Sie^c ') in ba« «Qdupt« 
lin, leget fein eierifn *) fduberli* in ba« »eft, fepet 
{{(f) bantbet/ ba gutfen bie jungen Auc^Iin Qerau« : 
jlc^c bad ^Sluc^ün an, »ie gar flecftö be(6 im Sie? 
SBenn voix ein foldb @ie niemaK gefef)en ^Atten unb 
eines trflrbe auS Äalefutl)en bra(i)t, fo würben xoit 
m\i alle barfiber i^erwuntern unb cntfejen. Jfein 
$i)i[ofopi)u^/ ^cd) gclc[)rter ^Raturfunbiger fann ge? 
wiffc Urfactc anjcigen, n?ie ti mit feieren Sreaturen 
juge^et unb wie fle gefd)affen werben, allein SDlDfe« 
geigetd an, ba er faget: unb er (®ott) fprac^^ ba 
warbS; erbefa^ld, ba ftunbd ba. SßaAfet unbme^s 
ret nt(^! 9(ud biefem (Sprechen unb Gebieten tom« 
men unb mcfjxtn fid) noc^ b<^utiged XageS aDerlef 
Sreaturen unb werben erfe^et big an iftngfleh ^ag/' 

277. (1&.) Sl^cm e^loabrn ^oetot aXadiif Safl^rtf •ebaafe«. 
(A. 59. — Sl. 84*. (89^.) — S. 79». (81.) 

//3*'^ fagt JDcetor a»artinu3, ,Aoltt gewlt 
bei mir bafur unb glAube, bap ©(^wabrn «gimmeU 
brob fei b) ; f o ef el ificl , wenn man mit einem ^iiu' 
ger ba))on nafc6t, fo ifld verborben. Schwaben 
fammlet man frütje, wenn ber Sbau ffiOt, in einem 
Siebe; wäc^fet nitbt, fcnbern fSmmet ))om S^au; 
aldbalb aber bie @onne aufgangen ift, jetfc^meiitt 
unb tergebet. 3)ie Slergtc beipenS äRanna ; ti voiä^ 
auf feinem 3n)eige ober Äraute, fonbem fdBet im 
S^au; man faet unb pflanzet e8 nie^t, Mrnmet nitt 
vom Xbau; man fcbuttelt bie Steifer^ fo fdUet« abe, 
man foc^ete, wie man wiO. SDtanna, bat iß, ntbe« 
reitet; al8 foUt er fagen: ©ie^e, bi^ bu ba? ^iah 
id) baS ^ie? ^ft fester wie Sorianber, weip wie ber 
S^au. 

SRanna tfl SRanna, Jtrammet))oge( ifl Jtrammet« 
))ogeI; aber wie fommen fie I}ieber? ®ott aber niS 
^e fc^affen an bem £)rte, ba fie nlcbt ftnb. 3&af[tt 



b) iDai jnbif^e ^immilbtob. 

1) St. ba$ grdalein. t) Su u. ?>. ^ A*^* 



«■1 



— 235 — 

9 Stfrr, fLtnftt unjb enffpringet ober auf efh^ 
9Hfe. aRmna lag frfifie wieSkau^ titib p^Ritfage 
jRfd^eljt rt, fa0t SKofe c)« (S8 !oia nfc^f MVtm, 
baf man barein greift^ fonft »crbicbt cS , wenn bie 
M4in baran nafidbet. 9(lfo n)iU unb fann aud| ^) 
•otfe« Sort feinen Sufa^ leiben/' 

278. (16.) IBon gri^tni nb Db6. 
(A. 59. — St. 84*. (89\) — S. 79. (81.) 

3>a SDoetor SRartinug eine Stube ))oaer @aftd 
in bft .^anb batte unb ba)>on a^d)^ fpracb er: 
,/Die lieben S&tec muffen gefunbe Seute getrefcn 
fein, fo ba lebeten nnb Q§cn Don ben ^rücbten unb 
SBnrjieln, bie au9 ber Scbe wucbreU/ ^aben Sffen 
tnb Srinfen baran gebabt. ^fcb gliube, baf Xbam 
{bmnid^l geiofinf^et bätte ein 9tebf)ubn, fonbern Wi 
9cfi<6tcn unb am CbS bat er mebr 2ufl gebabt> 
babfn i^m »tel bejfer gef^mecft benn aUeS @)ebra^ 
\itA unb ®efotten8. etwa ba icb \^i, bie ^eiligen 
Mtet bitten gelebet ))on Sur)eln, meinet icb/ fie 
bitten bie Surjeln ))on S&umen geffen. ®ott über? 
Mfltt uni mit feinen großen unb mancberlei ®abeh; 
klier nmmeti, weil \Wz% fo gemein ift^ baf manS 
lid^t acbtet, aud) n>a» grof unb tSfUicb an ibm felbfl 
it; iDaf aber feltfam^ obS wol^I flein unb gering« 
iHftifl an i^m felbS i|l, wirb bisweilen gro^ gebaTten. 
ft geli^iebt unferm ,germ (iott wie ben aeltern^ 
betfeiben Jtinber acbten ba« tfiglicbe Srob nicbt fo 
»ertl^ aM Sim, 9epfe(, £)b9 k., baS balten {le für 
UfH14 S)lng, benn fie flnb i^hen feltfam/' 

nt. (17.) OH aibtni bCe Mibrc me^t bnm ®etb. 
(A. 59. — St. 120. (126.) — S. 111. (113.) 

Xnno 36. ben 6. @eptemb. flunben beS 3)oc« 
torl Stinberlin für bem Xtfd) e) , faf)en mit oKem 

eri§ auf baS £)be unb ^firflcben, fo auf bem Sifd) 
nben. S)aba0 berS)octor fal^e, fpracb er: /,9Ber 



c) ®. 9lte{(^tll^nm an aUem JDtt. d) @cblccbte 6Vt^\t. 
e) jtittbrr Qximpel 9iav€^ 10. 



— 236 - 

b« fefien wiO ein SSflb etneS, in {14 in ^offnun^ 
fituet, bei {)at fjiei ein Stfcbt Sonttafect. 9Ut« 
baf mir ben jüngflen %ai\ fo fcd^ltc^ in £offRUli||, 
(finnten anfe^en!" 3)aTna(fi faget tx von sia]^ bcc 
$ficft(bcn, „bafi c6 fo ein fdftlid) iOb« uice, nalfe 
bein Saft vom 3Bcin. (£« flnb (iroße SBcinbeem 
in $etf(n unb SDelfdilonb , ha muffen au4 ixe^t 
$|ltf1(t)e fein, baß bie[e in nnfein Sanbcn nie bJe 
©(^irtien bagegen flnb. 

See lann bie 9Iatur, 9ltt unb JCraft bec Hxta» 
tuicn re(t)t ernennen 0? 9{bam unb ^eva netbca 
fplt^ !Db9, ja viel beffeig gehabt ^aben; unferS flnt 
cttel ^olgäpfel bagegen, n^fe alle gieatuien unb 
21]terc I) ba^egen ftnb. ^ai meinet i^c ipon bn 
@4Iangen , bie mit ^esa , M bie fi^6nfte Cceatuc 
ntib geftbmet tfaben, it)t aug bei @d}Da* flejfieii 
anfg 9[UerfiEunbli(bRe? :Denn bic @(f)rfft fast 
(®entf. 3, i.), bat bfe ©Alang fei Itpigci gemefhi 
btnn afle anbeie X^iri auf @tbcn', banimb ntvb 
fie fui anbern am fieunblic^flen unb ^olbfttigflen U* 
nefen fein; nie noc^ ^eutigeS Xage« fcfn JCttuta 
unb bieifc^neibig S^nglin anielget. Sbn nad) bm 
t^iut^ bot fie srtlocen bie ?[üfe unb ben f^Anm 
fielb, unb muß hiecbcn unb Jeibe cjfcn. 

3ui felben Seit roac bie Solang btm ItebCB 
Snian ba0 aUerfd)0nef1t 3:bfei fui aßen anbntt, 
babui4 fpQte ber Stufel feine Aunjl au«ii4tcn, »to 
ei fiij) benn gern aü 3eit ftbmüdet, bmn »at |n 
6änbe retjen fpll, ba# muß fii)6nt fein. Sin r4Ic4* 
lei einfältigei S9auet une ungeteilter Sftami, obfc 
ein i)Aßiic^e manh iBaffei Pbri ein unfiat^iget 6«( 
niib Kfemanb gu Ae^eeei, @el), ^uicief, Snmfen* 
f)eit pbei .^offait icijen unb benegen, fonbcnt H 
gebetet bagu ein feine glatte Sunge, rot^e XoM'), 
(Bulben unb gute 3.f)alei, fd)6nc 3Re(en unk fOf« 
aSein, f(f)dncr Sammct jc. %[\o leliet unb bemMCt 
ber Satan etn JDlenfilien ju fänblgen bunb bie alteti' 
reineren unb fcbßnften ßieatuien g}. 

r> Sieatnra vorm BaO. ■) ffafti« Vrfna. 
]) „mt a:^ete" ft^It St. i. S. S) 8t 



227 



mus itai>t, hMon dtnommcti unb batu aefa$t, tvat 
nb wfi ^mOoft b^D^Ien (af; fonbeilbv bie ^iflo« 
lim 9011 bcr @d}8pfung, item t)om @amen/ bcc tn 
64lAnQen ben Äopf jutreten foUte, loitb er obn aU 
im 3n>tifel aut ber &I;re unb ^ebigt ber (Ers^dter 
(oben, loelc^e immer einer auf ben anbetn gecr« 

Sknn i<b ^alM gcmif bafür, ba§ bie $rebigt 
«m brS SBSeibed @ame, SDam unb <@eua Der^eifen, 
Bft4bem fLt ein ^erjUd^ ®e^nen unb 93er(angen ge< 
babti, fei vor ber ®änbflutb gewaltiger getrieben, 
benn i|t }ur (e^ten ^) f&btli(ben 3eit bie ^rebigt 

oon Sbtif^o- 

2)a werben auc^ jte$er gewefen fein. SE3enn 
Saln fa grdulicb nicbt gefallen w&re^ an feinem eia^ 
wn Sntber nicbt ein SRArber »orben, fottt er n)ob( 
ben mcbrer Siyeil ber 2eute ))erfu^ret unb eitel 5Ce|ei 
rei angerid)tet ^aben; barumb t^erb&ngct Qtott, baf 
er .gäbet tobtfcbluge o). 

2)ie$ iß lai Snbe aller 5Ce$er, baß f!e tule|t 
lum @(bn)crt greifen unb SRdrber werben; wie }u 
(eben an ben Srianera unb ^apftt^um, unb )u un« 
fer 3«^ ttm 9Nänter> aßiebert&ufcm/ 3n)tngel 2C. p). 
«cfilUb faben fie ibr Sbun an mit einem 6<bein ber 
ttottfdigfeit, fdrbeii unb fdjmflden ibre EAgen mit 
bn (5d}tift, baburcb fie großen @(^ben t^un, viel 
Sorte Derfü^ren, big {ie eS }ule(t^ wenn man ibre 
Sigm offenbart unb prafet, }um @d)wert brinacn« 
Swar am SBillen fciblet eS i^nen nicbt all)eit, auein 
an bcc Gelegenheit; benn bet @atan tann fUt^ in 
frtnen QUiebem nicbt bergen^ er muf fiib merfcn laf« 
fen, ba| er ein 2ugener unb ax^rber i{t k. 34 
bnrfe/mf *) 6ainS 3;ob fonberlicb bei benen, bie 
An venvanbt nnb jugefl^an flnb gewefen, ein grof 
«cfttci unb e^xtätn gemacht bab, bai fie geflaget 
wecben ^oben: Sie^e, 2ame(9 ^at Sain, unfern 
Baier, tobtgefcblagen/ 



tt 



o) 9N4te «bM Ucfaib. p) 9ecfftbvif4e Sigeifibaft !■ 
4. «ab. 

1> irk n. 6. t mA- * 2) Su a. S. t *e#. . 

15* 



— 238 — 

mtn; dkI petita Df)iie Jtinbti, baf ftc irt^ : 
ttt tiodi 3)iutieE iDcrbeti, barumb muft unfec ^ 
(Sott nag ®tcfed im ®inn ftabcn, baß t» siel 
bccä tcüb tcerbcn, nämlid) bei Xobtrn 9tuf([fte(t 
ba ivii glauben, ba^ ein neuer ^imtncl unb i 
@ibe iclib unb wie ctoi^ leben tvcibrn. SBtIdiS 
äieinunft ti« fcbeußlic^et, fi^iucter. Ja unmÖgltd)n 
tifel iit }u i^Idubcn, reit alle anbcre äSecf ®o 
witcr tie ajernunft Pub. Slrifipttlcä, tec gclc 
•geibe, ta et fdjrcibet vpn ber Statur b« £1 
fann nit^td bason leben. 

@umma, (Sctt i[) in ^reatuicn un(>ed<^tifltd 
bo(6 Eann man itjn in [einem SSoit füt)len unb 
taflen; roieivol}! erg nic^t ntai^t, niic n<ir ^nn n 
ten, benn ec I)ält nic^t unfeie ®eDmetnain, 3) 
unb Slecbenfiinft. Slm Snncjldit bed 3Rnif4cn 
er ba§ @(^mei^^aii0, bie ßloaca, in bte SJlitrcn 
fc(t. SBtnn iit) TCäie Saumeiflet ober fein 01 
gebet nvat']m, [o bätte id) nut ein Suge flrm 
an bie ©tinie, ein £)^t auf bic @ette unb ble S 
auf bte anbei Seite. 91ber ®ott batg anbei« 
tno^t, bei fann aai Staub unb SDtett bte a 
f(^5nefttn Seibe matten unb fe^et bte fdfflneflcit 
gen in alle %^wc." 

Z80. (18.) Qfs MbCK. 
(A. 00. - SL IIB». (125*.) — S. 110«.(liaM 

ftuf einen abenb fa^e S)ott. SKatt ein Sa« 
auf etnem Saum flt)m unb bte SSa^t ubn ba 
niftnt; fpiat^ et: „Dleg äiogeltn Ifat fein Ki 
na^l gehalten unb niU t)tt fein fit^er f^lufen« 
füatmett fd) gat nfifft, itotb folget für bcn mw 
bra a;ag obet ^etbeifle^ tcic 3)a9lb faut ($f. 91, 
SBet unter bem €<bitm bei %ßnf)fQefien tvotr« 
es ^Ht auf feinem Stttfgelln jufticben unb I 
<Bou forgen m). 

914/ nenn abamt %a\l nlt^t aKef vrtbi 



1} tut 17. 

i; w. f ta. 



m) So(«l Bukett. 



— .239 — 

If&tte, xoit eine f<^5Q^ ^errlic^ Sieatur (BoKed tv&re 

boife ber SRenfcft/ gaieret mit aOftlei firfenntnif unb 

Bctt^eit n) ! gßie fetialicd ^Stte er gclebet o^n aUc 

Stille , Unglud, Stvanfljtit, unb wSre barna((> o^ne 

oQel ^btcn beci XobeS venbanbelt notben^ \i&tte 

bir| ttitUd)c 2(bcn abgeleget, an aOen Kreaturen 

{efai Suß unb ^reubc fle^abt unb »Are ein feine 

bi^Oe aSerdnberung unb SSccmcc^reln aller S)ing gcs 

ttcfen! SBic in bicfcm elenbcn Sebcn (Sott in ))ielcn 

Cccoturcn bie Stufcrftcl^ung tcr Sobten entworfen unb 

abgematet I}at/' 

28!. (19.) mi^c Stagen. 
(A. 60. — St. 84. (89.) — S. 79. (80\) 

S)oct. SRart. foftet feine SBeine^ bie man fodte 
auf feiner @(^mefier XoAtcv ^o^^eit geben ^ unb 
Ifxa&f: „Ttan fcK ben ®&f}en einen guten Xrunf 

trben , baß fie frö^lic^ merbcn ; benn ^ mie bie @(^rrft 
tget o) , baö 93rob fldrft be< äRenfc^en jQcti , ber 
Bein ahn mac^t i^n fr6^(i(4/^ 

3>ama4 fccigte er ben Sngeidnber ^): ^^mie er 
»oDte ben Sßein in Jteder bringen mit ganzen großen 
Raffen, uneingefd^roten nec^ eingegoffen?'' SDorauf 
antwortet er felbS: ^^SRan foU axoß einfd^roten, 
bamat^ wirb wo^I SBein baraud; baS ifl eine na^ 
tirlid^e SRagia unb ftunßftiid/' 

SBcitet fragt er, /^welc^d bie breiteten SSoffer 
ii einem iglid^en Sanbe »dren? Sntmort: S)er 
9tßitt, 9tegen unb Sl^au. S)iefe SBaffer gel)en über 
bil ganie 2anb ^^n dnbe, auc^ auf ben Sergen; 
Mf attapd^en Serge pnb für unb für mit @dbee 
tdeift, benn fie #nb mitten in ber 2uft, ba %ies 
■anb »ol^nen fann, ausgenommen ber Seufei^ bet 
ein ^r in «Her . 9Beft ift^ wie i^n $auUil 
nennet'^ p). 



b) «übe «otte«. o) 9fat IM, 15. p) Q^ef. <l, »• 
1) IBcmiit^n^ fftüK iatni, toAiüx 15H im ffi\U 
1««. /br^/SöSr; iF. fSrßimiüM Albm Aoadi ViteV. p. iW. 



— 240 — 

uz. (tO.) 3DtlB abti 6al} Mif4<lltn. 
(A. «0. — St. 83-. (88".) — S. W. (80*.) 

Doct. aRact. jubtad} ein fel}c ^cHc« Ola» i 
SStitiB Aufm Xifd)} ba fpracb et: „3)ae ijt bol 
c0 Ift e(n f^tvat^ ®rfäge." Unb fagte, „C8 l 
(In ') große Supeiftlcioii uiib Slbei^lautc in 
Seit, ba§ Cie Seilte Kebec feben, baß man btnSB 
beim bflB Salj verfct)ütte. !D2an fann if|m aber n 
alfo Ijflfeii, bag iipc^ I«ibli(^*) tfl: wenn man i 
aSfln uecrÄött ober ne^ittmpt, (d fann man gir 
niol)! obn benfelbcu icL'cn; roenn man abec ffl' 
unb €ali Deirdjttttfii irill unb ben Seutcn cntjtci) 
ba niUd SKü^e unb älrbeit geivinncit, ba 
ginnet man fauec ju fel»en, baS iviO aöerecft i 
werben." 

X83. (11.) jtlDb» ftnb eotti« Ceatn. 
CA. 60'. — Sl. 442. (454.) — S. 404. 1413*.) 

dt iattt *) ein SRofe In bcr .ganb q), uermi 
berte fld) fe^i barubei alS *) ein iäj&n trefflltb ffi 
unb (Uefdifipf ®otUi, unb fpta«: „üSenn ba« 
3R(nf(6 seim6d)te, ba^ et em einige 9tofc mad 
Il^nntt, fo \t>Ütt man t[)m ein Aalfeit^un ft^enfi 
Slbet bet unid^Iigen vielen Q)aben mtttti ad)ttt n 
nlt^t, neit jle gemein ^nb unb mit tislid) bat 
umtiae^en, fiagt man ni^t viel barnai^, meinci* 
muf^) alfo fein, gefc^e^e natütllcf) o^n (BffA^ite* 

SBir fe^en, ba^ (Bott Ainber #et fcfeiec ol 
äRmfdien, br« £ei&eS ^rüi^te, bcn %tUtm aM 
ba foQ etn Sauei brel, stet ^) obn mc^c vAf 
I)abtn, i^m fo ■) ä^nlidi, alt ndctn fle f^ a 
bcnStugttt {left^nitten. SMeß *) VUt* aätt man nk 
boTumf) ba^ ti gemein ift unb für unb fnc alfo i 
Mietet '"). SB 1)1 '^) nl4t etn Oetlnge«, ru4 



J) Slnrnra Ci^ntiid. 
) „f(i" fcMt Sl i. S. 1) St. K. S. M^lfl 
t) St. M. S. Sect» Sat^tTK« (attc tlBMaL A) V. t U 

fÖfU St. » S. 81 „fo" frltt St VSZ., JJ St... 
^- 19) ,^lfe gff^lfi^tt" tt^tt St. t-S;-: ' 1X1 S^'a 



— 241 - 

bcn &üUn, ba§ bie ^) flinbct fleborn iverMrn, fc 
fccn aeltecn glrf^ fe^en ttnb A^nlicb finb. SBie äJit^ 
gilluS ber $oet t)Dn ber 5C5nigin S)ito [(breitet r)/ 
ba( {if oünfcbete, {{e mdcbte ein Heiner SleneaSIin 
vemXenea') jeugcn, baS i^m d^nlicb iDäre^ fät)c 
ttic bet aSater, lief umb^er tinb fpieletc. Unb 
bie (Sticc^en/ iDenn fte fluchten, fo u>unfcl)ten 
ÜCf bai einem feine Jtinber nicbt foUten äbnl^^ 
vecbcn/' 

28i. (22.) Soll bet itiabet gebart. 
(A. 60'. — Sx. 441*. (453*0 — S. 403V (412.) 

„jtinbec gebaren ift ba6 oüerfcbn^erefle SBerf 
anb gebet mit einem fd^wangem äBeibe in in ®Cf 
bnrt bart unb fäbrlic^ {U s) ; benn ba§ jtinblin mup 
itxavii geben burd) bie @d)(opbeinC/ n)cld)e fid) ald^ 
tenn muffen mit ®ett)alt ))on einanber bringen ; benn 
feie Re fonfl ßcben^ fo fönnte faum ein SIpfcl ba^ 
turd) fommen. @i( i(l ein grof ^ unbegrfifll(^ 9Suns 
Itmnt (Sotted/' 

Itt. (28.) Mottet (9eMö)^f on efnem a^enfc^en i^ ein SBuiu 

bettoett 

(A. 60* - Sr.432. (443V) — S. 394. (402*.) 

,3» batte ') ®ott jemald btefeu Statb geges 
beftt), bat ^^ ein SR&nnlin unb ^rdultn )ufammen 
fuget? SDa gibt er bem SRann ein SBeib^ bie bat 

K93rüf)c unb SBarilin baran, fampt ibrem &cs 
fte«). S)a ifl ein einiges Sr6pflin mdnnlid)8 
6amen8 ') ein Urfprung eineö fokben *) großen 
menf(blt(6en 2eibee , audwelcbem xoitt benn $(eif(b# 
Slut« Seine, Stbern, ^aut k. tvie^^iob fpri(i}rftap.lO. 
(& 10.) : ^afl bu, (Sott, mi(b nl(bt wie SRilcb gemolfcu 
onb nie flafe laffen gerinnen? Sllfo macbetg (S)ott 
in atten feinen SBerfen fe^t ndnifc^. SEBenn icb ibm 
(ötte foQen tat^en, fo ^dtte er bie Schöpfung be8 

f^ Aeneid. 4. b) So^aim. 16, 21. t) 9leiif4eii)Iii(nBft. 

1) «We" fe^tt Si. n. S. 2) „*cm «enea" fegt'S. 
S) St ItaU S. ^atte. 4) ,,bif f^üt i»0 Sätüft — «e((bMtt" 
f^tt St. «. & aj „mäMMlm '^avaitue' feblt Si. u. S. 
^ ^/Sr/*flr firfft St. m s. f) ,,hnn" fr^tt St. n. S. 



— 242 — 

■ 

SRenf^en bei bem (SibHoS (äffen bleiben unb 
@onne loie ein Sampe mitten auf ben Cvbbc 
laffen fe$en ^), ba§ immer ') xo&xt Sag 
»efen.'' 

286. (24.) SBon StolBglingen. 
(A. 60». — St. 44f. (453*.) - S. 403\ (412.) 

9nno 38. bcn erßen 3)ecembrid warb wn 9tn 
berg getrieben, nie ein äBeib bafelbft üier Jtini 
lin auf einmal gebom ^ätte, jn^een @6^ne ' 
Mti Z66)tcxUn, unb roärcn aQe (ebenbig auc S 
fommen unb getauft n)orben. S)a fpra^ $>* SX 
tinu6: ,,®ebdren ifi ®ottcd äBerf, t>ie[me^r ift 1 
ein aSBunberwerf. aber bie SKonfinber ') c 
@(bu$/ roit man f!e nennet^ t^un ben SBeib 
gröpem ^) ©djaben ; benn n?ae re^tfc^af ene Aii 
pb^ bie b^Ifen pcb felbS tragen^ aber bte 6d) 
ober SRonfinber {tnb ber SRutter ein groge ! 
fc^erung/' 

287. (25.) (Sötte« ®efd(^ö^f in (Sreatnren tfl »mtbetbarlf 
(A. 61. — St. 82*. (87\) — S. 78. f 39».) 

,,S)ie ®eburt ift fe^r fein unb wobt in oi 
Kreaturen von ®ott georbnet, loie in ^ann i 
SBeib u ) ; benn SZiemanb fann baS SBerf ber QM 
auSfinnen, nocb bebenfen, wie biet^rucbt in ber( 
burt l^eraue fomme unb in einem falben Sag 
»ac^fe, ftrecft ^69, bafi manS merft. Unb m 
man ein «ßü^niin, fo biefe @tunbe au6 ber @4ii 

fiefrocben {{1^ loieber in bie ©cbale bringen wol 
»Are e8 unmöglicb. 

Stern in ber (S^e lernen wir aOe unb erfahre 
bai Ainber teugen unb ®eb5ren nid)t fei in in 
Gewalt unb mütnx, benn bie 9eltem tonnen 
Wi nit^t feigen no^ wiffen, ob fie frud^tbar fd 
nod^ ob fie werben ein @A^nIin ober SAcfeterKn : 
ben. S)ief alles gef^ie^t o^n unfer Serfe^g i 



if) fte^nng bet Creatnt. 

1) 8t. gefrl^et. 2) St. ti. S. v&^«fll^l. t\ V4(|ni 
Btcttbrinhn, 4) Sl.> B. u. Vf. %t«^. 



— 233 — 

{rüne, gcle, cot^e. Haut, braune unb aKcrlei %axU 
ini bei (Erben bringen. S>ai Ütted bdtte Xbam unb 
tfe Seinen tu (Sotted dlitt gemanbt ibn gelobet unb 
arpreifet unb oUec Sieatuten mit Sanffofluna ics 
Irancbet beren n>ir i^unb mit einem Stet unb unluf) 
krau4en^ ja mif brausen obn a(fe Stfenntnip. &U\A 
M venn ein Jtu^e unb unvernünftig Sbier bie aller« 
ftteflcn unb befien Slumen unb Silien mit t^üpen trdte/' 

Z7f. (14.) Qin aabrtt ))pm 9liibxan^ ®cUU (ScratBreu. 
(A. 58V — St 83». (88*.) — S. 78V (80.) 

SCa be8 S)octord «gaudfrau f^aitt iffxt Seicblin 
im (Barten ftf^en (ajfcn unb allerlei S^ifd^e gefangen^ 
^e^te, @d)mer(en^ ^oreUen, JtauIbSrfo^e, jtarpfen 2C. 
vnb berfelben etticbe gefeiten ^ auf ben Xifd) brachte 
unb mit großer iuft, %xc\xU unb ÜDanffagung ia\>oxi 
9$, fagte 3)octDr SRartinud Sut^er ju ibr: /,5Cätbe^ 
feu bAft fltoßer $reube über ben wenig ^f(ben benn 
nancber Gbetmann, nenn er etli(be große Seicbe unb 
Seif^er pfifeet unb etliche bunbert ©cbocf gifcbe fäbet. 
Ib/ bei (8ei| unb Sbrfud^t macben, baß »ir ®ottet 
Cxeatttien nubt f Annen recbt unb ') mit Sufl braus 
Aen; el f^et mancber ffieijwanfl unb lebet in großer 
SBolInft bat uberfläfftg genug, unb fann benno4 bef« 
felbeti nt4)t mit inft unb fUn^ genießen z). S8 bei* 

ßt: S)ei (Bottlofe wirb ©otte» ^errlicbfeit nicbt 
^; ja, ei fann au<^ nicbt bie gegenmärtigen Srea^ 
tsim eifennen. 3>enn (Bott uberfcbütt und )u febi 
bonit, unb »eil et fo gemeine Ift, acbtet man e6 
iil4t; wenn ti feltfam »are, fo acbtet manS bS^er, 
obei wii f Annen nicbt bebenfen, mat für 2\xft unb 
9renbe an Kreaturen ifl. 

Seilet bocb nur, wie fein ein Sfifcbdn Icicbrt, 
ba etnet wobi taufenb bringet; wenn ba8 SR&nnlin 
■tt bem 64)wans ') fcbl&get unb fcb&ttet ben Samen 
in ba< SBaffei, bavon empfd^et ba6 ^Sulina). 



s) S)er CetoABRe gotteSIAfkrUibe OroB^. •) (Srecu- 
ias W BBb CIrbaltuig. 

II ..geftiten'' fefttW. t) „unh" ff^(tSt.B.S. S),,init 
Um C4mi|' fr|lt bu «. S. 



baSfe»e €nbe, unb bleltt mn füt i^xtx ^tt 
borgtn. €8 ift etn f(^ön IBeif @ottee, baS nii 
nod) nfc^t tonnen anfe^cn, not^ mit ben Sugen 
itnnen haften, fonbcrn muffen i^i ben Stfiän 
leljren. 

äft, lieber ßerr ®ptt, luenn reit wärm im 
rafcieö blieben, fo böttni roir bie ©onne IBnnen 
firacfcn^) Sugcn anfctjcn obn aUe .ginberniß 
St^meegen y); aber bui^ ben ^all Sbae ffi^ ! 
»eiberbt. Sbamg $aU ijl ein Qtäiiltd} S)ing, ite 
bie äSelt nlAt bcbciiFt, neüi acfitet. SSfr fe^en tä 
Scutc flerbcn, immet einen nad; bem anbeni/ 
reinet iße fcing ScbenS ein Slugcnbliif ^i)tt, 
fo man(^ Un ^(iicf, einä xibeii anbei, fommen; gl 
ntct)! atzten irirä ni(^t, (leCenCcu ntc^t, ba$ t 
on uns «uc^ roerte fommen! atfo adjtct man ®i 
3otn aeting; nieilö tän\i<b gcftbic^t, fo gerool 
nitd unb fdilafteud in ä&inb. iSienn mit im $ 
bied näien blieben, fo fällen »li nicbt bebuefl it 
btc 3;6btunii, noü) '4iergebnng bec ®ünbcn; m 
nii^i flcflDtben, fonbein cerroanbelt aud blefem )< 
(ben Seben in bad cniige geben oljn allen @(i}mei 
Mtten I}ie nue allein bie unauäfpEetblic^t (BAte 
äaim^etilgftit ®otteS gefe^rn unb gelobet" 

290. (28.) (Sin ant««. 
(A. 81\ — St. 82. (67.) - S.n». (TO.) 

„flein aStinunft fann aucf) bie natürlfiAcn S 
ber @(f)ö)>fitng ®otted bfoteifen iio(6 uedte 
SeI(f»eT aRcnf(4 t;>it (^^ott in bet 3Selt @cf»Apj 
ben Xat^ gegeben, bcif ee ein fol4 groß Si^t 
@onne mit elm fo f(bneUen Souft foUt ma(f)iti 
netdre aQe Stunbe mit l^iem Sauft siel ^un 
taufenb 3ReU SBeg6 um Firmament, Cad fo meit u 
fangen ifl, vollbringet? 3nan bebcnfc bie ®tl^t 
Qtibe, nie meit baS jübif(t}e fianb von ^ffpai 






245 



liegt boc^ ge^et bic @onnc bur A i^rcu eigenen Sauft 
mit nami^piti^lxibn JSe^enbtgfeit in »enig^ etttnben . 
«en dm £)rt }um anbetn. 9Bie man au(& an efm 
Stabe fiefiet, nelcbS 9(jce fein (eife unb fäuberlic^ umbs 
^^tt, abet baS Steu^erPe, bie (Schienen btan> ge^en 



/^ 



291. (19.) 9ta0f. 
(A. 61.*. — Sl. 82. (87.) — S. T7*. (79.) 

^ft ti £i(6t ^txotft, ebe noc^ bie ©onne toax, 
)o fplge^ ia^ lie @onne baS fiic^t nid^t macbe. IDa^ 
traf antwortet S). SRait : ,,S)ec @onnen Siebt iß, 
rte fie aefcbaffen, nidbt n^ie ^e i$ ifi, bei einanber ges 
ritft', fontem gerfireuet, (Sott abec bxaijtt badfelbe 
SiiUv }nfamuien auf ein Alumpen a) unb macbt ein 
8iil)t braud/ namlic^ bic @onne, xcie xoit fie ^) i^ 
[dien/' 

292. (80.) SBa« «bam for ein 9{en(d(^ getoefen fei 
(A. 61*. — SU 119V (125.)— S. 110. (112«.) 

,M^am ift ein frommer, einfältiger !Rann geroefi/ 
f4(e(^t unb gerecbt b). !Scb glaube nicftty baf er 
Me Sichte ' ange}unbet unb aebrannt. ®r ^at nicbt 
itm^t, ta$ ber JD(^fe Unfc^titt im Sdbe gebabt, 
tenn er fdjtacbtet bamaK fein SBieb ; micb' n^unbert, 
w et bie ^elje genommen babe *). (Sr »irb aber 
r^ Swrtfel gar ein fcbfiiier SRenf^ fleweft fein, ber 
fe long gelebt ^at, bap ') er fiinbefinber inS achte 
Wieb, aI8 9toa9/ g^f^^^n ^at. ^ft gett^ifi gar ein 
flagcr ))erft&nb{ger ^ann gen^efl, febr vooffi, )9erfü<bt 
mb geubet mit t^ielen mancherlei Slnfecbtungen/' 

29S. (Sl.) «bamd SRäfiefeit. 
• (A. «!•. — St 121*. (127.) — S. 112. (I14».J 

„SBo)u ifl bocb nä$ unb bienet ein folcbet Über« 
ffup/ Gepränge, $rac^t, ©cblemmen, S)ämmen unb 



l) ^He- feftt Si n. Ä t) ^mitf wmihtt — ftenom« 
ffM faie- rm St. u, S. H) St. hi$, S. ba^ W«. 



— 24« — 

Unroftc)? Srnn übam witbtif&me unb id^e 
Zthtn, @pdfe, Ztant, JCltibung, nte Tvärbc r 
»tmunbern unb fagen: 34 bin In bei ESett 
flf»(|l, c« TVttb fin anbcr Sbam in biefrc Sirit 
Ifd) Qfititit fdn. @r Dat Sßajfti dctrunifn, iDb< 
^täatt vpn Säumen gefftn, f»at tin ^au8 Bon 
fflibclu aufgeriditet (ifiä anbeid fo gut gcneß), 
fein ÜRcffct no* fiifen fleljabt, ein 5ßtlj »on ? 
angejpqeu. SSunb aber ifl ein unm&fttsec Ü 
mit (^ffen unb Xiiinfcn, föntgil^t unb färftli(4e . 
fti, f5jil[d;ec SAmudj Aleibung, baß t^ ubciau 
Xiit Sittn ') ^abcn gac mä§lali(f) unb tlnflfj 
fid) fifbalten unb gelebt, nie Soad fagt d): S 
bein Stob in Sffiii, ;inb labe bid) bamlt. S)m 
£änb([ toarcn uoUäiolfS, ntie man tnSü(bemS 
|ief)et, barumb mußte man aud) r&tf)li(t) ' ) fein 
große SRenge lehret fpaten." 

»4. (82.) 9taff. 
(A.M. — Si. 119*. (125.)— S. 110. (112".) 

S)a einfi fragte: Sffieil (Sott nufite, ba| 
SRtnfdi ni(bt würbe in feinei uifpningH^en 
fi^ulb *) bleiben, worumb bot n tfin benn gefd»a 
anttDortct SD. SRart. : „Sin großei &txt mu^ 
$inf([tä)]fen in feinem ^aufe ^aben , fcnft ftnn 
bic@eincn »o^l, wer fie feien e). Sd ^nb ^t 
bic ba meinen, n>cnn ile ein Vreblgt ober jno 0' 
ober aeleftn ^aben, fie tonnrnS nu VtUi, Ifobtii 
fy weift mit Scbcm gar gefreffenf »elA« fati 
scibtiefli^e Seifter finb. Oetabe al8 tonnte 
ba0 Irofre, grofe (Bei)timnlß gSttlidiet 3RaJcfUU, 
(fimmlifdre gälbene JCunft bei Kat^S ®ottc8 au 
nmt ba et boi^ in gemeinen ueltUifeen Xltnften 
feiltet unb feiner SDßfpmmlid) aurißnblrcn I 
ffiie foUt man benn in foIt^R VfTbcrbtcn, ri« 



c) «pttlafc «ttf^ntikiBfl. d) S>1B X, 14. e) ! 

1) SU t «■« laiA KA« bn CiiAfKK. X) 8. 
ntat$. t) B. C<«Rtt. 



— 247 — 

{AvMidien Xahir unb Sltnb^ctt ber ^oDrit acttlic^cn 

SRaießat fftatff unb ^ct) gac rönnen autforfcben 

vnb grimblit^ begtcifenl SIber bet Aneckt, fo beS 

£cnii SEBUIen toei^ unb t^ut äin nm, roirb \)iel 

f«)m gefcblagen werben, benn bec ibn ni(^t weif Q. 

6cl4en antwortet @. $au(u8, ba er Jpric^tg): 

Darunb, o SRenfd^, f annjl bu bic^ nic^t entfd^&lbigen, 

vei biß bu benn, baß bu mit ®ott rechten wtQt? 

@pri4t aucb ein SerE gu feinem SReifler : SBorumb 

Bod^fl bu miA alfo? 9^, ber @atan ift in oQen 

SBorten unb aßerfen ®ottei^ Sßiberfac^er, wie au(ti 

ein igliAer (Sottlofer, benn er ift ^) gewiß wm Xeu^ 

fd befeffen, ob wo^I nid^t leiblich, fo ifl ni boc^ 

SfliHid» im «gerjen/' 

M. (tt.) «otlcd «rfi^dpf nnb SEBet! »rrfte^t ein aRenf« 

Bübt . 
(A. 62. — St. 74. (78*;) — S. 70. (71*.) 

,,aBtr wijfen niAt> wie unfer ^en ®ott feinen 
Sau {urii^tet '), wir. {c^en nur ba6 ®e.rv{le t)on 
6tangen unb bäfienen ') ©triefen }ugeri(6t, barumb 
oibten wie ®otte8 9SiDm nic^t, fonbern fiJ^fagenS in 
Binb, fragen nicbt viel tamac^ h). Sber wenn wir 
in jenem Seben (S)otte8 ®ebdit unb ^au8 feben, wers 
brn wir un8 t)erwunbem unb freuen, baf^ wir in 
lnfe(^tungen auSaeftanben ^aben. ®ott iß wünber^ 
(or unb wirb aud} wunberbarlic^er 9Bdfe t)oh feinen 
' igen erfannt , wie ^auIuS fagt i) buttb n&ntfc^e 
bigt/ nämU4 'otn (Ifirißo bem ©efreuiigten, an 
bem ild^ bie SSelt }u Sobe ärgert.'^ 



frei 



296. (M.) SonmB loit in ^Anfeni lool^Keft* 
(A. «2. — St. 121 •. (127».) — S. 1 12. (114*.) 

,,Unterm «^tmmel finb wir aefAaffen, baß wir 
aber in ^fiufem wo^nen^ baB gef^ie^t bärumb, baß 



£ic. 12, 47. ff) stoai. 9, 21. h) HXefet Seit 

UitvifTeii^rit. i) itoriit^. 1, 21. 

1) »ift" fc^U Si. ■. S. f) St. t. S. iiMTi^t S) „\){k? 
ßnfM^ fiffff St; S. htßfM. 



— 248 — 

9bam gefaEItn ijl unb umt ber @ünbtn wfKen k), 
@le[(b wie umb ein Aianfen Aiü^Cin mft Scrgcnel 
aai bei Spottrefcn fteben unb et ') ^flafler bebatf, 
ba^ii), teil müfftn jtammern, @tubcn, ^Sufer, Alei* 
bet, £{fen unb Xitnfen, iüetie unb »asei ^aben. 
3uvoi, t^e Sbflm gefallen, mären nie geweft nie 
junge Stefrllett, bie nadt itub bloß ftrrrptingtn; ba 
roäie fein Sfmmennann, SDtäucei, ©dincibcr no^ 
©tftnPft übet .gttuS »on 9l8t^en gcmeji." 

tn. (SS.) atfnbai. 
(A. 62». — St. 418.(458.) — S. 40T. (41fi\) 
„2)(n 3l[fcc tauen Ifl ein gfittli« 33eit, ba< 
@ott bcfof)Ien bat, n>fr ®enef. 1. (9J. 28.)-' Sauet 
bie ^rbe unb ma*t fie cutf) untertljonj cb e§") 
ft^on S)[fteln iinb 3)orncn trägt, fo ttittt cuif) nt^tg 
baran, ei foll euer Sljcil tenncd) tcacfifen." 

«18. (U.) HtMme flpftIMf. 
(A. «2'. - St. 12t. (12«*.) - S. lir. (U3«.) 

„SDei Stpfclbiß, fo Slbam unb .gcsa get^an, ijt 
ein f4i9);r Ding ') getpeft, ntir muffen beß noib aSe 
entgelten} barumt ^aben bie alten Süben n)of)I ge^ 
lagt: Ünfei f&Met buben faur SBetn&eec gcffin, ba* 
vpn'unrec' 3d^ne finb fiumpf niocben i). iffiit tn6(fh' 
ttn noQ »0^1 mit unferat .i^ecrn (Bott bacumb ti<1)i 
tcn, aber nir fiabtn aSe ben Setbfauf jum £i>be an 
tiunfcn. X)arumb fagte Slauä ?{an *) ; S)al Uiu 
g(ü(f f(4fltte mein 3Rauf, baß eö fo gendfAig Ift 
geirefi. 

S9!i. (S7.) Htlitn f4tntl tlatn aBiHfAen «on aR» X(lntl. 
(A. 62'. — Si. 119. (124*.)-S. 110. (112.) 

„Unter olltn (Baben Sottel ifl Kcben ble allcr> 
fiftSnfte unb ^etttii^fle, baburc^ allein ber aRtnf^ 



k) e^anktadt. i) aie4. IS, t. 

lyst-fM. I) ai. I. 5. fit. I) St. Hm r«mt 

m/Tai. 4) «m fefe bf I Aitf. %TliM(i) M lÜllinL. 



— 249 - 

MnaDm anbern 3;^iereii unterfcbefben iflm). @cnß 
fbib cHii^e Zfikr, bte in anbern ®aben ein SRcnfc^en 
übertreffen; etliche mit tcm ®e{{(bt, etliche mit bem 
Oe^Sre, etliche mit Stied^en, aber feind fann rcben. 
Sicvobl Hi ein 9[n}eige ifl, ba^ bad äBort einer 
Men 9rt nnb a3erjlanbe§ muß fein ^). 

800. (88.) 9bam« dleib auf «tben. 
(A.62*. — St. 121. (126\) — S. 111\ (114.) 

//Sbam, nnfer aller Sßater^ wirb ber elenbefie 

tmb geplafltefte SRenfcb fein gen)efl. @8 muß ibm 

Bitfetia einfam fem geroef}, in einer fcicben n>eiten 

Seit aOet rouße gü feben. aber ba er mit feiner 

fy^, bie aKein fein einiger ®efdbtte unb liebed (Se^^ 

aa(l war^ Satn, i^ren erjlen ®obn, gebar^ ba roirb 

toi große t^reube geroeft fein; bef gleichen ba SIbel 

fiebern warb, aber balb b^rnad) ifi groß Xrub:: 

M/ Sammer unb «l^ergleib barauf gefolget ^ ba ein 

Snibet ben anbern erfd^Iug, unb äbam einen @obn 

))eifor^ ben anbern in Sann unb in bie Scbt mußte tbun 

nb t)erf}oßen ))on feinem Srigeßc^t n). S)a§ n^irb 

fem toaWi&f ein groß «i^ergleib ' geroefit fein, alfp baß 

ftm fo(<J^er SRorb wirb weber *) getrau unb mebr 

trffimmert ^aben benn fein eigener %aü, benn ba? 

tmb ifi er abermal mit feiner lieben «i^eM }um Sin? 

leblec worben. S)ama(b ba er ^unbert unb breißig 

So^ alt mar, geuget er @et^. 3)a^ n)ar f(bn>rr 

ovb t^it mellie, fo ein lange Seit ®otte8 3orn 

Wen. 9b, e8 •) ifi ein betrübter SKann gewefl, 

M 9t(emanb glaubt, er erfabre ed benn; n)temobl 

unfer Seiben eitel Jtinberfpiel ifl gegen feinem Sriben 

nb £mleib. Unb wenn er nid)t fo fromm unb 

jterfer Statur burcb ®otte8 ®nab unb SBirfung n^äre 

imtft, fo »dre er mit feiner Jqzm für großem «gerjs 



b) SßexM bft SSenf^en. n) Unbeßanb bet %xif^ 
U^Iett. 

1) 8t. ^nmb it eben ba« ei« Hnjeigmig, ba| ba« 
0«rt gtr eil ihinurt fü^ Mvt mh 9latux i% t) St. u. 
$. rnnfn. S) W. er. 



_ 250 — 

(eib 6a(b Derganflen unb gcflotbeii, aber mit bec fßcu 
^eipuns burd) ben (Slaubcn an bcd SBeibd Camen 
^at er flc^ getröflet/' 

801. (89.) €<(n)ac6^e(t nnb (5(cnb menWf«^ Satsr. 
(A. 62\ - St. 123. C128«.) — S. 1 13*. CU5*.) 

3)oct. SRart. ))ern)unberte ficb unb flagte über 
bie @d)n)a(^I)eit^ S^inmcr itnb SIenb, bamit bief 
annc t^ieifc^ befc^n^crct unb belabcn ifi^ ba^er fo ))iel 
Unflatl)^, SRift, .'Ro$ unb @d)n)ei^ fdine. ,,9B&re 
to&i fcbier nic^t^^ bcnn eitel Drecf an aUen (Bliebem; 
unb n?enn bie @eele nic^t fc^dner »Are benn ber 
Seib^ fo wäre ein SKenfc^ gar ein arme elenbe Ciea^ 
tur. S)antmb fagen bie (^riec^en red)t unb mo^I, 
(Tcofia est quasi o-^jua ^), id est sepulchnim (bei 
©tenfc^en Seib iji wie ein 2eic^) o).'' 

308. (40.) 93om IXegiment bed TlaUn^aät menfd^U^ SeOc«. 

(A.63.— s. 109-. (iii*.) «nno 38 ben 18. Sulit 
ba S). SRarL noc^ tixoa^ f^roac^ unb gemartert narb 
^om Senafmo p ) (S)armn)e^e , bad iß ein foU6e 
5tranf^eit, baß einer fletd begehrt )u Stuhle |U ge^en 
unb fann bod^ uid)t9 t^un)/ fagt er: /,34 mu0 
bem 9lrd fein Slegiment laffen '), benn ®ott ^at feine 
Strafe niber und aud) an bemjDrte, »ie man liefet 
L Samuel. 5. (93. 60 ))on ber Si^Htfler ^lage, welcfee 
bie Sabe be8 ^ercn bitten entfahret; td^ meine, fte 
werben red}t am ^eimlicben jDrte bej^a^let unb gepliu 
get^ bap fie unfecm «j^errn ®ott muften fünf gulbene 
Kerfe unb fünf gälbene SRäufe }um @d)UIbopfet 
geben. 

aifo ifl &ott in allen Sreaturen m&c^tig, übet 
feine Gewalt, tobtet unb macbt lebenbig. SDenn ber 
@d)taf ifl anberS nicfetd benn ein Zot, unb bet Sob 
ein @d)laf q). SEBaS ifl unfer Stob anberS benn ein 
9tad)tfc^laf? !Denn gleichwie burc^ ben @d)Iaf oUe 



o) Saufet «^ol^elritt. p) Henafmne. q) OfrflMbH^ 
J99i!be bei ZoH nnb Scbend. 

1) W. colua. 2) S. sei) mu% (MMift V^bob. 



— 251 ~ 

SUbigfrit unb SRattigfeit xotUftt unb aufl^Svct, bie 
Jtt&fte bet OeiflfS aber fommen toitUx, ba§ einet 
bei SRorgenS fcif(^ auffiebet, wirb fein luflifl unb 
Üaif : alfo »erben wir au(b am jüngflen Sage wictcr 
anferfleben, aI8 tfiittn wir nur ein Stacht gefcbfafeir, 
•cibrn frif4 unb flarf fein, nur bie äugen wifcbcn/ 
dlbemi weisen bie SRaben, SBurme, (9e{lanf> Un* 
fat^, %Ut» toegfaUen/' 

(A.«3.— stiis».— s.i09^.(iiir) ,,2ieber ®Pt^ 
»ie tDunterfam ^afl bu be8 SRenfcften Seib geina(i)t 
rab feine ®IiebmaS )ufammen gefa|t? S){e üArt^ 
UAÜrn flnb bie, fo erfHid) au« etm Xrfipfitn »lute 
Im ttrfprung baben unb fommen^); ba8 für« 
itAimftt, wefentHAße Stflcf unb (Bliebmaf am ÜRens 
Mm iß ba9 «ßer) unb ba« aaer)drt(i(^{le, no(b fifir« 
■ft man baju, aI8 w&re ti eine SRaur breier SQn 
Md. ab/ wir {i$en mitten im Sobe! S>aruber fu^^ 
ift£iob aar eine grope, fd^were Jtlage, ba er ben 
Srnfcben ') befcbreibet unb fpricbt: !Der SRenfcb, 
Hm Seibe gebom, lebt eine (urje 3^it unb ifl "ooü 
ttamge r). 

SM. (41.) din aibet«. 
(A. 63. - St. 122. (128.) — S. 112*. (115.) 

Xnno 38 fagt S)oct. SRart.: ,,S)iep Sa^r ifT 
di fA^i<b, fibwer S^br t>on wegen ber mancberlel 
Xtonn^etten, fo nicbt allein au8 ') natürHcben Urfa^ 
4en fommen, att ftometen unb €oniunctionen, Sfprs 
dm ober Sufammenfcbeinen @atitmi unb SRartid, 
fenbern auib au8 getßH(^en^) umb ber großen un« 
iibliflen 6änbe ber SRenfcben Wittens), bie gar 
ibfC^Kinb nebmen, baf fie au(b ni(bt mebr für Sünbe, 

rAtet werben, fonbem fcbier für SEugenbe. ab^ ^^ 
bocb n{<bt« mit btefem Beben; wir foQen ibm je 
bBUfl nt<bt8 ®tttS }ueignen, fonbem ®ctt ))ertrauen. 



r) ^h 14, 1. f) CiiMtticAMhuifi. 
1) .rnb fdmMfi'* fd^tt 8%. nu 8. 2) ,.9lctt^u" 
fO/ü K, S, 9. W. S) SU M. 6. f. 4) St, \ Ut- 



tnhai ewftie &tim ^tntt. S)ei eete.untefR fd 
gc8 ©ränMin, fo finb itir rcpf>l Ijit gnotp!" 

«04. (42.) Stoge. 
(A. 63. - 8i. 126. (132.) — S. HTM !20.) 
aBpriimb ncljnicn bcnn b(e iKenfc^m nWt fo Ifh* 
11(4 nii Me fiepte unb ^rfcnntnig von iuSerUAet dtf 
bnrfeit iinb 3ud)t, fo 9Il[cn natättf(6- inS ^Ett ä 
t>flan||ct unb gefdbticbcn flnb, tvie ba tft: ff^ie beii 
Mdtfin nlä bte, fo altein fm SBetJtanbc fielen, nän 
lid) baf iwjeimal uier atfitt fcUn? attfirott: „SD 
®(^ulb ift, ba§ unffr9ZatuE bure^ ble Scbfünbe gai 
itnb gat vcrbet&ctiinb 'jcrnidt iflj itnfet Sßtrflttnb ur 
@irenntm^ ift alfo »ccbunlelt, baf ivft au^ ba 
nidft rc*t ffl)en unb etfcnncn, »id nieniflct t^ui 
wa8 ime natiirlli^ angcbpren ift." 

805. (48.) UBtKf(6(ili b(t I^itre. 
(A. 03'. —SL 82. (87.) — S. 78. (79'.) 

„Mt »übe X^itrc finb X^tete brB ®rftftcB, »en 
fie Icbcit in $iirtf}l unb gittern, ^abrn allt fcfemfitilf 
Jfl«f(% umb bet gurdjt niiUen. Sbct jaftm SW 
biiben rcfifi Jlcif*, bcnn eö finb ©nabfntfjicK, UU 
[tiijtx bti bell Sfuten." 

»6. (44.) Sa< fic tin Scfti unb eim {m VmMt« f 

»fji Witt, 

<A. 83V — Su 442'. (4H'.) — S. 404. (413.) 

SS waren i) b(i iDoct. ÜRatt. Sff. ©palatinu 

nnb bei $fartl)eit gu Snidau, Sft- fieni)att Sdr 

ba fdtcijtE bec IDoctor fein ficunbüdf mit fdnci 

@cbnlin aRACtinidjen, bct noQte fdn Sä^If^ra ' 

c^cbatlic^ »eit^dbiflcn, fie cf)rlt(ti flcibtn iinb Heben') 

fprad^ et*): „91fo »Acen nie tm ^arabtcS ge^ 



1) 3in Idt. StlVt.; Aniu> 3a 2S. Febr. coeniban 
(SHtmann.) 2) St. b. S. Si^ItlM. 3m tat. ffiftt. : qnl tarn 
eponiisi (da Vn^pt) defenders voloit. (girKtniBn.) I) .f 
fAr//.^ ntlttn unb Iltbtil'' ftf)lt Su 4) Si, nb ftnu« > 



— 253 -. 

I/Mtft, \dtltAt, einfältig, aufclc^ti^ o^n alle 
9eit unb ^mditUi, unb xo&tt rechter Ctn|l ge^s 
, »ie bieß Ainb ))(m ®ott rebet unb ift bef 

SDanimb {tnb folc^e natürUAe Reffen unb ©c^eric 
lOerbeileii onXinbem^ baSfiub bie Ueblid^ficnStdrcs 
Inaenommcncr ©<6ec2 unb ^opnocrt an ben Slten 
^)\o\ii ®nab nid^t^ ^eupt unb gefäUt nic^t fo wo^I; 
iVKiS aefätbct unb gebtd^t ') i{), bad betlcuiet 
i|i, fiafrct ni(bt unb mad^t wenig ^) Sufl ald 
, fo t)on «gerjen natucUd) {uge^t. ÜDarumb {inb 
Anbeclin Die feinflen ©piebogel, bie reben unb 
I SUeS einfältig, ))Dn «gerjen unb natürlich, 
feieret iß S(au8 9tarr gewefi, ber in bie ©tiefet 
rte, unb ba er befd^ulbtaet warb, entfc^ülbiget 
ii^ unb fprac^, bie SR&uje ^&tten eS gct^an*)/' 

807. (4S.) «(bamd SalL 
(A. 63*. — 6u 121. (126\) — S. lir. (114.) 

SDoct. SRart. fagte Don bem jämmeclic^en unb 
tfgm %aü SbamS u) , baf er aud bem ©tanb 
Unfc^uTb gefallen »Are in baS ®(enb unb Uns 
! mit aUe feinen S^acbfommen, n^ie n^ir fe^en 
erfahren. ,Mf), er f)at/' fprac^ er, ,,ein elen^ 
itmmerifc^ *) Seben bie neun ^unbert S^^re 
gcful^rt, benn in allen flerbenben SRenfc^en ^at 
lotte« 3om gefe^en/' 

808. (46.) «frage. 
(A. 63^. - Sl. 81. (85*.) - S. 76^.(n*.) 

SBie ^at SRofe fcnnen tcfc^reiben bie ©c^fipfung 
Sklt , n)a8 unb wie e8 ergangen ijl, ba er 
nil^t gelebt ^at? Slntwort: ,,6r ()atd ))on ben 



) ttofi^Blb. u) 9bam< Xrairgeit. 
l) St. s. S. Sildnlin, ^ct^erg unb $o§h>er!; ati ben 
JM mau 2) ,,uBb gebiegt" fe^tt St. n. S. 8) W. 
er; St m. S. niä^t fo viel. 4) 3m lat. 9{f)>t.: ber 
fnfUu im bie Gtifel i^ofßxti, apud coDsiliarium FtefTm* 
I je excogmtä , . . . avicuJam feciase. (ftdtftemciUli.^ 
, Ä M, W, iämmitU^H, 



— 254 — 

93 Atem genommen unb empfangen; to4 tele bft 
SRenfc^ gef4ia{fen fei, tai t)at anf&nglid) bev J^rHige 
®eljl>) bcfc^rieben v)/' 

809. (47.) «Ibam« ^ergldb Ma(( bcm SalL 
(A. 63». — Su 121. (126\) — S. Hl*. (114.) 

,,3Ibam wirb gar ein groß unau8fpre^H(6 ^tt^ 
(eib tinb Sefümmerniß gehabt baben, nac^btm er 
bie ©erec^tigfeit, in ber ec gefc^afen xoai oon Oott, 
))€cloren ^atte, n>irb aucb am £eibe fe^r abgetionu 
men ^aben fflr gtoper @orge unb Sngfl in feinem 
£er)en. ^d) glaube, baß cc juDor ubev taufenb 
Steilen fo n)eit unb ^eUe noirb ijabtn fonnen fe^en, 
ald n)ir i^t eine ^albe fe^en, unb alfo mit ben ans 
bcrn ©innen au(b* Sc wirb cbn 3n)eife( ndd) bem 
T^ctd gcfagt ^abeu: 9lb (Sott, n)te tfi mir gef(^e^cn? 
^(n i(b bod) blinb unb taub n^orben; n)0 bin id) 
aeroefi? ^c^ jn^eifel gar ni(bt, biep »irb i^m »tber« 
fai)rcn fein unb eö ^ab fld) alfo zugetragen, di ift 
ein fd}eußti(^er t^atl. Qwox ^at er gefe^en, ba| 
tl()m aOe Kreaturen ge^orfam waren, baf er au4 
mit ber @d)langcn gefpielt ^atte. Unfer Sugcn unb 
iO^rcn {inb fc^ier tobt, feben ober ^5ren nid)t red)tw). 
äBir werben bort fein @(biufeu effen, wir mAffen 
wieber fd^öner werben, benn Sfbam geweft ift; aber 
ba9 ®eb&ren unb itinberjeugcn wirb aufhören')/' 

810. (48.) IBom etb^mlidieB Sn^anbe be6 menf^Ii^ea 
(A.64. — St. 122. (12a) — S. 113. (115.) 

3>er ^err *} S>oct. SRart. 2utl^er fagcte tu SU> 
(eben Slnno 1546: „a^, wie finb wir bod) fo arme 
2eute, wir Derbtenen unfer Srob mitSfinben! SDcmi 
wenn wir f ommen bid in Mi febente 3abr , fo tbun 
wir mittler SEBeile anberS nicbtS, benn bajp wie ffcn, 
trinfen^ fpielen unbfc^Iafen; ))om adyten 3a^re sc^Kn 



v) ^. ®. w) Sebiiie fCnnfdigfea. 
ffpn St. ». s. 8) „©et «err** \t\fX Yf. 



— 255 — 

% _ 

tttc fn ble eätvHt, M SaaS übet ttgenbS ^) btei 

ober )>tct Stunben. ^cflUM» t)on bfefer 3^^ bU in 

baS 2t. Saffx treiben »it aDerlei aRut^n)iaen mit 

Spielen ^ Saufen^ )ur Qtif ge^en unb fonfl^ tinb 

fc^en benn etji an cttoai }U arbeiten. Sßenn tt)ir 

feemi nu funftig Sa^re a(t werben^ fo b^ben »ir 

tal(eaibeitet unb werben benn wieber )tt Jtinbern^ 

c|ai benn abermal unfer Srob mit @finben , axbtU 

tn alfo , bap wir anbern Seilten benn aucb Arbeit 

fitbou Senn wir iwanjig ^ai)tc alt werben^ fo 

f^m wir erß an }u arbeiten, unb arbeiten irgenbS 

(h }e^en S^^^^/ bamac^ fc^Iafen wir bie anbere 

M SMe £Alfte w\tti 2eben8 fc^Iafen wir, bap 

nniet ein fünf Sabr jur Arbeit bleiben. Ja faumet 

M Sa^re« Vix decimam partem nostrae yitae 

nbeiten wir; bad neunte 3:beU über ') unferS 2e« 

heni ba freffen, faufen, fcblafen unb geb^n wir 

wpiü. $fui un8 an, wir geben ®ott bie Decimas 

füttl f&, ioai wollen wir bodj mit unfern guten 

Serten (Bott ben £imme{ ab))erbienen ober {lo(}iren 

osf unfcre gute ^ert? ^iob faget (19,2.30: 

8i Dena yolei coniendere mecom , non poiero ei 

reapondere. SEBaS bab i(^b<^ute aUbie getban? 3^)0 

Cmnben ^b id) gerafft, brei @tunben gegeffen unb 

bama4 )>i^ @tunben müfig gegangen ')• S^, 

Doniiie, ne intrea in jadicinm cum servö tno*'^ 

m 143,2.). 

SIL (49.) Qoa f«T|em Seben bet fRenfcbei. 
Ot64. -St iZZ\ (128\) — S. U3. (HS*.) 

3>er ^en S)oct. 2ut^er fogte }u Sieieben, „baf 
l»te|is S^xt ein geringe 3^it wAren, bennoc^ 
Md}te bie 3eit bie Sßelt gar wüfle, wenn in ben 

SB|i0 3^xtn fein Napiiae wAren. Slu, Qtott 
mltt t^m feine <brifHi(be Jtinbe ani ben Reinen 
bemx); benn ic^ glAube, wenn ein JCinb wn 



z) Skt itinbe graf ler X^til 

1> W.i<M V „aBef' m St. i) ,Mat UU W>- 
Mt^ß^ §0§a9$eti" feftt St. u. S. 



— 256 — 

einem S^^re ftixhtt, baß aUjeit taufcnbobec ] 
taufenb mit t^me fictben. Sber wenn id), £ 
äRartinuS Sut^cr^ a(d cm brei unb fe(^8)iger fiei 
fo glaube ic^ ni(^t, baß i^r fe^öjig ^) ober ^unl 
mit mir fterben^ benu bic SBelt rotrb i(t nt(^ 
ed fommen t$t n[d)t \)te( aRcuf^ien )u meinem KI 
baß {ie brei tmb fcd}^}igcr würben. S>arum6 f> 
icfc« barfür, baß wenn id), JDoct* URartinu«, fici 
baß meiner Coaetanei nic^t ^un.bert in ber 9Se(t 
mir fterben. 

3t\x, wir 9([tcn muffen barumb fo lange Ie{ 
baß wir (mit Süchten ju reben) bem SCeufel In ! 
fel}en unb tn ben ©c^wanj, ut simus testes, ' 
ber Seufel fo ein böfer ®eift gewefen fei. Human 
genus i{l nicbt anberd benn ali ein ©d^affiaU, 
bie Seute )>om 2:eufe( erwürget, geme^elt unb 
fc^Iac^tet werben/' 

812. (50.) SKeafc^nc^ Mtn ein arm 8eBen. 
(A.61». — St.l22».(128.)— 113.(115«.) 

,,@d ifl niditd bejferd benn ein gut @tflnb 
unb mit bat)on, unb (ajfen bie SEBelt baS J^tti 
^aben! !Denn bieg Seben ifi ein folc^ arm clcnb 
ben, baß ed auc^ ))on ben allerbeflen ^^reunbcn 
plaget wirb y), wie S)a))ib ))on feinem Ictbik 
@o^ne Kbfoton aud bcm Sanbe )>erj|agt unb ^nt 
ben warb. 9l(fo ^) {inb bie (ußigßen Sudler 
aderelenbefien 3Raxt))xcx, plagen {i^ fetbS Sag i 
ytaiit, fönberlid) wenn fie bie Jt&t^e am Sarcev 
führet, ba get)en fle wie bie £)d)fen. ©umma, men 
lic^ &cbtn ifl ein lauter (Slenb unb Unßnnisl 
S>ie Jtinber ^aben i^re finbifc^e ©ebre^en, ba 
{ie geplagt werben; junge ©efeUen buhlen; wir JHI 
werben immer je langer je arger, baS ift') Ski 
monijien unb ®ei}t)alfe, bie ben SRammon. 
beten/' 



y) 5Da< 2Df(tt>ol!. 

1) St. V. S. nenniig. t) Si. «. S. t aa^. S) ^ 
iß'' feilt St. a. S. 



I 
\ 



. ; JU.(61.).ain«iibeYl. 
(A.64*.— fiu im (128*0 — 8.113. (115\) 

„flBh fffen un8 tu Sebe^ trinfen iinS }u Sobe, 
«Ir effen unb ttinfen un8 am unb in bie JcAüt, 
»k. (((inelpm nn8 )ti Zobe«^ S)a8 fagte 3>cct. 
9mt, ia bie rot^e 9tu^ in SEBirtenberg rcflierte. 
JSb ^aben »ol^I Utfac^, pol) unb boff&ttig gu 

tu. (Sl.) (Hl oiWr« MX mcif^Hc^ dUnV. 
(Ai 64«. — St. 122*. (128»). - 8. 113. (115*.) 

' ,,9B(e aiand)erlei £5be falben wir bo4l an uns 
fen^ Selbe! SfM bo4 nichts benn eitel 3;ob mit 
m; man fc^e nur aOe Oltebmaf an, fo toix^ bue 
«Ifr jtaben/' 

llft. (5S.) Sov bei ncaf^e« -faut Bntcrm Vnge^i^t. 
(A.64*.— St. 119. (124».)— S. 109*. (112.) 

„(ti ifl feine jartev £aut am Seibe bc8 ^ 
Stmfc^en benn unter ben Ihigcn, unb leibet feine 
mSjii benn bie untern 8ugen, ed möc^td fonfl ou^ 
Mie leiben/' 

sie. (M.) ®ov stiften unb brrfelben Sebei. 
(A. 64«. — St. 443. (455.) — S. 405. (414.) 

S)ocL Start. Slnno 38 ben 17. SugufH ^örte, 
taf P4 frine Ainber unter nanber janften unb ba^ 
tcrten, unb balb n^ieberumb t>ettrugen unb t^etfibne« 
im; fpracft er: ,,2ieber ^en (Bott, roie n«c^( gefädt 
Ni bo<^ fotcber JCinber Beben unb @pielen? ^o, 
ifle fll^rf Sünbe flnb nichts benn Vergebung ber 
etnVcn s) V' 

m. (K.) (Hl aibft«. 
(A. «4». - St. 442\ (454*0 — 8. 404*. (413*.) 

Hl fa^e feiner Ainberlin Sinfalt unb lobte i^re 
Uuf^iiin)/ baf fie im (Blauben ^M gelehrter wdren 



M) Sl m S. bit. 

1 



— 248 — 

abam gffalTen ifl unb utnb ber Sflnben wiDen k). 
®(ei4 tDie umb ein JCtanfen JtrflflUn mit Xerienri 
aue bec flpctbefen {leben unb ec $fla{irt bebacf, 
bad i|l, wir muffen JCammern, Stuben^ ^äufev, Alri^ 
ber, C^ffen unb SErinfen^ 99ette unb Sager fiabtn. 
Suvor, ebe 9b am gefallen, w&ren »ir gewefi voie 
tunge (SefeUen, bie nadt unb b(o$ b^rfpringen; ba 
w&re fein 3iinmermann, SR&urer, ©cbneiber nocb 
@(bu{ler ober jQaixi ))on SlAt^en gen^efi/' 

t97. (S5.) Mtxlan. 
(A. 62».— St. 446. (458.) — S. 407V (4W.) 

,,S)en ader bauen ift ein göttlich SEBert, ba* 
Oott befohlen bat, wie ®enef. 1. {f8. 2a): Sauet 
bie @rbe unb mad}t {ie eucb untertban; ob e§') 
f(bon S)ifleln unb S)ornen.tr&gt, fo febrct cucb ni(bt8 
batan, ed foU euer SI)elI bennod) roac^fcn/' 

208. (Sff.) «bttme K|)fflM|. 
(A.62*. — 81.121.(126».) — B.lir.(113r) 

,,3)er 9(pfelbi§, fo Sbam unb jQt^a get^an^ iil 
ein \tbmi S>ing ') geweft^ .n)ir muffen be§ nocb alb 
entgelten j barumb bciben bie alten S^ben wobi gc« 
fagt: Unfer SSäter baben faur SEBeinbeer gcjfen, ba« 
))on uujer äabne {inb {lumpf worben i). SStr m6<lb« 
ten no4 kto^I mit unferm 4^^^ ®^^^ barumb recb^ 
ten, aber wir b^ben aQe ben Seibfauf )um Xobe aes 
tiunfen. S)arumb fagte S(au8 Starr*): S>ai Uns 
g(ü(f fcbfitte mein SRauI, bap ed fo gendfcbig ifl 
gen>ejt. 

t9lK (S7.) fltebei f^eibet eiien nritfi^en t>on odri Xiittn. 
(Ä. 62\ — St. 119, (124».) -S. 110. (112.) 

,,Unter olbn Oaben ®otte8 ift Steben bie aQers 
f(bSnfle unb l^errlicbfle, baburcb aUeln ber SRenfcb 



k) ecbanbbecfe. 1) d^e«. 18, t. 
1) St t «ieL I) 8t. K. S. fie. 8) St ein fairec 
SifTes. 4) «m ^ofe be6 itsrf. gdebricb be« fficlfes. 



— 249 - 

vonaDen anbern Spieren untetfcfaeibcn iflm). @cu{} 
{Inb ctlii^c Sbier, bie fn anbcrn ®aben ein SRcnfc^rn 
übertreffen; etUd^e mit tem (ßeficbt, etlid)e mit bem 
Oefidre, etlid^e mit Kiec^en, aber feind fann rcben. 
aSieirobl iai ein 9In)eige ifi, ba$ bad SBort einer 
^eben 9rt unb SSerjlanbed mu^ [ein ^). 

800. (88.) 9bam< Olenb auf dtben. 
(A.(«». — St. 12U (126».) — S. lir. (114.) 

^^«(tam^ unfer aKer Sßoter, wirb ber elenbcpe 
unb geplagtejie äRenfd) fein fleroefl. di m\\^ ibm 
näcbticf einfam fein geroeft, in einer fc[(f)en n^eiten 
Seit SlUed nuße jü fei)en. aber ba et mit feiner 
^na, bie allein fein einiger ®ef&btte imb liebed (Bt- 
matjl v^av, Satn, ibren erften <Scbn, gebar^ ba wirb 
cm grofe ^^reube gen^efl fein; be^gleic^en ba Sbel 
nebcm loarb. Slber baib bttnad) ifl grc^ Xrüb:: 
\a\, Sommer unb «gerjileib barauf gefolget, ba ein 
Sniber ben anbern erfd^Iug, unb 9bam einen @obn 
Mier, ben anbern in Sann unb in bie Siebt muf te t^nn 
snb ))erf)oßen )>cn feinem 9ngef{cbt n). ^aS roirb 
ihn loabrlic^ ein gro^ «i^erjleib ' gemefl fein, alfo baß 
im fold^er SRorb n>irb n^eb^^i^ ^) fl^tban unb mebr 
teHhnmert ffabtn benn fein eigener %aU, benn ba:; 
hmb ift er abermal mit feiner lieben «ige^a jum Sin^ 
Reblet locrben. S>ama(b ba er bunbert unb breißig 
3t^ alt war, geuget er @etb. S)ad mar fcbmer 
nb ttfit XDtfft, fo ein lange 3^it Q^otteS Qexn 
febou 96, eS *) l\t ein betrübter SRann gemeft, 
tal Stiemonb gl&ubt, er erfabre e8 benn; mtemobf 
mifer Seiben eitel Ainberfpiel ift gegen feinem 2eiben 
snb £enlefb. Unb toenn er nid)t fo fromm unb 
ihtrecllatur bnrcb ®otte8 (Bnab unb 9Birfung »Are 
itntft, fo ndre er mit feiner jQtw für grof em «^ert^ 



n) QmMg bet SKevfAen. n) nnbefanb ber 9r6^ 

mit 

1) 8i. fDanmb iü eben bal ein Xiseignng, bai bo6 
Sfii gtt dn ibcraii« l^obe fM nvb 9latir i% t) St. u. 
S. »erfef. S) W. et. 



— 250 — 

(efb bolb ))etoanflcn unb sefiorbeit, ober mit bev Situ 
beipnng bur(^ ben ®(aubcn an btS 9Brib9 Camen 
l^at er fl(^ getrfiftet/' 

801. (S9.) e((t9ai((e<t anb (Blesb meBf4I<4ct dtaitn. 
(A. 62\ — St. 123. (128».) — S. 113». (115\) 

3)oct. ÜRaxt. ))enoimbcctt ficb unb Hagte übet 
bic (Bdivociiif^cit , Sammer unb @Ienb, bamit bic^ 
arme t^leifcb befc^n^eret unb beloben ift, hafjtt fo t)ic( 
Unflatl)^/ aRift, iKo^ unb Scbtoeiß ffime- ,,9B&ve 
bocb fcbier nidjtd, benn eitel ÜDred an allen Oliebcm } 
unb n^enn bie ®ee(e nid^t fd^Aner itdre benn bec 
2elb^ fo wäre ein SRenfc^ gar ein arme elenbe (SitOß 
tur. S>animb fagen bie (Sriec^en rec^t unb woffi, 
c&yM est quasi ctiiia '), id est sepulchnim (bei 
SKenfc^en Seib i{l n)ie ein 2ei(^) o).'' 

308. (40.) Som SRcdiment bed SRabeafacfe mevf^H^ Mki. 

(A.63. — s. 109». (iif.) «nno 38 ben la SuIiU 
. ba S). äRari. no(^ etwad fc^wac^ unb gemartert iDarb 
))om Senafmo p ) (S>armn)e^e , baS ifl ein foU6e 
JCrantbeit, baß einer flete begehrt ju Stuhle }u ge^en 
unb fann bod) ni(btd tbun), fagt er: ,^^ muf 
bem SirS fein Siegiment laffen ^), benn ®ott ^at feine 
Strafe n>iber und aucb an bemDrte, tote man liefet 
1. Samuel. 5. (SS. 6.) von ber ^bUtfler $lage, nelcbe 
bie 2abe beS «^errn bitten entfübret; id) meine ^ {ie 
werben rec^t am ^eimlid)en Drte bej^ablet unb gephu 
get, baf fie unfeim ^errn ®ott mußten fünf gulbene 
Serfe unb fünf gulbene SRäufe )um ®<^ulbopfec 
geben. 

Slfo ifl ®ott in allen Kreaturen mdc^tig, übet 
feine Gewalt, tobtet unb mad^t Icbenbig. 3>enn bec 
@d)(af ifl anberS nicbtd benn ein Sob, unb ber Sob 
ein Sd^laf q). SEBad ifl unfer S^ob anberS benn ein 
9lad9tf(blaf? S>enn gleicbwie burcb ben @d)Iaf aOc 



0) Snnfet ^ol^etritt. p) %tfia\TKa€. q) ffrfiabli^ 
Silbe be6 Scb« Mob Scbei«. 

1) W. <rot.4iff. 2) S. 34 mig Oebnlb l^abe«. 



— 251 ~ 

SRAbigfeit unb SRattiafeit n)ri(^ct unb auflöstet, bie 
StxäHt bet OeifleS aoer fommen wieber, ba§ einet 
be< StorgenS frif(^ ouffiebet, wirb fein luflifl unb 
flatf : alfo werben wir aucb am jüngflen Sage wicter 
anferfiebtn, M tfititn wir nur ein Stacht gef(t)fafen, 
werben frift unb flarf fein, nur bie Sugen wifcbcn, 
aMbnin werben bie 9Raben, SBürme, (9e{tanf, Ui> 
|UU(, «OeS wegfaUen/' 

(A.63.— stiis».— s.i09\(iiiM ,,2ieber ©oti, 
wie wunterfam taft bu beS SRenfc^en Seib geina(i)t 
Mnb feine ®(iebma§ )ufammen gefaxt? S)ic ücirt^ 
im^n finb bie, fo erfHid) au« eim Sröpfitn 991ute 
i^ Urfprung baben unb fommen^); baS fürs 
nefemfle, wefentHAße Stfid unb (Bliebmaf am ÜRen^ 
fdbcn ift ba9 «§er) unb baS aUer}drtIid)fle, nocb fiur« 
met «an ba)u, ali wAre e§ eine SRaur breier SUn 
biet. 8b/ wir {i$en mitten im Sobe! S>aruber fu^^ 
nt £iob aat eine grope, f(^were Jtlage, ba er ben 
Stenfcben ') befcbreibet unb fpricbt: S>er ÜRenfcb, 
»m Seibe gebom, lebt eine (urje 3^it unb ifl )>oa 
Umige r). 

SM. (41.) (Bin aiber«. 
(A. 63. - St. 122. (128.) -S. 112\ (115.) 

anno 38 fagt S)oct. 9Rart.: ,,S)iep ^a^r ifT 
fbi fS(rli<b/ ftbwer S^bt t>on wegen ber «anderlei 
tianf^eiten, fo nicbt allein au8 ') natfirHcben Urfa^ 
4<n fomnen, ali ftometen unb €oniunctionen, afpcs 
dm tfber 3ufamniraf4ieinen @atumi unb SRartid, 
fpnbem autb au8 getßlicben^) umb'ber großen uns 
MUaen @änbe ber 9Renf(ben wiUens), bie gar 
iMlonb nebmen, baf fie au^ ni(bt mebr für Sünbe, 

teoAtct weCben, fonbem fcbier für SEugenbe. Wi, e8 
t boib n{<btö mit biefem Beben; wir foQen ibm je 
HUg nicbti (ButS }ueignen, fonbem ®Dtt ))ertrauen. 



r) ^ob H 1- i) CiabefsttAiAuig. 

1) ,riab fmmfM'* fd^tt St. «. S. 2) „fRnfcbeii" 
f^tt A., S. M. W, 8) St, H. S. t 4) St, t n^' 
fi<e^ 



— 262 — 

Uthai ctrioe 2eben fc^enFt S)er fiebe.unSefti fetb 
flrt ©rtntlin, [o flnb rclx wo^l ^fc gewefi!'' 

804. (42.) Sfrage. 
(A. 63. — St. 126. (132.) — S. in*.( 120.) 

äBorumb nehmen benn bie SRenfc^en nf^t fo Iti^tt 
Ii(6 an bie Se^re unb Srfenntniß ))on Auf erliAer df^xt 
barfeit imb 3uci)t^ fo 9(I(cn nahirlicfi' inS \^er) aes 
pflanjct unb aef(f)rie6en j!nb^ nie ba ifl: S^re bemc 
lle(tern ald bie^ fo adein im SSerflanbe flehen, nAnu 
lic^ baf tn^eimal ))ier ac^te feien? anhvott: ,,S)ic 
@(f)ulb ift, baf unfer Statur burc^ bie ^rbfänbe gant 
unb gar t>erberbet unb serrudt tfl; unfer SSerflonb uno 
^rfenntni^ ifl alfo oerbunfeit, baß wir auc^ ba8 
ni(i)t reci)t feben unb erfennen, )>iel weniger t^un, 
n>a8 xxni natürlid) angeboren ifl/^ 

805. (48.) Uvterfc^eib bet ^{ete. 
(A. 63\ — St. 82. (87.) — S. 78. (79*.) 

„Mt n>ilbe Spiere flnb Spiere be6 ®efe$e8/ benn 

fie leben in %\xx6)t unb Sittern^ l()aben ade fc^wArjincft 

ilrleifd) umb ber t^urc^t willen. SIber )a^m Sbier 

baben weiß f^lcifcb^ benn e8 j!nb ®nabentbiere^ leben 

' flc^cr bei ben Seuten.'' 

806. (44.) Sa< fnr ein SEBefeu nnb ^{rb int $arab{e« %f 

n)efi »die. 
(A. 63*. — St 442*. (454*,) — S. 404. (413.) 

(E§ waren ^) bei S)oct. 9Rart. 9R. @pa(atinuS 
unb ber ^{farrben ju Swidau, 9)t. Senl^art Seier, 
ba f(t)er}te ber !Doctor fein freunbli^ mit feinem 
@obnIin aRartinicben, ber woOte fein I8ä^(i(^en >) 
ebrbarlicb ))ert^eibigen, fie e^rlicb f leiben unb lieben') } 
fprad^ er *) : ,,aifo waren wir im $arabte8 geßn« 



1) 3m lat. iRfVt.: Anno 38. 26. Febr. coenabnDi. 
(Sdrftemann.) 2) St. n. S. Siifilein. 3m lat. Wlfpt : qai iiinm 
spottfiro (ein $n)^pe> defendere volnit. (gdtHemani.) 8) „^ 
efirlic^ flciben unb lieben'* fe^It St. 4) Si. Mnb f^nrac^ ber 
IDoctor. 



— 253 — . 

nct %txotft, S^Ud^t, einf&Wg, aufrichtig o^n aDe 
SoS^rit tinb ^tniitUi, unb to&ce redetet Ccn|l gc^ 
uefi, wie bteß Ainb ))(m ®ott vebet unb ift bf$ 
ftewip i). 

SDantmb {tnb folc^e natärüAe hoffen unb @(6rr}e 
bie aüerbeften onAinbem, badfiub bie \icbli(ti\tcn3laiu 
litL flngenommcncc ©<6er2 unb $opn>crt an benSUen 
!)atOfol(6 ®nab nid^t, ^eupt unb gefaUt nic^t fo loo^I; 
bnrn UHI0 aefärbct unb gebiegt ') i{)/ bad betlcutet 
0unfi, (oftct ni(bt unb mad^t n)entg ') £ujt aM 
b(i(^ fo ))on «!^er}cn natuclid) {uge^t. !Darumb {inb 
bie Jtinbeclin bie feinflen ©piebcgel^ bie reben unb 
mun SlleS einf&Uig, ))Dn «gecjen unb natürlich 
Cin folc^ec iß S(au8 9tarc gewefi , bec in bie Stiefel 
(ofirte, unb ba er befd^ulbiaet warb/ entfd)ulbtgct 
crjk^ unb fpra^^ bie SR&uje Ratten cd getrau *)/' 

807. (4S.) «(bamd SaQ. 
(A. 63\ — ßu 121. (126\) — S. lll*. (114.) 

S)oct. SRort. fagte Don bem jämmerlichen unb 
traurigm %all 9bam9 u) , baf er aud bem @tanb 
ber Unfc^uTb gefallen »Are in baS Slenb unb Un< 
glüi mit aUe feinen Slac^fommen^ n^ie tt)ir fe^en 
unb erfahren. „9f), er ^at/^ fprac^ er, ,,ein elen^ 
bei jammerifc^ *) Seben bie neun ^unbert So^r^ 
vber geful^tt^ benn in allen flerbenben SKenfc^en $at 
tt Ootte« 3om gefe^en/' 

808. (46.) grage. 
(A.63\- Sl.81.(85*.) -S.76*.(nV) 

Sie !|[at SRofe ffnnen bcfc^reiben bie @c^0pfung 
ber Seit , roai unb wie e8 ergangen ijl, ba er 
Boit nii^t gelebt ^at? Antwort: „dx ()atd ))on ben 



t) ttaf^alb. b) 9baml Srairgdt. 

1) St H. S. SUftnlin, e^erg nnb $o§h>er!*, ati ben 

ttteij^ moi. 2) ,,imb gebiegt" fe^tt St. n. S. 8) W. 

Mrfger; St. m. S. ni^t fo viel. 4) 3m lat. 9{f)>t.: ber 

bea girfUn iM bie €t<frl (^offtret, «pud consiliarium Pfeffin- 

fenm te exaifMi » • . . aTiculam fecissc. (gflrfleniaia.) 

8) 8t, S. a. W. itamfrii^e«. 



— 254 — 

aSAttm genommen unb empfangen; bo4 X0lt brr 
SRenfc^ flef^affen fei, ba9 l^at anf&ngUd; ber J^eilige 
(Beljl >) bef(^rieben v)/' 

809. (47.) nami Jbtxilitb laifi hm ffalL 
(A. 63». — Sl. 121. (126*.) —S. llir(114.) 

/,3Ibam Wieb gar ein groß unau8fpre(bU<b <6eqf 
leib tinb Sefämmernip gehabt haben , noc^bem er 
bie ®erecbtigfeit, in ber er gefc^ofen »ar oon Oott, 
))€rloren b^tte, n>[rb aucb am £eibe fe^r abgeliom« 
men ^aben fflr groper @orge unb Sfngfl in feinem 
£cr)en. ^d) gidube, baß er }U))or über taufenb 
Steilen fo n)eit unb ^eUe noirb ijabtn fonnen feben, 
al8 roir t^t eine bcilbe feben, unb alfo mit ben on« 
bern ©innen au(b- ®r wirb obn 3n)eife( ndcb bem 
Sali gefagt bctben: 9b (üoit, wie tfi mir gef(be^en? 
^m i(b bod) bliub unb taub worben; wo bin i&t 

fiewef}? S^ }weifel gar ni(bt, bicß wirb ibm wtber^ 
abrcn fein unb cö b^b {leb ^ifo {ugetragen. di ift 
ein fd}euß(i(ber %all. 3ut)or b^t er gefeben, baß 
i^m aOe Kreaturen geborfam waren, baß er an4 
mit ber ©(blc^ngen gefpielt ^atte. Unfer Sugen unb 
iD^rcn {inb fcbier tobt, feben ober ^6ren ni<bt red)tw). 
Sßir werben bort fein ®(binfen effen, wir müSta 
wieber fcbfiner werben, benn Sfbam geweß ift; aber 
ba9 ®ebAren unb Jtinberieugen wirb auf^Scen ')." 

810. (48.) IBom txUmliAtn Snßanbe be« «esfibli^eB 
(A.64.— St. 122. (12a)— S. 113. (115.) 

S)er ^err ') S>oct. SRart. 2ut^er fagete tu Ctl« 
leben Snno 154d: „a^, wie {inb wir bod) fo atme 
2eute, wir Derbtenen unfer 99rob mitSfinben! SDcmi 
wenn wir fommen biS in Mi {iebente 3abr , fo tbun 
wir mittler ffieile anbert nicbtS, benn baß wie efcn, 
Mnteiif {pUm mb Olafen; wm acbtensa^ee gc^ 



/ 




«mfdigfeit. 

I) „lEBir loetbei bPTt-> uf^tom'* 



— An- 
ns. (61.) din anbet«. 
ilLU\—ßU 122% (128*.) --S. 113. (115\) 

,,iBh: fffm unS gu Sebe^ titnfen un8 }u Zobe, 
»b cfifhi itnb trinfen un8 omt unb in bie JcAüt, 
»k. f^melpm nne )ti Zobe«^ Z)ae fagte 3>cct. 
Statt. , ba bie rot^e Kul^r ui SEBittenberg rcflterte. 
JBb^aben »ol^I Urfoc^, poh unb ^off&cHg gu 

SM. CSL) (Mm oiWt« voi mraf^nc^ (BUnb. 
(A. W^. — St. 122*. (128»). - 8. 113. (HS*.) 

. ,jBi{t manAetlei £5be ^oben tt)(t bo(^ an un^: 
fem' Selbe! Sfte bo(b nicbtS benn eitel Zob mit 
nt; man fc^e nur aOe Oliebmap an, fo noitft bu8 
alle jlnben/' 

Slft. (5&.) Soll bee ncaf^e« -faiit unterm Vngelb^t. 
(A. e4*. — St. 119. (124».)— S. 109*. (112.) 

„(ti ifl feine lartec £aut am Seibe bc8 ^ 
ülenf^en benn unter ben Ihigcn/ unb leibet feine 
K^r benn bie untern 8ugen, eS möc^tS fonfl aucb 
Mie leiben/' 

sie. (ft4.) ®PB itInbfTB unb brrfelben Sebei. 
(A. M«. — St. 443. (4&5.) — S. 405. (414.) 

S)oeL Start. Slnno 38 ben 17. augufH f^Mt, 
tif 94 frine Ainber unter nanber janften unb b«^ 
kaifn> unb bolbnieberumb bertrugen unb t^erfibue« 
tu; fpraA er: ,^{eber ^en (Bott, roie n^c^l gefdUt 
Ml bo4 fot(^er ftinber Seben unb Spielen? So, 
iBe ^re Sänbe finb nichts benn Vergebung ber 

efaVcR s) i"" 

S17. (».) «s aibfte. 

(A. M». - 81. 442*. (4W.) — 8. 404*. (4i3\) 

Cr fa^e feiner Ainbcriin (Einfalt unb lobte i^re 
naf^iitt/ baf fie im (Blmiben t>fe( gelehrter wären 



i) JMsbeitorii. 

1) 8t. I. 8. bee. , 



benn nii alte 9Ianm; ^tnn ^t gtAu&len aufS (El 
fdltlgfie, oI)n aKe S)[fpiitatien unt 3»eifef, Oi 
fei flndbig, unb bag nai) bleftm Stb» rto eisl 
geben fei. „Mt mo^I gefc^te^t bcn Xtnbent^ bte 
folt^er Seit gerben; ratenio^I mfrt ein an^ ^ttjjk 
mdie, benn e6 fmrbc etn @täil Von: mdncm a 
ein 3;^ell von bec SRuttet Selbe, neliie natärfb 
£lebc unb Suncf^ungen aiid) tn gottfdf jen unb ted 
fcbapnen St^ciflcn nic^t aufbSren, baß fe ßt^S ni 
annehmen not!) benegtn ließen ober f^nen niäft fo 
lu ^rijen qt\)tn, romnS ff)nen, i^ien Atnbetn ot 
sSetnianbten, bie fle [leb ^aben, ubel ßc^t, nie I 
flAnigcn unb Seiböiten Afpfe unb @t(de. 3>f 
folt^e Seroegungcii unb üReigungcn ftnb Ißtit 1 
gStt[i<^en ®d)ßpfung, bie ffiott efm SKenf^en « 
tÜTli^ eingepflanit ^at a), unb finb an ifjnen fei 
nlt^t böfe. S>it Äinbec letm fein elnf4(Hfl>'-tei 
D^n anjtoß unb ^inberniß bet Sernunft im @Ia 
ben; wie Kmbtofiuä fogt: 9In bei aieinunft mangeli 
ober nit^t am Oilauben." 

tlS. (H.) SQit mfifftn fcta Alnttni fni: nnfeim ^tini4^ 

glti4 nnb». 

(A. 65.— St. 143. (4».)— S.404*. (113*0 

2)en' legten ©eptembiie fafjc S].3Rart. jetneAf 
bettln am Xtfi^ flgen unb fpra^ : „S^rifhifc fa 
aRatt^. 18. (33. 3.) : SBaffilii^, i« fage cuA; t» < 
benn^ ba^ i^t eucb umbfe^iet unbnetbit niebttAI 
bei, fo werbet l^i nit^t InS £immelrelifr fornmi 
SSet^enict« mit einem Qcibe. (fi, lieber OoU, I 
madfjlB aOiu jrob; bn^ bu eS bo(^ f&ubeill4 mat 
teft unb bte JClnber, foli^e 9tänltn, nit^t fo (oi( < 
tiübeit! ^0 ^afl bu bas befohlen unb getebret, bi 
etn ndcrlfd) jtinblin foU ttiiem SBcifen fnrgc|D||i 
netbraf SBle (ann unfer ficti (Sott nit fetnt 
Urt^eil unb Qkreittigfelt befte^n, bie $aulHS fi^^a 
tft^met: . «ottcB ISere(btishN, Ootte« «crciMteW 

3ß baS bie (Setet^tifllcU, bamft bu bie Xt 



») WuglpfW^t äHtllaUft- 



— 2S9 — 

Mtft u%h Ue Kanen annimmefl? CS fitU 
Ik: Wauht (KotteS SBovt unb oib bicf^ oefan» 
Unfac ^cn (Bott ^at reinere Oebanten benn 
•Icgfc^en. Sr muf uitS alfo entoriben (n>ie 
eMvmmer rebeten, alS Stomas SRunier mit 
m Bn^ang), er mul gar grobe Sefle unb @pdne 
Ml »fgl^auen, e^e er folc^e Cinber unb Xirrs 
Bd «118 ma&it b). 

Ci^ wie feine reine ®ebanfen baben ble Stins 
ti0 wk fle ben «gimmel nnb ben Sob ofin aUen 
ifri anfe^en ! @te finb g(ei<^ n^i^ ini $arabie«. 
in ') ben Ainbem , ba etroad @onberltd)S auS 
m wiO, fhib aügfit omberbarlic^e fonberlic^e 
nbetV 

tl9. (57.) CKm aalM »oa itinbetibi. 
(A. 65. — Sl. 443. (455.)- S. 405. (413* ) 

6ein, Ui SDoctorS^ ®ö^nlin ein« ') faß am 
I mb laQete ))om 2eben im «gimmel, fagte, xoit 
\o gtofte $reube im «ßimmel w&re mit (Efftn, 
len. S)a wdre bie grftfte 2uft^ bie äBaffer flüf^ 
mit eitel SRiicb unb bie ©emmelin n)äd)fcn auf 
Sternen. 3)a [praA S>. SRart.: „S)ai Seben 
JtfKbcrlin ijl am aUerfeiigfien unb beflen d), 
i f€ ffaitn feine jeitlid^e Sorge, fe^en bte grdu^ 
wgei^rure ©(^ib&rmer unb Stottenoeifier in ber 
Im ni^t, leiben noA ffil)len fein @(^re(fen be§ 
S noi^ ber jQttlt, ^aben nur reine (Bebanfen 
fafßiit epeculation/' 

ttO. (58.) («■ ««leif. 
(A. 65. — St. 443. (455.) - S. 405. (414.) 

Cr fpielte unb pl^antaflrte ein SRal mit feinem 

tnlin Stagbaleni^eu/ unb fraget de : ,^2enid)en; 

«M bie ber ^eilige e^rif} befeueren ?^^ SDarnad^ 



b) •An Hi f^Mömnif^e Cpi^finUefeli c) te& f. 
UccCibifatt. ) . . 

1) w: §M^f€m. i) 8t. % 8. au. S) Sit M. 
/ ZifäMjiamM LutAer. (gdrßemami.) 



17 



:i 



•.' 



— 260 — 

fagt er: /,S)le Alnberlln fiaben fo feine Qtebantei 
))Dn ®ott, bap et im £immel unb i^t: ®ott nnfc 
lieber SSater fei e)/' !3Darna(^ bracht i^m fetn Selb 
fein @5^n(in aRartinic^en, bafprac^ er: ,,ä^woilU, 
ba$ ic^ in beS JtinbeS 3ütti geworben w&re, ta toeüt 
i(6 alte ^fjte timb geben, bie ic^ ^abe unb no<^ fee» 
fame in ber äBelt/' Unb ba ec baS AinbHn gn f^ 
auf bie @(^oo8 nabm, t)etunreiniget< ibn; fproi^ et: 
„Df reit mu§ unfer «gerr ®Dtt fo manc^ aDturtca 
unb CBeflanf ))on und leiben, anberS benn ein SRntc 

ter öon ll^rem Äinbe *)!'' 

■ 

S21. (59.) (Sin anber6 »on jtiabent, 
(A. 65\— St. 443. (455.) — S. 405, (414.) 

(&i, !D. SRatt., ^atte Sichtung, wie fein Ainb« 
lin t)on breien ^a^ren fpielete, unb mit i^m felbet 
laUete; fprad) er: ,,!Dieß JCinb ifl roie ein Sruntf« 
ner, »eip nic^t, bap ti lebet, lebt gar fl^et unb 
frßbli^ babin, fpringet unb bupfet, Unb feb^e 5tiiu 
ber finb gern in großen n^eiten ^emac^en unb SCBo^s 
nungen, ba {ie Siaum ^aben.^' 

8S2. (60.) IDer ((eltmi Siebe gegen ben Mibcm. 
(A. 65*. -* St 444. (4560 ^ S. 40ft*. (414M ^,SDif 

Leitern ^aben bie jungfien JCinber aUegtit; am lieb» 
Pen »)/^ fagte SDoct. SRartin *). ,,aReitt SRarttel* 
^en ifi mein liebfter @c^a$ > unb f ol4e Ainberlin 
bürfen ber Steltem ©orge unb Siebe xoofjH, ba§ t^r 
fleif ig gen)artet n)irb ^). £änft4en/ Senilen, $au« 
lieben tonnen nu reben, burfcn folcbe @orge fo aroi 
niijt. S)arumb fteiget bie 2tebe ber keltern aU|eit 
unb einfditig nieberwartS mebr benn äufioartS lu 






e) Ainb^eit. 

1) ,,nnb" fe^U St. u. S. 2) 3m kt fOt^t : D -toie 

mvf nnfet ^ert Oott fo mand^ea guten @taal mb llilhei 

von ssd leiben mnrmnrflndo, blasphomando, trfff ^e^ bcm 

Htte SRuHtt von einem jtinbe. (S^rflemann)J- •■t)f9tvii. 6« 

attedMfttn. 4) ,,faftte S). AV \t\)U «%. m. €..>r «) w. 



— 261 — 

fo am neuUd^ßen gebom {inb/^ Unb fagte 

,,i9ie abca^am »Ate )u @inne gmefl^ ha et 

Jbiflflen unb Uebfien @obn xooüU opfetti/ 

^ttjpocben toitb et ia gehabt b^ben, bap et 

Altgen ® obn b<^t foDen opfetn unb. »ütsen ? 

b tet @ata nichts ba))on gefaat ^aben. S)et« 

nflnitb ibnfaut anfommen {ein* 3cb »oUte 

k mit ®ott bifputiren, »enn et mit foIcbS 

tmb anmut^ete f)/' S>a fptad) fein Sßeib: 

mi nid)t glduben^ bap ®ott alfo foKte ))on 

iege^ten, bap et fein Ainb foKte »utgen. 

t SDoct. aRatt: ^,®Iäub{} bu aucb/ bap ®ot( 

(at, bap fein ®o^n foKte gefteu&iget »et:: 

bD et nicbM lieber^ ^atte benn biefen @o^n, 

t ibu bo(b laffen ani Ateu} fcblaaen unb iftns 

Ra4 bem Utt^eil bet SSetnunft ^t M ®ott 

tctliibet gefieUt gegen Aaip^a, ^ilato benn 

E^ttfto, ben et fo gtaufamU(^ unb jdmmetUc^ 

'01 t)etfo(gen«^^ 



(61.) Qain, KbanK lieble« Mnh. 
( A. 65\ - St. 20 J. (?04.) — S. 272\) 

1 1) 2)och 3Rattin fein fietneS @fibnlin btac^t 

fflffet unb betjet tti, unb fptacb: ,,Siebet 

nie lieb »ftb 9bam Sain gehabt, b^ben^ ben 

•men SRenf^en^ »etcbet batnacb ein Stubet^: 

^ notbeng). $fui bi(b mal an!' 



i// 



SX4. (62.) (Sin anbete. 
A. 6ft*. — SU 444. (456.) - S. 405*. (414*.) 

Me (Btopaitetn b^ben ibte AinbeSfinbet unb 
vliA liebet benn ibte eigene ))on ibtem Seib 
te Ainbet. 9bet bie ^ubnet^ .l^unbe unb 
) uny^etnfinftige Sbiete t^etgeffen ibtet Sun^s 
[b. Unb ifi ') ein 9In}eigung bet Unfletbltcb« 



MesUebe «im. 22. . g) Senfel« Sitiibttn. 
StB.M.W. $U§. t) „anbn" feBtt St t) Su 



— 262 — 

tdt, benn {ie ^abcn ein «Hoffnung bct fönftigoi 
erße^ung unb eroigen Mtni/' 

t2S. (6S.) S>tt tiltttn nnb bcr DlnMi «etDoll ift : 
(A. 65*. — St. 444. (456.) — S. 406. (414^) 

^/S>ie SIeltern forden )>ie( me^v für i^ce Jtt 
bewahren fie auc^ fleißiger ^), benn bie iDberfMt 
Untert^anen; barumb fagte vtoM |un SÄben: 
id) eu(^ ') gejeuget? S)enn Sater« unb 9tu 
Gewalt ') ifi ein natiirli(4e unb frciwflliae Ol 
unb felbgeroacbfene «ßerrft^aft über bie 5nnbrr; 
Dberfeit ^ettf^aft aoer ifi ge}wungen, ein fie« 
£errf<^aft «). 9SBo *) Sater unb Shttter nUll 
fcnnen *), ba9 n^u^ SReifter ^an6, ber ^ent< 
au0ri(i)ten unb jie^en h) , baber aucb bie C6i 
nur ein ^fiterin bee mxttn (Btboti QbotM ffl 
bie JtaSe über bie 9Rau< *)• SDarumb ifi ter 
tern S)ignitftt anij größer^ man foK i^nen avi^ < 
(Ehrerbietung t^un^ benn fte f!nb bie i&ueOe unt 
Urfprung be8 ))ierten ®ebot6.'' 

SM. (64.) ^et StiuUt Sn4t vsb Chraft i|i nU#§ 
( A. 66. - St. 444. (456.) ~ S. 405*. (414*0 

3)oct. aRart. mute feinen Sofin 91. ^^) in b 



h) Cd^rfe Ctraff. 

1) St. a. S. mit gragevem gleii. I) St. ■. S. f 
8) St.: Pater et mater dominium habent naturale et i 
tanenm, b. i Qatfc vnb IRnttet flib nMdltt «ab frd» 
fema «ib; S. tofe St., jthc^ mit OMlafaag IN Sa 
f4ea. 4) St. a. S. <Die Dbetfcit ober <fl cia %i^m\ 
aer ^m , fi^re «enf^aft ifi ge)ti>angta , tiu gema^ftr < 
ftbafti gebet mit ®e|tt)aag am. 5) St. a. S. f 
6) St. a. S. fann 7) St. a. S. ba. 8) St a. 
ce. 9) St. a. S. S)anim tfl b<e Dberfdt eiae ^i 
be« Diettea Olcbet« koie etne jta(^e iber b(e RAafe. !•] 
lat SRft»t. : Hartinus Lutheros filiom aanm Joaaneai 
triduo noiah In gratiam recipere, qaamyis hamf liier 
pJic^§ei acrfpto, intercedenlibaa mtlc«, D. Joaa^ Ö. ^ 
gero ei Fhilippo. (garflemaaa.') ' 



— 263 — 

* 

Zaghi ni^t fut jid^ f ommen laffcn , nod^ wiifberumb 
i« Onabcn annehmen , VA fo lang er fcfide^ bemiU 
tbigetf 04 unb böte i^m abe. Unb ba bie SRutter, 
£). 3ona8 unb S). Xeutcleben für i^n baten, fprac^ 
rc: S(^ tooUt lieber einen tobten ^) benn einen 
»ngeiogenen Co^n baben* ®. $aulue ^at nicbt 
»ergeben« gefagti), bafi ein Sifc^ojf foS ein fold^er 
SRonn fein, ber feinem <gaufe »obi furfle^e') unb 
mf|Ifle)ogene Ainber fiabe, auf ba§ anber Seute 
ba«on erbauet/ ein gut Q^jcempel nebmen unb nicbt 
ge&^rt »erben. 9Bir ^rebiger {!nb barumb fo ^o^ 
gef^t^ baf mir Xnbem ein gut @;rempe[ geben fols 
len, aber unfer ungerat^ene Slinbcr drgern Snbere/ 
ft iD^Qen bie Suben auf unfere $ri))Uegia funbigen. 
3a ^ nenn fie g(ei(b oft fünbigen unb aUerlei »u« 
becfi treiben, fo erfafire icb« bo(b nlc^t/ xam, teiget 
mx ni^tS an, fonbem man ^dltd ^eimlicb für mir* 
nnb sebet un« nacb bem gemeinen @pri(bn)ort: äBaS 
SSfcS in unfern eigen J^ufern gefcbie^t, baS ers 
fabcen wir am aUerlebten; wenn« ade Seute burcb 
alle ®a{fen getragen ^aben, fo erfa^en wir« erfl« 
3)arumb müp man il^n {Irafen unb gar nicbt burcb 
bie ^\xiv^ fe^en, no(^ et il^m alfo ungefiraft laffen 
(inge^en/' 

827. («0 «tage. 
(A. 66. — SU 445». (457.)— S. 40T. (416.) 

Ob ein @o^n, wenn er wäfte, baf ber SSater 
eine @tabt ober Sanb ))errat^en, ober einen anbem 

irof en @(^aben unb SRiffet^at tbun woQte, e« ber 
)bcrfett an)eigen foU? Antwort ') S). SKart: „3>er 
6o^n i|l nicbt fcbälbig bem SSater geborfam ju fein, 
etUHi« wiber (Sott ju t^un unb fünbigen. ^o(^ mag 
a ben SSater erinnern unb ))erma^nen, bap er ba^: 



i) L Simotb. S. Vtfe^et itinber. 

1) S. K. W. tönten. 3m lat. 92f\)t. l^eigt e9: 3« toiS 
Sein eiiei tobtea Col^n^ bei« dnea angejogeie« i^aben. 
(äfdtiteau) 2) St. ■. a t brr tfi^^fame. ft) St u. S. 



264 



))on obliegen unb ti nic^t t^un xooütt, mo ni^t, 
fo tvoUte rrS ber Cberfeit anteigen, benti fon^ 
iDiQtgete er fiiUfcbireigenbd in tti aSaterS gfAnte^men 
unb iDurb fein t^cil^aftig aucb mit eigenet (Befaßt. 
9tö wenn id) fd^e, bap mein SSater einen tobten 
unb umbringen n^oKte, fo [cUt id) mid) bagtotf^en 
legen unb wehren k)/' 

SBie aber/ n^enn entn^eber bet @o(n ben Siu 
ter mu^fe umbringen ^ ober tai 93aterlanb t^erras 
t^enlaffen, n^iefcüt crfic^^ic Derf)aUen?l) Antwort: 
,/3)er @obn fcU ben aSater bei Seibe ni^^t umbrin« 
gen, in feinem SBege, fonbern baS Staterlanb 
t)ielme^r unferm «igerrn @ott befehlen, unb i^n 
n>alten (äffen ^ ber fann X>ai SSaterlanb wo^I bes 
n)a^ren unb behüten. ÜDenn ba ich glei4 ben SSattr 
umbr&cbte, fann e§ noc^ n)cbl feiblen mit bei 9itxt 
r&t^erei be§ 93ater(anbe8. SSBorumb foQte icb benn 
ben geroiffcn SSatcr umb be9 ungeroijfen J^Mi bei 
aSaterlanbed n?iUen erroürgen unb umbringen? 
3Jlm mup el unferm .i^crrn ®ott befehlen unb ^) 
wagen." 

128. (66.) de ift am fBran<( ber (BAiet am mefflet gelegti. 
(A.66*. — ^u444\(456\) — S. 406r (415».) 

S>a Tl. $^. fagte, ba^ ein reicher Surger tu 
Seiptig, ©imon Seubel, ein grof, fc^Sn, luftig, 
wcblgebauet J^ani l^dtte, antwortet S>. äRartinud: 
,,6i Iteat ni^t baran, baß man bie Srben reicfe 
mac^e, fonbern baran i{t9 am meiflen gelegen, baf 
fic^ bie Srben barein fc^iden tonnen unb <Botte< 
@egen rec^t brauchen. Unb wir 9(e(tem finb große 
Stanen, baß wlrS und blutfaur werben laffen, arbeiten 
Soa unb 9tad)t, baß wir unfern itinbem ))iel (Butt 
lafienm); aber fie in ®otte8 $ur(^t, guter 3ttd)t 
unb Q^btbarfeit )u iltfitn unb unterweifen, ba finb 
wir febr nac^I&ffig. @i ifi gar ein böfe, t^erte^rte 
Seife!'' 



k) Stafe aUc« 0el^orfaiii<. 1) ffliler b(c «fttecMto 
brr. m) Oemeiie flSattet ber KeUem. 
1) St. f auf i^K. 



266 



(•9.) Skt lelUm 9MttiS^n folle« Me itinber Ii(beii. 
(A. W St. 445». (457*.) — S. 407. (416.) 

%>aVLa. ^) @ct)n)&9er )um3>o€tor lam^ fragte 
cc bm 9lttm aOctn fonbeiliCQ , wie er fi(^ mit bem 
64»i^et t^ertrüge unb wad für Sinigfeit unter 
itnenmfire? Unb ))ttmafjntt itjn ernßlic^, ,^er wollte 
Ab all einen Sater in C^ren galten unb fit^ nid^t 
ti^at ')/ bat ^ ndrrifc^ unb wunberlic^ wäre n). 
6en^ würbe er muffen leiben unb tragen ben t^Iuc^ 
\6M %xt^€tt unb wti ®0tt t^erbotenen ^me^menl; 
Sott mürbe ifftt fernen / ob ') er foId^S leiben unb 
mtcanen mfirbe ^)/ 



// 



M. (18.) Cb ei« Qoirr fein angc^orfam itinb tnjge ent« 

erB^f 

(A. W* St 446. (458.)— S.407r(416\) 

^er ') fragte S)* SRartin umb Statin : £)b er 
ii4 9Ra4t Q&tte^ feinen ungeborfamen , ungeratbe^ 
M 6ol^n |u enterben? S)a antwortet er unb 

SNU(: //Sa fretlidE)^ benn baS {lebet inS SSaterd 
adbt unb Oewalt; wie ber alte S^reme8 im Se^ 
Rtttie fagt: €otlt id» meine ®fiter bem SSalge fßas 
Vbl geben? €o befieblet ®ott bur(^ 9Kofen^ ba^ 
nge^orfame itinber foQen gefieiniget, nicbt. allein 
rtbloC gemalt werben. 3>arumb fotl {f)n ber aSater 
mtcc6en, bod) mit ber Sorbebaltuna ^ fo er flcb bef$ 
|m tvfirbe/ baf manS ibm ipieber folgen laffe o). 

M. (M.) nornnb bie etfUn IcUcrn nur grAt^te geeffen 
(A. 66*. — Sl. 12r. (127.) — S. 112. (114.) 

Sntwort: ,,^ai borften fie ber anbern ©peifc. 



b) Mter O^te. o) Veiter 8led^t. 

1) 9la4 bem tat. 9R^t M. Satoniu« Santerba^. 
(Sdrlemana.) t) St. n. S. rennen. 8) St. ba; W. totnn, 
4) Sl. o. S. t IDenn 3acob «ugte aa4 feine« €<bto4^(t« Sa« 
In Sdi Btb ttagefe^HAfeit leCbea nab ftieget bea €(^tu 
••ttH bavoa. 5) l^tfi» ^m fat IVO^t. Hani VTeWer, cV- 



— 266 — 

biencil b(t Ardutn fo xetlfl fltfifemafft nnb \eU)t 
StxaU getrabt? Sä icetbEn bie (Sianatjtpfel unb 
^omcranjcn fo roc^l getod)en Ijabtn, bafi tfner vom 
mmii f)at ^) m6geti gefuiib roerbcn ; abti bte €unbs 
Pulb ^(itä atUcS scccel:b^ Sä folQCt ni^t: 0ott 
batä Slllcd gefc^afftn, baiumb mug man8 SDe8 cffenp). 
3)te i^iücbte traten H fiirne^m[i(^ flcfcftaffcn, oa^ ßc 
foüttn fein rine @p(id fut aReiif^m unb S^lctc- 
^aä anbei roar gef^affen, ba^ man Q)ott foUt loben. 
9t[fo bie Sterne, moju bienen fle, benn baf fit ®Dtt, 
i^een @Äßpfei, loben? SBoju bitntn IB bie Stäben 
unb JCia^en? unb Qlei(4root}( näE^irt fit wott/' 

8». (70.) S(T atifmi m<b- 

(A. 65». — Si. 446. (458.) — S. 407'. (410*.) ' 

„@iti b6d ungeiat^enei @ol)n b(cb fetm äSiilet 
}n)etne Ringer ab; ba niünfdiet j^m b» Sßattt, baf 
ri in bcc @lbe läge, ^ai gcfcba^e aui^ alfo, benn ' 
bet @o%n ttfoff bc|[elbcn Sage« in btt «Ib. So 
i)ab f(^ im SIuQuftinD gelefen, baß, uenn bie SRAttcrc 
ben AinCern geflutbet [»aben unC gefaget: üCtai bt4 
bei Sttite ft^ütCe! ba flnb Cit jtlnbet )fttnn noibni, 
aber bantai^ buii^ *) gemeine @)tbet »tebct ccISfrt." 

8X8. (71.) Sit nitBt^sifamt JtfabtT ^ftt 9M. 

(A. 67. — St. 446. (458.)— S, 407'. (ll«'-) 
^a 2)octDl Sonae fagtt: 3)ec ^biit, btn Sott 
ben unge^oefamen Ainbern gebtauet, nAie an !So> 
ctot SWoitln SBIutSfrcunbc einem maftr worben, benn 
ctroäre fietö Iranf unb T«*; antrooitetSJoctociRoT« 
tiniiö: „es ip öetbitntec Sobn be« Unge^otfam«; 
et bat mi(b einmal getfiCtet, ba$ lij von alten Scibrt 
Jti&ften fam unC gat ma^tloö toatb , Hi mui ei 
bejablen. @t ^at mic^ den 2:e;;t $auU geleitet von 
ben SIcItetmötbfTn q), blc itjre Sleltcm üblen ntdit 
.mit bem iSdtmttt, fonbetn mit Unge^otfam; fle le* 



p) OuliüU b» «f« £tntt. q) I. Xbmtti. l, t. 
1) Sl I. S. mit. t) St. «. V. UcA^. 



26T 



htn aber nid^t laaq, ne^ ge^ct ^) ifinen wofil $>ai 
»icb an bem Su(en auA gefcfte^n. Siebet ®ott, 
»ie gottfol ift bocb ble Sßelt, wie srduUcbe S^itm 
ftnb, baDon &antt $aniu8 faat, ba feine «ßoffnung 
In Sttfe Iß! Unb (S^tifhie [prictit (&uc. 18, 80 : 
SDtcfaifl btt au(b/ n)enn be8 9Renf<ben @o^n fommen 
»teb, ba^ et »etbe (Slaufeen unb Siebe finben? 9(^/ 
»et no^i geftorben wdre!^' 



(Tt.) SUu^^flea atb ben jtinbets Qten SHOci laffen, 

i»eibecbet fU. 

(A. 67. — Sk444*. (456*.) — S. 406\ (415.) 

anno 39 ben 2L ^ebniatii fabe S>oct. HHaxtU 
nuS einen itnaben, bet wat o^n aUe SRoreS, to^e 
unb »ttbe, fonft gutet Statur unb Sltt; ba feufjiete 
et unb fpta(^: ,,ll^, \»ai t^ut nac^fiangen! SBie 
Mtben bie JMnber ))eTbetbet, roenn man i^nen ibren 
IBfllen (Äffet unb fhafet fit nicbtr)! 3)arumb wiQ 
M, ba9 man meinem £. *) nicbti lafe gut fein, ic^ 
Met|e au<b nid^t fo \>M ') mit i^m a(S mit meinet 

Sbtabam ^atte *) einen föfMicben Stubm ))on 
Vott, ba i^n bet ^ett alfo lobet s) : 5tann id) 9lbxat, 
bam au(^ etmaS »etbetgen? 3)enn t(6 treip, bap et 
fetne 6d^ne unb fein <^auS »itb lebten , roa^ icb 
befolgten l^abtit. fU^, ^ert ®ott, reit ivenig finb 
folget aS&tet untet bet®onnen! S>atumb iU'^ctdaucb 
nbel in bet SBelt ju/' 

m. (TS.) üüi anbete, itein S3atet foO feinen itinbem bei 
feinem Beben feine ®iitet übergeben. 

(A.67.— Sl. 445. (457.) — S. 406». (415\) 

Sinet xoax bei S). SRattino ^) unb f läget fein 
Clenb^ baf et wn feinen Ainbetn# bie et audgefiattet 
mb efiriid^ begäbet, ja alle feine ®ätet auf fie gc$ 



r) €it. 80, 7 f. 8) «en. 18, 17. 

1) St. «. S. sab gebet Qut^} W. tri^ gii^ ee. t)^&nf« 
4ai. a; il., Si, u. S. nit^t t>iet. 4) W. kt b) ^a* 
kfm kt 9ifpt: CiBOM SJIdpnhauer. (««tilemaw,) 



268 



xoavbt f)attt, nu in feinen alten "otxUbttn Sagen "on* 
laffen unt) tmtct fcie ^upc getreten ipucbe t). ^) €pra4^ 
ber EDcctoc: //^efud @ira(^ gibt ten Seitern ben 
beflen ffiaii), ba et fagt: ®ibe nt(^t XOee auS bec 
ti^anb^ n^eil bu (ebejl/ benn bie jtinber galten ni<^t 
(Glauben. @tn SSater (n)ie bat @prt(^n^ort lautet) 
Fanu wofjl ^e^en^inber ernähren, aber je^en 5tinber 
fönneu nic^t einen äSater ernähren. S>arunib pres 
bigte man t^otieiten reitet bie unbanfbare Atnber 
vpn einem SSater^ ber fein Xeflament ^tte Qetnad^t 
iDcIc^ed er l)eim(id) in ein j(afien Derfc^lep unb leate 
ein Sattel barju fampt einer Äeulen mit btefen 
3B orten: 

aSelc^er SBater bad @eine gibet au8 ber ®e»alt^ 
/Den foQ man tobtfc^lagen mit ber 5teu(e balb« 

@o liefet man ))cn einem ?ßatn, ber ott fein 
®ut unter bie jtinber audgetbeilet ^atte, bap fie i^n 
foQten fein Sebenlang ba))on ern&t)ren unb erhalten; 
aber bie Jtinber ac^teteten feiner ni4)t, äBenn et 
ad)t Sage bei einem jtjnbe roar gen^efen, fo fagt eS : 
@r fcUt gum anbern aud) ge^en^ unb fo lange mit 
ibm ejfen. @inma( fam ber SSater o^ngefä^re jum 
Stbem, ber fap unb aß ocn einer ®an8; ba er be8 
äiaterd gehabte warb unb fa^e i^n, \>on @tunb an 
))erbars er {ie unb jlecfte {!e untern 2if(6« !Da nu 
ber aSater n)egging unb ber @obn nooUte bie QiaxA 
lieber ^erfiir tbun, n>ar ein jtrote barauS worben, 
bie fprang bem Sibem unterd 9lnge{id)t^ unb fraft 
umb f{(6, ba§ er i^r nicbt tonnte Io9 n^erben, fo ^art 
Hebet ^e an i^m, bid fit an \S)m üfki ))er)e^rete 
o^n Sluf^ören, fonnte nicbt fatt nod^ ))oU merben, 
baf er ba)>on ßarb* 

@oId^e @;rempel }eigeten fie barumb an^ bof man 
fefie, wie ^art ®ott ber jtinber Unbanfbarteit gegen 
ben aeltern firafet; benn ber Unge^orfam unb luu 
banfbarfeit ber^ugenb ifi ubtxani, grof u). (Kerne 



t) l8efc(n)etU4 ^oxf)tii ^tt 9ktn\^au «) 0. (Snfl 
wf^fT bie STflternveräibtet. 
1) W. i »a. 



2G9 



ne^mm pe^ toai bie 91eltem mft i^ter fauer 9lr6eit/ 
Slnt mb @dit»ti^ cmotttn ^aben , aber {ie looQf ri 
fie nid)t tiucft ibiebecumb nd^ren/ ba boc^ bie Sleltein 
ti laffen i^en batumb fo ^) fauet tuerben Sag unb 
9ta4t, bd^ fie bie Jtinbet rciA machen unb i^ncn 
M laffen mit (Befaßt Seibd unb Sebend/ finb iDctbcn 
tftmad^ fo t)cca(^tf r« 

ab! bie SGBelt {ft>) böfe, bebt balb in ber Su- 

!enb nnb Slätbe an; barumb Ht ®ott ba& Dtctte 
Mut gegeben vnb mit gto^etn ü^leip unb Scnfi bes 
fotlen: v^ce bein Sätet unb beine SRutter 2C. v), 
Vit aud) l^art barüber. Kber ber $apß, bec Sintis 
iAft, bat mit feinen. Xtabitioneu biep ®cbot OiotteS 

^fldAfet unb mit ^fif en getreten/^ 

■ 

. JfiZß. (74.) (Sin anbet«. 
(A. 67».— St 445. (457.)— S.407. (415^) . 

/,6ta Sater/ ber nu alt n^ar, battc feinen Rint 

Um olle feine (Bfiter übergeben, ba§ fie ibn fein 2e« 

kn lang n&l^ren unb erbalteh foQtcn; aber bie Jtinber 

»aren unbanfbar unb be9 aSaterS balb uberbrCffig, 

Nelten fbn febr f&rglicb unb genau, gaben ibm ntcbt 

fatt )u effen w). ^a ))erf(blo^ ficb ber 9IUe^ a(d ein 

gefcbeibter ÜJtaun, ber nu gchHftlget xoax, ^eimli(b in 

rin ') Aammer unb ftingelt mit ben (äülben, bie ibm 

fein SZacbbar barumb geUeben b^tte, ald b^tte er t^icl* 

9Mt». SDa bad bie itinber bAveten, Ificlttn fie Ibn 

bamacfe »obl unb in Stfun, ^offeten, er xoüxie ibnen 

Mel ®e(bl laffen. @r gabS aber bem Slacbba« mies 

ber, bft et flerben woUte, unb betrog aifo bie jtinber/' 

• ■ ■- . ■ . 

SS7. (7&) IDec StinUt unglef^e IRatnt nnb Krt. 
(Aw 67^. -r St. 443*. (455*.) — S. 405. (414.) 

S)oct. SRartin fabe feine Ainber an, bafi fie mans 
i6er(ei Statur unb Srt maren, ))ermunbcrte ftcb über 
Ootte« aOierf utiÄ ®ef(bfipf unb fpracb: „®ki(b reit 
bie art mancberlet iß, alfo finb ouc^ bie ©aben* nran^ 



•it 



' t) WUM. 11' w) ^0» & ' 

l>*/i'' fifffSt. m 8. ■■ §) 8t; «. S. t 1». •••• V) SV 



— 2T2 — 

gefunb£ften/ bcnn fie itnb berf^Iben in .ffllai 
gcn)o{)nct. Unb trenn bie Ainbet grobe 9lmm 
bcn, fo gecatt)en au(4 bte Jtinbct mif i^nci 
bie§ bU Stfabtunfl {eiget S)arumb ^ t% un 
lid) unb unnatutlid) ^ ba^ ein SRuttr r nicbt i^ 
fiiUct d) , benn barju ^at i^t (Sott bie S3tftj 
9Rü(^ barcin gegeben umb beS Ainblind niu 
fei benn, baf {ie n((4t fann fliUen, ba bci^ 
Cifen, wie man fagef 

813. (81.) 9RUm,^tiUx. 
(A. 68. — St. 432. (444.) — S. 394*. (403.) 

^i^Dl&nnec \iabtn ein bceife 93ni{} qnb Kein 
ten e), barumb ^abcti 9e avcb. tnef^r Sß«rflanbe 
bie SBeiber, weld^e enge Stufte ^aben un^. teei 
ten unb ®efap, boß fie foOen ba^eim bleib« 
.i^aufe fiiU fi^en/ bau8^alten, Ainbet tmgi 
jieben/' 

S44. (820 SBogn fie gef^affea fjaa^., • 
(A. 68*. - St. 43^ (444.) — S. 394*. (403.) 

,^®ott bat 3Jlann unb 9Beib gefcbaflfen/ H 
tumSKebten mitJtinbec trasen; ben9$a,Qn4W 
ren unb SBebren. Die SBelt aber (e|beM lunj 
brauchet ber 9Beiber )ur Unjuc^t, bet'SNinnejr 
)ur 3:9tannei 0- 

SBeibern mangeltS an ^ @tdrf unb JtrAfi 
2eibed unb am äJerfianbe* SDen SRanflCt an. 
fräften foU man bulben« bei^n bte 99{ä|uier. fo 
ern&^ren. S)en 9){angel am äSerfianbe foui 
i^nen n)unfd)en/ boc^ ibre @itten unb äSStife.v 
nunft tragen, regieren unb etwaA tu Qhtic . 
n>ie @anct $etruj8 teeret:;. 3fiv aR&nn.ei^ .»ot 
eurrn SQBelbecn mit. a$«rn wft unb ae^el b6)n)»4 
alft bem f(bwäd)flen SBevfjeuge feine. Sftite ^fd 
erben ber ®nabe beS SebenS k/' i. $et. 3« < 

• ^ • • .»• 

V . *) B»ttH4« ®ribff. : «) «««« «Ä -"B.Vi 
1) W. t itx. 



273 



Itt. (BS.) Hfl anbetf 901 IBdBefn, too^u fle geff^fra fdnu 
( A. 68». — Sl. 432*. (444.) — S. 394». (403.) 

,/S>n ^eilige ®fifl lobet bie SfBeiber, a(8 Subita, 
Sjiier, Sara 2c, unb bei ben Reiben flnb gelobet 
Sucrrtia, Xttemifia ^). S)ie d^be fann obnc SBciber 
tidit fetn^ no(^ bie SSelt befleben. ^\)tMi meiben 
ift cm Serjnei für ^uierei/ ber flcucct jle etlicber 
Saft; benn ^teifc^ unb Slut bleibet für unb für 
ffiner 9rt na4 unrein^ biS man mit (Schaufeln über 
ii)m berf(^iaget. dlin 9Beib ifi ein freunblic^er, bolb« 
fdittr unb fursmeiliger (Sefea bed 2eben« Sßeiber 
nagen jttnber unb sieben fie auf^ regieren ba8\l^aud 
nb teilen orbentlicb au8^ wad ein 3)lann hinein 
f4afet unb enoirbet, baf e9 ju 9iat^ gehalten unb 
nUlt annähe ))eTtbcin werbe^ fonbern baß einem SdU* 
iN it^titn werbe ^ baS Ibm gebühret. ÜDa^er fle 
oiub Dom «geiiigen ®eifi ^aucicbren genannt werben, 
H fie be« ^aufed S^re, @(bmu(f unb Sterbe fein 
fdlen ; fnb geneiget jur 93arml)er)igf eit/ benn {ie finb 
9cn >) (Bott baju aut^ ffirnebmli^ gefc^ajfen, baß 
fk foOen itinber tragen, ber aRdnner Sujl unb ^eube 
w* barmljerjlg *) fein*)." 

SI6. (84.) 3)<e gtoften Sente itcen. 
(A. 68*.) 

,,!lbam ^at gefeibiet an Sain, benn er meinete, 
rr würbe ber SRann fein, ber bem menf (^lieben ©e^ 
fiKec^t »ieber Reifen unb ber @cblangen ben Jtopf 

ßetcn würbe. Sfaac fei^Icte an Sfau, 3acob an 
>en, Scfepb an SKanaffe jc. h). allen ift« anbcr« 
ftagen, benn fie aemeinet ^aben. Sltleine Scfepb lot^b 
ffiuinnt ein @o$n, ben Sacob in feinem Slter ge:> 

Ciget, ba er boc^ nac^ i^m anbere me^r geieuget 
b 34 Mt aber, e9 wirb babcr fommen, bafi 



f ) IDe« toeibll^en •cf(blei(t4 9rommni. h) 4^0^ l^dß 
ittit fn S^ot^clt. 

S) st mmP mme(btM mit i^ttitt ^abtn. -^ » o 

lo 



2T4 



Sfla^el fagtC/ ba fic fa^e^ weil et nu alt xo&xt, t\ 
iDürbe nimmermf^t fein 9Beib wiebev ne^men.'^ 

817. (85.) Mnber ^c^en am f>tfUu M 0ott. 
(A. 68». — St. i\2\ (454*.) — S. 404*- (413.) 

„^cx StinUx ®(aube unb Beben {{} am befien ^) 
benn fie ^aben nur ba9 äBcrt^ batan ') galten fk 
fid) unb geben ®ott fein einfältig bie Qfjxt, baf r 
wat^r^aftig fei^ galten für geroif , n>a8 er ))er^eife 
unb gufaget i). SBir alten Starren aber ^aben bai 
«gerjeleib unb ffifli^ij $euer, bifputiren noc^ lang 
wm 9Bort, weld^ed fie, bie jtinberlin, mit teinei 
(Klauben o^n S)ifputiren fd)lecbt glduben. Unb cnb 
lieb/ wollen xoix anberd feiig n^erben^ fo muffen vi 
uns nacb i^rem Sjcempel allein aufd 9Bort geben 
tßit S^rifhiS faget unb mit einem, ^o^en Sibe be 
tbeuret^ ba er fpri(bt: äßabrlicb/ i(b fage eu(6, d 
fei benu/ ba§ ibr eucb umbfcbret unb »erbet wie bi 
ftinber^ fo werbet i^r nicbt in bad «igimmelreic^ tom 
men n. Ttattf). 18. (93. 3.). Sd ifl bed Seufe» Stmfk 
flflcflin k), ja Züi eine, baß wir un8 ))om SEBort fi 
lieberlicb lajfen abfuhren burcb anbere ®ef(^afte unl 
.g&nbel; meinen, ti fei me^r an benfelben gelegn 
benn an ®otte9 SBort (barinnen bod) all unfer SBobt 
fa^rt unb ©eligfcit flehet, ieitlicbe unb ewige) ^5ren^ 
lefen unb betrachten '). ä3idweilen gefcbie^tS aud 
unwiffenbe, bap wir nicbt baran gebenfen, baf fi 
S)iel baran gelegen ifl. SBir finb furwa^r arme 2eutc. 
barumb ifl9 am befien, nur balbe gefiorben unb be^ 
fc^orren/' 

Huf ein anbere Seit na^m S)octor SRartinuS £ti; 
t^er fein fleineS @6bnlin unb fpracb tu i^m: ,Jb% 
bift unfere ^erm ®otte8 Kdrrcben, unter feinet Onabi 
unb SBergebung ber @ünben, nic^t unter bem (Kefe| 1) 
SDu ffirdfteit bi(^ nt(bt, bift fid)er unbbefümmetpsUi 
umb nichts ni(^t ; wie bu e8 mac^fl, fo ifli unt)etberbet/ 



Ainber (Bottfeligfeit. k) tieifeK Sla^fUan. 1) Jtf» 

1) 8t. u. 8. aüerbe^. t) S» ^Mot. «\ «VeMi bfn 
Mitb »ftta^UW fe^It St. «. S. 



275 — 



S48. (81.) fSMhtt foOrB ni^i ba< ategtmeit .^btn. 
(A. 69. — Si. 440*. (452*.) - S. 402«. (41 1-.) 

/,S)ei arSften ^enn SEBeibei^ aI8 ftönfae unb 
Süi|im, finb in feintm Slegimcnt, fonbetn alTein bie 
SUbinei m> S>enn (Bott faat jum 9Bctbc: !Du foUt bem 
Um untert^an ftfai k. (Wenef. 3, 16.) S)ec 9Rann 
tAt im i^aufe bad 9tesiment^ et fei benn ein Verbam 
uoBalam, bad iß ein Starr, ober bdQ er bem 9Beib 
ani Siebe }u Q^efaQen fei unb lafe fie regieren , n>ie 
Mveilen ber £err be< Ane^tS fftatii folget @onfl 
Mk o^n lai fott baB SBeib ben ©(^(eler auffegen ; 
i»ie benn ein fromm SBeib fcftulbig ifl, i^reS äRanned 
Itafall, jtranf^eit unb Unglfld belfen }u tragen t)on 
»egen bed^böfen ^leifcbeB. S)a8 fflefeft nimmet ben 
Seibem 9EBeift^eit unb gteoierung. S)abin ^at @anct 

Sulut 1. Aor. 7. (93. lO.) geje^en, ba er fpric^t: 
) gebiete, ja nic^t icb, fonbern ber £err, unb 
l.Ximot(). 2. (93. 12.): Sc^ geftatte einem Sßeibe nic^t, 
btf fie U^re n/' 

M9. (87.) StiMhn finb Ootte« Oabr. 
(A. 69. - St.44f. (4W.) — S. 403«. (412«.) 

S)octor SRartinuS na^m fein Keinem Ainbtin )u 
M unb fpiflete mit ii)m, unb fprac^: „9b/ n)ie ein 
ffofer @egen (Botted ift ba8 n), bep bie groben ä9aus 
m unb Königen ft6pfe ni(bt wertb finb; fie foQten 
wn edue ^aben!^' 



(88.) IDet IReMf4 ifl an« itot^. 
(A.69. - SU 118^ (124.) - S. 109.(111*.) 

VI* S). SRartinuS gebabet ffatte unb auf einen 
■ftcnb na<|> bem Cffen bie ^&nbe n^ufcb/ fpra<b (t: 
,JBk »irb ba8 SBoffer fo unrein nacb bem Sabe? 
S^^ 14 (A^t t)ergeffen, bap «gaut unb ^leifcb von 
Stfif (Uib gemad^to); nie bie Ccbrift fagt: !Du bifl 
6taub unb ftfd^en, o äRenfc^!'' (®enef. 3, 19.) 



i> 9tumMH. B) 9hl J». o) Sitel bH ««V 

18* 



Ml. (89.) ffipi bei %Vi^tu mOrctmi. 
(A. 69. — St. B3'. {SSM — S. 79. (80*.) 

X)a $if<^e auf ben Stfd» geblaßt tuorbni, rebett 
X). üRattinu9 viel von gatilid}» Jlraft unb ^tung 
in brc @il}?pfunQ, „baf ein 3:i)ier vorn anbent f&ne 
unb gigcugt »itb '), fcnbeilid} Im 93affer unb Slerr, 
ba ein M(& viel tauftnb anbice brädite unb inigett, 
nie bet fKOQcn antefget. Stent man Mi^et oUt Xaar 
in bn eibe unb fle f|l bo$ fioUet $if<I|tp). S8 Ifl 
ungläublicfr, nie ji(^ bit ^ft^e meMen unb luftigen '), 
aUemieip im SReer; benn man fagt, bair bei SSeei' 
ftiom bei Slntborf alle viet SBiodien ein neue Ktt Bon 
glfi^en brtnfle »)■" 

es:. (90.) !DIt Snstnb fettet ^«^t. 
(A.68*. — S. 110.(112.) 

,,<£ln iungei anenfdi tft nie ein nntec SKoft q), 
bei Ujftt U(^ nidit (»alten, mng gA^cen unb nUt* 

fielen, niO ftdr immer fetten la^en unb etwaS fctn 
ut anbern, lann p(^ n((^t innen galten." 

SU. (9L) «ban ^at ftin «rot gcffM. 
(A.W. — St. 121'. (127,)— S. 112. (114.; 

!Da man Sim unb Slepfel )u Xife^ braute, 
fagt S)Dctor ÜRartinu« Sutljcr: „mnn Sbam nt^t 
geffinbigct \}ätU, fo ^ätt man fein fStob bebuift no4 
aetiau(^t, »Ic hätten nuc CbS gtbtaudjt/' S>a 
fragte einer: Eßionimb e^rijiuä nacE» bet Kufcifto 
^ung Jtpn {)ätte? SIntnottet er: „C^ilßu« ^at 
nti^t »Dtl) ober .gungerä falben aejfen , fonbctB it$ 
<t bamft beneffete unb bejeugete *) , et n&ie C^(> 
ftai unb na^tpaftig ecßanben." 



p) Zi%U^ «fl^tn« 9. q) «Tt bet SmcA. 

1) W. adibt. Z) W. ini^tm. I) St i. S. t tot* 
««« t/e atrfR t^it bct «unn m^ aAnim. «) St. i. 



I 



2T7 



S54. (91) Hin anber«. 
(A. «§•. — St. 443\ (455.) — S. 405. (414.) 

Sioct SRatHnud ©A^nlin, ber bed aSatnd 9{a< 
na lliat, ^aite ein J^Anblfn^ mit bem er fpieltr^ 
!D(i bal ber fBatet fa^e ^ fpra^ er : //S)iefer ftnabe 
mcNaet ttotteS- SBort mit ber S^at unb im mtit, 
H 9M ipxUit: .^errfc^et über bie ^ifc^ im SReer 
nb Sbier auf ®rben (®enef. 1^ 28.)/ benn ber 
^b lelbet aOeS Don bem ftinblin.' 



// 



156. (98.) ethauttn aller (Sottlofoi. 
(A. Ö9». — St. 89. (94.) — S. 83*. (85.) 

//iDiefe ®ebanlen f)at ber $apfl unb oQe $^is 
lefop^i: Sin i(4 fromm ^ fo ffal idi ein gndbigen 
Seit, wo nic^r^ fo ifl fein ®ott 2C. S)a8 Reifet fic^ 
fdber }u ®ott machen. ^(^ aber fann ni(^t geben^ 
. tm^ ttie einem SRenfc^en mäffe gu Sinnen fein, ber 
ei niibt ttnftlU) baffir IS^dlt, bap ein ®ott fei, ba 
n bo(^ t&glict fiel^et bie @onne aufgeben r) 2c. dt 
muf je biBneilen gebenfen unb if|m einfaUen, ob fit 
flbili gen^efen feie, ober er mu^ bie Stugen in ftot^ 
^rin flecfen »ie bie @&ue; benn bie Sreaturen 
(tnfe^m^) unb nic^t gebenfen, ob S^tanb fei, ber fie 
treibe, regiere unb erpalte, ba9 ift ungl&ublic^ ^y 

M. (94.) Dh aii4 bie ^prac^en nnb gnte Mv^ nnb an* 
bm wMAi^t &ahtn etwa« mül^t feien gnr ^eologia unb 
bie [^eilige Si^xifi gn »ecflel^eii ? 

(A. 99*. — St. 126». (132*.) — S. 118. (120.) 

hierauf antwortet S). SRartinud, ba er gefra^ 
getÄorb, unb fprac^: „(Sin SReffer fcftnelbt bejfer 
. ^m baS anber ; alfo f ann auc^ einer, ber bie @pra« 
4eK fann unb gute jtunfle xooi)l gelemet l^at, beffer 
tnb beutlic^er reben unb lehren. 2)a$ nu i^r ))iel, 
Me (hafmuS, wo^I gele^ret unb erfahren pb in 
tinflen unb @praqen unb boc^ mit grogem @c^as 



r) fHiMfnmg bo» ®oti 
^ 1) ^tfir^ Mr Baue tie (Snätittiu osfeteu %) t^%% 
9 mjfibmf'' fipU St. 



— 2T8 — 

ben imn, Hi Qefc^iebt glcid) alfo, xoit ber mefftec 
2:^eil bec 9Safeu in tobten unb toätgen^ )u bef^^U 
biflen unb }u t)ern)unben zubereitet unb gemacht rotu 
ben s). !Dacumb mu§ man bie !Dmg abfonbem unb 
Meiben Dom SRifbraud), glei^ n)ie £iob unterfcbeU 
bet, ba er ju feinem Sßeibe faget, ba ne fein fpottete: 
!Z>tt rebeft tt)ie eine ))on närrtfdien SEBfibem t) , meU 
4er ®pru(b mir allselt n^DblgefaUen l)at bar&mb, 
bap er bie Kreaturen t)om äRipbrauc^ unterfc^elbet/' 

8&7. (95.) Db av4 ba« iid^t ber SSernnttfi gsr S^eologie 

bif Bf ? 

(A. 70. — SU 126«. (132«.) - S. 118. ( 120».) 

^Darauf fprad) S). SRartinuS: ,,M Unterfc^eibe 
i(^ ') alfo: bie SSernunft^ fo t)Dm Seufel befeffen ' i{i, 
tbut großen @d)aben in ®otted (Sachen, unb Je 
größer unb gefcbicfter fie iß, befto grApem Sc^Of 
ben t^ut fie. 9Bie roir an mi\tn, flugen SSelt» 
(euten feben, bie mit i^ter Sßernunft mit ®ottel 
SBort ni(bt ubrrein fiimmcn ')/ ^a je t)trft&nb{get 
unb Flfiger fie finb, je mcbr unb boff&rtiger ßnb ^e 
wiber ®otte8 9Bort. SEBenn fie aber ^) Dom^eiltgm 
(Seift erleuchtet roirb, fo bilft fie jubidren unb ur« 
tbeilen bie beilige @cbrift u). S)c« (Sottlofen Sunge 
Idfiert ®ott; meine aber lobet unb greifet ibn^ unb 
ifi bod) ein ®(ieb, ^nfintment unb 9EBerf}eug; an 
beiben iflft eben eine Bringe, tt)ie t)or unb na4 bem 
Glauben; unb bie Sunge an i^r felbS, aÜ eine 
Sunae, ^ilft nichts %\xm ®lauben^ unb bocb bienet 
^e ipm, wenn ta^ «gerg erleuchtet iß. S(fo bienet 
bie Semunft bem dlauben auc^, baf fie ebim 
SDinge nacbbenfet^ wenn fie erleuchtet iß; aber o^nc 
Öllauben hilft bie SSernunft gar nicht* nidbt, fie fatm 
et auch nicbt/ ja fcbabet me^r; wie bie Sunge o(» 
Wauben an i^r felbe rebet eitel (SottetlAßening* 






8) CchAblifhf ihiiPerfol^rBe. t) ^icl. % !•. u) Ke^l 
ä^iti^U Sermnft 

1) St. t Aa«. S) Vr. ct. t> S\. ^«t ««ttM Soft 
üBwei^ien. 4) St. abir bie IBftiimft 



2T9 



SSoin aber bie SSetnunft erleuchtet \% fo nimmet {ie 
üüt ütianUn au8 (BotteS äBoi(t^ na4 bemfelbigen 
cn|M «nb {enfet. fie bie aui^. 3Xe ®ubfian| unb 
M SBcfen an i^m feI68 bleibet^ wie ti gefd^affen i% 
bkfttdlMt aber unb bat 930fe gebet untet^ wenn 
Me Snmmft ))oin «getitgen (Seift etleucbtet wirb/' 



(99.) Ooft dBt hes dottlofen l^ie »iel ®itet, alber ^en 
•ottfftri^tigeii ^itl mtffx. 

(A. 70.) 

!Da S). SRart, 2utber einmal einen guten SBein 
tronf^ (ptac^ er: /3it gl&uben nicbt/ bat unfet 
1^ ®ott werbe und geben mcbr, benn er fonfl 
toi gottlofen Steicben in ber 9Belt gibt^ welchen ec 
ibt auten äBein^ betreibe, dltx, «gübner^ ftap^anen, 
[I oue (Sreaturem Slber ba§ wabr^aftige (But^ nam? 
\\t f (^ f eiber ^ gibt er ibnen nicbt v) ; unb bal)er 
Onnen loir abnebmen unb fcbliepen^ xoai er un8 
Mb geben/ weil er ben (Bottlofen unb Sdßerem/ 
Ue ibn f(bSnben unb fcbm&^en, fo grof e t^eure &as 
tai gibt.' 



i 



«t 



(97.) Oottel Creatttren etfenflen toir iiic^t. 
(A. 70.) 

%\% über S)octor 2utf|er8 Sif(be bifputiret warb, 
»ie ein Ueblicb S)ing ber Sbau wAre, ba antwortet 
2). £utber: n%^ b&tte e6 nimmermebr glaubt^ wenn 
nicftt ble b^iUg^ @(^rift ben 3:^au felbd bi>4 gelobet 
\fiüz, ba ®ott fagt w): Dabo tibi de rore coeli 
(3^ niU bir ))0)n 2;^au beS ^immeU geben), ab/ 
crettnn ifl ein fcbfin !Z>ing ; wenn wir [Dllen creatio- 
nein gldubeU/ tom balbulimos et blaesi somus, unb 
fogen cledo für credo, wie ein Ainblin fpricbt Sem^ 
sei für @emmeL !Z>ie äBort finb wobi ftarf ^ aber 
bat ^er| fpricbt cledo. Sed per hoc salvamur« 
qaia capimiis credere. Slb/ unfer <gerr ®ott wei| 
vobi/ bap wir arme ftinblin finb, wenn wirS nur 
aw^ erfennen wollten. @agen bocb bie 9(po{le(n 



r)S>üi 949cß0 €fM^ w) «rat. S8. 1*. 



— 280 — 

fcIEiS : Domine, adauge nobis fidem x). %btt Wir 
M aüt flüger bcnn unfn: ^tn (Sott; ja, i<b felfe» 
bin au4 fß flug. Bir foniien^ ntdit fitcfltl)ett nisi 
per fitium, id est, Chrislum. S)aö 1{l alle fdfte 
$ttt)(gt, ta§ a (piii^t: Per me, per me, per me! 
ä^t tDiinetS nldit tt}iin, irtnn i^r cudi gl(id) lurfffet; 
tutift ben ©c^n roerben reir jiim SBatft acbratftt 
JDanimf) ircnn ivic nui glAubteii, ba§ unfer ^nt 
©Ott Hfiflct iPÄic benn reit, fo njütc un« fi^on ges 
Rolfen." 



IV. 

Xif^teben S>. SRoct. Sutietd hon ber Sßelt uift 

SAD. (1.) !Da< gottlert «Krffn bn OfU. 

(A. 70-. — Si. 216. (253.) — S. 229. (234.) 
,/X}le SBdt »ill @ott nidit fiii ®ott galten 
ttitb ^abm, nod) bcn 3:cufd fui einen Sieufel a^ttn. 
Unb nenn ein Sttenfcf) iW felber gelaffen ift lanb 
und) feiner 9Iatur unb SIrt t^un foDl ^), fo würbe 
et *) unfern .^errn 6)0» fletne jum genftet ^tnau« 
tverfen reoUm ^) ; benn blc SSelt ad)tet (Sott gar 
nli^tS a). iffife aui) ber ^falin b) fa^t: Dixit impiuB 
in corde sao, non est Deus. S)a(iegcn ifl bcr SBtIt 
®pU !Retd)ti)um unb fSicUufl, bamit fit if)ien ^0^ 
mutt) uub igoffart treibet unb aQet ^renturen unb 
®aben (.Hottet mipraudiet. Xxiopn ^at man lu 
Sntborf uot etti(^en ^a^reix ein ft^fn @piel unb 
Stlbe getrieben unb gefcljen, ba Slntborf fein abgt> 
malet unb in bet @tabt umb^ei M ein @4aufp((I 
auf einem 3Bagen um6gefübiet warb, unb btefei Xltcl 
cbccSIamc über bec @tabtgcf(^rlebenn)ac: Sfntbocf, 



) «M. 17, s. a) mmutt. b) «fat fts, t. 
) si. B. s. Ten. :) si. u. s. »in n emi' *) ..«< 



281 



eine iUnigin ber SEBelt Unb ttat auf einer @eiien 
Ut etatt gefianben ffteptumi, ein &ott Ui 3ftmi, 
Ut 6ro(bte nnb (c^anfte t^c grof e @(^ä$e. 9[uf ber 
rabetn Seite opferte i^r SRercuriud, ber Jtaufleute 
tbtott, ))iele ®aben unb ®fiter. 2>ie$ laffe mir ein 
tr^t Sontrafeiet unb 3(rt ber äßelt fein^ M ber ans 
toi ni^te if) benn SBerac^tung ®otted/ @to(} unb 

!Die 9Rönc^e rfl^meten t)orieiten ))iel ))on ber 
Sera^tung ber 3Be(t c) unb be^olfen {id} mit bem 
@pn((6 @. $auU )un 9iöm* am 12. jtap. (93* 2.)/ 
ba er fpric^t : SteUet euc^ nicfit biefer 9BeIt aleic^. 
Selben ber^alben fein ®e(b angreifen, glei^ ald 
»am ti xoliti ®oti xo&u, 9teid9t^um, Selb unb 
9nt gebraueben / ba boA @. $aulu8 unb bie ganu 
brittge @(l)rift nur ben m^bxau^, bed «^erjenS bdje 
Sfifte, Segierbe unb 'Bewegung \>txbt\xt, a\i ba ifi 
(■rtfiei}, Un)tt(^t, Städte, roel^en £fi{len bie SBelt 
na^P&nget, ja bamit gar uberfc^wemmet ifl/' 

M. (1) rDe< menfc^n^en ^men UnrtfdttH<(!elt, nnb e< 
toitb bo4 ehire IDing« latbe nBetbtilffig. 

(A.7a». — St. 123\ (129V) — S.lir. (116V) Doct. 

SRottinuS fagete ' ) : ,,SBer i$t ein ^firß ifl, ber 
ttoDte gern ein J{5nig fein ober ein jtaifer ^). Sin 
Sudler/ ber eine Jungfrau lieb tiat, gebenfet immer^ 
bar, wie er fie möchte )ur ®be befommen, unb ift 
in feinen Slugen feine fc^finer benn {ie* SS^enn er fie 
n betommen ^at^ fo wirb er i^r balbe uberbrujfig 
nb meinet, ein anbere fei t)iel fd^öner, bie er roc^I 
^tte fonnen uterfommen. Sllfo gebenft ein Slrmer, 
bitte i<b bunbert %\)aUt, fc woUt icb ber SlUerreicbefle 
Hin, »enn er fie aber friegt, fo wiU er i^r nod) mebr 
bttben d). Xai tgerj bleibet auf einem 3)ing nid^t 



e) ^tt Wüönäit fftnhm. d) @<(dbH<(e Ge^nfndbt <Scclef. 1. 

1) „ber" fthli St. n. S« 2) Su f 9Ba< ^tQtnro&x* 
ü| i|r ba« uta^ttn tvir, toU g^t nnb fd^^n H anc^ <{i; 
M bm, fo toit ni<^t (aben fdmen, ^rebes toit; tocnn voit 
WffOe befomm^ff^ Ar/»^ »erben to(r beffen aut^ ubcx^iü^\a. 
m^ H, 8} St. etil JtM$ tooUte gern Äalfet fein. 



282 



beftönbig^ baS ^aben bfe Reiben aucft ab escperientia ^) 
gehabt unb gefaget: Virtatem praeMotem odinms, 
sablatam ex ocolis qaaerimus invidi/^ ') 

(A. 70*.) Unb fagete Slnno 1542 S)octor Snt^ef 
bar auf: „Vii fiucaS @ranad|^ STlalft/ tn dttet/ fefai 
aSBetb genommen l^atte unb bie «Oocbjeit »Are oe^ob 
ten gewefen^ ba ^dtte er immerbar bei ber Staut 
bei n&^efle fein woQen. S)a ftatte ') er einen fluten 
f^reunb gebabt^ ber f^at ^) ibn ein mtü aufgef^otten 
unb gefaget: Sieber ^ tbue nic^t alfo! (E^e ein IfoU 
Sa^ce ^inge^et^ n)ir{} bu fein gar *) gnug boM^ 
unb- ti tt)irb feine SRagb im «gaufe fein, bu ntrß fb 
lieber bciben benn bein SBeib. Unb et ge^et an4 
alfo. S)enn praeseniia odimus, absentia amanuii 
S)at)on faget aud) £)))ibiu8: Qood licet, ioffratup 
est, quod non licet, acrius urit. S)at tß imbedlli- 
tas nostrae naturae, quod caro praesens bonn 
non agnoscere potest, sed solus Spiritus ngoMdL 
@o f6mmet benn bec Xeufel aucft baju unb wirfl to 
SBeg odia, suspiciones unb bdfe concopiscentias auf 
beiben Seiten ; baber lömpt benn bat SBeglaufen te 
Sb^ft^tnb. 2)arumb fo iß ein 9Beib vom balbe gc« 
nommen^ aber bajfelbige {letS lieb ju ^aben, baS ip 
Donum Doi, unb e8 mag einer unferm ^ntn <Bott 
wobi bafur banfen. SDacumb wenn einer ein 9Beib 
n^iU nebmen, fo lajfe tri ibme ein (Em|l fein^ bitte 
®ott umb ein fromm SBeib e), unb fage: 2iebec 
^err ®ott, ifiS bein gdttlic^er miüt, baf Idf fott h* 
ben obne äBeib, fo bitf bu mit; wo n{d)t fo bef^nt 
mir ein frommen SRann ober SBeib, mit bem ober 
ber i(b mein Beben {ubringe^ ben ober bie ii^ Ikb 
(abe unb fie micb nieber. 2)enn copnla ctmaUs 
t^ut0 nicbt/ ti muß ba fein, ut conveniant moraa et 
ingenium.'* 



«) V^eBei 

1) SU «■« (Brfol^niaa. S) St t. ft. ^.„^ ■..„■■■,, 
Sigeab Baffem toit\ isnift fie mm aal Be» Vaica aal UaMa 
fß, fc fad^ t»it fU. t) W. ^Bc. • 4) W. |iAt. 



~ 283 — 



M, (t.) SXe Seit faRii ^nte Sage nf^t ettrages. 
(A.71. — St 247. (254.) — S. 229*. (235.) 

/iSDie aSelt fann n{(^t8 weniger ertraaen^ bentt 
gnltSase; fie. fann gute Sage unb äBo^Ifa^rt nid)t 
tonten, fie tat )u f^wac^e SSeine baiu. ®ef)etd 
»otl/ fo ubec^ebet fie {ic^ unb wirb flolg/ ba$ 
Simanb mit il^r auSfommen fann. ®e6etd aber 
iiM)u, fo t)er}agt fie, n>lK au8 ber «ßaut fahren 
tut ^(ft ni(6t trofien lajfen, wirb ungebülbig, I&flert, 
fitimrret unb murret wiber ®ott f). SUein S^riflud 
tarn eS beibeS ertragen unb feine S^rifien wiewohl 
[(MAIiA/ bur(t feine ,^älfe unb Seifianb bee £eilt:: 
im Oeißd. aber «ertnei, 9{atf) unb £ulfe iff ber 
uttlofen unb blinben SEBelt unnä$/ eS tft Xauf unb 
tiefem an i^r t)erloren. 

(Bett fagt im ^rop^eten: di ffobt fein SSoIt 
■it Dielen frönen ®aben begnabet, e8 ^at aber 
Biitt gesoffen, (ab ntcbtS bamit au8geri(btet nocb 
MiUenet. Unfer 2eitte fieUen fld) if^t, wie jene t)or 
lioei taufenb ^al^ren ; ti bleibet ^i>4 einerlei 9ta$ 
tv unb Srt ber SRenfcben }u aQen Seiten , wenn 
•otte§ SBort unb @iimm flinget g). 

eben alfo fagen auc^ bie S3if(^D{fe unb bie ed 
irit bem $apß galten , wie ))or Seiten jene fagtcn : 
Sliubt au(b irgenb ein £)ber{ier ober $barifäer an 
ita? (So^. 7, 48.) gürfien unb S3ifc!)offc glauben 
efm fo wenig ber fie^re beS Süangelii, fo wenig 
ime gidubten )ur Seit S^rifti unb ber apofiein. 
^) S>ie Soft^eit ber t^einbe bc8 SDSortd ifi nicbt mcnfcb:: 
Ii4/ fonbern gar teuflif« h). Sin SDlenfcf) ifi böfe 
Ba4 menf^lic^er 9Beife unb Srt, wie er burcb bie 
fckffinbe »erberbet ifi; wenn er aber »om Sieufel 

SBettoetfe^ruig. g) «tt raffet ))on «tt nidft 

M 9MUer Orirnm. 

l) St. Oott faat im $ro))Beten {^ofea am 6. Sa)). (93. 5) 

«« fciinn Soff: Sd^ l^offle [(e bntd^ bie $tov^e>- 

tei X. Iber alle« umronll. (B« Met fi^ {et^o He ®elt gt' 

|(i VcM fiott Ooite« aU bie »or 2000 ^al^ren. CadU emm 

I^ .^' J^T'i^'' '\"''"'f'' rempora. Uttb bleibet ^, 



— 284 — 

befeffen unb getrieben xoM, aUbenn wirb bie 4ef< 
tiflfte unb bitterfte ^einbfc^aft swifc^tn ttfm unb bei 
SBeibeS @amen. ®enef. 3« (93. 15.) 2)ie crße 
Xafel bec Ke^en ®ebot ®otM f^at wiber fd^ bie Seu:= 
fel^ bie anber aber M nur Äeute/' 

863. (4.) Vinnüi^t Seste. 
( A. 71. — St 247. (254*.) — S. 230. (235^) 

2(m ©arten fagte ') !Doctor SRartinu« 8ut^: 
^,9Benn bie unnü$en 2eute mähten aüt fterben, Jo 
mfl^ten boc^ n)ir unnä$ tt)erben; benn ber Seufn 
mv$ unnä$ ®efinbe baben. !Darumb lajfet fit fmmn 
bin leben^ weil tbnen (Kott baS 2eben aonnet^^ SM 
fagt er ))on unnu^en ^cffc^ranjen uno anbem imt 
ten me^r. 

864. (5.) Unbanfbatfeit Ux fBtli fvU dvongcttin. 
(A. 71. — St. 13*. (14».) — S. II».) 

/.S)er S>ax[t, fo bie SBelt für bie Sebre be« beU 
ligen ^) ®)>an^elii t^ut^ ift eben ber^ fo fie (Effct^ 
aetbän bcit^ namlid) baS Jtreuje ; bef ^at »an fidf |a 
i^r )u )>erfe^en unb leinS anbem !^^ . 

^ 865. (6.) (Sin aibet«. 

(A. 7P. - St. 13». (U\) — S. U*. (12.) 

2)a einer flagte über bie große Unbanfbartett ber 
2eute. [pracb S). SRartinuS 2utber: ,^ie9 3abt ift 
ein ^abr ber Unbanfbarfeit^ baS tflnfHge unb fob 
aenbe aber tt)irb ein ^ai)t ber Xacbe fein. C8 iß boi^ 
fein S[ufb6ren; ®ott muß firafen aucb toiber feinen 
aEBiOen^ 92atnr unb «rt, wir uberma(^en8*/M) 

866. (7.) Sttum^ 9Mb. 
(A.71*.) 

S)a SDoctor 3Rartinu8 Butler gen Sttemetf*) 
fu^re^ fpracb er: ,,9EBie mancherlei Zobe ^ben trit 



i) Ofa. 1. 

1) Su t. S. t bei me^ttni «^^tüL t^ 81. «t M «if 
fißi 8iit 8) Hl^eiUgem'' \m Vf. «> K. MiMU 



'f ' ■■ 



— 285 — 

Ol nfem StXbt, tft bod^ nlifti benn eitel rnoni, Sob, 
Mtmil; fe^ aOe Vliebet an, fo wirft bu a finben/^k) 

SCI. (8.) SRenfd^eii «tt mit (BfTeii. 
(A.71». — Sl.ll9\(1250 — S.110.(112.) 

3<r ^aben aUcr t^rannif^en Sf^ier 9[tt an und 
nitefihil). S)fr 9BoIf frijTet ©c^afe, wir au«; 
to^uAt «l^ubner, ®än8/ wir au(^; «i^abidl^te unb 
•dff effen SBAgel, wir aud); fechte ftcffen ^ifcbf, 
wir au(b. SRlt fcen Dc^fcn, ^ßferOen, Äu^cn effen 
»ic Ott« ®raS ; mit ben @(f)weinen effen wir Ttift 
imbiDrecf. über inwenbig wirb ^) Mti )u ^ud^y 

868. (9.) ffia« SReitfcl^eii .feien. 
(A. 71\ — St. 123. (128M - S. 1 13% (US*.) 

,,9Bir linb ein böfe fabrenbe^abe m) ; wir woUen 
gUsben, baf und ®ctt gewip woUe gnibi^i fein/ weil 
n ni feinen @o^n gegeben ffat, fonfi iftS gar au6 
mb nmbfonft mit un«/' 



(10.) fi^ctsmb Oott bie ffielt %t^d)a^tn l^ab. 
(A. IX: — St. 85. (90.) — S. 79». (81*.) 

/,®ott b&tte wobi mögen bie 9Be(t unaefc^affen 
\^% aber er Itat fie gefcbaffen, auf ba^ er fein Sbre 
nt aiacbt beweifetc. 3Ran foU unfern «gerrn (Sott 
mittftagen: Ooare hoc facis (äBorumb t^ufi bu baS)? 
Sh foOen t^un , xcai une bef oblen ifl, unb barnacb 
ni(i)t fragen : Onare (SBcrumb)? 3)abin muffen wir 
boimen, bap unfer «ßerr ®ott frömmer ') fei benn 
»lt.'' n) 

170. (11.) ®o ba< (»uit unb S6fe l^erfcmme. 
(A. 71 •.—St. 92». (97*.) — S. 86. (88.) 

,/SEBa8 gut ift, bae i^ t)on ®ott; waS b(fe ift, 
M t|l Dom SeufeL !£>er äRenfc^ brandet (But unb 



k) 9om. 6. I) gteifetei m) ^odjia^ttoe. n) O. 
1) ft, & jr- IT. t 00. 2) SU s. S. Jtptb. ») 81. u. 



— 286 — 

SRut^ wiber &ott mel^r benn )u feinem Bebe, bai 
eines aRenfc^en^rcunbc {inb feine gtöpten t^einbc/^ 

871. (12.) mit 

(A.71*. — St.l4*.(15r) — S.12*.(13.) 

,/S)ie SBelt )>erflcl)ct nid^t, xoai ®ottet 9 
^et§e/ nod) n^oUcn fie alle evangeltfc^ fein. 9t\ 
beißet: Multi vocati, sed pauci elecli (Siel {{nb 
rufen, ober wenig finb *) ou8erwd^letp)." 

172. (18.) SBommb Ut Reiben fo f<^6i S)bid »om Xobi 

fci^drbrn. 

(A.71«. — St. 533. (548.) - S. 485«. (496.) 

,,aMicb nlmmet oft JBJunber/' fprod) JD. S 
tinu8 Sutber ^), „waö*) bie fieiben bewegen^ 
fie fo fcbön iDing ))cm 2:obe gefd9tieben l^aben, 
er fo graufam, grapllcb unb b&§iid) if^. 9ibti n 
id) gebenfe an bie SBett, fo rounbert e0 mid) gar ni 
benn fie baben unter jicb t>iel SSubenflücf t)on i 
£)betfeit feben muffen, bie i()nen we^e get^am b^bei 
mit nicbtd anbetd benn mit bem3)obe bebrauen f onnei 

^aben bte «Reiben ben Zoi fo gering gead 
ja fo eijxlidj unb f)0(b gebalten, wie ))iel mebr fol 
wir Sbtiiien e8 ^) tbun? S)enn bie armen 2 
babeu ))om ewigen Seben weniger benn nichts aewi 
wir wiffene aber, nod) furchten wir un8 unb erfd^n 
fo bart, wenn man und ))om Sobe faget. Sßo^ 
ed fmb unfere @unbe, unb wir muffen befennen, 
wir arger benn bie «Reiben leben; barumb ^rM 
uns ni^t unred)t baran* S)enn je gr6per @unoi 
graufamer ber 2:ob ifi« 2)aS fielet man an ben ] 
ten, bie wiber ®otted ®ebot ge^anbelt ^aben 
fierben foUen, ober t>a^ man tl^nen t)om jiingften 9 
faget, wie jie jagen unb toben, wenn fie gleid) f 
unb gefunb finb r). ©olc^e Jtr&utlin ßnb wir!'' 



0) 9latt(. 10, 86. p) IRatil^. 20, 16. q) 
jDierfeit Sanm. r) Xob« SUtem. 

1) „\>wcnm — %tinU" ffl^U St. «. S. 2) „fM" 
St. n. S. 3) i^fl^rac^ 3>. 9tatt. ft." ft^ St. t. S. 4] 

tt' S. f bp^. 5) St. bat. 



— "287 — 

M (li) Socto VtaxÜMi Sttt^et« Oebanfea »^n bet ffittt, 
ba et ip4 ^> bn ita|))>(B ttat tc. 
(A. 72. — SU 240*. (253».) — S. 229. (234\) 

«/E>a Üb in bet Stapptn wat unb erßllcb an^flb 
11 [(treiben, ^tte i(b ni^t gemeinet baß in ber 9BeIt 
ttt Zeufel bie £eute fo heftig plagte. 34 gebacbte, 
»ir li&tten ben Seufel aUein in bcn ftUiiern s). Unb 
ifimdl wo^I mdgU(4 gen)efen, »eil bic ') äRönc^e 
He Seit eingenommen , bap bie Xeufel in bcn %bel 
inb Sauem gefaxten finb , ouia multum peccant in 
reBNbliGam. @ie ))crbecbcn Banb unb £eute '), t^un 
gro^ @(l)aben.'' 

171 (!&) Oleif »ber anfr^enKf^et StaX^^tUv.f 

(A. 72.) 

/,S8 tfl niäiti @4äb(i(^ec8 benn ein gteipenber, 
aaTeinUcber, ^eucblifdjec Statl^geber. SBenn man feinen 
Stiä} unb Sebenfen ^öret^ fo ^at§ .^änbe unb ^üße^ 
tmni aber foU angeben ^ fo \tt\)tii wie ein fiatigec 
Sattl, ben man nid)t fann forttreiben.^^ 

175. (16.) IDie soweit toill Sott immer reformiren. 
(A. 72. — St. H\ (16.) — S. 12». (13.) 

IDoct. SRartinui 2ut^er rcbete t)on ber großen 
airrifcben 2^or^ett aQer SRenf^cn t) , baß wir arme 
hütt noQen wn ®otte6 SBort') urtbeilen^ bem 
virbpcb ge^or^en unb ge^orfam fein foUten, fd)led)t 
gl&uben unb tf)un, n>a0 ti *) fagt '). „®^ gema^:: 
wtt mid^/ gleid) a(8 wenn bie Aac^el ober ter 2:opf *) 
»oOte benXApfer lehren, wie er fie machen ^) foUte. 
lUfo wollen wir un6 *) wiber ®ott fe^en^ i^n refor» 



flttod^ XiuUl t) «Bett iriuaelei. 

1) Su s. S. »ieL 2) St. n. S. t nnb. 3) S. t)on 
•fH. 4) S. er. 5) St. Q« fagte anf eine Seit ^. 
Ibrt. : Orof ifl ber £ente 2:^or(eit. SEßir atmen SD^enf^en 
»olei von 6otte« ffiort urtteUen nnb barfiber rfd^ten, bem 
Mir bo^ fttaä€ gel^orAea, gel^orfam fein nnb gUnben (oUtcn. 

SHObfc bnr Z^f'^ fefit SL 7) St. t nnb jubexilU». 



— 288 — 

mfren^ in bie @c6ule fuhren ttnb (e^rcii/ bf 
clcnfcc, t)erbcrbtc (Sreatiir bcn M @*6pfer. < 
{iet (gWatt^. 17, 5.): SDiefen») (S^rljhim) | 
^5ren; unbu): <!^5re, ioAUx, f^au baro 
neige befnc D^ren, »ergf^ befne« fBolU unb 
Saterd «gau^. 

9{U/ n)enn 9(bam fcbon ') nic^t gefaUen 
noc^ *) bemiod) Ratten rote ttn8 allein ^ 
bem ®) SBott gerfcbtet ''), unb nellen nu 
c^cm %aü •)/ ginflftntf imb t)erberbten 9ta\ 
))cta4tcn •)? 

!I)acumb ifl bie p&pftifcbe jtirc^e v) am a 
cif(^ficn^ bie nur auf bie duferlidje S^tdjt b( 
nunft nac^ gegrunbet unb gebauet \\t mit ben 
lid)en Äinbetpoffen, baran foll unfer ©eligfelt 
ben fein ^®). 9Bennd bo^Moralia ro&ren, na 
barfeit gef^ellt, unb Juridica, nad) ben xo^ 
Siechten angericl)tet *M. 5ft8 bodj lauter 8 
unb ?lJuppenwerf/' 

376. (U.) <D{f mtU ifi unbdnbig ttnb Uffet fi« 

gieren. 

(A.72. - St. 246*. (254.) - S. 229*.(234\) 

,/3Belt voill unb fann ^ä^ nic^t mit ®efefi 
Siegeln regieren laiJen, ift gar unb&nbig unb 
lo9^ fann unter feine SRegel bracht werben y 



u) $fa(. 45, 11. v) $apiflif(l»e itir^e. 
SEBelt regello«. 

1) St. i^te«. 2) St. Q« l^eiiet aber, ben. 
5a, toenn gleid^ ^born im $arab(e«. 4) „nt4f^ 
n. W. &) „aUfin" fr^U St. 6) St. t gettlid^en. 
rieten müfTen. 8) S. f au« 9) St. nnb io(r 
Ott nad^ bem ffaH in folget giiiSmiif veta^tei. 
IDamm ifl be« ^apll« itird^e fel^r lA))))if<^ iib nAr 
gottloe, fo allfin na6f ber SBernsiift ol^n Oottel t 
ben 6anb nnb Slenfc^rn gegrinbet; an He Anfetli^e 
^ofen nnb SHanentrer! fou nnfer €elfafe(t aeBmtb 
11) St. Senn e0 lod^ Horalia ober inrifttf^e friditi 
tvefen toättn , fo jn dn(etVU[)Ct ^itn fttL<^ «Ib Q 
^itnttftt, fo tpftre te ein toeni^ ^\«^m%«iu 



289 



viff') ))0flelfrd fein toie bat verbum anoroalam im 
3)oaat Sun, es, est, eram, foi etc. S>a %^ktt9, nod) 
tHfffdU M flflc nti^t, nadi in Siegel, ime fonfl aiu 
taf Sort ; et ae^et beifeltt/ quec aut ben ^olitvefl 
■ bot fkttimftlt. S>a finb Defecliva, bartnnen 
ittagel ift, ba feiltet et an biefeni/ ba an einem 
Mtecn Dxtt ; »ie bat Säc^Itn in @(bulen, fo Bellam 
Gnnmatictle (ber Arieg in bec (Brammatica) ge» 
Baint »Irb k. SUfo ge^ett aud) in ber f&tlt, bie 
wü M niAt mit Oefe$en regieren laffen^ ifl nic^t 
uttr bie Siegel no(6 3u4t unb SDifciplin }u bringen ; 
Ik ifi bet Seufelt Sraut, ber fie reit unb treibet, 
Ni( fie nur gern unb t)on «^ergeu t^ut, wat tbr 
Srftutgam wilL fOtan muf bi% Sum, es, est laffen 
Hri6en, unb nic^t Sum, sus, sut baraut machen, 
tnn et ifl ein eigenfinnig Verbum unb SBort in ber 
Icanmatica* SDarumb laffet ttnt wachen unb beten, 
ba 6atan fd^I&fet tt)a^rli^ nid^t, er wirbt roa^rlicb 
gor nänberli^ DerMen wiber bat SBort (Bottct, 
tnb vir »erben ibme mit unfer Unbanfbarfeit gar*) 
iMiblic^ ba)u fielfen unb S^rißum vertreiben*/' 

877. (18.) ®a« Sßett {ft 
(A.72». — S.72*.(74.) 

//SBelt iß ein .^aufe ober SScrfammiung foI(^er 
tote x), bie nur )>on (Sott empfaben allerlei 9BobU 
4atm unb geben bem &tbtx bafur i^ren Unbant 
inb Säfkerung/ 



i0 



9n. (19.) Xretnld Olrab hn Sttn^^n. 
(A.72*. - St. 250*. (267.) - S. 240*. (246.) 

,,aRenfcben finb breierlci SIrt. 3)ie erflen finb 
bn: gro^e ^aufe, ber ficber babin lebet, obn 
InDinen, erfennet feine t^erberbte Statur unb «rt 
tut, fftblet ®cttet 3orn niAt n:'iber bie €änbe, 
Nget ni^t bamacb y)« S)er anbcr «l^dufe ifl bcrer, 
Mebur^t (Befr^ erfd^redt finb, fflblcn (Sottet 3^'^» 



i) !^n 9Mi deßaiUo. y) fötil 
l) St m. S. tgar. Z) „ßot^ ft^ w. 



I 



I)6rcn aber ^ie ^rebigt Ui SDangelti, ba^ (Bo 
@finbc !)ec{(ibct aud ®nabcn umb S^rifluS n 
bcc für un§ bcm fSaicx bafur *) gnug ^ttffati 
ne{)mcnd an unb glaubend, n)ecbcn alfo gerec^l 
felig für (&ott a). !{)arna(i) bemeifen fte tl^ren ( 
ben aud) mit allerlei guten SSerfen ali ^äcfetei 
®ott befohlen l^at. S)ie anbetn {weene Jglaufim i 

879. (20.) IDet Sauetn nnbanüatfctt. 
(A. 72». — St. 254». (262.) — S. 236*. (242.) 

,,!Die Sauern b) jinb nicbt wertf) fo vieler 9 
tf^aten unb ^rflchte^ bie bie Qrbe bringet unb ti 
S<i^ banfe unferm ®ott mebr umb ^) einen i 
ober ©taube, benn aUt SBauern für oUe i^re fle 
S)a fpracb $^flipp. aßeland^t^cn : (&i, S)omine 
cicr/ ncbmet etliche SSauern unb SIcferteute au8 
Slbam, ytoaf), Slbrabam^ Sfo<^^ ^^^ auf feinen 
binnud ging, bap er bebenfen n»ottte ®otte< Q 
in ben Kreaturen. ®enef. 24. (93. 63.) 

«80. (21.) SDeU.-aBtae. 
(A. 72». — St.319». (330».) — S. 294. (300».) 

,,!Dic 9Belt rolU 92aci)teulen baben, baS tjl, 
tcn unbaberglaubifcbe; ba fliegen bie 93cgel ju, 
ift, bif SBelt ))crn)uubert ficb ibrer, nimmet ^ 
grop^n @^ren an> gibt i^nen ®elb unb Out gi 

881. (22.) ffidt glftnbet niibt, baf «De«, toa« e»* tt 
' €)ott fomme nnb fein (fifef4ö))f nnb Crbusig fd. 

(A. 72». — Sl. 248\ (256.) — S. 231 •. (28^.) 

//S>a9 bie S^e ein (S^e fet, bie ^anb ein 4 



J) „bafuv" ff^tt Sr. «. S. t^ ^\. 11. ^v \lflu 



siAt^um iinb Ofitcr Oäter feien, baS verfielen aße 
mfcbci »oH «I&ttbend audy c) ; aber (glauben, baf 
t C^e^anb Qboiie» (Befi^öpf unb CrDnung fei, bie 
bibe nnb oiibere OUebtnape (Sotted Sreaturen, bie 
^ifc, £(eibunfl unb anbete (Bflter, fo wie b^^^n 
rib aebcottcfeen , un8 bon ®oU «cftbenft unb Aege^ 
n pnb, unb olfD Don aKem anbccn, bad ifl aUciu 
Mte« 9Berf, bap mant glaube/' 

n. (ü) tfott ifl §elf|ttei wb loeifer, tenn toit nnb b(f 

goBiff ffielt 

CA. 73. - St 37*. (41.) - 8. 37 (37V) 

,,Crafmu§, Cecolampa'biucf , S^^ingliud/ ^axU 
lobt K. d) meffen unb urtbeilen Hüti nad) ibtcr 9Scr< 
imft unb aßetebclr, werben alfo }u @d)anben. 3cb 
ter banfe unferm ^erm ®ctt, ba$ id) n>ctß unb 
■falbe, (Bott fonne mej^c benn id); er fann etn>ad 
le^d macben, benn ttb begreifen fann; er Faun 
il un(id}tli(^cn S)inaen {id^t(id}e mad)en. S)eim 
Bei, not i^t aud Jtraft bed Svangeiü flefd)iebt, 
d ffnb fltbtlic^e S>ing au« unficbtUcben. SEBer hätte 
ft lebm äc^b^^n gebatbt baß ed fo n>ärbe rocrben, 
ie ed i|t ifl? Siber ^leifd) unb 99(ut ijl gottlob 
ib iß (Bottee ^inb e); (8ott vergibet und bte 
finbe ani (Knaben unb brauet )u flrafen SSeraditung 
ib Unbanfbarf ett , benn er faget ie: SSerbet ibt 
4t gidubeu/ fo werbet i^r umbfommenf}. (Sl>e 
Ir baB glAuben unb bat Q)ef(benr umbfonjt aud 
Bier (inaben annehmen ^ marterten wir und rbe 
Zobe , gingen im ganzen iturip )u @. Sacob. 
«nma^ SBaprbeit unb 2eben bienen nocb gcbfiren 
drt für bie 9BeIt, fonbem £figcn unb SRcrb, 
itii veld^en efncd beS $ap{l8, baS anber bed Xfir« 
K eigen 3Berf Ift, wiewohl fd^ier SRau« ald TiixU 
r (fk; e8 ^nb jwo <^ofen eint 2:ud)t/ 



t* 



e) OiUpnffAiK <r; JtütgttKge. e) |tc«, S. t\ ^ 

19* 



— 292 — 

IM. (S4.) tIntMnailrit, 
(A. 73. — St. 254*. (262.) -^ S. 236*. (342.) 
S)a junge .gül}nei auf beii Xff4 atttatm wuti 
ten fätgctiaQfn, fpiac^ S. SRartlnuS Sut||)er ju 9Kd^ 
ßijlfr 5licoIao ^ouemann : „I)o fcljrt t^r trt »aumi 
®(^ä$c g) unti Suit, bie jte bp^ nli^t rtfennm, bof 
fle von ®ctt fcmmen unb gegeben weibcn *), banfen 
j^m aui^ ni(^t bafüi." 

S8J. (ES.; ein Mint. 
(A. 73. — SU 259. (2M.) — S. XU*. (24S.) 

„3n bet $eßfleni ^ie vofütt fein Sauei ^dIl 
(£teT, Suttei, JEäfe, Aotnu. Ijecein füljren, ba muf* 
ten rofE fut eine $[age groo leiben, atä ^ciUIeni 
unb.§uilacr; wenn fie e9 abn brouftn Ratten, mufs 
ten n>iltt von i^nrn auf(e(en." 

SB5. (W.) UnbcffAnbigfcit mtnfi^ll«^! «m«- 
(A. 73. — St. 124. (129*.) — S. 114*. (IW*.) 

/,X)e3 SRenfc^en ^txi ifi g(ei$ nie f^ueiffllbtt h), 
bad i^t ba, balbc anbtrd xto ifl, ^cut alfo, mfftgm 
anbete gejinnct. Siaiumb i\ti gat dn annfeltg 3)uig 
unb Sitelfett, nie GcclesiasteB, b(t ^rcbfger @a[D< 
mcn{§, faget, baß ein !DIcnf^ begehrt ungeiDffi 3)ing 
unb fcf)net ftf^ barnaci), unb baf et nlc^t mtlf, nie 
cB getat^en wirb ; bagegen ba9 gcntf Iß unb baS 
aQbcreit geral^en \^, vetaibtft ct. 

S)a<6ciirg t^tlcbeti^ icgiettci), mißfiel itnl beibe« 
ec unb fetne SanfhnAttiigfelt unb Slnb^fett, baf n 
ein fiiebliib, geiugig unb eingeiogen Regiment unb 
.gof fÖijKte, unb bofften auf einen «nbem ieffexR, 
brr naib üjm nütbc anS ERcglmrut tommnt. Üi, 
fagten trir, wenn nii >&etiog ^anfen ^Attcn, ta 
nlxH fein nctben! S)a nii t^n nu Ratten nat) 
•^etios 3<^lebcrlibe Xobc, ba begebcten ftlc ben ttb 
gen ^eiiog, So^annS ghciebttfc^en AurfAcften, m 



1) Su u. s. gtgtbni fein v. VAvwnn. 



— 293 — 

l^n^ fagten »it; ober über brei ^afixt fo 

animb tDa# un8 ®ott gibt, baS woUen n>ir 
ber^alben bat aucb ßl^tiihtS ntcbt xooütn *) 
^ regieren, fenbern ffM bem Seufel befob«" 
kern faat er: Stegieie bu *)• ®Dtt aber k) 
inber SRann unb ^at ein anber Statur, 9rt 
nn. ^di, fpricbt er, bin ®ott, ber ficb ni^t 
0* ä<b ^alte fefle über meinen SBer^eipun? 
> SDrauungen. 

Sen fotten (Kctt banfen für bat, baS gegen« 
; unb gleid) wie eS geuoifi i{), alfo ifii 
t\ unb Oott bef^eret unb gibtS aui lauter 
nenblicben Sarmbertigfett, unb fingen ') ben 
falm: Sobet ben ^erm, aUe «Reiben, pretfet 
e SAIfer; benn feine ®nabe unb äBa^r^eit 
iter unt in Swigfeit/^ 

•} fSM 9«(ui0elliim be<ft aif ber SKenfAeB Ooei^eit. 
(A. 7S». — Si. II. (18.) — S. ••.) 

Meid) »ie bie ftdlte grSper unb gefcbn^inber 
I SBinter, wenn ^ii bie Zage (Angern unb 
ine un9 n&b^^ fömmet (benn biefelbe macbt 
:e bic^tcr *) unb prept fc yifammen) , alfo 
tdt ber aXenf^en SoS^eit größer, ba« tfl 
lei, unb bricht ba^ ^erfär, wenn bat ^ 
Hmn geprebigct: wirb i). 3)enn ber «geiiige 
tafeft bie SEBelt umb bie Sunbe, welcbS bie 
4t fann uoc^ wiU leiben/' 

r» (W.) 6i(betl^e{t Mb ^offott bet IResfc^en. 
LWN— St. 14ft. (151.) — S. 135«. (138*.) 

tambet ift», ba§ bie Seute fo ^c^er unb ^of^ 
lA^ ba wir bocb fo ))iel un)&bUfl( Cjcempel 

Mi 1) ftergeniiiQ bet Senfe. 
L nb loeiben oif einen anbetn (ofen. 2) S. t 
S) St. n. S. (&ft ben ITenfel fein 0ianm M |n 
[|. 4) St. )9et&nbect n. S. Ärgert. 5) St. nnb 
M Snabei bef^ttet ^ai, loelib« toie getoil t% \^, 
H m4^ aah foUiu fb^en % anb glel^^e — ^u« 
», S. m. W. Met. T) 8t. n. 8. t *«tti«^ 



_ 294 — 

unb Vtgumtnta uittn un0 'iahtn, Mc ukI btUtg foB< 
tttt •atttnafmtn unb tttihtn ju $ur4t unb SDeimtl). 
ZXnn nftlid^ ^abm irlr Ftint gtnifTc CStunbe br« 
3c>bc0, irltfen ntdit, wenn nix xottbtA fttxbtn m). 
Sutn «nbtni, fo ftf^rt tag Scttrlbc unb S)(ln, b«* 
vcn teil (JT«i uiib lind näI)C(n, nfdit in nnfct£BRb, 
)u im ipctcr ®pnn not^ Suft, boson wit l«n« 
nttbrr Xag nijcb SAIaf ift In unffi fßtaAt ned) Oi« 
»alt, fonbcrn »Ueg in (JAotlcd .f^b. 3(^ mia gc 
fcbmeigtn (|fift[ichcS)in^c, ali ba fnb rigmirjonbn* 
Itdie unb Dfentitfte Simbt, tarnt wir ittnSt, sni 
QtfcAttn unb dcpla^t »erben. Unb glriAwol}! fta< 
ben »ic fernen bditec bcnn fein Vitaifl, @lttn inb 
Slbamant. bie foIt^S nit^t ad^tm, fragm nt^tS bai< 
na(ft!" 

888. (Ifl.) üstr ffitit UnbaiU sign tmtR 3Mntm (Mlf«. 
(A. 73'. — ai.M4-.(87a.) — S. M5'.(»l.) 

„@« mu^ ein uiegrr ®(tft fttn, bm £nitm m 
£eib unb Seele bicnen, unb beiinoÄ ftufetfte 9<>be 
unb ben b^cbjlcn Unbanf biübtt letben. sDanmib 
faflt Sbrifiu« ju $etre (3eb- 21, 15.): eindn Sfo« 
banna, ^aft bu tnlcf) lieb? unb »l(be4oIrt r« brcp 
mal auf tinanber; batuai^ fptai^ et {JB. 16.)' Bribt 
meine 64aft. Sit noDtt et fa^cn: tiiüt bu ttn 
leibttr Vaßor unb ^ftlr fein, fo nufi ti nut Ue 
gic&e tbun, ba^ bu mlit) liebejl ; fonfi fftd iMt mAgi 
lieb' IDenn nn fann ben Unbanf Itlben? frtn Qliil 
unb ®cfunb^dt »ciflubiien/ unb fld} barn«^ In blt 
bötiejic $a^r geben? n) S)arum6 fagt n, t« tft von 
Stfftben, baß bu ml(b Heb ^bcß. SJn S<pfl unb 
Züxh iiabttt un0 fettt nobl getoAen unb tjäitn Üfx ■ ), 
bti 9BeIt, Stnbt get^an, btnn fle nlll« aud} ^abcn. 
9Ied)tftbaff(iie, fnwme, tieue S)fcnn 0otte0 tann U 
nidtt leiben, ja fle rcmotbet fit, banimb mu$ fie folifec 
®cfcUen beben, n&brcn unb no4 ba|u in gnficn 
ftffitn Ijalten, unb von tf)nen »etpu(|rt nnb vecfu^tt 
Wftbfn." 



'J .«(r- frftt St. 1. 8. 



295 



L (tO.) fi){e Seit msfj.^Pe üb eef(()o<9bf üii^tnUn ^Un. 
( A. 73* — SU 4W. (4W^0 — S. 434V (243» ) 

/,SXr aSelt fann folc^er ^diipter nic^t f ntbe^ten, 
«on benen {ie regieret tniif werDen^ ja 9t. 3t. mit 
fetoec . Z^rannei ifl gleid^ ein Secf erbiflirt für bte 
fBelt o). S>antm() fprid^t ®Dtt burcb bcn $rop^ten 
Samuel gu bem ^olf ^f^acl^ bad iimb einen Jtönig 
bat/ er noHte i^nrn geben einen jtdnig:: aber baS 
feilte fein Ke^t fein^ i^e @i5^ne würbe er nehmen 
jB feiReii Sagen unb 9leitern/ i^re Sik^ter jn feinen 
lAAta^'lUm, itjxt beilcii Slecfer, ©arten, Scinberge 
mbCelgatten ^) nehmen unb feinen JCämmetem unb 
tneAten geben (1. @am. 8, 11 ff.)/' 

Unb la^ttt 3>. SRart. Sutber brauf : „HU Stnu 
fnrft ^riefcerk^ t)om 9Sa^(tage ju (S01n »ar wiebec 
keim Iownen, ba Aaifer ftarol n>ar lum römifAen 
ta^ec modblet werben, ba t^atte @. ^rfürfiU ®n. 
V^cen füme^mefien Statt), jQ/t %Ciiian "ooti g^ei(i^f(^, 
«efrogtt, »ie ibm btefe neue 3<^itungen gefielen, baf 
ftt ben Mntg von ^ffpanien Ritten )um Jlaifet ers 
vA|IeC¥ ü)a ^attt berfelbige weife SRann geantwor^ 
tct: SMe Xaben mflffen einen Q^eicr ^oben/^ 



(81.) iknWidf QBetBviift 
(A.74. — Sl. IM». (130\) — S. 115. (117*.) 

„Vtm^i^UA aSemunft ^er)weife(t entweber, ober 
ifl oermeffen p). S8o fte t^erjweifelt , fo fHtbÜt fie 
nne.crax et lux. 3R ^^ ^^^^ ))enne{fen, fo gc^et 
fbr au(6 ba^in unb wirb betrogen.'' 

iSl. (81.) fbit gemeinfte Vnfei^tuiig in ber ffielt. 
(A. 74. — St. 247. — S. 229*. (235.) 

,,3Die ^obefle unb gemeinefie Snfe^tung in ber 
Seit i^ , ba^ 9liemanb t^ut bie Serf feine« Seruf», 
fcnbem 3^ennann woQte gern gute Sage ^aben unb 
«ü^ifl getl^n q). 3* bin nu erfc^öpft unb abgear^ 



o) Slfftmiffmt. p)' «tt ber Setnmft, q) 9t Affig« 

§A"g<<- 

M) Si. f mMt ft 0M0M. 



— 296 — 

bdtet, liaic \)iel ©orge unb »erbe mit Dicim (Be< 
fÄ&ften fleplaget «nbere fiel)en mfifig unb wcam 
nicbti t^un; unb ic^ ^a(te^ loenn toirt nld^t tbun 
mußten ba}u getrieben, fo t^&un ivirt nkbt 34 
merfe »o^U iDobcr ber $apfl tft {ommm, benn bie 
faulen mfißigm Ferren unb t^urflen ^aben i^n cwl« 
flefcbijFen!'' 

892. (33.) IDcr SBelt (a^ePe Qettl^t 
(A. 74. — St. 249. (254.) - S.232. (237.) 

,JX>tt 9Be(t I)d^e{ie SDSeidbeU iß, fl4 mit trit* 
lieben, irbifcben, t^erg&ngltcben S)tngen beffimmctn r), 
unb u^ie eS bamad) ge^et unb gefcbie^t, fo fpriibt 
fie: 3(b ^ätt e« nicbt gemeint. 9bec btcwatibc ifl 
ein aetoiffe Suvecpcbt be^, bad man hoffet, unb ni^t 
noeifeln ^w bem, bad man nicbt fielet, fpri^t bic 
Spiflel an bie Sbraer s). Cr flehet au^BuMnfHae 
unb baS nicbt futl^anben ifl. iCarumb fagt ein S^iql 
nt^t: 3<i> bätt ed ni(bt gemeinet; fonbem ifkS ^ 
gemiß, baß baS heilig Jtreu) furbanben ifk unb fom# 
men mirb ; barumb eifcbricf t et nid)t, »ennt i^m ubd 
gebet unb er geplaget wirb. S)ie 9EBe(t abet «nb 
na« in bec äBett flcbec ba^in lebet, fann boS Un« 
glAcf nicbt ertragen, gebet ßetS in Springen unb 
üBoaflflen »ie^) ber reiche $rap unb 9Ban{i im 
Svangelio SucA (16, 19 ff.), ber gönnet bem armen 
Sataro nicbt bie Srocfen; aber Sajarut ift Cl^rifU, 
ber nimmet flcb fein an/' 

398. (340 3e(tl{<bet Sdebl 
(A. 740 

/.^teb ift ber größten ®aben *) Oottel eine, 
aber n)tr mißbraucbenS weibHcb, ein SflUcber (ebt unb 
tbut, wat er niO, »iber Oott unb bie Oberfeit. 
O, wie »irb3 einmal ben (EbeQeuten unb Sonecn 
ge^en, wie werben ({e ein SRal mäffeu bqa^ent)? 
9Bic bie Ungern unb Oeflerreicber !'' 

r) S>er fSeU €)»ra4: Non putaram. •) |t«p. 11, 1. 
i) 9r0)!»l^rHrcbe ®ott S). S. 



— 2»T 



IM. (15.) Ofn oMbn«. 
(A* 7f. - Sl. «6. CTO».) - S. W, (64*.) 

,;Stc fiaben ®otted SEBort unb bie @aciamcnt 
Trin unb »iffitn nic^t^ voai ti fut ein gio^iBut unb 
tt{ia<^er 64a| ifi, ja ®ott l^at un8 feinen lieben 
Co^n ftcgeben |U eigen mit allen feinen CKfitem, unb 
fac fo flrofe SEBo^U^atm «sollen ^e no(b tSbten ben 
SBotfc mit bem So^ne, ber un« er(6ß ^atu)! S)ad 
i^ ttt fltob, ba^er mup aU Ungläcf unb ^lage {oms 

unb bie stAf te @trafi folgen/^ 



UM. (31) Seit toitb fe U«0et, {e &x^. 
(A. 74». — St. 12.(13*.) — S.9r (10.) ". . 

^d^ Wt, ti fofl fo fein, bap Je grSpet unb 
teOer bat 2U^t be« (Soangelii ift, Je bSfer bie SQBcIt 
in Wfo naditc C^rifhi» su feinen Seiten aM übel 

S^er, unb 6. $aulu0 machte nic^t "oUl fcommec 
riftai ^)/' 

MO. (07.) €mibc 4(e^t. ^t ber 6trafe. 
(A. 74*« — Sk ftOi. (»a*.) S. 461. (4710 

^,S>a bie Suben foUten )>on ben Stömem flefcblas 
flen, ftefonoen^ erSbert unb ba8 2anb t)erbeecet unb 
Mtwflfket wetben^ mu§ten fte }u)>or (&otM @o^n 
fcmtigcn. Sifo t^un wie au4, oerad^ten ®otre8 
SBott, ob vrixi wo^I im SRauIe fuhren unb tä()men 
ttnt bei S))ange(ii, ^^erjagen bie ^fatrbertn unb 
tmie*). fromme S)iener (Bottel unb Sbrifienv). 
Selb bauen wir SBaßettn/ SSBaUe unb grofe gewaU 
tige §c^ng, aber unl felbl bauen wir ni^t! . 

Semfalem war aucb fef}e, ber A6nig von 93a^ 
brC lag ein gang Sa^r bafär, no(b ') bennocb mu§te 
el ge^en, ba ^alf ni^tl für. @o fagt aucb (Bett 
bttc^ Seremiam: SEBenn i^r fc^on bie e^alb&er aUe 



a) fBiU 8levereB| grgeB Sott. v) ^{c^r %t%M U€ 
«lycftauat M 154?. 3a]^c4. 

1) St. m. S. mffi »MtbeM jv O^tifi sab ^aali geitc« Ut 
fnOt ß9T Htgn. M) ^ke^t" frfU St. 8) St. a. S. wi>,. 



- 298 — 



tobt fd^Iäflft unb nuc b«i. liefet leben, fo fotten bie^ 
felben fcrei jum ^enjlec hinein fallen unb eud) tobt 
fd)Iaflcn/' 



897. (SR.) fielt fana o^n etuU niä^t \tin, oto böfMml tfl 
fit ttiddt fja iehtn, no^ gv Itibn. • 

(A. 74*. — St. 257. (264.) - S. 23a (248\X 

9l(exanber a(e{iu9 @eotnd fc^reib ^on Sfvanfs 
fürt an ber Ober , baf 3). S^rlftop^ *on bet *) 
®. w), ein Surlfl, wäre etn gottlofet SRenfcb wb 
i^ioger Spifurer, biUigete fd^Iec^te ^uterd, ofrntlid^e 
t^urn^dufer unb anber 93u6etei^ fo uxbottn mdtciL 
^tem Ijattt über Stfc^e georbnet, baf toenn dntc 
))cn ') etma8 anberS tebete benn von «l^trerei unb 
«öuren, fo foKt er emen (Sfilben }ur Straft geben. 
$>a warb S). fßt. 2. bewegt imb jomig, fpvft^: 
,/3>ad fjat er mit and Stallen bra^t, wiew^I a 
)>on jtinb^eit auf bie Xeltern ))erac4tet 9<tt Denn 
i(^ bab i^n einmal broben in meinem GtAblin gc* 
babt, ba fonnte ibn fein SSater nic^t bereben, bap 
er wollte einen $räceptor ^aben unb ^Aren, welken 
er, ber fßattx, iffxn woQte guorbnen. 

Sa, e« ifl wol^l wabr, wie jener Sube fagte: 
!3)ie 9Belt iß unb fann ntcbt obne @fiiibr fdn; 
aber ba8 man barumb barauS alfo folaem unb fAHer 
fen wollte: SBelt ifi nicbt obne @anbe, bacüaib 
foU man @flnbe geflatten unb billiaen u., hat foU 
flet nicbt x). (Sleid» wie bad nid^t ninflet: bte Jtit4^ 
ifl nid^t obne aergemig, barumb foU manHergemif 
laffen aeben, geflatten unb billigen. Cd ift rtn «n« 
Uli, «purerei ober^) anber S&berri treiben mit bec 
Sbat unb SEBerf, unb dn anbert mit ober tieii Secfeti 
wegen. Sßie muffen wir *) tdben unfec' untrene 
Vrbdtet, böfe (Seftnbe, bffe Xacbbaml Xbet Uttk 
gen, loben unb jagen, bap ti bitltg unb tecbt fd, 
ba« ift )u »id. @i fotlt woI)l bal[fin fommen, wie 



w) ID. von bet €(trafes). x) Ciib iM|etdMcc 
i; 8l f^iU. t) Mi" Wt W. Z) .«M« fi^ 

St. M. ß. 4) W. Mb. &) Vf. «it ««lau 



— 2W — 

M beN SaccMmentern y), toeidye (teilen erlAubtett 
Hüb nad^iieftn, bc4 alfo^ ba^ emn fein fünfili^i^ 
«ritctU^ bamit nmbginoe unb {teilet 

34 gl&ube nid^t^ bafi bie Saccbamoniet S)iebec 
rrt tebUHget loetben ^ben^ fonbetn b^ben bamtt 
woOen bte ^oue))fitfr {u grd^erm ^eiß erwetfcn 
nnb rd)eii, bat Pe bcße me^r ouf i^r 3)ing X(i)tun9 
qtt«. Senn cS recbt n)&re^ Hurerei unb Sfibcrei 
tuVben, fo »neben d( bie Somobien au4 }n<;elaf[en 
Mtai «nb ni(bt fo fe^r barauf bringen^ bap junge 
•cfirSea efielicfr wfitben/' 

SM. (39.) ^et fßtli »Atn imb «efrn. 
(A.75.^ St M9«. (2M*.) - S.232. (23r.) 

,,l>et Sifc^lft i»on Staln} Seibarjt^ ber ))cm 
CMuigdte »icbet }um $ap(H^um gefaUen unb gum 
■ta«iclu(£en war notben, fagte: SA n^iß S^riflum 
Mrmcfl Vtnttt Mf X^r fe^en, bid i(b rei<b werbe^ 
tamodr will Üb Vfn wieber lyetffir nehmen z). Unb 
dn gottlefer »flibetet *») fagte : SSiOt bu tobtfcbucbtet 
fein, fo tofxft bu ttinmietme^r reicb« ®oI(be gottlofe 
mfe gotteMftftefifdie SEBoct t>erMenen unb bringen mit 
M bie ^e^efte «träfe. 

Senn einer bat Hnnit enben, bap er 9ott 
Mntcc bie Sbur (dnnte ^) beifeit fe|en unb t^n voir» 
bft (erfur gießen ^ »enn er woUte, fo b&tten bie 
■cBf<||en gut b^nbeln; benn alfo mftpte ®dtt ibr 
Okfongener fein, d» finb Sort ber epifurifAetl 
SÄien unt ber (ef^en Seiten , bie eine gro§e $lage 
nnb Strafe QMted; ba}u bcn ifingflen Sag ^ci)rn 
unb reif mac^en.^ 



(40.) mit bie teste nmb )e(U(4er Mttt koiUrB aii4 
. I^ret CeUgfeit «ergeffei. 
(A. 75.— Si. 250. (257.)- S. 232*. (238.) 

Doctor Butler warb )u Sitleben 9nno 1546 
über Sifcbe gefraget, wie ti bo^ t&mc, bap bie 



y) Ut M w mk t. s) fMfc^fl mtt^H )« fllalTX\ ilx\t 
*) ^OMfemig, 



— 300 — 

2eute in bec SBelt alfo fleijeten unb fd^avreteii^ unb 
ein Sglic^ec teidy merben xooütt auii oft mit friner 
@eelen ©traben a)? 9Iuc^ »arb tin (tftmpA efairt 
Sbelmannd tti&f)Ut, bet ^attc fltfaget: ?ßox S^i^^/ 
ba id) jung n)ac, wollte mit mir nic^t fortgeben; 
n^cnn i« foUte SGBeib unb Jtinb fleibm; fo ^atte id» 
fein Q^elb; tc^ ton^tt nidyt^ wie ti boc^ tuflinge. 
9(ber ba i(t> anfinge, bad @ee((ben auf ben fftmtn 
i\x fe^en , warb i(^ reid) unb uberfam ®e(b unb Out 
«^dtte i(b bad nid^t get^an, fo w&re i(b mein 2cb» 
tage arm geblieben; bad war atleS bet Ceeli^tii 
@^u(b. 

ÜDa ^ub S)octor Sutber an unb faget )u 3)octoc 
2(ona: //«l^err SDoetcr, wtffet i^r nid^t, wat 9{f(fte 
Don Sram ^), ber SRitter, ju mir )u SBittenberg 
fagete^ baß einer ein SRal }U i^m gefproc^n Jydtte: 
Sieber / wollt ibr xcidu, gewaltig unb gro| wttibta, 
fo muffet ibr ein Sod^ in einen Saum bohren, Me 
@eel brein fe^en unb einen $fIo(f bafür fcftlagciu 
ba§ fle brinne bleibe. äBenn t^ nur rtiA werben 
feib, aldbenn gebet bin unb nebmet euer @eel wie« 
berumb beraut b). „^a fagete SDoctor Sonat brauf t 
SEBie, wenn einer mittler äBeile f&me unb ndbme bol 
@eel(ben aud bem Saume weg? 3>a fprad» S)octoc 
Sutber: ,,2:raun, ba (a$ i(b i'bnfürforgen, i(b wagte 
e» ni*t brauf/' 

3u bem fagete ber S>octor ))on SSü^erem, ,Jba$ 
man i^t fprecbe in ® acbfen c) : 

Sßer fdgt, bat Sßucber @ünbe fi, 
S)ie bef t fein ®elb , bat gl&ube fri« 
über Uf SDoetor Sutber fage bagegen: 

SBSer f&gt, bat 9Bu(ber fein eünbe fi, 
S>ie befft fein ®ott, bat glAube nur fri.'' 

Unb *) fpra(4 SDoetor Sutber: ;,S(b wollte gerne 



r) (Selb'inb <8fttetfit(!6t. b) (Bctoinne^^niftifa. c) S)n 
f&d)fif4en tBa^^erer €pri<6)oott. 

I) Uebec Kfc^a )9on Jttam, eiaen btaMf4liciai{4e» ftft' 
/n, vergL 6fdfeflbotf bist. LuiheT. U^ 81. •••111« 84. «ab 
Mfns Vriefe, «riang. «n«g. 1. «dV %^^^^^ 



301 



Um Vch mb bewSSui^fc mf^ttn unb fle gar ant* 
tetten, wt t^emagl abet ni^t gu tbun; aber baS 
W0ttte icft gerne wehren ^ ba§ ber (Bei) ttnb äBu(I^er 
«M^t uber^anb nehmen* 9(fo »oKt id) aud) gern 
bem Stellen/ C^ebredjen unb ber «igurcrei fleuren^ 
baf baraul tein Sebrauc^ würbe, unb nicbt folcbe 
6Aiibe unb iaftn uberljanb n&bmen unb regtereten» 
S>emi mir ^rebiger muffen und wiber bic @änbe 
legen unb {ie emplic^ firafcn^ fpnß muffen wir ben 
^Inc^ ^Aren, fo im ^faia flehet d): Vae vobis, qui 
■uüoB dicilis bonum* 2^ n^u^ tbun, wie mein 
Setter Fabian jtaufman^ ber ginge fpajieren in 
&ptd ^) unb wollt fl4 brinne fd)(afen legen; nun 
ttannet er ebne ®efdbr an einen Ort/ ba ein gan| 
fUtft ))oUer @4Iangen war^ fo über einem «igaufen 
lagen. 9(8 bie Gelangen )U ibm einsifd^eten , jog 
er fein 6(bwert au8 unb ^ieb unter fie, ^icb einer 
ben Jtopf, ber anbern fcen @(bwan) ab, unb jer« 
fMret *) ba8 3ttft. Xifo fann id) nit^t wehren, bap 
ttic^t eine @(b(ange in meinen harten laufe , aber 
fomme i(b über fit, fo erfd)(age id^ fie unb ^änge fie 
an einen S^un; barumb fann id) wo^l ibr wehren, 
bof fie brinne (ein 9ttft macbe *)• 9((fo fann i(^ aud) 
ben Bauern nic^t wehren, baß fie nicbt fein foUtcn, 
fenbem baß fie in mir nid)t regieren unb ^errfc^en 
mb in aOlorel fld) Derwanbeln unb gar uberqanb 
nebmene). SDenn ber «l^eibe @eneca fagt: DeesI 
remedii locus, ubi ea, quae vitia faerunt, in mores 
abeitnt'' 



(41.) Seit «oc het €iUib{lHtl^, tde fie getoeß. 
(A.75-.^ 81.469. (4a3*.) — S. 428*. (438.) 

„?ßcx ber @finbgutb ifl bie 9ßeU fe^r gelehrt 
gewefk f), weil bie axenfc^en fo (ang gelebt, ^aben 



d) dfo. 5, 20. e) atoitt. 6. 12. f) ^ie erfle Seit. 

1) S>ie eptdt toar tin ffiW^en M ffiltten^erg ; M^et 
kr täMwi ^€^etf|vbniter' fn ^nf^ Vaf^laa \9. ll.1llaV 
1543. C M^. i?<i;r/S^. 0^/. «ff^g. 9h. 4. 2) 8\., S« «. 



— 302 ~ 

fif aus ®rfa^runa ^i^ gclettit. Hin timfr bec €!ätbe 

tinb dottloe aSBefend roiaen ifH) KUeil erfäuft nnb 
Drrbrtbet. Darumb i^r, ebc wie red^t anfa^ra UHfe 
}um (^cfcnntniß eined S)ini)e9 fommen/ (tftcn nHc 
und nieber unb fterben. ®oti iDitt aud) ni^t/ baf 
lotr )u ^o^rrm unb n)eircrm Srfcnntni^ bet SDing 
fommfn foUen, benn fo Diel gnug IJH, ben fßonit |tt 
ernd^ren. 

401. (41) SBelt toia (S^tiflam ii{((t sh« Sott ^Bm. 
(A. 75*. — St. 65. (70.) - S. 63. (64.) 

„fH&tli volU ben ®ott nm ^aben, ber unfer gfleifdi 
unb ^lut (toif o^ne @unbe) angenommen tiat, iu 
born, gefreujiget, geflorben unb Don ^) Sobten wies 
bei auferftanben i\t, bcr prebiget, lehret unb firafec 
fie. D nein! fpcid)t fte, immer ijinn^eg, fcblecftt *) 
tobt, tobt mit i^m ! 3BiU nur einen folcfeen (Bott ^a« 
ben, wie fte il)n abmalet unb mit ibrer äSeniunft btf 
greifen f ann ; ben fucbet fte unb e^ret i^n mit gro^r 
aWül)e , «rbeit unb Unf oft g)/' 

403. (48.) iDet ®eU eUi^if. 
i A. 7i\ - St. 247*. (IM-.) — S. UO. (IW.) 

,,(£d gemabnet micb ber SEBeit wie eined bau\itUß 
gen iöaufed; 3)at)ib unb bie $rop^trn Rnb 6par« 
reu, S^riflud ifi bie Säule mitten im £aufe, bte ^U 
e6 «Ue«. hy 

403. (44.) SeU fu^t Un^erbUc^reit von intern KM^ 
(A.75*.^St.249.(256.) — S.231».(237.) 

Doctor aR. Sut^et rebeC ven bec SBkft J^efföct: 
,3eil alle äRenfdjen füllen unb erfeimen, ja fe^en, 
ba^ {ie ficrben unb oerget)en münen, fu^et ein 3fl^ 
lieber bie auf Cfccben Unflerblicbleit , baf feinev. eiDit 
getad)t werbe i). Ortwan fud)tend groie Ainigc, ^r« 
ften unb Gerrit bamit, ba^ {{e liefen fef^cn gtofe 
ä^larmelfditlen unb fe^r ^o^e ^pramibet, Oeb&ue 



g) IDet SeU «oft. h) »at tkfL l> »ir BfWMl 
i) ^v, t ^n. t) W. WHti-' 



— 303 — 

«nb 9fMbK, likttdiätt attfgef&^ret unb immec {e ffü^tt 
je f^MMieV/ ^cmit ))eniieiiiteii {le unflerbUcfe tu wer« 
bm, nie i^t mtt atoflen ftitc^en, (6fHi4en, ^ertlicften 
^fafcm unb (Bebauen. AcieaUeute Jagen unb trad)« 
ten naA grc^en S^ren unb 2obe mit iDbficgen unb 
rUimüöiiü fBictbrien. &tUfjtit fucben ein emigcn 
Samen mit I8&d>evf<bteiben, tDie »ii benn i(t bei 
mifft S^i^ ftttcb feben. Slbec auf bie ewige, tinbcrs 
dinsUfbe dffit unb (Ewigfeit (Botted (teilet man nic^t* 
tb, mir flnb arme Seute!'' 

49i. (45.) aSBett nimpt (mmer ie lAneet a(e. 
(Ä.7<L - St 247*. (254*0 — S. 230. (235*.) 

„9Bte ^at bie SEBelt abgenommen wn ber ^tit 
an, ba bie faiferlic^en Sttöntt gefegt unb georbnet 
Pnb, ba ein SRägblin wn jwSIf S^pren mannbar ift 
gemeft, unb ein Anabe, ba er ))ier)c^n alt gewefi, 
münbtg geachtet iß »otben? Sfiunb finb {ie Diel }u 
[Awac^ in folcben Sauren k). $er Sßelt unb be« 
iDlenfcften Ar&ften ge^et. immec je (Anger je me^c ab, 
c« ge^et auf bie Steige/' 

405. (46.) Sttnge Stute. 

(A. 76. — 8.113.(115«) ,,ein iunaec SRcnfd} ifl 
»ie ein junger SRoft, ber l&pt fl(^ nicbt galten, er mup 

efren i). 9Bir effen unb trinfen un8 iu Sobe, fd^Ia^: 
ß feifi^n# farjen *) un8 }u Sobe* Si, wie ^aben 
feine gute Urfacb, ^off&rtig tu fein*/' 

(A. 76.) „@o Diel wir Oliebmape l^aben, fo Dlrl 
Z5ben finb wir unterworfen. SRdgblin lernen el;e 
leben unb ge^en benn bie Aniblin; benn Unfcaut 
»&4& albeit c^e ^erauS benn ba6 ®ute. Sllfo wer« 
kü Jungfrauen auc^ e^e reif ju freien benn (BefeUen/' 



l (47.) •emeiier 6taiib ber Befic. 
( A. 76. — St 203. (210*0 — S. 101. (1050 

f/3n einem öffentlichen ®tanbe, ben Q$ctt eini 



k) Seit i# fitfili«. 1) Sfber fiobiiM. 

1) ,bcf- fmsi, 8. mW/ t) s. wA iinM«m 



— 304 — 

gefeftt ^at, fein unb lebcn^ Ifl am aUnfUittfttn ; b« 
Sbriflud i)at auc^ in einem gemeinen Ctanbc offi 
(ic^ untern Seuten gelebt unb gewanbelt m). X 
warnet bie Seinen rba er fprtcbt: u) SBenu fie n 
ben fagen : fiebe/ er ift in ber SSäften, fo ge^et n 
binau0; ober: in Jtammern^^ fo gl&ubtS nid^t U 
in folcben SBinfeln lyaben fie ba« fA&nblicftfie Sub 
leben gefu^ret« Untern Seuten offentU(b mu$ « 
ftd) bocb bärgerlicb unb e^rbarlic^ galten, f&r d 
unb aWenfc^en fc^euen/' 

407. (48.) mt man a(t toetbe. 

(A. 76. — St. 257. (264*.) — S. 238*. (244. ) 

/,SBiQt bu alt n>erben, fo »erbe balb alt. 

Sebalt ben Jlragen n^arm^ 
ruUe ni^t )u febr ben S)arm, 
"tacbe bicb ber ©retten nicbt )u na^: 

Slfo ntrft bu langfam grau!'' o) 

408. (49.) ^c< aneiif^en Ml, 

(A. 76.) 

,,!Ded SRenfcben Seib ift ein fcbdnbltcber Saug 
facf^ baburcb fleugt unb gel^t ®Am\i, ^infelt, 991 
©peicbel, 9toD unb aOcrlei böfe ^eucbtigfeit p). i 
burcbf ra^te neulicb mein Sein^ ba machet i^, la^ % 
SBaffer ^cxaui floffen. 

Unb fpra^ }u meinem jtinblin: Kf, ba^ Ol 
fo feine f(bn)arse 9leuglin in ein @tdd ^Mm U 
fe^en au8 einem fhnfenbcn @ade^ ber SRntter 2el 
Cd gemahnet mi(b eben^ a(8 ndbme einer Sunien i 
fe$te feine Sleuglin brein, 9ta\t unb Ttaul, ^i 
unb^üße; alfo wirb auS einem Stfldc %lt^ti9 i 
ein aSenf* im 3RutterIc{be/' 

409. (50.) aX2enf(( Tann <8otie4 (Sabea n{((i bestfif». 
(A. 76. — Si. 124. (130.) — S. 114». (1170 

„^ti SRenfcben ^erj fann fo gvofe Ool 



m) ^ntHMa€ Mtn. n) ftattl^. U, N •) Wn 
nlangeu, p) ^c^mntl^i %t|tiei. 
Ij SU itt bn Jtammet. 



3fl!5 



(htäfl «Mt f«ffenj. wte hHJSMtn erfd^rafm unb tnU 
{dttw-M 2nc Z. (83. ft), oljfo tlHin mt aüd), »eim 
M glfM Oott «ufl gfieunbac^fie lu Mnt 4&lt'' 

m (SL) Skt VMi ttri|(ctt »04 bes fUnim bei dvanfleltt. 
(A.76» — SlJ^«. (272.) -S.24S. (2510 

•ii^mi Dmogl V)/ betrAtt Omiffen toiebec auf« 
riiitm Mb mßf n tfl )»i€l mcbc q), bcnn Mel Jt6nia» 
B^bc ^bm ^). «bet bie SDBeU aiblct « nMt/ ja 
maiiUt €%] bellt unt Xuf runter, Scrfi&m bc< 
SiirW« vnb OotMIfiftem^ fo bie Sebre Dtcfebren 
w^ ^txxu 9EBabc(kb# 9e »icb ibr \tlhi ptopbctden, 
wkmo^ »irt.mit flcoiem £rr|kib feben')! tUfo 
(igeii.<> bie Suben i^m C^clfto aucb r>: Saffen »ir 
lin älfo geben * ), fo metben bie 9l6mfi fommdi unb 
Uli *) fianb unb Seute nebmen k. Da fie aber 
Cbclfta» bfttten oettbtet, ba famen fle nicbtf ^a, 
U^ «eine, 9e famen unb macbten einen Oocaue mit 
i^ ^). aifo »erben bie SSerAcbter unb $einbe *) 
bei Soctt ben ^eb lerßftren unb SDeutfdtlanb umb« 
1^ baf et »trb übet unb über geben unb in bet 
liegen, »enn mir nu ba^in gerafft finb •). lUfo 
fe et ^oben*)!'' 

^'' «11 (U.) IDer neu nb bet Jtinbc« «elatt. 

(A. 7«\) 

^ie Seit tfi an|ufiben wie ein $araMe*, las 




a) teblng bec •dvifTeM. r) 3o^ II, 48. •) ^vtphH^ 
S: (R. £ Witt sbntfcblaib. 

1) W. t n^- 2) St. tegCetett. 3) Si. ^thiu aii 
Ciiribf M foOtm toir |le vccjidtcs, vcrbetBni, «ettrdbea luib 
«c4a|fB toillei. Met fle i^ «■• Uat^bt* Cie m^tn i^ß 
fOiuL, U$ fif Ibaea ai^t felbt ^r«)^gr<ni, «)fl4H Mit i^ta 

ri^t gen gtaua totOita {L fiaVrfi* — f«b*"« <) S'- f«g^- 
ft) 8«. Ulb 8) SL t ba«. 7) St ^ fle aa <S|fiftam gdibtfl 
latta, famea aicbt b(e Maut? 34 atfiac ia, fie famea, baf 
biff'3aWa H f^IeUa. 8) »aab triabe" febtt 8u 8) 8t. t 
aatftr tkbanbaai »ätbe aicbt fo ftol| feia, loeaa fle aübt voa 
aal gcbM aab gcUtaet aab ia aafcta Sa^cta grlcfra ^Attca, 
H Mt DMgfett Cotti« 2)iiaffi8 HL flfdt fol^e ffioVib«t 
|Bt a)iBlfayaiy utßign ßi mu§. - ftaa tooblaa. «setbem ^ 
ji# 9$Hnan, fß füttea ße üm^ niift /aage Hetbeal 



— 306 *- 



gegen ' aber t|l iit Xfnfte <$otm nHb , , 
tt^iiftU fe bfr celnc, i€dH\itaf{mt S<^ iit^'UM 
bariifiK 4&U, für btc «dt ungeftatt nrt^^blfllt 
jurc^cn, aber fut ®ott Ifl jie tBwn, fifllitb.unb h|rt 
geat^itt t). «Taron fft in' f dnm- eiQniitf'NFmfifl^ 
Slrmpd titiiitT (langen. i)annn^ 'infifftn'i«dT nl^t 
n^ttn, niK^ une anftOtffl (uffcn; IMf me W(t mh 
UR« tiTt^rflt unb na% 9* t>Mi («^ ^W. iZfenit'WM 
frage ^ bar»«^, baf bie Sbtlltute, Bm^^WA 
«aumt , btt ä((t)f»dlfe unb €(!f«i^arircR MV'Wk 
ein Sued Ratten? ^(^ nlU (bnett |u fdncf^Vtbi 
jenem Xnge, nlebcr fo t^un! SOatumft foQen;nft WÜ 
ni<^td Irren Kod) befftmmem lalJen, waf bfe Stff MI 
iine ^It.- e« ijt Xugenb unb gnug, b«^ MAii'Mt 
^OMwen geWat" '■:....£ 

41X^ <M.) Ott SBrIt wltb ««tltl ffifrf iWiUli^d9 
(A.7«*.— Sl.524*.(539.) — S.478.(^6a.)r'r.iii $t 
„SK^ ^rtt/' fpra« !J). OTartimi« ' )/ »twttfe 
SKofcS bte ^eit^en, fo et in leg^Titrn ^dban tj^t 
ffittt jtvet ober brei ^affti grübet unb ijctritt^cn; t^dfi 
»äte li^ gewö^nf t, »fe man bet ©onnni, iH OTpiib* 
«nb *) ©temen gewönnet ' ifl. So') bPfe i|! Wt 
SBelt unb wtU fl(^ boc^ fo *] gar nid|t btStpn na^ 
bec ©träfe!'' u) _ 

411. (Mi> SHr «eß foai M* «oHfinani «(«t'ftflwi. 
CA.7B'. — 8.230.(235.) - ■ -- 

- ' »Sbra^mn Ift' unter ben SanaattiiefKl'T^Afar 
belern, in fcluen Stjten gtfealteh genrßVx'-Mrdm 
Sronitt^, bei er viel gegraben l)atte> jfpkfflhMr 
Sta^baten |u pber nahmen fe-mit OenMtpriiiMihXift' 
ttn: astOt bu c« nli^t leiben, fo jte<to>lnM*c>wa 
tm* unb Hife bii^ , binn ba bfß cfn SHMfeMM 'mlb 
ttinnmmting *) bei un9. .gebe Mt^ fmmec'.I^^^K|14^ 

t) Sn fihlt mb Jttt« CiftiD. a) 3)n iME?tttf^ 

T) £ft «M^ VflBTamf^aft 1- ftt 1 «emf.tt.. 'lOlfc 

nef. U, iB. II.' ;-,i- ■'" ■'' 

f) ,ß»wi» »; K.- ft^HBi. «) W. t mJtw^ 

fmSt.M,s: 4) „K täjU «. S> ;%i» ' ' iM«Mijfc 



. Jlff» Mtb 3{iiac.oii(ft ))eto4teh 9l6ec eS ifl in 
fen Hffctn St|«&tfnt «in foUiec (Blanbe gewefl, taf 
Hb itfift. nicht jnufl ^mDunbcm tarn, toir {ie ti ^o^ 
fem • rnft^rn foffen unb gldvben, ba^ i^nen (Sott oleMK^ 
»0^1 gunflig fei gemeft^ ba^) fie fo ein lange 3eit 
fo viel @4alf^eit unb SSerbrieß ^aben mäjfen leiben. 

81 ^^, bof biefelMgen ^iben {lA nicbt fo fafl an 
tt i>eriftnbi0€t ^ben-, alt an ben licbtti aSätrrn, 
btiL^fir iOott banimb tun £ftnbe binau0 geßoßen, 
M^^B^ Mb emorben tfot (offen/' 

;•: ^wiH (Mit eenc ofif Mtet fclM a9e<M ^bei. 
. (A^TO*— St.24!Z«.(25&)--S.230\(235\) 

S)0ctbc 2vtbet fagete ein9Ra(: ,^enn ein armer 
SRcHn jeinen guten Hefer ober SEBiefen f^&tu, bolbe 
MUfAnncten* *) ibm ble t)om Sbel, bie benn bar« 
M^ fra^teten^ taf fle i^n möcbten uberfommen x). 
Ufe tt'ltni bem frommen $atriar4en Sf^^^ au4 bie 
fmtoitct an beS Jtfoige< m Qitxax, beS abimrtecb«, 
Me; tain ba biefelbigen fa^en^ ba$ Sfaoc tson bem 
mäkt, inn äftn ber Jtonlg t)ermietbet ^otte^ l^tnbert» 
fittige ^tAcbte nberfame, ba waren {le balte l^cr unb 
beteten ben JtAnig miber ibn. ba^ er bem ^mc brn 
Saer wieber na^m. (®enef. 26. ) S)enn fic getad)ten : 
2>er 9(fer trftgt viel, banimb mup er unfer fein; cd 
it ein fruditbar 2anb> wir gel^Aren näb^c ba)U benn 
er. Bammb ^aben wir il^n bem Sfaat vermietbetf 

mofUni lieber felbM baben. Tttintn, rao fie ben 
mceber befommen, fo wollen fie aar *j balbe 
taUi »ecben. Sbun^ wie jener Säur tffat, ber bntte 
eine £enne/ bie aUe Slage ibm ein gülben (Ei legete ; 
b« |CM4te er: C^ e« wirb ein grofer ®(bab in ber 
^enwn. fein, fce wirb einen gar gfllbenen Cierflocf 
yabeny). Derbalben gebacbte er^ er wollte ouf ein* 
mal retd) werben, unb erwurgete bie «genne unb nabm 



^z) Qigeuigfame #d}tD&»fie. y) S><e ^owe mit ben 
l) 3. haß, M) k. {.MfB^mtt 8) W. ml|gdmmte«ft. 

20» 



306 



ben@to(f aus, ha fanb tt %ax tdSfU. JiBVtaoitri 
Principes iam nihil aliod aguat, quin Bt Jasl mmr 
ledicti t Deo. 6ie flof m bni Sfaac oiub |ii*9ottbe 
^inauS, aitt fit »Iffen nicfet, baf beaedicUo Dd M 
il^m fft unb ba^ jie maledicti fit^/' 

41». (M.) S)ec ffiett, fonbetUd» S)aitfftla«M^ fdMfi.C^Rll^ 
. (A.77. - St. 2MV (264.)— S. 23a (24IirO 

S>en 15. @eptembr. t^dt SD. aRatHunl cta irnifb 
aSeimabnung }um Oebet ivibec bie Mnfagtn 9lM$fm 
unb $(agen^ fo !X)eutf(b(anb fonberticb ttberge^en vm» 
bcn i)/ ))em Sftrten, $apf} ttiib bcn ^) Kotten^ -Vflde 
iDii mit ttnf«r Unbuf fecHgfrit rri)en« ,,S>Arlrüib ni 
bie @trafe fommfn. ®ott YoeStt ') ttn< anAbia fcte 
ttnb feinen Sorn wn uni wenben^ nmb fmcf lieben 
&olfn» »iUen *) geben, baf n)ir tmS beffeoil SMm 
bie gange 9Be(t ifi nic^tt anber* benn ein umiioclr^ 
tet DeealogQB unb be8 Seufeld 2an)e mib Conbnü 
feit a), eitel Setacbtung ffiotte«, eitel AoiMlAfItniift 
eitel Ungtl^rf am, «gutecei, «^offatt, S)ieberft, Stoibie; 
»irbfdjler reif lur @(^Mtbanf; fo feitet bet Zäi^ 
nic^t biiti^ ben Särfen, $apß, Stotten nnb Cccifijy 

416. (5t.) Aae ia Siii)»t<9rrtfd)ttag {« Mra^tea. ''■_ 
(A.Tr.-Sl.203*.(21L) — S.191».(lft5*.) ■ - . 

,;SBenn 1(ft mir« nic^t ))on ^et(en Ofipr .fatr 
werben umb bei SRannl »ifien; ber fnr mM «» 
florben ift, fo foOt mir bie SBelt nidjt (örnidi flMM 
gnng g^bea, baf ic^ ein 93ucb f^reifeen.obcv dMI 
in ber Sibel inerbolmetfc^en »oateb). 34>MaiflNlM 
Xrbeit Donber Sßeit unbeiobnet i^eii, it'^pitp 
ring unb arm bqu; id» booe noA nie mtiarfitoni 
iu @a4fen.iimb einen ^ennig. gebeten^ mit :N|.:l|ii 
te gemefi.^ v r. ... 



« 



I « 



i) Ciitff aBev ^eatf^toab. t) «rit Otatt. b) «i*f 
M) ^^^ ffbtt St. 1. a. t^ YT. liAit. 1) 8l s. 



309 — 



417. (S&) «• aRbn«. 
(A.n. — St SM*. (t62*.) -- S. S87. (Mt«.) 

Jb€t Seit »ot^eit m fo grof/' fprad» S>. ÜR. 
S>t^/ ##tap fle allec (Bafien (Bettel mipfiratt^t; 
benft obtpo^l t)iet, fo bur^ (Bottee SBioet et(eu(()tft 
jbil, ben Vnnen gerne leiten unb Reifen ^ boc^ finb 
4r bugegen viel, bte niifet aUein nid»ts »iebeeaeben, 
frabem oni^ SlfeB fut (Butt be)a^Un ; i^nen t|t baS 
M^ aleld^ oM gefunben c> 

3^ Mr oft betrogen »orben von un))erf(^ftmeten 
Sdflen unb €trei(^em d). (Einen Reibet i^ ein 
9(tf imb bracht fl^m }uioegen einen guten 3<f>cepfennig, 
bt er bo<6 ein beriweifelter Sub »ar gewefL SDenn 
er tan an mir unb fragte mic^ umb 9lat^ in eim %aVi 
bei (BcwiffenS; hb trf^te i^n, ba er mic^ bod) ') 
tliM^ ttnb ein Srttlang }ur ^oc^jeit gebettelt ^atte ; 
abet Nid^t long bamad» nnirb er gelänget. 34 bin 
Mffmd'i^on lotsen (BefeUen betrogen; i(b meinete^ 
«Ib Seute »Aren »ie icft. KIfo ^at S). SalentinnS 
Stdktflabt Sielen mit feinem (Belbe aebienet^ aber 
■it fefnem gropen Stäben. 68 l^eiffet^ »enn icb 
ctnem letzen mup, fo foU erB »iebergeben; leiten *) 
nD geben ifl sweierleL'^ 

418. (M.) Ser 8Bett 9^nritett. 
(A. rt\ — St. i». (IM.) —.0, JBSl«. (M7.) 

,,<Bxo^ ifl ber Seit 3;^or^eit, fie ad)tet (Sbelge« 
Mae nii^t nm^ i^rer ^ignttdt unb Sfirbe , fonbem 
M(b be« fie «)iel gelten. S)ärfen ein Xftrfil umb' 
fftnf Willibert (Bfilben ocbtim^ ber bo4 feine bew&l^rete 
ftraft ^at nnb ben gemeine ') Seute lofirben faum 
ein! (Brof^en wert^ aqten. S>arumb ^t £tffu4 Starre 
(»ie man fagt, bem AurfArften, ber (Sbelgefiein faufte, 
nnb fragete ibn , wie i%vxti er fie f4a|te) ein fdne 
Intmort gegeben unb gefagt e) : @o t^eur i{l er unb 



c) M^ vib »i^bf^ekt «nuf 19, d) «fittilriigtt 
jj SL «^ V 8. t ahn. S) 8u m."8. %k {unttaau 



— 310 — 

iDfct^/ fo 6o(6 i^ii ein uid^ti 3tatt aifttn unb bts 
jat)Icn barf ^)/' ^ . . 

419. (90.) S>it Seit <fl immer Arget tDovtai -v^tKnif bt« 
QiMndeUam i^ toithtx an Zq% fcmm» nnb .0el^reWjj«ti 

(A. n*. — St 12. (18.) — SL 9».) 

/^(&8 iß ein SSunbec unb fe^r dcflerii(b< S)iiia# 
bafi (nacbbem tie recbte reine Sebre beS (KMnteiH 
wieber an ben Sag ijl femmen au8 fonberHi()er Ittmbe 
unb Dfcnbaruna ®ottei^), bie SGBeit immn ^ec 
ift worben f). Obermann jeu^et bie (btiftU^e ^eif^eit 
nur gum fleifAU^en SRut^wiaen^ aU ^dtte ein StoH* 
(ber nu ') W^i^t )tt t^un, wai i^n gelüftet*. . Sfianmb 
ift beS Xeufeld unb ^apflö Sleicb, ido« ba8 &tt|eiU(be 
Stecjiment bclan^^et, am beflen für bie 9BeU>! Jbcnn 
bamit triO bie 9S$elt regieret fein, »it totnsetf »Ok» 
fe$en unb Steckten, ©uperfHNcn t|nb llkrgifliitok 
S>ur(fi bie £ebre ))on ®ctte8 ®nabe npirb fit Arger; 
benn »enn f{e ^öret, bai ein anbet £ebeii iiai|-Me> 
fem fei, iß fie mit biefem Seben ivfcieben,» nitb 
(d^t unfern ^errn (ftott ^) bat anber tmmer^iii te» 
balten. SBenn fie nur bie flute Xoge^ (K^r «nbttnt 
bat ; wie gemeiniflitcb ber $apfi unb feine iarbtadle 
unb ®ef4mierten t^un, wie cin8 SarbinoU SEefhmeai 
angeiget. !Denn }u SRcm flarb ein reicher 6arbinal, 
ber flro^ ®e(b ^iiitevttep. 3tn batte er bei bem Oelbe 
in einem itafien^'-eitte Sbnüa Derft^Ioffenj^ ibie na<b 
feinem Xobe ber Jtaflen aufgema^bt warb, \fiaibin fie 
ben Srief, barinne fhinbengefc^rieben anf PeKfOwen 
Mefe 9BQrt^g): ? ^.f■^r^ 

. Jhmjioiui^ rapid; rapiatiB, qnamto potastii. 

(weil i(b tonnt, raubt lA immcc tuy'-. 

Ufo not^ mir ein Sbec f^u.) ; 

O, wie muf blefer Carbinal getorbta : tmbr «fi 
fahren fein!'' - . 






j ' 



f) Set^ofaag M •. IBert. g) Waee CtiWaali Sefbrniai 

' / f) fijfdaa. t) 81. «^-8. aait^eai tai4 fMaribH «aabe 

Mab OfftabütuMg OftM -* «a %m% ^ ImMMux 9i\9i^{ 



« 1 \ 



— 3tl 



. , ^ «H: (a.) aü^e hk ficU fei. 

(A. n. *^ St. sie. (KT.) — S. 7t. (74*0 #/3)'c 

Sctt/' fl»rac6 S)octot aRattinud' Butler, ,,{fl ein 
^mh fieute, bit oQe »dteclic^e ®a6m ®otted ans 
Hclmm iinb loffen il^nen getn wo^ unb ®u» tf^nn, 
unb geben baffit ntd^t§ benn S&ftetn unb allen Un< 
banfh)« SBer eS nic^t ))erfu(||t unb erfahren \)Cit, 
In fle^ tt rtn ftfclMr/' 

• (A:7a^6i:-t4«:t2M«.) ,,S)ic SBelt faffet nid)t, 
MH-attA n<At|rabcirweb€c (Blauben, noc^Sieb, nocb 
Atett|;:baB ifl i^t Seben unb SSeMbeit, benn f e b<it 
tiite.€Sribtue vnb ^eubet fttc bem ^eiligen Aren) ali 
fin bemurtftcn UUgtuct unb Ube(; md^ nic^t, baf 
bcc Ofmbe tkirimie geAbet unb bew&bret unb Mottet 
Atafl bemcifet mitb« 3)er Siebe i) »id fle nic^it au(6 
bie Id^ übe« ')/ »»eI4e >) ®u» tbut umb ®otte8 
Witten; unb bienet Sbermann^ wie )>{el üe fann, 
otw QefuA einiges Oeniefe«; abec bie SBBett t^ut 
•vtf umbS 2o^nd, Cbte unb 98ieben)ergeUen« »iQen. 
Som QMcuben wü^ Jflt nic^t^ baß er ein gewiß, fcfl 
nb üAt^ig Settrauen ifl, allein auf ®otteS ®nab 
unb Sann^etMgfeit/ uns in S^rifio erjeiget; fonbetn 
fie {meinet, e8 fei nur ein ') ®ebanfen unb SBabn 
von ®ott^ ber ba fobert ®ere(^ngfeit^ baß man 
fcQ fronun fein.' 

snfo liefet fle nicbt bte iDbfecta biefer Sugen^ 
bis k), mit benen 1!e umbgeben unb %\x fc^afen ^aben, 
Rtalü^ üumßrflen Oott; benn fie l^&It i^n für ibren 
9Mnb. 3um Xnbem beü 9tAbflen; benn fle benfet, 
c» fet fMner benn fie felbß. 3um 3)ritten ben äBi> 
berfii^ct, benfelben^) ^Alt fie fut i^ren 0rcunb *). 
•5Darau< folget fcbHefIf4f> baß bie SBett bieß ®e< 
bot*) n<4t )»erflebct: Siebe bdnen SlAbften als bt4 
fdber. '3>arumb mnf fle ®0tt unb VOel ^), wat 



h) fielt 3e«0ii{f cbet jhnbfd^fl. i) 1. Steu lt. k) Ob- 
jecta fidei, dilectionis, crncis. 

M Sl a. 6.:b{c «Äe iM He m^ li^t «ben- *) St 
B.'8j-Mr U. 1) ,ehi^ fr$ft TT. 4) SK'Utu '^ 9\ ^\ 
grtKt. 6) A. 9fhit. 7) 8u aUt Um. - ^'*'- 



— 312 — 

(BotteS ift, %tini fein, iai ifl fein Sort unb fcbic 
^eiiiaen. ^) 6nd)et') nnt ben Zenfcl nnb WUt§, 
roai fein ifl, bae ifl, {eitlic^en Stiebe, n^tfid^e ttfti, 
gute Xaae itnb »aS bem $Ieifd)c loo^t mb f«^ 
tbut; ime man fielet in aQer Reiben, ^W^cd/I^ 
(Belehrten, JtAnigen ttnb ^cfien, gto^ igelten C^icA« 
4)en, SBorten unb 9Ber(en.'' 

ff 

421. (62.) S>ev 8Bett defc^icV si4<« i« S)«iL 
(A. 78. — St 265. (27r.) ^S. M^. (W.) 

/,9lan fann ber SBelt nimmeme^ te^t iStnm 
no(b ))tebigen, man mac^e ti, nie man voBtl). 
$rebiget man ba6 ^apfti^nm nnb iDaf btffelUgc 
lebret, fo »icb (Boit enöcnet unb baS OcmWcii to 
trübt nnb ))em)irret. ^tebiget man aber C^rHhni« 
fo }5rnet bad ^(cifcb nnb ba6 $ap{U^um. S)ciai 
e^rifhim pcebigen ei)Amet ba* %lti\di nnb bie Bett{ 
»ieberumb prebigen, xoai bem ^leifdi »o^ tbut mb 
gefdQt, ba9 bei^t S^tifhim bintan fe^en unb beMbigc«. 

8b. Seit bleibt SBelt! 4^at i^t unfef.^m 
Q^tifiu* nicbt tonnen \iclUn, fo werben »iil attib 
wobl laffen babei bleiben unb {le ') immer ^fa^cni 
laffen, mo fie ffln gehört ^ tum 3:eufel!^' 

w 

422. (M.) yi^o%mn, loa« e« fei. 
(A. 78. — St. 208. (210*.) — S. 101. (lOft.) 

^^StaAofimen unb t^un, waO man dor einem 
anbem (le^et, obne Seruf, i^ ein menfcbficb «nb Uwi» 
Iif(b {Ding, bammb ift eO fhracfO unnfift unb M&bHAa^ 
aifo o^men nacb bie iteber (Bottti aSort> faf^rea bofc 
felbe traun auib auf ber Sunge; bie {^eucHecbm 
Sßerfen bei ttiaubenO, bie tbun fie oi^ dufecIHb; 
bie Kbglttifd^en ben Ceremonien, bie ^Ilen fie Jiucb; 
bie SDummtIbnen unb Sßage^ftlfe fetgen bem.iMefrii 
»oUen aucb AriegMeute fein; bie Kotcen ifltb mp^ 
linge bem Regiment, woöen au(b regieren; bie^^ftnui 
peler*) unb Störer ben ^anbu^erren, moDen au^ 



1) fRoffWeiilftit be» bummcs »OL wi) «riN»mii. 
^. ^* üh *i^We2. 1) St; t Hi^. 1) •«•• «imfc 



— 313 — 

fmffccMe Strißet fein; bfe Q^eMMpfe ol^meti na4 

KtCR INhiflen^ tpoüen trattn mit gelehrt feiii/ roit 
tofj^bfnf M unter ben Pfeffer menget ^). 
S)anraiD, wenn ®ott fein 9Bort^ SQBerf itnb 
JtAnffe oibt, fo tl^nt er nic^tt^ fcenn bap er Sfen 
leitet vnb mam n), unb ber aro^e £aufe folget ben 
lfm na<^. ttott aber bebAit baS übrige wn bem 
erflen Contrafeit. S(fo ifi bie 9ße(t wn Anfang ge^ 
•efL'' 

4tt. (M.) «a bn Sctt fflfl Mm «träfe. 

(A. n\ — 81 MO«. (IM.) - s. nr . (n4%) 

,^S>ic SBelt wirb burc^ feine &traf gebejfert, 
I^tcct M ni4)tt baran, fie pral^fiet nnb bidet bawtber. 
Sic bie Sauren fagen o), wenn bie (Slbe autgelaus 
fen i(l unb 9Qet auf bem ^(be erf&uft unb ))erber* 
bet tat: ^aft bu mir baS (Betreibe erf&uft, fo f^aft 
hm mit boc^ nic^t bie Sb^ier erfdufet. Sßoblan, 
•ott Cann eine« oobt eine gute 3t<bc borgen, aber 
bania4 Mmmet er unb fobert emfle SRecbnung, baf 
mm »eber £aut noc^ ^aer bebdit. S)enn folcbe 
fio^ Sermefienbeit ifi no« nie ungefirafet blieben/' 

OL («.) Me IBett achtet Cottee 9aUn unb ®etf si^t. 

(A.18». — S.W.(?4.) 

,,«otteS (Baben unb SBunbenoerf ie grS^er fle 
Unb, je weniger fie geachtet werben. S)cnn, fag an, 
wa* tft für eine gr&pere unb ebeler ®abe ®otte«, 
benn feben, b^ten, ))emfinftig feinn.? Unb 9Htß 
nonb fagt unferm «§ertn ®ott ein Deo gratias ba< 
^r, f<bweige benn '), ba§ er erfennete folcbe (Baben 
unb grofi artete p). 3nbe^ ))erwunbert ficb bie 
Seit unb ^dft für arof unb löfHicb !Ding 9tei(bi^um, 
C^re unb anber S^ing ; f o ))iel geringer ifi ' ) , wel^ 
4et ein Sllnber SOeS ba^in gdbe, baf er nur 
feben mikbte. 



b) Srffif^e. o) a>er Baaeta Hebe aaiB Biiteabct^. 
V SU 9u Ä mmfHL M) ^btnu" Wt W. S) W. fla'b. 



— 314 — 

%bn iie Ucfad}, rootumb fol^e OMea (Kotttl 
\o (letino itaiitet mr\>en, ifi bttrc' Wt ftt mt 
%üm '), au($ ben tttfingflen unt Uot^tfamcpco, 
ili&et. e^ti^uS ifl für fcC^e grofe SBol^It^ten, baf 
et iii 9liidfä|[oen Qcteiniact, bte Slinben fc^enb gca 
mai^tic., ans Jtceuj geft^lagen, an (Mflm selenfl 
uiib iämmerliife (lemaE)ert unt) getöbtet ')^ Jogat «■ 
friinet bie SQJeU Qiattti SBotjEt^aten nh^t q)l SBcilp 
(ijiolt nur ein ^a^c lanj) bm @egen cntti^sc-int 
(Iffc nicbtä roaitjfen »c<b flcrattien, ^üf ®dU, »dq 
ein ^tla^cn unb ^efdirci foUt ba merbm?' !ffid[ n 
uns aber mit aUen Eutern tibnf^ättet, fo fugten 
iDli: i^m ungern ein Deo grstias banimfr. Win foI(| 
gtüc^tUn ifi bie iSelt!" 

Üb. (6ff.) Siit SDtIt t^nt «Rftnaib ttMlmtr«!' 

(A. J§*. — St. «9*. (250*0 - S. Ml(»»'.) 
3)te SBelt Ift fo (iflennußig , baf flc Sticvait 
etnaS umbfonft rf)ut, fonbctn ^efl ttill Detto^nct'] 
bdbfn r). „Sföie biefe ^abfl anitiger/' fpc«ft 2), 
iKartinud*): „dintt vnmititftt bfn-S^nbent ftii 
(^fd unb ging neben f^m; bei abtt b»uf faß« .b( 
bie ©pnne fo t)f'f f*lf» "nb (lad) ll|n, bat et ben 
,6eiTn, n ni^tc brauf fl(en unb i^n au(b ein »mlg 
iin @d)attcn acfjfn laffen. Sbec « noDte nid)t unt 
fddte: «Et tiatt i^m ben C^fcl tu iciten «cmlr^el 
unb ni<bt ben Schatten bavon, benfelbcnfeQt n V^m 
fonbetUÄ bejahten, ba ei i^baUn woSÜt. !D(rfi 
9abel iß ein gpnltafelt unb 9Ubc brt SBdt, Mi 
t^ut Ri4l« umbfenfi, rajtl rinem auif) ntiftt bni 6i^ 
ten mftt^cilen unb »etgönnen!" , 

4tt. (S7.) ffilt Me IDeU bic SDc^^at JiRsOtlBk tili|iii 
(A. tS\— SkZ49>. (C97.)-S. U%<|tY*.) 

$^tli|»)iu8 aAcland^t^n fajetc eiMMl ubtr Äh 



q) IMt SBtlt So^n, fo S^iI^bB bironaics. r) «ciM 
ra^ bn «Bflt. - , 

1} S. «. W. arriB. ») W. i.MavM*.- '«>.W, Ir 



— 315 — 

fntknt S3f4. tiefe %aM: !I>af einmal ein Sdintx» 
laiiDite^)ii6eiigfe(b gegangen^ ttnb ba er fi^mübe 
tigflimen ffüttt, fam er an eine ^A^(e ober ioii, in 
Mfatem etne 6dilan0e log, bie mar mit einem großen 
6Mne Mvfi^Djfen. S>ie 3(^lange rief i^n an unb bat, 
atoDlItbca€(te{n ))om2od)e wdlgen unb fie (od ma^ 
den/ weim er bat t^dte, »oQte fie i^m ben befien 2of)n 
«üb IDanf gebeut ben man auf (Srben ))f{eget }u geben s). 
Dtg gute Sdueriin lief fi(6 enblici) bereben, tvdiset ben 
SMn Mm 2o(ft unb ma^te bie Schlange Io8 , unb 
fsbctteiieinenfio^n; ba wtUt ibnbie @(6lange ^ecben 
wA umbringen ^ unb fpradft: Eiebeg fOl&nnlin, alfo 
yfbgt Ue 9EBe(t tti lohnen benen, bie i^r oUed ®uig 
getQOtt ^aben! 2>a er aber einen anbern unb bejfern 
Uin iege^rte unb bie @(^Iange auf ibrem Srbieten 
«erfiarrete, berief M iai SSdurün auf Ruberer (Stn 
fenntnif, »elcbS Sbier ibnen am erfien begegnete^ 
bag foUte barfiber 9li(bter fein. 5Da brachte man ein 
dten vnb abgearbeiten Jtarrn^engfl geführt, ber faum 
bie igaut ertragen fonnte, ber foQte jum @(^{nber, 
bag man ibme bie ligaut abjage; ber fpracb: SKir 
gelfti *) alfo^ nn ') icb mein {^er) gar *) abgejo^ 
gen IS^abe, »iU man raicb tobtfcblagen unb fd^inben. 
3>anto(6 fom ein alter ^unb^ ben fein ^err auSge^ 
fdiUigeii ^attf, ber flagte, eg ging ibm glei4 ^) aud) 
olfe. t>a ficb nu bag Sdurlin auf ben brittcn fftiA^ 
trr, ber ibnen begegnet, berief unb fiaQt eg auf beg^ 
ffitrcn enbUifeen SRac^tfpruc^ *) unb Sudfage, Jtam 
ein Sfflcbglin; bagfelbiae rief bag SRAnnlin an unb 
oer^ieg ibm, ba eS ipm »firbe b^Ifen unb wn tcr 
€MIangen erretten, fo woUt er bem ^ücbSlin ade 
feine .^^bner geben t). !Da8 Sücb^ün fpracb : !Dic 
@(b(ang fönt wieber ing 2o(b geben, benn xooüi e^ 
barfl^r fpreften; Urfatb: ein iglicber mäfte }ut)ot 
in feinen i>ortgen @tanb lieber gefe^et unb rejlttuirt 



1) «toAfc" f((U St. V. S. D St. n. S. f aiu^. Z) W, 



— 316 — 

tottitn, Oft benn eine Sted^tfettigung / ttä ttif^fff 
unb Senten} erginge. SDie 6d)(angir tMB 1U chi 
SRal gen^iUiget ttnb e« bem 9ti<^« SRoii^ gcbmMtte, 
fto(^ fle ^) wieber ind 2o4- S)a »atb ber So» 
^er ^ w&iiiet von @tunb an ben @teiii toUbn bafftr, 
bap bie @(blang nic^t fonnte herauf hrnmifn. JD« 
nu baS pc^Slin be9 9la(bt8 fam unb «oBte hk 
^ul^ner, bie tfim ))er^eifen waren, ffcUn, fd^vs ^n 
bat SEBeib unb bad ®efinbe tobt. iDarauf fptaüt^ 
!X). SRartinuS: ,,S)iefe§ if} lein rec^t Qontrttfdt ber 
SEBelt: SSem man ))om Galgen ffilft, bec' bringet ebieB 
gerne wieber baran u). SBienn it^ fein Cresbtl bei^ 
gleichen oiebr b&tte^ fo wfire bo(4 ber Atn C&rHhit 
Sjrempetg genung , ber bie gan}e 9Beit t^on CUmb^ 
2ob, Xeufel unb ^büt erlAfet \)at unb ifi »ra fetnc« 
eigen äSolf gefreu)iget unb an Voigen ge^enft 
worben/' 

427. (68.) SEBff banfbar Me Seit mn #«ttH Bd|H(i^ 

ien ift. 

(A. 7». — St. 77. (82.) — S. 7f. (74.) 

!Da ba§ äSolf murrete unb war fe^r ungcbnlbig« 
bap e8 ') in ber Smte regnete unb naf nmt, bft 
e8 bo(b iU))or lange war truden unb ein ^rof e 2>ftrc€ 
geweil, ba fpra^ S)» aRartinu«: „Wre^ mu| (Holt 
aebanft werben! Unb wenn ®ott bec 9Be(t niAt 
fcbonete um etlicher wenig ®(&ubtgen willen v)> fo 
wäre fie ^) lang in einen «i^aufen gangen -«ab Idge 
in ber Äfcljen." 

428. ((B9.) SBeU ttx^i^t ®oti(e Sol^It^atai balb wb MMkil 

fein SBort. 

(A. 79. — St. 270*. (279.) - S. 289*. (Mft) 

anno 38. ben 27. ^) SugufH firfMflte JDoct 
aDtartinu8 bie iufunftige Strafe, fo 3)eutf4iiaqb über» 



n) 9n%€Uu»% fir IBo^Ul^at. t> Utai güAfoi bct 
gfremwem. 

>i!f arßi gBttt 4) Si. m. 8. 11. 



— 31T — 

(Am wn*e rmb SevoAtmig loillen QiMti JSoiM 
mm 000^, fo bofattl folgen mupte. ^,S)enn oMs 
fe«Ib MO« beginnet }tt apefiatinn 0/' fpracfe ec, 
«pimfe «OK (Kott objttfaOen^ welifeS ein 9tnfang/ifi 
dkt AtffM, wit 3efu8 @ita4 (läget mi beneinet 
£tt. 10. (S: U.)# fo flehen «Oe @unbe mit ($tc 
Mittr:«ie »ir leibet i^t fe^en^ iaf bie iffielt in fo 
taKvS^fo f»offtcti8^J)eniicf|nVi fre4^ 9et)ig^ »ä^, 
«übe, t^annifd» »orben V^ unb rei|et (Sott }u Soor, 
M| er mti baiein fe^en unb flrafen w). 

Ufo gefübpAc ben in @obom x) , welche aud» 
ne4 (ei £eben Xbca^amS^ beS gropen ^eiligen (Et|F 
Mtcrt mb £eiben,.bucd) »eldjen fie ®ott eciöfet 
f^Bm ^) ;MR^en ^n itönigen ^ren ^rinben^ 9«^ 
tel SEftilkHteii Mroa^en unb «verachteten Xbta^mt 
bei pe ben teilten SBeg )ue 6e(iafelt Icbreir; ba iß 
äuii bie loobre' {Religion, ^oUtei unb S)ifciplin ums 
tecgaiigen «nb.bie ^tiaf i(i bal^ barauf aefolget. 
2>aninb entfcbAIbtgen unb oetneinecn bie guben bie 

(|tof en gtftuiicben @unben bct .9obomitec bamit, ali 
oUten fie ein 3ungfriuHn, lai ^iü unb reiche 9l(« 
mofen amen beuten gegeben/ mit eint ungemö^nlis 
4en Zobe. ^aben umbca^t. Sber bie ^eiligen SBdtee 
baben bief graufam G;;empel ibren Stad^fommen als 
bunlb <ta Oem&Ib wollen einbilben unb ibnen bui(b 
ein ^fOpVtif^^ SBott anieigen> wie gtdultd) Sott 

ßafcn oiO aUe Seri(bter feineg fBexti. S)enn bag 
»angelium ifi ba< Süngfräulin, »elcbS aDen SRen« 
fcben onbeut unb )>«rbeipet ®nab unb «gülfe, aber 
leiber man tveracbtetg unb t)etfoIgetg aufg aeuperile, 
bot wo^l lu ecbarmen i{); batnmb folgen aud^ bo^ 
touf fo biet $Iagen unb @ttafen/' 

(lt.) S>ieB«ttifi voU ^eic^Iet sab £dpetet$ toit mao' 

(^Id bmr fUb. 

(A.?9^.— 8t.M7«. (SM*.) — 8.U0. (Uft*.) 

Xnno 38. ben 21. 6eptemb. fagte S)oct. aRar« 



w) gflge M »f«i8« «Bb «{sfmL x) €obmifti^<^t 
ij 8l ap9fttilhtM. t) St. «. S. bat. 



— 318 — 

Mn'ttitt von tiei SBcIt Sol^Ht iinb"bnflM(Kn' Mib 
d^tltfen untcrffl)fttili<4eti @tfi(ftn iinti 3Jlfl0ni>'^C»h«, 
sVcopImnlB, CflcoSthMy), aBcIt^e^UnWInI) Sa« 
ftfc f4ici ftneild flnb imb glcit^, aUdn'^af' v(n» Anf 
feaS anfcct ge^t, gfeti^ irfc man vnt eliiniSnift'IW 
anlem> tmmtt ^It^tc (itiftväi;tg^d^ct.'''€«Mx Mit 
t<ec, meinS Stbäntcnfiy-bct im Xttmtlr ^enmnt «M 
Qhiato; dn £)l)rcntia$ei, @4md(^lfT, XeSriMAM; 
Dn ttntbft Saud}« wlQtn rtbrt unb t^ut >- «at nin 
flcrne |}Örd unb ^atj unD ift net^etnt «ttn^CMbtr 
> mnie, mWt (nbl)(^e SRejnuns ff^/4lnbmi'€4iu 
|j«n bamlt ju tftun. - ■'''■ j 

' Hbcr SycopheotB f(l - dn folibfi igellAtn/ Biti 
Tfit^ei unt) ajetuumter, brt- fectt grAMh Stotf teia Vfr 
Mcnen. Unb b(«|« @Anbe i'^ tiffl)r''inltifl^ bmti 
mrnfdjUcft. @nato «Oi&xtt In b!e Srnntoltti,' Syn»- 
phaitlii In fcte Xrag^bfen. $4onn10"im tcntiHI-lfi 
aar dn fiommt ^tzhn, f]at vvn fetn ]nieini.8*|Rii 
fc6ici' fein«. Cicoötbea, rfn SOfult^t;' itt wlfPmtHi^ 
unbmat^iDfUtgli« S^frS t^ut" 

410. (91.) SlrR 1^ Bli^t ji ftfmiifnä''' 

3)oct. SRaitinuö td§cte mit arogem licfni @tuf: 
Itnon, ba^ ') gcoge gräuU<be plagen unb iStcafrii 
ttorfiaiibni mättn, bie nücben' ubci bje äSelt gdjfn. 
,^nn jle ifl," fvtad) ri, ,,((> bt>fc unb unbänbig, 
ba^ fit feine X)irctt>Iin, 3udft, etrafpccbiflt >) unb 
Stcfonuatlon mt()i Idben niiU a). td ifi bie Sffielt 
gat icgc WDtbm, nftd)bem baS äBort bed ^Dansrlii 
offrnbard ijt, fit fnadt [tfjr; id} bcfft/ fit metbt 
baib brcd^tn unb in einen >) .gaufth falltit feuid) 
bcn jungften Xag> auf btn ivii mit e^en>«a«m. 
SDenn (illc Saficc, '6ü»bt unb St^anbt j(nb nn fo 
gemdnc wotben unb tn Sraui^ tbmiifni» Hf ^ 



IJ S(. n. S. t fo. t) St 1. 8. ' 



— m ^ 

«i4t a!|^c."fftc^6finbe wA St^anfer ge^olf (ft' ^K* 
Im; Mtwn6 -lott unl titten: SutoniAe btln 
Seid), «Hft üh«-»Dm UbtI. äBlnoo^I tg nu itWtt 
mt ^Bfltdirt fU^et benn voi imanjig ^aljren. (£d 
tat nti',' 9itH\tvi, sfel ft{nct;Sciitt,To (ttte auA 
feine @(f)ulcti, tp ntidim ^te.3uacnb fein gelc^itt 
unb nntnittifel wirb; b« treue ®ott geöe fötbet 
■^tn'^iidV bäifi,' kenn i* fün^f fe^t, ratterten 
«fiuftme S<HtA" utib Sbfjia (ntitiun nadi unferm 

OL (tiy'ietr eftft ts^n sib fam tae leb» ffini «sttti 

.. tL.:;ij ■; .(Bi^wWi.--' 

■ -y "CA.». — St?8M«»J— S.»».(ll.) 

* „I5lf qj^ifpfcijW vnl ©cle^rten bei bm ■ßeibtn 
^iriL iinjd^lläc "oki unb .nianAnlet Spttulotloritl, 
{?rtaii(m uiiPSOtclnünfltn bon/Öott, uen bef Sfclr, 
Dpm eirfa^'n fift"*" flf^if't/ 1« fj"^ <•*« atlejtorifMs 
laftij unb iinücreiB ancffen iJ^ne ®otte8' HBort &). 
»11, TOnl unä ®oH fein 'lirteB SBoit rrtft u« un= 
Sftfälfd)tt geacbtn Ijat, [d ueio^ten xoixi nai) bem 
@prid)l^^: "Mhin, maiiiiff dicit omni^ possessor. 
9tnn mdtirMit^iblns I^at; nie aut e9 auc^ i% fo 
Bfrt» tttKB kMfbrüjna unb a«tet fHntr nic^t. SSenn 
KU- -lof^ott ivcg Witt) hinmen, fo neibeii nfi 
XanMiiKil fti^en unb mft ftndemätjlttct llnbdi^t . 
lA eupftflftfftn menf4[f(l)cr Gkbonten unb 3)finM 
imlec^rnj imtfTm olfo nft unfnm @(f}itten nug 

40, Ctt.) StU Htffitt «Drit. 
( A. n. — St 2»*. (BM.) — S. ZI8*. (U4.) 
S0 natb Qeflaget übet bfcfe legte (irduUcbe 3cit, 
»el^e nebet mit ©cfcgcn no4 ©trafen füimtc tegfrrt 
nrtben. fCa ftxad) S). 3Rartlnud: „Meli bleibet 
SBcIt, U» (KcrcditiQtcll neb« liebet nod) leibet, fon« 
bem nirb von ®Dtt but^ ttli^c nrnlg gelben unb 



m} .Ar gHIrfiin VfOefopitK 9M*thn. 



^ttrefflUbe gtute Kgitiet b). 9^-#i-;|t|Mib;Mi 
jnJltf Sauren tjunbctl Oi^ftn auf fea Wwe W^t 
alfo loUD bfc 93elt aut^ ubtmatAriid) v^lfl^." .'. 

4SI. (T40 Site »eil, [»t-nll« ufer IIiikmBatl^, \^ 

(A.8o.^st.ij-.(i».)-,)j.)ii*;i,:.:..:, 

S)cct. ailailinuS bat ptipfo^t tei,'S«if-bM 
£c^e ted Svai^gelit unb mtbrtTxucni uw ^al 

fa)>f)t^um. „!£cnn ba btr ^apß foute'vitbff J^l 
f^imfnt rommfn, fo tvüibe et feine Xi^rannei bu< 
)]Urcn unb tivitfät^tlarn c). 3ßle fi att^n ^t fSfl) 
bem Softni^er Goncuio, ba f)pt ecfid) 'idiUi gero> 
c^en fut bic ^unbctt ^aijit, ba man i^n abgcft^tt 
^at, unb febc gottlDfe $rofanatJoii unb (Siäud ein: 
fltffi^iet. 9(bft id) ffiri^le mic^ fut bem %aVft unb 
ä^iannrn nl(^t To fetjr aie fut unfei UnbauEbaitfit 
unb.ajcca(4tun0 bcS 3Boi(8, bie moibten im ^ofijt 
»Itbeii; In @attfl ^tlfcn. SBcnnbaig gcf^lc^it, fo 
Ijoffeiif), btt jüngfie Xag nlib 'j batb baiautfoIg(n<" 

W4. (79.) atlt lolib it U^n,Jt Im ' ' 

.(A,80.-St«8.(»S.)-Ä»ii(p,<i|(' 

eiau» aSilbtnltaurc fafltt |u fDodw JtUlrttaiÜ« 
baf et ffblec wtebci tum JClnbe witbf..;.JDft.fpw| 
bei SDoctDt: „Ss Iß bet Seit €4Blb> Sf^r.m».!« 
^Qbtn iü viel Cflcnifi gefTtn; rB t|t «Hl-iipft mll 
SEBenn Id) ijinttt mi<4 gtbtnK an niÜM. ttqriicii, iMc 
mit mit aufetmaifiren ftnb, \o finb fie fe^i. bftuc 
unb fct)ict aUe ^inrntg. S^fnn \f^t ititb al(e inÄn|i0 
3ai)T eine neue aStit." d) S>a fagte ■} SUbciu 
trauet: ba$ et gebähte/ baf vi« Jtucfitfteii yt 



b) •Qn Solf AnbM Mt «■■«, il^t frfM lii c) fc 
fa^raKfl trifft mU bn «Ktt» da üb tH^tVlftttfr^tm. 
d) !Dn KUtn tbat^ra. 

1) W, ^t gtttnntt. 3ni lattli. Itfvt.: M. L ort- 
Vit pro cHriu vcrbi et lacr* doettiu« contn harnrntf M 
P^pKlum. (Sttfman) C> St., 8. I. 8. Mtta^ •) Sl. 
K. & t t«. .-. , 



— 321 — 

6t(|fai uaintt ffitttn, mr> toit eine feine S^t ba« 
mU jctoefen rcixt, ba «geriog Slbred^t unb (£mfl 
Mit emanber regieret ^Atten unb w&ren beibe mit 
jpeien ^^aueniinraiem 3U Sorgau beifammen blieben. 
Sterauf fpraA SDoctor ÜRartinut: „S^x felben S^i^ 
ftab fremme 2eute gewefen^ i^unb ifti ber Xeufel, 
bif Slicmanb bem Snbem barf trauen. 3)ie ^urflen 
Pu fc^t ti^rannifd^, fahren mit ®emalt/' 

ttft. (76.) eo« bn Seite nsbaiVbatfcft. 
(A. M*. — St. 409. (4M*.) — S. 374. (382*.) 

„9(d4wie bte 3fraeliten SRofi getrau ^aben, 
»er fte aus aeg^pten gefft^ret fjaitt, a(fo t^un unS 
i|t Ne Beute aud^, bie au8 bem ®ef&ngntp unb 
SXeiißbattfe be« anti^riff» }U 9tom geffil^ret finb e). 
S)o4 Dat er für fie; l(^ bete 0/ ^a^ ^i^ Suben ge* 
jfapifirt Verben* 

«ripotefeS ber £eibe er}d^let etlid^e Urfac^en, 
banrai6 einer biUia lornen mag/ unter welchen eine 
i|l *) Unbanfbarfeit. ©cipio^ ber eble ^e(b }u fRom, 
fennte Unbanfbarfeit leiben, aber 9nbere mac^t fte 
mflnnig. (BotteS Oebulb unb 3orn finb beibe gro^/ 
Unb aleid^ wie (Bott mit SRofe mfinblid) gcrebct f)at 
»ie ein gut ^eunb mit bem anbern f), alfo rebet 
er ancfe mit un6 mflnblic^ bur^ bie ^rebiger, xolt 
C^rifhiS faget 9Katt^. am 10. Aapitet (95. 20.): 
SÄc f^ rt ni^t, bie ba reben, fonbern eured fßa* 
tm Okift ifit, ber bur^ eu(^ rebet. 2>iefelben ') 
Mallsten wtr.'^ 

411. (17.) ^et SBett QermeffeB^eit unb €i4etl^it, -mib 

von (|)>(fntftn. 
(A. 80*. — Sl. 248. (»5».) — S. 2W. (286.) 

S)a 3)octDr SRartinuS nac^ gehaltenem S>:amen 
«it 9t. ®corg .Hörern ^) nieber i)eim fam, ^ng er 



e) 9iM Seit bete anbern gftttbUbe. 99Ü rebet mit 
m «14 mflnbUcb bnrci feine S)fener. 

1) St «. s. litte. f ) W. t tfie. i) W. beftfetbci. 
Ä*"l *^^ * ^^^'^ fargt, wie an« im lat Äi. 
A^ Anr Mdtrr mrefa Hfrfßtt «r^doget «ufibn«. Uw 



322 



an )U feuf)cn unb fprad): ,,9&lt gro§ iß bo4| bei 
SBelt 93erme]Tenl)cit unb Sic^erl^cit! 9EBat ein wenig 
ctroad ift, bad barf fic^ n)tbci S^tißum auflehnen, 
ftcb unterteilen, i()n mit ^üpen p treten ^ a^et et 
trtrb noc^ beffer n)erbcn, ber SpifuttfmuS tDirb mU 
(Sen)att auffommen unb einreiben g). S)enn bie 
aSelt, fo CScttcd SBort i^erac^tet, iß nichts anbcrl 
benn eine SSorbcrcitunfl unb SSortraberln *) )um *) 
ep(furifct)en Seben ))or ') bem jungflen Sage h) , ba 
man nicf)t n^irb glauben n^eber bap ein (Bott fei/ 
noc^ ein ewigem Seben. 

Sfld nic^t ein grduUc^ fcbredlid) S>ing, baf in 
äJoIf ©otted foldje SpiCurer fein fcOen, nicftt allrin 
fonberlid) unb ^eimlid), fonbern aud) of entließ *) im 
^rebigampt in ^) ber Jtircbe? äBie bei ben Sfiben 
gen)efen finb bie @abbucäer, fo in bei 9teligicn ba< 
9{cgtment aud> mit inne *) Ratten, ba fie boc^ nic^tl 
glaubten ))om en)igen Seben. 

!Der Slrt ftnb igt bei und unfere ^apißen unb 
bergleicben auc^ n)Dl)( unter und, bie »tr woUen 
e^angelifc^ fein^ bie bie ©cbrift »iffen unb galten fie 
boc^ nur ') für einen 3:raum i). ^er SSifdboff in 
Wft. ^) rebet unb t^ut, xta^ er nur Witt/ mu^ WM 
gut fein unb n^o^lgetban. @o ifl bie @tabt 2. *) 
in folcbem ®ei) erfoffcn, ba^ man ))Dn ^unbett ^*) 
Bulben jd^rlid) ^^) iO, ^^) nirnrntt, ibocb unter bem 
S)e(fel unb ©djein ber ©ottfeltgfcit, aI8 w&re tS ted}t 
unb c^rifllicb; benn ed foU £iebe lyei^eif unb gebienet 
fein, einem ^unbert (Bulben (ei^en^ unb ^ ') (Bereits 
feit unb ä3iHigfeit/ fünf unb ))ier)ig ba))on nehmen« 



er 80 3a^re lang trene IDienfle Ui^tit, tpft^renb Aar gl eis 
fCsl^Aiiger 9aricoIa« koar. (F.). 

g) apitvä^mM nirnmet nberl^aiib. h) & 9et ntt* 

i) Jtfrc^en (Spifoter. 

1) S. SBoratbeitetiii. 2) St. u. S. be«. t) S. «oi. 

4) St. n. S. t nnb. 5) „in'« fe^lt St. «. S. 6) St. i. 

S. Infii. 7) ,,iinr'' fe^lt St. «. S. 8) St s. S. ■tccfc 

^iir^,' im lat. SH^t Moffimtinas. 9) St. i. S. M^it0. 

JO) A. einem [Vf. einem nuu\»tttV U^ nW^^" f^tt St. 

12) 3m tat. SRfpt ^. U) S\. u. S. ^ mI^. 



323 



3n t^ S^xtn tragen JS^unbert ®fi(ben ))ier f)ms 
bm nttb fündig (&mtn. 3{1 baS nid^t ein Ch)U 
futifmue? 2. Uegt im SReer be6 ®eiie6 etf offen 
ttfer benn bie Serge in ber ©unbflut^; bie. lagen 
im fkn^eben dUen tief im f&afltx, fie aber lieget 
fnifiebcn SReUcn 9Beg8 tief unter ben SBeUen bei 
iedr«. Slfo {inb aUe anbere SEBuc^erer unb ^eij:: 
»inße. 

9Ut, ti toerben nod) böfe Seiten fommen! Unfer 
Cpihtcer finb 9iel drger benn bie Sarbinii in Stallen, 
bie fagen bo4 : SCBir woQen bie anbern laffen gott« 
feiig fein, n)ir aber wollend nidjt fein* Sber ttnfer 
Spifurer tvoUen nid^t allein f)eimlicb feine rechte 
C(>riflen fein, fonbem woQen aud^ 9(nbem »e^ren 
«Hb Drrbieieh/^ k) 

U7. (76.) 5Der SBett 3nU><eüt unb UnbanfBatfcit. 

rA.8i.— sti8*.(U\)-s.ii«.) „(Bott locfet un8 
att SBer^ei^ngen , beibe im ®efe$ unb (£t)angelio, 
auf baf n)ir fein äBort foUen böigen ; aber bie SBelt 
nnb Oottlofen ad^tenB nldjt aUein nic^t, fonbern »er« 
oi^tenS aud) unb ))erfolgen8. 2)arumb werben fie biU 

S[ Dcrbammet, unb gefc^ie^t ibnen recbt, ba^ fie 
etiler unb auc^ bi^ jeült^ )u @d)anl)cu werben/' l) 
(A.8J. — St.i4.(ift.)-s.i2.) !D. 3)Uxt. Sutber 
(nb feine Sugen auf gen «l^immel, feufjct unb fpra^) : 
,^tbti (Aott, wie grop i{i bod) bie ^mpietät unb 
Unbanf barfeit ber S&elt, tie beinc unau8fpred)tic^e 
ttnabc t)era(^tet unb )}erfolget! ^2tud} wir, bie wir 
un< beS (£t)angelii rübmen unb wijfen, ba^ ed föot» 
M äßort, red)tfd)affen unb rein ijl, befennend aud), 
»ic Oolt ber SSater vom «gimmel felber ') jeuget, 
ta er fprtcbt: S)iep ift mehi lieber ®obn }C., Den 
foUt i^r ^6ren (aRattb. 17, 5.), bod) achten wir baS 
liebe (^eilige SDangelium 6btißi, ben großen tbeuern 
64fa|/ fo geringe, atö wäre ti irgenb ein @prud) 
aus bem Serentio ober SBtrgilio/' m) 



k) 9x9pfttiii ID. 9t. £., bie totr {(unb fe^cn. 1) ^u 
McMlcc 8oba «>f f»^ '^^^ A*^ iBfrfe^df VvaugtU^dit. 
2) UptiB. 2) ^fcthft" feftt W. 

21* 



324 



438 (790 ^om^errn {Inb eitel >) ^pihm. 
(A.81. - St. 877«. (^90.) - S. 84&*. (86S\) 

,/!X>ie ÜDom^errn }u SBfitiburg^ SRain} unb Q 
^aben t)ie befien 3:adc^ (eben in SDfflfiiggang^ @4I 
men unb S)dmmen, ^aben SlUeS im IBonat^^ 
atte @orae, n>ad ibr «l^et) begehret, unb faxten ( 
barnacb fte()ltcb in J^immcl, ba e8 jifc^et n). 
Sifcboffe habend fo gut nicbt, benn {ie {inb im 9t 
ment unb t)abcn ctUcber fSta^ mit ben «gAnbeb 
)u t^un/ 



// 



489. (80.) 3)e« Cn^ifiiririni ftegiweit. 
(A. 81. — Sl. 248». t255\) — S. 231. (236*.) 

„(&do) 3), ein Wlam eincS groftn SSerfi 
bed unb guten ®eb&d)tnlp^ aber fe^r untren 
met, Tuc^lod unb gottloei, n)et( er etwa war }U 9 
gemefen, ^at er \){tl guter ^jcempel be6 epifurtf« 
Sebend gefe^en unb gelemet^ bap er weber nac^ 
^apfit^um ober nacb bem St)angeIio fraget^ ^&lt 
feinem nicbtd. 

34 ^&ite ed vor 20 Sauren nimmermebt 
bacbt, baß auc^ i(t in ber (brt{l(((ben Jttrd^en fol 
Spifurer fein^ ba bod) f(i)ier alle 9lomanifleii 
epifurifcben Seben erfoffen finb^ befummem ^d) 
ber umb ®ott nod) umbe( (Sewiffen. @8 finb grAul 
Seiten! S^l? meinete etroan^ ber (Sptfurer 6 
wAre ))orlang{l Derlofd)en; aber nu gebctt in oc 
a3(utf;e, benn bed Spifurifmi C^nbe ifl bieS Bei 
führet bie Seute )>om (Ewigen aufei Seitliche p). ! 
^omponiud SItticud gcwcfen ifl, @cipio unb anl 
weltweife Seute, in wclcbeu angejeiget wirb bie Sl 
^eit menfcbltc^er Vernunft. 

aSiewo^l Stccro in ber Spifiet, bie er an 
£)cta))ium fd^reibet, ber bamad) Aaifer warb ' 
9uguftu8 ^) genannt, feine SReinung ))on ber fiv 

n) $a)>^f(^e ZHmf^xxn. o) 3>. M. p) I 

1^0^ Sent. 

1) W. tauttx. t) St. ^u^u. 8) St I. S. 1 
4) A. 9lttiü^nü€. 



— 326 — 

Mt Mgeteiget, toaS et la\>on ^alte. Qti iß bennocft 
iR Ctcmne ein ^o^ec SSerfianb gcwcfen, bet au8 
imb na4 ber SSernunft sefd^Ioffen ^at, ti fei ß^erer, 
H auf ben SBaJi^n tinb SReinung begeben, ber ba 
Mit, bap ein ewig £e6en nacb btefem fei, benn bap 
na leitlicb unb Dergonalic^ fei, Seib imb @eelq)« 
Unb ift aucft aewiflicb wafix, aucb nud) bec 
trnmnft bejfer, bap man ficb gebe auf baS Sb^ifl^iv? 
fän benn auf ben Q^pifutifmum. S)enn ba «infc 
RRb brr Gpifurec SEBa^n betrogen wirb, fo bat ec 
il draige fampt bem ^citlii^cn ))erIorenr). Se« 
euget i^n aber bad Sbtijientbum (n^eldjeS unmdg^ 
h ift)/ fo bAt er nur Hi Seiüiiit unb nicbt bad 
»ige verloren. ®ott bebüte un8 aUe für biefer 
lltaiion unb SEBa^n , in »elcbem i^t bie ganje 9Be(t 
•^ flehet V' 

440. (81.) <5(n anber« ))cm CSfj»ifndfmo. 
(A. 8ir- S*. a48*. (256.)- S. 281. (M6\) 

Da beS Spifurifmi aebacbt n^arb, ta% i^t }u 
ifct S^U ^bedeute, S^ürger unb 93auern, ja 
iec Sbcrmann bobcS unb niebriged @tanbe0 @ott 
(b bat Swige \)crad^ten s) , fprad^ 3)octor fSRau 
ttt» Butler :. „Saffete eucb nicbt in ber legten SEBelt 
gMbem , bebenf t nur , n^ie ed Zugängen ift )ur S^it 
^^i in bem allerbeiligfien SSolf (Sötte«, ba neben 
R ^ttaxi\&ctn im Stegiment aud) xoaxtn ©abbu:: 
er; bie waren gute ®efeUen unb gidubten nid^tS/' 

441. (82.) $on e)}irur(f((fn Seutex. 

. (A. 81*.) SB xcaxt S)octor SRartin Sutbem über 
Iftf tu einleben gefaget, ba^ ein Sbelmann , S. ^ 
m Sedenborf, foQte in einem Convivio gefagt ba> 
m : SGBenn ®ott ibm feinen Steicbtbum unb S&oU 
K^ ne§e, ba§ er taufenb ^affxt leben unb aUen 
iMn SiÜen treiben mM^tt, fo woDte er bama<b 
ifirrm ^crm (Sott gerne feinen «i^immel laffen. 



q) Cicero Sc{«|eÜ. r) IBerlifl bet Q^^itwcn s) «vi« 
rifiti 9M^gt»9lffw. (»etmänif^ HttU. 
1) mnmB^Uif daipüT. 



• • ! 



|?>^ i? SJomprcpfl ju SBittcnbcrg, ntt^t \>Ul »on 

rj ■ 4^^^^" ®^^^ «eiruft hätte; benn er, S)DCtot 

!> ' n>are jiu ifim fommen, afö er frani auf ber 

ctme äctt iielci]cn unb nur feine ©c^aube u 

ocbecft gehabt/ ta b^tte er i^n gefraget: i 

Qinti macbete? (^r aber b^^tte geantwortet, 

franf lodre. !Da batte ber SDoctor angefang 

ibme }u reben unb gefprocben: Sieber ^mS 

ibr feib ') ein f(bn)a(ber SRann, i^r fodt ei 

mit uuferm ^errn ®ott aucb )oerf0^nen, itnl 

euer S3e{lcd, ba^ ibr eucb mit bem f)0tixo\ 

©acramcnt vcrforgetct, auf ba^ ibr bereit 

Toenn ®ott über eucb gebieten mScbte. S>< 

iDoctor «ßenning geantn^ortet: dl, ti bat no< 

M^, %ot^/ Sott trirD fo fd>n)ei)erif(b an mir nid 

IS, beln unb micb alfo übereilen. Stber 3)oetor 

i fj fagete, ed n^are tbm gleicb gefcbeben, voit er i 

^ Ij faget batte. !Denn ted anbem Xage9 wdre I 

ii.f; @pra(fo entfallen unb tc&tt balbe barauf gef 

4i ^^^^ ^'^^ ^^'^'^ ^"^ wußte nic^t Diel wn ®ot\ 

'<' fagete ber SDoctor barauf, bag wir alleieti 

unb fertig fein foQten, wenn ®ott anflopfe 

un6 ))on biefem Seben abfoberte, bap wir 

w&ren, einen cbrißlicben Sbfc^eib au8 biefer 9 

tlj nehmen/' 

• *^ (A. 8ir — St. 118. (123.) — S. 108\ (HO*.) 



H 



327 



oitt itiii9, ald ti »oUe ; Um, gleich ald ber iwiii 

tincn jQii\di umbrinae^ wenn er i^me auf ben JCcpf 

fftlBM nnb fifft mlfd^en fehie ^Arncr fe^et utib i^mc 

M Okbim avSfnffet , ober greift i^n bei ber Ae^le 

nb M|et fie Arne ent}iDet: alfo ift aucft ber ®atan; 

ie«l er einen SRenfd^en btfil^et^ fo fann man feiner 

nUit IridtUd^ lo8 werben^ er führet bcn SRenfcftcn 

lli Ser|weife(unfl unb tbnt t^me Stäben an 2eib 

nb Seele ; wie @anct $etrud in feiner Spiftel w) 

»onibme faget, ba§ er umbl)er gel^e a(d ein bruUen^ 

ber 2öwe unb fuc^e, wen er )>erfc^liufle. Darumb 

fo ') foUe man tdglid) beten nnb mit (ISIauben unb 

Sebet i^me Sßiber^anb tf)\in/' 

(A. 82.) @onfl faget einmal S)octor SRartinud 
Sni^et: ,,@e gemahnet mi4 bei Scufele noie etneS 
Sogelert ; ber würget alle 93oge(, bie er fal)et, obnc 
loenn er einen ^at, ber i^m gefdUet, ben (dffet er 
(eben, bap er ibm finge^ wad er woQe/' 

44Z. (8S.) m^^t |tm (i^))ffur{fmo ben SEBeg brteiicn. 
(A. 82. — St. 334*. (345».) - S. 307. (314.) 

„Wff lieber «gerr ®ott/ wie grduKcbe, fcbrctf^ 
U4e unb fdbrli(^e 3eit wirb funftig werben! S^rd 
^rop^ejeiung beweget mic^ febr unb gebet mir nid^t 
venig gu ßerjen, benn fie geboret auf unfere S^i^ 
ba er fi^reibet: Detecto Antichristo erunt homines 
camaleSv dicentes nullum esse Deum (bai ifl: 
Senn nu be6 9lnti<brißd So^beit offenbaret >) if), 
fo wirb bie 9ße(t in großen !DlutbwiI(en geratbcn, 
ba$ He wirb bauen, e8 fei fein ®ottx). 3)a ^ebcn 
bie Sntinomer y ) unb ®efe($fKtrmer fein ju an , bie 
beben aQe $urcbt auf, ma^en bie Seute gar iläitt, 
baf {ie i^re @ünbe nicbtd acbten. SSenn man bie 
@ttnbe nicbtd acbtet, fo wirb ancb S^riflud ntd^td 
geachtet, weil er umb ber @änber wtUen fommeu \\t, 
biefelben feiig )u macben. Unb bie Starten bucfen 



w) 1. Jtap. 5,6. x) apfftttet SefemtBifi. y) «ir 
Hioii«. 

V ^f^" A'*'/ ^f' 9) St. M. 8. offenbar. 



^ 328 — 

bc< 9ntf8 nic^t, fonbern bir ftranteit/ »ie er 
fdget gxott^ai am 9« 5tapite( (SS. 12, 13)« 

3)agegen bringen ble @Dp6ifim z) unb $ 
iiifien ^art ^) auf i^re gottlofe ©a^ungen unb 
bitionen unb n^oUen bie ®c»iffen bamtt bef^» 
£ifbfc ®ott, ie gröper bdne «Butt ift, je gt6f 
ber SBflt SBoe^eit! S)er Aanontfien a) fumev 
Sigument tt>ibet un[er i^e^ce ifl bk ^ : ttnt gefr 
unb n»it foUen unb muffen lehren/ »aS )>on A 
unb Jt6nigcn appiobirt unb angenommen ip; 
lutbetifd)e 2e^re iß \)om jtaifet, 5t0nigen k* 
apprebiret, noc^ angenommen^ fonbem oetbammc 
barumb foH man fie ntc^t lebten K. SntiDoct: 
ifi me^r benn aDe Aaifer, Aönige, grütflen unb 
rillen^ trr fod IlSinen bidig ffirge|ogen werben b 

4 18. (84.) Hin asbetl. 
( A. 82. — St. 468. (482».) — S. 427*. (237.) 

9(nno 39. ben 16. ^unii n^ar ein @tub€r 
SBittenberg*), bervlet gottlofer fragen in fein ») 
gefcbricben l^atte, n)onte bie @(brift möi feinem 
bre^en unb fd^ier ein neuen dpifurifmum anriftti 
®ab für, e8 m&ren wcber gute nocb bAfe C 
unb \)iel grdulic^d !3)ingd ))om «^eiligen (Beifie 
ber Sobten Sufcrfie^ung k. SDenfelben ftrafta 
$rofe{fore8 ^art barumb unb }eigten8 X). SRa 
an , ber fprac^ mit ©euften : ,,2iebet £ert 4 
wai wiQ barauB werben? iO, mie grdullAr S 
»erben »ir ffabcn ! 2>a foQte *) bie OberteH X 
balben folcfee Spifurer emfllicft {trafen »ie oi 
offentildje Ubelt^ater/' 

444. (85.) S)et «ett Ci^eilett. 
(A.82. - SU 222. (230*.) — 207. (21i\) 

Snno 39. ben M 2. ^ebmarii rebete 3) 



i) Co^l^iflri. a) jrattosifUB. b) Vci 5, 19. c 
gmi|eie iMier. 

1) St. «• 8* aüivl^rt. X) HieroimBaf Igel Gm 
#/#. J; 8U 8. 8. eis. 4) 8t m.S. \«1 1&^ ^^viT« f« 



— 329 — 

SSartfnu8 ^icl ))on ber ((fidnblidien M f(f)&bli(^en 
&itittt\t becSBelt d), „ba^ au(b ble (8ottfüc(i)tiaen 
iMci fiibec, n^Ieten, no4 ' ) arteten i^rcc @finbc, 
Swicc unb xot^ nii^t/ barinnen fie fttdtn. 3)ac8 
ni |b(^ fal ber fttecfeen^ifiorie aefdirifben 9on einem 
fnamen iungen Anaben, ber ru^mete fid), wie e8 
iß »0^1 ainge, n)äre o^n aUe ünfec^tunQ; ba fagte 
ein alter Cinffebler lu ibm : di vo&xt eine ®af)e ®otte8, 
aber boc^ mfipte btdn)eilen ein 30(i4^^ ^oii f^ii^^^^ 
6ünbm aeplaget n^erben unb biefelbigen füllen, ober 
rt »Are fonfl ein boB 3^iA<^- ^^nn Sbeimann f)at 
lem flttteSage, benen ifiSliemanb fetnb;' ifl er aber 
Mttffinttig, fo wirb er feine Slnfed^tungen wm 
melf4 au% ^ttben unb füllen/ wie @anct Vou(u6 ^) 
bget e).^^ 

44». (86.; S)ev Seilte €i(^^c{t »ib gleif in Sctt^iunea. 
(A. 82'. — Sl. 319\ (330*.) — 8. 294. (300*.) 

,,3)ie SRenfdjen finb in ber aßabrf)eit aaejeit 
fHin, meinen« eS werbe immer alfo bleiben unb fein 
Sott nofft $aQr ^aben. 3n folc^er ©ic^erbeit fd)(eid)t 
ber Seufel fein m&^Iig ein unb ))erfälfd}t ta6 Sßort, 
baf man nid^td bat)on behalte , benn nur bie «l^ulfen, 
ben Jtem nimmet er l)inn>eg f). Über in 2irrtf)umcn 
ba {|1 man febr forofaltig unb bemalet fid) febr. 
Skid) nie ein äBanberimann i{l auf bem redeten 
Bege ^er, aber auf bem nrntdiUn ^txcxoti forg:: 
filtig, alfo ge^etS un< aud).'^ 

446. (87.) S>n (S^fifnxtx ®ebaiiTen. 
A.82\-.Si.74.(83\) 

„Qtln Cpicurer, wenn er ))on ®oit gebenft unb 
Mtttf;), Wie e6 in ber 9Selt }uge^et, ber tann an:; 
bcrt nid»t fcbUepen benn alfo: Sntweber (Sott fann 
bie| nid^t ^»erbieten noc^ mebren , barumb i{l er ju 



d) S)eT Kiaen dnagftanen Schlaf Dtatt^. 25. e) fftcm T, 
H ff. . I) Wiaü^. 18, 19. g) 9))ifiicet Wttitnn^ \)oii 
tstt 

1) St » & / «r>- i; St. tt. S. ttuh, «) St. 1. S. t audj. 



~ 330 - 

f(&»a^ bQ}u; ober xoiUi m(6t mltttn, hanwA (nnf 
et ungerecht fein , benn er f)at 2ufl am 9ftffn unk 
baS M iibel juget^et; ober aber »elf et nid^t, fe 
muß er gar ein 3taxx fein ülfo ntnimet bi€ SBett 
unferm ^erm ®ott feine Mmadit, ®ere(^t(gtelt mb 
5Bei8l>eit/' 

447. (88.) Ser SDrlt Oflter inb C^A^e. 
(A.82*. — Sl.250\(258.)-S.233,(238».) . 

^/S)ie gugger fönnen/^ fpracb S>octot aDtottiiiitl, 
,,in einer dile aufbringen ein Sonne 9olh€t, f&af 
ober fec^d^ bat ber5taifer nicfct ))ermagh). 9t.9ngf 
ger ^) f)at bei 18 Sonnen @olb9 t^erlaffen. Sum 
fagt, baß bie t^ugger unb SSelfer baben bem Aoifcr 
einmal in)ölf Sonnen ®olbed im Jtriege für $abua 
gelfeben *). aug«burg »ermag in brefen Sod^cn 
breifig Sonnen @(c(bcd aufjubringen ; ba0 ))crmag 
ber Äaifer nicl)t/' 

Unb fagte ber .i^err SDoctor: ,,S>af ein Sifd)off 
\)on SBrijcen einmal ;u 9tom geflorben, t^dc^ec andi 
n?ar ein jtarbinal gcnoefcn i) unb fe^c reUft, imb 
a(d er war tobt gen^efen, ^atte man bei ibm (Hu 
®elb gefunben, benn allein ein S^^^din einet ^^ 
ger lang , ha^ in feinem Slermel geflecft war. 811 
nu $apfl SuHut benfelbic^en S^^^d betommen, (at 
er balbe gebaut ^ ti xcmU ein ®elb](ette( fein, fc^iitt 
balb nad) ber ^uggcr Factor in Stom mib fraget 
i^n, ob er bie @d)rift nid)t fenne? 3)erfe(bige fpriqft: 
a , e8 fei bie @ Aulb , fo ber ^ugger ttnb feine 9u 
eUfcbaft bem jtarbinal fd)ulbig n>dren unb mad^te 
)reimal ^unbert taufenb Bulben. S)er Sapft fcaget: 
SBenn er i^me fold) ®elb erlegen fSnnte f S)et 9^8' 
gert 2>iener fprad^: aOe @tunbe. SDa fobcct bes 
^Japfi )u f{(b ben jtarbinal aud ^anfreict mb <iii8< 
tanb, unb fraget: £)b it)r jtönig aucb 9enni>4|te brei 



h) Ssgget 8tei4fi(iiii. i) JtatbiMi m» iMjrta. 
I) W. baf. 2) 3m Ut. flRf^t.: Ulri<A Fqdudr.a^.Skf 
nah l^mati viel me|t. 



-• 331 — 

2onntn &oltti in einer @tunben )U erlegen? Sie 
jügttn: 9tein. 2>a fprad) er: iai i^ermag ein S3urs 
ger IM Snflffbura }u t^un. Unb ffat brr $apfi Su^ 
IM NlfdUge (Belb befommen/' 

CS fagete aud) ber <^ert S)octDr: ,,2)af ber 
Jigger brm 9tat^ ^) gu Sugtfbutg einmal ^&tte foU 
im Uc 64o$una geben, ba Httt er bie SnttDort 
gegeben: Cr »ifte ni(bt/ wie t)tel er l^&tte ober wie 
rri4 er wäre, bantmb f5nnte er bie @(^a|$ung tii&it 
neben k). 3)enn er f)&ttt fein ®e(b in ber ganjen 
Sdt, in XArfei, ©riecbenlanb , ju 9Ue>:anbria, in 
Sfranfrric^ , Portugal, Cnglanb, in $oIn unb aUent^ 
falben ; ibo4 wollte er bie @c^a|$ung geben ))on bem, 
b4< er iu Sugdburg bcitte/' 

SDer ^n S)octor fagete aucb/ /,baf er )>on 
einem fl£^c^rt bätte, ber ba gefaget^ baf er ))on bem 
Saifer aRarimiliano ein Aartenblatt f)iHt empfangen^ 
barauf wenig SGBcrt waren gefc^rieben gewefen, ba$ 
nit war er }um flügger gen Suadburg fommen^ ber 
b&tte i^me barauf fec^d taufenb Wulben gegeben, bie 
t&tte er in einen Sermel geftedt unb bei {ic^ gefübret 
baf ti feine Anecbte nic^t w&ren gewahr werben i)/' 
tber ber SDcctor fagete, ,M^ ^t bad mit bem Jtars 
tenblatt gerne gldubete, benn oor S^it^n ^ätte man 
Reine') Srief gefd^rieben unb w&re großer ®laub 
gebalten werben. 91ber bae ®elb ju fübren, baß 
mant ni<!bt gewabr würbe, bduc^te i^n etwa9 ju 
»abe gerebet fein.'' 

446. (89.) 3)et «BeU (Beig. 
(A. 8t. - St. tftl. (258*.) — S. MS*. (289.) 

S)0€tDr $ommer bracbte einmal !Docter SRartin 
Satter wn einem ^errn ^unbert ®filben ju einem 
Vff^ente ; er wollte fie aber nid^t annebmen, fonbern 
gab fie $biiippe bie «g&lfte, bie anber «^älfte wollt 
er S)ocrDr $emmer wtebergeben, ber woUt fie ni(bt m). 
Sanften {16 alfo mit einanber baruber, baß etlid)e. 



k) «Oe 3>iMq eis fBeü. I) St. IRatimUiaKi Olatbe bei 
bei 9^MntL, m} jS>. tL #^ifft»4^/nrg. 
JJ ^Um Statf^ fflfd W. 2) 8. Mne. 



- 332 — 

fo babei waren ^ ben 3)cctor baten/ er wcUt ti nei 
mcn 1), benn er l)&tu cd wo^t "otxiicntt, tat Sol 
möchte fcnfi fagen, S)octor kommet lo&re unbanfboj 
!Da fprac^ !Doctor SRartinuS: /,(Eben umb bei 
felbicicn n)iUcn n)iU i(i)d nicbt tf)un^ benn {ie teoUr 
S). $cmmern richten ^ ber fromm i^, ba fie boA bl 
alleninbanfbarften S3engc( flnb n). SEBat geben (i 
S). Hemmern, mir imb Slnbcrn? Unb tooUen fh 
an it)m nur mei^ brennen, ba fic bocb nehmen un 
rauben^ n^ie unb wo fie nur ') fonnen. Sßenn fi 
und nut umb unfcr (Selb Stcdbt tb&ten, fo »olUei 
n)tr gerne i;ufrieben fein; aber ci ift fcicb ©Äonen 
Jlro^en, @cbinben unb @d)aben, Zeigen, Stemmen 
@teb(en unb Stauben unter bem S)ede( bet (E))an0elil 
H^ id) mn^d fdbäme. ^^d) mup einmal prebiaen un 
fIc anta0en> benn ft^^ macbend )u arcb. 2)aiuii^ 
foQen oud) bie^rebii^er bieSeute firafen; benn weni 
n?ir ibre SBodbeit, ärgeriict)eu SBanbel unb Seben nid) 
ftrafeteu, fo ^en^obneten fie ed, ald toAre ti re^t uaI 
ivobl getbau unb feine @unbe; benn aud einer Oe 
trobnbeit n?irb )ule(t ein Stecbt. S)arumb webre, we 
bd fann, fädelte unb ftrafe folcb gottloi SBefen unl 
v^dntelcben ^)/' 

419. (90.) Gf{) {fl ein 3f<<ben b.'6 Sobe«; aif 9elb mb Ci 

fod man ^^ nid^t vtxUfjtn. 

(A. 88. — St. 25r. (259.) — S, 234. (2S»».) 

,,®emeinigtid) n^ad @^elb f)at unb man fid) baran 
i^erlaffct, ivie benn gefd)iebt^ bad gebet nic^t fort 
no(b ))on @tatt o). !Die aHcrreid)fien SRonardyei 
baben n^enig ®lüd^ gebabt unb {inb fcb&nblic^ umb 
fommen unb in Jtriegen gefdjiagen*) werben , ii 
bargc^ien bie armen Unoermögenbe, fo wenig QMJbt 
unb aSolfd gebabt, &li\d unb @ieg gebabt. SBi 
jtaifcr SRajcimilianud p ), ba er ben {ebenja^rigen JMcj 
wiber bie 93cnebiger, fo bo(b febr ret^ unb mAdlUi 



n) Dicilur beata« anle obitum nemo etc. o) Scfirtar 
anf ilelb «ab (Bnt p) IRitdnttiai. . . . 

1) St u. S. anneiftmeti. t) „««t" (e^i Si* ■• S. •) .8 
Mäntel 4) St i. S. nf^^^^^* 



— 333 — 

jinfc, anfing unb alci(^tt)0^( obftegete. 3)acumb fcK 
mn ft(4 ni(fet auf 6)elb unb ®ut ))erlajfcn, nocb 
mum 0* SD^t tf ürflen ®ei)m, @(6{nbcn unb @d)as 
in fal^e immer bin jum genfer. SRon faget, ba^ 
Oforge i^t febr geijig fein foU;. bad ifl ein 
Im aum 3:0bf. i>a S). ^mninguc) ') (Böbe ') 
Ne SBArfte in bcr t^euermäuer ja^Utr, ftarbe er balb 
teniad^, unb n)enn icb micb umbd 93rauen, 9Rd()cn 
mb ftoAen }c. befümmerte^ fo iDÜrbe id)5 nicbt lang 
treiben/ [onbern balb fterben/' 




I. (91.) 3)er 9fatr^emi nnb $reb<ger ®e(g. 
(A. 8S*. — St. 281*. («90.) — S. 259». (265».) 

6. 9t. bracbte SRebl flen 9EBittenber<i, n)e((be8 er 
S)o€tor SRarttno ))erfaufen xooüti einen @(beffcl umb 
newit^albcn ®rofd)en, roelcbed bie SDoctocin fcbr "otn 
brof unb fcbalt ibn getiig. 2)a fpracb bcr S)octor: 
,,fteine liebe ^farr^erin beginnen ancb iu gcj}cn q), 
vollen oUneit ein ober itcten Pfennig tl)curcr gebfn 
tcnn bie Sauern, ba fle ee boib foUten mol^lfeilrr 
ober *) in gleld^em jtauf geben n?ie bie ISauem. @8 
ifl )war ein [i)UdjUt ©en^tnn, bap einer breipig 
64c{fe( )Derfauft unb mag baran fccb9)tg Pfennig ge? 
nrinnen unb macbt i^m mit feinem ®ci} [o bdfe Qk^ 
vifen unb fo böfe Gjcempel. $fui bicb mal an, 
Sunhr ®eij!'' 

451. (92.) ^6 fD{ammon6 Xn^tnUn. 
(A. W. — St. 251». (259.) — S. 284. (239*.) 

„3)er SRammon f^at )W0 Xugenben ; bie crfte ifl, 
kip er uns ficber macbt, »ennd n)o^l gcl)et, unb 
o(n ®otte« gur^bt leben r). 3)te anbcr *), bap er 
8irt turS^lt ber Xiubfaln, n^ennd ubc( gcl)cr, (ebrct 
Sott verfugen/ ))on ®ott fliegen unb einen frcmbben 
Sott fuf^en/^ 



q) $farrbemi ®e<|. r) DtammonO SSfrfung. 

1) St. «. S. «üb vetttanen. 2) A. n. W. {rr(g ^enticu«. 
I) 9t9pft an bn BiffJpftirife §tt SSitttnUx^ unb $tofef[ot ^tx 
Mf4ie t0ff»ß. 4) St, u. Ä f ja, 5) (St. n. S. t i^k« 



— 334 



452. (93.) <De« $apfll Oe{|. , 
(A. 88\ — St. 870. (382.) — S. 338*. (846.) 

^apfti^ (Sei) ift bei aUergi5$te gen>efcn, 
t^m ber Seufcl eben 9tom envä^Iet s). !X)a 
ben bie alten flefaget: Uomae clc. *)- 3" 
®ei), ein SBursel aOed ISöfen. Unb id) 
einem fc^r alten 93u(^ biefen 93erS funben: 

Versus amor mundi capnt est et bestia 

Dad ifl, n)enn man baS 9BdrtIiti amor uml 
f)cißetd gtom, bec SBelt ^äuyt^ eine Se| 
alle Sanb aueifauget unb aufftiffet. di i 
grdulid^er «i^anbel mit (Seiten, ba man SIQ 
reibet o^ne Slrbeit ber ^dnbe, o^ne $cebia 
Jtird)enbien{l, fonbern mit Sberglauben, \ 
unb SSeifäufen ber äSerf. SDarumb mal( 
betrug i) feieren ©eij mit Haren 9Borten ( 
[priest: @ie {)a5en ein £er} mit ®ei} butd 
Sd) glaube, man fonne bie @eu(^e V 
nic^t erfennen, man fenne benn Slom. S)ci 
SSetrüflerei unb Släufd^erei jlnb nid)t8 gege 
mifd)en. 2)arumb fupplicirete }u SB3orm3 
9tei(^8tai]e Slnno 1521 bad ganje Steic^ üb 
(Seiü unb baten, jtaiferlid)e SRajefiat woOi 
fd}afen. !Da)uma( n^ar nur mein ') Sud 
beutfc^en 9lbe( \\), badfelbige geigete mii 
SBicf an. iDa fing baS (S))angelium fein a 
fen; aber bie brei @eften Sarifiabt, 9Xti 
SBiebertdufer ^aben i^m einen großen @ti 
unb ') [cl)r gebinbert; noc^ benno* ^at ^ 
förbert. S)ed $apfi8 (Bemalt war' grop 
5t5fiige unb .Itaifer, xotMat ic^ mit einen 
tüiber ben 93ann gefh'trmet unb eilegt ^abe. ! 
S3üd)Iin fd)rcib id) nid)t ber •) aJceinung \ 



s) (Störte «füigfeü be6 $a)>ftl. t) t. . 
u) 2). in. £. 93n(i on bestfi^n Xbct 

1) 3nt Uit. Mac: Roma, Radix Omiiiom Kai 
ritia (F.) 2) S. eis. 3) Su f e#* 4) 8i 
tf; 5f. V. S. mit. 



I 



— 335 — 

^apfl, fonbern iDiber ben Tti^bxanii, aber fte er- 
f(^a(fm balbe, benn t^r ®en)t{fen »ugte ftc() f^ülbig/' 

(A. 8«. — St tftS. (IM.} * S. SM. (U9*.) S)aAU^ 

ml vatb eined (Bei)^at)e8 gebad)t^ bcc auc^ fei:: 
m eigenen Siibe nic^t feine Stot^burft gab ; ba fprac^ 
3)0ct9raRartin: ,,(ix fammtet @(^ä(e unb ncip nic^t 
Mi v). Saft und effen unb trinf en , weit n)irt 
■fgen, e8 fteffenS boc^ anbete nac^ unS!'' 

453. (94.) (Sef) Der^inbett ®otte« Gegen. 
(A. 84. — St. 479«. (494.) — S. 437. (446*.) 

di tarnen etlid^e ') )u S>ocior SKartino unb 
Kagten über i^ren «germ ') ^ ber feine Untertl^anen 
Mtberbte mit ©c^atren unb (Beijen. !Da fptacb bet 
SDoctor: „di iß mir leib unb ^abe ein I^erjlic^ aRit^: 
leiben, baf eud^ fo ge^et unb bap euer £)berfeit 99o8:: 
beit OotteS Segen ^inbertw)^ ald mit SSergtcerf. 
S)emi nenn eine $erfon ficb unterfte^et, SUleS }u 
t«ben unb n>UI <&ott gefangen nehmen ^ fo fleuget 
nnb loeid^et (Bott mit feinem @egen ba))on; d^r n)iQ 
ii feinen Oaben frei unb ungefangen fein.'' 

4H. (90l) S)a$ gärffes snb ^men bie JtU^et nnb gei^lic^ex 

Q^itn )ii fi(^ teifen. 

(A.84. — St. 292. (300*.) - S. 269*. (275*.) 

3>octot Butffer fagct einmal über Sifcb ba))on, 
,,baf ein ma^r @pri(6wort w&re : S)ap $faf cngut SRaf^: 
^ fmgut wdre unb bap ^faffengut nic^t gebelbe. Unb 
taffelbige ^ab man aud ber (Irfa^rung^ baf bicjeni^ 
gm, bie ba geiftlic^e (Büter }u fid) gcjogcn ^aben^ 
ui(e|t baruber verarmen unb )u iBctteler n)erben/' 
•Ibb fpta4 barauf, ,,bap Surf^arb «gunb^ ^urfurji 
Asnfen }u @a(^fcn 9tat^^ Ijätte pflegen ;;u fagenx): 
Sit t)om Sbel ^aben bie Jlloßerguter unter unfere 



▼) 9faL 49, 11. w) (Sei) unb (Kiornnnl^ ^inbert 
tettei ^gen. x) 9. ^nnb« obeliB« SBott. 

1) 51. n. S. «nf eine 3eit. t} äaceh, Sut^et« fQxru 
ber wb fl. m^. OidUai. S) S>tn äftafen Klbett ^i 



jetc SfttrtflfltfT .fltfrtfen unb »erjcfjtct, tog reit »e 
bet Aloftngdtct nod) Stittfriuiirr mc1)r l^abtn. Un 
«idfflcte Mottet Sut^et bavou ein t)üt>ft^>c '^abd un 
f))Ta4: »So nat einmal ein ^itcltr. Ut mad»t 
gteunbfd)a^ mit ttntm )^ud;fr, unb srttlnlftttn flct 
bei tinanbei |u uo^ntny). 91lä nu bei %aiii ftt 
allet ^eunbf^a^ )um Vbeler ^rfabr, bA ^attt < 
feine Sungm unter bem Saume, bacaiif bcr Sbtlt 
feine iungt JHbcler ^atte. Sber blc$reunbf(4aft n&ij 
lete nlc^t lanac; benn alSbalbt ber 91bclti fetnt 
Sunden nt^t qatte (Effen gu biingcn. unb ber guft 
nl4t bei feinen Sunden tcat, t>a p^t bn Btotfi 
benintet uub na^m bem ^udid feine ^un^ien un 
fö^tete fle tu fein 9te{t unb lieg fle bie luiigen 9b( 
let fttffcn. Tia nu bei %Mi>i ivlebei Eam, fai)e ei 
baf feine jungen I)tnneä(|Cucmmen traten, [(aijet 
btr^alben bem obciflcn WDtt ■) Soui, baß er In 
vioUU hospitli tSd)en ') unb biefe Iniurism ftiafr 
noUte. 9tl4t langt baenndi, ba bei Übelei teiebti 
umb feinen Sung^n ntt^tf jii e|fen ju grten f}atti 
fafje ei, baf mon an einem jOite im ireibe bn 
3otf factlflcltet*. Ilcifjolbcn flo^t et baljin, un 
na^m fluflfl etnett Staten ucm Slltar tiinn>rg un 
btat^tc benfelbigen ben jtintieti ?lbdein InS 9Ief 
unb fEog niebei ^fnneg unb n>cllte mc^r @pci| 
Iiolcn. Sl wäre aber am Straten eine glti^ent 
JtoMe bel)angen blieben , btefeibige aia fle fn 
9teft gefallen nn, lunbec fle bai !Kefl an, un 
allble tungen Kbner nicbt fftegrn fonnten, b 
tinbiannten fle mit bem 'iit\t unb fielen auf bl 
Arte«)," Unb faget SoctPt 2iitlKt batauf, „bo 
t$ p^t Alfo tu- ge^en bnun , fc Me aeiftlftben 90 
ter )u fUi) icfficn, bic bD4 ju (^rttee S^ien unb | 
Citialtung beS $icbtgampt@ unb (bi>ttr«t>ienrt8 geg( 
ben ftnb >) ; birfelbiac mä^en il^r 9I(^ unb ^maa 
hat Ift t^re Stittecgot« unb anbete iveltiit^e Q^iitei 



J^ ,•■«■ f^ll Sl. a. 8. t^ K., «X. <,. 






33T 



9erffrrm unb no(|^ wol^I @(^abtn an 2ei6 unb @cel 

tqnfeibeB.'' 

Inf ein anbei DtftI faflde SDoctor 2tt^^ ,^a^ 

Ni MijUMkcn Mtet SbdeM Sfebem Krt unb 9tatat 
«•jHft ^Attm b), benn wo man fle |u anbem 9^ 
Mm legde, fo fceffm unb wnfif)xm fle. bicfirlbigcn. 
1^0 »cnn man bie geifUicften OAtet per üb el oe- 
k§ «ntec anbete Oötet menget, fo ))ec|e^ren jte m6i 
HefelMscn, ba^ efnet juleftt gar ntd)M bebdlt^^ 

Co war einer )u Sßittenbera mit Kamen &ts 
Htut ^), »elfter beO Sömifc^en xM^ti gferbinanbi 
Btttnt $riceptor oemefen, ber bei S>o€tor Sutffer {u 
Zi[4 flegangen. sbiefer ^atte über S)octor Sutberl 
Zif^e gefaget: (69 xo&xt }u 2tn) ein «gunb gemes ' 
fen«), ber ba}u gewännet roorben, ba^ er bat pfles 
oen 9(<if(b auO ben ^(eifc^bdnfen )u bolen in einem 
Sorbe, ffienn aber anbcre £unbe todren an ibn 
lommen, Ratten ibme baS ^ieifcb nehmen woUen, fo 
tot*) er' ben jtorb niebergefe(t unb fU^ wetbUcb 
■tt i^nen burcbbiffen. äBenn fie if)n überwältiget 
tettm, fo wftre er am erfien mit bem SRauI in ben 
S0rb gefaUen, b^be ') ein &tnd ^Icif« enoifcbt, auf 
bof er au<b etwaO bat)cn ubetfdme. S>a fprad) 
IDoctot 2ut^er barauf: ,,C^ben ba« tbut i(t unfer 
Sa^er Jtarol ^) aud) > n)el(t)er na(i}b<^m er lange bie 
geipUcben (Bäter t)ertbeibiget bat unb uu fiebet, bap 
rill igli(ber Prfl bie JUoiter unb @tift }u ficb teilet, 
fo nimmet er tftt au(b bie iSifcbtbume ein; wie er 
kenn neuti(b bad Sifcbtbum Utri^ unb 2utti(b }u 
M getiffen batf auf ba^ er aud) portem de tunica 
Chrioti uberfomme/' 



(M.) Odg getriUet lab mioüflet £<iKb vnb Sest. 
(A. 84*. -.St 252. (250.) — S. 334*. (230*.) 

Snno 38. am 2. CctobriS bcflagte SDoct. SRar^ 
tin bie idmmerli(be aSerwuftung ber $oli)eien unb 



b) «belct« Scben vide ^livi. c) Sienfifd^ ^mb. 
1) fB9lfiMM0 Cepeaii (€^iefn). S) W. Mbf« 

SJ SL M. S. fat 4) „Satol" fefU St. n. S. 



^ 338 -- 

aüt weltliche (Sece(i)ti9reit, Crbttung unb ^^tal 
/#<Hn Sflltt^» ^) benft tut» fiiäfit mx boifuif^ I 
\mx *) 9iel 0elb8 fanutle iinb .|iifaiiuMl|Ü 
äkttette unb wafl tue £aibc9 Stot^butft jacfK^rej 
a4ten bk (üeij^Ifc nic^t fi %ai fc^c ' ) ^ 
ba« fie bo^ tiid^t fäntien fceffnu Sodi ißt ta 
9UU« tttnb Qbüb )u tbun^ att fitege Stib unb 
baran ; (Vott unb bct Stäbf^e »irb bnac||tct uai 
Ttammtn gebienet 

Sifber, febet an unfc» S^t, »ie bei übd, 
oer unb Sauem [o geben e) ttnb bie Stfiifie 
$upen treten^ »eqagen fcomme, teeue ^vebitei 
'junger unb Aummer/ woQen tinfecm ^erm 
fein ^au8 ntcbt bauen^ fo mirb ibnen ibt ^uf 
ber iufaQcn ^ ). SBie bie $ropbeten «p^gaÄtti 
ORalad^iaS gtduUcb gnug brauen *) ben Sttrdc 
bie gar ni^tö gaben <), ®otte8 SDienfi |u er|i 
barumb würbe ^) ibnen (Sott n>ieberuvb aucb 
geben, fonDern fle mit «igunaer unb 5trieg wA 
unb umbringen. Säefiebe bafelbß^ xoai bie $i 
ten ba))on tagen. Sben alfo gebeti au4 \f» 
unfer Qtit Sd n?erben grdulicbe S^ten foi 
wl gröf ere Strafen, bcnn )u @obom unb (Borna 

466* (97.) IBon einem gelsiges Sasem. 
(A. 8& — St 255. (262*0 — S. 237. (242.) 

Xnno 38. »arb S>oct. SRartino für neue 8i 
gefd)rieben, baf ein 99aur bitte fein Oetieibe ü 
®tabt gefubtet )u t)erf&ufen. S>a er6 «bec ' 
tbeur geben »oUt^ n^oUt e8 Kiemanb Miif^ 
er gefagt baben: ^cb xoüli nlcbt n&^er aeben 
wia i<b6 »teber l^eimfA^ren unb bie Staufe 
freffen f). S)a er nu beim fommen^ wftre ein { 



d) ®dse« Unart. e) «eigf t^^m^l t) 
Unerf&ttiQfeit. 

1) St. n. S. ieber. 2) ,,nnr'' febtt St. 
n. S. 9$r aü^ febr. 4) Si. n. S. yvfUUi. 
MMMtat «) St. n. S. «An. f ) Si. i. S. 
^) //ÄJrr- frl^B St., 8. «. ¥r. 



^ 33f> — 

f^fr 4asfe SRdufe in» ^an» aOentifattcii mf^ 
Mä, tof üe »a< ttetcdbe oOe« aufflefreffen 
Ittm» fbam^, ba er ^inauS )ur @aet luflo^e, 
li# ec, bt| 9^ »on SR&ifcn ^) abg^reffen roat/ 
kflr aaißtn Saum n)&te ' ) nlifti »tbcrfa^cen. S)a 

fe SD. SBartin: ,,30« loabr, fo tfl« fletoif (Bot? 
Kmbc »nb @ttafe itnb leibet ber unbonfbaren 
Mt ete SekJ^en beS 3oni8/' 

V. (tt.) S. jR. £. SBemto^nnig lub ffiaranss fitm Seil. 
(A. 85. — Sk 255. (2W.) - S. 236*. (242.) 

tbiao 39. war S). SR. fe^r }omia unb heftig 
Ibec ben (Bei{ ber »aurn^ bte baS (Betreibe ^in« 
littm unb liegen (ajTen, bli ') e« treuer »ecbe, 
Mif M, (Bott Sob ^y, fpra« er „bret Saurn aü^ 
seit geiydnflt ^abeng). Solche (BefeUen, fo baS 
Ulf Mnb berauben unb fd)tnben, iinb fold^ec Strafe 
mit. SDenn biefe 2;beurunQ ijl eine mut^wiQige 

arung. ®ott I)&ttc no(^ ^) gnua gegeben, ed 
'et (uu^ nocb alle 2:age ; aüetn baff und ber Seu« 
[ befeffen *), mutbwiUiglic^ Sibeurung )u machen, 
etbcn SRörber unb S)tebe aw unfecm ^tifit^tn. 
icnnClfri^S »Irb au jenem Sage faaen: S4 war 
nmerig unb ibt babt micb uicbt gefpeifet h). !Denfe 
i nur ni<^t, bap bu ber @teafe entgegen werbefl, 
{f bu hai QDetreibe fo tbeur ))eif&ufft, benn bu bift 
I ttt Srmen Sobe unb 93erf(bma(^tung ein Urfacb ; 
X Zeufel roirb bic^ wegfubren. SBelcbe nu ®ott 
n||ten unb vertrauen, bie bitten umbS taglicbe S3rob 
A wiber biefe Kiuber, auf ba^ fie ju ©cbanben 
etben ober fic^ bejfenu'' 

& (fi.) S>af Sxcflei snb ^etm geüig toecbcn nib aUt 
^Aabel nxb SHa^niRg in flc9 teiges. 

(A. 85. — St. 479\ (404.) — S. 437*. (446».) 

„(ti foU an etlicben Certen im $apfit^um ber 

g) itoTB Suffibätter nnb «iRieri^Uer. h) nottl^. 26, 42. 

1) SU u S. t 01^. 2) St s. S. loet. <) Si. a. 

tWf. €i ^99li ^Jf' fm s. 6)iiiio4Mtt»Uvr. 

• 5k. JE. A / M* 

22« 



340 



9tUandi getoefen fein, ba^ man auf bn feiittsei 
btei Jtönige 8benb über bie Z^flren gemalet pat Mi 
erßen Su^flaben "oon ben betligcn brri StM%m, M 
e. SR. S» i), »elcfte ibre Kamen bebetttem att Co^ 
(ar, 9Retd){or unb Soitbafar ; übet tiefe kd 8n4* 
jiaben 6. SR. 9. f)at man pfleget ein ftreui tu »ii 
(en. @o(4e8 foUte nu bebeuten^ baf bet Xeufrt m 
benfeibtgen Cettcn feine SRacbt no4 Omatt (oicB 
fodte. SEBie nu folc^eS an einem £)cte ein fcembbec 
SRann gefeffen unb nic^t gerauft U)a9 bo(( baS 5ttrm 
unb bie btei Sucbflaben bebeuteteu/ ^at er einen brümb 
gefraget; berfetbige antworte Üjmt, unb fprac^: S>ie 
brei SBuc^flaben begreifen in fid^ bie Sugenb ber %ta$ 
fieu/ ®rafen unb Sbelleute, benn biefelbigen »oOen 
iftt Sre(mar unb Sierfcbenfen^ item aRfiOec unb 
iSrauer fein unb reißen }u fld^ aOe^Anbel unb bfli^ 
gerlid^e Stal^rung k). S)a nu ber anber femet fcoi 
gete, »aS ba8 5treu) barüber gef(^rieben bebentetcf 
antworte er: So bebeutet, bap man fl(^ für {bnen 
bäten foQ. SDiefed muß ein re^ter ®4alf gewefcn 
fein, ber bie Suc^ßaben alfo gebeutet bat/' 

460. (100.) IBon «eia^&lfen, fo nmt^ilHge S^Ktnig «f 
(A. 85. — St. 508. (522*.) — S. 463. (472*.) 

Slnno 39. ben T. Sipril gab S). St. 2. eine 
fcbrlftlicbe , emfilicbe SSerma^nung S). 6reu|igem an 
9tat^, barinne er bat, fie woUten t)erf(bafitn unb 
bran fein, bag bad arme äSoIf nicbt «gungerS pflrbe l). 
S>enn e8 »ar biefelben Soae ein foUber 9RanacI/ bajp 
man weber ©emmel nocb iorob tonnte umbO Oelb bt^ 
fommen; gab alfo b^imlicb unb überquer bem Satb 
ein SU} umb ber Stacbüjfigfeit willen. Suf ben Sbenb 
(am einer ))on ben Surgermeißem^ £uca< CcanaA^ 
}u ibm unb entfcbfitbijgte ben Statb m), baS Oetrefbe 
w&re ibnen in ber SRarf aufgebatten burtb einen 



i) C. m. e. k) mrcnUbt lt»|>«(aHo8 »» t>ndu%. 
^' 91. S. eermal^Biig a« Btoi^ , ber mii(»iU|ai Z|CBr 



— 341 — 

I 

IM unb {ftummet« S>a fprac^ S>oct/SRart. £u« 
Ita;: #4(1^, baf unfer 9äc|i nic^t im Sanbe iß! 
Nr »on abc(n) treiben flroflen Ttuttfxclütn unb 
btmi^ bie fftufen wn M Saurn ab ') aOeS ®e« 
«fte ttttb legend bin/ bmmen alfo ba^ £anbforn/ 
M|ni eine mutbmiQiae Xbeutung, ba bocb no4 feine 
iMMfhafe.ba iß. SDa gebötet ein gffitfle tu, bec 
il folgen Sunfem rebetl'' 



.•*. ■ 



Ml (Itl.) SoB htt ftegentrn Ceig imb gottlofem ffiefei. 
(A. 85*. — St. 478. (492M— S. 436. (445.) 

„Liber Proverbioron Salomonis ifl ein f(b5n Sucb 
A oOe 9f egenten fcQtenS fetpig lefen o) , benn ba^ 
ne iU^et : man, wie eS in ber SEBeit tugebet; ba 
9(t irifbtd onbett brimie , benn färbte (»Ott unb 
tt. So geben unfere Segenten babin, b^ben eine 
Wie pt tffun mit bet axatll^atica unb mit bem 
idbnen; bndtn^.hai ttdgt mir fo t)iel unb fo ^Itl, 
Blen berni unfern ^erm 9ott gefangen nebmen. 
10 fyrfabl er benn : ftl, lieben ^ntn, nehmet mi4> 
i4 iü4^ gefangen« Stein, nein, fagen fie. Ku 
iccet, über brei ^affxt, menn bu meineft, bie fRtifa 
ML bfine* (tinfcmmenS fei gen^if , fo laf t bicb um 
^ Jj^err (Bott in ben «gintem feben, benn et ifi mit. 
fnen Snfcbligen unb 9te(bnen ') nicbtt. !Denn 
iMdicIio Domini divites facit p). 

fUfo ifl ti mit bem Sergwert aucb q) , ba8 tfl 
mfticher benedictio Dei, ba woUen fle unfern «Qerrn 
0tt vnb feine Snabe unb ®abe fd}(e(b}8 gefangen 
|nen unb moKenS faffen nad) ibtem SCovf* 'ber 
»iE bocb nid^t gefiinaen fein; barumb fo ifl aucb 
hl @egen (Botte9 babei, wie bie billige Scbrtft bei 
IC )90(l ifi, benn fte faget: Erosio in domo impiL 
' aXan fabe ttna» an, ti fei aü ^) geringe al8 *) 
i tamnermebr woQe, fo foQ man unfern «l^err (Bott 



b) UUl o) Stgnite« tection. p) $toMtB. 10, K. 



1) St ■. S. bw. 9J ^äb" ftVi W. S) S. fM^^ 



— 342 — 

banim» anrufen unb beten 0/ unb »eim ei 
fd^on mir ein @tfict SrobS gflbe unb *) %f^\ 
2e» bouf/ ob er un» auA glet« tutoeUenr ft< 
mu^. aber mir wollen ibme bfe {(vgen }uM 
baf ert nidftt fef)en foU/ unb wir moOen« »obl 
mo^erf« @o mad^en rtixi benn aud^ unb erfd 
mtt unferm großen SdKiben. aifo gtl^eti ttt 
fien unb .i^crren , benn bfe ') ttonen nicbf f 
wie S)a))ib im $falm fprid)t: Qai das saluten 
gibtt^. Iteth: Qai subois populnm meum rt6 i 

461. (IM.) 8ea M Ibrll «e^. 
(A. 85*. — St. 508. (523.) - S. 463« (41730 

y^iDer abel ^at eine fdne unb e^^e 9td^ 
b^tgleti^ anii ber 99auer8manii ^ benn bet i 
b«tt8> tf! eine g5ttli(be fta^rung uitb bfe l 
9afrt(tMbefi ^aben blefe Sla^tmfl mu^ gehabt , 
biefl ttal^ftmg (ömmet flmcfe Dem ^iadncl i 
aber toM t^uf ber Sbet ? ®t« fcbotren «nb h 
wvl^em/ unb finb tn bem Umbfd^lage unb b«bei 
9«(bel/ beim fie »oOen i^te Jtinber tu pr^ 
«pmh irta^en. S8 geltet mandyer batumb fo 
bAf ti gern wollt feinen Jtinbem td^rUd;?« Cb 
meng ein tebn taufentr (Sftlben tuweaen bring 
X>arnad) gerat^en benn bte Jttnber uDel, «tib 
unfer ^etx ®ott benn in bdg nbcl gewbniien 
bo^ eg aaeg tufl&ubet uiib lerfleu^et. ai;, bap 
mit ^ttffltn will xtUb werben; eg tbutg bodb i 
B^nedlciio Domini diTites facit, fagft Calon 
feinen ^tODerbiig iStap. 10 , 22.). !Dag ifl ti 
weifer Vtann gewefen. Unb icb bin a(t wotbeA 
babe auc^ erfahren, ob i^ wo^l nicbt eine i 
SrpetieRt ^abe, benn icb bin big ing t)ierte^entf 
bihdn dn ÜRfinc^ geweft; aber in ben t^anttg 
ren, weil ic^ bie 9D3ett gefe^en ^abe, ba bab i 
"oitl jdmmeriic^e %iüe unb miserias gefe^en. 



r) $ral. 144, 2. 10. s) MetBaa. - t) 9M»m 
1) 8t. a. S. Mttia. S) i^nnb" f^U SU I 
a. S. ffe. 



df3 



«M «Ifto ttiTem 9ätflfrti l^ft 0114 ho« at^, fle 
MAm ^ (Wiklftt Mb rrjcigrt ®ut «uf ^m bdU 
tcft (htot fticfjf MfliQM« 

Set alte flUatigtKft Soai^im, jtnrffirfl tu »ran- 
taitatB u), ^tte fiimiM |n «Öetjod QhtiAftifb |u 
6a<bfen j^aget: SEBie möget iV prfieh |u 6a4* 
fm alfo fqfvm fKihue fd)tagenf ^te ^äben aUein 
kl uiifmi Bttfltnm Sei Me ^ btei Sonnen QhlM 
Mfnn gewannen. eM^> bns 1{I ehvM in i^ieijig 
SdlRm (|«f|e|«n. ÜM8 MM fhinb Ibaife offen, et 
Bmnte bte ^itte aXfiiM ^IftaM teMr|bi nnb im tie^ 
gd )»€4li^iieI}fR imb aMtMfi^e 9rof|en btauS fdKa^ 
gen tofen, mb »tM|('e MefMbige feine StfiiHe roiu 
bec Ins JbitfOeftenf^iMi. SIBW tbo »rnmet nn bafs 
fMMge Out l^tnf 

(ES ifi ein jdmmetlicb S>ltt^ > bdfl bie Beute^ alfo 
IHnb fxH ttrib \twH nM^t ft^eir, ^qiod qmindo poccant, 
UM älM Ipib mlntii MrMi v)l SBk bftin bie ^el> 
IgiMclft 101.73. 9II1III1 (S». 18.) t»tti DeHcis 
«M, dm atioildiittir. «8 ifl riii fÄtt»et SBert: 
ToBMlor kl aHotfi, nt Ui^li graVioi^ fthnL 

9|t (olvn bie ^^nfem »cm «bei einen neuen 
9inib etbat^t unb fagen: SRag iii nic^t ti)un mit 
be«, bal mein ift, was icb wiD? !Da9 baben fle 
ans bm €bangeUo geletnef w). Nonne? S^, baS 
SReffet <|l meitt^ barumb mag id)8 au4 (n ') «gaM 
fte^nu CS iß Wtt^, fle finb Domini saaram rerum, 
led non alienarum» SBenn icb einem ffinf ^loren 
gebe für }e^en, xcai iß bai? flub ni4t baS SMebc 
nnb roftoM ') V* 

(St wofben }weene bei !Soctoc üRarthto ange^ 
im, baf 9e Strang mad^ten mit bem Stom, alS 
9ckbrid^ Ib., S^Is S). «), unb warb gefraget, ob 

u) IRatfgtafni Soa^fme ^el Urflni Siebe in ^. %rit> 
M4. ▼) Ciabett golge. w) CdKinbe^elf bei «beU. 

1) »bfe' fetlt St. a. S. S) W. t bes. •) W. 
ftiaber. 4) 9ta^ ber (ateia. ^abf4|t. : 9debd4 Oraabt, 
9^ Sffyaii 9la4 Wrfbmaaa birfte Mi bei leatcta bet 
ttüMcfget Mrtenidllfr Vßo 2)eae |a i»erile$ea feia. 
6. le Bette UL Wl. Y. 41f. (9.) 



■* :•:■ 



342 — 






V^ banimb anrufen unb betm 0# tinb mtm t 

^6itn nur ein @tü(t SrobS gAbe unb >) sei 
2rib boMi/ ob er un8 auA fllet^ tuYoeUenr f 
mu$. aber »ir wollen ibme bfe Kugen jul 
baf er« nidftt fel)m \o\l, unb wir woOen« »off 
motten'. @o mad^en mirS benn au<^ unb erfi 
^ ' mit unferm gropen @d>aben« Sllfo gtl^etf tti 
y {ien unb ^crren , benn ble ') ttoiien nUn 

r wie S)a))tb im $falm fprid^t: Qai das salute 

^ gibus. Iteni : Qai subdis populnm mernn rtft 

^ 461. (101.) Soa M SbfU aieii. 

^ (A. 85*. — St. 508. (523.) - S. 463. (473^) 

f />X)et Kbel ^at eine fdne unb ttpäUitfUBi 

l bergleU^tt auc^ ber Sauer Miann , benn Vnr. 

;* b««8) tft eine Qöttli^e fta^rung mib bfe 

l) $alrtar<bm ^aben blefe Sta^mng mt(^ gt^oM , 

1 biefi tta^rung fdnimet flrii(f6 Dem ^tadncl 

;vi aber n)a8 t^ut ber abet ? ®t« fd^orren mb ( 

^ n^vl^em, unb ftnb in bem tlmbfd)la(e unb («ti 

it 9(i(bel/ benn fte »oOen i^re Jttnber tu %hf^ 

^ «getm nki^en. S9 geilet mandyer batumb fo 

baf er gern woUt feinen Jtinbem jA^tUdjM €1 

mens ein jebn taufenb^ (SAtbin }uweaen brini 

X)(irnad) ^erat^cn benn bie Jttnber uoelV ttib 

unfer «^err ®ott benn in bdO übet gmbnrien 

bop eo aaed juflaubet utib jerfleulfet Wf, bu 

x: mit Siebten Witt reitfe werben) eO tbuM bod» 

I Benediciio Domini diTites facit, fugte ßdtoi 

tii feinen ^roDerbüB ( jtap. 10 , 22.). iDa« i|l j 

weifer Vtann gewefen. Unb icb bin dtt wotbe 

babe auc^ erfahren ^ ob icb wobt nicbt fine 

Sxpnieng b^be, benn icb bin bl6 in* t){er)el^b 

bindn dn Ttindf geweft; aber in ben lYoani^ 

ren, weit icb bie 9D3elt gefe^en fiabe, ba bab 

t)iet jdmmerlic^e gatte unb miseriaa gefe^en^ 



I 



r) $ral. 144, 2. 10. b) Metbaa. " t) ttfAi 
1) 8t. a. S. Bfttca. Z) «aab«* frltt SU 



#» uNMml ißt Hr^^vttteW *b((i nedj fel^, e« 

MMR ^ cMnkNtt mb (#igft «ut Mf bm brft< 
Ml flMÄt fttcftl Mligfit» 

• fiet alte SlatigtKff Soot^ittt^ jtnrffirfl tu »ran- 
MtofS u), ^tte eiimiM |n «Öetjog StiAfriii) }u 
Mfeftn oefaget: SEBie möget ü)t %ntftt\i «u 6a4* 
i alfo faifbeie iMiue ftf^tagenf &ie f)aVin aOetn 
I Mftm Rc|(«eM bei Me M ttet Söhnen Oölbeg 
Hbn gewannen. eM^> bas l{) etwM in i^ieijig 
Mwm defleHn. ltf*8^MMti fhiHb Ifeme offen, er 
«Me bte ^tile aXfiim tiiftaM btmta niib fih tie^ 
A wMmelien imb SDtfttKfi^e 9rof|en btauS fdKa^ 
dl tofhi, mb »tttilft MefHbigi fefne StAihe xoit^ 
m ins JbitfOeflenf^iMi. SIBW m lammet ntt baf^ 
fliflir Out m^ 

ei ifi ein jdmmerUcb S>ltt^> bdfl ble Beute^ alfo 
M Vi* ttdb feUltft nil^i ^ei^ tjiod qinihdö paccant, 
ili 0iM Ipib miBiii jürMi v> SBk bHih bie bd^ 
||:Miclft 101.73. 9fiiim rS». IS.) r^ett Deiicis 
W^ dm attollMifttr. «8 ifl eM fettet SBert: 
Wnior in «Himi, nt )*mti graviore iPUant 

39t bolvn bte ^ttttfem »om «bei einen neuen 
fiaib eibat^t unb fagen: SRag iHi nic^t t^un mit 
m, bal mein ift, was icb WiD? !Da9 baben fle 
M bm €bangeUo geletnef w). Nonne? ^a, baS 
lUfUtt fft mtbx, barumb mag id)8 aucb in ') <^aM 
iMI^en. C0 i|l nmbt, fle finb Domini snamm remm, 
ed non alienanim. SBenn id) -einem ffinf ^(oren 
^e ffir (eben, roa» ifl bai? flub nicbt baS SDiebc 
Hb raptores ') V' 

(ti werben iweene bei !Soctor üRartino ange- 
m, baf ffe Sbturung mad^ten mit bem Aom, ali 
IckbrMb fl^-/ X^to %>. «), unb warb gefraget, ob 

u) |Ratf(|tofea Soüc^ime U€ (Stfitn Siebe 2n ^. frie« 
CTI4. ▼) Cüabea Solge. w) Ccbeinbe^elf be« «bei«. 

I) •rMe- fei» St. n. S. «) W. t bni. •) W. 
Uabcc. 4) ffla^ bet loteia. ^aabfi^t. : 8rlebri4 Oraabt, 
M» fOffw. Slacb S^rftemaaB hixfU ftaü U€ Uiittn bec 
itttabctgft MraermH/}fr IS!^ 2)eae la «etfleV« \^^ 
H 1^ AiSf^ m. M. V. 410. (9.) 



— 344 — 

fie au(b 9Ra(^t \fiiivx, ba§ Sottbfoni ^) bM . 
nen SRarfte }u f^etnmcn? 2)a. antmortcC S 
Butler : ,,(£8 ifl nur SRenf AetifSoS^/ wo§; ! 
werben , wenn ®ottee Strafe fommen »ätbeS 
lieber £err ®ott, iß bie SBelt fo b»fe/ fo n 

Serne perben, aucb «QungerS *)/ ba^ i(4 nw 
omme x)/' 

Samacb fprad) er |um Sflrgecmrifitr: 
Sanbt)oat y) iflS ein Urfad) , bet etU^ (Bettel 
auf @(9i{fen laffen n^egfüftren. SBie er ein 
fagte , würben bie SBärgt r ntabt .0ut Biet i 
unb wohlfeil ^eben, fo woKte et bie (Betfe 
machen, e^e {te baS ÜRaul .wif^ten« SHffe 
Siebe ma4t/ bag tcb i^n t)erbAibna ^atte. Oe 
uns in biefem fanbicbten Sanbe UMtnberbatUd» 
net^ me^r benn ben Si^Aringifc^en Soben^ bt 
ein fomreicft 2anb ift" : .-. 

Sufn 14. 9Rai«) fd^idte afrieberi* »« • 
S)oct aXart Sutbern unb entfAiUbißtc ffa^ M 
bacbt« bali^en, aI8 foQt et bol (Betreibe auff< 
unb in ber OtefeUfcbaft bet Umbfi^IaQeB feia; ; 
an, baf i^n S>oct. SRartinS 64reiben |e^ f 
bdtte^ bat^ er woatefolc^« nicbt "^m i^m gl&ni 
S)arauf antwortete S>oct* SRartin unb fptacb : 
}war b<ib ibn ))erniabnet unb gewarnt; aber 
scieniia * ) mille testes ^ } adest , bat Qkwiff 
ba, bat wirb i^n wo^l überzeugen, fagt i^m: 
fac, et vives ^) (bat t^ue, fo wir^ bu leben)« 
er fromm, fo ^att feine %ot^/' 

46f. (103.) ®efs nimmet Mottet Cegea latg. 
(A. 86*. — St. 480. (494.) — S. 43r. (4470 

St warb etliiber großer £erren übet 2i 
Sifc^e gebadet, bie mit $et)en, @Aa$en unb Jti 



z) S>. R. t. Cel^aea natbm S!obe. y) ta 

i) fiöxti Cdf .. 

1) St. a. S. t aaf. S) W. tooKte. I) 6l 
^Mgera.. 4) 1U9. 5) «taabt (loi Sf. F.) < 
cöBfCientiae. 7) St. a. 9« Miu. V^ aiL m. 8« ; 



945 



Stinten unb @(fia6en i^re Untert^ancn bii auf Un 

9tat^) fctinbeteit unb Deitöten ®otte8 @eafn a). 

i)a fpro* S). SR. Sut^cr : ,,eit mcien auf aDen 

hm aufl gtdneße ab, wie jß. O* unb 0$. 9: ') 

4tta im SrcgtDerf, baS fie bc4 aUeln nic^t }tt er? 

teiea SMmftsen« Cd ifi ein gcduUd^ S>lna umb ben 

Crii; »enn er aufd aeußerße unb ^ilit^t fömmet, 

fo fltAmet man fl^ )u Sobe ; wie ))on ,^. ®. tjefagt 

»iib b). S)etfetbige^ ob ft wo^l ein gtope jtammer 

voQ SUberhK^en unb SoadbimSt^aler ^&ttt, botf) foU 

et }um Stentmttfler gefagt baten: Stemm )u ndbft 

nMct, waB tote feiern nidit bringen f5nnen^ xcoU 

tai »ir »o^t einen anbem £)tt finben. 

(Bott ^at buec^ SRofen ni«t unbillig beföf^Ien 
nab aeboten, ba§ man ben Oeinfloct unb (&tntt ni^t 
fe mn fott ablefen, fonbem ben Xtmen aucb etwa* 
lajicn c). aber ber (Bei} ifl^ nic^t xu eif&ttiaen, ie 
■d^r et bat^ je me^r et ^aben »ill, l&pt mcbt abe 
p fanmlm unb jn fcbatcrri. ®o((be ®ci)n)An{ie 
linbrai M^neK felbS unb Snbef n OotM @egen/' 

4SL (104.) 8«« •!<) brc S^flHtigf4eA ^ancm. 
(A. Bö». — Sl. 255. (562\) - S.»«*. (212,) ' 

,,3>d8 2anb }u X^ätingen*/' fprad) iD. 9R. &n« 
f^ ') , ^atte "oontiUn gär einen fcucbtbarn Soben, 
nac ein febt fomrel(b Sanb, fonberlict) umb Srfcrt d). 
Iber nu ift ti unterworfen ber 93ermalebeiung ; ed 
ift i$t tbeuter ba benn bi<^ ju SBlttenberg. S)a8 b^b 
i(b vorm Sa^re, 9(nho 1537, at8 icb tu ®cbma(fatb 
war, gefe^en unb bebac^i^), benn fie b'^tten Hein 
unb *) fcbwarje Stob. 9^ *), Sliemanb jiebct brauf 
unb acbtet be9 SIegimenfd nod^ ^) gemeinen 9Ziip ^); 



a) ®c<i«i»etto(. b) ^. ®. ®d|. c) Utmn ^ct« 
fetg. d) S^ätiaget Sanb. 

1) St a. S. (Stob. 1) 4et|og ®eorg )n ^ac^fe« 

IIb 0Taf )llbre4t )■ flaaefelb. (g.) 8) „S)pxa(b ^- SR* 
f." ftbtt Si. B. S. 4) St. K. S. behalt. &) „«ab" 

ftttt Sl a. Sit 6) St. aai^. 7; St. v. S. ober. 9) S. 

t «i*^- 



— 348 — 

noic einen Sfenntg ^aben^ fo xooUttn toh jenic einca 
®u(bcn Ijaitn, unb wenn wir einen (Bfiloen l^abtn, 
^fttten wir gerne bmiext i) h . Sßenn Id^ ein StMß 
bei S3ier f)abt, wcUt ic^ ^) gern ba« ^afi mit bem 
Siere gar l^aben. Sllfo t^un bie Saueni/ fle weBtfn 
gerne iBärger fein, IBurger SbeOettte, <Ebdlrutf 9flr« 
^m K. !Dad ^ei^t, jicft nic^t genügen laffm in leik 
liefen ©ac^en^ bad ge(((^ie^t )}ie[ weniger in geifittc^en.'' 

■. 467. (108.) Oei) vetbn^et nnb ^iaberi •eite« Ctgei. 
(A. 87 St. 252». (259*.) - S. 2U\ iÜ(k} 

!Da S). SR* 2. in feinem (Baxttn.mx, iptoik 
er: ,,S)a8 Jtcrn wirb ^infcrt nimmer fa mofjfük 
werben, benn unfet @finbe reigen (Slottefl 30ni iial 
)>crbienen Strafe k). 3um Xnbem/ fo.ifl.ber Idb^ 
SBtti^er unb (Bei) )u ^ ) grof/ 



/^ 



■ « 



//' 



468. (108.) 0eli. 
(A. 87. — Sl. 376. (388*.) — S. 344. (351?!.).. . * ■ 

rSUe aSMn werben gä^e unb tJfCfd^Iogeii Ü, 
benn breii&ftrige ffieln jinb nic^t me|^ fo * fcArtifl^ 
2)arumb mögen bie gotdofen @(6^fammlec ionMC 
l)in fat)ren unb ein gut 3a^c ^aoen^ bie fte ') 
lange behalten* bid bap fle garfUg wnimi. 1) ; 
benn fie Derbinbem ®otteei Segenunb- ben 9D^eilf4<A 
ibre £abfa(. 9SBie ber Sifd)of .)u SBftrjburg ^),mt\ 
ber einen SBeinfeller bat (äffen in einen %At ^nn, 
woHtc etli^c bunbert Sa§ * ) barinnen ei|alteti o^ne 
$afi, aber fein geiziger 9nf(blag ^at i^m. gcfet^It^ 

469. (110.) IBoB betten, b{e ati ber Seit fteii^t^ ioMitßM, 
(A. 87 — Sl. 251 . (258.) — S. 233*. (239.) 

,,@tn ^tn^6i, t'^t ^(^ ergeben ^at auf ber SBcft 
9lei(bt^um unb (S^re, unb inbef t)ergiffet feiner 
(Seelen unb ®otte6, ber tfi gleid) einem ((etneii Ainb« 



i) S)er IRenMeK ^r^. k) Utf^mmg btr S^eanig* 
1) «Ite %aifti%t SBeii. m) QinB. 9tfM. , 

i; 5t. n. S. ^f i«. 2) St «ILn; 8. f». 8) W. 
t fp' 4) St. m« 8. Cdil^it^. V^lv «* V \ «ik 



349 



h bai in bet «Qanb ^t einen ftpftl, bec f4dn ifl 
MB flkflatt vnb &ufecU(^et ^acbe/ unb meinet, eS 
liie iMMl ttutelv inwenbifl ober ift tt faul unb 
Hier aBftme ny 

m. (UL) »f^^if^ S). n. tiitevi m «taleln ml 

(A. 87. — St. 2W. {259*0 - S. 234*. (240.) 

,,Cin bärgerUAet unb tec^tmdpiger ^anbel toitb 
Mn Oott flefegenet o)^ baf einer Don )wAn}i3 ^fen» 
nigen einen pat, aber ein gottiofec unb unleiblicbec 
9e»inn im i^anbet »irb »etfluc^t SBie 91. 9t. ^ 
IhutbrActer, ber au8 feinen SSuc^ecn, bte icb ibm {u 
bnäen iob, ein grof (Belb gewonnen bat/ ba^ ein 
Wennig }weene erworben *)• S8 f)at in ber Srfie 
«ot^tie t)ie( getragen, alfo baf «ßand ®runenber< 

5er p), ber !£)ru(fer, mit') Oewiffen fagte: «gerr 
)o€tor, eS trägt aOgu ))ie(; icbmag nicbt foldjeSjem« 
plarfa b^ben. (&i war ein gottfurcbtiger SDIann, ba^ 
nnb warb er aucb Don ®ott gefegenet. 

(Hn biOiger (Bewinn ift, bafi man ))on iwanjig 

J fennigen einen babe, t)on b^nbert ®ä(ben einen 
äD^en; aber ber fcbdnblicbe ^) ))erf[u(bte ®ei) f(i}reit 
gac *) über bie ®(bnur unbäRap; iftt will man für 
einen Pfennig }weene baben, ein Pfennig mufi ibr 
iweene, ^unbert ®ülben muffen gwei bunbert ba^u 

Eipinnen; barumb ifl aucb f^in ®egen®otted babei. 
te unfern iSucbfübrem gefd^iebt, bie alles aufn 
biMlen Gewinn treiben unb auf8 Sb^urfie geben; 
barumb werben fie aucb nicbt reicb/ unb wenn fle 
gleid) rri<b werben^ fo brul^elS *) nid)t, entweber fie 
ober i^re jtinber unb (Erben Derarmen unb werben 
biöber }u iSettlern, friegen einen bSfen 9lamen ju 
ben (Exemplaren. 



n) heiliger Zf^nJ^tit o) dl^Hibe, tecbtm&fige 

fOiM. p) •fiieiberaet. 

1) 3» kii flf^t. : flelibi^t eoit^er (F.) t) St i. 
S. t b«^ I) St. a. 8. t gvtem. 4) ^f^dibUcbc'' ft^tt 
W. 6) ^n" UW St, mS. $)W. grbeibet«*, Sv m. 



— 360 — 

!Die 9t&mtx fmben »erboten q) mKjt »im ^w^ 
bett (u nehmen, t(t ober bücfen p aue Mv|<gf4)e 
9Rirfte t)om bunbert funf^eben ®uibm tic^ffm, kif 
tbut jä^rltcb acbt unb t)ier2i9 ®ülben , ift <te« her 
XXV. $ßfui bicb mal an 0! SESenn @finbc n(d^ 
mebr für @finbe gebalten xonh, ba ift »ebet SM^ 
nocb t^ülfe; abet tcb bofe/ ®ott »icbmit bemjfingj 
fien Sage (ontmen, ald balb bat fBoct beS w)«!^ 
flelit »tcb anfrören/' 

471. (lU.) 9le(l&tm&p{0ef OetvisB. 
(A. W. — St. 253. (260.) - S. 235. (24a».) 

9(nno 42. auf ben 14. Sunii') tarn jDowhnrt 
Sacob $r5pc{itu9/ $farrberr )u Sternen, gen Sft« 
tenbcrg^ ber etwa S). SR. S. ©efeU nnb 9ntbec 
n^ar gen^ejl im itloflec, etn alter /frommet/ anfrhb^ 
tiger/ gelebrtcr nnb gottfürcbtiger äWann ^), avf bai 
er feinen aSater, SD. ÜRartinum/ nocb einmal fft^e. 
S)a rebeten jle mit einanber^ nnb er^Iiib warb bei 
SBucberö gebacbt/ barinne ^lanbem unb baf 9Mebers 
lanb erfoffen n^dre r). ^Darauf fpracb S). aX. 2. : 
Se Ifl fcbier bie ganje SEBett im SSu^et etfojfen unb 
ubet[(bn)emmet/ bamtt man obne aüt gttrcbt trab 
©djen *) raubt/ fdjinbet *) unb fHeblet/ fd »id ein 
Sglicb^t nut f ann ; bammb foUen auif, bfe eS etftnu 
ben ^aben unb treiben/ geftraft unb t)etbammct »etoeiu 

SDaf man fünf ober fecbS *) oom ^unbett nd^, 
be^^) »Aren xt>ix »ob! }ufrieben/ wenn nur ein 
Unterpfanb ba ifl *)/ bae e9 ertragen !ann *)• Unb 
wenn ^^) folcber $rocejß gebalten xoM>t, baf er bie 
«g&uptfumma ntc^t ^5tte »iebet }n fobem^ ber el 



q) 3)er atamet ®efej^ t)om SShuber. r) B a^ert 

1) A. $^ U4 Rolott- t) SU, 8. ■• W. SÜtt. 

SU 9. s. «Hb gelebttrr Rani wA «rib t0tiftflH4ti|. 
i^iiab ec^et" fdStt SU «. S. 5) St a. ft. ttalä 

»robet fhbr' ffj^t SU n. S. 7)Su»S.«.W. boi. 8)81. 

A & »irr. 9) SU «. 8. ftaiU 19) i^imhi* fW 

5iL ff. 5. 



— 351 — 

üüiiiütfitn f^at, fonbem ber e8 gebotget \^at, boß 
4o bie SBieberI((un0 fielet ^) bei bem Sßetfäufet 
Mb iii4t M bem Jtdufec : fo Hefen toic« gefc^e^en, 
k$ m§ax nrilt iDoftl fed(|St>om ^unbert niftme; benn 
Nf 9ikt liib geftiegen/ baf maitf ido^I biauf brau« 
4e9 rtmsV 

2>e( Mufee abrr^ bec bat (Belb «uSflelicI^n (at^ 
foD auc^ mit bie $a^r flehen, wenn baS ^aui aU 
brennete obec ber 9cfer abgeioaf^en »urbe ober )>txs 
fiele/ ober fpflfl ein mecfUcben @(^aben näf^mt, baf 
ti ttuäiaa ni^t tinnt ertragen nocb aeben. Unb 
fo(4e <Vefa(c beS UnterpfanbS ma^t, baf biefer Sons 
ttttct xtAt ifl ; nicbt ber SBieberfauf ober bie äBieber« 
Ufnag t). £>, wie felis n>&ren »ir^ »enn »ir bat 
SoB ba^in bereben fdnnten! Sber ber teufelifcbe 
SBiti^er unb Umbfcblafl ^) frißt ma in fid) u). ®o 

K"}t ber Jtaifer in feinem SBatetianbe {tofitf )>en eim 
nbnt. JBftii bicb mal an!'' 
S). axartin £ut^er n>arb )}on einem frommen 
gpttfJirc^Hgen SKantie gefragt, ber einem ()atte ^un« 
bert (Bulben geliehen, n^elcber i^n bagegen au8 
(Bltmyf unb gutem SQSiUen liep einen AeUer gebrau:: 
(bcn: ob cri aud^ möchte mit gutem ®en)t{fen tbun? 
3)a fpciM^ ber S)octor : „d^ muß ein Sommer 3Rann 
fdU/ bei fi4 ') barüber miU ein (Skioiffen madsen; 
»odkmb moUle er ni(^t einen S)ienfi umb ben anbem 
nehmen v) V 

17t. (118.) fBon ffim^etetn. 
(iL Sa - Su 254'. (261».) — S. 257\ (2W.) 

//Cffentlicbe SCBucberer foU man in 93ann tl)un w)/ 
wie Üb bem (Ibelmann 9t. *) ij^t get^an ^abe, ba« 
ift man fott U^m nidbt bat Satrament reichen/' S)a 
aber einer foate: »ie, menn er 93uß t^&te unb bef:> 
fccte M? SDorauf antworte S>. SR. S.: ^/SDa« W 



•) 3iii t»om fgfebetfattf. i) St&nftx M SBieberfauf^. 
■) Uabfiblofl. v) (Hut ^anb tD&f<^ bie aibcrr. w) Vto-^ 
|fjp Mibcr Siibctei. 

1) W. iMr>r; 5/. a ä /9^$r. 2) «bfil^ltg. 8) „W 
fif»S/.mA 4) ^tima^ ßhiber. (F.) 



Iti 




478. (114.) SItage. 
(A. 88. - Sl. 254\ (262.) — S. 236. (24i*.) 

einer fragte 3). 2R. S. : JBenn ein «rmet 
Ui tiotf^bärftig w&re unb f)&ttc fein $fanb , v 
et aud) für feine ®ef(^i(fli(^(eit }u iverben QMb 
nehmen y)? !Z>a fprady'er: „dt lebe Don f 
Xrmut^ unb nA^re fic^ mit (Vott unb (Ebren, ffi 
nid)t^ no(^ t^ue Unrecht; benn baS <Belb ifl 
unb Dert^ulicfe/ ge^et balb ba^tn. <5o foDen id 
(S^ef(bidli(||feit ju n^erben unb gewinnen nfc^t rn 
fen, benn ci ifl ungen^if . iDaS Soff aber foO 
ur ^anbarbeit ^alten^ unb bie fftHiftn an ben 
en ber 93arm^er)igFeit Dermabnen. 

SEBeltlic^e unb burgerlicbe ^Anbef unb 9ta\ 
)>em)erfen »ir nicbt^ bie redyt unb biQig flnb > ) 
(Bei) unb Betrug z). S(ber »ir fe^, baf Mc 
nid)t iß tu reformireu/ iß boprtig unb ftob 
rfi^met fi^ nod) b(fer @tä(E unb Ubelt^aten. 1 
ein SSufi ifl ^) ju Seipjia, bie ifl bo(b gar im 
erfoffen ! @umma : mundfas est diaboli, fenilii 
sus, et diaboli, nominativi casus. S)ie SBelt t 
XeufelS unb bie Seute finb eitel Seufel n»orben 



i 



474. (115.) ^rebigt 2)octn (RorHtt fti«^ toibet bul 



I 



— 3ß3 — 

iMh, etiDüttjcten viel ' ) 2eute mit iijvm fcftänb^ 
! lüien ttci) unb SBSuAer/^ b) Unb ^anbette fe^r f«An 
' tai6pnMb 6alomoni0: Sfficc fi(4 befl armen erbarm 
i mt,itt fc^ct (Bott auf Sßuc^er. (eprflcbw. 19, 17*) 

47». (lie.) Oom Od) 9t. 91. 
(A. 88*. — 51. 472«. (488*.) — S. 481. (448*.) 

am 9. Sanuarii 1542 nf }u 9{a4t mit 2)* SR. 
iütlttt SR. ${^. aR.; ba lebeten fie aUerIci, ivie e8 
in bcr SBcIt {Uginge unb rote bte SRenfc^en flepnnet 
Ȋcni/ unb warb audy eines $rofefforid in SBitten^ 
berg grbac^t/ bec bem ®ute fe^r nacbtrac^tcte, ber 
bätte fUi aufn ®ei) gelegt unb bAtte einen guten 
Secflanb auf8 ®elb unb totbe ttutben c). S)a fpra(4 
bie 2>octcrtn : ^atte mein ^err einen fotcben @inn 
oej^btr fo n>&Tc er fe^i reid) roorben. S)aiauf fagte 
SR. 9^.: 2)a8 ifi unmöglich; benn bie, fc auf ges 
meinen Stuj^en ttac^ten, bie ffinnen ntc^t i^rem 3iu^ 
no^^dngen. 

478. (117.) Untedl^ter «anbei. 
(A. 88*. — St. 258. (259*.) — S. 285. (248*.) 

,/3>ie «gdnbel unb bewerbe ftnb untecbt unb 
unbillig, wenn ein Sbcil bie 9tot^, bec anbec ben 
SBiUen ^at; bie e8 muffen baben, ba)u {ie bte fftoHf 
ivinflet, fo acbtet jener bie SESaare nach feinem &ts 
rotten, aifo t^ua bie ^ie ju SBittenberci, bte ein 
jtanbel Siec8 nad) i^rcm (Sefallen ))erfduf€n unb ges 
bcnB umb brei Pfennige.'' d) 

m. (118.) Oei) Id^t bie £eiite f^tet Oütec iHc^t broK^en 

mit Sfteiben. 
(A. 88*. - St. 252. (258.) — S. 284. (289*.) 

„Qki} mad}t, baf wir ber ®üter nid^t (önnen 
mit 2ufi unb ^eube >) braueben. G8 fl|t mand)ec 
(Beiiwanft in großem ^) ®ut, unb fonn bod) beffeU 

b) fii^ner Xitel c) ®nte (8oIbf4A(er. d) &t\hp 
f<b&(eT iircr ^ab. 

1) St a. S. M^ i; 5/. u. S. f toU e4 beiB fottU \t\t. 



— 354 — 

ben mit 2uft ni4lt genießea e). di fMt^ bi 
®cttIofe foU nid^t fef)en O^otte« übte unb 4<iriM 
feit } ia, et tann t)ie gegcniDärtigen Srratuceii <l|»tti 
iud)t ecfennen/ no(^ für ®otte8 Vaf^en polten» Da 
®ott uberfcbätt und ju >) fe^i bamit; bafl not^ 
loenn man cin< 3)infi« ftetd unb tAglid) Diel unb reid 
lt(^ ') ^at, fo ad^t mand Qtxinit, xomni abec fe(l 
fam ifi^ fo ad^t mand I^d^er/' 

478. (119.) »efc^tl^um ma«i ^offddfa »^ 6t<|i9- 
(A. 88«. — St. 47t*. (486*.) — S. 481. (449*.) 

,^SSo aro§ ®ut i\t, ba jinb au4 altedei^An 
ben; benn ^ut mad)t SDiutb^ 3Rut^ ma(^t Acieg «ii 
Jtriefl bringet Sirmutb/ Slrmutb mqcbt S)emutft.Q 
2)arumb n^erben bic 9ieid}en aud) muffen grolie 9k 
(benfd)aft geben ; benn vocm ^iel befohlen ift^ bev mn 
))ie( beredten. Steid^tbum, äSerflanb, ©cb^nfiteit fitf 
feine fdyenc ®aben (i^ottcd^ aber »ir mi^btAU^m 
febr übet. !Dod) ift großer ä^erßanb unb ein gc 
fcbidier ftnnreid)er ^cpf aucb ein bö8 SDing, weni 
ed übel gerdtb; benn cd b^ipt: Qui velit ingenii 
cedere, nullos erit. 92iemanb n^id )>on feinem @tni 
unb jtopf n^eicben, er n)ia Stecbt ^aben« äSiel.befe 
i^i, baf einer unter bem 9lngef{(bt ein menig fiiiiM 
ifl, benn ed fann eine Aranfbeit fommen^ bie tarn 
ibm nebmen ; aber bad Ingenium, bec @inn unb Aopf 
laßt fi(b ni(bt balb dnbern g). €8 (iebct 0cfd)Cietei 
(Q^enef. 3, 5.): ^N()r »werbet fein nie (Sott; ja, id 
meine aucb, n^ir fmb dotier. SDiefe Aranfbeit if 
un8 angeboren Don Slbam : ^f)x n^erbet fein wie ®ott !' 

479. (120.) (Bukt bk getiflg^en (Baln. 
(A. 8a*. ~* St 250*. (257*.) — & MS. (BB8«.) 

,,9teid)t^um ifi ba< geringfte IDing auf Grbei 
unb bie olUrfleinefte Oabe^ bie (Stott einem aSen 



•) «Mbt anni Sotttali. f ) 8ri4te M M^l^l 
f ) Ciasteicbe. 

I) Sf. a. 8. t ober ^« \tiitt »q^MH- 1) St. s 



— 366 — 

■ 

)m geben fann >). SBa« if» geMt OoHcS Sott? 
f MS Ifil nod^ gegen (eiblid^en <B(lberi, <fl0 G^Ani 
l(r (iehinb^f ft, iinb aegett ben ®aUn bei ^mfitl}»^ 

I Set^attb, Jtvnft^ mitfjtU ? h). 9to(4 t^iU man 
eMITg eonia<^ unb lAf t fic^ feiner Sftbeit no4 SRfl^e 
b Olefa^r ))eibrief eti nidt fiMbttn ! aXan ttacbtet 
g unb Stacht bamad^/ baf man nuc ))ie( unb gtoP 

II fu Segen bringe^ unb ^at feine SKuge ; iß bo(^ 
terwKs, formalis, efficiens et finalis causa, no^ 
H ^) Hiebt gut baian. S)animb gibt unfer «gerr 
>tt gemeiniglicb 9tei<btbum ben groben Sfeta/ benen 
M ni^td gönnet/' i) 

w (111.) 3)eT it&ttfer eM lDiig€ foU len Cil^a^ tro« 
gm «Hb bie Oefa^ fle^n. 

(A. «I. — St..2M. (261*.) — S. tM. (141*.) 

,^Senn ic^ nteincn Sicfer einem oerfe^e, nehme 
I Wlben unb gebe 3 bat)on^ fömmet nu bie SIbe 
> w&fcbt ti XUeg binn^eg ^ fo foQ ber itdufer ben 
(aben tragen, nicbt icb k). <B(et(b alg wenn {(^ 
efli ein $ferb »erfaufe unb überantworte eg ibm, 
bt eg balb beg anbern Sagee IjtxnaSi, fo ift ber 
babe beg JtänfrrS^ ntd^t mein, beg SBerf&uferg. 
e ttefal^r ber Saar unb ^) ®ut8 ift be^, ber eg 
ifl •)/ ber muf cg *) betoabren. Res enin transil 
■ periculo; qui cmit, is eam curet. S)rnn ber 
tfonfer bot bad ®ut nicbt mebr inne, no(b in fei^ 
r ttewatt, fonbern ber eg t)on mir umb bnnbert 
Üben gefauft Ijat, im gebe i(b i&bt(icb ffinfe bas 
n ') Sinfe wieberfaufiicb ; barumb foU er au^ ben 
baben tragen/' 

L (IK.) 9oflttotte« ntb ^ilflttSrebca vom V^nä^tx, in 

^(tteiibetg biA^stiTct. 
(A. 89. - Sl. »8». (161.) — S. !»•. (Ml.) 

2)oct. SR. Sut^er werben bracbt ^ofitioneg unb 

h) 9BcT gUsbt biefem ©ott? i) Wiibi« ö«t« ig aa 
fn •ilenr. k) €(ftifb n«b Mgattg »niMttabHrt glitet. 

1) SU, S. H. W. gegebra l^i. 1) ^aeib {ibM*« f^ 
s. S. 9) n: ^ *##. 4; ^bet e§ Unff* MM St. %. S. 
,##-' fifüA, 0) Si. M. S. tavcn fiitfmmai] W. t l^- 

23* 



- 3M -r . 

6AUi$nten,.vm 9Bii4er, bic Ultl« Woxtti\t 
Sc^fg bifimHtm foUtc, ba fi nwUte £ioctot n 
pncÄidwte fi. Doctpre Hieronymo SckartTl)- 
fptod) ci: „Vitnn i4 rcolltc ttiputirrn, fo ivo 
bat Vtguntcnt btauAen, ndmllcb: älUeg, nad 
ttlAubt URb na^stlafftn t)at, baS ifl gut ; i&ob 
(at 3Bu(^tt nd4fltla|f<n; erg», Icnmft K/'^n 

3>a fagte einer: fSui^etf tfl »(bff b|eiJ 
unb bat natätUc^e 3tm,. nexmi ttat.V^ 
«Ott n94(|elaff(R unb tü&uM. W»tm«tSt*M 
Manbmi, olB ben Reiben, i» C^fej bonj 
äubcn, nt^mni feinen SSuqcr ttn« »em «Äctt 

Unb fpta4 »eitcc: „SXe $oflttotu« W 
gut unb genau gcfttUt; (^ fefee »«IM» ba|::n 
mit einem 3Bort bacin anfHi^t ' ) , tbtt ftc gl 
mti »oI)[; nenn bie Suriftcn nn auib bacflb« 
ttn, ^ niU abet ftincc bal !Rau( auft^«l i.- 

34 fKifc 3>. ^ieronlJRuS oft intim , a 
ttn 9u«b itlbet ben aSudin f(frrtt6en , tt if)| 
apra« gcweft; »o bleib» ab(i?n) ilSenn \ 
%ij^m unb ^errn attcf} alfc unteriidjtclcn, i 
bavon (ci>mbi;i] und hfrien in bcc @cbulf, iittt 
tm: ©näcigftcc j^cre, Itjr tfabt baö öiefditef, b( 
fttÜt efl (S. Ir- t^il- ab, ob« Id) njiU cu* ■ 
3)leiMl auflasen. Sibet baS i|t nh^Hlo pua loön 
el fltbt ni*tä in ble Äödjel" , , ,'■. 

Sia fptaA einte: <£« i)at et« Sgl^V m 
iit&ftn iinb Süntc; n»enn nin.-lKiy tQun .fq|9 
m&|tc nran i^m au4 oft an^ Viüp, r* 
fiapti vaniefgen. . Kntmort Xi. S^u. .•»,»< 
Iaf}m Stgumenf unb gai una(ei4; baut 
nlcirt in mrintt .^anb nod) VcttMit, uiib 
b«^a:l(^Bikber ttfe^c ttn» nflitBtn. ' .Äcc.«« 
unb Out m ein anbet !&tiik'j»'Wnit ■) talf 
^ fi( t» «n JMflcn." ---j. .^a.ftf 

::.-■ .-r-J ^ 'ypi 

mn%iuiii' VMilütm 'iiik-^^St 




! 



t:; 



— 35T — 

481 (m.) fBon einem, bcr (Selb anf EEBud^er in Uifjtn Bnebt 
(A. 89. ^ St. 480. (4M*.) .— S. 487». (447;) 

Cin öröfet, rei(f)cr^rfl unb^^err/ba er Wer 

jlafen foute rnib i^me bie @eete aüicx^t huf ber 

Snnge faf , warb ))on feinen ^eunben'unb StAt^en 

fterebt, ein Sieflament )u ma(ben, bap man 100000 

O&Iben, bie et bei rfnanbcc fjatte, su fieip)tg foUte 

in ^anbel legen o). ,,®i, eine fc^ßne Suf e ip ba8/' 

fprac^ 3)octor SRartimiS Sut^er, ,^n)enn man SKi^e 

liife olfo binfierben ebne ®acramcnt unb Sroß, fo 

warben {i<^ bte Snbern baran ftopen. S((fo ijl e9 

M leiber babin Fommen/ ba§ man fa^t: S), gute 

Bert; mein j^rdmmigfeit macbet mi(b nicbt-felifl/ ba? 

lunb Witt t(b fleijen, nmcbem unb tbun^ rcai mir 

aefdUt unb wol^l tf^ut k. p), unb n^enn i(b flerben foU, 

fo Witt i(b mir laffen ein fibfolution fprec^en. 

3a, lieber eefctt, @. augufiimtS fpriibt q): 
Sott M bir wo^( ju^efägt^ baß er bir »iU bamu 
(^ig fein, aber wei^t bu aucb gen^iß, baß er bir 
oMbcnn nitt barmt^erjig fein, wenn bu au9 9Rutb< 
»<Uen feiner Sarm^ernigfeit nicbt gcwottt l^aft in beis 
ttn fnf(ben, jungen unb gefunben Sagen? £), wie 
gern wottt i(b i^t prebigen, wenn i(b (iarf wäre!'' 

2Da fagte einer: S9 w&re ja aUju ^art unb 
unfreunbli(b, wenn einer ni(bt fcttte 9)?acbt, nocb t^ug 
inib Stecht l)abcn, bie ^äuptfumma, fo er autgelie^en 
bat, wieber ju fobern nac^ feiner ®e(egenbeit r). 
S)efgtet4en wenn bad Unterpfanb umbfäme t>on 
SBBafer, %^\\x 2C, baf ber @ci)abe fcttte bed 5C&ufer8 
fein, nicbt beS SSerfäufer». SIniwort: „@i, bamit 
bat man ben 2Bud)er befc^önet unb bemAntelt, baS 
^Ib auf Sinfe xu legen, ^aft bu ®elb unb ein 
frommer armer SRann F6mmet }u bir unb bitt bid) 
borumb, fo lei^e unb ^ilf i^m nacb beinem fSttmis 
gen; baS flehet einem S^riflen )u/' 



o) flit Odica bie 6eele aifgeBea. p) Dornin dam- 
natio Jutta est. q) &. tlggaßinni Cprut^. r) Kon omti«« 
capimmt hoc verbam. 



— 358 — 

3)aiauf fagte cfntt: ^a, man fllbt cbuv ni^M 
VBitin'. «ntnort: „S)aS tnufi man gmatttn. S>(U 
nimb mu^ ein C^rlfttn tft bni Ctäde ^iben: r 
mnf 1. üben, 2. leiten unb 3. US)«a»)', fibtt bn 
letnefl ob« je ft^i nenlfl niO man ta jbet S|tdf 
m^T t^un!" 

48S. (»4.) gtaat. 
C4. W*. — St. IH. (SSL) - S. U5*. (Hl.) 

S)a >) Uflte S). 3R. Sut^em S>. £enn(ngiil b^ 
^tagc fät unb fpiaclr: aStnn f4 ttU^t et&ii^efltti 
obct foni) elnfn @4a$ btinanfcet ^Attt/ bn (4 nW 
Ufütt auiitbm i), unb tfntt lAoc m mfc ntib Uta 
mt<fr, i(6 »frlUe t^m leiten ; (Snntc iiW f|W> fluA P^ 

S.utem (Seniiftn eetfagen unb \pttittn: 34t 1^ 
ein Qtc(b? 

«nthiMt :£). SR. £utft(i: 

/«äd^ t< fonn notit mit gvttiR amifftn aei 
f^e^tn. 9U noUt ei fagcn: tt^ b«b( retti OnD, 
baS td) aitSgtbe. Smai SoI)onntS fagt u) : Sm 
Smanb bfcfei SBcItOKürec bat unb ^c^et fripwlini« 
brT batbtn unb Wtn^t fein ^ce} für fm itt# ffU 
blelftct bfe Sitbe Oottee In i^m? Unb S^i^hfl v): 
£Bei bid) bittet, bem flib, baS Iß, bti e« bcbaff wib 
not^büiftig ifl. St \ptiitt nl(^t, einem igliAnt 
^üfftdflän^er, graulen unb ißerT^iDenbec, bie boii 
i)i:niclnidl(4 (ie gid^ten SBettter finb; unb ob fi|itn 
i^Ieiä) einer viel gäbe, bod) fft l^nm bamit nff^tl 
))ft)otreTt. 

3n blcfec Stabt tft lein not^bärftlfln, bnip bk 
Stubtnten. 9lnnulb iroar tfi In bet @Ubt Qtnß, 
abcc iJffiuIi)tU HDtb Diel fliöfei; fana man bo4 IWf* 
leinen armen SSenfdien mit (ftelbe jui flibeit b^oÄ 
unb wppcn alei(6n;obI oQe brtteln. ISs (fl febt fftf 
gimmtf 9I- «• iß nlc^t )u Reifen; wenn (d)t gIÜ4 
veimiJ^te, fo noQt i(b tfl ntitt t9un, bnui i( bh^c 
man itinen ^llft, je fetner fle ^Inetn tomntn. ^ 



•) «tat Sfitlttn Mai t) «M*iriH|f ! 
B) 2. Qpi». Sa^. «. lt. V) «kA «, Mv 
ij Su a. S. 9«. 



I 



Wf 



i 



tt^iU meinem fBeiit unb Jtinbern nid^t Dem SRauIe 

Bwgfifeneiben unb bentn geben, fc et nk^ ^Iftw). 

2)a «^ ^ ) einer rec^t arm un% notfylfttfHfl ijl, ^em^ 
. rdbifcn MS Mb )>on ^m^ setne ^Ifdn unb mit« 

l^eSeii naib metnem SMiSafn. 

Unb Stimanb foH fo fleif unb ft6etgIdiAtf4 biefen 

Sl^raAverflff^: SEBer)weene9t6({e bati€.(2uc.3, IL) 
Denn Me l^eflige e^m beift einen 9to(f alle JtleU 
ber j), bie einer bebarf nad^ feinem @tanbe jun @^ren 
mib jtir 9tct6burft; n>ie >) omi) täglitf) Srob ^eijt 
olle idhHnaiitnm. iDanimb ^eiflt ein Stod hlt aut 
ffefbcr '). 

3)fi Xfrifel tDoOte mit folgen ^perfHtionen unb 
netglauben y) gerne neue 99Mn(^e an§ vnt machen 
«A fem (Boftlafen unb aKflfftgg&ngern^), fauten 
Stcefi^n *) Urfac^ geben %n prangen unb *) fehlem« 
neu auf anber Seute ®Ater, firbeit unb @t^l»eifl. 
M wellte t>or»ei(en flQed an mir ret(^ werben, beS 
BettelivB nnir fein diibt/' 

4M. (126.) eeiVR. 

(A. fo. — St. iw. cm*.) — s. »6. (wr.) 

,,£ei^e1l bu, fo frieafi bn ti ntÄt tt)ieber. ®ibt 
iMn btrd wieber, fo gefc^ef^t« bod) nic^t fo &atbe unb 
fo nol^l unb gnt. ®ef(^ie^t9 aber, fo )>er(ettrefl bu 
ein guten ^eunb/' z) 

485. (126.) Sßom ^pUl. 

(A.to.— st.K4*. (i<n.)— s. Wi«. (242.) ,,jtartens 
unb aSürfelfpiel ift t^t am gemeinficn, benn biefe 
Seit ^at t)iel unb mand^erlci ®pic(e erfunben a); 
fte Ifat fi(^ n;a()rUd) »o^l gcI6fci! Da icb ein Jlnabe 
itat, waren alle Spiele verboten, alfo bag man bie 
JCartenmoAer, Pfeifer unb @pie(lcute nlc^t (iep jum 



w) Unfparfame ^ttil^ntx. x) ffted in bet C^tifL 
y) Seifet« betrieb, z) rDa6 folget gemedtigHilf. a) €))1elr 
fnblüi. 

1) „tbet" ff((t St. I. S. 2) St. v. S. t fie. S) St f 
flibft Me flflRie StltlUng, bai 9ität^ bn itleiber. 4^ S\. \ 



— 360 ~ 

@acramcnt gefien^ imb mupten t)om Spielnt/ San^ei 
iinb anbem @pectafeln unb @(^aufpte(eti/ wenn fl 
e8 geübt ober }U(^efe^en t)atten unb babci waten gc 
wef}, beichten. S6t gei>ctd im ijjDbtn Schwang nn 
man T)eitbeibingtd für Übung be8 SSerftanbed ac/l 

(A. W. — Sl. 253\ {260».) — S. «»5\ (M«».) ,,«6/ 

fpcad) S). SR. Sv //bte SQScIt tfl ))oa SBitd)ettr. 3d 
ward nur wc^l ^ ) aufrieben ^ ))cm ^unbert f&nf 
fecbS ober aud) wof)! fieben ') nebmen, weU bie ®fitfi 
gediegen {inb^ mit einem Unterpfanb; bo(6 a(fo, b( 
ee folcben Sind ertragen fdnne unb baf bet jtduffi 
nid)t 9Rad)t babe, bie «ßduptfumma wieber tu fobem b) 
S)a aber fein Unterpfanb eingefe$t , fonbern f c^ted) 
nur ' ) ®elb auf ginfe gelieben wirb , unb man bfc 
^duptfumma auf eine gewijfe "^fiXi }u fobem iiat 
ba ifld nid)t recbt. X)enn (Selb iß ein unftu(^tban 
Sßaare, tr&gt unb ^etft nidbt wieber ®elb^ ba moni 
g(eid) f&et^ wie betreibe tbut, baS (ann i4 nl* 
t^erfdufen burd) meine ®ef(bi(f(i(bfeit. fDarumb {hil 
bie i(igen «i^dnbel mit bem ®elbe unreti^t unb wibei 
®ott^ bie Sanb unb Beute ))erberben unb auSfaugen.'' 
S)a fagte einer: SEBorumb fhafen benn ^rßni 
unb «i^etren nicbt folcbe unrecbtmdf ige nnb un^rift 
li(be ^diibel unb 9Su(ber? Slntwottet %. SR. £.: 
«/9Bad? JCönige, t^urilen unb ^errn baben mit am 
bern 2)ingen )u fcbaffen, mujfen panfetiren, pranaen. 
jagen k., f önncn bep nid)t gewarten ; batumb gepeU 
unb fie^etd aud}/ fo (ang ed fann c) ; eS muf bredben 
unb eine große unT)erfebenlid}e Senberung folgen! 3<^ 
boffe aber/ ber jungjie Sag wirb» ^) balb ein (Enbi 
macben/^ 

486. (in.) 9)om Caifen. 
(A. 90. - St. 147*. (IM.) - S. 1»7* (14a»^ 

//3* ^abe neultd)'', fpra* SD. SR. £•, /.lu fiofi 
eine i)arte fcbarfe $rebtgt getrau wiber baS SSaufen ; 



b) OUi^e ȟrbe. c) (Rac^Idfflgfett bcv SUgtsieB. 
1) ^nir too^l" fel^tt St. i. S. . t) Sk i. S. t «* 
^^ 51. «. 5. itnt fil^Ie<!bi«. 4^ S\. u. S. ^iMi. • 



— 361 — 

«toei'^lft tiiffft d). 3;auben^fim unb aRinfn)t$0 

fignir ffi Miine }it «ßofe nic^t anberS fein, benn 

Nf aRnfica tinb aUcö bitter ^ unb @aitenfpfe( xc&xt 

grfatten, aOein mit ©aufm rcaxe i$t bie 9}erel)ntnct 

an £6fen. Unb }n)ar unfer ®n&bfgfler «gerr unb 

Atrffirft iß ein großer i^axUxAnx, fann n)o{^l einen 

gDten Xrunt ausfielen, feine 9(otf)burft machet einen 

anbrrn neben i^m trunfen ; wenn er ein 93ub(er tväre, 

fo tofitbe e8 fein t^raulin nic^t gut I)aben '). 

Siber »enn i(^ wieber jum durften fomme^ fo 
»itt id) nicbt me^r t^un^ benn bitten^ ba^ er uberaU 
feinen Untert^anen unb *) ^ofeieuten bei ernfter 
Strafe gebieten roone, baf fie fc^ ja n)oi)l ))oQfaufcn 
foOm e). fßitütW, wenn e9 geboten »firbC/ mSc^:: 
tenfle baS SSiberfpiel tbun, qoio nilimur in vetitum, 
ioa9 ))erbDten iß/ bawiber t^ut man gern/^ 

487. (1S9.) Seit toill immer !R(ie<, toirb ein« IDinge« batb 

fatt snb mftbe. 

(A. «O*. — SU 46?». (482.) — S. 4W*. (IS6*.) 

^octor SR. S. rebete ^^von ber n)ünt)er(i(f)cn 3<^ii 
vnb großen Unbanfbarfeit ber SRenfc^cn, btc fo grope 
Sol^tt^aten ®otre8 t>erad»ten, nerven ii)r ba!b mübe 
unb uberbrfiffig , rooUen immer etwad 92eucd b^ben. 

2)enn efie baS Sleue Sejtamcnt T)erbcutfd)t warb, 
ba ttoUt ei Obermann gern b^ben unb lefen ; ba ei 
nu Derbeutfcbt warb, wdbretd nur ))icr SBBocfaen. 
3>arna(b begebrte man bie Sucher SRofi; ba biefeU 
ben auc6 ))erbo(metfd9t waren, wdbret ed aucb vier 
Soeben 0- fltafb bcnfelben wollte man ben $falter 
l)aben; ba nu berfelbe \)erbeutf(bt war, weilte man 
anbere Sucher mebr b^ben. 

9lfo wirbS aucb bem ^t\ni @iracb geben, mit 



d) 4ofe«itiir)tce{l. c) Slii Gebieten toel^teii. f) Set' 
loigea aac^ fReacm. 

1) Clriffo):»^ Yon Xalibeil^cim nab (Sa6)»at t). 
Riafioit toaxtn farf. fdc^flf^e atAtbe. (F.) 2) ^xotun 
er eta fMfin — ni^t gat taUn'' fi^U St. a. S. ^\ „Wt^ 
$nff0Mfm mi'' ftflt St. n. S. 



— 362 — 



bm tote Utit f« itavAttt ^tftaU | 
vrt iOIifl ') not väR JBwfteB, t1» i 
tat grtAfrt; bArnad) bns toffni I(mm i 
Stairt flqu*t g>. »{« Mftffnt — * "^ 
fdfen nnb tnS Soff loBtMtn. 



imb bis Soie iDBtMtn. StfM^RMd^jrtto 
. in« ^autttflimtnt tnb jft >) Ata*ti^ ^icenMk 



SolDRDine 
. SSfctbttct^t/' 



M neltlt^ «CfitaM M' f' 



V. 
Sifi^ni •. 9»«nrt S>1^ Mt 

«BS. (1.) «» in«atttMi, Ml M» ftt -.-.' «i^f 

CA.9J. — S1.I41*. (148) -8,133.(135*.) 

„»Ußttnci a) fietfct unb ift alltrid .§fflisifflt, 
<BottrSbfm|lunI) (itirtltt^ !Bcfen, t& gicige voji augm, 
mle fdjBn unb tieirü* eS fanii, Hiu aUtM t^iBlge 
unb.brünfilflf 9(nba(öt tti J^^r^rn Pcrcr, bic ®c(t 
bftnm TOottcn cbn Gfjtipiim, ^cn SRittler, p^n frin 
Sprf unb fotitrrliArn Sfftfil. ÜSir man ttira fm 
^apptbiiin iaS für ^c^ flKrrticipIfihflen *) iSerf 
(tne8 qfelt, wenn Me SRpnrtK in Ifjrct 3'"« ("6"* 
Hnb bl(6tetm ycn @ott unb feinen irunbtttorliditn 
Ä8erten; »nui flc in i^tcr (irp^cn ?Infca(6t h) fp 
brfinplfl nit)flnbet roatcn, bog fie auf btn .ffnlfn la» 
flcn, brtften unb ffite S(f*aiüi(bff!t vcn Iitmmüfdjen 
®a(^«i Ratten mit fpIAcr <itpfffn 2ufl unb 9Inbad|f, 
boj pe "fuc (ircfifr ^reiibc njflnrtcn. Da fdjluflrn ' 
fle ofie ffiebotiEen üuä von aBfitern imb alle bfw, 
brt wrgftnelfJb ifi, öcbaditcu nlldn an ®ett iinb 
fdne fltcSe SEunbttrcetf. 9Il'4 tft bieg MUeii, mU 
M b»4 bte aSeinunft für eilel enfiellfi^c ®tlp[l(^(cit 



f ) Smdtt ffn , 
- k) UmdT«« <blP(i4t. 

JJ ,SIM- MBU«. B. 
A »M fllTRsrilUI««*. 



; ff f 






m, litt SBcsf U» %imt», toxt &. Paulus Hat 
wr^, oa n fpci^tc): Oflenbai obtt ^ Me 
EmUi ^(cifc^eS, als ba finb (t^ebntc^, «l^urcrei sc, 

£«11016 ift oUerfd aieli^ion (fk ^abe einen 

Samen unb @<i}ein^ fo grof unb ^eiUg fie fein maa, 

to man Oott o^n fein äSort unb 93efebl bienen n)iu) 

li^ti anbert bcnn 9(bg5tterei d). Unb je beiligep 

unb fld{l(id^er ge f (feinen ^ je fc^&Micbei: unb giftiger 

fu {inb; benn fte fäbnn bie Seute ))om Glauben an 

ßl^rijhim unb madften ^), ba^ fie ficb ))etlaffen auf 

i^e eigrne Aräfte, SBerf, Ü^ere^gfeit ; wie btcfer 

Seit t>ft aßieb£i;taufer SSefen au^ ifl, bie ^c älnbeni 

rtma9 vofit Uffcx fein ivoUen tc. Unb aKer SRinAtn, 

fonbnliÄ ber eatt^&ufer £>cben e) , Mafien , a3eten/ 

^rm «gevibbr/ bie (cllig^en SBeif, 9leget unb ^an^ 

y< 2e6en/ melAec @lanb bp(() im $ap{ltbum bec 

oilcc^ilifl^ fle^olten nxMrb^ {bib eitel {leifc^UcbeaDierf; 

besä fie ioiUn, baf %t j^dlig feien unb feiig n^ecben 

nU^t burQ G^rifhim/ ben fie als ein ftren^ien, tocni^ 

Sm SHi^tn anfe^en unb furiiiten^ fonbern burc^ i^ce 
)ibmSrege(. 

9tfo fann i^t auc^ Kiemanb bie $apiftcn bep 
bercbrn, bf0 bie äBinf elmeffe f ) bie grcptc @otteSlds: 
jienmg unb Abgötterei auf Stben fei, bergleid^en fo 
gt&filiibe in ber db^lßenbeit {int bet SIpofleln B^it 
njewaU gewefen ift; benn fie finb ^crblcnDet unb 
9ccj^0(ft. 3>animb ift aU if)c SSetflanb unb (^cfennt« 
ni# von Oott unb aQen göttlicben @ad}en aucb ver:i 
fegtet unb uutecbt g), b^^Uen ba§ für ben recbten unb 

I|t6teen ®ottibten^, bad bie alicrgröptc unD grau« 
icfefle Abgötterei ift, unb roieberümb bad für 316^ 
götterei, bod bocb J^er rechte unb befic ÜJottSbienfl 
ift, all Sbriflum erfennen unb an tt)n glauben. SSir 
aber, fo an Sl^rifium gl&uben unb feinen Sinn W 



c) (Bai S, 19. M. d) ffttliqicmt9%. c) Sar^ 

trifft. ffiivfelmefff. g) 9tom. 1. 

1) a ^ben. t) S». f4Hri»i — if — fnl^ve - Wi^i 



— 3M — 

tcn, MniKtt ®ott &ot HQrt wiffcn tnA'^ 
nm «tn'wn Kfftnant m^SMkbiU.ä' 

489. (t.) e»tt(eMn|l •!■ ««tM «4^ « 
CA. 91. — 8L 14a. (14S-.) — S. lU. (136.) 

3)0 einer frafltt: SBtc Mnii bripeife» N 
bafl, nee cfn @otteeb(enft aufl diitci ^rfntinj 
Slnba4t o^ne «btte« SBort unb iBcfeijl fliftet, 
«(fthn ®oHeB fel^Iett ün* 'rt« firnttf« <St>t 
tirteV ■ ■ ■'■:■ 

anttDocirt er: „<iin Stenftb '«ff^t tmb' 
®Dtt banmib dti, baf et flc^ 3toM>' iSafe üiriC 
QiaM tu ft)tn vtifietiet i). (B(T4lw''nlt-Mtf 
Slniufunfl . unb Sbie natfe Oottrt SKnt, M 
!Rtu[(6 ÄA «det ®naben ju Ostt veille^et mii 
ta aSer^tttung unb äüfage' wa(m> lii 6^rt|K 
gelfißet, fo e^rct unb nlfe^ et an. bien te^tn^'.l 
bigen, eivigen Ootf. SNaittüt ect'bn tf^ Vtrf 
9Dtteebtenfi fdc nu« etflcnn SntaAt mb w 
ten, Qottee 3ocR bobur^ ju ririftfitm; Bern 
bei ۊnbm, enideg 2eben unb Sritgftff Mi 
nlanani, wie nüei .graftln unb^tW^effftW 
jfi, (o tifttt unb betet ei dn (M|fit änk), b 
ji>ni fc(beB erbfcbtet tn fefneni fimnuribtt t 
Ocbot unb Sefe^l, unb tfl m SMtttf^ 
Ot^ienblenei, unb ^llft (bn nf4^ btijitl ^ 
td} t$tte es bem regten (B»tt ju «btnt; MM 
nf^t ani beut stauben it\ä^t, bflrift0|bjH 

4W, (I.) Kit snk «lsnif4aft tet «»» rtW i wt ' Wii^ 

wag». j! 

(A. «•. - Sl. 170*. (1»1.) T-^. Ul. (M|l^.> t 

- .^e^euAIei unb lMDnibMiR'^te"itk 
Sit m Vinm, fo blc (Santm« «»cr<M«gcr4< 



t) 1. iMtm.^ u. t)lnirftariifiijft'iük 



— 365 — 

1« nk^t^^ebcr t^und jla ungern^ wmii man 
Ml friftf nKt bittet^ ungebeten aber f Annen 
t auf^ten. (Sben fo finb bie SBerfi^etUgen 
r^ifft m)^ n)cnn jie ®ott ^aben roiU in feinem 
(ben er befehlen ^at^ bap fie ibren 9lä^e{lrn 
iäcn/ ibm bienen, womit {ie fönnen^ mit fRofi 
Jdfen/ Seilten ^ (Sieben^ äSermabnen^ Straf en^ 
u.)/ ba fann fie Stiemanb {ubringen/ ia ben- 
frieii aQein bie Seute^ benen man folc^ed tu 
lUblg fei. 

igegen aber^ roai {ie au8 eigener Slnbacbt unb 

Rcbiung nxo&t)Un unb füme^men^ ®Dtt. bo^ 

e^ren unb )u bienen (n)ie {ie tr&umen)/ ba 

te aus ber 9Raie Diel unb fefi baruber* Sl^un 

leib xotli mit ^aßen^ 93eten^ (Singen, 2efen, 

gen ic, geben gro^e S)emutl^ unb (Seifilicbfeit 

t^un aUeS mit gropem Qtxn^, Srunfi, 91ns 

fin Suf^ören. Slber mt ber S)ienfi unb Slra 

fo ifi ber 2ol)n au(^ n), wie (S^ri|hi8 9Rattb. 

» 9.) aus bem ^rop^eten ^t\ala Jtap* 29. 

L) fprid^t : ' ä3ergeb(i(b bienen fie mir , weil 

m folc^e &tl)xc, bie ni(bt9 benn äRenfd^enge« 

491. (4.) f&aal $eor« (Söj^enbieB^. 
A. tl*. — St. 856. (S67*.) — S. 826. (88S*.) 

)ic S^ben f(breiben auS 9Ieib unb ju Sßerbrie^ 
iben/ ed fei ein folcber S)ienfi unb äBeife ge« 
ba^ man für bem 93ilb 93aa( $eor ben «gin« 
} aufgqcrret unb gefd)mifl[en o). S)ad iß bie 
ig ni(bt, beun alle Slbgöttereicn unb ®5$ens 
bb ie unb je ber SD^a^en angeflaUt gewefen, 
ein @d)ein ber ®eijt(i^feit unb ^eiligfelt ^ ) 

i benfe aber, eS fei ein Jolcb Sulaufen unb 
gewefen irie bei unS im ^ap^t^um @. fßaU 



OetgUuMger Jtetnmal. d^ hf>t Srosfgelb. o) 3iir 
i#te M» 0f tf/ iPe<«; 



— 366 — 

tfn> @. SntonhtS/ S^riaci unb Sttod^f urib Vet alM« 
(^en, bap 9)aal ^eor ben Settten ni(^t ®d}aben f6m ^> 
tf^an^ no(6 ftc ^erberbcn mit ^efiilenj^ Mfcm Sranb, 
©rttict aSaltenS ®eird)c ober anbetn ^ftflfH p)* 

Shid) ^alf i4, c^ fei cfn Unotbmirtflr fl^w^f««/ 
oUer 3)tng unfern SßaUfa^rten unb Airc^ninfen g!ri^/ 
ba9 fte (Wie (SjCDb. 32. (SB. 6.) ))inn m^tknft 
be& geaoflTcncn Äalbö gffc^rlcbcn flehet ')^ brt »oi* 
gend frä^e aufgcftanbcn^ ^tbttct unb geopfert ^oben, 
barnac^ gcfrcffen unb gcfoffcn^ unb nod^aü ^ie iwti, 
bort }tt3ei fid) }ufammengefunben unb ^inau8 unter 
bie SStifc^e gegangen^ i^re Sfiberei ju treiben k* 

S!)iefe ') Steife ifl ))or biefer Bett im ^apftt^nm 
mit ben SBaDfa^rten fe^r gemein gewefen/ ia% mm 
in ber Jtreu2n>o(^en ber b^ütfl^ @t&^t ^ber SCittffen' 
befugt b^t über eine b^Ibe^ ganje^ jwe ober btd 
SRefl aSSeged au§ ben @tdbtcn q). Unb wenn }»e{ 
nid)t baben fönnen }ufammen lommen, i^r Un|ud^ 
)u treiben^ fo {Inb fie }u folc^en SBaUfal^rten gaiignr, 
baben i^reSujl geböfct, bccb unter bemS^ein ber*) 
^eiligen S)icnfid. !I)ed grdulicben SSefent gefitie^t 
igt nocb viel unter bcm verf[u(bten ^apftt^unr; Öott . 
mac^ß fcl)ier ein 6nbc! Slmen/' 

492. (5.) (S^^enbienfl bed Slolo^^, ber UmmoMiter U^ott«. 
(A.92. — St. 143\ (149\) — S. 134*.(187.) 

^,S)iefer (KS^enbienft b^t ein grofen 6(^n unb 
berriicb Snfe^en gef^abtr)^ ali n>dre er Oott lieber 
unb gef&aiger benn ber gemeine ®otteebienft/ hir^ 
SRofen im ®efe^ geboten. !Da^er "oid Stute ^ ble 
anbAfbtig^ geiftfic^ unb beilig )>on <m^ f(^ 
nen^), wenn fie ®ott einen angene^mm SDiehfk 
er}eigen rooUten^ opferten auS großer Sieb unb Sn» 



p) Utfad» feine« Seier^ofiveii«. q) 94^|Mr4e SM^ 
l^eit. r) (Slang ber JKbgöttetei verbunTclt bei M|rei Solr 

I) 5t. u. S. fott. t\ „W** W* ^^ «^T-^ 



I 



367 



^Ailtdoti )U ttt)Xin, nie {ie meineten, i^re @d^ne 
ufl> iö^ttt, unb rermeineten but^ foU^ äBerE ge^: 
»tt unb liebe Ainbcc ®otted tu »erben. @te mcU 
Mien ni<(t anbetd^ benn {ie folgeten ^ietin Xbrcu 
kaA Qjcempel ((Benef. am 22. Aap.) nnb t^&ten 
wtr boMir }tt (BefaUen. 

S)aiBtbec prebigten bit $top^eten heftig s)^ ffits 
ina ben ®£(en unb Scufeln, nid)t (Bott geopfert^ 
»ie bec i06.$falm (SS. 37. 38.) jeugct: ®ie opfec^ 
teil tbce @öbne unb i^ce Sfic^ter ben Sicufelu unb 
mgotfen unfc^utbig Slut, bafl Slut i^rer @6^ne 
unb i^ret Si^d^tec^ bte fie opferten ben ©ö^en Sanaan» 

tUib Serem. 32. (ä). 35.): @ie ^aben bie 
,^i}en bed SaalS gebauet im S^al ISenl^innon^ ba^ 
Pe i^re @A^ne unb S6(^ter ))erbrenneten bem 3Ro« 
itit, bat)on i^ i^nen nUt)t8 befohlen ^ab^ unb ift 
mir nie in ®inn fornmen^ baf fie fold^en @räuel 
tbun foUten }C S)at)on n^eiter 3<(^tnia8 am 7. 9lber 
bic $ropl)etfn mußten lügen unb t)erbammete ite^er 
fein. 

3)iefer (Sd$enbi€ii)l ifi im $apftt^um auc^ ats 
mein gen>efeni)^ bo(b auf ein anber äBeife» !£ie 
auitem preifetc man feiig ^ bie eind ober mc^r Jtins 
ber in bie 5tI6jler gaben, ba^ fie 3Rön(^e ober 3tons 
nen morben^ ba jie (^ott Sag unb %acbt biencn 
rennten K. S)a^er aucb bad gemeine ®prid^n)ort 
fam: C feltg ifi bie äRutter^ bie ein jtinb gejeu^ 
get ^at, baraud ein gcifilic^e $erfon roorben. 

X^iefe @d^ne unb 3:ö4ter finb ntd^t leiblid) "otn 
brannt unb ben Q)6|en geopfert wie iene^ ba))on bro^s 
ben gefagt, finb aber bcm teufet in Stachen ge(io§en^ 
ber burd) feine älpofteln^ ben $ap|l unb feinen jQan? 
fen i^re @eelen jdmmerKd^ ermoibet ^at mit falfc^er ^ ) 
2eftre , ba| fie fi^ auf i^re Sßerf Derlafjfen ^aben k. 

!Ru er iil ))om Slnfang ein 9Rörber unb Sugener 
gemefen u). S)iefe8 fein ') «ganbwerf treibt er o^n 



s) 9ro)NMif<|et Oifft si^ Qxn% x) V^^S^ix SRc 
l«4ibiiKft tt> 3phma. 8, 44^ 



388 



UatefUI^ etmocbet < t&iUäi mf . nunuleiM 
i&l»Ug .t)ie(« aRenf(^eit lii.4Sef::Se(t u SMrln 
leibUc^ mnotben tann, bie tobtet er .gdfUlü 
Sfigen ttiib f alfc^e Sel^re^ botf) unter be« 8M(N 
SBa^r^cit unb ^eilfamen 2e^re. etmmr^l» 
o^n 9luf^5reti umb^er iDie ein. bräffenber MM 
Xiarnad) »fffe bi(^ }u ricbten, baf bu nfMm 
iinb nsac^cfl^ unb l^m wiberfU^efl fefl {mI QU« 

(l..^ett. 5, a 9.) . .. v.i ; 

SBon bem Abgott SRotoc^ rebeteXmi» li 
S). £ttt^ec (wie ee 3R. £ierdn)^mul Sefolb-^ 
ger fleißig f)at aufgefc^rieben) , ,M9 Me -4; •i 
beS SRotocftd oft gebd^te unb ^ai &fta unb 4 
ben Sommentarii fagten^ baS e* wAre ebi Xfe|i 
n>efen auS itupfer unb äRefibig ' aema#t' n 
SRenfd); baS ^) bie ^dnbe ;$itte für M ^ 
barein ^dtte man glä^enbe Ae^Ien getl^n w>»: 
nu bae mejfmge S3Ube gar ^ei^ »ar »orben^ 
ein SSater Qin}u gangen^ Ifab bem llbgott | 
unb fein eigen jtinb genommen, e< in bie ([c 
j^nbe bee XbgottS gelegtj ba ift .bam M 
alfo iuf(bmoImi. iSnbef ^aben fie »it 0Mh 
3tmbe(n gefldnaelt unb geldutet unb mtt-^ 
geblafen, baP bie Steltem be< Jtinbcl aefcm 
bflreten. S)an)tber f(brien nu atU^opfj^nii 
lid» 3eie»ia««) (jtap. 1, 8. 31.; Jr. 19;! 
St. 32, 93. 35.)* Unb ((^reiben bie $ro)i^dffi 
Sl^ab ^ab feinen @cbn alfo geopfert (2. 
16, 3.) Sm 106. $fa(m im. 37.) fMI 
baoon *). SDiefe« ift «Oe« onl ibcr '-Ol 
ef4Klf<n unb l^erlommen, baf |e äcbaü 
en: (H, foU i(b unferm i^erni itotl;. nli 
Witt i(b U^m etwas MftUiM «»fenu mAjMt-l 
ein Aolb. oyfem? 3<^ »tBi. t|«' «cMk 

So^tpfem!'^ . ;'Mr':-..i i i 

t) ttei !ais wme BevebcRff , w) Ibb^M 
BecftiMg* 



t 




T"* 



369 



(A.n\— St.144. (lfiO*.)~S.18&. (188.) 

,,S)(efe St&lbtx bleiben für unb für in ber SSelt 
W an ben jfinaften Sag x) , nidit ba^ ^maub 9ou 
Stenm folc^e StÜbn, nofe jene warcn^ i^m mad^e unb 
lift mo^en, fonbern n)orauf ein SRenfd)^ @ott ^intan 
Sq4^ f^in 3ut>erfi(f)t unb äSertrauen fe(^ ber macbt 
itm wie 3^oboam Jt&Iber^ ba8 Ifl anber unb frembbc 
9ittn, bie er e^ret unb anbetet/ anßatt bed eini:: 
p, reij^ten, tebenbigen unb endigen ®otte8, ber aU 
Ua ratzen unb Reifen fann unb xoiü in aller 3tott). 
So bienen nu aOe biefen JCälbern^ bie fi(^ ))er(a{fen 
nf i^re Jtunfl, äSeiS^eit, @tarfe, eigen «ßeiligfeit, 
Scicbt^um , (ft^re, ®troalt, Sänbnip, gut (Befc^^^, 
^ejlunaen/ unb in (Summa auf 9Ued, e9 ^eipe^ n)ie 
rt rooüt, ba bie SSelt auf bauet unb tröget y); benn 
\Mt Sertrauen auf i)erg&ngli(^ Kreaturen ift ber 
oN^e Ofl^enbienß unb 9(bg(tterei/' 

494. (7.) IBgdttetci ifl nn« iiat&Tli(( avfgeetbet 
(A. 92*. — St 141*. (148.) — S. 132r (135\) 

^/®ar leic^tlic^ ifid gcfc^e^en^ ba^ man in 96« 
gitteret f&Qet; benn »ir jinb alle wn Statur Sibgöt« 
tifdb^ unb weil und Slbgötterei angeboren i^, barumb 
gefftUet fte unt auc^ wo^L' 



// 



4My (8.) Sßo^et anf&ngKd) ICBgatterei anffommen fH. 
(A. 92*. — St. 141*. (147'.) — S. 182*. (135*.) 

„@. ^auU »eigete mit ben SSorten^ ba er fagt 
QkiL 4. (SB. 8.): Da i^r ®ott nid^t erfanntet (bad 
ift^ ba i^r nod) nicbt erfanntet 0/ voa^ ®otM 
SUle gegen eud) xo&xe), bienetet iijt bcnen, bie "oon 
Xatur nid^t @dtter waren z). ^b^ bienetet euerS 
^cc}en 3:räumen unb ©ebanfen^ bamit ibr obn, ja 
»iter ®otted äBort unb Sefe^I, eud) einen tDld)en 
(Bott txdjUt, ber {leb ))erf6^nen lic^e mit SBerfcn 



x) 934(Te be< Jtatberbinifl«. y) dS )pIU toeit cintti^^n 
«it Hm SUXbiawi. x) Urfpnaß ker 8r(§pttmi. 



— 370 — 

iinb ©ottdbienflen/ an^ eiiet Sntel^t unb guter 
SJteinung erwartet. S)enn eben M)tx, baf natfits 
(i(^ aUe 3Renf4en biefe gemeine (tcfeiintnil ^aben 
(n&mlicb, ba^ ein (&ott fei), ifl atte Sbg6ttefd in 
bec SBelt entftanben, toetcbe o^n fol^ Ctf eimtn$ ba 
flötütc^en aRajeflat mo^l uad^blfebcn tvfice a). SWI 
aber fol(^ Srfenntnig ben SRenfc^en iuttä(U4 tfMti 
plantet ifl, ^aben fie t)on ®ott auf et unb o^ fib 
äS&ort eitele unb gottlofe CSebanfen gefaffet unb fri 
bie flewiffe aflttUc^e SSa^r^eit gelitten, unb «ffi 
ein anbem (Sott gebietet , benn ec "om Statue wA 
M iijm felb« i(l/' 

4d5. (9.) «nSecOltifb f{»b aOe «otte«btcs# »9^0«^^. 
(A. W.— Sl. 142*. (U8V) — S. 133». (136.) . . , 

//SEBer ^on bec ®nabe Oetted auf bat €1» 
fe| fäQet unb t^ermeinet, burd) SSetf fcUg }u um 
ben, bec fäUet ja fo unfanft, aU bcr Mn betSMri 
in Slbgöttecei fället b). !Denn auf ec S^rifto ijl a» 
berd nlc^td benn 9lbg«ttecei unb e(fe( faifcb etbi^ftfl 
!X)ing \)Du 9ott, ed l^eife g{ei6 beS Warfen Xlcocon, 
beS Ißapfl 3)cecfet unb ®cbot ober au4 SRofeS. 0^ 
fe|, wenn manbabucc^ für (Sott gebenft geregt ml 
fefig werben/' 

497. (10.) »bgatterei unb f^re €tcafe. 
CA, 92*. — St. 142*. (148».) — S. tÄS». (136.) 

,,9bg0tterei 6eift unb ijt, wenn nic^t aUeS gc: 
fd)ie{)t , gele^cet unb getban wirb nai^ &ütM SBSott, 
wie und badfelbige furfcbrcibet unb lehret c). S>tm 
wo man (0ott bienen will, muf man onfeben nic^tj 
wad man tf)nt unb bad 9S$crf, fonbtcn wie ed fliii 
fd^e^cn foU, obS auc^ (9ott befoi^ien ttab^ finteaHU 
(0ott, wie @amuel d) fagt, mc^c (BefoUcn l^tvM 
Qlebocfam feines SBoctd benn am 93ranboyfiet. ><:. 



I ^i,< 



a) 8{om. 1. b) ^{ber bie JD))eTifteii. c) flteilU^ 
Bßf^telhun^. <l) 1. 9tee. 15, tb. • 

1) S. t «imniiä. t«fl «. ^t^ \^t ««t ^ mw 
^r^ #. 489.) 






3tl 



2)antmb »et ®otte8 @timme nlc^t ge^orc^t, 
: fß Ha SbgStttft^ct/ »enn tt glefd) rfif^mete bie 
)fRtn unb fc^roerjlen ©otteebienße. SBie benn ber 
oottiteen (ffigrnfc^aft ift, baf fle nic^t erioä^Ien^ 
i leli^ tinb gering i^ antufe^en^ fonbrrn iraS 
f imb fd^mec i|l* @oI(^8 ^at man an SRönt^cn 
ütm, feie immecbat unb fc^ier tAalic^ neue (Bot» 
McnR erfeac^ten; abet weil e8 mtt in feinem 
Kt nid)t befohlen fjat, ifi« eitel Abgötterei/ babd 
i neben aUjeft ifl ®otted(Aflerung e) , aSerat^tun^ 
Hcf Sottt, ®ei)^ Ungerec^tigfeit^ Gewalt, un« 
He <Beti(^t unb Uttbeil unb berg(e{dben. S)enn 
I Stenfcben c^n (BotteS 9Bott unb 93efe^( fuc 
ttdbienft aufrichten/ baS ift Abgötterei ^ »ie bie 
ntft faget 

2>atumb foU man Abgötterei mit böbeflem %it{^ 
}m, aW auf welcbe nid^t fAfetbte Strafe fonbem 
lUit unb Auperfle Senvüßurig folget. 3>enn »eil 
tt tat Unrecht/ fo bcm 9t&b^{len gef^ie^t^ mit 
Bücken $6nen fhaft^ wie man in $rop^eten unb 
tofien fltfftt, »ie t)ie{ ^&rter unb gräulicher n^trb 
[trafen/ wenn er fiebct^ baß feine S^re wn ben 
klofm Beuten burd^ Abgötterei ^ falf^e 2ebre unb 
(enbienjle befubelt unb unterbrutft noirb f) ? 9ttf, 
@traf n)irb ))te( größer fein^ benn eineS SRens 
n ^erj gebenfen ober feine Sunge aufireben 

498. (11.) mn anbet«. 
(A. W. — St. 142*. (148».) — S. 138*. (136*.) 

«/Ader ®otteebienft/ ber o^n 93efeb( ®otte9 an« 
legtet unb fürgenommen n^irb^ ijl gottIo§ unb Abs 
terd. £)6mo^( bergleicben iSotteSbienfl an fß&s^ 
i, bie®ottee »efe^l gehabt, gelobet ifl g). Unb 
I blefer JRegel fann man alle BWöncfcerd uhb 
l^enbienfie im ^apflt^um unb fonfl urtbdlen unb 
ten/' 



mo com fyciaot idem &tt, 

24* 




372 



499. (It) (Kilbe brt n^6üixH vaA Wt lOaiil^ 
(A. 93.— St.l42*. (149.) — S. 133M13I?.). 

„^tt abg(ttif(ftcn Mm ift ni4t, ittila^ 
felifl, benn fte feieren ito(^ tuflm ttic^t la^ 
i^nenfauer werben^ fonbtni ') ffb^itUtHm 
iDif Unaliicf vnb Unterganfl/ ob & m$ 
Crpe sliidfelig iß, befömmet grof (0tit.«|ik Ü 
JDagegeh bie tecbte^ wa^re, cetne fidi ' 
^unatt URb Aummer leiben, ^eftig an' ' 
Drcfoigt »etben h). SBie abct jowet OStis I 
8flttif(ben gebtauc^n^ ba9 ^^et man ta.ffiil 
wol^i, tn Stiften, an ^Afen bec SatbtaAl.fH 
l^ofen, nnb ge^t eben bei ibnen alfo n> 
9Rc|e fagt, ba er aber fett unb fatt woib^ « 
gei(3€.i). ... ^; 

Unb fol<ber 9(bg6ttif#rn gottfo». 964« 
®r6ue( oert^elbingt unb J<bA|et bie v^AüUß .' 
feit! SDenn Jt(nige unb gfür^en -^ fo MeCH 
6(^i(be nennet ))on n>egeii t^iel timifU^ wäi 
mit ibrec ®e»alt bienen foUten — fnb/M 
li^ @<bu|^e|:rn gottlofeS SefcnS unb l(M 
Xber maS »irbs für ein 6nbe nebment ntai 
€temuel faget 1* @ant iZ (SB. 2&.): SUd 
ttbeji ^anbeln, fo werbet >) beibe, i^it imb ew 
nig, verloren feini). 3>enn (B6|enbihifle, ibi 
f&mimmet unb tbut, Mottet 3om baWt »j 
ben, reiten (Bott fe^rer }u3onu . Slfo tbnn t 
pißen ^euHgd Sag« mit ibren SReffen, !Salt^ 

S eiligen Xnrufuna anberB nid^tt, benn U$ 
erberben unb Untergang nur förbecn .|p 
Uli etraf« SDenn ®0tt rann nl^iti' »cnigM 
^qMiV^erac^tung feinet SortS ,. xofiAti ^ " 
Ar. bev Sbgfltteret folget. SDoMtil . ^ 
Ipoi^ 3^} unb UneinfgCeit,. ^ri# 







h) «attfrlfatt MB» «tgM(|4ct teft 9nb»' 
k) «IM. 47, lt. I) m kOtt «l|K «wft, f<»1i 






— 373 — 

ber xtdittn teinen 2et)re unb SRotb; benn tie 96^ 
göttifcben noUen i^rc falf(be Se^re unb ®(|enbienfte 
vert^rfbingen niAt allem mit @(^m&^en unb Hdflem^ 
fottbem aud) mit ber ^auj}. 

3)arumb mitb ®ott auf beiben Seiten aetmun^ 
gen; bof er mu§ barein fe^en unb (Serid^t galten m), 
auf baf bie ®ottfeIigen nid^t gar untergebrudt rotu 
ben unb ben 9lbgöttif4cn nidbt ungeflraft ^inge^e^ 
bap ftt wn ®otted Sffiort abgen)i((en jinb unb neue 
OottcSblenfie angerichtet ^aben^ mit noelc^en bie ans 
bem etnfAItigen unb unt^erfldnbigen Seute^ aie mit 
Xe$en \>txfttldt unb 'oettoixxet, jum rechten C^rfennts 
nif (Betted n{d)t mögen fommen. 

SEBeI(^e @ünbe aber bie^ fo im Se^re:? unb^res 
bigtampt jinb, frei unb ungefc^euet (trafen fouen^ 
ungeachtet i^rer ^oben !X)ignitat unb 9Bürbe. S)enn 
bie $rop^eten, n)ie man im £ofea n) flel^et^ fttas 
fen nid)t allein ingemein bad ^ani ^\xaA, fonbern 
nennen aud) öffentlich infcnber^eit bie ^xlt^tx, 
item beS 5(6nig8 «gaud, bad ifi ben ^onig feloer unb 
ben ganten ^of^ mit 92amen* @ie fragten nicbt 
bomad)/ ba^ ed gro^ ®efal)r auf fid) Wtt, bap 
bie Cberfeit alfo offenilid) geflraft unb angetajtet 
toarb unb fie barübcr in S^eracbtung famen unb 
folc^e ibre $rebigten aufrfil)rifc^ gefc^olten n)urben. 
2)enn eS brang fie ba^u ein anber unb grfipcre &u 
fa^r^ n&mlic^ bap fie fa^en^ bap burd^ fold^e @jcems 
pf( ber Gewaltigen auc^ bie Untect^ancn t)erfu^ret 
unb KU funbigen gereift n)orben. 

S)arumb ifle ^od^ von Slot^en, bap man bie 
6tifter unb SDteifter ober Urfacbcr folcber 9(erger:: 
niffen firafe^ fonberlicb wenn pe in ^oben Semptern^ 
aewaltig unb gelet^rt Pnbo); wieroo^l U ot)n &es 
fabr nic^t )uget)t. ^ürucbmlic^ aber foU man bie 
SRipbräucbe im $apfltbum unb anbere S^i^um mit 
d^nifl firafen unb pc^ an ber 9EBe(tweifen Urt^eil 



m) 3)efi mag man begehren unb Pcb tYöflen. n) $ref 
%\%n «ffebL ita)>. 5, 1. o) Bef<bfib fnv bie JriftgUna 

nl gfdebftnvfnber. 



3T4 



nid)t festen nocb flc^ abfcbrecfen laffen^ bie ba mcU 
nen^ t)ie rechte tcine 2c^ie ffinnte glelAloc^I er^ab 
ten tverben/ tDcnti mau fein gcmac^ unb \&ubtu 
lid) t^dte , H^ man fein [anftc unb Ulfe bamit umb< 
flinke / unb umb ^tmtint^ %titUi wiDen ben SCBtber* 
fadjcrn ttxüai Ue^e paffticn unb ^ingr^en^ f&^e ein 
wenig burc^ bie t^inger, fubre nid)t aljo mit bet 
6dugIo(fen* 9tein, üebcn «^crin, bie wefa^c beS 
9crgcrnig if} größer / n)et4rm recbtf^afene treue 
Sebrer unb ^rcbi^er anbcrd nic^t ratzen no4 fieutfa 
rönnen , benn bap fie frei unb ^ ) ungefAeuet flrafeiif 
n)ad fie fe^cn^ caS böfc uubunrec^t^ falfc^ unb ^tu 
fü^rifcft ift/' 

500. (18.) Anfang ber SBgdtterd. 
(A. 93*. — St. 141*. (147*.) — 132%X135«.) 

,,3* balt/' fprad) 2). 2»., ,,bafl 9b9«ttetei 
ibren Urfprung fjoi unb femmcn fei a\xi bet recbten 
Steltgion. S)a^ bie beü. ^nitcr ibren iSinbetn bu 
foblen unb fie gcbcipcn/ bafj fie frube beten, iau 
nacb b^it'cn bie iRad^fommcn frübe bie @onne ange»' 
betet p). Sie benn gemeintglid) alle Abgötterei ))om 
92aci}obmen bed rechten (SottedbienfiS i^ren Snfang 
bat unb ficb mit einem @cl)ein göttlicbed 9Borte unb 
ber frommen C^;r€mpcl, bie ®otteS Sefe^I grbabt 
baben, befcbdnen xciü/' Unb fagte baraüf: ,Müi 
abgöttifd^en ftnb geijig, unb je geiftlicbet unb frflm« 
mer fie angefe^en n)erCen, je geiiiget fie fi^b/' 

SOI. (14.) SBoB bet Kfftologia. 
(A. 93». — 8.427(436.) 

,/S)em ®eflirn glauben ifl S(bg5iterei, benn ti 
if) »iber ba8 erf)e®ebot: !Du foUt nicbtanber Ofittft 
neben mir b^ben q)/' 



&02. (IS.) IDie «BeU ifi voaet th^mnei. 
(A. 93». — St. 141. (147.) — S. 132». (135.) 

9ine Seit (aucb ®ottee eigen Soll, bie 3tU 



p) Wtf^evatteae fla^fommett. q) ClrngMif. 
m) /,inb" feilt Si. tt. 8» 



375 



Un) ift iJoU Slbgötterei flcwcfcn r) ; t>cnn einer s\i\\c{ 
Uijin, Ux anbcr bortI)in, richteten fo »Icl (Sotte^- 
Mm$ an, nie ^ie( {ie Serge unb Säume im fianbc 
ktten, bie luftig unb fci)6n waren ^ wie man in bcu 
fafifyittn fielet unb toxi im $apftt^um aud^ ge^ 
t^B ^aben. 

6olc^8 wac bie ^c^e Abgötterei ^ fca fie (Bott 
litCm^ führten/ opferten unb fafleteu/ unbtl^&ten 
b(m2eibe nr^e bamtt. SIber ed war bamitSMemanb 
bmn bem Xeufel unb eigenen ®ebanfen gebienet 
£a8 ift bcnn bie größte Unehre unb 2&{lerung, bie 
9ott in ber 33e(t begegenet, bie barauS entfielet, 
bap man 6^riftum nicbt fennet; benn SiUeS, waS 
auf er unb o^ne S^riflo ift, tS fei fo ^enlic^ unb 
grof ed immer xooUc, fo ijlS nit^tg benn ®otMs 
laßerung unb Stbgötterei. 

!Dama(6 ift ein anber gröbere 9(bgötterei/ ba 
nan ben großen ®ott SKammon s) , haS ift @elb 
unb ®ut unb bergleic^en, ef)ret unb anbetet, ') ba8 
$er} baran Hebet unb barauf trauet. (Solcher gros 
ben Abgötterei ifl bieSBelt anib t>oU; benn ba gelten 
Aaifer, Äönige, gurflen, Sbetteute, Sürger, »auecn 
ba^er mit bem groben jtlo^, bem fci)änbli(^en 3)tams 
moU/ bem elenben Stot^belfer ; an bem ifl i^nen ^U 
M gelegen! Alfo toirb ®ott aUentt^alben gel&ftert 
unb geune^ret, beibe mit bcr fubtilen Abgötterei ber 
^cnijUt t) unb großen «i^eiligen (al8 bei ben S&ben 
waren bie $^arif&er unb ®abbucder, unb bei un< 
finb bie (Sart^&ufer unb SRönc^e, bie beteten an i^re 
eigene Oerec^ttgfeit, große SSerbienfl unb ^eiligfeit, 
lugenbe unb gute SEBerf) unb mit ber groben Ab^ 
göttcrei, ba ber meifie Zfjtll ®ott "onai^ttt unb bem 
Stammon anfanget. @ol(beS ge^et burc^ unb burc^ 
in ber SBett, baß man (9ott nic^t e()ret/ nac^ Ujm 
nid^t fraget, i^n nic^t anrufet, i^m nid^t bautet/ 



// 



r) 2>ie Sßett ig iberf^^ipcmmei mit IBgdttccri. •) VSlam* 
mcnifl ni. t) ^en^^eUi. 
1) W. h U, 



IK 



P?| rauf antwectet ®ott: JComm, meine (geliebte 

r ' t>u oebetcn, bad ^a{l bu erlanget. 2)a^er i| 

*<i Slbgotterei fommen. 

SDarnad) leiteten fie un))crfc^ämet alfo: 
«geiligen ^abcn mchx fonnea tl)un^ benn i^nen 
geboten Ijat, ^aben me^r SSerbienfl benn Unoei 
S)a mußte ber ©prud) @anct $auli ^er^attr 
JCplDjfern am erfien Aapitet (93.' 24.)/ ba er f 
%u freue ic^ mi(^ in meinem Seiben^ baS i4> fa 
(cibe^ unb erfiatte an meinem %Ui\6it, waS no4 
ge(t an Srubfaln in Sl)iifioK. 3)er mußte 
bienen }u ber Abgötterei unb }um Sßerbienft ^) 
übrigen^) JBJecf, bie fie «nbern mltt^eileter 
Derfauften. 35a bo* ©. ?ßetru« v) fagt: @ 
®erecbte faum erl^alten wirb, »o will ber O 
unb ®unbcr bleiben? Slod) j^aben bie Derjm 
93uben Opera supererofralionis, übrige SDBerfe 
{le nic6t beburftcn ^), un))erf(6dmet erbic^tet. 

!Da^cr ifl fommen ber große 93etrug beS 
fe(d mit ben 9BaUfa{)rten in baS ®rimmet^al ^ 
bie Seute t)eiblenbet, a(d »Aren fie toH unb tf) 
jtncd)te^ SRdgbe, «girten, äBeiber i^ren SBeruf 
anfielen unb liefen ba^in. ^1^ ^^^^ ®rimi 
genannt, Vallis faroris; ba war %iemanb, b 



— 3Tr — 

fetfte. SSetm n>it M Glauben an €6rtfium I)atten 
iiiaht, hätten »ir foIcftcS (eic^tlic^ ettennen unb ur^s 
t^dlen tonnen; »eil wir aber benfelben haben fab^ 
ren lafTen, finb mir in atlerlei ^nfiernip gefallen. 
Sie bie ante 9t. ju A. unb bei 9t. einem $ferbe 
rin Sapeu gebauet haben. 9EBob(an^ (afTct und be< 
trn unb wacfer fein^ unb über iSotM SSort treulich 
halten! x)" 

M (17.) IDaf Sacob frembbe ®dttet tDeggei^an. unb voa 

Gafn. 

(A. 94. — St 143. (149*.) — S. 134. (137.) 

#.3n ber Sibel liefet man, ba§ S^ccb bic frcmbs 
ben bittet abgethan habe y). ÜDa fcU man nicht 
(jcbenfen^ ba$ er nur einen ober jnoeene ®dgen )us 
brochen unb abgethan habe, fonbern hat allenthalben 
ingemein allen falfcben ©oitedbienfl geänbert unb 
ttbgcfchafft. 3)a wirb ein JBJefen fein gewcfen!" 

Da fprach 3). ^onaS: ®o(cbe Slenberun^) unb 
Xbfchaffen ber Abgötterei ift ein ganjer Sutherantd- 
mud geroefen. @agte S). SWartin: „Q^ tft oft ge« 
fallen / wie t)on ©no<hz) gefchrlebet flehet, ba§ er 
am erften angefancten hat ') ben 9tamen befi «gerrn 
anjurufen, ®enef. 4. (93. 26.) Denn ber rechte ®ot:: 
tedbienft mar burch Sain gefallen unb abgethan, ber 
tvar ein 9368n)i{ht; er hatd aber nicbt fein moUen, 
bmn er »erlief pch auf feincö aSaterö, bcö viuten 
S(am8, äSort, bie machten ihn hoprtig unb hald- 
ilarrig; ba 5tbam fagte (98. 15.): 9Ber 6ain er^ 
fAloget, ber foll fieben aWal gefiraft werben. 3)iefe 
Serhei§ung hat ihn nur hartndcfichter gemacht, unb 
vitb alfo ein feiner fcheinenber aCBcrfheÜiger gemefen 
{ein, ()at aber nicht mollen gotttod fein, -d)" 

^ (18.) Abgötterei unb «berglanb fft aOentl^lben gemein. 
(A. 94*. — St. 141*. — S. 132*. (135.) 

«Öerr SBernf^arb üon SRila •), JRitter unb ba« 



i) Sibet aUetlet fßtttna beto%eter €4ii4^* y) ^en. 

tt^S.: 3ac0N (Eifer «nb«.9nr(ht. s) (Snoch- «) (Safnifche. 

1) Sl b. 8. t ben. 2) W. l^be. 8) A. n. VT. fllUo. 



/ 



— 3Ti — 

* 

matt 8anb))ogt \m 9ßWfttbcfh/ Wüte A; 
tonfie Settel in efnanber gcnri(Mt^';bi:«|ll|rc 
bevHc^e, feltfame unb abet0(aubifAe SiUim i 
tDibet aOe Semtinbitng. JDa fytaA bcr jD 
,/2)fefe @uper{Ktfon unb Saubtrci i^fi^ oenM 
ben 2:a?tenf/ 2;urfeii unb .^efteti^ mbm^ ql (h 
)ttn 6^rif)fn f ommett b)/' 

508. (19.) MeeMeute l^^en gemcteielUlft im fM^|l|| 
(A.94*.— St. 518*. (5».)- S. 472. (482.) 

Jtaifer SRa^rimHian c) foK In JMeol^tobd] 
abergidubifd) gewefen fein ; In gffi^cttdttrtten HB 
(Bott ®elübbe unb [(^lac^tete, nniS l$m am' 
begeanete^ wie man ))cn ibm faget, Unb n| 
S>. 9)t. ein ^iflotien Don einem Sattem^ bi 
fd)6ne Jungfrau / bie er gefangen nnb fe^t %t 
b&tte muffen würgen unb f(^lad»ten. ^^SBit Cf^ 
f9ra<b er, .^^aben einen arofin Sort^ wfb 
^inbe )u triegen/ n&mlitft M« (Bebet im (Blanl 
aber bie ®ott(ofen wiffen t^on biefem iUaubci 
(Bebet ni(bt§ nicbt, baber ifi bei ben Jßeibm f 
9berglauben8 unb @c^(a(^ten8 gemefcn. 

SJDenn Sepbta, über »el^en bM^^) bec 
®Dtte8 fommen »ar^ wie bie Siferift faget 3ubl 
(93. 29.) , tbit ein ndrrifcb unb abergl&nbifcl 
lubbee), nacbbem er ben Sieg erlanget b^ttCj 
er feine leiblitbe Socbter fcftUi^tete. Senn h< 

Sottfeliaer t^erßAnbiger SRenf^ ivdre gemefeii; 
dtte ibn feiner >) Sbotbeit- erimiem lomicn «i 
gen: is^\ii^, bu foOt beine Sof^tefc nid^t vrtll 
umb bein« tbArlieben Oetfibbel mflien. S>ctfi 
(Befe$^ t)on (BelAbben mu^ man ttAt mbr m 
Ugfdt, unb ni(bt fo fhad« nad) ben SBorten 91 
benn bu bi^t e< nicbt alfe ^emefnet WSib n 
fromme SOngling Sonati^an bft %&IBtSVi\ M 

b) Mmct mb fklAet 





^ 



37Ji 



Bater^ «lUg &avd, «et^an f^attt, tiUilqtt unb tu 
Mtrt Mm Sob. (1. 6am. 14, 45.) 

aifo lAffet (Bott aucb ^) feine heiligen narren. 
Unb banoM mad}te ber ^enMe ^iea ein fotdien 
itenerliAen ^aO, baft ber tref liebe beutle SRann, 
ein recbter n)eibli(ber J^elb, fo irren foUte/' Siain^ 
»Ol ef)ib(ete S)* 3K. nad) ber Sanoe bie J^ifiorie 
^cu S^P^i«/' wie er wäre »on ben ©einen t)er|iogen 
unb vertrieben gen)efen/ unb barna^/ ba bic circpe 
üotb nnb ®efa^? fatt, »ieber ^eim ^efobcrt unb be:: 
nifen loorbea S)ie «^tftcrien im Slien Sieflamcnt 
fbib fefip ffirtrepd) unb fcbon, un6 aber, n>cnn wir 
fb lefen, gar tobt unb M genndfcba^tA 0*'' 

3)a fragte». aSrit 3)ieteri(f)/ wad für ein Srauc^ 
tmtft wdre, bie ^sun^^fiaufAaft ;;u beweinen? no:: 
nmb bie Soibter ^epbtä ibre S^ngfraufcbaft jmeen 
Sonben beweinet bätte? 2)a fpracb S). SDIartin: 
/iS>arttmb, bafi fie ftcibcn foUte o^ne jtinber, irelcbd 
t«r gr6§te S^^n^mcr war, wie man ftebet an ber lie^ 
ben ^anna, ©amuelid SRutter g) ; benu unfrucbtbar 
{ein, tft ein ))erbrie^(i(b, feinbfellg !Din^ i^erftänbi^ien 
Sbeicuten, aber bie Äinber fmb ba§ licblicbftc ^fanb 
nnb )8anb ber @^e, ed i)l bie befte äBoUc 'oon ben 
6(bttfen." 

M7. (29.) IDft ^ibfB !lfffiitocr! »om ^Cürl^dliofUii unb 

- anberm. 

(A. »5.— St. 144. (läO*.)— S. 135. (138.) 

,,S)ie «l^eiben ^abenS "oon ben ^iüben (tcncmmen 
nnb ibnen nacbgeobmet mit bem' liaerbcili^Ocn h), 
ba$ {te ibre £)rte unb 3Binfel ijaticn, ba man bie 
9ö^en umb 9latb f^^igte, ba biefelben Antwort gaben ; 
bie waren aud) bunfel unb ^nfler. Dad 9(Ucrbeiiigtte 
aber * ) war ein bunfel Drt im Icmpcl , bamit ans 
ge^flet ifl iai 9tei(b bed (Staubend, wel^d man mit 
feinet SSentunft, fonbem aOein mit betfi Q^lauben 



n MMm Wf Clif« Xt(Uimeiit«. g) 1. Comuct 1. 
1) ^mnf^ fm^^ 9 m^ht" \afii St. M. S. 



— 380 — 

faffen tinb begteifen fann. Stif bie ') Seife f^ahin 
bie «Reiben ben ^üitn andj nacbgcof^met ttnb 0efoU 
det^ baß fie i^re jttnber fcblad^ttten unb opferten i); 
benn ti ift ein trefticbfr (Sottedbienft geioeft für (et 
äSerminft, bie jtinbcr fc^iacbten unb opfern ; att woO« 
ten fie fagen: ^dttcn xoix xcai Siebert ^ wir »oQ» 
tend au(^ baran wagen unb ®ott ju SDienfl tinb |U 
(Befaßen tf)un." 

508. (21.) <Da< enlbcne ito». 
(A. 95.— St. 144. (150.)— S. !»♦. (IW.) 

,,S)a bad SSoIf in ber SBufien, mH Tto\tß aufm 
Serge wax, mit Siaron, bem ,^of)enpriefter , aufrld^ 
tete ein gulben Jtalb, @rob. 32, bamit ^aben Re 
nid^t wollen einen anbcrn ®ott e^ren ober viel 9iu 
ter fjaben, fonbern ^abcn allein &ott unb feinen 
üDienfl wollen Anbern über ta^, fo ibnen 9Rofe8 ffir» 
gefd)rieben unb befohlen k). Unb gwar nic^t Kit, 
fonbern nur bie färnebmften unb ein S^eil be8 aSt>(tt 
willigten barein. aßoUten bami't angetgen, baß &M 
wollte gcetjret unb ') *}erfol)net werben mit Xdlbet* 
opfern. 

@old) jDpfcr {inb i^or bem ®efe$ gewejt, fo )>oii 
ben SSdtern fommcn unb genommen ^nb. Unb iji 
ber ®ottedbienfl mit bem jubifd^en ^albe ^on ben 
Sleg^ptern genommen unb bcrfomtnen, bie e^reten 
einen Dcbfen unb ®6$en^ 9lpin^ beggtcic^en tf)at ba# 
aSolf Sftael, wie ©. ®tepf)an anjeigtt «ct. 7. (». 
41 ff.) «ber biefer ®ottee(bienfl ber «eg^ptcc iji 
berfommen ))on S<>f<^pl)/ berfelbe opferte Sltnbec unb 
Äolber/' 

509. (22.) <Bom Opfern Ut SRenfc^a. 
(A. 95.— Sl. 144. (150.) — S. 135. (137*.) 

@d warb bei 3). 9R. y>m £)pferu gerebrt, ba^ 
man nod) ^eut ju Siage SRenfcben opferte, wefAeS 
Aaifer jtarl ber Ränfte bei unfern 3<Uen abget(^an 



i) itMetmotb vBteni Reiben, k) 'Wtm g h rf b taf ni te 
I) W. Wefe. 2) „fttrtr^ti wV \«j^ %c t. %. ' 



— 381 — 

imb an \S)it @tatt graue St^ditU&ftn angerichtet 
^t 1). @o fagte man awb , ba^ an eineS grojen 
MniflB ^) ^ofe ein fo(« $fa{fenHeib nod) foflte fur^ 
^anben fein, aud SL^OvicIdfebern \>on allerlei t^arben 

Snoirft, mit f leinen engen Sermeln, mit &olt nnb 
rbelgefleinen geflicft nnb gefc^mädt, bad ein ^faff 
1)Qt muffen anjieben, menn er b^t wollen aRenfcben 
Itla^tcn unb opfern. äBenn nu ber $faf fold) Jtleib 
angcbabt , fo ^at er gemartet auf ein Offenbarung, 
boinac^ bat er gelefen unb genommen aud bem «igau« 
fen ein Jtinb ober ein gnbern 3Renfd)en , ben er ge^ 
((blac^tet unb geopfert mit großer S^rerMetung unb 
Inba^t bed SBolfd/ ba8 umb^er gefianben unb babei 
gnoefen. 

2)a forac^ 3). SK. ; ,,(ld tfl fein SBunber, ba^ 
R0(^ i$t folc^e ®ottdbien{^e ftnb unb gef(beben m)^ 
i»ea andi im äSolf @otM, ba bie beiligen ^ropbc^ 
trn S^faiad unb S^^^^^^niad noc^ lebten, fotc^e Sbgöt:: 
terei mit aller fSlaM getrieben tt^arb, n>iber n>eld)e 
bie $rop^eten gefiritten unb geprebigct fjaben ; finb 
barüber au4 aetobtet roorben; benn Abgötterei bat 
ailieit ein gro$ 9lnfel}en/' 

M. (23.) 9l^g6ttetei, fo mit bet SRan^erei nnb 9lonietei 

getrieben i% 

(A. 95. - St. 379. (391 •.) — S. 347. (355.) 

„(&i muffen ©eften fein n)/' fpracb 3). ÜW., 

bie Abgötterei treiben, fo lang bie äBelt fiebt, unb 

mit bSbefter Anbacbt ^) ben ^^^t^umen einen gro^ 

im @dbein unb Anfeben geben. @e^et nur, mie 

ein SSetiien unb beulen bei bem @infegen war, menn 

Neäeltern i^re Äinber in bie illofier gaben, bap ^) 

man fie einfegnete, fonberli^ bieaRdgblin, n>enn bie$ 

felben bad Regnum mundi fungen. AI), welc^ ein 

Seinen n>ar ba, ba bie Aeltern i^re jlinber bem 

9toio4 opferten unb t)erbrannten ! @d ifi jened t)or 

Seiten ein gr&uli(b Cpfer gemefen, fonberli(^ mo ber 



1) SL SUtttU SEDetf. m) (Sa^enbien^e, batoiber bie ^pto« 
^CH getttttfB. a) h JtffriMtf. 10. 



— 382 — 

Keltem anaebotne natfirltc^e Siebe «üb ÜHÄgttfta des 
gen ben Ambetn grog geioefcn ift^ benn fie fUb ja 
nic^t Älöje imb ©töcfe gcwefen/' 

511. (24.) %h^mttti, fo falfc^e it^xtx mlt^ku, to^M 

fix nnb für. 

(A. 95». — St. 333V (345.) — S. 306». (WS.) 

S>. ^. 2utl)cr n^arb eCn gtbp 93u(6 braAt ^ ), 
n)c(c^cd ein lyranjod, SBil^elmud ^oßeHue o) ap 
nonnt, t)on (ginfaWt in berSBelt gef(ftrieben 9«h«^)> 
in welchem er prt) heftig bemii^ete •)^ bte Vttffel 
bed ($louben§ aud ber ÜBctnunft unb Stattt au bc< 
n^eifen, auf btff er bie Surfen unb ^uben faiqk bts 
U\)xtn, unb aUc äRcnfc^en (fie batten fo manAeriei 
(Sotte^bienft, atö fie immer raoKten) ju efhenk Olau» 
ben. bringen. 

Da fpra* 5D. SW. : „Gfö ifl ju Wel ouf f Hitii 
JBiffeii gefaffet, »iemobl Snbere »or unfern 3^'^ 
audb 93ud[)cr gefArieben haben t)on ber natürlichen 
St)eologci, mit wtl&ftn jlc wollten ben d)ri{Ht<ben 
(Stauben an9 ber natur(t(^en SSemunft ben^riftti. 
S)iefem aber ift ed ganc^Gn nac^ bem ©pric^n^ort: 
iYtanjofvn mangeltet am'^cbirn. @d werben noA 
@(^w*rmer fomitten , bie werben flc^ unter^e^eit, aU 
lerlei älbgötterei mit einem @d}ein unb 2)edel ouf 
ben (Siaubcn )u ricbten unb bamit ju befd^dnen/' 

!Dn fagte ^}^i(tppu^ 9». «): Cr fj&ttt t)on 
einem jtaufmann gebort^ ber gefe^en ^dtte in ^nW, 
ba$ man ble ©cblangen anbetet, unb ba| bie Keutt 
bafelbtl eine gro^e ©cblan^ie unb !Dra(^en mit ^ftl^c* 
flem (äotteäbienfl gee^ret batten. 

ftl?. Cii,) Sßon Tdtrafsng ber^enfgett« bfe om4 tbg^Hihrrf i|l. 
(A. 95*. — St. 359*. (370*.) — S. 329. (336.) * 

d^^ warb gefraget , wober botb •) ble ^apiften 

0) iDiefet ^at fE^ gefr^et smn Oinigntglnian allec 9tu 
ligipn^oectoanbten. 

1) De oiMft terrartiiil concorclia liliri IV. tUffi 
1^4i gel. (F.) 2) S. ^. t^ S^. u. %, ' " 




— 383 — 

I tobten «gciligcn Snniftn ucfpnmgtic^ genommen 
iten? SDa fpvacb S). aR.: aSieUcidjt ^aben fie 
)>on ben «Reiten genommen , bie ®ott in unii&^:: 
le )>iel Silbec uub ®6$en get^eilet ^aben, unb 
irm igltd^en fein 9(mpt unb SBerf {ugecignet tinb 
yeben. 9Sie jte erbid^tetcn unb färgQbeU/ paüai p) 
Ute ^) eine folcbe (Sottin/ burd^ nelAe bie (S^efell^ 
laft/ ^icbe uub gteuubfc^oft unter ben SRenfc^en 
balten würbe. 3>erglet(4en xf)atcn fie mit anbcrn 
0^n au4# bafi ein iglicber fein befd^eiben uub 
leii SBerf batte *}. 

SDcncn ^aben bie ^apiflen unc^rißlicb na(bgeo^' 
et unb bamit ;)emeinft ') (Sotted 9illmadit, unb 
i SoU^^K bat au^er ®otte8 Sßort nacb feinem 
npfe eine fonberlicbe SReinung gebabt auf§ Mcu 
l^erfte. (älcicbroie einmal ein SKefpfaff gemeft ifl, 
rfelbe bei er liberm 9(Itar Diel «g^ofiien foUte ccnfe^ 
[ren^ mcinetr er, cd voaxt nicbt congrue nacb ber 
rammatica gerebt: Da£$ \\t mein !iieib, fonbern fprad): 
ief {tnb meine Ideibe q). Stu^mete jid} baniacb [eis 
T jtunjt unb fagtc: SBäre i^ nid^t fo cm guter 
rammaticud gen?c[cn, fo \)ättt icb eine Jtc^cvci an^ 
TUbtet unb nur eine J^cfHen confecriret/' 

,,©ol(ber OrfeUen/' fpracb 5). 2Rart., ,,wirb 
e SBelt Diel t)erfur bringen^ ba^ bie CSrammatici, 
ialectici, Stetbored unb ^^^^ilofop^i n)erben bie bei- 
|e ©djrift verfälfcben unb oud berfclbcu unb ihrer 
unf} ein ®emcnge macben r) ; ba man bocb ein ^ig- 
bd foUt la]|cn an feinem iOrt bleiben, roie unb baju 
Don (ÖPtt gcorbcuct ift, nid)t in einonbcr brauen. 
ie S^beologia feil Jtatfcrin fein, bie $l)ilofop^ia unb 
ibere gute Äfinftc follcn bcrfelben Dienerin jcm, nicbt 
r regieren unb mciftern, wie ©crDctu^, (Sampanuö 
ib onberc ©cbrvärmcr t^un. @ott erbalt feine liebe 
icdbc, bie Don ibm n)ie ein jtinb im äRutterleibe 
fragen wirb^ unb bebäte fte für folc^er ®(^l ? unb 
lilofop^ifc^en 3:beologei!^' 



Ä) Fall SS Dea concordiae et pscis. q) ®0^lQCf^AUx 
Inp. r) ^rcpffiei 5). Ä 2. VütL «rliflen. 

jj m: fH. 2) Ä ^at $) S. vftnnntn^ 



ftlS. (26.) (Bfa au^tu von 9«nifMii(| %ec tHtfotBenen ^fOiqpk. 
(A. 95*. — St. SM*. («71.) — S. «89. (8W.) 

^,Dcr <!|^ciligeu 9(nrufund tft ein ^rduIiAe Slinbs 
I)eit iinb Jte^ccci itrot\tn, A'^ic^n'ol)! n>oUcnd lic $as 
pißeu nic^t eifennen^ Diel iDeni^er befenncu unb än- 
dern. S)ed $api)d ßrc^ter (äentc^ ifi ))on t^en lobten 
j^emefeu unb fein bejtec ©cunbs). S)enn bec &tU 
Ugen Slncufun^i unb bet lobten @ee(^eräti;e t)at SUcd 
(Be(b unb äict^t^um a^ttagen; bie lobten ifaben 
t)iel mel)r getragen benn bie Sebenbi^en. 91bec cd 
aebet in bec SSßeU alfo )u , @upetftition, Stecjilaub, 
fal(4e £e^re unb Q^otte^bienft noiixtt unb gibet inef)t 
benn *) bie tec^tc^ WQ^te^ reine Melijion. 3>lefc ') 
i|t bie SÜtagb/ iene abee grau S)omiua. Siebt l)nm 
bett S3aal^pfafen erndbrcte bie ^efabri ron i^cem 
%i\(b, aber ben einigen ^4'^ropbetcn ^liam tonnte bad 
9teiGb ^\xatl ni(bt ernät)ren^ fonbrrn bie ä2ittn>e (u 
©arepta unter ben ,§eiben *) [peifete il)n." 

514. (27.) <8on freoibbcn 0£tt;ni. 
(A.96. — Sl. 141. (147.) — S. 182. (1S5.) 

i£)octor aRartinud 2utl)er n:»arb aufraget : 38ie 
man brn^eifen fönnte^ baf^ frembbe ®6ttcr l}abcu 
^ie9c ^) fo iMci, ale einen @ottc^bien)l anricbieu unb 
einfetten miber (Moüed äöort? i) Darauf anttvorietc 
er mib fprad): „Deus et cultus sunt relativa, ®ott 
unb (äottedbienfi geboren jufammen, eind fann obn 
baS anber ni(t)t [ein/ Denn &oit mup je eined fOUns 
f^en ober üioiU &ott fein, unb ift allgeit in prae- 
dicamento relationis, referirt unb jeubet fid) auf ein 
anbern. ®ctt mü etliche baben, bie i^n anrufen unb 
ef)ren; benn einen (äott ()abcn unb ibn*) ebren, Qt» 
ffoxcn {ufammeu^ sunt relativa, n?te 3Rann unb iffietb 
im S^eftanb^ feined fann of)n bad anber fein. 2)0« 
rumb xotx einen 6^ottedbienft einfe^t unb anriefet 



s) «ntic^riftifc^e ^inblrrei. t) Sieffinttige 9rABHrr. 

1) St. a. S. flUen OclD. 2) St. n. S. abtr. S) St. a. 
S. SlteUgion. 4) p^vatet bea ^eibca" fe^tt St. a. S. &) St. 
a. S. ^ripe. 6) „i^" fe^tt W. 



385 



mh {^m fclbet/ aul leigcner Xnbad^t^ o^ne ®otte8 
Sefe^I/ ber i{t ein (S^iebrec^er unb abgöttifc^, tpie 
eine ttl^efcaU/ toenn fie mit einem anbcrn infj&U unb 
Im^Iet mit i^m^ unb »ieberumb ^); unb fudjet einen 
anbrm ®ott benn ben teerten/ xoafixtn ®ott, ob er 
Sl<i4 meinet^ er t^ue ®ott einen red^tfc^affenen S>ien{i/' ' 

U&. (28.) SEDa« Kbs6ttmi fd« 
(A. 96. — St. 141«. (148.) -^ S. 188. (185*.) 

„^i ^ei^et ') eigentli(^ abgjittcrei anric^ten^ 
o^ne OotteS (Btffti^, au< eigener %niadft einen ®ots . 
ttfbienfl f&me^men u) . SDenn er xoiü Don un8 um 
gemeißert fein, »ie man i^m bienen foQ; er miQ e8 
ni8 lehren unb fflrgeben; fein äBort foQ 6a fein^ baS 
foO und leuchten unb leiten« jD^n fein SBort i|l Mti 
U^Atterei unb eitel Süaen^ e8 giei^e^ wie anbAc^tig 
uno f(^fln es immer n)oue/' 



VI. 

X\\^thtu 2)« SRorttn Sntl|erd tion tiet (jetltgen 

!Stetfa(ttgIett. 

ne. (1.) 8er0lei4nng bn l^eitigen ^DteifalHgfeit. 
(A. 96. — St. 87. (40.) — S. 86*. (87.) 

„t>tt aSater ifl in göttlichen Spinaen unb Saiftn 
bie Orammatica^ benn er gibt bie Sßort unb ifi bie^ 
BronnqueQe, baraud gute^ feine, reine äBort, fo 
man teben foQ, fliefiena). S)er @o^n ift bie 3)ia$ 
Itttlca, benn er gibt bie SDifpofitfon, tvic man ein 
2)ina fein orbentli^ nad) einanber fc^en foU, bap ti 
anvll f(^Iie§e unb auf einanber folge. !X)er «geiliae 
Oetß aber if) bie 9l(|etorica, ber Stebener, fo ed fein 
f&rtrAgt, biftfet unb treibet, mac^t (cbenbig unb fräftig, 
oaf e6 na(^bru(ft unb bie «gerjcn einnimmet/' 



v) 9fal 97. sc. ' a) QetBlei^ang O- mit ^e« Vlibu 
jt; ^«* tüUbirmB" fefü Si. ». S. 9) S. + a*tt. 



386 



617. (2.) Trinitu omnibaf creätnrif iaditi. 
(A^ 98\ — St. 87. (40.) — S. 8t** (87.) 

„In sole substantia , splendor et calor b). li 
flaminibus substantia, fluxus et potentiiu Sie bi 
artibus quoque: in Astronomia motua, lanea et m» 
fluentia; in Musica tres ^) notae Re, Mi, Fa; ia 
Geönietria tres divisiones, linia, aaperficies et cor^ 
pus; in Grammatica tres ') partes oratioiiiai in di- 
ctione apud Ebraeos tres literae SHbattntialea; ia 
Arithmetica tres numeri; in Rhetorica diaposiliot 
elocutio et actio seu gestus, nam inveotio ei Me- 
moria non sunt artis, sed naturae; in Dialectice de- 
finitio , divisio et argumentatio. Sic quaelibet rei 
habet pondus, numerum et figuram. dic herbae et . 
flores habent 1. formam, qua significator Deoi PMer 
eiusque potentia; 2. odorem sea aaporen, qiae 
not.a est Filif eiusque sapientiae etc. ; 3. viaft et vi- .' 
res seu effectus, qui sunt vestigia Spiritas aanell 
eiusque bonitatis. Ita licet in omnibus creataris ia^ - 
venire et cernere Trinitatem divinam impressam esse. 
Haec optima Signa neglexerunt scholastici et ezoe- 
gitarunt alia quaedam inepta ').^^ 

vSn anen »Sreaturen ifi ttnb fielet. aian Ifii* 
uiflunfl bei ^etH^en 3)rcifaltigteit c). OrfUic^ bot 
aBefen bebeutet bie%amad)t ®otte8 be8 äiatctS; lu» 
Knbern bie (Seßalt unb ^orm jeiflet aa bie SBcillfeit 
beS So^nS, unb jum SDritten ber 9ht| itab Stxafl ffl 
ein Seiten bed j^m^en ®ei{18; ba§ olfo Oott oe* 

JeniD&rtig ift in aQen Sceaturen/ au<^ in flcdiigpiM 
llAttUn unb aRoJ^nUmlin.'' 

818. (8.) Xn «Ttifel m bet I^effiaea »ttifUli«Wt dciM|l 

oIU lOmmafl. 

(A. 98*. — St 88. (89.) — S. 88*. (881) 

XuT ben atbenb^ ba S)octor SRailimil fti^ct 



b) Trinitatis imago in creatoris eipresML c) 
hn ^ S)rf ifattiafeU in aOea (Ereatatca. 

1) 8l V. S. t priadpiXet. 1) S\. m. 8« t 



387 



' I 



ftt^t ton ber ^eUiflen 3)ceifaltigfett fleptebige t ffattt 6), 

retet er t>ie( t)on'btcfem t)Di)en/ trfffücben %xHM un« 

M cfirifUicben ®(au6en8^ ber aller SRenfc^en SSer^ 

mnft unb SJcrflanb übertrifft n&mlic^ ,,ba§ einS bret 

imb brei eind fei; weidet» fein Stecfeenmei^cr^ ^bi^" 

bfop^uS^ Surifl/ Sube, Surf f äffen nod^ begreifen 

AuiiT. @D t^ut cmcb bod ©leic^nip t)Dm leibUcben 

Sater unb @c^n wenig nur ©acbe, benn ti ifl ein 

ff^r fcbwac^ Silbe ober ®Ui(^nip^ in noelc^em nur 

He M Unterfcbeib ber zweier $erfonen angejeiget wirb ; 

nimficb bafi biefe {Wo ^erfonen ein unjertrennet SBe^ , 

m ftnt, bad fann feine Sreatur begreifen nocb an« 

SafiliuS }n)are), ))on ben alten Se^rern einer, 
c|t unb geiget an ba9 befie (Sileicbnif ober 93ilbe 
MTOon» ndmlicb * baf alle 9Renf(^en werben vernünftige 
Eireaturen genennet t)on wegen ber äSernunft, fo allen 
Rcnfd)en gemeine unb naturlit^ ifl; benn wat SSer« 
mnft J^at, ba8 Iff ein SRenfcb f). 916er glei(^wobl 
Inb bic a)tenf4en unterfcbelben, ob {!e fd^on ingemein 
inen Kamen baben, ba$ fie t)ernünftige SRenftb^n 
feigen, bo(b iil infonberbeit einer bem anbern fe^r 
Higlei^, weit einer ben anbern mit SBerfianbe unb 
Bcrnunft, aücb mit anbern ®aben unb Sugenben 
Hä übertrifft/' 

S19. (4.) SeBgniffe t>oa Ut l^efligen IDrcifaltigfeÜ. 
(A. 96V — St. Z9\ (43.) — S. «9. (W.) 

//3m C^))angcIio S^banned am britten (fß. 16*) 
rtrb fein unb eigentlicf) ber Unterfcbeib ber$erfonen 
ngetetget in bem t)o^efien unb gröpeften SBerfg), 
«t ®ott mit und armen 2)lenfd)en b^^belt, ba^ er 
mt geredet unb fdig macbt. S)enn ba ße^et flar 
Dil Sater ^ ba§ er bie 9Belt geliebet unb i^r feinen 
ingebomen @obn gef(benft ^abe. S)ad ftnb )Wo un# 



d) «rtifel ber ^. IDreifAUigfeU. e) tBafiKue. f) Ttew 
tn 8>^BB VMb UngleiAf {t. g) Unterft^efbUd^ jtcnntmat tet 

25^ 



388 



terf(^etbli(be ^etfonrn^ fßattx unb Sofiit; bet SBote 
Hebet bte SBelt unb fAenft i^t ben @o^n« S)er 60^ 
I&ffet f{(^ ber 9Belt fc^enfen unb, toie S^rifiul (te 
fagt (93. 14.)/ I^iffet er fic^ tDte bte @(b(an(|e in hn 
aOSüßen am JCreu) ttf)&titn, auf baf SUIe, Me an 
i^n glauben, nid^t t)erloren wctben, fonbem bot 
en)ige Seben baben. 3u folcbem SSetf (Ammet bat» 
nad) bie brttte $erfon, bet Jßeiltge ®etfl, loeld^er but4 
boe SDiaffer ber feiigen Saufe ben (Blauben im ^et|«i 
anjfinbet unb un8 a(fo noiebergebieret tum SeU^ 
(Botte8/' 

&20. (5.) IDiefet Ittifel ifl angeit ^efKg aitgefe^^. 
(A. 97. — St. 86. (89.) - S. 8&*. (86*.) 

,,!Diefer Slrttfel, wienobi er im Steuen Zeftammt 
am f(&refien ige^anbelt, ifl er bo(^ immerbat ^) avjpi 
^eftigße angefochten werben h) , ba§, mie bie ^i^ 
rten sengen, ber beUtge S^angelifi gobannel gu Sc» 
frfiftigung biefed 9(itife(8 fein Soangeuum ffot f^vd* 
ben mufjfen. S)enn ba fanb ficb aMbalb btc|i|te|^ 
SerintbuS, ber bat aud SRofe gelemet, el xo&xt tm 
ein ®ott, fcbluffe berl^albcn, SbtlfhiS »nnte liHbt 
®ott fein, Xüit ®ott aucb ntcbt tann ') SRenfcft fein. 
$(aubert alfo aui ber SSemunft unb gebaute, »ie 
erS bei ficb f äffen unb f daließen fönnte^ alfo mufte 
ti aucb iuge^en. 

9Bir aber feilen unb muffen bei (Bottei Soct 
bleiben, wad ))cn fcldten @a^en bie bdlige 64äft 
färfaget, ndmlicb ba§ S^rifiuS tt)a^rl^a^aet (Btott fet 
mit ®ott bem SSater, unb baf ber ^jeilige OMfl 
n)abr^aft{ger ®ott fei, unb bennocb nicbt btci 06ttei^ 
nocb brei Sßefen finb, mie brti aRdnner, btci Cng^ 
brei @onnen, brei ^enfter. Stein, alfo iß Oott in' 
feinem SBefen nicbt unterfc^eiben, fonbem eS ift'xatt 
ein einig gtittlicb 9Befen. 

!Darumb, obe gleicb brei$erfonen flnb/ OottSotec 
(BDtt@o^n, (Bott<@eiliger(Beifi,foIannmml bod^ b« 



h) 4Bfberflk»te4ttng i« VU^tm Vxt 
1) 8t. u. S. i&mmittidi. 1) Nl* 



-> 389 — 

m 

Scfm nadft ti<4t tfieilen nocd unterfcbeiben i). SDetin 
ci ifl mic ein einiger ®ott in einem einioen , ritiitxs 
Wtttn, gSttlid^en 9Befen^ »ie @anct $au(ud t>on 
Cl^rifio Aoloff. 1. (93. 14—17.) flar faget, ,M9 er 
fft iai dbenttlb bed unfid)tbaren ®otted , bec ^xp 

S'etnt wx allen Sreatutcn* 3)enn butcb itjXi ift 
rt ecf(bafen^ ba8 im ^immel unb auf ®tben ift^ 
taSi^tbare k. M* Unb eS ifi aüed burd) il)n unb 
tn i^m aef(^a{fcn / unb er ift ))or SlUen ^ unb t9 bt^ 
{teilet aueS in il^m. 

9Ba8 nu bie britte $erfon fei k), baS lehret ber 
fyn 3o^. am 15. (93.26.)/ ba er a((o faget: 9Benn 
abn ber Srö{)cr f ommen wirb , welchen id) eud) fen:? 
toi »erb )>om SSaier^ ber ®ei{i ber SBa^r^eit, ber 
twi aSater ani^ttfet, ber wirb jeugen Don mir. «gie 
nbet e^rifhid nic^t aUein ))om Slmpt unb 9Ser{ beS 
^iaen (BeifieS^ fonbern auc^ ))on feinem SBefen, 
sab taaet, er ge^e \>t>m Sater au8. !Da8 ifl je fo 
)Nc[ gefaget, ba§ fein SluSgang ifl o^n ') Snfang 
imt ewig. S)arumb geben i^m bie ^eiligen $rcp^e$ 
tCR ben Samen unt^ ^ei^en i^n ben ®€ift be9 «ßerm. 
Soel 2. (». 28. 29.) 

£)b nu fol^er 9(rttfel n&rrtjc^ fc^einet, toai liegt 

bitan? S>enn ed gilt f}ie ntcbt 3)ifputlrend, ob e8 

»a^r fei^ fonbern ob fol^d in ®ottcd SEBort gegritn^ 

bei fei i). SftS ®otted SSSort, wie ed benn gewil ifl, 

fo {weifele gar ni^tS ') baran^ er Wieb bir nid^t lügen. 

2)arumb bleibe babei unb bifputire nic^t "oM, wie 

Sater, ®ot)n unb «^eiliger ®eift fönnen etn ®ott 

frin. jtannf) bod), bu armer SRenfcb/ wenn bu gleich 

aUer äBeitweifen Jtunfl )u «gülfe nimmefi, nid)t wif^ 

fen, wie ed }ugebet, baß bu (ad)e{} unb mit beinen 

lugen über je^en ÜReilen 9Beged ein bc^en SScrg 

jlebefl. ßber wenn bu fc^Idfefi, wie e« jugebe *), 

baß bu bem Seibe nac^ tobt bift unb boc$ lebcft! 



digenf^aft ®. SBef»«- k) «. Oeift 1) «etoei« 

1) ,,^< Biif^ihare H." feftt St. n. S. t) Sl. «. S.'t 
^M» S) ßt. m. 8. Mi(ft 4) St. n. 8. me^. 



- 3M -*: :- 

Bit fonntn bat geitngftt SXm^iioii mt fdM-vlft 
»Iffra mt> iDoUtn feo(^ (tn« 3>u^ S«iia> (M 
mit unfer Sttnunft {[ettcrn unb ttfltt tt fcHiK 9ft 
jeßaMIgfntlii^faffcn unb aulJpcctiKnti^wu er fA 

»1.(8.} Kit bft etUitxtt» «chfB •« AtMricin Ml 

(A. 97». — Si. 37. (*0.) — ■$. W. (37.) 1, 

■ „3)ir V^flDfflp^t unb aelt^rtn ^elbtn ^ati 
fllott alfo bef(f)tttbrn, ijx^ n fei wtc ef|i äirfti, nirllf 
$änrtlin in bcrSRtttt aUtniialbm tft, übn fein Öj 
.comrereotii, fo von auftn gnlna< nrnb^ct gtfft,] 
itkgcnb nt). 2)amlt flc tfabm noOca «njeiatn, M 
fcf aat» unb 9«(bt« ; bmn unftc ^etc (Soit ift ollil 
falben unb fann boA nicbt begriffen nodt ^t^tm 
wnbm. S^ fttU Um nfi^t aDetn ia ^rnifatcint 
Semptt unb In bnn Silbe unb (n bet (i^rftaU, M 
n fid) mii f&rbtlbtt unb fürfiflt. Ci tfi aUentf»« 
btn, ndm(14 in feti S^uft, ftrippnv Gocrdment, aM 
nligmb i^ tt in frinet SRajrflot, nfcti in ineinM 
SpecuKcen, ntc tc^ {^n nad) t ' "• - 
Ginn abmale. Xb^ gfittfiec H 
bljt bu, tei bu bie EBleifen I 
Gtbanbtn «ta4ßn)<. SiMnv^S - . 

Snng/ ba0 nii ctroaB bavon, mit bal 9. S. S. Md 
(^<R unb Klangni, wenn mir lld^lg beten unb 6H 
snib ^AIf( aninfen. Unb nenn kle IBoUfofcn M 
riscntr X^urft unb Srescl natb i^ Bcnmnft dwd 
D(n unb niber (Sott bercbUefen unb fAme^cn iMI 
Iin, fo febttM tBott fhacf« unb, ba^et benCnN 

Sang gcwlnntt. Unb »enn nt nUbt t^tc. fo Mi 
Ite tt bie Qifa unb ^tirittbtett fttaer 9Nqtibt£«^ 

ttH. (1.) 2)>« u* Jttt« (^ « tM M H il fcu irt Jbiitäf 

(A.K<.-8t.3«'.C3ftM-8;3f.(»r.). j*: 

«13 Snno 1532. ein gtAuIfi^ Ht SiM^ im 
ble I^illst 3)ttifalt((tlelt Im S)ni(( »lflC{anga| «M 
\pta^ £Doct9i £ut^et: „SDit ««nW* ^.f^fPfPi 



- 391 - 



14t^ baf anbete Beute aucd t>on biefem «ctifulo Zm* 
attenefl ^) ^aben gehabt o) ; aber ee b^It bo(b ja 
HR 6ti(^ ntcbt/ opponere meam cogitationem verbo 
M el Spiritai sancto <)/' 9Id nu M. SSeit ^iete# 
ci^ }um j^tttn 3)octoc fagete: Sd foQte einer fehlet 
Mtten, baf et in bet beiligen @(bnft nfd)t geirbtt 
ibbe^ bennbaf er barinnen gelebrt w&xc, barauf) 
fi^Kb 3>octor Sutbir: /^O ncin^ eS mäfite fon^ 
tun aud) bitten, bap fein ®o(b in ber 9Be(t w&re; 
Hm^), ba^ feine @onne wdre, benn bie @önne iji 
litt Utfa(be aQer @finben unb Safier in ber anbem 
ttfel ^) ber jeben ®ebot, unb wenn ewig *) ni(bt 
«Are, fo wfirbe weniger ^) Sobtfcblag unt^ SRorben 
kn «ßurerei unb (SbebruA, au(^ weniger S>ieb< 
MJ •! fein. 



0) Snfed^tavd Mcfee IrHfeU l^alBen. 

1) W. «Rfe^hmeen. t) W. bap {« bem SBmri Ootte« 
■* teiL €le(9 meive (Sebanfen eat0fgenfe(^e. 8) «.boranf' 
Ip St s. S. 4) Mf Uin Oolb — item'' UW Si. n. S. 
n 81. a. S. in ben gtoo 2:a|fe(n. 6) St. a. S. Sog aab 
Mt. 7) „torafger'' ft^U St. «. S. 8) St. a. S. t ai^t 



; * 



/ . , ~ 



",* 



• ■ • 



9r. Wtattin finUtfi - 

t) e t m t f $ t 



tetttf(^e ^(^nftcn« 



9la<^ ben 



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Dr. Sodann ifonrab 9[cmif4>er^ 

f. |»dt»M 9famt oi Wt KnfhAMt^c ■* |Mili 
tt«<»rrfltAtl49ttUolt«lrn !■ Wm«». 



3w(Uec 9aiib«, 



Sfconffnrt a. Vf. mit CMtttfai, 



I ' 



•r. Wtattin Siit$et*d 



{iiintni^ e Serie. 



^(^t unt) fdnji^tgfler 93anb. 



Sterte ^Ibt^et (ni^g. 



Setmifi^te beutft^e @(^tift(n. 



@e(^8tet Sanb. 



^ranffttrt a, !Dl. unb Stlan^rti/ 



)um n. fßanU 



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^fHger «Ott fei . 

|eit nfamt »erbe 
«■ iK^ftam gksr 
ta i9 b<e niHc 
llelldüi • . . 
89s ^ct Rfsfc^ 

^ CMH . . 
S)te |i9o fi^ftiitfii 
in Cl^ib Um f fte 
Raifdft be^reifra . 
•cbaifes S). R. 
M|cct üo« ber 
flcbiirt (51^V . 
80m %efi Ut fSiu 

fb€t •UublofeH 
nibanf .... 
iBramB (Bfiifbiit 
Mleitii fd? • . 
Bm Wt Rcifdlr 



Cfiie 



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9 

10 

11 



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M4. 



585. 



587< 



588. 



M9. 



8«t^ aadft bet 
Ccl^Tift .... 
flibcrt (SIebMifni 
S). SR. Sst^erd ook 
bft9Renf4ioctbing 
bH Co^nl (iotte« 
Don ber itinboelt 
Mb 3ieenb3efK; 
üem vom (Menitr 

nif 3efB (S^tifd, 
nnfet« ^filanbB . 
df^ti^m fann fein 
Vltn\äf aiKlemeii 
S)et fRavM 3efK« 
^ilfi aUciH. 
S>af bf¥^ert(S^ 
fhi6 «nfft ^obetr 
)^e^ fcC aae brm 
& ito)). C. $aili 
n ben 8ltaieni . 
b^fri« bleibt 
too^l ^tieftet Mb 
JtMg • • • • 

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fen CtcotiTn^teU 

M8. »bn 'ä^^ni 
gt^ alle Sni^K' 
int nt Jtt^ntlm 

Hl. 3>al kM «tm 

»om XnftI mb 
Jtc$fniffanitffc 



SftO. S>{t0ott|dt<Qci' 
Ü foK »uui nim 

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Ml. DI Mt «sU^ttt la 
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(S^iljtne bn äUtr^ 




^viitt SänkR 


ai 


ajcui OInjne «feti^ 




j)( 1» 3«afnl*m . 


53 


'Ben 66nfti 8rtt»B. 




ii>tlil)(f&mtiiiiintl-- 




fidi Sdbte gttian 




un» no4 l^un, Sie- 




ben unb *t(»tii . 


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ffloiiGhtlftiaaranft 


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ßl)dflns «at am 




(Im «n« flOtrtfel. 




eiicieu«' (D IUI 


&S 




«AQt oeiabtvn . 


&ß 


iDcn e^Tlßl Kafft- 




fit^nfl .... 


5T 


Epilaphiiun («Iva. 




loris notirf J«(u 




Cfaciati , ^uad 


"V 


ßmim es! liier o«0- 


il 


\im« »\ vevA- 


9 


tamölöÄr, 


■M 



— VII -^ 



670. (Kie oakfce (BxaU 

3eniralein (ei bent 
Q^xaU bc« ^tttn 
(Bfdfiti gefnnben 
b><tb .... 

ftll. (Sl^rivbtl , «ifet 
ttn^m nab $tei< 

672. Ob bie ted^t qu 
i^an ffaUn, fob<6 
^ntB e^ti^a^KR« 

bergeictKR na^fag^ 
toi K. andbreiteten, 
bcRftt etdbof^Dcc' 
botes l^atte? . . 

678. (i^dßn« ^i ben 
9lpo^eln lact feU 
oet ^ufitfM^m^ 
Ulle« ofcBbatt, 
Iva« i^m bie Seit 
feine« ISeiben« toU 
berfal^ren «oar . . 

S?4. (^rifti S)emiit^ b. 
gresnblid^feit . . 

in. (^tiMfn^fein 
Sei4 toBubetbarlid^ 

»6. (i^ri^ (Srnciflc . 

677. 9b 3efnm(S^^m 
foD maB aUein 
al&nben .... 

578. &^rißn« foQ allein 
fB eine (S^n^en 
4et) fein . . . 

679. (S^djtn« ifl ®efe|^ 
B. Stei^eit, @ünb 
nnb ®ere4t{gfeit; 
Sob anb ^rben . 

MO. «Botnmb &xi^m 
fommen fei? . . 

ö8L dfl^tiVn« fonbet-- 
Ii4« ffierf n* eigen 
flnpi . . • . 

681. aßel^en 9lenf4en 
ff^riffai« lu 9tui 
fofliaieB fei . . 

98$. iS^üfiM^ muf ewig 



Cette 



60 
60 



60 



61 

62 

62 
63 

68 

68 



64 
65 

65 

66 



584. 



585. 



586. 

587. 
588. 
589. 



590. 



591. 
592. 



593. 



594. 
595. 



596. 
597. 

598. 



■ 

1999. 



bie an il^n gl&B^ 

ben 66 

(Sl^ti^m toiH ^it* 
ntanb jnm ^erru 
^aben .... 67 
9Bet Q^tifinm to)o(l 
fennet, ber ift ein 
Steiftet bev ^eil. 
e^dft .... 67 
8nt (Sl^rijto foIU 
man ^ii ie ni^t 
fütdftten .... 67 
De« tobten (Sl^tifti 
loitbnii^tvergeffen 
(S^riftn« hieget mit 
otogen •^ertn . . 68 
e^ti^n« l^at fld( 
na4 feinet Knfet« 
flel^nng «on lobten 
feinen dnngetn oft* 
mal« offenbart 68 

mo (S^rijlu« hUibi, 
ba bleiben an((^ bie, 
fo an il^n gldnben 69 
(Sin Stnbet« . . 69 
Snr (S^tifto ffen^et 
man; )um ®atan 
aber l&nft man . 70 
(S^rißn« mnp fein 
SDott felbet ttl^aU 
ten; toir finb gn 
ffbuadft bajB . . 70 
Gin ^nbet« . . 71 
Denen, bie d^xi- 
9nm lieb i^ben n. 
befennen, fe(t bec 
Xeufnt l^art gn . 71 
De« ^eiligen ^^anli 
$etfon .... 71 
Det (S^riSen güU 
bene itnn^, (SijxU 
ftnxsi ttdii fennen 72 
(^rifhim erfennen 
nbettrifft «tte«, 
koa« anf (Seben et* 
ma« ift . . . % 1t 
(nn Snbet« . « t^ 

4^ 



— X — 



Cefte 
Sormelmio 1545 
gemacht, bog bec 
^ajßfi unb Snt^n 
ni^i fönnen mit 
dnonbn vertragen 
koerben .... 180 

«64. (S^rifttt« ifi ein 

b6fer ^and^Iter 181 
(S^rifhi« nnb brr 
6atan ^tx^Uidten 
ft4 nimmermehr; 
(Siner mug bem 
tlnbem toei^en . 181 
9nger (S^riflo i^ 
«Qe« 9o«^e{t . 182 

807. (S^tifht« aKe(« er» 
^lt (»Ott oneine 
ttiber aUer Teufel 
nnb Seit äBAtl^en 183 

868. dl^rifltt« ifi ber 

^66efle «rHfel . 184 

609. lDa6 2:^ieTlin 5^ 
nenmon i^ be6 
^errn d^rifH 
l^ilbe .... 184 

070. (Sürifin« ift ber 
gläubigen ^eil 
nnbsBei«l^e{t;fonft 
{^ e6 arm S^fng 
mit ber menfc^' 
l<«en iring^eft . 135 

071. (S(r(flu6 ifl b(e$ 
bebend balbmäbe 
tDorben; alfo au$ 
feine (S^riflen . . 187 

072. (Sl^rißnS l^at fl4 
tief gebemütl^iget 

nnb emiebriget . 187 
078. mit (Sbrifln6 fein 
Serbien^ antft^ei' 
let 188 

074. 5Der (S^riflen Srofl 180 

075. (Sffxifii $rebi0t (# 
niiflt fo gewefen, 
aU ifet gnr Seit 

bei vbangeli( . 18ft 



07«. 

677. 

678. 

679. 
680. 
681. 

682. 
688. 



684. 



686. 
687. 

vCKS« 



690. 
691. 

692. 



(H^tifhinl^toM, ffl 

ber grflf fite Ootr 

te4bieM|l • • • 
(Sl^riftn« ift alrlB 

bct iS^fUa Stet 
nnb ^offnmg . 
(ü^rltof (9 eis 9{r 
fc^of mferer 6ic» 
len . . ' . . . 
Sorin 0otte8 
Sroft fUl^e? . . 
(Sl^riti« fdftredt 
licti .... 
IJM ^erni (Sl^fi 
•eberbe . . . 
aBa0 bif ®eft von 
(Qti9o ^(t? . . 
«nfer (^rifto i^ 
fe(n3:toft, Bsbtofe 
et bie •Unbigni 
fi^itt .... 
•ott ift uiiit 
alleitt ber 3ib«gt, 
fonbcm at($ ber 
^e<bet ütftt . • 
^ag (SlMfbi4 bfc 
3ibes iiBb Reiben 
»oHefelig ma^ni 
ttl^dfrimniimma« 
nii^t aneleracn . 

So«i^dM8IH4 
Sie man CM^m 
Bebeifhifott .- • 
SibenodrHgeBnl 
S^riW ittb bH 
£enfel4 . . . 
C^rifhi« trftjet bn 
8l«4 M «kfefte« 
ttbemt UrtlkL vom 
(QriHo fett wul 
feft (attett • « • 
OetoclbBig Ht 
C^iAftt • . • 
»OB 0eile4 OhMl» 
f^rdtai obft 14» 



— XI -. 



€tik 
flNf 9hUH QhaU 
Mfafrttob» . . 14SL 

Acgct .... 148 
S>a9M ffbäfm vob 
ffiser tfrommfeft 148 

nmfl au (S^tifrie 
€4M4^elt . . 149 

e^e et <■# ^fe* 
Mgtam)^i geMfi IM 



699. S^tm fBort flnb 
Qftt>a1Ü0 . . . 

700. Sffff, 31 ^rebigen 
im 9Q»ftiffnm 

701. ektifii SAtMIbnig 
anb Vtebigi gat 
aettif .... 

708. iOfCi an dF^d' 

ffH0 .... 
708. QlottH (S^xt . . 



CMIe 
IM 
ISO 

Ul 



ist 

IM 



vni 

Slf^retoi 9901 ^eilitoi •eif. 



CHte 

W. 80« beut flu)»! bH 
«fClfgeii «leffU« . 158 

Ml SesB ber fettige 
•eifl oagefoiigni 
iKit feilt Vmpt «sei 
»Tij^tes ... 158 

^. IBa4 ber Reuige 
«Hft fei ... 188 

)tT. S)cg Reuiges (Bei' 
M tmpi ... 188 

M Somit (td(M bet 
«eittge Oeffl nab 
ipocimb l^ft et 
eil Xtjfift? . . 159 



«feit« 



709. ffiotsittb Reifet et 
einOeiflbctSa^ 
ffiii^ .... 180 

710. ffiontmb l^eifet et 

ein Senge? . . 180 

711. Sengnif an6 bet 
l^eiL Cc^tift, baf 
betreu. (Slei^an<9 
(Slott, 1. bod^ eis 
anbet ^crfon beni 
betratet B.@o]^n 

fei 181 



IX. 
ZtMre9ett 90» ^er •ftii9r« 



^ ©ette I «eite 

^ Qnlciftei^beffhl' 1 718. tttnbigni toibetMi 



«rift . . . . , 
71ft. CfiaMsei ut Umi 

bt f*l, itA »na 

ulffii^dt . . . 
TU. SUptitt^Mt, 

Vt tstbetSpttgti 

f(6t^tB . . . . : 
717. de ettftt Mb flf 

»flaftr £änbt 18, 

Sotttl ffiOIt DtTr 

a4tn . . . . : 

716. fflUnanfenCäiti 
kc 1»« ntrbt . . 

719. S)lt «T0gc bn 
Cdabtn )■ tri 
Iranti . . . . j 

np. «I[<Sla{4niüib ^ 
BlttT in Sänbe . 

7X1. aoie P4 mnr^ll^ 
«ecBuß !..,|tc»it 
bftt« IM» br 
Cinbc tnt Subi 1 

Ttt. itw^itt hlouini 
§K &taif if^t 
SM «ciieK . . 1 

.in. ^CiibttUtM ] 

tu. Btafbn«Aib» 1 
7». BcUte^nblfib' 

114 Dbn liCI. . 1 
31«. Sm Cinb* etwf I 
9t7. Üitnfftttb bcT 

•n Cäatt, . . 1 
718. 9ti(»asb foO frinn 

^__ Mriftli . . . 1 

TlB. Vjmbel, bafi Sott 
. Cinb'e «Rglbl . 1 

no. «Ott Ufl hiat 
Cdnbt Mgdbi^ 
bktri4tn^ti. 
Munt wUt, fnu 

' tarUitiilKi** 



friT<l<t um nt 

. Bai«», tai IM 
aettmfRteMh 

> Sic |i tct tm. 



CrabfliVilBl 



CmiV 

■i«4t fms . . in 

>. IQi^tBl »ngfU 

Tt4tf4faff«6M>b( in 

■: Cfate, f«bf(^ 
. VanN nm WS 

SnamdlBin . . VSt 

. ajftgtSajifl bw , ,.,. 

eünbco (fi fnt n. ' 

für »ftbcn . . IIP 

. ffijft.« bft «nft*-- ^^ 

(uRg bn Siinbtn IM 



, {DtifltbiinB bn 
Sünbc mnl uBtr 
SQta baiitaii« gc 



w 



llnttvftfib bn _ 

ScFAttibniia \t% 
nti|lll(l)ta9teg(meRte IM 
StIAtn b(t Eünbc 
DtTtitbtn wttbcn . 
3Da9)ng(iiiDSgt-' 
fudjt, unb iDic Rf 
foll stfalTfl Wtibdt 
aV4iirt,(:Äta'«älibct 



5 



— xm -- 



eettf 
718. «of nA «offatl. If7 
M. 8etberlnie bn 
mmf^Ifc^iifRatBt^ 
baf ma« uadf^tli* 

traget .... 197 

750. iut^tti «nnbe . 198 

751. Sergebnng bet 
^ftvbef^mmet an« 
(Bnaben ol^it aUe 
®etf .... 198 

751. SoB bct trbfiBbe 
fHrgnment Otint^, 
bet fie toottle «if* 
^ebfB .... 199 

75t. (5rfniiitB{§ brY^BObf 200 

754. €uBbe finb untere 
fcbefben .... 201 

755. Cunbe mnf bfr 
fonnt koerben . . 201 

756. Sttin XXUliWtx 
bleibt nnge^rafet . 202 

757. ^tn itutoL na6^ 
^BgeB .... 203 

798. (Bioie J&eiligen finb 

tBc|۟Bbergftoe^ 208 
759. QBferfcbeib bet 
CtiafeBBBbtlrfact 
bet SBnbeB^fe. 204 
TM. leoB bet «tbr^Bbe 201 
781. HUmn^ißnU . 206 
762. Ciflbe »^(((1 anb 

Bimmet aber^nb. 206 



207 

207 
207 
208 
208 



. CMte 

768. CitBbet foHeB Bfc^t 
\)et|ageB 

764. Sie €ftnbe verge^ 
beB toitb 

765. I^OB bet Qhbfänbe 
in ben ^tf^ea . 

766. ^it (Srbfinbe "otu 
betbet 9ine« . . 

767. IRntl^V9fnfgI{4fin< 
Hgen ..... 

768. Db bet »eleibfgte 
ambSetgebnagbH' 
tea fon bea, t^oa 
bemetbelemgetifl? 209 

769. Sbetmaaafa^tfef^ 
nea efgen fRa^ bat« 
amb, baß bie ^a- 
tat »etberbt ift . 

770. SBa« be« Tlt\\^d)tn 
Seele fei . . . 

771* 3»eietle( gall . 
772. <BiIbe Grotte« 

9atnibet|{gfeit 
778. SBermeffenfteit . . 

774. Db fcble*te ^are-- 
tei CAabe fei? . 

775. S[$oa efaem b^fea 
(Bekoiffea . . . 

776. Soa einem gartea 
®ea)iffen . . . 



209 

210 
210 

211 
211 

211 

212 

218 



X. 



Zifdire^eti oom freien SBiKeti« 



@eite 
77T. 92ame be4 fteiea 

milead . . . 214 
m. aBa4bet|tdeffi{1Ie , 

f4^ . . . , 9141 



€e(te 

779. S)e« fteiea Sfllea« 
Setm6geB . • . 215 

780. CNa 9nbct4 x>om 
freien aStUta . . ttA 



— XVI — 



8S4. 
885. 
836. 



887. 



®oit gilt, l^aubelit 
tom 281 

881 Hager Hm ^aw^tl 
001 €kTe4»tl§fflt 
für ^tt fön Va« 
®fff( ^o4 0fpreU 
fct loecben ... 282 

818. ®ffe( nnb C^oan' 
gelinm {i«b ^tori 
toiberndttige^ing, 
bie finaibet nic^t 
leiben (dnneB . . 282 
®efe( .... 283 
Gin 9nber« . . 283 
mt brm ®efe|^ b(c 
fdfttterfle ^nfecfk 
tung ocm Teufel. 283 
5Da0 ®efe( unb 
Öoangelium redftt 
^u unterff^eften, ifl 
fein« anenf<^en 
itunfl .... 284 

888. ®efe( nnb (Sx>an^ 
gelinm ftnb b(c 

M^tx itfftt . . 281 

889. tBCber ben iCenfel 
mn6 man Seid be^ 
ten, be« ®efet^e« 
nnb (StHmgelitUn' 
terfc^eib U)ol^( tt)if^ 

fen nnb bel^aUen . 285 

840. ^aseefeftfollflet« 
gelehrt »erben . 288 

841. fßemet^ti etHc^e 
fragen .... 289 

842. 9Ba« dn®efe|^ in 

fi(^ l^alte ... 291 
818. @lefe|^ «nb (Boon.- 

?eliam ift am etilen 
nrg geflelft, bar^ 
nad^ a^er treiter 
erndret .... 292 
814. $rebigtbe6 (tvanr 

fiel« 293 

845. $reb{gt be« Goanr 

^fl« 294 



294 



296 



298 



€e{te 
84rr. HBcrumb man ba4 
Oefel lobft . . 

847. €anct «ngalHni 
Bpxuäf nom (S^H 

848. (Slefetr toai e4 fd 294 

849. dia «nber« . . 295 

850. «n((^ Üotte« ®efe^ 
madl^t nic^t lebenr 

big, fonbern tobtet 295 

851. 9Sojn e« nn|^efe^ 
ba0 man ba6 4^u 
]ti nnb (Boange' 
linm rei^t »iffe gn 
unterf(^eiben . . 

852. !D(e ^ere^ttgMt 
bed (Soangelii oer^ 
flehet SBernnnftnic^t 297 

853. IDad (B\)angeHnm 
ifi bem 18 fa b mi 
in ber ^ufica gleich 

854. !Ded @efe|ee ®e.- 
rei^tfgfeit ma<(t 
niäit feiig . . . 

855. (SegenBitb bed ®u 
fe(e4 unb C^Mn» 
gelii , n>ie 18eibe4 
von Ctotten geHe 

856. 1a^ (Boongelinm 
fobert Don un6 
feine ^Berf . . 

857. SS^erf be« ®efe|^e4 
gef(i6e^en mit Dn^ 
willen .... 

858. Sßorämb ba6®efe|^ 
aufge^aben . . 

859. SRit bem 3:eBfel 
foll man nic^tani 
bem ®efe|^, fonbern 
an4 bem äoangelio 
bif9)ntiren . . « 

860. <Da« Üefe^ mnf 
man{mmerbar))rer 
bigen .... 

861. ^er SCntinomer 
Snrgeben.bagman 
ba« Glefete ni^t 
^rebigen foS . • 



299 



800 



800 



301 



802 



-r- XV — 



•cM' Ootte« in 
ber 9Mlt ec^Um 
loctbra • • . . 

l Saft Me Ctrafe 
ber (Srfifiiibe fei 

I. ®{e man bie gelten 
Oebot)>Teb{9etifoIl 

6. Qon bCT Orbnniig 
bcr le^B ®ebot . 

1. itorget 3nl^alt ber 
ie^®ebot<Botte0 

2. Sa« SBentanft in 
bni ge^en (Beioten 
vrrftfl^et • . . 



€tlit 

Ißt 

262 
263 
263 
264 

265 



€die 

813. S>a9 ttft ®e(ot 
®ottf6 .... 265 

814. SotnmB man bie 
gelten ®fbot im^ 
merbat (eieren foll 265 

815. 93 on bcm StaUd)i\' 
mo, gfbtncft gn 
91ug6burg . . . 266 

816. ^e« eT(Un(9eBot« 
SBerflanb n. Sn^alt 267 

817. S)f« txften ®ebot« 
®otie« itraft . . 268 



XII. 



@eüe 



s 



9. Db man 9{ofe6 
tDfU(i<^e n. }politir 
(])€ ®efe(^e ^n f}aU 
en f((»nibfo fd? . 

I. IDad ®efr<^ fdftrecft 
am meinen bie 
•ottfeligen . . 

I. gärtDel^eba«®e' 
fe( n.dvangeUnm 
ae(6re .... 

L Sbe« ®eff(^e« eigen 
0mDt nnb Serf . 

L S)e4 ®efe|^e« 

9ranc(ift)ti)e(erle{ 271 

I. ^Uitf^xt^om(Bu 
fct^, baB e6 niä)i 
not^ int GeKgfeü 
fc{, ii ar0erl{(» in 
berffieitbenSetfx 
(cttfgen .... 

4. Soft ®efe|^ nnb 
OvaageÜMm fei . 

( J&/t# mit fHatm 



269 



269 



270 
270 



275 



ZTtj 



€eite 
<9efe( ifl ein ^en« 
fermciftet . . . 277 

826. ®efei» bleibt (»u 
\t%, e6 ^abe einen 
9lamen, loie ed toode 278 

827. 2)e0 ®efr|^e« eigen 

nnb befle« SDerf . 278 

828. SBobnrdl^ \üir t>om 
O^efet^ fo« loetben 279 

829. SDornmb bie 
€(^rifi, fonberli« 
€anct $auln0,)>om 
®efe(^ fo )»et&4u 

\i6i rebet ... 279 
880. IDe« ®efeted Saft 
nnb glndft oetacD« 
ten, ifl fi^ioer in 
bet SCnfei^tung . 280 
831. <Da6®efet^ foG man 
ivebet feben noc^ 
l^arenti>oUen,Yotiia 
man t)on bet (Bt« 
rec^tigfeit, \o \^\ 



CtUe; 
moak «m4t fn 
«Ott . . . . itt 
im. Xa( «t(tft iDlifl 

1« Um Blm(( , fD j 

avfei htm Slan' | 

t(n finb . . . 2X9 > 
898. !Dal «tft^, oN 
■otb rt< in 3iW' 
ficatton? . . . St9 
§99. Qin oBbtil . . SU 
MO. tSae bflB «tfct 

te it^tin . . 391 
901. SBIt man ^n (Sau 

»tifc »Irt . ■ Ul 
992. aOlt bat «tfte 

nfnUtt nicb . . Ul 
90S. !at«Vmtt%laät 832 
904. S3if 11^» (StM, 



«tll fük . . . 

Wncbc nk B»' 
iMHRa, art tili 
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ffiBflll^ feint fef" 
Clflifen, ^»a(( 
abn »nOnfe fein^ 
feit SInl fit fisU 
enc4t üb nage' 
it'ftin trtibtT 

». a)f«pBtatlo vtu 
Uvplftclaii^bn< 
mit Si. RaiHi 
Sntt« «Qili sc 
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Kr^tfntiaiiaKi' 
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. Qln Inline . . 
. iStiAlubttüUiDibt 
. atn Vnbnä . . 
. a<n IKiibR« . . 
. ■&«% it^Mti.ttUi' 
lE>n% Vi . - . 



1 



— ux - 



•19. 



ns. 

934. 



918. SetAc re^te fei' 
Ugen flib . . . 
9to0f: SED^nimb 
brande« bie (Sfjxi* 
fitm brr SBcr.- 
nniftK. ? . . . 
IDe« ¥f(btfc(affenfi 
eiaabene 9rt . 

921. S>ft abtiflcB eiiri' 
ger StofI <ft bet 
O(o8b aatfbr^fbiit 
2)e« itönig« lDa«ib 
nib bei ^erni 
QbriiH S^rrgleir 

Oetfcbt nab ®otr 
te^ Oere^Hereft . 
S>rr<etlei ®fre((r 
tigfeit . . . . 

9S. SomOlaabeiifanii 
feiner reibt nnb 
rcii lebren anb bie 
(»erecbtigfeit ber 
®er! tabeln nnb 
vertoerfrn, er fei 
benn wobt t^erfncbt 
«nb bnrib bie 
^ecbel geflogen . 
Sai Qbiauht f«i, 
tvirt allein inSln.- 
feibtnagen t^er^a«' 

bei 

l&er tfbri^en <9e« 
re^tigfeit . . . 
Xet •(anb ocbtet 
feiner f9ibern)&r# 
tiefeit .... 

929. OUsbe ift ein 
0tcf SMifl , ob 
er toebl f<btt>a4 

i» 

®laBb im itrei) 
bca»Abret . . . 
Dci «UBbene 
Jtnift .... 
MBt0 SffiPt WM 
Mthtmitlä PPM 



Ceite 
865 



S66 
368 



9n. 

918. 



369 
869 
870 



870 



371 
372 

872 



872 
878 
378 



933. 

984. 
935. 



936. 

987. 

938. 
989. 

940. 

941. 

942. 

943. 
94}. 
945. 

946. 



947. 
948. 



949. 



KO, 



Ceitf 
(t^tifio gegMnbet 
babr .... 373 
3)er (8ere(bte lebet 
ffine« ®Ianbrn« . 874 
flbrabame Olanbe 874 
^e0 glauben« (Dt' 
toiifitii im Scrt 
burib ben ^eiligen 
®eift .... 
tlnterfcbrib bed 
Q^ianben« nnb ber 
Jßoffnnng . . . 
SBofarbielBernnnft 
bei ®Ianbenl Kr» 
tifrl f)ä\t . . . 
Hoffnung . . . 

C^lanbrni . . . 
S3om®(oubett nnb 
feinen Itrfocben . 
2)er (Slaub aQein 
macbt getecbt nnb 
feiig .... 
^tx (Glaube mnf 
dttentbolben fein 
9Die man recbt 
fromm tvfrb . . 
Sie man fnr ®ott 
gerecbt ^i^b . . 
JDbn (9lonben ift 

antb ®f>^^ f^t^^ 
fein nüb . . . 
3)er ÄrtiTel oon 
ber ®ete<btfgffit, 
bie für ®ott gilt, 
betoabret fnr aÜen 

3rttb«n»^n • • 
93on Sßermeffenbeit 

be6 ®(anben6 
(gleite« ®ort 

gMnbt manfcbwer' 
lifb nii^ f(btrft<b' 

lieb 

(Slott gl&nben anb 

vertrauen . . . 

SDn (Staube, uift\ 

ni^t bie %xAtVi 



375 



377 



379 
879 

380 

880 



381 

881 

382 
382 



883 



383 

884 



88S 



— XX — 



885 



Sftfe, mad^eigf' 
xc^t .... 
9)1. (B^e nnb me^r ec< 
[((^redcii koit futm 
Xtnfti, benn toir 

bet tt]i6 troßet; 
unb t>om Untet' 
fc^eib brr (Snnben 388 

952. <Der förne^mcfte 
«rtifel «riftU^et 
2tf)xe ift oon ber 
€felcii ^fUgfeit 

958. ®(e man fromm 
XDtxU für ®ott . 

951. SermfjTen^eit be« 
Glaubend . . . 

955. &6>xoa6)f)tii be6 
®lattben6 . . . 

956. 3^e9 (9(aubfn« 
G^tva^^fit in 
$au(o .... 

957. (Sin Qtmt^tl be6 
glauben« in ber 
Xbfurung . . . 

958. ^c« (Glauben« foH 
man gewig fein . 

959. (^in 9nbfr« . . 

960. (Sin 9(nber« . . 

961. 9limmermfl^t tofrb 
(Binigfrit in ber 
JTir^e ber Se^re 
falben .... 
SBa« ®(anbe fei . 

(Klauben« billig gn 

beflagen . . . 

jtlage S). Start. 

Butl^er« nber fei« 

neu f^ioai^en 

(Slavben . . . 

IDeriS^rijiengrdgte 

^nnfl .... 

966. (Slanb ber tDo^lge' 

fdUigHe eoiteu 

hient .... 

MT. 9tauit bte etai^e 



Seite 



96S. 
963. 



964. 



390 
891 
891 
892 



893 



393 

394 
394 
395 



395 
396 



890 



397 
897 



968. 

969. 

970. 

971. 
972. 



400 
401 



978. 



974. 
975. 



976. 
977. 



402 



402 



978. 
979. 



980. 



981. 



982. 



\^V 



Siegel in X^eologia 
aaein ber (Blanbe 
maifft geregt fit 
®ott .... 
artifeln be« (SHait* 
ben6 flnb ber So^ 
nnnft nngemAf . 
^ri^en |inb binfe 
ben (SflaMbei ge* 
re((t nnb ^ilig . 
§Bon lufermSlai' 

Ben 

2)er (BlauU an 
(S^riflum ift ber 
(Si^ri^en l^ol^e^er 
Xxoft .... 
3)ie f^toerfUn 
«rtüel gn glda* 

ben 

2)er ®elt «kinBe 40S 
UvterfcteibgiDifcten 
(S^Ianben xnb ^of« 
nnng .... 
IDe« ®Iauben6 tlv 
fadben .... 
aDa« be4 a^enf^ra 
SBemnnft nnb awß 
bere itr&fte iib 
®Iieber tl^nn gim 
(Slanbes . . . 
I)er (Bereite UU 
feine« (SlIanBcni • 
eiaein b(e QNebttr 
gebnrt mnct^tflei« 
t(4 itCnbcr, li^t 
bie Sßert . . . 
(Binrebe batoibfc^ 
baf ber •laalf 
geregt mai^ ., . 
&o^ man im» 
fAnglid^ geregt 
lotrb . . , • 
IDer f im ^Bflto 
«dn^tAiHfel 4il|U 

«Siism w mm 



408 
408 



404 
404 



407 



— XXI — 



Cefte 
iU. St «Ott ettsBe« 

IDlng .... 410 

965. S>er (i^rf^ii aif' 
l{0iot wb (Bloib 410 

966. SM QUinben« 
golgf .... 411 

967. ^a^ b<e Sdnbe 



be« (lMtt0eH< mifV 
lenSengnif geden 
ber Se^rc oon ber 
&txt0iH^Uit be« 
Olanben« , baf 
man babnri^ oQdn 
fnt ®ott fierec^t 
koerbe .... 



Ceite 



4U 



XIV. 
ZiMreftett 9ott oittett Vüttttn. 



eeiU 
De iuskitia adiTa 
et passiva . . 418 
S)em ®ere(bteii ifl * 
fein (Befr( gegeben 414 
%ith€ gegen bem 
flUd^efien ... 415 

991. ®nte ®erf ber 
(neigen ... 415 

992. «ingnt^erftl^nn 417 
998. SBe((^ fllenfc^ 

gnte SDerf Oott 
gefallen . • . 

994. (9ebet, fo lofrb 
en4 toUbergege« 
ben. £nc. 6, 88. 

995. fSftoniniet «i^et^en 
«engüignng . . 

996. Serbien^ . . . 

997. SoM €)}tn((: 
SeTSt9eeneR6(fe 
f^atH. (€nc.8JI.) 419 
Stimmet t^nn, ble 
hSbtftt fBnft . 420 

t99. 2)teSßet!bed9e# 
rufe foH man 



417 



418 

419 

419 



Qtcf adfUn . . 

>• «elben fott an4 

fttlem 4^ieM u. 



490 



/ 



1001. 
1002. 
1003. 

1004. 

1005. 

1006. 
1007. 

1008. 

1009. 

1010. 



iOIl. 

mt. 



€e{te 
f<^(en, Ql^n aQen 
(Benief ... 421 
Selo^nnng guter 
Sßett .... 422 
lDa6 ®ott flSefol)« 
nung n. IBetbien^ 423 
SImofen !Doct. 
gtattin 8ntbet« in 
bet 2:i^rnning . 424 
®ebt,fottiTbenc( 
loieber gegeben k. 
8ne. 8, 38. . . 424 
ffiomU JtinberUn 
i^t tBrob vetbienen 4t5 



SBon 6pitalen 
SBon bem ®efbe, 
foben^errnd^ri' 
flum gefalbrt l^ai 
<Dec Go^biflen 
C4toarm u Seigre 
9on guten 12Betf en 
SEBo^n 3orn nnb 
(Sifer bfenen nnb 
gut finb . . . 
Qon Ungebnlb, ob 
fte an4 aUieft 
6inbe feil . . 
Son (Bebtttt . . 
9s StiQefeta uiate 



425 



426 



427 



428 







^Bffnnng Bfrbft ' 
(^ flait (tln. 3tt 
fa(a« &0, 16. . «M 

]«it. 3:i(ifttt)üKT,{Qtt[(i 

r^tfnb(Aaf> - • 4SI 
1914. @la HnbKe . . 4St 
lOlft. ®(bnlb i{l allent' 

,< ^tn B«I9C0 . 4SI 
1018. ni«»riUi mif 

man Mfftanlltn 
' uh rhDttt (rtbn' 4SI 
im. ScTf« «tn t>» 

Cfeti^ hl 

9fdm«i „Bffltll . 

Mlnw ttBcg bttn 

Vif 9ß- . . . 4U 
Itlfl. 8ttt »ottctc^tf 4» 
Al*. 3). K- fal^ , 

' .s:i«atn8Tnb."ic. 4Sa 

l«tt^: Stf gtwtaftTTghH 4SS 
lon. sfbti mätgit' 

. _. tifllfl*. . . . 4M 
im. Sit '^rtilsn Xob 

tnn ifti «rbra ■ 4SS 
lon ttU^ni ffii^l' 

l|«taitrir(aMfoI[ «ti 
im «tU(IBnt«e»( 

,g(|iiIInikniW 4S» 






«(H|t fsla ^ 






IMI. «MtfCKMoiln 

tat nkiä^. . 4 
INI naa WdUi 

gjtTHtnft ... 4 

1084. anmelbme (Adia- < 

phor*) ... * 

aSftf fti . . . i 

lOSfi. .gtrdli^c Kn^nt 
snb cUt üü^tnli 
bn 9Srr( figro« 

e. SanK 99m j 
an fett tt«brtn i t 




VII. 

BtS. (1.) Daf (Qriflal toa^^ci ««tl fri. 
(A. 08. — St 42. (45.) ^ S. 40^. (41.) //SDaß^) 

(QrifhiB^ bei Sungfcaucn SRarien @0Dn, rechter 
vo^r^ftiger Q(ott feta)^ be§ iß bU ^eiiiae Sd^rift 
aflenf^Iben^) ^^oUcrSeugni^e, fume^mlicq aber im 
CtHin^eUflfii So^anne am a^ten Jtapitel (SB* 25.)/ ba 
He Subcn fl(^ an feiner 2e^re drgerten^ fragten unb 
fprac^cn: 9Ber bift bu benn? Unb Sefud fpracft }tt 
i^nen: (IrftUc^ ber, ber i(^ mit eui^ rebe; ali fout 
er fagen : $ii) bin euer ^rop^et unb ^rebiger^ nad) 
bem @pru(4 SRofib): Sinen ^rop^eten wie micb 
nirb ber Jottt, bein &ott, blr em^etfen auS*) bir 
unb beinen Srfibem^ bem foUt l^r ge^ori^en. Unb 
xott meine SEBort^ bie id^ in feinen 9xunbe gebe^ unb 
SIle8, toai i(b i^me gebiete , ni(^t ^firen »irb^ bie 
er in meinem Xamen reben wirb/ bon bem »iU i(^S 
fobenu S>a8 ifi: Srfilic^ unb bcr aQen Spinaen l)it 
ree^) mic^, benn »erbet i^r fe^en, wer i(^ bin. ^ 
bin eben ber^ ba))on SRofeS geweiffaget ^at 6S 
lautet etUMit milber unb boflic^er, benn wenn er ge« 
faget ^fttte : 34 6tn euer SDteffiat. Unb über biejem 
eprud^e ^at pd} ®. 9ugu{linu6 ^eftig bemü^et^ ^at 



•) •dt^ctt Ui «. «tdfK. b) lOnt. 18, 15. 

1) S. t drr. f> „aSM^lhM" fr^ll St. «. 8. %) ^« 



— 2 — 

fl4 gutiToi^«! unb geplaget. !Danun& foD man bfe 
Heben alten fß&tn unb gtfjttr mit gtoßem Unterf^efl) 
unb (^lifllit^em £ßccilanbe lefen, benn fte flnb älef4 
fo ivo(}l SRenft^en ^etrcfcn ald roir, I)abni au4 oft 
flcfci^let wnb flcinet." 

(A. 98.— Si.42. (45,) — S. W. (41*.) «uf tilU 
anbete S^'t cebetc iTipctor äßactinud fiut^n son btt 
@otti}eit beg ;^crrn Qf}ii|li unb fpta^ : „BOe SsniAt 
in bei Ijcittiicn @ct)nft, tic ba rcben vom (Blauben an 
Sbti|Utni^ bie Jetten flar an, ba| ei »a^cet natAf 
Il^et'fflrtt-fcio), fonfi wävk c^abftöttmi'imbMJtt« 
baä cr^e @{bot (bu foUt nitf^t anbrt Ol&tttc ^abtn), 
an ($t)njlum Qlnubeii unb il;n anbeten, fo er nüfi 
®ott wätc, bcun @ott ivtt i'cine Sijte teintm Snbnn. 
ef. am 42. ftap. (SS. 8). 

9hl ip aber biefer 9Ictifcl, bnfl S^rifhi« wahrer 
@Dtt fri, bui(^ dcrciffc flacfe Seugnif in btr ^cHlf)« 
©c^tift, fonbcrUd} iip WciicnÜejtamentd), gf^Bbet 
ba €f)rlfiug cftmntä mit Itacen auögebnuftenlBotHll 
®ott genennet micb. tJlfg :;jo^(inn10 1. Aati,(!8.1.};' 
Snt iNnfang icat bi]§ SBort, unb iai SBort mir bri 
@ott, unb @oit »ac bae iESort. Unb ^o^dtniU 
20. Aap. (SB. 28) nennet aijcmaä ber «popri (E^tb 
fimn QU(6®o(t, ba er fptici)t: SÄein .ßert imb iiufx 
@btt. 3)ccdeic^cn Sanct $aulue Rom. 9. CSi}.5.) 
^tit^t »on ßfiriflo, ba^ et fflptt fei, ba er famt; 
S)et ba ip ®Dtt übet ^[Itd, getobet in SnlaMt 
Aolof.2. (!D.9.): 3n 6^ti|lo wohnet bie glM^ {HUK 
ber®ottöeit leibhaftig, bn? ift wifenrtlt^,"^ ' ' " 

(A. 98. — Sl. ir. {ii.) — S. ii). (.11.) *■ 

batftte fein abcrmol T>. 9Jt. Sutijer, „bc^ _ 
mufte toa^rer ®ott fein'), titmil er baB „.,._. 
bur^ flt^ Telber crfüftete) unb ubenrunberi fjfltte*). 
SDenn freili* Slfemonb bafl ©cfr^c fonft ubenrinben 
würbe, er fei gleich enget'ober 3)icnf^; ®c allein 
aber Ijat ti uberrounbrn «nb etfütlet, affo baß e8 
benen, fo an i^n glauben, nic^tö frtjoben no^ fic 



c) fUtinm Rrfttl- A) 1. 3ftaal« M t f ij miiII, 

1) St. B. s. (tt. i) Vf. V«- 



- 3 - 

«ecbamiien fann* S)arft)n6 ifl et anif Qmi^Uij (BottcS 
ßitfjfa tinb natörlid^er &^tt. 

Senn bu Sfiriflum a(fo ergreifeß itnb faffeft, 
»le iffti bie fieUige @^n^, fonbetlic^ a^er @anct 
ipauInB bfr f&rmatet^ fd fannfi bu gmi^ nic^t irren 
no<^ gu ©dianben n)erben. Unb benn n>ir{l bu aü^ 
UMfÜiäf nnb aen»i§ urt^etlen Hnnen, wa^ iu Ratten 
M wn aUetlti (Stauben^ Steltglonen unb ^otte^bien^ 
{hn, fo in ber ganjen SCBelt jinbf). 9Bo bir aber 
Nefed ^ > Silb S^rifli au9 ben Sugen n>eagencmmen 
»icb ober in bir t^erbunfelt mlrb^ fo mup gen^i^lic^ 
folgen ein n)ufle unorbenlid) 3;f;un; benn menfc^tic^e 
Katut unb SBemunft fann wn ®otM ®efe^e nic^t 
red)! richten nodf urt^eilen. (Si jerrinnet l)\e aütn 
f^ilofop^en, gele^rtflen * ) SDJeltweifen unb Surlflen, 
ja alten SRenf^en alle i^re Aunjt; benn bad ®efe$e 
(errfc^et unb XüalM über ben SRenfc^en^ barfimb richtet 
ei au(6 ben SRenfc^en unb nl^t ber 9Kenf(^ baB 
•efeee." 

(A. w. — St. 4 f. (AA\) — s. 40. (41.) 68 fagete 
3>. Butler auf eine anoere 3^it/ ba^ S^rlfhti voa^xtt 
natürliAer ®ott fei* ^,S)enn'% fprad) er, ,,ip 6i)ri:5 
9ve n{(^t ®Dt^ fo ifl tt)eber ber SÖater nod) heilige 
(Bfift ®ott, benn unfer «rtifel bei ®(aubenl fagt 
alfo, ba$ 6bri{ht8 mit') aSater unbbem^) heiligen 
Oeffl ®ott feig). 

Siel leben t^on ber ®ott^eit S^rifli^ Xüit ber 
9<Kpf[ unb anbere bergieic^en me^r^ aber eben wie 
tec Sßnbe oon ber $arbe rebet. S)arümb »enn ic^ 
C^rifhim ^öre reben, fo glAube idf, ba$ bie unjer« 
trcnnetcOott^trebeh). 9[Ifo rebet ber Sßater^ @o^n 
unb ^eatge ®ei{l, ba er fpridjft COtattb. 11, 28): 
Sttnmtt }U mir SOe, bie ibr mubfelig unb bef(^tt>eret 
fett/ ^ n)ia euc^ erquitfem «l^ie rebet bie V^je 
Qhtäftit in uniertrennetem unb uniiertf)eiletem SOSefen. 
Syer^olben »er mir einen folc^en ®ott fürmalet unb 

S)ct (HnflgMiibiaes mWä^nwc. g) 1. ütl O. di' 
■iSfcit h) d^rifli nttU Wh »ort. 

1) St s. 5. 1^. f; 5iL aeliftin, Z) St «. VT. \ \%vx. 
S) „Hm'' fmw. 



neunte it^ nid|t an lum &M. 3Bn nu ttefm Xvtm 
bat, bet ^t bcn £auptarti[el be« ^tiftlii^eii Olatu 
bend, wiewD^i bUfec StctifeE fe^i n&ttifc^ ift ffti bn 
mtU. ebciftu« fprtt^ti): X)ct XcAjUr, nxl(^ i^ 
fenben toia, wiib ni(^t »on eu^ »tflgtlfcn, fotibnm 
bei eui^ bleiben unb euc^ tttt mai^nt, aßmd UMfi&ä 
unb Ubti lu Uibcn. 3$t fagt et: f(^ t»UI ben »atn 
bitten; jusor bat er gefagt: i(^ niOe tbun. Suudi 
Rbet er nie ein ®Dtt, ißt wie ein 3Kenf4. Wfb 
lerne i<4 meinen ^rtifel, ba^ 6I)tifht« tebtt aU*) 
(Kott unb aRtnf(^. 

Su^ fül)iet S^tiflus juwtiltn @ptü<^C/ ba et 
tebet al0 ein put ÜRenfd}, unb untetneUtn a\% Ha, 
pUTet (Sott; barümti menn et faatt: 36 gebe, b«l 
Rnb aSott nit^t artein eineg SRcnf^cn, fonbetnaoUt«. 
aSenn et abeifpricbt: ^c^ raill bitten, batfinbSßoct 
cinesaSenfi^en, unb g[ei(^mcl)l bittet 0otte«@«bnk). 
91« nenn fct} fage: ^ie 3)tagb ^at ba^Ainb lafcfc 
faUen, ba meine ic^ ni(^t allein ben Setb be'B Jtfnbei, 
fonbcm au(^ btc ®eele. ^tem, [» i^ fptc^e: 2)al 
Ainb t|at geffen, fo verfiele ic^9, bafi ntcbt altcftt ba 
aRunb, Jenbern ber ganje SRenfi^ mit Um «abGcd- 
bab geffen ober fi(b gendtjiet. Sifo foU mm Mi 
Q^rifto au(^ fagen')." 

(A. BB\ — SL 42. (45-.) - S. 40*. (41'.) StnuCOCt« 

9Raitlnud Sutffec be^eugete M aue feinccjelbS eiflntcn 
(Erfabning 1), bag^cfud etjnjhi« <in') ua^mOktt 
fei, folt^eS tVDQt er aui^ cffentlit^ bcCenneiii brnn 
nenn Sf)cifhte nfc^t @ott wäre, fo wäre geivi^ Fein 
Oott. Unb fprac^ 3)octor Sut^er : „-jd) iciU, ob 
Q^ott nid, fein (Spifurer werben, i(^ wei^ webt, nai 
bei Same Sefue an mir get^on bat. <S% ift wobl 
gerebtt unb bie lautere aSa^r^dt, bn ber 68. $falm 
(93.21.) finget: Olott Icat un« eint Saft auf, aber 
«r 1)ltft un« aui^; nti ^aben einen @ott, ber ba 



3hib.14,U. k) «nDAsnabnSKtkrtVcnaCic. 
4. 9TfkHm In btc S^at. 

J) 8L 1. 8. fcL 1) Si. «. 8. tAn. «) 8L s. 8. 
t^Btt- *) .,tW fc^lt St. u. a. 



— 5 — 

^Hft^ uvb ben £erm ^errn^ Ui \>(sm Zobe errettet. 
3>iirfimb foD mu^^ Db ®ott toiü, teiu Xrfibfal^ Un^ 
glfid ober anbere Sreaturen \>on meinem Ferren 
S^fh) Meiben« 

Unfer einioer Srofl ift, baß wir an ^efum 6^rU 
{htm alduben. xs<^ ^in oft bem Xobe fo nape getoeft^ 
baf H^ nl(^t anberB tou^tt, i^ mflfte i^t j^erben 
barfimb^ baß i(^ fein SBort für ber araen 9Be(t ae» 
lebret unb ibn betannt hatte; aber er i^at mic^ alltm 
)ett gndbigKcQ wieber ^etroflet unb (ebenbiggemad^tm). 
S)aTum6 laßt unB ^letß t^un^ baß xoix auein ibn bei: 
balten; \o foU0 feine 9lotb b^ben^ wenn ber Seufel 
nodf fo bfifc unb lifttg unb bie S93e(t no(b fo arg unb 
falfd^ »Are ! 3(^ »u( bei bem lieben £errn Sprißo 
bleiben / t9 begegne mir brüber^ n>a8 oa fann; tcb 
bin auf f^n getauft, ic^ fann unb weiß nichts, benn 
»at er mic^ aelebret ^at 

Xber ti ifl furwabr eine fe^r grofie unb fc^were 
Jtmifl^ ba au(^ Diel unb mancherlei 9infe(^tung unb 
Srfa^rung )u geboren n), baß man fdnne t)on ^et« 

Si S^rifhtm einen ^erm unb ®ott l^eißen, ber Dom 
be errettet, wie ber 68. $falm (fß. 21.) fagetj 
unb Don beffelbigcn SSort unb SSertrauen wiK ic9 

ni«^, ob (Sott will, liimmermel^r laffen abreißen/' 

. ■ ■ ■ . 

(A. 09. — St. 42'. (45M — s. 41 " (4f.) ,,!Daß SbriftüV 
magrer ® Ott fei, folget aud bem gewaltigttcb unb 
getDißlic^, baß i^me bie ^eilige Scbrift, färne^mlic^ 
aber 6. !paulu6 aT(ent()a(ben g(et(^ baB ^ufd^reibet, 
wäi er bem Sater }ugeeigenet, alB ndmiiq göttliche 
Rad^t; item, baf er geben fSnne ®nabe, ^ebe beS 
Oewiffend, Vergebung ber ®änbe, 2eben, Uberwin« 
tang ber ©flnben, XobeS unb ZeufeUo). 9EBeI^er 
eiftse 6. ^pmtlu» i^m feines {ujc^reiben bürfte (er 
wolte benn (9ott feine @bte rauben, unb fie einem 
anbetn, ber ni(^t 9ott wAre, {ueigenen}, wo ^xi^ 






Du0 nid)t woljiec @ott ntirce. @o faget oueir Qi&ll 
feiger Sfaia 42. (SJ. 8.): ^d) totll mtine et)cc feinem 
Äubtrii geben," UnC feiner ftinii einem anbem flC; 
bell, bn§ er felbg ni(t;t i)at; weil aber S^riftuft (itl>t 
@nnbe, gricbe, ben ^eiligen ®eifl, etloiet »on in 
Öewalt beö Scnfelä, fon ©ünbe irnb Sobt, ift* ge» 
wif, ba^ ec ein uiunblic^e, uninäßtfte unb autnöAi 
tigc g6tt(fi^e (^malt i)abe nllenlijalben nie berSattr. 

Sliriftuö bringet nucö bcn geriete ni*t, rcle itjn 
bie ^pofieln brin(ieii, nämlid} burdt^ ^Tebt^tamiit, 
fonfcern nlö ein @cl)Övfct fein eiflcn SBetf tinb ®e: 
fdlßpfe frf)cnft et üjniO. i)etiBntet (diojfet unb fliM 
Sebcn, @nabr unb ^liebe, unb sleid) birfelbigen Viin 
ben fÄaff't «nb flibt ber ©ot?« flu*. 9?u (inb fteili* 
• bitffe !i>infl @nabe, ^rieben, entigeS fiebei; fltbtn, 
©unbe veciiebfii, gereift unb fromm mndjen, »om 
lobe unb Stufet etlSfcn feiner JCceatiini, fcnbem') 
bft einigen flöHI'tfcen Stajeftat aßecte allein, unb 
t6nncn [oldie :Sinfi aud) bie ^ngel \dH ivebec fd^af' 
fen M&i geben. iDanimb flciiDren folcöe SBerle nut 
bet tiD^en aöttlldjeri ÜHflieftnt d)rf unb .feerrltiftfcit * ), 
iwlc^e benn eine eintae nnb') tedite Schöpferin Ifi 
aller iDing. 

iDictreil beim @. $au(ue unb ^o^anned bei 
(SDOnaellft (£l)ri|to jucigenen, ba^ er gleidje ©ocalt 
unb Ttam f)A6c, (tue 3)lng mit bem 93alec ku fd^iiffen 
unb iu geben, fo folget and) barau^ geivaltlglidi. 
ha^: et TOaljrtjafHgei: tinb nntütlit^er ®ott fei mit bem 
. ajatet." 

(A.9flj 9tm^ fpra* S;. SWat(inw3 äutfta: 
„SRnn fdU an feinen anbetn Q^otl gebenfen, bean 
an g^ri^um; ber (Mott, ber buti^ (fl^rjfliig ^ai 
nic^t tebrt, ijt nicftt Q^ott ®ott l^atte fli^ int alten 
Jcftament nn ben ©nabenfinftl gebunben; bafdbft 
molll er erljOren, ba aitofei $olijei unb äejitneM 
nptb j^nbe nnb im ©(^nangc n^ox. ljU|« wiU er 
no(^ iRifinanb Ijöten benn oäeiiie bui^ .&ixi* 



*5« " 



p) Sit S^dltn« bra gHtbe (rinflit. ^B 

>V. . ' ' in'.>VA vA ui^^l 



m q).- KBie ober ber ■ mtifttx 3Mi bee ■ ^itm 
in unb »iebei liefen, '^te-unb ba räud^erten unb 
jferten, Otott bamit tu btrnen^ fuc^tm (Hott an 
den Ceiten unb lu^teteii nfdjt utcl tei fSnaiau 
lijli, alfo ge^etd aucf) .igunb in; man fuc^t @ott 
lent^alben, abet ibcll man itjn nfc^t in (Sf^riftD 
i^t, fo finbet mnn l^n nirgcnb nidjt." . ' ' .. . 

US. (<.)«■ S^Tl^Bin iliaita, i9 ilt tc^c »tllfllen- 
. (A. 9ß*.— Sl. 40". («•.) - S. 38*. (40.) 

„SBieffio^I teincSIelfijlDn nÄrrifdjci fdielnet, benn 
i €^i[(len, bo(4 flläube id) an bcn @Dtt, ba ^efuB 
^trlftufl @oHeB, be§ IrininiItfclKn>a!ater», @D^niftr). 
inem anbcin @0tt gidubc t^ nidjt, wie ble Stbete 
Kublgen wnb ÄfcflÖHif^en t^un ; bcnn H« pnb «er: 
»cfen.wnb in einen Dctrc(|rtcn©mn.^ibfn- SA, 
motSutijn, niil von feinem anbcntlSott nlAt*) 
ffen, benn allein von brm, bet am Areujt gtpah: 
n ^at, nämtid) 2fejtt8 '6f)rffhi9, ^ttt» nnb b«c 
imgfMuni Maticn @o^n."' 

SM. (4.) !B»n bn Otttifd^^til Q^tlfil. 
(A. »S«. — St. «••i*?.) -^ S- 41-^4?!^* ■'''■ 
„®« ift ein fltoj (ik^cimni^ »enb« SKenfrfis 
R^ng 6^ci|)i, bie ni^t au^mtebt)! ift, nocf) au^> 
:urf4en but(^ nunfc^lit^C ^CKRunfty ca @ott, bie 
l|cpe SRaiefiat, fii^ in uii^i:.g[c(fA.;<ilfp gefeijft 
ii,ii. SJenn iDit biefen (S^tiftum i>^m, fo-twb?" 
U aüe«i benn ©onct ^auUii iun Smffat^ m 
i^frnÄavitrln (35.9.) fo^ict: S« "^W ^ßk^^^^,Mf 
iny Siil'c bctÄPtt^eit leit'li^ftig, iinb-.(^E|eifiDDte 
mßnea. in ibme. Unb hUct 'tsa.mt ■\ß>iu{)(§i (SI)i:lf 

5a(lcn aÄenfifen .ernfuir* für,, bap (le an iljn 
6tn. aber eS ift leüct m^ti 5Becä(^Ud)eigj jh 
i StfU/ benn bet ^ctt. GhtipvÄ'/'i^l.,, . 



Hrf^MnfeiBg. t) SnaH^ U. tu. iL •.-.•vi -.i^^-^-i 



Ut. (S.) £1« )to» 9Utam it K^tlU tan Ml «(l|l| 

{A. SO». - 81. 43. («•) — S. 11". («•.) 

„S)af egrtfhiS ®ott unb SJttn\± fei, bat Ift 
nlber aUt ' ) Sjemunft, Sinnt unb Serftanb u) ; bnm 
nenn man bie i»o Xatuien tn S^rifti), alB b{ettDtt< 
I)eit unb aSenJi^tjeit, foU in ein SBtfcn*) brinaen, 
ba Pitt |t(t) bU SQernunft unb fpil<4t: 3(^ Mcfmt 
te niqt. nbrt S>ant babt für biefe »rfnuibüj! 
X)enn ei iß nt(^t gefc^rieben, baf iifi »etfte^ttnb 



biq flcfangrn atben unb bem g&ott bc9 StKnonU 
flUubnt buiä) fSttfung beB .geiUaen OrfM tmbdmt 
bit (f^re geben« ba§ ec itatft^afHa feL. 

Sobannfft am 16. Stap. (!B. 23.), 9Satt^At m 
21. (S.22.) unb SKaici am 11. Stap. (SD.24.) fpcÜ|t 
C^ri^B: So Ibi chvaB netbet bitten fn mnneii 
Kamen, baB ntu li^ eut^ geben. Z>a lebet £6ti9B|, 
oIB baf ei SOeB in feiner ^anb unb QtiwaU. ^tÄt, 
Kit» 3bennann ju geben , nai man in QMftUboi 
»on i^me bittet." v) 

m. (flw) «ebostei SkIn fRortlil Sitfenl Mi Wi «ilid 

(A.M'.-Sl.44. (tt*.)— S.4*'.C*3.) 

Snno SJomfni 1538 am 25. ^ecenbc an f(il|b 
abmb mar £)octc>i !DIartinuB SutiBer fc&i frf^t^ lub 
äße feine Wcfcen, ©cfnnge unb (Pcbanfen waren »(m 
bet aJlenfc^TO erbung Giirifli, unferS ^ellanbeö, unb 
fpra(6 mit tiefem ©eufjen: „«^, roit arme SWen« 
f^en, baß rciv iinS fo fott uiÄ faul gegen blefer 
gtuM Ärtube pellen, bie unB bc* m ©ufe ge« 
fc^cbcn ipw)! Unb ifl bie ortftc 2Scf)ltDat, biewett, 
toeit übertrifft ade anbcre werf bet ©c^öpfung; unb 
foQfRB bennct^ fo fdiicdi^f^ aUuben, ba eä unB 
boci) von ben Sngeln seifimbTget« geprebiget unb 






— 9 



lefnngen wttb, totld^t ^irnmlifc^e Si^eoloai mb $rf^ 
>iger jbib unb ^aben füf ttnfert^alben olfo gefreuet^ 
inb i^r Oefong Ijt aar ein f(^6ner (Defang^ barein 
ma gefoffft ift bie @umma ber ganxen c^rifilid^en 
Ifugion x). Xtnn iai Gloria in excelsis Deo, ®ott 
n ber J^j^e fet bie dlflc, iflber b^f^efie ® ottedblcnfl ; 
«nfelbigen n)ünf(^en fie und unb bringen i^n nnd 
R Uefem Sbriflo« 3)enn bie 9Belt na^ bem %afl 
IbamS fennet weber ®ott noc^ bie Kreaturen, (ebet 
iBet S)inQ au^erbalb ®otte9 @b^^/ greifet ^ (obet 
10^^) rubmet i^n ni^t. G voic feine ^ fcböne^ 
i^gc Oebanfen b^tte ber SRenfcb gebabt^ n^enn er 
li^t gefaUen wdre! wie b&tte er fpeculiret ))on ®ott 
R oOen (Kreaturen^ baf er aucb in ben fleineflen unb 
mcingfirn Slumlin betrachtet f)&ttt ®ctte8 aUma^t, 
BriSbeit nnb (Bäte ! Denn wabrlid^ bie 9lnf(bauung 
mb 9etra(btung ber gamen (Sreatur ®otte8^ [on:: 
ttllöi aber für bie Crinfdttiaen ba9 ^elbgewäd^fe 
nb bei Scbmud ') be8 erbbobenS bemeifets, baf 
nfet .^err (Sott ein fold^er SReifier unb Jtänftler 
dt, bem et fetner wirb nacbtbun y). @o((b8 todre 
«n Sbom unb feinen 9la<bf0mmen gerubmet unb 
Mpreifrt notben^ bat nu beS erbdrmlicben ))erberbs 
14m ^aOS b Alben nachbleibet, ja ber @cb9pfer wirb 
i0q aeldftert unb ))erunebret. 

SDarumb rufen bie lieben (^ngel bie Seute, fo ge? 
dlltii finb^ »ieberümb jum ®Iauben an Sbtijlum unb 
vs Siebe, bai iß, baf fie Sott allein bie Qtmt geben 
nb ia biefem 2eben triebe baben, beibe für ®ott 
nlb ttiitfr einanber/' 

nn. (7.) 80m 0eff ber fietlftsbiguRg Radfi. 
(\. 100. — St. 43». (47.) — S. 42. <42V) 

SDttS ^eß ber SSerfunbigün^, fo man Annuntia* 
ioais llanae Reifet, ba ber (fngel )u 9Rarta fom 
oA bracht i^r bie Sotfcbaft wn ®ott/ ba^ {fe feinen 



x) 9im |a pu'bi^tn. y) O^ti eia fnalkcicbet Reiftet 
^ tf^ilffr 

1) St. ib 8. aab. 1) W. M 8fftseto44{c« «a^ ^ 



unffr ^ln\(Si gcfenft ^at. JDenn tDcnn »tr < 
haben, fo f^abcn nixS ^Üi9, wai um un 
beachtet a). 5)animl) nu* in €nnrt ^a 
JBJöttlm „in i^m" (o oft 'J onaejoflen unb 
i)olet nirb, ba ec \d ^cftig uub fltififl aUi 
[(^tnbicfen St)rffhim einbilbet^ btna au^n 
i^n ift fein @ott, 3:r6fl not^ @tUflEfUL U 
ni(bt« i{l in ber iBklt, bef man weiilget' aiQ 
biefcr ÜTtenfcfinteibung, ja man lottaätiMi-- 
e^iffht« fjat btei unb beeidig Sa^r gcIi 
alle Sa&r btcfmal Qcn Sentfainn . flong« 
maifet ^unbrttmal iß er timauf af}ogra. -8 
$apft anjet^en unb rfl^mm flTnnte/ ta§ 
intr einmal )U Stom Mxt genttfen, Me c4n 
fpUte ficf) ba ^eben? Unb fllei^no^l (^ Me 
Senifalcm goi: in iSninb -»erfUret"' 

Mt. (a) Sn «faHtteTq «ifbait: r; 
(A. 100. — Sl 43. («4 U. S. 4L l*i>i 

„■Das ffl eine aro^eebTe.(BotM/l»(i9<'^ 
So^n in unftr ^Eetfc^ unb »lutaepetft^ltf 
i^n umb unfern n^itien laffen 9mtf4 winü 
dleidr, boc^ c^ne @unbe. äBcIAS (B^efn 
aDeigre^ten aSunbetwette imb SBo^It^aten. 



— 11 — 

»if^ wm eiot9cn Sobf^ Sieufel iinb.,^dae fo tf^mtx 
erWfet ffatV 

!Da S)octcnr SRaitiuuS bad fttnbUu Sc[u9 flcmalct 
im @(^o§ ber reinen Jungfrauen Sparten M liegcnb 
an^afit, fenhet et tief umb iei ^xtiteli ber SKcnfd)« 
toerbuna Ö»otted neiden itnb fprac^: „^f), baf 
wie boc9 foI(4 ^enüc^ 9Berf ber gSttlicben ^arnu 
fierjigfeit ein wenig betrachteten unb nic^t fo baf)in 
fi^Iaiibetten! $fui bic^^ bu fci)&nbli(^er Unglaube! 
n»ie fttütfl bu bic^ fo fc^anblid^ unbanfbar gegen bem 
freunblic^en gndbigen SEBiUen beineS ®otte8^ ber ') 
bu bO(^ fonjt an allen Kreaturen Heben widt? £) 
XbamS Sünbe, wa? t)a\t bu angeri^tet c) V 

631. (9.) fi^atnmb (^dM ficBoren fei. 
(A, 100». - St 43^. (46».) — S. 4r. (42\) 

,^@an€t ^aulud (e^ret, bafi Sf^rijlud banimb ge:: 
boten fei/ auf ba^ et SlUed refiituirete unb tt)ieber 

Sce^tc btAc^te in ben ®tanb^ in tt)e((^em ti ge$ 
fafm n^at im Xnfang bet Sßelt d). S)ad ifl^ baf 
cc iin8 brächte )u unferm eigenen Srfenntni^ unb 
unfetfl @(46pfer8/ baf n)ir lerneten beibe^ und fe(b9 
ttfennen^ wer n>ir geiDefen unb j^t finb^ nftmitc^ 
ta^ u»it au« (Bottei Silbe, barnad^ ber SRenft^ ge$ 
f^ajfen \oax, jut 3:eufe(d(arde burc^ bie @ünbe wor^ 
ben unb gani unb gar ))erberbet finb , iinb reit n)it 
ber @&nben (oQten lod unb n^ieberumb rein, gerecht, 
fromm unb feiig werben. Umb beß willen werben 
nnS alle Sreaturen für bie Slugen geflellet, ba§ wir 
in benen follen ben @(böpfer erfennen unb fe^en. 
SBenn wir ben erflen Slrtifel bed glaubend ein wenig 
erariffen *), fo würben wir und in bad anbere Slled 
befte beffer f^iden unb richten, benn baju iß biefet 
«rtifel eine Anleitung c)/' 



c) 39 tae Xiä^H^m unb ttoBHcBese S^igfelt in Vttn» 
r4eBf d) (iD^ef. 1, 4. JtoIofT. 1, tL e) Ctbittug bet 
•kileilMämtiif. 

1) ,Jlai(es" fm H". Z) 8%. n. S. bai «^ S\. 

Jl. A flgtt/fiUL 



— 12 — 

Ut (10.) «H btt »aftiwAn% brt MtfiMMMp»- 

U«« Orbaitn »MtM n<n«nl M^M Hf^l>rr«#H|kT^ 

(A. ior— St 43*. (17.) — S. «.(43.) 

„An biefem SEflfle (6et (ämpfänantg ßfirlflt)/' 
faget 3)ottor SRattinuS £uel)cr, „foUteii ivic ^letiget 
ofi .ßiflotten »om gep, bic ßucnö mtt f(6Ic(!)tcn (in: 
Fältiflen SBorten fein crtcntUtfi mit allen Umpänbcn 
teft^tettet, benrJBoIf flcifnii fiittjnlten itnt irolfl ein« 
bilbfn f) , unb aSe jiimal ^reube unb SBonne ubei 
bei tiSflIt(§en/ ftligen @efd)ti^t tjnben, bnß die beute 
IS^rtfhiB, unfei .gtiT unb ^eilanb, son bcm-^titl^cn 
ffletfl empfcmflen. In bcc reinen, feufcften Sunflftau 
aRoito Seit menWIifte Sdittir an (id) genommen, 
unfer fflnibet wotben i(t, ^at un8 ncme filntcnbe 
SRabenfAtfe unb »nbammete Sncnfttirn in ble tjA^efte 
€^it dtfett, baf mit nii ^inbec ®cti(% unb feine, 
SDiffHy Ü^iterben llnb, barübet nft imS billig ^^l^ei 
feutnt ftenen btnn über die @c^ä^c anf @:rbcn. 

Äle foHt man ntf^t bif^utitcn, wie cSjuganatn 
fet, bop brt, Jo fifmnid unb (^rben crffttlel, bcn rcebet 
Bimmel nö^ (erbe ieatrifen fann, in ber reinen 
. Kultec Selb btfi^lofftn fei g). 3)iefe unb bfMlei*en 
X)l^utiition &it)bcrn tiefe ^reube unb gebe» llrfaii, 
ba$ mHn beflinnet "batan ju j^roeifeln. 3)(inimb vtu 
buo^t ml^l ft^t anf Srafmum , bag et bie Satben 
bt'Snetfel ptuet, ble unfec ^x^^te gceube foUfen fein. 

S. -BetnSart h) brini^t ben flttnjen ©ernten 
von ttfeffm 9qt irtefbem £pb ber lieljcn 3"nflf"ufn 
Sltarim tu, «tfliftker ttpfllidjcn @ef*id)i, tag, rote 
bli Jtin$( JngetrBoiJie Deus bomo factus esl, 
jßntit fft OdH- SKeitft^ ncrbcn unb bie ^rlSfund 
ütcnMltai* IBen^Ih^tf angangen. !$irmf»arbud unb 
VAnelnuB i) )ttb(ti i^m ju viel gett)aii in bem, baf 
fle SKariam aKtu fio^ ^eben unb lobm >X 

SitC^itfKii fcuen ung freuen übet bct fltcten 



._ b' WjW ytalrtw_ aafjltjrtft. ^ f^lMt 



M €. !8toi^«A. - Hfl 



1^ 



— i3 — 

^0^ dfltt, bie und l^eute toiberfä^ren ifl k)^ baf 
bet 6o^n (Aüttti nl<i)t bie engelif^e 3tatux, fonbem 
ben Soketi Sbtab& an {{(^ genommen ^at^ i^ aütt» 
bing iin0, [einen SSrfibem, gleich worben^ bod^ o^ne 
efinbe (£ebt. 2, 16. 17), auf ba§ er barml)er)ig 
»tttbe uno ein treuer .^ol^erpriefler für ®ott^ unfert 
Sfinbe |tt DerfAi)nen> item, ba^ er burc^ feinen 2;ob. 
Um Seufel bie SRac^t nd^me, unb aud beS XobeA 
Oetoalt uns erldfete, bie voix burc^ j^r^t bcd 24)be8 
im ganzen Seben Aneckte fein müften. (ßebr. 2/ 
14. 15.) 

SHefe- unouSfpred^Iic^e @nabe ®otteci, in ß^rifto 
uns erzeigt, foUen xoix groß galten unb rühmen* 
fSafft iii, man fann SRariam, bie f)ofic ebele Sreo« 
tut, niot gnugfam preifen; \otnn aber ber @(^5pfer 
felber fommet unb gibt fic^ felber für un^^, baß er 
unl erlifete ))on beS 3:eufeld Gewalt ic, baS fönnen 
toeber Cngel ncc^ wir gnugfam in Sn?igfeit rühmen, 
loben, preifen k. Dort n^erben mx an6) e\\)tge 
$reub unb @eligfeit brau ^aben/^ 

Sit. (11.) Habere Oebaifni 9). fft. Snt^eti von ber SRenfc^ 

»etbang be6 Co^ii6 (9otted. 

(A. 101. — St. 44% (48.) — S. 42\ (43*.) 

//Set bie SBernunft }u 9tat^ nimmet, ber »irb 
nimttecme^t {ic^ in bie Srtifel unferB Glaubend (fon< 
berU4 tn ber ^eiligen Dreifaltigfeit unb SRenfc^s 
»ecbnng d^rffH) n^iffen )u fd^itfen l), \)iel weniger 

eben/ baf fie gewiß unb wabrbaftig finb. äRit 
idt länn unb foU man Stiemanb aum ®(auben 
tiDiiMen. S)enn wenn bie 2eute gieicp etwaS aui 
Der feiligen ©c^rift ^ören ober felbd (efen unb ®e» 
bonlen babeU/ xcifli i^nen boc^ nid)t einge()en/ ber 
Heisrer Sbeil ^oßen ') flc^ braU/ ober f^lagenS ^) 

Kin 9Bmb; auteenommen wenig/ benen ber ^eiUg 
ft baS JQtn rühret unb auftaut. 



k) CMIbi 0ctstt4Ml- ^iabcmif asi ber Sert 
mll v MiilfMMe«. 

1) W. (MM- t) W. f^lagetl. 



— 14 — 



lOUHIIliUWII iwHMKM 



' ayt ZAtt M\t fetnc Untnf^n^ 
«ib gmong buiib feinen ma^ommiM 
anb Kdialon (mir bcf $ap{t bunfi ) 
a»enf(^enHre lj«t. bot tiefn: 3»'t jefhan) m). gt 
fl[öiibe*,i« jri ein iini%n ®ott, tcr 2UUö ^cfttjaffcM 
^üUt ■ e^iifnim (S^t n dn $ropt;i:ten bleiben; baf 
et. abci' bfc eiBQebctBe, ma^K, nahhitdie ®ci^n 
Oottefl fei, bae ^dlt cc ^r bfe tifiljtfte Säflentn^, 
batfibet er i^tn fo fanae St^t fein 9SSott utib äiclf 
ttctfolget bat, unb gcbenttd nod) ijai auSjurotten. 

3i4 hob abtt tn tnefncn t^togru 3Infe(t)tiinoen 
unb Aimpfen ntbec ben %tnh'i- aus b«r <Sd)Tfft ^c: 
tentet unb bin6 gtnlf, ba| ^l)riftud, ipnfjrct nntiitc 
liAec (Bott, fei mät SBttv]^ motten n). sCaiümb 
glAub it^d nu.n^t allein, fcnbci-n tidfä aut^ auf 
mnndietlet ifiJeife erfaßten, bag biefer 9ttlifcl ^mip 
unb lOd^t Ifl. 3>enn fn Eftt^en tjciftlic^cn 91nfed}tun: 
gen ^at mt«^ ni(^8 beffet ijrtioifen, bcnn ba^ icti 
mld) bef flcti^Aptt unb ben 3:eiiFcl bamtt (iIiflciDJeftn 
^ob, baß G^rijluö, ber wafttc, ciulae ©i>l»n ©ölte«, 
unfet gleifi^ iinb ©ebelne Ip (icic 5ßnulu« ;un ©»Ijcf. 
am 5. Aap. (S. 30) fagt: 3Bii finb @ttebcr feintd 
2ef68, »DU feinem J^cifffl tinb vcn feinen (Slfbeiiien), 
Üt jur Stetftten Qlotte6 unb vertritt lute. ÜBcnn i(^ 
bfcfeR S^ilb Ui <B\auiiM eraicife^ fo f)ab id) ben 
SBlut^t mit fetnen fcüilfien $fc(leu balb ocr|Agt. 

Kuifi ^dt (Hott abet tiefem 9trtife[ parf unb 
fcft 9<^[ten, tbn' «Ibet alle Hefter, $apfl unb %üv 
UA aenaltlgllQ geflutet, er^nlicn o), tnt 9(nfanii 
b« v^iiflen&ftt anb $eina(l) mit »iclen ffönnben 
itf^en befldtiart, alfobaf 91[lc, bir iifn an^rfotbten 
pobtit^ cnbttQ tn'€flnben unb @(banben baiüber 
tttib«n fbtb. 

SA6 UfM (Bott fiCft^cben i>), ba^ mir 3Rariä So^n 
fdMUSo^n unb OMQten Oolt ^ctgm unb anbeten ; @x 
ei^itet au^ oQe bie, fb 4^a ■ ) in bim ^men S^ttfH 



1) „^m" mt w. - 



m 



— 15 — 

oitntfeiu Uni ^ot mif in biefet tr&bfeligen legten 
Seit int etltd^ unb tw&mig ^altft l^er (ba un« bet 
Xrufcl bui^ ben enbed^nft ^ ), ben $apfi unb feinen 
Xn^ng^ mit aUer SRac^t unb Sifl jugefeftt t^at) nic^t« 
anberS . erhalten ^ benn bad äJebet, @cu^en unb 
6Arften )u &ott, unfcrm fßattx, im Stamm S^rifti^ 
unferi ^o^enprieflerd. 

Str bo: (agt: ^d) ober Slnbeie^ fie Reißen unb 
feien^ toec fie n^oQen, ^abni ') reine Se()re »iber 
ben ^ßo^ft/ Sv^^i^n^i^/ SSicbertdufer^ @acramcntds 
fd^iDtoner unb dnbere StoUen^eifter )>ert^eibin0t unb 
täfoitm, ber (äuget und an. @oU atiein t^utS umb 
bet S^rifU neiden; ber fott unter feinen ^einben 
^rcrf(6en unb }ur %e(i)ten @otted {tj^en, biS ^e StOe 
lum, Schemel feiner $uße geleget fmb tro^ bem Seufel 
unb alle feinen ©c^uppen/' 

U4. (lt.) Qoi ber itinbdeü Mitb Sugenb 3ffu, üem )}om 
(Srlinntttip 3efa (S^rifU , unfr rS ^eilanb«. 

CA. 101 -. — Si. 45. (48\) — S. 43. (44.) 

,,Sae aSBeid^eit ber Sßelt ifi (auter JtiubertDere, 
ja Z^or^eit )u rechnen gegen bem @rf cnntniß S^ritli q). 
Senn n>ad ift n)änber()ar(i(i)er ^ benn bad gro^e un< 
outfprec^lid) Qte^eimniß n^iffen unb erfenneu^ ba^ 
ber @o^n ®otted^ bed ewigen SSaterd @benbi(b, 
iaenf(^lt(^ 9}atur an ftcb genommen ^at unb an &ts 
b&rbcn aieic^ n^orben ifi n)ie ein anber 9Renf<^? ^u 
fHaiaxttp »irb er feinem Sßater j^ofep^ f)aben belfen 
^ufer bauen ^ benn Sofep^ i^ ein 3iinmermann 
^ttütft, ba^er auc^ ßi^riflud einS Simmermannd @0^n^ 
la SinimergefeU genannt tt)irb. 9Sa0 »erben boc^ 
bte »on 9la}aretb am jungfien Sage beuten, xouxn fie 
feigen werben 69njlum in göttlicher SRajeflat {i(en, 
unb tu i^m fagen: «i^err, ^aft bu nic^t Reifen mein 
£auB bauen ')? SEBie fcmmeft bu benn ju biefen 
po^en e^ren? 



2) Sctti»dl$eit gegen biefet Wtnnhdt gel^atte«. 
) St. B. S. rnui^ü t) W. t Ue. %) ,f^\ ^ 



In .fttnn Jttnt^cU unb CsUdcnb grtl>an ijabt, wir tu 
{«^»"iftlm Su4 mit tem 3:ttel: De inhnttt S«Wi- 
tcrii ebep' De Tita lem r). SSJril nbet in bcmfK: 
bfitSttt^ Otd [4(i>ei;li(ft, nSrrifd) SJtMg ftt^ct, bat* 
nie. fein .Unfe^m Qcljabt bei ben (Stjiijkn. 2>ad iß 
aber iai ndt^tgfle Stiid, baä ivit Q{]hficn mit ^4< 
^e^ 9flci| lernen unb ni^en foUen, ba^ brc So^n 
&ei:*ntgrn ®ottrt {i(^ fo tief ^tnmtet flclafftn t)al, 
^ ancwtb eltnb nrbom, uiib \ol<iiei gctbait ijat umb 
iw^'t^Sinbc vlUen, unb feine SRajeftät un^ ^u 
QM fs lanfl »ecboT^eti t)at. S)a ci dcboni natl^, 
Iiat er^aenelnet unb ctefct^clen ') nie ein anbei 
Afnfc; Sratia M feinet inüfcn ivatten unb pt^cgcn •), 
Uw fSuaen (wie bie Sirite fm^cl: ^i wat ein Ilcint 
Silf((^ fein ©priS), ägen, nu^roifiiien '), ^ebtn, legen, 
tragen ic, nie ein aitbcr Ü^iuttci tf)t Jlinb. 

fflftft ^emad) muötc Sofeplj mil bet ÜÄuHer 
unbfttnbe tnS SIenb in Sfeg^pten flicken für ^ctcbc, 
bei bo« Äinblein fii*te, c8 umSjubringen i). 2>a fie 
nil(4£etiAt# Sob n^itbec gen IHajace^lj Comtnen ^b, 
ip et%enS(cIteni unfettifnn geroefl fiuc. 2. (93.51.), 
n>iiti,4Ken oft Srob, ärinfen unb nnbrcö cteftfflct 
'lafwn. fBtatla mirb aui^ iro^l ju itjm gefaxt babcn: 
Ifep«^, WS Uft bu dciDcf)? Aminfl bu nitfat ba< 
jel« «ribm ')? Unb ba et nu ermadjfen ift, wirb 
et .^ofry^ $abai liclfm iimmern ic. 9n biefcr 
fito«fe«n/;amng(n (^cfialt unb verAcf^tlicbrm SSefen, 
««■■OK -wipo. 1 " 



I. jii fcl}cn roai, fid) niitjt Ätgcm, ift 
»np «nb SBEiälfch, j^ '" - * - • 
itn ®eipä ciiien äBerf. 



{TD^ev mc: Xnnfl unb SBeigl^ch, ia (Sottet ®att 



-'" "Clfh^e m bcr vid Ait^ern fl(^ baran, bag V^M 
unwOen «f bet Aan;el fat;en: g[)rlftu« f'> <iH 
Sü^OMtgefta gmtf) ; fo eö boc^ viel ein grfi^tr MW 

eeai htm 3tfi. 
rint JMab^rtt idfc 



r)' 9aMhH| »eii In Jt(ibl|dt o\n een htm 3tfi. 



rint" 1tt)tt SV «. s. 



g 



— 17 — 

Smii§ ifl, baf er an8 Stttni ali ein (Sottedläflcrcr 
unb Snfrfl^rei gefc^Iageii/ iwifc^en gweieii Ubelt^ätern 
ge^naen f^at u). Slu aber iDaren ^ ) blc ®et)äugten 
mflu^t^ »le 3)etiteron. 21. (93. 23.) aef^rieben 

{e^eft: Sin (Be^&ngter ifl t>erf{u^t für ^ott; unb 
lalat. 3. 0B. 13.) : 93erflu<^t tft Obermann, ber am 
^o(tf fanget. 

IBetl nir aber t)on biefem artifcl immer prc^ 
bigen unb ben Beuten mit auem ^lei^ elnbilbcn, unb 
tftglic^ aDe S^riflen im 5tlnberg(auben befennen^ ba^ 
SDrifhiB/ unfer ^eilanb^ gelitten bab unter $ontio 
$tUito, gefreujiget^ geßorben )c. für unfere €flnbe: 
nwrflmb foUten wir benn niAt auc^ fagen^ er ^i ein 
Simmermann gen^efl? fonberltc^ n^eil er im S))an< 
elio mit Haren SEBorten alfo genenn;t wirb/ ba bad 
elf fidf über feiner Se^re unb Sßeid^eit ))envunbert/ 
unb fpridift v): SCBo^er fömmet if)m bad? Sf^ ^^ 
ni<6t ber Si^n^ermann^ SRarien @oI)n? SRarc. 6. 
(S. 30 

9Ran fc^reibct^ ti fei ein frommer ^ gottfeliger 
Sif^off flw^ft w)^ ber ^ab ®ott oft mit Srnfl ge$ 
beten, ba^ er i^m woUt offenbaren^ wad bod) ^t(\\i 
in feiner Snaenb getrau batte. Über ein S^it ^er^ 
nac^ ^at berfelbige Stfcfioff ein 3:raum gehabt bergen 
fMt: S^m tfl im Schlafe färfommen^ ald fef)e er 
einen ßiininermann fein ßanbwert treiben unb ein 
Jtn&blin bei ibm, baS abgehauene @pdne auficfe; 
inbem fei ein Jungfrau in eim grünen fRod fömmen 
unb ^abe beiben gerufen, ba^ fie jum Sffen tom^ 
men foDten, unb ibnen einen ^rei furgefe([t. @oIci)d 
Vüti ftat ber S3if(^off/ wie i^m gebäumt, im 3:raum 
gefr^en, hinter bet £i)ür ßet^enb, ba^ fie feiner nic^t 
genagt trarben. 3>a ^ab bad Jtndblein angefangen 
nnb gefaget: SBa8 ße^et ber SRann bort, foUe er 
nf^t au4 mit effen? Über biefe Kebe ift ber SSifc^off 
fo fe^r erf4ro(fen, ba^ er ben ftopf I)art and jQaupts 
bxttt Ui Setted geflogen ^at unb bai'on erwachet. 

o) Siber |MI(4e JHitoHtge. v) Vlii un^ va^ ^ti 
M^cHI rtbev. w) ^ißotu von dntm frommen Iftl^d^o^t. 



— 18 -•■■.:■ ; 

SS fei nu bamit, rcie ti woUe, ti fei tln 
QMbi^t ober Qtf(^l^t, glaube icf) bod), bo^ e^rijlud 
tn JtiiuT ftinb&rit unb M 3uacnb (Irt) gesellet unb 
^9an ^ote.wu onbcre Kinbet/ bod) ebne @üiibe x). 
iSfe Paulus )iin $bilipp«i^ii (tm antcin (S. ~-> 
iieuflrt: „3efu8 SlfiiftuS irat iileid) loie ein anbct 
äRcnff^, unb an (Sebecben, wit cm silenft^ ufunbfn. 
(St tttcb oft (reie t* gebeut, fagä nittit für 33ai|t= 
firtt »3, »«n We Seltcrn ^icbiirtet Ijabcn, but<& flött 
liie Ätaft »etfi^ap imb V'"^' fta&en, xaai »on 
SUtbro ip fltrotft, ötinc C«clb. ©aber (ba bie Mute 
tft faf)e^ baß t8 an Sßciii aelnad) auf bet .öo(ftjcU 
}u Sona) jptl^t fi< ju iijm nuS mütterUfftem ^ep 
)«i unN SBettiauen y): (£ic babm nt<^t Bein, 
ntejl .fle luvot me^i beim ein a}Ial an iljni ^nuttfl 
l)atte, baf n Eönnte Stati) ff^affen, racnu SKangel 
fOilianben todre. 

a^axfimb gUube ic^, ba§ ^acia, bie a)tultc^ n!(^i 
aOetn babtr (baß fle bicfes Jtinb roünterbaiUcbr ß^n 
SmA^Itqe Sßeife, nämlict) 'jcn bem .gctltgcn @cift 
eml)fRngcn ^at unb ob» nllen ^djaicrjcn gcbonn) 
opirtt^ unb gealaabl i}ai, tag ei Tcaliicr, noii'uUtbet 
QmteS @obn fei, fonbecn bag ^xe aut^ fi>IcbS {|cf(t>fn 
unb genant an ctUt^eu 3ei[t)cn, bie et in bec ^u: 
genb aet|an ^at 0- 

SSetbalben tun bieg £tnb lecbl fciffcn xoiU, bti 
iBaf ftibenlen, bag fei» liSIjer aßciöffeit tfin), bnm 
, C^ttfhun etfenttra unb fid) nid^t bcan rebien no4 
Aigeni, baf bieäBtlt bic^rebifjt vcn (Sotteä ®Pbn, 
bec aSntfib »Kben, gctrenMiit, geftotbcn tfl*) ic, 
^c bte aiDfitc X^otbcit unb 9ierge[»i0 bäU; fonbecn 
vtiBm, MI fie ane @läutii(tcn eine ^ittiid^t SQJciä: 
^ ttid) ictaft iß, boburd) wie fclig werben, batan 
' oiMfi Me Heben ttn«t äu^ unb ^ceitbc bobcn. 

3Daf f (^ 0^ Der liebe .^ecr fo tief gemebii^et 



t) pKti IbfMita- n) llb(ttT(fil«t Sütlebttt. 



— 19 — 

I 

^/ 0e(iprfam tfl werben btö )um f(^mA^U(^m Sob 
Ut Smuiti, baS ^at er un8 armen ^ eknbcn^ t>ers 
bammeten SRenfc^en ju Srofl unb ^etl get^anb)* 
Senn ein grofer^ md^tiger Jtaifer o^er Storni etm 
Mrac^ten 93emer bie $üfe n)ufd)e c), lieber &ott, 
»le t)errU(^ würbe btefe iDemut^ an fo einer ^o^en 

Setfon gepreifet unb aerü^met werben ? äBcil aber 
otteB @o^n^ ber «perr über Slded^ im ()o^eften 
(Brab fi4 geniebriget l}at unb ©e^orfam erzeigt bii 
}ttm 3;ob am 5treu)^ wunbert fi^ 9tiemanb barüber« 
ausgenommen iai fleine «gduflin ber ®(aubigen^ bie 
il)n für if^ren «germ unb «l^eilanb erfennen unb an< 
beten. 

S>ariimb fage idi, @^rifhtm erfennen^ ba^ er ' ) 
SRenfd^ werben unb fo tief fi(^ geniebriget f)at, ba| 
er an^ufe^en ifl gewefl ber aUen)era(fyte{l unb uns 
»ertbejl aRenfd)^ t>on ®ott aeplaget unb gefc^lagenic/^ 
ftfafa 53 (fß. 34.) unb fo((^ed umb unfern -wißen 
get^aU/ ba8 i{t bie rechte gülbene Jtun{l ber ß^rificn 
unb t^re b5^efU äBeiS^eit. SEBie auc^ ©anct $au(ud 
1. Aorintb. 2. (93. 2.) faaet: Scfy weiß nic^td $\)n 
oDebi Sefum S^rifhim^ Sen ©efreu)igten. 9Ran 
fann and^ bem 3:eufel ni(^t we^er ' ) uoc^ gr&per 
2eib t^un^ benn fo man Don bem S^i^c^^ii ') unb 

feiner SRenfc^werbung lehret, prebiget^ finget % 
dget }c d). 

SDer^aiben gefdUet mirS febr wo|)I^ wenn man 
laut fnget unb fein (angfam InbetJttrd^en: Et homor 

faetai est; et: Verbum ctro ftctuni est e). !Diefe *) 

Sott fann ber 3;eufel ni(^t ^ören, muf über etliche 
aXeilen bafür flieben^ benn er fuMet wo^(^ wad {ie 
in fic^ ^aben. SBenn wir fo 9er)li(^ über biefcn 
aBetten frA^Ilc^ würben •), bad SDSort ifi ^leifc^ 



b) 8n4t «ab SUnft d^rifli mtM^Uit c) fBit ber 
i^Mg git granfrei^ i&l^rli^ am gr&nen IDomiftffaq tl^nt nnb 
itaifec itati and^ id^rH(^ gel^an })at d) %tnUH QUl nnb 
UnHif. e) flnb&<(t(9 mit ((riflli^em 6cbac^t itiigen. 

1) St. n. S. brr. 2) St. n. S. toe^tsa. t) St. von 
drfB C^tflb; S. 9«ir dr/jr. 4) St., S. n. VT. i: vdl. 



— 20 — 

otn fßieaUf ttetbcn, fo fe^r bct %aMi/^ 
MriA itnb «jtttnt, fOmtt ti fc^ toenC^iiL.. 
.Sbn bte SSteU »etac^t aOe Qlotte« ScnuMhi 
tDtU fte (0 mit fi^In^ten efnffttttgen 9 " '" 
flehoäen tuetben. "■■■-• 

&o4Ian, bit ©ottfeliam Mtn^'^ iri4ttn«iff), 
nie sntng unb fiUec^t bfe 9Bütt lotai, Mcni 
^aben S^t auf btc etDlgm ^taMOncH tÜMit 
nnb Q^flfn, fo baiin flcfaft, i^nnt fbgmKeB'aO. 
)U (igen angebaten »erben, bie unfAsH^ V^'ff gHl 
unb betrliA'finb, baf mit ble tUbm «BM'ti'^tR 
Wpet anÄen. (1. Sßrtr. 1^ ,12.) ^ ^^u^i =.. 

«M. (lt.) Cttf^ntt ton Mi Rnf* «ülBW, 

(A. 102». - 81. 58*. (G2'). - S. 57. (58.) ^M 

,^ein Sltenf(^, et fei apoficl ober Sprop^ct, »(M 
wmtger i((| ober metncö Ötcic^m fann 6(jri(him tu' " 
btefemfieben auslernen, bafi er rec^t ivilgte iinb Ki< 
ftfinbe, teer unb wo8 er irnrc ' ) ^). 

Soenn er ifl wabrn, ciriact, afimddjtiflet @ctl, 
unb ^t be* unfer petblit^e diaiut m ^i) fltnpmi 
men, b'tn ^obejUn ®e^orfn)n unb S)cmm^ erjeiget 
H8 in ben xob; ^baf^eT et felbä fpridjt: ^d; bin 

Snftmflt^S ttitb son ^etjcn bemütEji^ li). 9tuj fonn 
) ntt^t gnugfam ausreden, voie mir ju ®inn unb 
' 'ijt/ wenn l^ tc*t frctjtidj pbcr tcaurig bin; 
„„ ,_a 14 benn ble Ijcljen Sffcctuö itnb Berocgun» 
gen Bon C^ripo ') anötebcn?" — 



icb nlt^t gm 
SÄut&jftx t 
nie im leb 

i 

. .,^&tffei uns ja auf 6I;dfhim ^efum in aKet 
Su»rrt4t träfet Sertcauen fr$en! @ott nc^mc mfcb 
iirfe Stunbe ober motten au& bicfcin £eben, fo niU 



birfe Stunbe ober motten aue bicfcin £eben, fc 
f4 bot QlntR mit laffcn, bnß ict) Scfum gb^l! 



1) „iaf 'dt n^t'Mftt - m& u xtixK" fc^it St. 



1 



— 21 — 

rfenncn unb (efennen toilL für meinen &ott unb 
ierm i). Solc^ed l^ab ic^ nic^t aKeln au6 ber 
M^tift k)^ fonbem aud^ burd^ t>iel/ grofie tinb man:: 
leclei (^apning; benn ber 3tamc 3^fu8 ^at mir 
ft geholfen/ ba mir fonfl feine Sreatur f)at t&nxitn 
rifen. 

aafo itab ii) UiU» für mi^, SBort unb S^at, 
>Arift unb Srfa^rung; ber liebe ®ott 1)at mird 
ribed reic^Ii^ gegeben i). @8 i{t mir aber blut 
lur n)orben/ ^ab manche fc^n^ere 9[nfec^tung bniber 
uSgeflanben. S)a8 ifl mir aber fe^r gut unb nA$s 
t^ geroefl/^ 

Unb fagte ber ^err JDoctor, ^^bö^ geifllic^c an? 
4(ung lebrete^ n^oju SbrifluS nü^e fei^ unb er ^dtte 

I manchmal ))erfu(l^t uno erfabren, wie fr&ftig ber 
amt S^u8 S^rifhtS i^m geholfen fjitte, barumb i^n 
iiie Srfibfal wn S^rijto foKte abtreiben; biefeibige 
Tfa^rung machte andi, ba^ er bie bciüge ®^rlft für 
f gewitfe gfittlic^e Sßabr^eit tfitUe. 3)enn btefe 
ine .Srfabrung fjättt i^m bie Spruche ber @^rifi 
mi 0en)ip gemad^et, ba ber «i^err S^rißu8 faget: 
At bu mir gegeben l^afl^ ber ^ab x6 reinen "otxs 
cm m). Stem C^ob. 6, 37.): 9Bad }u mir 
mmet: baS n^iO i^ nicQt ausflogen/ aber ba9 {leitet 
if babei, baf fle aud^ nic^t n)eg(aufen/' ' 

ty. (Ift.) !Daf bei fett d^tifhte mifet 4o^n>t{e|lev fei, 
oif bem 8. ita)>. 6. $ciiiU gti ben Slöment. 

(A. 103.— St. 53*. (57r) — S. 52. (53.) 

„(Sifxij^i, unfer «gol^erpriefier^ ift gen «gimmel 
fahren/ fi^t }ur Siechten bed SSaterS unb bittet 
in Unterlaß für un8 9idm. 8. (SS. 31.). ^n 
m ^) malet @anct $au(ud @^rl{htm mit fe^t 
(Auen ^enli^en SScrten ab; in feinem Sobe ifl er 

II Cpfer^ fo für unfer @unbe bejablet n^orben ifl; 
ber Suferfle^ung ein @iegdmann; in ber ^immeU 



Ctetleitf Mb Mtni Sod^ett ober ®ett(iin. k) (S(u 
t. S. 1) 3). fatber« profecto«. m) Sooui. 11 . U. 



— 22 — 

fa^ «in AAnifl; Im gurbitten unt Sßettteten ein 
^Oi^entlefler n). Xenn im <Bcfe« IDIofi ^Ing aQrla 
brr ^^eprfefler InS SlUer^eiligfie ■), In Sintta 
Sincteran, unb bat fur baS !ßi?lf. aifo Ifl unfH 
^ne e^ripti« in blff« gigur fein ') al>9emal«.'i<| 
- ■■ f 

Ua (Iß.) e^rliitte 6W6t TOo^t qjtitaer ntib Äinlfl. 
{A, 103. - St. 53". (57".) — S. 52, (53.) 

„e&rijVuS luirb »p^l ^lieftcr unb Äßnffl tn 
SnigMt bitibcn, ob iljii gktd) fein !8if<f)[?|f gcn<ti()tt 
not^ «[(^mietet fitit o). Iiaö fAatct nic^t, benn 
&ott pot il)n fctbcr orbinirt unb gcroci^ct, f[nqcft$t 
unb flefatbet, ta er (priest; 33u bift ctn ^rUflcr. 
ÖPfüImllO, ■].) 3)a ifl bn8 3> iinb U ßtüßtr, bfiin 
tin €tetn in bet Cfenbonino 3ot)nnnt0, ber fän^ici 
wor bnin 300 aJIdl 2Beflc8. Unb Spfatm 2 caJ- 6): 
3dt abtt habe meinen ÄSni^ ciiiflcfcgct auf meinem 
Stiliflcn JBer.i Sion, banimb TOirb et roo()I bleiben 
pjeniinb Utile, biE an 'j iljn glauben. 

3n bet Ijefiflcn ©Ärift ifl fein f&uüt, in treU 
4nn fo fein unb eiqentüe^ beft^tieben Ift baS $tle: 
fitEt^um bc9 ,ßeir 6f)ril>i, ni§ bic eplftcl jiin .ßc; 
otienCr G^riftt *lJtic(lettl)um aber ttöfict iiberaw? 
Mt bfi @Dttfüt4tiaen , ba& er ein *]3faff ifl. SJag 
et ober au(^ ein Acnig ift, bad triftet nitftt fo fr^r; 
Ibenubo gebeult bad ^etj, et fei ein ö'f^rnaet 

539. (17.) S^rifhfl (ß nnftc «e^tmlder. 
(A. 103". — Sl. 53". (57*.) — S. 52*. (ST.) 

2hl biii ein sprie(let na(ö bet Oibnuna 

jÄlfArf^fagt ®ott, ber f)tmmlif*e SBater, ju 6firf[lP, 
fnnrm: Ccfjne p). 3;a fpra* D. SK. *): „Sn bie; 
fem $ricpet lajfet unä fangen unb bleiben, beun er 



s)mH 



0) e^dftf «rf^c nA 
Jjr'St. n. S.'^tUlaftt. ^\ ..ftti" tm SL t.H 



— 23 — 

Ü freu tob wn (Sott für und Qtien ttnb f)at un8 
lebet beim fein eigen fieben q). S)ag f)at et bts 
»etfet init feinem iittmi defben unb Sterben^ bad 
I gemiflic^ wa\)x. ^t), wer iai glciuben fdnnte^ 
Ht felig »dre er!'^ 

JDa fein ^) Diener biefen aSerä im felben *) 
Jfalm lai: !Der ,gcrr \)at geftfeworen unb wirb 
)n Ttic^t gereuen^ !X)u bijl ein ?ßrieftcr k.^ frrac^ 
). a».: ,,3)a8 ifl ber fc^onfie, bertiid)|le SBerS im 
an}en %fa(ter, ba &ott btefen S^riflum allein für:: 
dit, baf er foU fein «nfer JBifchoff unb »ßoberpriejicr, 
et beim SSater oi}n Unterlaß für bie Seinen bittet 
nb fonfl fein anber mel^r ni&it. (S:i foUd Weber 
taiybaS noc^ «gannaS^ weber $etru9, $au(ud, noc^ 
et $apfl fein, ^cx, ber foll aUein ber ^rlefter 
in; beff fc^wSre id) einen Sib^ bafi erS aQeine fein 
)I[, barumb bcibt SufTuc^t ju biefem $rior! S^ 
lAntf bie Spifle( jun «gebrdern fannd i^r iiu|e 
la^en" r). 

540. (18.) (Sin anber«. 
(A. Kö«. — St. 53«. (57».^ — S. 52*. (53«.) 

• /#(£8 iji ein oro^er^ ficttlii^tx %xoft, ben freiließ 
in iber frommer Sb^fi umb ber SEBett @b^ '^nb ®ut 
iÄt foQte noc^ woQte entbehren / ndmli(^ ba^ er 
>etf unb gldubt^ ba^ 6b^iflu8, unfer «goberpriefler, 
iit Steckten ffiotteS fi^t, ))ertritt unb "otxbitt und o^n 
tufbören; item unfer @eelen treuer «girt unb 93ifcboff 
^, weld>e it)m ber Seufel au8 feinen .gdnben nic^t 
eifen fann s). 

aßir fönnen aber baraud merfen, wie ein Ufliger^ 
listiger (Seift ber Sieufel ifl, ba^ er fromme, gott^ 
Mutige «l^ersen mit feinen feurigen Pfeilen fo er:: 
l^tetfen unb juricbten fann, ba^ fie. biefen f(b5nen 
"Mft verlieren unb firacfg wiberfinnifcbe ©ebanfen 



q) 30ain. 10, 12. r) atei^t^mn ®. G^rift. s) $He# 
eciMf f iSfßifd. 

])) St. «. S. IDodor iui^M. 2) M^ttttu" ^t^\l 

L & 5. 



— 24 — 

Bon S^rtflo fnffcn, ba^ et nit^t ifju .gotjetpricflct fti, 
fcnbeni fc fiii ®ott urrffage} nic^c i^pei Settni 
älfctioff, fontctn (In «Ihfnflei iRicf)terfci i)- 

Datumb Ijaben bU litben Slpeftcln ^ctni8 unb 
5ßaulue un6 •) nldft »et^ebenä fo tteuli(^ flrirati 
nct u), ba{t nfi fcUen nudjtecn friii unb tvadien, 
mit Glottcä .garntfc^ gecüfiet, bamit bem Xtufel 
SffiilifEfianb ra t^un, feft Im (M[au&cn. 1. SJett. 5. 
(SB. 8.), gplj'f-e- (»- 13.)." 

Ml. (10.) ««dflae e(a (tslfl« 9t(«tn 
(A. 103*. - Sl. 54*. (W.) — 8. 52». (53».) 

„€^ri11u6 iciib >) ^rieflei btctben e»(ali(b x., 
ob et gleid) von fdncm BifC^off geroei^et ift, bnui 
®Dtt felbec t)at if)n otbinittv), ba et ^at'sqifinoin, 
unb uirb itjn nict}t ticteuen: Xiu bijt ein Srirftet 
eiKifllii^ K. ($f. 110, 4.) 3n bkfm Su^ßoMR 
bitfetaSoct: 3>u bifi cin^rietlet, ifl (in fglic^e 69U 
labe viel (ir^ger benii ber 3:E}unn ju Säbel. 

•gcrtfc^c untec bcinen ^einben ($f,. 110, 2.). 
®o muß unb ntib er feine Se^tc, bie »fr pttbü 
. gen unb fuc bet (itgcn SÖett bcfennen, gmif nwbl 
etl}iilten, ciui^ für ben Pforten bet ^fiOmv).. Br 
Sut^etifc^en (nie man unS nennet) uiA "^te ^ni' 
ften ') iBo^nen untet einem Xnt^. Sin iqRi)tjEbtll 
v>lU (Bottti aSoIf unb bie tedite Jtte^e fettt^'tttb 
fein Sf)eil bem anbern »eidjen. Ru muß boq «dl* 
n^ ein X^eil melden, nimli^ ber Obttfofen tien 
ffietcc^ten. 

ÜXe 3ubtn unb Hpojteln famvt t^rm SuMtetn 
maten au(£ unter einem Xat^. £)a nu-btr äuben 
ein lange 3t(t bie S^riflen uo^I aephiflt, tieq»|fl^ 
i^i biel gcpetniget unb emutbet qottm ind> |l^^|t' 
pe aUc «erjaget, unb nu meinten, flr «JÄo^^^ 



t) d^rifm» Miltn» «nc. t. u) C^ik IMCni CdMk 
*) ynmgltsv bei «. «. w) 0. rMgll^t. ««hU M 
*. ff. ■, ■:■, ■,* 

I) „M«" f^It St. «. S. C) 8l I. 8. t *• •) Si. 
f fbib duo iucovpanbilU ulb. ^ .• 



^ «> - 

bftfea fiente unb Stiben gar loe, ba famen bie Stö^ 
mrt unb mac^tenS .gar aui rnit i^nen x). Sllfo wicbS 
i|t auc^ Aktien; n^enn bie ^aptjlen audgetobet unb 
gmul^et baben, S^tiftuS Se^re ju (dftcrit ttnb ^) 
tmbaminen^ bie.€^ri{ten )u t)etfoIgen unb i^r un:? 
MuIbigS Slut i^u ))ersießen^ fo n^erbcn fte biefem 
Z^cil weidben muffen. 3)enn (Sbrifhid will unb fann 
bic^ fo ibn bi* an bet SBclt ®nbe für if^ren ewigen 
ftdnig unb ^riefter l^alten unb befennen')/ feine 
£ebrc prebigen unb befennen, {icb feines ®ebet@ 
3o^. 17. tröflen unb ba^ er jlcb felb8 für iljTt ©ünbe 
geopfert \)(d, nimmermebr trofl^ unb ^ulflod lajfen/^ 

Ml (tO.) ü^rilln« unfer MM^ nsb (Sott. 
(A. 104. - St 54. (Sa) — S 53. (54.) 

,,!Ber ßbriflum )um Jtdnig unb ®ott \)at, ber 
mcnfAIi^ Statur, ^leifcb unb S3Iut an fcb genom? 
men Qat/ wn ber reinen S^naftcrutn äKarien geborn 
tt, ber ntuf R(^ aen^ißlicb ^crfe^en, ba^ er ben 3;eu« 
fd «tm %ünbt' fabe, ber ibm ))tel SeibS tbun ') 
mb Jetn Seben lang plagen n^crbe y). dagegen aber ^) 
tp baC unter Srofl unb gro^e «gerrü^feit, ba^ tDir 
atme aRenftb^ ben «i^errn beS SebenS, Xobd unb 
aDer Sreaturen, mit unferm t^leifti^ unb Slut beHet^ 
bet, }ur Stecbten beS SSaterS fi^enb baben, ber ewig 
(e6et unb fflr und bittet, und f^u^t unb befc^irmet/^ 

548. (21.) e^efTimini. 
(A. 104». — St. 56. (60.) — S. 55. (56.) 

,,6(^eflimini, baS t{l, fege bicb in meiner 9tec^2 
teiL Xn @(beflim{ni bctt ))tel unb gro^e ^einbe, 
bat muffen n>ir, fein armeS «l^duflein, fo erfabren, 
baf wirS füllen. 9tber er wirb für ibnen 9Uen wie 
bitter mo^I bleiben {igen unb wir in*) ibm unb 



s) ff^eAenuittii iwifibe» 8ro«nn«i tnib Safen. y) \Xu 
a4e tnffUf^er 9iifeinb»ig. . 

1) St. B. S. t 1». i) St. n. S. erfenneii. t\ Si. u. S. 
«it 4) „äbtt" fem SU u. S. 9) SU u. S. wtt. 



(A. im. — Si. 58'. (82*.) — 8. 57. (* 

,3ud) tft ei)Ti|)u8 bechalbm tn Mefe 
iinbctircipid), bcnn tic SBclt lohnet feinen tii 
ttcuejicii IMencrn fcdr iibcl, «nfolaet, Ifipi 
bammet unb töttct (le a(d b(e drg'pen, f4 
Ae^er unb Ubclt^Atcr :c. 2)a)u fttwcigt 
unb Iä$td gefd)ct)en b), alfb ba^ id) 6MR) 
bcnle: Sdf roctfi fdjicr nic^t, »oton i(^ bin 
rcdit piebf^e obci: nic^t. 'S)a8 tp @, ißaii 
fec^timg unb SRartC]: au<4 flewiflf ble et ( 
nft^t SSielen gefagt '^at ober ^at Hnnm fug 
mec fann fagtn, roaS baS ^etft, ba; ( 
.1. Äot. 15. Oä. 31.): 3* ftttbt tdflUl^?", 

ML. (2t.) S^tlftiiin ntnntt Mc C^dff Ofm 
Silitgain x. 
(A. 104. — St 54. (58.) — S. 58. (^: 

,,S)ie ®(^tlft nnmet' 0ft C^ti^ 
$rie^et, SSinut^atn, Sutflen ic.^ unb nnl 
f^n gläuCien, feine 'SBxmt, Qung^au, Xot^tei 
nug bcr anaßen ein fein l\tiÜttj SUb fft, 
immer für ^UQtn i^aben foQen. 

SRu frat et fein prteftctltt^ Vnvt c) e 



— 27 — 

bie aanje 6^rt{ten^eit bi8 an bet Sßelt @nbe httji 
9or feinem Oana }um Sßater gebeten^ ba er fprid)t 
So*. IT (»• 20. ) : S* iitte nlc^t allein fiir pe 
(benen i(^ bein SEBort gegeben iinb ju prebigen be^ 
fohlen ifait), fonbem au(^ für bie, fo burc^ i()r 
Sort an mi&i glauben n^erben; unb noc^ fi^et er 
|itr Siedeten ®otte8^ ttnb i)ertritt unb t>erbitt und 
m (Kott o^it Unterlaß. 9töm. 8. (93. 34.) Sum 
SDtitten, ba| er feinen 2eib am ^oI}e bed 5Erented 
fitr iinfet @ünb aufgeopfert fjat 

Unfer Srdutgam iß er^ n^ir feine SBraut d). 
SBofl er, ber liebe ^err 6^rijht6 t^at*), ja er fclbd, 
ift- unfer / benn n)ir {tnb ©lieber feined £eibed^ 
)wn feinem ^^leifcb unb t>on feinem ®ebeine^ wie?) 
8auIiiS fagt (gp^. 5, 30.). 9EBa8 n?ir f)aben, ift 
ffin* S8 ift aber gar ein fe^r ungleicher äSec^fel: 
Cr ffat ett)ige Unfcbuib, ®ere$Hgfeit^ geben unb 
6ettgfeit^ bie fc^enft er und, bag fie foQen nnfer 
riflen fein« Sßir finb beS 3:eufel8 befangene, ber 
6änb unb bem Sob untem>orfen. aSon bed 2:eufe(8 
Oetoalt^at er un8 erlöfet, i^mbenÄopf jiutreten,*) 

Sefangen genommen, audge^ogen, }ur J^iUen t^er^ 
o^en K* Unfer ®unb l^at er auf {!d) genommen, 
getragen unb fein geben ju einer Sriifung für und 
gegeben. S)em Xob f)at er bie SRactit genommen, {a 
er ^t i^n ))erf(^Iungen en)igli(^, ba^ wir ibm frö^^ 
Ii<6 Xtoji bieten m6gen mit @. $auIo c) : Sob, xoo 
^ bein @ta(bel? 

Son biefer geifUid^en «ßot^jeit f) rebet ber $ro$ 
pftet^ofM in ber?ßerfon6briftiÄap.2. (as.19.20.): 
3(6 n)tu mic^ mit bir ))er(oben in Swigfeit, id) 
will mic^ mit bir ))ertrauen in ©erecbtigfeit unb 
(Beriet, in ®nab unb aSarmbergigfeit^ ia im ®(au:' 
ben wiü ic^ mi&f mit bir ))er(oben unb bu wirfl ben 
^emi erfennen. Unb S^f- 62. (93. 4. ) : !Der «gerr 



d) «rMgam« SifB. e) t.iTet.ll f) Oelfnicfie ^cA^ 
Htt Ctd« IIb fefBfr Stixtbe. 

M) w. f mt 4) SU f ifn. 



. M Saft P iix, unb bein fianb ijat einen lUbcn 
»u^rra. gtem V». 5.) : SBic ein »räufgom fl* 
fceurt u6n ber »raut, (d wirb fi* tnn ®ptt über 
Bit fcrum ^) ic. 

Db nn wo^I ber lietc ^ecr ein gciflKdit ^cirul^ 
«nb etje mit unfl fttftrt, fiel; mit iinä ^icdob«, unfet 
emtger »rfiutflam ju fefn, mit feinen cirigen tiirams 
lifi^en ®ütetn une begnabct unb fd^mücft, auc^ ba^u 
^w&ttt, et aoUe unfn: ewiger ^tieflec fein: ne^ 
^tlftd ntc^t, ber gto^e ^atife läuft ing 3:rufele Xtu 
men ba&tn, bupft »ibrt itjn, betet frcmbbe ©ößen 
an, tofe ble gifiben bot Sanum, Slftorctf) it. bienc 
tm inib wir fm^apftt^um i:ie ,gciligen onruftciig). 
3ttj ta« no^ (lobet' »u beflagen unb »« bercelnen 
ift/.nit, bie nu (»tttit>b auä ®Dtle€ äSort roiffen, 
ba& tc unfei ^o^eiptiefiei unb ^läutsam ifi, n»rnn 
rin Xtübfal, «ngft'unb 9?ctt) fürlianbcii tfi, ^a mli 
cun'.meiften 3uftu(^t foQten i;aben, ßir^cn mir füi 
f^tn unb Jotgen, et iitnt mit un$ unb mtüc uns 
fiedm laffen." 



Hl. (».) grillt uRfn ewlgn mtllK. 
(A. lOt;. — -SL 5«. C60'-) ~ S. SS. (56.) 

„(Si ift nur rfn ®ott, fprid)t ®. $ai 






1 aaino*. Z. (». 6.) , unb ein SKittCer, jmifcben 
<B«tt unb "J afteltteen, nflmli* ber aWenftft ^efue 
C^tiftul^'Kt flc^ fetbet gegeben liat für HUe jur 
StUnrng* vDarämb gebenFe nur jRicmAub für ®ott 
n ttetM'h) nnb Qmab M tiim in edangrn obne 

»t.5. (». 1. a)?!^ 3cf). 2. (SB. 1. 2.). 

■ 31t et nu Iftifec fflflttler für ®ott, fo folget fle= 
Wlf ^~b«f Wit Sänbet unb ceriorn flnb unb butt^ 
«mer cnbat HtUn, gute £Setf, Stugenbe, Sßcrbienfi, 
^(Ufflfett^ au4 bui^ bed @efe$ed SBerF ®otte« 



. ._._..._...,.,_ _ „.._ h)3iWB 

fitf «Sb. .^ 

JS.^lfst.^ kern-, 8. -^ tw. ■ 



— 29 — 

I 

3om ntd^t ^tMffXitn, noc^ ®nab itnb aSetgebunfl 
feec Sftnben eciangen Nnnen* 

lafo »tob bur^ bie^ ^) einige SßörtUn aRtttler 
fite Oott aOer «l^eiltgen SSerbienji, gute 2Berf unb 
(Btcc^tigffit ))em)Drfen unb ))erbammet/ baß {ie ba< 
biiTff) für (Sott nic^t fönnen be{lel)en i). 9(u(^ fe^en 
nit braue, n)ie unfdglic^ groß ®otted 3orn über 
unb toiber bte @ünbe \^, weil {ie fonft bur(^ fein 
anbcr Cpfer bat f önnen ))erfö^net nocf^ bejal^lt tt)er< 
ben, benn auein bur(^ ben @o^n unb ba8 t^eure 
Sbit be8 @o^n9 (Botted/' 

ft^. (IS.) Giber 64ta)es(lfelbe aRdirang »ob bet CreatihE« 
(A. 105. — St. 68. (73.) - S. 65*. (66*.) 

Xafpar @(^n)en(ffelb k) .^atte >) Slnno 1543 
am 8. a:age 9to))embri8 2). 9Rartino Sut^cro feiner 
Säc^er einS bei einem eigenen S3oten gef^icft, rotU 
d>e< Sitel roax t>on ber «i^enltc^feit. i)a fprac^ 
2). 2ut^er: ,,@c^n)en(ffe(b ifl ein armer SRenfc^, 
qoi non habet ingenium nee spiritam, fonbem er 
ifi attonitus, xok bie @(^n)Armer aUe finb, er n^eig 
nic^t, »ad er ))(aubert, fonbem ba8 i\t feine SRei^ 
uung uitb fein principiam: Creatara non est adorandai 
qnii scriptum est (Hatth. 4, 10.) , Dominum Deum 
tom adorabis et ei soIi servies. S)ama(^ gebentt 
er, Christas est crcatura ; ber^alben fo foQ ic^ Sbri« 
ftam als einen SRenfcben ni^t anbeten. Unb f ngtret 
imeene C^tifhiS'), fpric^t: Creaturam post resur- 
reeCionem et glorificationem in Deitatem transfor- 
matam el jdeo esse adorandam, unb befc^eißt ^) bie 
2eute mit bem fjenlic^en 9lamen S^rifti, wie er 
brnn ((^reibet: )um $rei8 SbrifH. 

S>ie JCinber aber ge^en f(ble(bt binburc^ unb 
fprec^en: 3(^ gidube an S^^nt S^rifhtm, unfern 



i lQttmkt fUji Sott bet e^dfl. k) ^\p. 64i»escfe' 
fjdbS ScRvsat« 

1) 8t s» 8. btf«. t) SL v..iSI. I^t &) St., S. m N9. 
Sfgiß^. 4) Sl m. S. Betmgt 



TUT (Ejm nicberfici. @o fagct hn&tn&ftifi 
fctf<et: ^et an mtd) i^läubt, bet gTdubet an 
inid) gcfiiiifct Ijaf. . S>cr¥!jantafle fjat etliche 
aui mriitfm ?bvi)C de uliimis verbis Davidii 
len, bamit tcill fld) bec S^ccpf auc^ ft^ün 
ali communicBtionem idiomatun et idenlitil 
sonae; mifc^et ti alfß mit untn, unb will 
fqgen, iC^ bab ti au(^ alfo gnnetnet! 

@i niU mic^ Ittiren', »a« C^ElffatB t{t 
i(^ i^n foQ anCicten. 3c^ ^0^8/ Vott fc 
ttejfcc benn er, ic^ fenne meinen C^tifhtt 
banimb Iaf[e et miCb unge^eitt ')/' 3)a nu ! 
!R6tei btauf fagte: St, lieb^ .gtrr 3)i>ctOEj 

fu grob, ia antnottet er: „@ie le^ini tnfi^ 
ein. !Ran muß alfo mit bem Stufet leben 
levocire publice scripto bie Si^ttinnctei i 
©acramentn) unb bringe mir teiiimonia bof 
Sfo^ann .geffen unb ID. SHotbano aM Sretb 
gl&ube id) l^m nic^t, menn et mir gleii^ 
unb bie %initi mitten auf bie SuiAm Itat 
Unb ^atte iCoctor Sut^ei bem Soten eu 
nen 93rtef iciebei gegeben, bec nii^f nav \ 
gencfen^ unb mar bie U&eift^tift: 



— 31 — 

U^ Mti bte bte Süc^Un tinb bie 93riefe ^ ) em))fan9en 
babeo)« Unb looQt ®Dtt, er ^dret auf^ benn er 
9at iu))0r in ber ©c^lejlen ein $eur anfle^unbet 
toiber lai beilige @acrament/ tt)elc^ed noc^ nic^t ifl 
geUf(^et unb auf if)m en)i9Ud^ brennen t^irb. Über 
ba8 fahret er }u ') mit feiner Sut^c^erei unb Srea^ 
turUd^feit/ unb machet bie Jtirc^en irre^ fo i^m boc^ ' 
(Bett nid)td befohlen ncd) gefanbt^ unb ber unfinnige 
9laxXf wm Seufel befeiTen, t)erfie^et nic^tä/ n^eif 
nid^t/ tt)a8 et ladet p). äBiK er aber nid)t auf^ören^ 
fo laffe er mic^ mit feinen fSüdjUn, bie ber 2:eufel 
au0 i^ fpeiet*) unb fc^eißet*)^ ungc^cict*), unb 
^abe ^m bieß *) mein te^tlic^ Urt^eil unb 9(ntn)ort: 
Increpet Dominus te, Satan q). Et sit Spiri- 
tus tuuSf^qüi vocavit te, et cursus tuus, quo cur- 
ris, et omnes, qui parlicipant tibi, Sacfamentarii 
el Entychiani tecum, et cum veslris blasphemiis 
in perditionem, sicut scriptum estr): Curreban) 
ei SOD mittebam cos; Ipquebantur et nihil mandavi 
eis. Anno 1543. 

Hartinus Luther m. propria/^ 

M8. (H.) fi^ibet (Sl^^itm ge^ea alle 3ni^ttme unb Jte^mieR. 
(A. 105». — St. 67*. (72.) - S. 64». (65».) 

,,9Ult Ae$er baben {!^ n)iber ben Srtif et t)on S^rijlo 
gdegts). aJtanicp&uJ ^at bie 3Renf(^^eit angefochten; 
benn et gab fur^ S^rijlud wäre ein ©efpenfie^ @)Iei(^/ 
fa0t tVß vie bie @onne burc^ ein gemalt ®lai ge^t 
imb ((feinet unb bie ©trabten iai anber 3:^eit bes 
rubren unb burdigeben^ boq nimmet bie ®onne nichts 
wm 9Befen bee ® (afed ; alfo bat ^xi^n» auc^ nichts 
genommen wm SSBefen unb Statur SRaria. 

%ritt8 fot^t bie ®ott^eit an. 9le{loriug mute, 
tS tt)ftten in)o ^erfonen. Sutt)(^e8 lehrte ^ zi n)&re 



0) SD. 9t- S. offentlic^r Settel an ^(^toencf felb. p) itet^et 
tM nah Sm^nuig. q) Sac^. 8, 2. r) Sercm. 28, 21. 
•) Met itct« iBb IBcrful^rejr Siel 

1) Sl les mtief. 2) „^n" ftffii St. Vs S. auW 
fpiia, 4) 8L mmeifet Sj s. sji^ff^meiitt. 6) S\, ^a%. 



mir eine .^erfon'), bmn bie göltlitte »Sw «r* 
jÄltmaen. ^rtuibiuS flflb für, bie aSutt« roätc ni*t 
mflfctttt gHsefV. Sllfo wäre ß^riflug in bcr Stft« 
ibe {(cbent. 
S8 fflSDediim&beng^iirtum ;u t^un uiib umb 

■ brn Ärtilel, ben bie Äiubet fwt bem lifc^c (prciftm: 
Unb 1^ gUube an ^efum Q^ripitm ic; bei fl&ett 
Ode Seufel uttl? ^öUe nuniif, unb bafär etfc^ietfcn 
unb fl^lttem alle iJcufcI; iiotb*) mii& er fo fd)ä«t< 
l((^ anarfot^ten werben. 3>er '^Japp roeit vom Stoipte 
bet ^ttwa 61)n^i got mct)tg. Slllein ÜKaccboniu» 
^at bm artifei üom .§ctltgeit ®eip aiitjefot^teni)/ er 
ift ttber ba(b gefallen unb ju Boten ganscn; bcnn 
toenn ber Srttfel uori (SljcipD bleibt, fo (icljet bad 
Knbtt-^a[b unter. 

Aber olle ffic^crci läuft relber tcn nnbcrn') 
«ttttelu). Der ©oljn ijat gefünbiflcl, ber mu^ p(i 
tefben, ben wollen fle nic^t ^abeii. 3)en !8atet lajfcn 
Metbrn Sfirten unb S^''^'^' ^^^^ ber @o^n l)tits ^r* 

' t^on, borübet ift uiel iölutä i^ergolfen icorben. 34 
ball, boe ju SRcm me^r benii 2000000 3Wärl?cet 
blieben pnb. ea Ijat gcreäbret con 2tnbe>iinn b« 
SBelt mit Cftin unb ^nbel, ^\mat\ unb Sfaat, efaw 
unb 3ofi>ft; unb id) ^nlte, bog ber 3:eufe( ouc^*) 
baiübet fei in bie .^ölle verfielen icoiben^ bcnn n^eiC 
ee ftnc wtae< greaiur (Settti ift geicefi, fo tjat er 
au(^ üioucn ber @o^n fein. 

Sorbet Ifeiligcn ©djrift fjoben roit fein ftötl» 

. Vigunent benn tiai liebe tjeilt^e ftreuiv) ; bcnn wtb~ 
ben S^fhm unb ben StrtiCel flreltcn alle AAnl^reüL 
3DM/ taat gittaltig i|), unb Finnen Ibn bennoi^ nlQ 
uberyo^en. Suninib ift bte ^ciUge @4rtft ba6 cipi 
«tfitntient, B^rifii ©ottljeit unb üRenfiljljeii ju be« 
Wefffti; boB (fflbrr ift taö firtuj. 






I 



— aa- 
st jbib fo ^) t)iel {Regenten unteroangen, bie i^n 
ongcfiN^ten l^aben; cd jlnb fo ))iel Königreiche ba$ 
toibec 8en)eft/ abtt ber Slrtifel bleibt noc^! S)a mup 
i^ (mner SROnc^ tommen unb ein arme 9{onne er$ 
greifen; bie ^aben i^n'); barumb tf^ut eS badSßort 
unb Jtreu}^ bie machen einen gemip. @ie n)o((en 
iDebet SBott noc^ Aren^ ^aben; »ir aber nehmen baS 
Stort an^ fb folget balb iai Arcug ; unb ob n)ir beS 
<Bftfl8 gerne »outen lei fein, fo nehmen voll it)n boc^ 
an unb ^aben ®ebulb/' 



(27 mb 2a) Xaf M «enn (S^tlfti @ott^e{t t>om ICenfet 
nb iteteni fit «nb filv i^ angefo^ten tootben. 

(A. 105*. — Sl. 67*. (72*.) - S. 65. C66.) «18 ubcr SD. 

Sut^erS 2:if±e einmal 91nno 1543 gefagct xoatt, \>ap 
mancherlei Kefterei, SKotten unb @cftcn miber bie ^ci^ 
liae 2)reifaltiaf eit gewefen io&rcn, ba fprac^ S)* Sutber : 
„lii geltet %Viti n)iber ben ^o^en 9(rtif el : ^d} glaube 
an Seftim Sbriflum. ^n bem etficn 9(rtif el, ald : 2^ 
'Sttbe .an ^ott ben SSatet, aOmd^tigcn ®^5pfer 
fanmett unb ber (^ben, ba ftimmen fie %iit )u 
aufe^ benn fie xooUcn 9(Ue nur Sincn ®ott ^aben. 
ber ben @obn n^oKen fle nic^t (eiben vr) ; n)ic benn 
ber Zeufel felber ben @obn aucb ni^t b^t »oUen 
leiben, benn er n)oIIte felbS @o^n fein, meinete, er 
nire eine fcböne (Sredtur* 9(bam xoollU auc^ ben 
So^n nic^t ^aben, er xooüU fo fing fein atö ber 
Sater felber« di flni "oUl t^iguren, bie fold^eö/ n)ie 
Miif^ bunfet, bom 3:euFel I^aben angejeiaet. Sfmael 
wm Sfaaf fein unb Sfau roOl ^ahl fein;') alfo 
tfl auc^ ber Teufel wiber ben @obn ®otte8 gett)efen/ 
barumb ge^etd und noc^ atfo/' 

(A.106. — St.67*. — S.65.) 

,,3u 9lom ifl eine Airc^e gemefen, bie bat geheißen 
^ant^eonx), barinne ftnb aUe^otter aemalet gcwefen, 
bie ftt ans ber ganjen SBBelt ^aben tonnen )ufammen 



w) 9h XiuftU «ab itc^et Oefftc^ x) $aat^oir, aUrt 
•l|ai Mv^ Iß Rom. 

1) ,,(«" fi^U W. 2) S>a mnf i^ armer aRöaeb - ^\t 
^Aflv 0a"fi^Si. HHb S. 8) St. u. 8. t- 



Uli», luitii ^iiuitii utjiypwi. »iw ipMKI' 

wibec ISf)rlfhim aud) gcmaltfalft^, abra n 
nod) gefh'itjt iveibcn. @d jtnb lU' Stom 
taiifcnb 3Jiärti)rcr l'e.iratm, tie aUc i^r Sf 
umi be9 .gctrn (St)ttf^i xoitLm f)aim t>er^ 

SM. (tB.) SM« eptt^tU S^dßt fgOaM'»« Tefin 

(A. 106. - Si. W*. (63*0 — fl.43<U.] 

JDoctor SRattin SJuftier fagtc, „et ^nttt 
6ffommen, batinne einet wrlnuiincle, ta^ 
Ijeit fn Ebrlfto nirtit*) liÄtic aditten, fonbf 
bit aSnif(i(^eit«)." SJii tieß ilomhuifi SnP 
pofituB ju »remen i)?tcte, bct ctcn ju S 
»or UM mit 3). SInrtino Sutljcrn «§, 
35a3 fonnni(t)tfcln, tcnn eS flehet gef^rirb 
ber ble Ältt^e (obec (Mcmelnc*) mit (einem 
»erben ^at. Iiaraiif (intiiiptfctc S:». 9W.ß. w 
„aij, bae ift bet^ant-fl! ©er SfWfel gefjet b 
man »lü gfirifhim jurcißni imb intreniun 
ÄBpfffinb mit flotfKliii, fcnbcm cl)rflfij'8i 
nläjt @otte8, fonbcrn ilire cfgciic @t)W, fcenit 
für anbent gefe^en fein uiib ^intet ^ct) 31 
©^filec Idjf en y)." — ■■^" : — 



— 35 — 

Ut. (39.) D6 He ®ottMt in (5^Ti0oan4gf litten (o(ef>) 
(A. 106. - St. 545. (560.) — S. 48. (48*.) 

(f* warb flcfragct: JDb e8 awdj reift, wabrfiaftig 
unb (^rifllic^ gerebt voAxbt, bafi C^riflud gelitten t)aic 
unb gcficrben fei na&i ber Qiotti)cit ober göttlldjen 
Satur?«) SBeit bie ®ottf)eit bcm Sobc nidjt unter:: 
woifm i^. fann |le weber leiben noc^ flerben. I'enn') 
S.^etruS fpri(t)t: St)rif)u8 ift gctobtet ober bcm Sob 
vberflebcn nadj bem T^lcifd), aber lebenbig qemad^t 
w*bem ®rift. 1. $etr. 3. (JB. 18.). iBa*) ant^ 
»ertfte 3)DCtor SR. ß. unb fprach: 

„9iÜt gcttfurc^tigen unb rea)tf(f)affencn S^riflen 

ober bie ganjc ^. c^rifi(id)e Jtirc^e unb gemeine gldubet 

ctn aUfu Steife! z), baS man im ßinberglauben 

fpric^t, n&m(i(4 ba§ ^c\\xi S^riftud^ ber einige ®o^n 

Sotted in einem ^ottlid)eQ Sßefcu unb einer Statur 

mit bem SSater, fei wahrhaftiger SJJcnfd), i^on SWarien 

ift Jungfrauen b^rc^ ben «ipeiUgen (^cift empfangen^ 

jeboren, gelitten fjabe, gefreujiget, geworben unb be? 

graben fei. 3)arumb giauben fic^)^ ba^ md)t aOein 

bie menf^Iic^e Statur, fonbem aud) bie göttliche Statur 

ofcft*) ber redete wa^reSott^) für un8 gelitten l)at 

unb geflorbcn ift. 

Unb wien^of)! Seiben, Sterben ic. frembbc Sigen^ . 
fc^aften ^n\>, bie v^on ber göttlichen Statur fonff in 
6pnbrr{^it ni(^t f Annen gcfagt n^erben, fonbern nur 
aUeine ^en ber menfd)li^en Statur, boc^ n)cil bU ^Hts 
lic^e Statur bie menfd)lid)c Statur alfo angenommen 
unb fLif barein befleibct ^at, fo finb bicfe jwo Sta^ 
taten numatd unjutrenntic^ bei nanbcr, alfo bafi €bri{lu6 
nu in einer ^erfon }uglei(^ ®ott unb SRenfc^ ifi* 
Sa0 nu biefer $erfon, bie 6I)ri{lu6 ift, n)lberf&l)ret 



s) 9IamBe ber ganzen (Sl^rifleii^eit. 

1) Ctoigtoatb Semetft: S>itft$ iil genottaten rx manti- 
•criplit retolulionibus dinputstionnm circiiinriuoi Liithrri, toie 
Mff Ca to Viionlitdt )B Sl^ittenbf rfl ge^oUeR tootben tr. 2> St. 
t bcm. 8) St. ba^er. 4) St ^itvaul 5) St. u S. ^NSiiLlftt 
U». e) ^bif gMme Siatuv eUx" fr^lt Sl. «. S. 7> ^\. m. 
& t f" fffMfw eigen gUff($. 

3* 



— 36 — 

unb gefc^iel^t, baflfelbiae n)lberfft^rt unb aefc^ic^t mit 
bicfem ®ott itnb^) men\d)tn. 3)a^er Ürnrnttt, baf 
biefe jYDO Staturen in @^rifto i^re Idiomata mib Ci$ 
genfc^aften einer') ber anbem mittbeUen a); baS i|t 
xcai einer Statur fonberlic^e eigenfqafi ift^ bafcOtor 
n)irb auc^ ber anbem mitget^eilet, unb ))on i^') 
re(^t gefagt/ barumb^ bafi fie in einanber^) feoiiscii 
unb gleic^ ali^) geflochten unb t)ereintaet fino, alfo 
bafi f e nic^t fönnen wn einanber sefij^eiben noi^ gff 
trennet n)erben. 9IS geborn n^erben^ leiben, ftttbta tu 
fmb idiomaia, @igenf$aften ber ntenfc^UAen Stotuceiif 
xoüifn bie göttliche Statur auc^ i^eiU^fUa loicb in 
bie[er $erfon^ bie S^riflu8 ifl unb ^ipt umb ber See» 
einigung n^iKen^ bie nic^t fann }utrennet no^ ton 
einanber abgefonbert unb nur mit bem (Stauben mu^ 
gefaßt werben. 

S)arumb n^irb nid^t allein ber SRenfA^ fonbem 
aud^ ©Ott empfangen/ geborn t)on äRarta ber9|uiM< 
frauen, leibet , flirbet^ xolxi begraben tc, vne 6. 
Paulus bezeuget Stom. 1. (93. 3.)/ ba et fpri^t: 
(otted (So^n, ber geborn ifl ))on bem Samen 3>attib 
nac^ bem Sj^leifc^ k* ®r fpric^t: nac^ bem ffUitt, 
benn S^riftuS auS !Da)3ib9 @ame bat bte menf^Ödie 
Statur angenommen; barumb n^irb reAt unb eigentlich 
gefagt/ er fei geborn. S)[exocll aber oiefeCbiae 9atin 
in einer ^erfon ber göttlichen Statur Jo na]^e unb 
^art )>ereiniget unb ))erbunben ifl, fo tpeilet fle fi6i|l 
mit ber Statur (SotteS i^r idioma«) unb Staeiif^afi 
als ba ifl/ geborn unb SKenfc^ raorben^ wie Sol^nnet 
[priest. (1/ 140: Unb bae 9Bort marb M«, «Ott 
{\t SDtenfc^ worben. 

aifo baß nicl^t allein ber SRenfc^^ fenbecn aa4 
®otte8 ©o^U/ wie $auluS fagt, ober bet rechte tto^ 
®ott geborn iflb). Unb fOtaxia, bie SunflfMn, iß 



L." 



a) Commtmicatio idiomatam. b) AfC |t.flU|rffl (Iv 
mAPe Sßctt. 

1) «rCott mib'' ff^tt St. «. 8. 1) Sk ciif: ■) flua. a 
ber fßetfen.. 4) St. Vie (too Statare« au eftmlfit 8..M1 gtot 
Siatunn in einaabet. ft) Sv. \ Vn e»vAKu «) 8i n. 8. 
i^e idiomata. 



37 



üdtt aUrin rineS TttnjAen Ttnttet, fonbem eine redbte 
oa^dSfafttae SRutter ®ottei, tote ber Sngel ®a6riel 
ftffuqtt ine. i. (9$. 31.)^ ba er fprlc^t: @le^e^ bu 
Dtcfl ((^»anger tverben im Selbe unb einen @o^n 
IcMren tc, ber n^lrb ein @o6n beS «gdbeflen genen:; 
ict werben. Unb fe$t ba}u (93. 32.) : Unb ®ott ber 
E^ wirb il[|m ben @tn^( felned fSatcxi 3)a))ibe 
|Aen K. S)arumb ffat Tlaxia, bie Jungfrau, n^all^r? 
^ig ben wahren @D^n ®otted gebont/ n^el^er au(^ 
>n redete @of)n 3)a))ib8 ifl. 

S)ad aber wn ber (Sommunication/ SRitt^eilung 
*iner ffigenfc^aft ber Statur gefagt unb ben)elfet ift 
[nixMi), baß gebom iDerben 3c. ber göttlichen Statur^) 
rndf gugeeigent unb "oon i^r ') ^efaat n)irb per com- 
imnicationcin idiomaium )^ baffelbige foQ aucfy ))erflans 
)eti »erben ))on ber Sommunication unb SRitt^eüung 
M anbem Sigenfc^aften, al8 leiben^ flerben^ begras 
kfx »erben tce) aSie»o^I {ie eigentlich ber menfc^^ 
idiien 9latur gebühren unb juflef^en/ boc^ gibt flii bie 
{UtUc^e Statur *) in ^^riffo brunter unb leibet k. 
ni4*) nac^ bem @pruA ^$auli Stöm. 8. (93. 29.): 
Bit mäffen bem Sbenbilbe beS @o^nd ®Dtte8 gleid^ 
»erben k. S^em (93. 32.): !X)er feined eigen &of)ni 
il^t )>erfc^onet, fonbem I)at i^n für un8 bal^in ge^: 
le&en n. Unb in ber erflen ®pi{let }un Aorint^. am 
L ftap. (98. 8.): JDenn n)0 fle bie (ßenlic^fcit) er^ 
Sonnt ^dtten, hätten {!e ben «^errn ber <gerrlicf)!eit 
lii^t aef reujiget. ^t^in )un ^btlippern 2. ( 93. 6. 7. 
L): 3efu8 e^rifht», ob er m\)l in göttlicher ®eflalt 
Dor^ benn er »ar®ott glcicb^ bod^nabmerAnecqtds 
leftalt an, »arb gleid) n)ie ein anber SRenfc^ unb an 
Beberben »le ein SRenfc^ erfunben^ erniebriget {!cl^ 
Hbet/ unb »arb gef^orfam bid )um Sobe^ ja )um 
tobe am Areu). 3)epgleic^en finget bie Airc^e: Vita 
n ligno moritur (baS Seben flirbt am <gol) 2C.)* 



c) Kele oif Beibet SHahtm (Siaetf^afi gerichtet. 
1) 8t I. S. bem @o^n CloUe«, toal^em etDigen (0ott 
l) 8t M. & <^ 8) St v. 8, 9cü audf. 4) ^m<^** \t\jVt 



£g ftc^rt abci noi^ ein fc^Aner tttMA 
an tic @t)iäet Jtap. 2. 3)enft(ben niU i(^ 
©fücf mit aiiMcIjfii, ba cc alfo') fptitfit 
jin ^Li(l itin ciiu' flcinc 3fit bet @nge[ n 
Iflpn. Uiib tAlb t^rrnat^ (93.9.): 3)en abt 
fltint 3ci' bi^)^ Sni^el gratangtU ^at, fe^eti 
e« Sefti« ifl, burd)g Setben be« Sobefli 
aber, eine Tltinc Seit, bai fft, bf8 er bc 
((^medft Ijatte*). 

SBad I^nnte [läcergrfaattvtrbcti?^ 
fi, ntebrigei ivorbcn, btnn ble Cnflel. SBori 
bed 3:obcä ©d^nterjcg tviUen; benn er 1 
Ztt flcfcbmadt; barümb ift ei auc^ ttnal 
notbcn benn bie Sngel, rcelc^er 9tatur ben 
untertbDifen i|t, benn jle flerbcn nft^l. I^t 
er etn -§crr unb @(f|flpfer b« (Sn«[ Ip v 
HAet ©Ott, benn er ip ®otte8 ©o^n,. flW 
ntütfftset er |icf) unb ftirbet. 

3!)ogegcn foU man au(^ wiffen, baß bi 
@igenfc^aftcn, ber gattlic^en 9tatur .in C( 
bet menfcblidien Statur tnitgct^eilet ~ünb 
neiben, neil |ir mit ber adttUi^en o^ne eii 
nung tterbunben unb uercintget fft, fo wer! 
rei&t communiciit unb aeaeben. iSiarAi 



- 39 — 

SRmft^ So^tt/ ttx im ^immel i^, tinb fle^t uub 
V^tt glrii^tDoi^I l^ie auf Srben unb rebct mit 9Uco^ 
bcflio. iDacumb fielet man^ voai bem äRenfc^en Sfiriflo 
ober bec menfc^Uc^en Statur in Sf^riflo jugecignct unb 
gegeien ivirb/ baffelbige gebubtt unb iDirb auc^ rec^t 
unb eigentlich gegeben ber gdtttic^enO* 

Stem er [priest 3Rattb.l8. (». 19.): SBo jween 
i^ber brei )>erfamm(ct finb in meinem Flamen e), ba 
Wn i(^ mitten unter ibnen. ^n biefen ©prücfeen rebet 
n gewip t)on feiner perfönlic^en ®egenn)artigfeit/ ba$ 
in biefer $erfon, bie Spriflud ifl unb ^eipt^ an allen 
Snbcn unb £)erten aud) fein mup s^fl^^^^ SRenfc^ 
nnb ®ott ober beibe Statur beifammen, uniertrennet, 
ttOentbalben unb in ber äBa{)rI)eit gegenn^drtig/ er^ 
Mte, fdjaffe unb wirfe aUeä in auen, wie ber 8* 
Wata (»• 7.) fagt : -Du ^afl8 i^m aUeS unter feine 
^§e get^an k.. aifo n^o eine Statur ift, ba muf 
iuid^ bie anber fein^ unb feine fann )3on ber anbern 
in (En)igfeit nimmermehr abgefonbert nod^ gefd^eiben 
tofcbtn» ' 

Xiexotil aber folc^d fein menfc^Iic^ «ßer} noc^ 
Seniunft ))er{leben, faffen noc^ audforfc^en rann noc^ 
iiermag burd) i^ren äSerflanb unb Sßeid^eit^ fo foU 
maai mit (Slauben annehmen unb bafur t^alten, oafi^) 
»a^r fei^ weit ei ®ott in feinem SBorte fagt. %ij\xn 
»ic ba^f aUbenn werben wir )>erfteben unb füblen 
(wie fromme Sbnfien unb gottfelige Seute^ fo biefe 
Bing erfahren ^aben , Aeuflen) ^ wa8 biefer artifel 
für Xrofl gibt in aücn Stötben unb anfed)tungen ber 
@ünbe unb beö lobeg.f) Si^m wir werben crfabren^ 
load er für ein Siebt bringt, bie(Sd)riftju »erftefien; 
ja, ba biefer artifel nic^t ))er{}anben wirb, fo lapt 
fäfi anfe^en, ja ti ijl gewiß, baß in biefer £iftorien 
iti 2eibcn9 S^rifii mei fa(t unb \>ergeben8 fei, unb 
man t)erfiebet nic^td ba\>on, ob man gleich ))ie( ba^ 
9on plaubert. 



e) (Stfinem IRameit) and meinem Ocfel^UnbmftjttiSl^teii. 
Co a^et« «14 »o^i a««« S>. SJL %. t) Xi^ Mt(t« tctilM. 
^} St f ^ainr. t)W.i rl. 



ßorben, bei: jugUic^ nia^ctc <Kott unb 
artmrd) tfl. Saturn i^ (Sott unb SRntfi^ a 
Übet bflä, iBcr bic^ weif unb »erflet 
fanii nid)t irren, fprittit ®reflOtlu8, f o et (I 
tm @ra6e gefloibcn, anbetet h). !X>enn mmi 
betet S^rlfhtm im ©reibe geftotben, fo at 
auc^ an ben, bei gefloiben unb btmtlbm ffl 
bee fleftotbcne unb begcd&ene CQiipuS tt 
oEIein äRcnf^, fonbcm audf Oolt" 

H3. («.) 3nlinm bn AttR ^ ^ni iTtOet M 
(A. lOT. — St «8. (72'.) fl. 85. («•.) 

„34 weiß ni^tä meftr *) an C^ifto/ 
-S). an. e., „bae ber Xenfel ni^t ange^t^ti 
batumb mul er igt itiebei vontc anheben 
alten ^tit^ume unb Ae^ereten ') ^ecfui fud 

©abeQiuS i|t ber erjte gmejt, bec ba ' 
@^rifhie n&re rooifl ®ott, ei nfice abtt i 
$etfon bei ©ottl^eit. S)a6 tft bie nd^fle ur 
xefterei, baf nur eine $etfon fei, Sater, @ 
4eUiaet ®etft. 

SDcm foigeten bie ^atritjafflanei, ble m 
[en nidft felji ungleit^. £Dama(§ famen bte 



- 41 - 

« 

Wen »fitbe nur &ott genennet^ gleid^ toU bie ^t^ 
Im wfitben (SStter genennet. 

9taii biefen famen bte ajlanic^di/ bie fod^ten bie 
AenM^t SprifU an unb fagten/ ed n)&re ein ®ci 
^tm, ni(^t ein n^a^rer Seib. !X)arna(^ traten auf 
bie^^otintani^ bie^aben für, 6()rifhi9 xohxt roofjl 
(in red^ter xoa^xtt wtzn^d), er ^&tte aber feine @eele 

So ^at ber Senfe! burd^ unb burc^ S^rifhtm ange^ 
^trn^ baf er nichts me^r f^at, bad er anfed^ten f önns 
i^barumb muf er t)orn n^ieber aufgeben. 3)ie ^elagiani 
nib ber Sapß mit i^rem Sln^ange flnb bie fc^önflen 
^^%n, bie einen großen Sd^ein ^aben; benn fie 

ßben« }U/ bafi @^ri{ht8 fei ® ott unb SRenfc^ , aber 
ti Stauc^, 9ht$ unb Simpt )>erneinen fie, n&mlic^ 
^5 tt fet unfer ®ere(^tigfelt obn unjer SBerf k). 
stein , baS xcoütn {!e nid^t, fonbem jpred)en/ n)ir 
vtfiffen au(b etwas bam tbun. atlfo mu^ fid^ ®ott 
^en in bte @c^ule fuf^ren unb reformiren unb/ xoic 
Ifta» faat: bie 3Bei8^eit mufl fic^ rechtfertigen 
Ten wn ipren Ainbem/' 2uc. 7, 35. 

Hl. (tl) eon ber Vifer|le^aii0 (Sl^rifK , baf bie. CBminnft 

bUfetbe li^t begreifen fann. 

(A. 107». — St. 51. (W.) — S. 50. (51.) 

,/2)ie tgiflorie »on ber «uferfle^ung ß^rifli lehret, 
bof bie Semunft *oon i^r felbS nid^t fann glauben^ 
ba| (S^rifhtd aufecflanben fei \)Dn ben Xobten, benn 
aOein ))ermittet{l M bem munblid^en SOSort, xoüdjc^, 
bamit ti baran nid^t mangelte^ ber Sngel ))om «gim^ 
mel brachte unb ))erfunbigete i). @r brachte ti aber 
bem f(^n)&c^em ®ef5fle unb äBerfjeuge/ bem SEBeiblin/ 
unb benen, bte befummert unb in sSengflen n?aren. 

di xcaxtn ja 9ldrinnen, beibe für ®ott unb ber 
Seit: für ®ott m), ba^ fie ben Sebenbigen bei ben 
Sobten fuc^en; für ber JBelt, benn fle l)atten ver^ 



k) ^Ib |)elagiaHifi(e ^tb 1)A))^f4e C<(to Atmer. 1) (Eiu 



Aläubrn, ba§ er fei auferftanb'en, benitivitfl 
i()it crl6fct von bei &malt unb uom Stet^t bei 
apbeä IC. SJpm. K (3«. 2.), Dng im« 6le »i 
@cn)i^eiig l)infoit i)i(t;t mci^c fönuenbert^iDCl 
$apfi, bei €l)nftum in tn 3Rtti\^tn ^tt 
(libt t)en@einen @elfi flitug, ba^ JU fftflcn: 
fei nic^t auferflanten, fonbcnt fiaf flc' tiie 9 



S&4. (U.) SBea «^it«! bfnf^w«^ im« 1b i 
(A. 108. - Sl. 51-. {55'.) -r 8. 50*. (Sl* 

„X)a (St)iiflit6 nieber auferflanben tft, 
Med mit f!d) (teüoflen, ba^ aDe SXenf^ni 
flufetftefjen, audj bic ®o«Iöfen o). SJaß i 
noc^ teticn unb birfec SBelt fetaui^en« bal 
ald nenn ein ^aiiSvater iroUte ■ ) übet Sanb ] 
unb f)}iAc^e iu feinem Jlinbe ober X)lenn: 
ba ^aft bu biemeil jneene gälben (Brofdi 
brause jiic Seibcg 9Iotf)burft unb ESa^tung, 
reicberfomme. 

Suc^ flnb aUc (Sreaturcn ein ^igut ui 
bei fnnftigen ^lufcrftct^unfl, benn flcgen btm ' 
»erben pe auä bcm lob luitber .Itbenbig, 
unb gruneit; roeldid im 9Sintcr Ktemanb 



— 43 — 

wd) Mfiit mit fic^ fiefu^rt, {i|(t ^ ) }ur Siechten ®oU 

trt bei SaterS ^), unb l)at und^ bie n)ir feine» SctbS 

ttUetma^ ^nb^ mit i(;tn in baS (}immltfc(ic SBefcu 

vttfelt, ba$ iDir aud) foden «l^crni fein atlcr ^i\\c\ 

»Ic (S^rifhtd, bo^ alfo, baß er bleibe ber (Srflgeboruc 

unter »iclcn JBrübcrn. 

S)aruinb ein Sf)rifien^ ber iai glaubt, fiet^et an 
Ue @onue unb StUed/ xt>ai loir in biefer SBcIt brau:: 
d)en, als n^&ren fte nic^t ba, fonbcrn gebenft aUicit 
an bau funftiac fieben, in weldiem er altbercit ijl q), 
M wol^I no($ ') nic^t fcftcinet, aucft warten alle 
treoturen auf bie ©rlofung unb Offenbarung ber 
JKnber ®0tte« (JRöm. 8, 19.). 

@o finb nu oUe Sreaturen au§gemu{tert^ aud) aUc 
Sett wie heilig jic aud) jinb, jinb rein auögefd)Ioifen 
tfnb abgef(^ä(et ali nöt^ig gut ©eltgfeit. !Da ein 
Sttt feiig machet/ fo ma^en auc^ Stepfei unb 93ir^ 
m feiig. g^rifilic^e ®ered)tigfeit r) ift nid)t eine 
foldje ®eredbtigfeit, bie in und ifl unb flebet, n>ie' fonfi 
tine Qualitas unb Xugenb, bad ifl, bad man bei und 

Ket ober ba8 wir fublen; fonbern \\t eine frembbc 
editigfeit gar außer und, namlic^ Sf)rifhtd felber 
iß unfere formalis lustitia, ))oUfommene ®ered)tfgfeit 
wib tad ganje JBefen * )/' 1. Äor. 1. (58. 30.) 

Mi (Zt.) (Bfxifd iiitb feinet i^iri^e Seiben, unb toie (5^rifltt6 
%H 2>«fel6 ®t^aU )tt 9li4te mac^e. 

(A. 106 — St. 49V (53.) - S. 47*. (48*.) mala) f}at 
Mc lotdiifi^en fEDdrtec in bentf^er Uebetfe(^mTg gegeben ) 

/,5fld nid)t ein wunberlid) 3)ing, baß ®ottfd 
Sojn fott ba jiften unb fid) fo jämmerlich jumartern, 
gfpotten unb »er^ß^ncn lajfen s)! Den boc^ alte 
^'^ari anbeten, für bem blc ®rbe erjittert, ben alle 
waturen für i^ren ©djöpfer erfennen, bem fpeien 



^ n) 9in ud^itx (S^rifl ift allberdt im etoigen Mtn. r) IDev 
^ht aiere4tfs!ett. b) (^rifU SieBBrnnfl 
• -. 1) ,.»Jt" feWt W. t) „ffjjt - be« «atet«" im 
w- IL s. j; ,,iri^^- /r*Ä W. 4) „So fto ivu aÄ< 
««»i^wr - te^ ^tfur mefeu'' fthh Si. 



I • 



- 44 - 

fle ins Xngeficbt, fc^Iagen ibn mit bm 8b|t Cttfl 
Wlaul, fagen: @i, er iß ein A5nig^ et nmf ein Äoie 
nnb ein ©cepter ^aben. {fBtattff. ZT, 30. 31. 32.) 
(S:i flaget nid)t ))er9e6enS bruber ber ^«rr <EMtaS' 
im $falm t) : Diminuerunt omni« osia hmu Ifffp 
^aben {te i^n jube^net 

9(d^, ei iß mit unferm 2eiben ni^^tS! SBenn 
iif unfer Seiben anfebe^ ed mSc^te ficfi einer loo^I gtt 
2:obe fd^&men. 9Io(b [oQen wir gieiqftnittg »nben 
bem @benbi(be beS @o^ne ®otteS lO ^ ttnb lÄ tote 
fd^on conformes n^erben^ fo i{l bo(^ nid^t$. Cr iß 
filius Dei, n)ir flnb arme ^reatttm; tDeim iirtr fd^ii 
ben en)igen Xob (itten^ fo ift e8 bo(^ ni<^t$* 

!X)a fielet man, n)ie ber Seufel einen (Brinm v> 
^at aefaffet wiber ben @0^n ®otteS unb bot rnenM^ 
lid^ ®efcblec^t. ^(b ^ab ein SRal einen Se(f fcfcil 
ein @(baf jureifen; ei, n)ie ge^et er mit i^me wmbl 
Stem fo er in (ScbafjlaK fompt, fo friffet er teini 
nic^t, er f)ah fte benn jui^or aQe ertoürget, bomo^- 
l^ebt er an nnb fri^t ber SReinung, baf er lle oOe M 
n^oQe auffreffen. 9[(fo gebenft ber Settfet mät, <4 
bab nu* S^rifhtm aefajfet, id^ n^iU mit ber Seit fdac 
aipofleln au(^ n)of^l friegen; aber er fttiftt ntd^L b4 
er ber @of^n ®ottea iß, nnb baS iß aui^ itaillilii 
Diaboli, er n)eif nicbt, ba^ i^me bama(^ fo nbcl foK 
brüber gebn unb baf er fo übel foQ beiablet wwaL 

@S n)irb ber Seufel barnacb a(fo |u XiiQte gemoil^ 
bafi er ßcb für einem jungen Ainbe in ber SHegen m$ 
fürchten ; benn n)o er ben S^fum nut ^Äret nemm 
aus einem rechten ®lauben, ba fonn er nid^t bbOciv 
benn er gebenft, biefen ^ab ic^ enoürget w). Cboi 
als n)enh A. ') SRorbbrenner iraenbS an einen Ctt 
fame, ba ber Aurfurß t)on @a(qfen »Are, mdb m. 
erfit^rr eS , fo n)ürbe er ßie^en unb beS Jh ufitepwi 
nl(^t em^arten; benn er »eif , bafi er i^ ffmmm 
W *). safo mup au(^ «) ber Zeufd fn C|r9» 

t) $fal. n, 1*. o) »0«. 8. ▼) 
9riaun «nb ^eUftaf. w) Co MtaMctl ' 

1) ,AUt" feWt St. Ä. S. «) 
4?niffMfi(iöe^. 8) ,,(IBni att «hui — 
i^t 9. 8. 4) ,,cii4" ^!tU S\. iu «. 




45 



«tfAreifm ^), er lief el^e inxäi ein $eur, el^e benn 

^t oliebe *)• S>a8 Reifet: Semen molieris conteret 

<apal serpentis (@enef* 3, 15.)* S^ melne^ er habt 

t^me ben ftopf jutreten^ baf er ben ^efum S^ripum 

»eber ^Aren no^ fe^en mag. 

aRlr ^at oft ble similitudo im £to6 gar tt)O^I 
gefallen wn einem Stngel/ ben bte ^{[(^er tnS Sßaffer 
n>erfen unb fietfen ein 9Iegenn>ürmlin bran x)} fo 
tommen benn bie ^^ifc^e unb xcolicn ba))on ejfen/ fo 
freffen {ie benn bad Stfen mit bem 9tegenn)ürmlin^ 

unb jeu^et ber ^^f^^^ ^^^^ ^^^ ^^\^ ^^^ bem 
Saffer. SHfo bctt unfcr «j^err ®ott bem äieufel auc^ 
oet^an; er l^at feinen eingebornen @of)n, ben.^^^^^ 
e^rUhim 3efum, ali ben Stnael, in bie SSelt ge^ 
ttorfen^ unb homanitatem 6ori^i aI8 bad SRegen« 
tourmlin bran geflecft; fo f(^appet benn ber 2;eufel 
nadf bem SRenfc^en S^rifli unb \Dürgct ober frift 
if)n, unb beißet in baS @ifen, in bte divinitatem 
e^rUM; fc^noppS, ba liegt er unb aUe feine Ttad^t 
lu SQben! S>ai \\t sapicntia divina, bap er feine 
Sirfife/ baS ifl feine 6(^n|len/ laft martern in ber 
Seit unb aeoemütbigct n?erben; ba meinet benn ber 
Zeufel, er fjabi gar in feiner ®en)alt; aber eS feiltet 
i^m no4 miV/' 

Ut. (SS.) ffoUaHon U€ eeibene GJ^rifK mit bem 8e(b.(n 

fdnrt JMrc^ea. 

(A. 108*. - St. 50. (54.) — S. 49. (50.) 

S)octor Butler faaete^ bap ber jungen S^eologen 
Stbeit fein foQte, bap fie passionem S^rifii fonferi^ 
ten mit bem 2eiben ber c^rijUic^en Jticd^e y), unb 
fpraA: ,^6^rifhid faget *) bie SSort nic^t t^ecgeblic^ 
am Streme: Ckinsuaimatum est, bad ift, eS ift 9tUe8 
«yQOnbraqtj benn i^unb ifl ei alfo^ S^rifii Seiben 
ift erfüllet an feiner Jtirc^e. !X>enn erfttic^ ^aben fie 
ipme ba bie ftron aufgefej^et unb i^n ))erfpottet^ ba 



x) Co gldi(aip»e<fe tebei SigafKane senn. 10. de teap. 
y) 80cMbng M tiihn» <B^^ 

l) St. M. S. t aab ßieftn. t) ,,n liefe «1^ — \mi 
/r tttai^'fifU St. A 5. t) W. fagte. 



ntfti l^t i>trl l>artrr X&ipH num «VAngtll», I 

t,i!ii iMt'i'u ,u'!in'l!f. ^Vit Wirt'? bciüi'n: In 
lii:is ciKiitm'iiilo si'irihiiii mcuiti. (v? roinift ii 
ffiii; tfiiii U'iie tex *l'{iiim, filiiis Dci, rrtc 
thiTt, \ai ift fin iirc9 Xiiui, tanibcr (irti alle 
»ctrouiitcni miijfcn, ja ^ft Crrttolcn tnfuc crji 

SSr. (U.) 3lnf tfd^f 3fit nnt 6tnbe Q^ifti« bd< 
lamm grffta ^at. 
(A. 100. — S.47. (48.) 

„Vbrifiu? hat taa ^Ttctlamm, faat S*. SW. 
nad) tcni Öicffß IVpfi an^jcfflnAfu mit feinen ^i 
j« fitfit am iin'mfii IionnctSta.^ ju SU-cnt, l 
in 3:a,i anpn.1 iim fitbcn Ut»r 7). iEoma* 
iai ncür r^ftcrlainm rintiffeist. Unb H tv bfi 
(ifrn tic Jritfic ticirafdicn boHf, iiiiiö et binaui 
(«arten, tafdfft n\ut er ii(ian,Kn innfr bi( 
Stuiitt tcä 9(a*t3, ttnn ein fpfdjfc fltoOer, 
tcr Äampf ffnnic nidjt lallte iräl'ren. 

:Jft ctfilii^ iii^anna? affHlrt, ^acnatb ji 
pliaS, fra i(>n^r(rH# brciinal vcrläiiiinctc, e 

tahn ftäbttc, nämlich von uciinrn bii ;u gl 
ieftlticjcri Stuntrn litcr Mö fnil) SBctgen*, 
ttgitnnte Sa;] ^u njrrbcn, trattjtcn bie Sul 



.— 47 — 

@tunbe^ fA^reten fie ^t\nm ju ^{(ato; ba nagten 
fte t^n an, baf et getreugiget würbe, unb brachten 
id)ler btti @tunbe bamit gu, olfo bai faft umb neuue 
tt>at, ebe Sbtifhid and Jtreu/aefc^Iajien tvarb. 

Unb bad ift, fcad ®anct jKarcu« fagt (15,25.): 
€ie hcu}i(|ten S^fum umb bic brüte @tunbea), ba9 
i% ti xoav no^ nic^t umb fecbfe. Unb (Sanct ^oa 
qaniieS (19, 14.), n>eild fec^fen naber xoat benn 
bieien, barumb fd^reibt er, G^riftuS [ei gefreusiget 
unb fec^fe, bad ijt nac^ unferm B^iicx, von nennen 
AA bab^n bie ^ubcn in ^4^(1^^^ gebrungen, ba§ 
^ni 0tfrtu)tget rourbe, unb babend faum umb j^olfe 
»langet Unb .umb )n)6Ife, ta er eine SEBeile am 
Aceu) gef)angen, n^arb bad ^tnfterni^; unb cnbUt^ 
unb neune, bad Ifi gegen Slbenb umb brei, gab er 
f»nrn (Btifl auf -mit einem großen ®efd)reu 

Unb raeUd ber Stiifltag n?ar, fagt er (Üi. 31.)^ 

nieten bie Suben, bap bie tobten üieicbname ))om 

9mi genommen n^urben^ baß alfo (S^riflud ben 

vierten %t)eil ber ^uben iOjlertaged im &xab gelegen 

ijf; unb bad ift ein 3:.agb). I)er ant^cr lag fing 

|i4 an aufn t^reitag, nad) bem bie oonne n^ar un$ 

rergangen, unb n>abrete bic ganje 9iad)t über, bid 

We Sonne om ©abbatbötage »iebW nieberging* 

S)iefe gau)e 3^^ über ift ßb^fhid im @rabe gelegen* 

Slber am ©abbatb^tagc c) nac^ ber ®onnen 

Untergang fähet ficb an nad) ber ^uben SSScife bet 

brittc Xag, ite^en bie ^ubeu ber @abbatber Sag 

einen nennen^ bad ifl ber lag, fo ber näbefte n>ar 

bem @abbat^ in Dfienu 9ufn felbigen (Sonntag 

frii^ , ba nu ber })tüc .2:ag beffclbigeu brüten 3;aged 

»ar unb btt @onne aufging, erftei^et loieber wm 

Stöbe 6bnpu8, unfer «^eilanb. Unb bad ijld, baS 

»tr in unferm ©tauben befcnnen, giduben unb fas 

gen: Sluferflanben am brüten Xaged), fagen nic^t 

na^ breien Sagen, fonbern am brüten Sage/' 



■) Bfit a«^ Ciiiibc. barfi Vb^f^n« fl^f'^n^i^ct 1(1. ^ (S^xW 
(hy^ im 9mV' c) €abBatfertat einer, d) Ci)t\^u^ %3i\- 



** • ]c^(ruH'ii ipiu unu mu^j c) 3 i;iii i^neii 191c < 

^ . ' : i)cit ju ®utc flcbaltcu unb (Sebulb mit i^nci 

1 . ob flc n?oI)l biönjcilcu flrob ficraiid fuffccn \ 

tcu'). Gd flnb ofnic S^i^cifcl feine ^ ^olbf 
fccuubUd}C ®efp räche getieft, ba ^öüipp 
^n-' (3c^. 14, 8.): J&ccr, jciae und ben SSatct 

f^ .-! 3:l)oma« (». 5.): ©ir »ijfcn beu JBcfl 

unb «ßctru« (Sob. 13, 370: S^ Witt m 
f ^ 3:0b Aet)en. @d fmb eitel SoUatioji unb S 

f... . flcweft, ba ein iälic^cr fein ,gerj unb ®eb( 

unb') ungefc^euet angezeigt unb ^erfurbi 
(£d ifi fein lieblicher Kollation wn Anfang 
niemals geweji M biefe!" 



•iV. 









L 4 659. (38.) IBon brm Stntfc^iDi^fn snb anbenn 

Seiten bre «^enn 6)^dpi im ®actis. 

v; ' (A. 108F»; - Si. 48. (51*.) — S. 46. (4« 

6d fragetc einer über !!)• 2ut^er8 3: 

bem ]9(utfc^ani^eu unb aubetm ^o^en unb 

fieiben, fo ßljriftud im (Starten l^attc audgej 

Xa fprac^ S). £ut^er: ,,3)ad fann fein m 

en noc^ gebenfen, voai ci fuc ein 2eiben 

en ; n>enn aud) ein SKenfc^ anfing foIi^eS } 

mußte er fterben. 5^t wifjet^ ti pei 






'-.*• I- 






49 



■ 

t&mntriic^ iinbfotiimen 1 . 9Bir ^aben lai ®piel wm 
Bonarnttit mit dnanber angefangen. SUfo ifat f 4 
auc^ Carolflabt iu Sobe gegrdmet; benn bte brei 
Zage )Wot/ ebe b^n tt geftorben ift, ba tvar in 
bet StvcAt 'lu 99afel in fernen Stu^el, ba er bat 
p^egen uine ju fielen ^ ein großer langer M SRann 

{ettetcn/ ^atte brinne geßanben unb ^) ^rebigt ge< 
AreL IDie nu neben bemfelbigen @iu|el geflanben, 
bie batten nickte gefeben, fonbem n^eit @aro(ftabt 
md)t ortnne gefeffen nKir, f)at fie gebaucht/ ber ® tu^el 
t»&ie kbig ; aber bie anbem 2eute aüt in ber Aircbe *) 
liotten ben grof en SRann in bem @tu^el gefe^en. 
j Sie nu (Sarolftabt foIdbeB erfahret^ ba legt er jld^ 
} nieber unb flirbet für fieibe. S)enn «^erilelb ifi ber 
c 2ob \t\bi g). aiBenn ein SRenfcb foUte fugten folcbe 
:. tngft unb 9lotb ali e^rifht« ae^abt^ unb fcKte bie 
= 6m gleic^wobl im 2eibe bleiben unb foIcbeB auB& 
i, Men^ baS »dre unmAglii^ ; eS müf te {ic^ ® eel unb 
i m fc^eiben. S^riffa) ifiS aUein mögllti^ gewefen^ 
! banmb geltet i^m au(^ blutiger ©c^toeif bruber aud/ 



^4 



SOO. (HO (^rffhis eiges SBert. 
(A. 100*. — St. 52. (56.) — S. 51. (52.) 

,Mxiftai l^at fein ®elb noc^ Seutel^ aucb fein 
Mfd^ ffltm^ benn biefeiblgen aUiitmal ^at er Jtöni^ 
fln unb grurflen gegeben h). Xber eins ^at er ii)m 
PQiebalten/ baS feineB SRenfc^en noc^ (Engels SESert 
vib S^un ifl^ n&mlic^ baf-er ein @ieg9mann ifl 
>ifr Sfinbe, Sob, Seufel unb jQ^llt, unb fann 
ttd^ mitten im Zobe retten unb erf)alten^ bie an 
4n bun^ fein SBott gl&uben.'' 

Ml. (40.) Sie ei^fhi« n4t ufet »ftb. 
(A.100«.— St 172*. (170.)— S. 162. (165*.) 

f^^f G^tifhtS bie oSer^eili^ße unb reinefle 
^etfon fei, iji tt)o^l xoafjx, aber bei bem Crfenntnlf 



{) ^Udb. h) IDei ^. ff. ffiarntlMm. 
) St J^M^rr. i; 5fc ■. 8. t feil. ») ^U m. *• \ 

4 



m 



mufl man oUdn ni6)t Mdben/ beim Mr ^ bmntt 
e^rifhnn iu)(^ nid^ty tnenn bu glei(& iQeipt/' ^ rt 
xoa\)xtt ® Ott unb SRenfc^ ift änb auetii gerefft «nb 
^eilig -ifl i)« 9(töbenn aber etCenneft bu t^R tfdH 
itnb fricge|l t^ti }u eigen, »enn bu gfdnBeft; bof 
btcfe aHer^elligfle, reinefle unb tinfdSf^lbtgfle «ecfoa 
bir t)om 93ater gefc^cnft fei, auf ta^ et cda «DOfet« 
ptiefler unb ^eilanb, ja bein {Dienet tmb SbaMft 
fein foOt, ber feine Unfc^nlb Knb'AettigMt ob^ 
legt/ unb' beine ^unbüc^e Werfen ^) attgemMmm 
icit, unb barinne getragen beine @ünbe> Zbb Hift 
^tuc^j alfo ein Dpfer unb ^uc^ {^ bi<b tMtbcii 
ifl >), auf ba^ er bic^ alfo ') t)om %ludi beS OkfifH 
criefete, »ie ®. ^aulud fogt tSalat 3* (iß. 13.) 

Unb ^(eniud folget geivaltigli^ , baf nid^t bot 
®efe$, auc^ nic^t bie SSßerf wm §Iu^ erUfm; (mü 
bern St^riftud aUcin ifl bcr SRann, bem (Bott-bcc 
gSatcr biefe g^rc gann k). S)arumb *) bitte ttnb WP 
ma^ne id) Ijbermann umb @otte6 toültn, bof flum 
6{)riflum ja n^o^l (eme unb miffe gu unterfcM^ 
))om ©efe^e, unb ba^ man ja m(t S^Ieff in Ut 
f)aU, xolc unb mad ®. ipaulu6 rebet Qkilat 3. 
0ß. 100, t)a er fpric^t: 2)ie mit bc8 ®efe|eS »er! 
umbge^en, bie finb unter bem ^(u(b lu SDeim fo 
fagt er: ^d fann unb mag nic^t axuerB febi/ bem 
bap 9(([e, fo bad ®efe$ nidbt t^un unb bauen, unter 
bem $(uc^ fein müffem %u aber ift rein aReitf(^^ 
ber bae (S(efe$ l^alte unb t^ue, barumo ifl Uefer etfle 
@pru(& n^a^r, ber ba faget, baß. aBe aRenfc^en unter 
bem mu(^ finb* 

SDanad^ fe|t er^) ben anbern'@jmiA, Hrrfo 
lautet: S^rifml l^at und erlöfet ))om ^Inq beS 9tf 
fe^ed, ba er xoaicb ein ^ln6) für uitf; ^iJ^^uM na 
6brifht9 vom ^u(^ erUfet, (o werben- wir freUf^ 
burc^S ®efet unb bie Siebe ba))on nic^t Ctfqet, ia 



• 4 • 



i) G^dßB« red^ted drfeimtiiie. k) BeiiA^igMI ii 
i) „alfo" f«^n St. «. 8. *"i SV. ». ^.^w«*. *\%*tk; 






r< 



51 



baS Oefel antuet unb mirft un8 nur gewalHger ^) 
«ntet ben ^lu^. fiDanimb folaet^ baf bte Siebe^ ba^ 
19011 ble ^eiOofen @opbi\tin plattbern/ a(d müfTe unb 
ttnnte bie ben ®lauben tec^tfc^affcn machen ^ ))on 
bem ^Iu4 nic^t er(6fct, fonbern f^dft unb bringet 
nnS t)ielme^r barunter 0* 

Oleic^ aber n)ie S^rifluS gar \>M ein anbcr 
S)uig tfi^ benn baS ®efe| unb feine SSierf flnb^ 
olfo ifi au^ bte Sriöfung, curdi Sf)rißum gefc^e^en^ 
or )>teL ein anber !X>ing benn mein 93erbienfi^ bac^ 
'dl burc^ bte SGierf bed ®efe$e8 ober Siebe ^ trie bie 
6op^i^en furgeben^ erlangen fcQ* äBaS fann id) 
aber Diel rühmen Don meinem SSerbienß ober Siebe ')/ 
weil S^rißuS felber für meine @unbe ein $^(ud) muß 
werben/ foU ic^ i^r ') anberd loS n^erben? 

SDarumb voixi ni^t anberd brauS^ tt)er S^riflum 
bur(4 ben ®(auben nic^t ergreift unb {!c^ beß nic^t 
tdfttt, baf er für ii)n ein $Iuc^ ifi n^orben^ bcr ifl 
mb bleibet unter bem S^Iuc^ m). !I)er^aIben je mc^r 
»ir mit äBerfen umbaepeu/ baburc^ ®nabe )u erlan- 
gen, ie weniger wir S^rifhtm erfennen unb ergreifen 
mdgen. 9Bo aber ber nid^t erfannt unb mit bem 
Ölauben ntc^t ergrifen wirb^ ba ifl wcber Statf), 
^ülfe no^ Xrofl ju gewarten , wenn bu bic^ glei^ 
]v acobe marterfl/' 

Ml (41.) (S^xiftMi bei üUn^xifU 6diibfr. 
(A- 110. — St. 55V (59*.) - S. 64. (55*.) 

//S^ar aOe ^rop^eten ^aben juDor im ®ei{le 
wo^l erfel^en, baß S^rifhiB ber aUer^rößte @unber 
Mn wfirbe^ bergleic^en auf Srben me fommen ift 
SDenn fnbem er ein £)pfer Ijl für bie @finbe ber 
Mnien SEBelt, iß er i^t nic^t mel^r^) ein foldie^ßer- 
fon, bie unf(^ulblg unb o^ne @änbe fei. Si^ nt^t 



1) fifbenodttfge Ci^IiiPtebett. m) Stand^ unb änti^wm^ 

1) St I. S. gcMaltig. 1) „»(e( tiimtn — cbet li%W' 
fflU SL 1. & ») „ßt" fefit W. 4) 6U ■.&. toix^ n \^V^ 
ffffwüHnr MÜft mefr a!i. 

4» 



— M — 

®ottc8 @o^n in in .geiiltd)fe!t, fonbctn tft tiit 
Sünbct, unb eine Heine 3^'' i"«lajfen ^^aim 8. 
(9Ü. C), bec bfl trfiflt uiib aufm ^alfe liegenC ^i 
attet aSenfc^en Sünbe n). 318 S. Spaull, bet ein 
©ottälflftmr, Sßctfolgct, ^rcDdct gcroefi (ft; @, 
^etti, kec Khtijlum »erlnuanet fjat; Itera SDauibB, 
njeld)er ein e^ebte(^er unb aRBrber mat unb matfete, 
bflg ber 9(ame be8 -ßcrtn untct bcn Reiben Dti« 
löpett TDfltb. 

Sn Summa, et Ift fcie $etfon, bie fln lljrem 
Seibe trägt unb n«f ^c^ getnben fjnt alle ©ünbe 
otler aJfcnft^cn in bfr ganjcn ÜBclt, bieje geWefen, 
not^ Pnb unb fein rcccbeno). ^liift alfo, ba& et 
fpldjc @ünbc lern getljan fjntte'), fonbern baS er 
fle uon und, bie mir jle gelban ^abcn, auf fttntn 
Jieib genommen l)nt, auf bn^ er bafür mit ftincm 
eigen Slute gnug tMte. 

3Jatumb begreift it)ii ba? ®efc(s, fo SWcfeö ren 
ollen UbeltI)Ätcrn unb aniörbcrn inaemein gegeben 
tat, au(^ mit, ob er luoljl für feine Vjjctfon «nfcbüt 
big ift; benn bnS ®efc| Rnbet ifjn unter ben Qäiu 
fceni unb SJtötbcrn p). ®lci(b rclc bie überfcU ben 
für unft^ülbia nii^t (lAIt, fonbern {Ira^, bcn fie 
unter ben aRorbern mit ct^flfd)!, ob er gleitft fein 
Sebenlang Fein Untijnt nod) SDIift^nblung begangen 
i^at, bie be8 3:obe8 njcrt^ ni5c^t genrfitet werben. 

*Ku aber iftßfjriftuä nif^t alicin untct ben Sün= 
bcrn mit erfunben iporben, foubetii er hat nutb 
felbd billig, nat^bem eS bem pimmlifi^en Siatet alfo 
' Wohlgefallen, bet ©ünber ©eißet unb felbfAiilbiget 
SBürge unb ?pfanb fein woUcn q). X*erbfllben er 
Qud) an fl(t) genommen ^at ^leifc^ unb iBtut berei, 
fo ba Sünbct, SItörbet unb mit atletlcf ©iinben 
pelaben flnb. 23cil i^ii bcnn bnÄ ®efe^ unter bcn 
9R6tbern unb Ubelttj&tcm alfc ergriffen ifat, fo trat« 



t>) 3uT e&nitn W(tb(n. S. AiiCtnt(. S. o) OtlfM;! 

iSänlrnfdlmm. 3a«. S. ^[a\in 99. p) Straf SratUfM 

g) 3>t» -P. <5. iTiilUiS)K ?üttitt\ nxA <»*»a^m>^ ftR »«.l 

1) St. n. S. ^atlt. tJ 



— 63 — 

i^n aud^ att eineu Ubelt^&tec »crbammct unb tu 
»firget. 

@oI48v baS uns S^rifhim auf8 Siaerlieblic^fle 
nnb ^eunblic^fle furmalet (nAmllc^^ ba^ er für uns 
ein mii4 iQorbcn ifl^ auf baf er und ))om $(u(^ 
be< »efetet erUfete)^ Derbunfeln^ ja t^erfdlfc^en aUe 
Sop^ipen r) al8 bie aOer&rfleften ®ottedbiebe b(u 
mü^ baf ^ S^rifhtm mit ben @ünben unb armen 
Sänbecn nichts woUen lajfen ju t^un noc^ )u fd^afs 
fen ^btn; ba er boc^ allein umb berfelblgen voiütn 
ift 9Renf4 loorben unb für fie geflorben; unb bilben 
unt aDein.f&r fein (&xtmptl, bem »ir nac^foiaen 
foHeni). S>amit rauben unb {teilen fie if)m nu^t 
aOein feinen Xttel^ baf er bie @unber Don il^ren 
Sfaiben unb Sob erretten Knne unb tt)oQe, benn 
er iji ba)u ^on Swigfeit ))erfe^en unb ^txoibntt^ 
fonbem machen aui i^m au(^ einen jornigen Stic^ter 
nnb fc^eiflic^en^ ar&ulic^en Sijrannen^ n^el^er nic^t 
nc^c ^uc^. iu)(^ tonne, benn baf er nur immerbat 
über bieSitnbe iomig fei unb bie @unber ))erbamme. 

SBic aber {oUen S^riftum anfe^en t)^ baf^ gleich 
wie er unfer ^(eifc^ unb Slut angenommen f)at, alfo 
hat er «uf^ auf fic^ genommen alie unfer @änbe, 
%laätß Zob unb aUerlei Unglücf unb $lage, unb bat 
%fUi burc^ {{(^ felber^ un8 )u ®ntt, envfirget^ 
trhimvl^iret^ unb ber aller ein J^err ifl n)orben^ bie 
i^m iun gffif en liegen muffen/' 

MS. (48.) e9m diiiPs V^tifd in Sersfolrii. 
(A. 110*. — St. 47. (50*.) — S. 45. (46.) 

^jDti £erm S^ifU Sinjog ju 3^tufalem/' fprad^ 
a>. »• Äufter *)/ //ifi*) ^ar ein Ifippifc^er/ ftftrei^ 
berifc^et unb bettelifcber Sinjug gewefi^ ba e^rifhiS, 
ein fo groper, gett)altiaer JtAnig, auf einem ^embben 
unb Settelefel {ij^t. SBie So^anneS Harli(4 anzeigt 



r) ^ü^iftn mi^ (Qcim^Aflbet. •) Op^. 1, 4. «t^efal. 
S^ fi t) Oldftt efgmtU^ gnlObiag. 



— «4 — 

«nb foflt, bafi c§ Sfcl finb geweft, fut atme ßentc 

»erorbent baju, tn^ flc tiefclbiöcn jii itjrct 51otf)b«tft 
brauc^EU ittÖäjten umbfonft, brnftm Uln 3Hlüljöel6 
bauon geben. iCie Älritsec, fo feine SÖ"9<r bwaf 
legten, warm fein Sattel. Ca ift ja ein minber: 
biitliclbet Sinsog gerreft nac^ tet SfiJtiffogung bed 
^rcp^ften 3''*(if'A (ö* 9.), niif bog bie ©djrift 
erfimct icfitCc u>. Iienn ba ec von SeH)anta gen 
ä3el^p^age an ben Oelberg tarn, ivelc^ä fo nat^e if) 
genieft, alä bie SIbbcüde uon (ginnen au§ brr @t(at 
ifi, BP« Stfuftilfm* nadfbcin er oUcrftfl £ni«Iim 
»on 2obten etipcdcl unb ein grübet ^anfo iCrffö 
fiit i^m Ijcrgiiig unb natJ)foljftt, fo. ba fchrte unb' 
froWodte, b« [jat ec feine 3ungcr ijiB gefc^idt, btc 
efcl ju liolen, bat f^lerfitö »roUcn reiten, auf boft 
bie *Pn)V^cjel erfüllet roürbe. 

3(^.ltQlt aber, bnfä ßlfripiiä bie «pcovljfjrt fil. 
bn iii{^t Ijab angejogen, fonbern bie. ä))i}f}itn unb 
QcsangcU^en - baben fle^um 3fUi1i<iß' gebraucht t). 
S^^rt^ud ^at inbcß geptebiget unb gmeJaet, \>ai 
SBolt aber fiat tbn ace[)trt mit CeliTOeigoi wab ^aU 
men')» ifcldjä 'Sna)ta ffnb be<t 5'^lebeS unb ©lege*. 
Scliilt Gercmonien ^nben bntnarf) bie Reiben uon 
3übcn gtnpmmen, niiftt bie ^fibcn üon')^cib<n; 
bimn baS jübiftfee XoIC unb ^crnfalem ifi siel Ältet 
benn aUt ©tictfcen unb Satinifdfeii w). Iiie ÖJriedjen 
fintcn t^rcn MiifangunibbÄgbab^Ionift^e ©cfängiiift; 
Scrufalem aber i(i tauge jitfor fuc bcn SJetfern unb 
Mff^riera^ep, vieUfihger fftv bcn ©rietben unb Sö= 
mern, biirlunb l)abeu bie ^cibth viel (Seremonten unb 
, SrSudfe BPiibcn 3fiben, «[« bie Alt« waren, gnjjom: 
nicn. (?« .W böd) ein £)errUd)cr, »rd^Hger ftiiuug. tc9 
ßctcn e^tifti gmeil, al8 roe it leruljmet bucd) bie 'JJro» 
Vtjejei uiib agunbenserr, ob et gleich rtu&eilit^ ötiii, 
«eratW*! unb bettlctift^ fliiiufe^n," 



Hinft nnb (BtH^x. w) Jotoptgu* ;C(»lT*i 



T, 



') Ä. »(«Imt«. l) VI. 1 Vi«, 



I. v)ginU|9 



— 56 — 

(Ai lU..— St 48». (61) -,S. 4«. (470 

' .v',S^tifhi8' ^at gonj imf^ütliiglic^ gelitten unb 
biaig gefagt x): £)et $^tft tttefer SBelt ^at nlt^te an 
mir; $at gletc^mo^l große üRartet gelitten, iß jäms 
metuc^en junffen unt jurfc^lagcn umb unfcr ©unbe 
roUleo. !Sie Süben ^aben i^n mit aBorlen, ik Reißen 
obec mit betn ^erf unb berS^at defteujiget.:'. 3)08 
£rib(it Sfftüftt ift ein jtoße SSeijfagung von ber^eiben 
So^Ktt; benn ß()i[ftu§ Celbet noc^ $eut lu Soge in 
bn treiben Jtfrc^t y), bad tfl'von une, bie nlc-^eis 
bea geneft unb tiu getauft fnb, tiiel met)t benn von 
bet. 9l)Bagega btr 3nben; gtögei @ott8läfletung, 
Snuc^tung unb 'S^cannrt ifl i^t bei und' benn ttor« 
uibsi feti ben 3üben. 3n äBeif(4lanben,:tDcnn SDn 
9ffifelB:bcd Glaubend »nb vom jüngflenSlage unb 
(Ben(^^ßercbt unb gelel^ret tctib, [o {•pntS^t beifßapft 
f^ifrt frtnenQ^eft^mitttcn: Üßorümb gldubef) bualfo? 
aSade bir gut ©efiftitt unb fei C}ie frÜ^Iit^ icfDirft 
unb bti^eiÄcn £&fieiung tteibt nii^taUein bet^apft, 
fonbtni' aani SBelWanb, unb- ifi ein gemein. Stebe, 
\enSt ^Ötffc Fein SRenf^ folc^e of entU^ ' ungeflraft 
tebiffi""', 

'-SU. (44.) gjrti a^i|)( sufitiifi! 
':" (A.in.— ßt.5»«.(5B0) -r;i5.«7*.. (4»7*,),',,;I)ie 
SiDti^dch .$aben bie 3ufiu}ft-,€gnftl )ufamniefi '^ts 
fo^t; ißie vi)(i tgt n)ijfin,-;titf bcc jüngfte Sag;||om« 
nun tpiib, ^inb glei(^ äio^I nii^t fömten niffen, tDa0 
unb nlf.ei iamaii rcetben; mitb , benn nui tnjge« 
mein, baä ift eiriije ?rceiibc, ffrieb unb ©eÜgfcit. 
Mtfo fjabenS bie ^rcp^cttn out^ cafue'ge&aften, ba§ 
boib narfi ef^riftuS 3"fii"ff *^c jöngpc Sda ftmmcn 
nfitbe. etflltd?, baß fie bie :£(igc beS 9)lef|Iä genannt 
t>aben bn fegten ^^ge z). 3um anbont Ifoben fif 
bit 3<i4en ber crflen unb anbem Sufunft tufannen 






tt^a%t, ali näibtn Je auf Hne 3<tt AfK^tn* Su» 
)tittrn ntrb von S. $au[o In bn 9mM «m Jto« 
tfnt^em gefragt, ob brr Sag be« Q)fl:i<9ra boobe Iom> 
mm ivörbe, votil bte )u Aorintbo iio4 Mtett ')T 



3um Slecten, btßsletcfetn ^at Sbiifh^ rcÜm atnt 
getban, bei tinrrici 3etqen jugletq mit ein« 
ji^iet." 



(A. ui. - St B6.(M.) _ S.W.) iDtdctSlatttn 
fagt aufn Xbenb ein fPtal, ia n Jui SaAtm mn: 
„^f), »ie gtm nrQt Id) bei btin fittm ttQrifb g» 
ueft fein, tticnn tt ein SDtat ftfibH^ aetttft.ijUa) 
€(tnct 9(uguftinug Spntcb ij) fe^i ilrrff«^ wiVfetB, 
ba ei*) fprid)tr etjrtfhtä bab mit feinem ttinfgcE 
unb Stmpeln unfec SrofefiltfgS setlDe^ftEt anb c^ 
eine soaErmmene 3abl gemotzt. !t>enn bd i^mn 
etirtfü Sob nltb genannt baS @im))e( unb tt&el^ 
alä bet niit «m 2eibe grftorben ijl; abet iin^ wb 
Iß itntef&ltlg unb gebup)}eU, benn nfr ^AttnrciBlg 
mütfen »ettoten fetn an Selbe unb €eele unil snjcc 
©flnben wiöen." 

Ste. (45.) Q^tli* ^t alt tfm «i« giytMitfc " 
(A. lll». - 8t «6". (50.) — s.««. (4>*.]r *; . 

®d warb untet anberm übet aiififi geba^, Jb«| 
2). Sacob €(^cnfb) ni(^t oue eim S3u4 ^tebtgtCf 
fpM^ D. aSattln: „St^ Ü|ue eS nicf)t Sott) ballen, 
ca$ alfo unb ntcbt anberS müßlr fein, fcnbecn an> 
bentjunt (Stempel. Unb eB bflcf fid; beä Suc^9 auf 
bet Äarjel Siemonb ^4men, ireil nuc^ efitifhid, 
ber Jß^efie iDoctoc unb SWeijhr, flc^« nic^t ge f^ftmet* ) 
unb un« ba» ®j:einpri ou9m JBu*, nie n«g bem 
^rop^eten dfato, ju ptebigen gclaffcn baU)." 
U1. (40.) 9fyAfmt 1| in «in* icfi^m. 
(A. 1U-. — SU W. (M.).— 8. 4r..(M*,) ■ 

, »I)a bt< Sttitell in unferm (bt[flH<^Wnb(i^ 
ntebngefabien )uc ^iü, em&^nct*) notb, fi9te.& 



■) S>. n. 2, Cc^Bti HA« CfrifK •nulBf4iR. b) A. 

SAiftl dmt ctaa ^af^ircMan n Xmai. d) Sk C n. 

1) Si K. 6. IcItiL t^Sb I- S. t IWlb oIj^L/b. «. 



6T 



SRart : ,^ef ifl rinfdltig meine aReinung tmb gl&ube, 
tQ$ a^üftat ffit vn8 in bie J^ifU gefahren ift^ bies 
Mht }tt litfktditn unb )U )crft6ren; n^le im 1& 
$fa(m (»• 8 ff.) unb Set« 2. (»« 24. f.) ben>eifet 
loicb.d) £)b »0^1 fünvttifle unb idnfifc^e ®eiflcrunb 
Sa&%l\n%t miMftm Urfaq ne^men^ )u bifputiren unb 
fürgeben^ bat SBort infemus, &Sä^ wurb ^) genonu 
mm unb t^erßanben für ein mai, wie im etfien 
Sn(^ aRoft ))on bec @(^ftpfung * etlic^ SRal flehet. 
abev ^ie f^el^et baS ebr&ifc^e äBort Stöbet, iai ift 
Orube/ m(6t,fonbem @c^ota, bad ifl ®e^enna/£5ae. 
S>enn bie Kten ^aben i>ierer(el Unterfc^eib ber «pöQen 

MB. (47.) ®ott Cl^tiili Hifetfff^siig. 

(A. lil*. - s. 53\ (54V) «nno 39. bcn 9. «pril 
rebet S).ait. ^^Don bec Suferße^ung beS J^ettn S^rijU 
bitrAB Sorte) unb bie $rebigt be8 d^amm, 
welqeuic^t ol£fn Srbbeben gef^ie^et toie aucbCbtlfhiS 
mit efm großen Srbbeben audm ®rabe ^erfur n)ifd|te 
unb aitftmonb. S(fo n)irb auc^ ^eut ju Soge noc^ 
immetbat bie SEBelt reae unb erf)ebt fic^ ein ^umult^ 
wenn aOetn 6btifll (8ered()tigfeit unb ^eitiüfeit ge$ 
prebiget unb befannt wirb. Sber foIc^cS &cbbeben 
i^ ben (Bottfilri^tiflen unb rechten Sbvtjlen I)eilfam, 
trdfHitff unb lüflig/ unb me^r )u wunff^en unb ju 
begehren benn ^ieb unb Stuge wiber ®ott mit böfem 
Oewiffen/' 

(A. luv - Sl. 54*. (58^.) — S. 53V (54V) ,,3)ie 

[üben liefen i^nen trfiumen unb meinten 0/ Sb^ifU 
teid^ wfirbe ein weltlich 9tei(6 fein ; wie auc^ bie 
Spo^ebi SobannlS am 14. (SS. 22.): ^tn, wad wirbS 
werben/ ba# bu bic^ unB ofenbarn wUU unb nid^t 
ber SDielt? SSir meineten, bie aan)e 9Be(t foUte beine 
^errlic^feit fe^en, baf bu Jtaifer würbefl, unb wir 
|w5If ÄSnige, unter welche bie Königreiche [oQten 
auBget^eilet wetben, ba^ ein iglic^er unter fic^ fj&ttt 



d) S>. m. Slcitting t90i C ^Wfalti e) a^HfU 9nf« 
eiie|ng tan4i ttttt f) 9AMfi^ 0rWRiIeii««mltcil^ V)t\.^ 
1) Sl »HP..-- 



^uo^nung vei iQm maiqm ic." ' ' 

569. (48.) Bplupfciun SaIvMwf« noitri imiOi 

Gxum est <) Hierosolyroii aS upoldinB Cl 

(A. 112. — Sl. 616*. (961-.) mOm. gOt ApMi 

Sbid Deas, ex quo cHrnem itmpsi sine ni 
Plebs. mn me ligno fizU pendente maligt 
As^iie tflasRi« meam, q^ui tnnsis ant? se] 
QaL tridno Ucui, CDin pro te passus obiri 
Quid pro me pateris, anl que mihi grata i 
Sum Dens et pulvis, sed n^iies si inodo.i 
Pro le pasiijs, ita lu'} pro me prospera 'i 
Pro te plügatus, pro ve ta liega natu. .' 

SM« Ift: Ota»r4rirttc( «KralSttti C^IU, 1^ 
tstl^t IB 3mifaIfiB aaf frinca, Obaf gt^w^^H^ 

(Sotti ret^tec @Df)n bin idi aOeiit ; 
■ Sm Sttfang, unb'9)hnrA notbn xi 
SRem SolF intc^ ^at hh» Acnii tfe^oiiQ 



69 



SMbiA »emt bu benffl an bief mein ®taf>, 

S)rfom idi lag bi8 an ben brittrn %ai 0/ 
€So bbfiit roai idf aar ttnfc^ülbig 

^r bl(^ get^an ^ab ganj tviUtg. 
mtttn, ben anerfc^m&^noiflen Sob 

Unb bfd^ erlofl au8 aucr 9?otf|. 
»oh ©ünb, Sob, Seufel wnb ®ott8 3oni, 

{Darin bu warft öon keltern gebom. 
^ab für bic^ gebuf t unb beja^lt^ 

aRein SSater gar {u gfrieb geflaOt« 
S>a8 er bat iviQig gnommen an^ 

91(8 ^fittfi bu'8>)-felber mi qctf)an. 
@Atnt bir aü mein ®ere(^tlgfeit^ 

JÖerbienjl im SBort » ) unb © cliglcit 
!Dafär begehr ic^ ni(^t8 me^r^ 

!Z)enn bo^ bu mir nur geb)! bie S^r^ 
S>afr :i(^ nur fei ber «geilonb' bein^ 

Of)n att bein aSerf au8 ®nab aUein. 
Sebmefld aUetn mit. ©fauben an^ 

SSie bir mein SBort fein jeiget an« 
Slfo roirfi bu gerecht allein^ 



fßon allen @änben aucb ganj rein« 
lamac^ gebeß in meim ®^orfam« 
9tuf|l mtd) in allen 9t9t^en an. 



»efennejl für aUer aBelt ^ie*) frei, 

2)af ic^ aOein i^r ^eUanb fei« 
^&Uefl mein Sßort in S^ren rein, 

Unb IdptS beinen Hebftcrt ©d&afe fein« 
^m bt4 flelpig für fatfdjer Set)r, 

Die mir fieimtic^ {lie^tt meine @^r*)«, 
mit fürAtjl, licbfl unb bie ©unbe mcibfl, 

2)amit bu nic^t grof ©träfe leibfl« 
SEBo bu bir8 nic^t ba(b Idpt (eib fein, 

3)i(^ )u mir fe^rfl ))om .|^er}en bein. 
2)a8 ifl8, ba8 ic^ beae^r Don bir, 

9((fo fannfl bu recpt bienen mir« 



I) St. 14 iBi4 in ben £ob iraoB. 2) St. n. S. ba«. 
V,^} 1. S. 11nf«0lb. 4) ,l^le^ fifjfi St tt, 8. 5^ «Ut V^tt^ 
'^^ kU Mbtm k$Un Jdnfe: S>a€ iftt — Uenta nAx. 



- 60 



570. («.} (Hb iiikm«»Bf4ilf), fe i«««ia... .. 
Um 9n»c .iH 4nn tt^fü btfnAtE MM. 
(A. lir. - SU H7. (Wl) C(In.s(ttAppeBdLl.ti 
Rite a« bistf4.) 
Hie, sub claasorH iscel Christi ciro pnn, 

Sub cuiu8 cura semper stat nostn flfrär 
Est Deus bic lantas, natas de virgine t, 
Hililiae Caput hie, iacet bic Mundi r 

Sil (|): 
^ie litflt ISottd ewißcr ®D^n aUeitt, . 

Maifin 3Kttif(^, boi^ o^n ۊnbe nbk' 
®cbom und, blt mU nam »nlomt/ ' 

SSott einer Jungfrau auStttom. 
S)cc ip bei 2Belt ^eilanb unb Swft, ' 
3)cc uns mact|t lec^t son Sftnbnt lol. 
So bie, fo fein SBott nibmm m 
3Rtt ®Iaut) tinb ge^tt in ftlm O^oc^i). 
»]■ (90.) Q^0D<, wfrt gta^ nb ftril. 
f.\. III«. — Si. MV (5T.) — S. tX (HL) 
„Unfec gt6ßiei: 9hi^m, <&f}tt unb 9nU Ift, baf 
»ir ^Ejrifhim galten, ®otUi ©oijit, »on unjetn^rifii^, 



bD(4 o^n €ttnb aebotn, ft^enb jut Steqten Iwttel 
bfä SSatcrä, ein .gerr über alte Ereshiwn im. "' 
niif €cben unb in ber ^0ae.h) <Sn i^n i 



bfS Satcrä, ein .gerr über alle Cttetthtnn uiL£tmi 
auf €cben unb in ber ^AQe.h) !Sn i^n akt um 
^erm »iU ifaben, ber rofib ben Sieufcl lOn gfeuAe 



unb HBibecfat^er ^abni." 

UE. (&l.) Dl bic Kc^l stt^aa (atci, f« M fitm C|tlpt 

SJpibfTjcli^ni aai^rBflt'n «ab snlbnUdn, (tm jrt Im| 

vnbotra (attt? 

(A. 111-. — Sl. 47. (M*.) — 8. .11. (»•.) 

darauf antroortet ber 3)ort« : „Senn 0tjtifhiS 
auSerijoIb fein» Smyte tebt, fo rcbt er ol8 ein ©ott, 
als trenn er »on feiner ^perfon rcbt unb fpricftti): 
aileS, naS bedSSatere ift, bafi ift mein; (tl^ubt i^r 
an ®ott, fo glaubt aut^ an mtd) k. Sß!cnn er aber 
nad) feinem Ämpt rebet, ald »pm Ülntcr öefanbt, ba 
rcbt er nie ein 3Renf(^ unb Jtnettft, nic^t »on fcinn 



IJ S. ttib bMbtft !t^ tm 4 



- 61 - 

^ecfm, Ott ba et fagt (aRotf^. 20, 28.) : S<^ bin 
fommen/ bat tc^ btene 2ck) Xlfo auc^ ^te, ba er 
>i»eibeut, feine SBunberoerf auSjubretten ^ ba rebt er 
Ott Mm Sater gefanbt Unb t^ut n^ol^l bran, baf 
etS t)erbeut, bamit er und ein Sjcempcl unb Se^re 
flegeben, baf tt)ir unfer Sbre nic^t fuc^en f ollen in 
bem, xoai n)tr ®ut8 i^nn, fonbern nur aUetn ®otte8* 
S>a^er S^^^nnei in feinem ganzen G^t)angeIio jeuget, 
C§tifhi8 bab ben SBater gee^ret, ntc^t fld) ; bad i)at er 
vnd$rebigemeingebi(bet. 9((fo Ifl au^ baS feind 9(mptd, 
*« er fagt, ber @o^n weiß »on bcr ©tunbe nid^t^)/' 

Sn. (58.) „V^tifui ^ai bcn «))c^Iit naii feinet «nfepr 
fU^ng KOe« «ffetbatt, tom« f^m bie Seit feine« Seiben« 

toibetfa^ten taax" 

(A. 113. — St. 50. (53*.) — S. 49. (50.) 

S>ag fagt 3). 9Rartin einem/. ber i^n fragte unb 
M^ t^ertounberte, tt)ie bie St)angeli{len ^tten fönnen 
^'>n ben SDinaen (einreiben, babei fic niqt wdren ges 
^tft, unb nic^t Ratten fönnen n)iffen nocb mcrfeni)* 
^U, ba fle fc^rieben*): e^ripug ^abe bie brei junger. 



k) Sibet bie Mfletlii^e üffu unb atn^mfnd^t I) (Sf^m 
Uew^tisg* 

1) S. tf^U. Sei Ctangtoalb laniet bet Xtxi biefet IRebe 
iShi Saroiif oittpottet bet IDoctot: »Qi^toeOen tebet bet^ett 
C|tf|bM ratione pertoDae(9on feinet 9etfon), bi^toeilen ratione 
elBdi («01 feinem 9mt). 9)on feinet ^etfon tebet et, ba et 
firti^t Solenn. 14. 16 , XUe« , toa« be4 fSattxi i^ , ba4 i^ 
acte. MAiBet il^t an 9cU, fo gUnbet Qt an^ an ml6) le. 
0«i fetaem ICmt tebet et al4 von C^ott gefanbt nnb loie ein 
JNt^t» ba et faglt : 34 bin fommen, baf i(b biene k. Stern 
ta n fagt: S)et €ol^ toeif von bet Ctnnbe nicbt« k. iUfo 
«■4 |ie, ba rt »etbent feine ffinnbenoet! andinbteitesr baf 
«M n ratione officii (»egen feine« XmtS) aI4 be4 Satem 
•ffoibftt nb ^enet. Unb il^nt bet «. (Sffti^n* xt(^i nnb 
»oll bota«, baf et« vetbeat, bamit et nn« ein (Stempel nnb 
tdfu aegebtn, .baf toit nnfete 9^te «ii^t fn^en foUen in bem, 
Nf tour QIntc« tl^nn, fonbetn nnt aQein C^otte« dffn. IDal^et 
5«|nnnif in fetaem aanjen (tvangelto leuget, Sbtifit« l^ab ben 
•alK geltet, nt^t M f^ib«. IDa« ^at et nn« |)tebigeni fit» 
|cMbft 99 i^abet an4 bie nt<^t Unte^t get^an, fo be« 4nu 
tldll Smibfiyri^fli iu 9HU§ «Kte anftgebnUd V^n;^ 
9 $k M. 8. fi^Hhx. 



62 



fo im ® arten [(^liefen ^ aufgemecft; item^ bo^ brt 
(f ngel S^titlo erfc^ienen [ei^ ^ab mit ibm aecebt unb 
if)n gett6{lct. iDefgleic^en bte SSdit tE^nfU, ba er 
betete bie {le boc^ nic^t Ratten ge^Sct 3^«»/ IDOS bte 
3taiit über in Jtaip^a8unb«igerobeB£aufe;grf<^C^ni^ 
ber feinS fie n^eber gefe^cn nod^ gebort ^abcn^ benii 
jie waren geflogen. 

574. (58.) (S^riffi ^Dmni^ nnb 0mni»IU(Irit 
(A. 113. — St. 49. (53.) — S. 47. (€8.) 

^^S)ad I93ein)0{;nen unb bte ®emeinf(^aft obre 
®cfeUfc^aft beö Ferren ef)rifti mit feinen Süttgeni 
wirb am aQerliebüc^ften unb freunbtic^ften fein ges 
wcfltm). !Denn er ^at fic^ ^oc^ oebemut^iget/ ^t 
für feinen Staub Qcljalten, ba er ®ott wax, 9Renf(^ 
ju werben^ un§ gleic^^ bod^ o{;ne ®ünbe tc fit t^at 
ben Jüngern su Sifc^ gebtenet^ einoefc^enft sC/ ttie 
mir mein ^amutud ^ ) ; beß finb bie junget/ Ü9 gute 
einfältige üeute^ nilegt gewönnet ^ fjobmi laffen ge* 
fdie^en. 9(Ifo ^at ß^riftu^ feinem Smpt gnua get^an 
unb audgeric^t, wie gef(^rieben{te^t(aRatt6.»>^2a): 
@r ift fommen^ baß er biene unb nic^t t^m bienen 
ließe. @d ifl ein ^o^eS C^jcempel^ un8*) eben ^o4 
ge^edt^ baß fic^ ber fo ^oc^ gebemut^iget unb ge< 
litten f)(it, ber boc^ bte ganje SEBelt, £imme( unb 
@rben unb Sltied^ wad barinnen ifi, geji^affcR ffot, 
unb nur mit einem ^nger ^&tte Unntn nmbteffren 
unb tjertilgen/' 

575. (54.) ^iiftu€ führet fein 8td6 tDuActtaii^. ' 
(A. 113. — Si.54». (58».) — S. Ö3», (54»0 . 

..S^rifiud führet fein 9tei(b unb Regiment gor') 
wunberbarlic^ unb ))erDirget flcQ atfo, bo^ fctoe 4Bc< 

Senwdrtiafeit nic^t gefe^en wirb n). Unb imul^t boA*) 
M\ex, Könige^ Sapft unb wa8 not weife^ genmig 
unb gerecht wid Jein^ ju (Sc^anben* ÜAtt botu ge> 
l^öret ein ^lerop^oria/ baß manS getotf fei.''. 

m) (Bremj^el bet i^l^c (Bccie. : 3e ^^cc ta M|t ic a* 
brniAtl^ige H^. Contrarium facit mnndiit... . n) SifUMI^t 

1) Sc 8.S. loif eiftfamilbiLe. t\ SumLfi« «*.:.•) «fti^ 
Ar^Ä 5t. s. S. 4) ,,bo(^" ^äJU ^\. 



\ 



63 



(m* (65.) (SfftlfA Octtdfl;. 
(A. 113. — St. 50. (53*.) — S. 49. (50.) 

//SW fllftttbc, bof tfir ^lel tm 5papftt^iim finb 

'Mg toexhtn , ob fie tDO^l baS dh^angelium nf c^t ge? 

Jtrt IJaben o), wie e8, ®ott 8ob, \%X geprcblflet unb 

gflf^rrt witb; »el^en^ ba fie mit bem Stöbe gerun^ 

\fXi ^aben unb fterben »oHen^ bo8 SruciPjC/geweifet 

1^') unb ju irinen acfogt »orbcn: 9luf ben fc^e 

(eine «ßojhiung^ ber bl^ erUfet bat Slber batnac^ 

b(t bie^on^e mit i^ren Aappen unb felbdetn^&^Ietcn 

übrigen SBerfen fommen jlnb, ba lfi8 au8 gewefl!'^ 

ftn. (M.) Hu defirai S^riflnm foE man aHrfn gUnBcn. 
(A. 113. — St. 60. (64».) — S. 58. (69»0 ,,2Bic»0^l 

feine Seligion für ber SSemunft fo nanifc^ unb un:: 
gereimet ifl aI8 bie c^rifUi^e^ boc^ aläub ic^ an einen 
einigen Suben, ber ba ^cipt unb ifl Scfuö S^rifhi« p) j 
bei anbem feinem gl&ub ic^^ benn fie finb t)ern)orfen 
unb in einen ))erfe^reten @inn bal)in geaeben. iDanimb 
foD man für allem anbern auf ber ^anjel ))on bem 
ptebigen, ber ba flebet an ber ^eiligen Stätte^ baS 
\^ Mn e^rifto^ ®otted @o^ne/^ 

(A. 113.) Unb e8 ifl üiel beffcr, e8 mangel 
einem an ber 9t^etortca benn an bll^!Dlatectica; aber 
bie 9^fetorica fc^mudt mit ibrem SEBo^lreben allein bie 
Se^re/ fo einer furbringet; 9i^etortca ifl bie f^arb^ 
3)i(^ica }eiat6 fein für} unb orbentlic^ an^ unb 
telitB abe. binnen tt)ir nu nid^t §arb l^abeU/ fo 
muffen loirS bod^ entn)erfen.^^ 

078. (S7.) (S|r(^« foll aUcin <a eine (S:i^dflen «et) fein. 

(A. 113\ — S. 58*. (6f.) 

^,3n meinem J&erjen/' fprac^ SD. JWart 1)/ 
^^f^errfqtt aOein unb foll auc^ ^errf^en biefer einige 
Srtifel/ n&mlid^ ber ®laube an meinen lieben ^erm 
Sbriflum/ tt)el(^er aller meiner geifllid^en unb g(tt< 
li^en (Bebauten/ (o id^ immerbar 3:ag unb ^^is^i 
liaben mag, ber einige Anfang, SRittel unb 6nbe 



0) (nrWtitoeifHeCeiaraiaet^ttni. LSitt. t^^ttt. 
■) l)fs89i4teff^%^iriiii^9rrHai 

1) ^iß-fm yr. t) ,/l>ra* 3). «.- fe!)tt8. 



— 64 — 

ifl q). Slber gleic^ivol^t empfinbe l<^, baf U^ "om 
t)er <6of|e^ 2:iefe unb 93reite r) biefer ttnmif igen, unbf 
greifuc^en unb unenblic^en 9Bei8^eit faum unb sot 
na^rüc^ ein aeringed fcbttat^^ Sln^eben enric^e^ unb 
faum etliche f(eine @tuf(in M unb a9c((9in ouS bec 
aUerföfiüc^ften unb reic^ften ^unbgrubt ffibt ttß 
langen unb and £i(^t bringen nwg'en *)• 

679. (58.) ^rißne ifl ®efe|^ nnb Srei^dt, Cfab «ib •cff4' 

tfgfeü, Sob irab Sebes. 

(A. 113^. — St. 56*. (60».) ^5.55. (M.) 

,,!Die ^eilige @cf)rift gibt unfenn £etm S^riffa) 
))iel f^one, liebliche Flamen i), f)ti^t iqn unfer Qk» 
fe$, @unbe, %oh 2C.^ ob er n^cl^I an l^m felbS ni(^ 
anberd \\t, benn eitel t^reit^eit, ®ere(^ttgteit, civ^rt 
geben unb ©eligfeit. 9lber barumb tft er norbcn 
ein ®efe$ n?iber bad (Sefe$, ©linbe wiber bie Sänbe^ 
ein Sob wiber ben %ot>, auf baf er unS wn ') 
bed ®efe$e8 ^(uc^ erlöfete, ))on @flnben unb Sob 
gerecht unb leoenbig mac^ete* SHfo iß C^rifhiS in<' 
gleich ®efe$ unb |^rei^eit, @flnb unb Oerec^tigteit, 
3:ob unb Seben.^^enn eben babunb^ bap er fL^ ^at 
laffen baS ®efe^))ernagen/ bie ®UQbe t^erbammen 
unb ben %ot> ))erfcf)(ingen/ f)at er baS (Befet iuglri«(| 
aufge^aben, bie @unbe n^ieberumb t^erbammet, bea 
3:ob ern^urget unb und gerecht unb feßg genod^. 
!Denn er l)at^ 9L\lci umb unfern xoWtn gef^oiu 

aifo ifl e^rißud )ug(ei(^ ein Otft t)^ borait bal 
®efe$, @ünbe unb %t>\> envorgen uiAffeu^ unb da 
l^eilfame ^nntl, baburc^ bie (STldublgen nic^t aOdn 
Don aaem Ungläcf frei, fonbem au4 geredet/ Mciu 
big unb feiig werben/' 



q) icne Srenbe sab (Brg6|^BBe dtel S|ci|I^IUMMik 
r) e))^ef. S. 0) (S^dfli 9lames nnb nol)U|ftlm. t) t.3rif 
daÜ^. 2. ' • 

1) W. CtiifleiiL 2) S. t S>«« m|, «I Bi» db 

» 5. lofbrr. 



— »5 — 

8S0l (58.) ffiptamb iO^ftni foinmen fei. 
(A. 113V — St.d2.(56.) — S.5l.(52.) 

„(SfyA^i, iva^m ®ott unb SJZenfd), aud (Sott 
*on Stoigfeit^ nat^ bcr 3^i* ^l^^^ ou8 SKaricn, bcr 
leinen S^ngfrauen^ geboten^ ifl gctvi^ nic^t barumb 
foniinfn^. ba^ er§ ^) @efe$ geben unb aufridjtcn 
wontC/ fonbetn \)iel mefyr, ba$ er fid^ )>om @(efeft 
auf« Vllet^S^efle unb «^eftigfle fcf)recfcn lief e^ fo(c$ 
©qrecf.en ubemtnben unb alfo bem ®efe^ gnug t^un 
unb ed -Mn und aller S>ing l^inwea nehmen tvoQt. 
St ifl liiert ein ®efe|(e^rer n){e SRofe« ^ fonbetn ein 
SüngeC/ bet bem OTefe^ rooUt untert^an fein^ auf 
ba^ ec butcb folc^e feine Untert^&nigfeit unb ®cbor$ 
foa.bie etlSfete^ fo unter bem ®efe|( n^aren u), i)as 
wn {inbet man in ber JBapiflen ^uc^er v) feinen 
SuAftaben; {hadd bad SBiberfpiel finbet man n)o^I/ 
n&mit4 baf €^n{ht8 ein (Sefej^Ie^rer unb Qejhenger 
StiAptt fei, ber ))iel ernfler unb heftiger toau benn 
SRofe* jilbcr/' 

S81. (00.) 66dffat« fonbetUi^« aOccf nnb eigen 9in))t. 
(A. 114. —8. W. (W.) — S.51. (52). 

,^6^ti{U rec^td uiib eigenS ^rt^ ober ') SEßerf 
tft baf er f&mpfe unb fheite mit bem ®efej^o ®unbe 
unb SDbe für bie gange 9ßelt^ unb alfo mit {f)nen 
firefte, bafi er pe aKefampt. auf jic^. labe unb 
trafle w), Unb wenn er fle auf fic^ gettiben unb 
getragen ^at/ baf er ^e aföbenn bur^ fij felbS 
ubeminbe unb gar berttlge^ unb alfo bie ®I&ubigen 
fret unb toi maAe ))om Qlefe|f unb aQem Übel. 

S)arumb^ bap S^rifhiS oa6 ®efe(e ausleget unb 
SBunber t^ut, baS finb gemdne unb geringe !Bof)U 
traten geaen ber rechten SBolS^It^at gu re(^en^ Umb 
loelc^er »men er fumebmltc^ fommen ifl. . !Denn ti 
l^aben bie $rop^eten>; fo^tberlid^ aber bie STpoßeln, 

■ • # # ■ ■ ■ * 



.1) ß% m. S' it ba«. t\fi%. n. S. nab 

n) tMai 4, A. r) mttdH ub (Bcfe^Ui Hl !^teft«ü0i 
metßnßäd. w) (SfrißKS ein JNire«« u^. «ic^lNoMim, 



mm 



fettet." ■ ■ ■■:-^ ■ -'■■ 

S8Z. (n.) Kü^ Rnr^M CMtK 1» liSÜJhn^^j^ - 

(A. It«. - SL«-. (BT.) - 8. OK;»«^ fr.n..* 

„lt)n§ (S(jri^« lommcn iinb SWenfdj iwrtm ip , 
^([ft ttc ^cu*let, bie oftn gurdjt ®ottti leben une» 
Pi^er (inb, gac ni*tö x) ; fludj Mmmelä tenm ni(^ 
ju ®ut fo offcnOätlicf) gotUofe SBctät^fer pnb. 3)»f 
glefctien bie äJcrmcifelei: flnb, bie Ca nietnen, e«'^ 1 
ffln(t 3^to[lä noclj ©nabcn roeiter ju geiootten, toeffll i 
pc bae Glefcg gcfcftrcrfl fiat. 3>ciicii aber allein ffim-- ■ 
met et ju 9!u6 iiiib Srp(l, ble baä (Sefe^ (in 3<'t' 
taug gcplciö" unb etft^redt ftat, iinb bod) in fuliftem 
etnfien ' ) unb Ijcräli*rn ©rfirfcfcn beö (Sefeße§ bI*i 
iietidaen, ("onbctn treten mit IrCpiic^ct 3u»etfi(^t y) iiU 
eijriffo, bcm öSnabenfiu^l, Toelcbet fle com S'"**) b(^ 
©cfeßee erißfct f)at, bfl er felt-g jum 55Iu($ für fle 
Jüorben ifi. (@al. 3, 13.) Sie folc^eS t^n, ble 
erlangen iBarmfjerjiflEeit unb fluben ®nabe/' 

S83. («Z.) g^riflnt mug ctplg b|fl5(ii unb «Uf, Vt aa t^v 

(A. 114 — Si. 5S'. (CO*,) — S. 55. (56.) 
I)ft ijon bet Eünffigcn Sßctfolfluna flcrebt warb, 
fprn^ 3). 2R. z): „I)ie £efbcn lo6en roibn beii 

tcrrn unb ,feincn ©efalbtcn. 5ßfnlm 2. (83. 1 ff.) 
olltan, ile foUen ben (SljtiPum bleiben loffcn, n>mn8 
gUicf) .oUen Teufeln in bet .^öUe leib ip, unb ireitn 
irfr jlMJben, fe finb itie bpd) ungeflotben: fiitbel 
ober e^rifiuö, fo flcrb idj au^ mit. 3*1) itcfle mic^ 
aber eifteä, nämtic^ beg, @otteä SSort bleibt ewig, 
aifo faat (Sott (Sob. 14, 19.}; Jd) lebe, unb flir 
foUt au^ leben. 3iu, id) bin aufbcn@ott getauff, bri 
Julc^ä fletcbt unb jugefagt t)at, ber rcirb mir ni*l 
lugen, pe^ bin id) grciß ; "tarumb weiß Ii^ »on feinem 



■■'■ ly Si. H. S. Qmft. 



laut«« 9}«M)rl 



6T 



ffc beim t)on gefu* 6^r(fl0/ in tüeld^em »0^:^ 
ganie pUc Der öottf ' ' -'" ^ - 
\M» ütolojfer 2. (SB. 9.) 



(A, 114*. — St. 65. (70.) — S. 63. (64.) 

6. @tep^and Siage aufn Kbenb über Sifc^ 
Start a) : „fOttin ^rebigt ifi nid^t anberd^ 
i ging i(^ bur(^ einen großen SBalb unb 
>(if es ^erroieber fd^aUt^ ba| ic^ ben Sc^o 
bofcftaU ^6rete > benn ic^ fe^e unb merf^ baf 
> ben S^rifhim toid für einen «gerrn ^aben.^^ 

) Der (S:i^r{|him too^I fcnnet tet i^ ein fleiftec bn 
A. 114*. — St. 58*. (63.) — 8. 57. (58.) 

Kkia war gut bi6 auf S^rifhtm ; barumb weil 
|hi« fommen tft unb bad ®ra6 offen Met 
) Hüti aus* $lber unfer Slottengemer fagen^ 
I t)lel 351nfle8 \)erbDrgen fei in ber i). @d)rtft, 
) .nid)t offenbart tt)orben ifl. S)ad iß falfc^ 
i: loa^r^ benn ba8 ®rab ifl offeti unb 6f)ri|htS 
f an Xag fommen b). S)arumb mx Sbrifium 
nb fennet i^n red^t, ber ifl ein aRagifler in 
riß unb bleibt ein SRagifler/' 

JH.) Sit (^dflo foQt man M ie nii^t fftfc^tri. 
. 114». - St. 61*. (66.) — 8. 59». (60*.) 

nic^t ein $(age^ baß n)ir und für bem 
t< »Oden fürd^tcn, ba bo(^ fein gütiger^ 
nod^ ^otbfeliger 3Rann i{t »eber im «gim? 
Auf (Erben, beibe 9tit SEBorte^/ Qieberben unb 
fonberlic^ gegen ben armen, betrübten unb 
ft Oett){{fen o). !E)a^er SeremiaS bittet unb 
D £etr, gib bu, baß mt unS nic^t für bir 

0i 




Ü. I. S. i|l. ' 

Inf ^As^W> imer IßtMgtx. b) n(bctfiyT\V\4i 



»on ^'clfto', feinem Seiten mib Stetfifti in 
roell jle pe^et, gei^eblget wetten." 

S88. (67.) ^rifh« fritgtl mit gxi^ tn 
(A; tu». — Si. 63. (68".) — S. «. (t 

Sia »on äJctfo^iunfl aetebt iratb, fpn 
SMortin: „ßflgt ^f" ßtjtiffiiin nur auä ju gel 
Senn et »iU-jiit^t mit Settlcti; tricgeii, fot 
flioßen, gewaltigen ßctrn, Äönlgen unb gö 
flefitiefien ftefjet (^j- 2, 2.) : Äönigc unl 
im Öonbe tat^rdjlaijcn mit cinanbct unb te^ni 
wfber ben J&etni imb feinen ©(falteten e). 
bie aanje SSelt reilt ben SöciOunv ouffrcff"« 
Pe SfirifhiB tticbet ftcffcn. ISfcax ft^c nur; 
^topQeten mit ben ,^ömt}cn,in'£daien gete 
bei Äönifl ju ffia^cl, 9f(T:iticfi )c. bic jlnb b 
liegen in bet Mfc^e. 9llfo Ijht I^iinier, brt 
?ptopI}eten ') einer, fid) mit ben ÄCniJ|cn gel 
wiebeiumb ^oben fic ffe^ ,raib(?,,bte $tppl)et( 
unb iljnen «Jtberfptot^ett." ■;..,, . ..,,j 

B89. (68.). e^riftnl «al <4'nÄ 'fitirT'^lltftrt 

(AVm». - Bi. 51V.'(Ü»«>j-«.«W<i 



— 69 - 

dc^alten? wie bie SB J8tt)i(^ter ! @ie tvetben Qtxoi^s 
5^4 fc^ entfe^t ^aben unb beftönt fein getoefl; n^ie 
^on Bttro gefd^tiebcn ficbct, bap er fei ttaurifl unb 
ortrflbt qttoeft. 2)arumb ^at 6^rifhi8 ttieberumb 
Püffen m i^nen Tommen unb fie befuc^en^ benn er 
Ijat ti Jßnen üerbei|en, ba er faflte (Soi^- 16, 22.>: 
3^ n>tu eu(^ tt)ieb'er fe^en unb euer «i^erj n?irb flc^ 
freuen Q* SSknn er8 nic^t aet^an f)&ttt, fo i)&ttt 
er feie apojieln nfmmermel)r *) ju fid^ brad^t, benn 
fle l^attend bei i^m wo^l alfo ijerfc^alft '). 



K (090 SBp 6^M bleibt, ba blctb^n anc^ bfe, fo an i^n 

glftnbeii. 

(A. It5. — St. 56*. (61.) — S. 55*. (W.) 

^^Sßenn n)ir nic^t getauft mdren ') unb an 
(j^rifhim ^) glaubten ^), fo Keße un9 ber 2:eufel 
mo^l gufrieben g). 9Sir vooütn un§ aber an ben 
e^fhim polten, unb foUt ber ä3dfett)icf)t noc^ fo fel^r 
(Ulf unB herein ^Annen; unb n)0 ber Sf^riftu» bleibt, 
ba moUen wir au^ gen^t^Iic^ *) bleiben/^ 

591. (70.) (Bin anber«. 
(A. 115. - Sl. 61\ (66.) — S. 59». (60V) 

/,^tr ^aben me^r Urfad^ un9 jU freuen, benn 

Ii« trauren; benn tt)ir boffen auf ben ®ott, ber ba 
agt (3o^. 14, 49.): Scfe lebe, unb ibr foUt au^' 

f) Cbriffi« bleibet bei feitter ^nobeBtoHfe. k) Unfec 
C^9- 1 SpbftBn. ft. 

1) S. «Iiiimet. 2) i&ti etangttalb lautet ber Xext olfo: 
wSi>a IKfttifli« iia4 feiie« ^nferfte^ttiig gu feinen Snngeni !onu 
mm. Üfll^nn. 21.) nnb mit ibnen geffen ac, toetben fie ge^ 
\§a \eAiM: 91ns ^aben roit ben ^errn bei nni in feiner Tla» 
Mttt snb ^nUc^leit. 4bi(( l^aben fle gebenfen mäffen: ®ir 
Ittai «s {911 aU bie S5fetoi((ter gebalten. €{e finb oHefamnit 
(■U^ aSeia $etni8, t>on bem fold^e« bie €c^fl melbet) l^o^ 
Mcibt nnb beltörgt getteft. IDamm l^at (JT^ri^nl ber ^err 
»fetoiii mdffenl gn il^nen lommen nnb fi«^ i^nen offenbaren, 
»U et i^nen verseifen Jbatte, ba er faget: 3^ koill en(( toieber 
fc|ci nb. ener f er) fou fi^ fttnen. ^Mtt ber Kebe ferr ba« 
wUkt adl^B, fo ffitk er feine Sänger nimmer gs fi<( bracht. 
mo iM l^atitn fU e«..itne0eri4tet." 8) S.ttctbftu 4^%\A 
wUHt n S. ßiäaBftt, 6) St. tt« S. gnoi|. 



mtt bet Qletf} bec Xtauitfltdt, Shmc an|El h^ « 

aud) mit ju^ ab« ber ^etr, unftf Mttt, fBtr'. 3 

, un«." ■. c! 'C' 

Unft Ml. 
<A. II». — St $5'. {70.) - S. 63. (öl.) 
„3>e8 aHnifdien ed)« tft tommeit, ba^ et un* 
feiig mac^e; fo fliegen icii fui iE)in, nie fut im 
Sieufel i). Qtleiq al8 trenn mit einer reoUt nt^cn 
toufenb (BAIbtn geben, unb ein anber ftüitbe unt 
Mtte eine ffiattele in ber ^cinb unb fprSc^c: Born 
bu gu mit laufen ivltft, fo veiü Ic^ btt bie ^artät 1 

fiebeni unb ber (tnber fipiädie: Üäufcft bu ju mir. | 
e tniU i<4 biT bie je^en laufenb Bulben ^tbtn. 9bi 1 
beut uns Oott an met)t bcnn jclien taufenb @illbtii, I 
bei Satan a&tt nur eine ^ßartcfe, bii ei anbete ein 
^artat maa genannt tocrben; unb boc^ laufen wli 
me^t lum leufel ju bcnn ju unfctm ^etm @otti" 

SM. (n.) S^fhU HBR fein ffiDrt ftitn irliaUtB , »ft mJ 

)■ f^nai^ tajit. '■ 

(A. 115.- Sl. 11*.(12'.)- S.9.) ™ 

,,S)r: Satan (at mir cft fürgcmorffn unb biefe 
(ftebanfen gemat^t; Sic nenn beint ante faifc^ unb 
unreit wftte, bobut* bcu 'ipapfl, bic ascjTe, 3Bfln*f 
unb S»nnen fleftütit flnb lO? Unb ^at mic^ oft 
alfo übereilet, baß mjt bec Sc&roei^ ifi au^sebrum 
0cn '). thibli*^, ba tt ni&it (iblaifen nod) nuf^^ttn 
tQoQtc,. gab i<^ i^m bicfc Slntwort: .^rb bi(^ unb 
xebe t9 mtt metncm <Bott/ bei befohlen i>at, baß wir 
foDfli btefen d^ri^m (6[en; ja, bltfrt ßtjilftuä mug 
d Vtk$ ^un. SMtumb noden tcit ßhriften ftin 
nräf nwllenf S^cifhiin verontniDttcn lafTcn.' 



II) XMfHMcr Sttibraranb. i) 3tl«in ber 9r{i 
Mt k) SX It IM(M^Tt nftnn Xtafcl. 

Hnta" fk^ 8k M. 8. 



J 



t 



71 



594. (78.) mn anbere. 
(A. 115. — St. 236*. (244.) r- S. 220». (225*.) 

,JBvxn mir ber ®atan elnaibt, S^rifhtS fei mir 
nid^t an&bifl/ baS ifl ein Sunbe ber ®Dtt8ld{le: 



btt ^) macQt ®ott {um Sügner i). 9lber alfo mu^ . 
id^ )um Xeufel fagen: D6 ic^ fc^on ein @(^alf *) 
lin, fo ifl bennoc^ 6f|rifhi8 fromm •)/' 



(74.) IDenen, bic dT^d^m Heb ^aben nnb befennen, 
fe^t ber XtuW ^art gn. 

(A. 115\ - St218*. (225».) — S. 203\ (208.) 

//3^ ^cilt^ bap ber 3:eufel ben Heben $aulum 
»erbe gar n)eibli(6 getprdngett unb geplagt ^aben m), 
totil er ben Sb^ifhtm [o treulid^ unb fleißig ^erauS 
gefMc^en/ gele^ret unb befannt f)at unb alfo l^eftig 
«uf t^n aebrunaeu/ ald burc^ ben xoix allein muffen 
feiig werben , bie an i^n giduben , aui lauter ®nab 
unb Sarmberiigfeit ^^y, o^ne aUe unfer SSerbienfl 
unb gute 9ßerf^ fie ge^en für ober ffttnaö^; auc^ 
bie falfc^en Se^rer, fo bawiber le^reten, l^art unb ' *) 
mit Stamen gefhaft ^at^ wie feine Spifleln jeugen/^ 

»NL (75.) IDce (eiligen ^anli $etfoit. 
(A. 115*. — St. 300» (309.) — S. 2n. (283.) 

Da Jftaget ibn ") SKagifler JBcit !Dieteri(^ unb 
Spxai): 9Bie achtet i^r^ ^err S)octor, wad $aulu§ 



n S)a« tooHt et gern antfi^ten. m) ^rebiger Sirene snb 
vblfSUig« «eiben. 

1) St. B. S. Sd^erung. 2) St. i. S. fge^eifen nnb ern^ 
U4. S> St. 1. S. von. 4) St. n. S. t ai^ein. 5) ,.fn((eB 
üb" fe(tt St. n. S. 6) St. nnn ba«. 7) St. n. S. t^nn 
toiü, betfelbe. 8) St. gleich ein 6ftnbet nnb Ungeteilter; S. 

S' (4 ein Cnnbet nnb ungeteilt 9) St. n. S. benno^^ ifl 
xiftäi üixt^t, an ben gidnbe iä) , bet \ä)tnU mir alle feine 
•ere<(tigife<t an« (Bnaben. 10) ,,bie an i^n gUnben — liBamu 
^Wcft" feWt St u. S. 11) ,,9art wxV* \i^\i Sv. u- ^* 
2^Slm.jS. 00 fraget S). St. 



— Ta- 
fel fut tint $erfon geneft? XU , 
»S4 flUofte, $au(u9 fei e(n serai^i 
bic tein SnfeEien ae^ott; ein aiauS 
»le aRitgtflti: fp^ilipfju«'" q) 

997. 




'. {19.} S>n««d9n 8<nM»<ntr «dftt^^ «Hlnb ' 
(A. 115». — ßt. 58". (63.) — S..ftJ;XSif^i''y 



^,$faImo 51. (!ß. 8.) fleliet flefActÄai: H5(4^ 
bu baß Suft jur SSa^rbeit, bte tmSfditnn.mf^ 
hu Idffe^ mict» irff[m bte ^etmU^eSett^o). »öl 
ift efn oerboisen SetieimniB ftir teiSBelt, mxt taiif 
n)D()l »ectorQen feldbcn, tic iffinl)it)cit, bic fifi Ser» 
borgen Itegt unb bie licimli(^e SEifl§^ett; nldjt b« 
Surfften, aetjte, ^Ejilpfopljen uiiC ber Älugcn tm 
fet 9BiIt, nein, fonbern beine üBei^t^eit t}aft tu miii 
iriffen laffen! !Daö jft bie a«tbcnc Äunfl, ble Sos 
boletu« ni^t (annp), reimoljl er »iel übet btefcn 
$falm ff^rttbet . 

ffion btefet Auiifl, fo bie SBeltmcig^ctt fiit ctui 
SKart^eft, ja fuc niclitä anfielet imb IjMt, fagt €■ 

faulu« 1. itotintb. i. (äj. lef.)' ^a et fpti^tq); 
mn baS JBott som Areuj ifl eine X^ocI^eit teilen, 
bie »erloten »erben; unö aber, ble rolt fdig »erben, 
• ifie eine ©otte^Ecafl. £Dfim cg fictjct gerc^tfe^en 
0rr.33, 18.): 3* tciU sunl*t rnndKii bie aSSeUijtil 
DetSBeifen (tai tfl, baf fle nickte fei unb ju <S(ian: 
bcn wnbe) unb ccn Jßerflfinb bei aSerfiintigen »iU 
id) vevweifEn. So finb bie Alui^en ! 3äo ßnb ble 
@(^cfftaeUqttenf Bo finb bie Scltroeifen? Aat 
nl^t 90H bie !EBeiät)eit bicfer 3BcIt nir äi^orFett 
aenoAt? S)cnn fcimetl tie Bclt buiclj it^ie ißet«: 
■ $eU «Ott In feinet 2öciei)cit nic^t crfnnntc, ßtjicl 
et (Bett no^I, bur* Ei)örid)(e sptcbigt feUfl ku mtu 
^M'blc, fo baran gidubcn :t. ©internal bie 0uben 
grt^m fpban unb bie (Sriei^cn iin* ÜBeie^eit ' 



0at. o) SiHfMU 



ftfne aBert, foDt>ttil<ti SB bit Jtot. 



I 



— 73 — 

• 

n. Sic aber prebigen ben aefreugigten S^tifhim, 
n Subtil eine Xersernl^ unb ben (SrieAen eine 
^OT^eit. S)enen aber^ bie berufen |inb^ beibe ^u- 
n unb ®Tiec^en, prebiaen n>ir S^rlfhtm^ gßttlicbe 
taft unb 0&ttH^e SBeid^eit !Denn bie göttli(i)e 
^otbeit i{l weifet^ benn bie SRenfc^en ^m, unb 
e göttliche @(^n)a(^I)eit ifl flfttfer^ benn bie SRens 
)m finb k. Denn S^rifhiS ;S^fud ifl und ))on 
•Ott gemacht gut SEBeid^eit unb )ur Q^erec^tigfeit 
ib iUT «Heiligung unb }ut Sriöfung , auf ia^, n^ie 
fortleben fle^t (3er. 9, 24.)/ wer ffc^ ruf^met, bcr 
tpme {{(^ be8 £erm. 

Srafmud/ @aboIetud^ bie ^apiften^ SDBalen 2C. 
1^/ ba^ id^ auff)ebe ben 3n:t^um beS $öbe(d unb 
»etnen Stanned r). 3)ad \\t i^nen mcf)t au leiben; 
um Re l^altenS bafur , man foU bem SSolf nimmer 

}t ^) na^^dnaen unb umb gemeines ^rieben wiUen 
man immerhin glauben ^ wad bad äSoIf gl&ubet. 
NctDobt be« $5beld s) ®(aube gar nichts ifl unb 
in Olaub )u ad^ten; benn baS ifi QCtoi^, ba$ fie 
m Oott aSater^ @oI)n unb .geiligem ®eift nid)td 
dteiu Xber ber bad @piel angefangen i)at, ber 
dt bie Sßa^ri^eit lieb/ barumb wirb er ber Suaen 
liRfe fein. Der^alben werben bie äSuben weiblich 
iflffen )u Sobem gelbem £)b wir nu muffen "oon 
et 6^rifti wegen etwas bran fe^en^ fo la^ ed immer 
c^en! Denn ®otte8 ®ericbt fä^et an am «igaufe 
totteS i), wir mäffen bie Srflen fein^ fie aber muf- 
m tfttna&i, unb bamac^ fein Snbe; ba§ foKen fie 
rfaljren!'' 

n. (97.) (S:i^t{flitm erfcnnrn nbertrip «Iled, xoai auf 

(Scbcn ehoal i% 

(A. 116. — Sl. 59. (63».) — S. 57*. (59'.) 

,^3^r fotlct nicf)t bie ganje SBelt bafur nel)mcn/' 
prac^ D. 2R. »ut^er, ,,bap if)r wiffet, 6t)rifhid fei 



r) 9)et AüBflrrfal^nien ffarge^r«. s) $dbtl l) 1. ^tV* 
17. 
i^ Si. Immer; Ä jy/mmrr ^. nimmtt tdi^i. 



— M — * _ 

C^flnS, bo« ift unfet tinic\n ^tüavii, ^D^rrvtic: 
ftn, Aintg tmb ^erc, welken ') 1^ lange 3"t in 
meinem Stloftnltben ntt^t crFannt l)at>eu). S)a irii 
nu fi^on btäbec fielen, fo Ubtt bod) g^rifhtS; Icbd 
<c, fo roeUta nix auc^ geioiglid) leben. Srnii bie: 
fet ') ®omd| flehet fefl unb ^ctrii, »irb aud? ivot)! 
enis napr Meiben nibec aUe böUift^e Pforten, H 
er fpt((lrt(3oft. 14, 19): 3c& lebe, fo foUt iOt aud) 
feten. »u otet ijt 6brtfhi«, ben roic ptefciflcn, ®oH, 
1>atum&(fl ble ganje äBeltniditä Qcgen biefem e^rlflo." 

US. (18). (Sin anbni. 
(A. 116.— St 59. (63-.) — S. 57'. (59.) 

„Äße iSritnietfen »erfvptten imb iierla^cn unB 
e^ciftenv), baf wir bie ©ad)c beö .^etni Glirifli 
mtt folt^em Srnße fügten uiib treiben ; eS foU itjnen 
aber ant JAngfltit ä^ge jetri^lif^ iiibmS3ufm fallen. 

S)a4 futnebmefte @tutium in bei 3:ljtolüvliQ'(f). 
baf man €^rifhim ie6t lenie crfennenw). ^antmb 
faßt @. ?petru8 (2. Splft. 3, 18.): JBa*fet «nb 
nelfnet gu im etfenntnlf ^\t{ü €bttfli, nämli<^ bag 
er fei ber SUIeiiatm^erjtgflf, föütigftc, ®crecl)tc(le «nb 
98eifefle, Unb nenn fc^ la^ nur tjinter mir laffcn 
mA^te/baS i^ it(t mU ^Atjeftem ^) $Iei& treibe unb 
le^re, man fou ftd) ^üten fuc @pecuiiten unb Sbrif 
fium alleine oufd OrinfAItfgfte unb (Deroiffene eigceifen, 
fo IfÄtte ii) »lel flet^an unb nuög«ict)t." 

«W. (ff } «^T(#l nnb b» «peßtln Sr^tre. 
(A. 116. — S. 2S*.) 

Do einer fagte, ®. ^aul. Ijt^itf viel ©tötf 114* 
tec unb beutlti^er fleic^ret brnn<ii)ri|hiBx), antmort 
J).aR. S. brouf: „Kenn bicffr@vr"* (Sitm.5.i'i.) 
Im ^aulo nid|t ftönbe: SJnrtt; einen !9Ienf(f)tn i|t bie 



■) S« tÜM feli^ IDctl? t) efjlttr in V^ttßtn. 

w) 9t(bt0n« 9ti(. s) «Aanr» mlbit bit albnt Wifalt 

, i; W. Mlt^rt. 1) St, B. u. W. unftt. S) Si. M.^ 

9^- M 



76 



Cftnbe mib ber Sob bnrd» bie @tinbe in bie 9ßett 
f ommen imb l^ecrfc^et auc^ über bie^ bie nic^t gefun^ 
Maet l^aben »ie Sibam^ fo f6nnte man fd^tDerltc^ tu 
galten mit fictDlffen S^ugniffen ber @c^rift bie ^rbs 
fanbe^ fo oUen SKenfc^en angebom ifl« 

JDie ?Prebigt t)cn ß^ripo, fagt er weiter, ifl 
mdi feiner Suferflei^ung , ba er ben «^eiligen 6iei{l 
fanbte^ in aUe SCBelt audgangen, erfc^oQen unb ge^ 
waltiglif^ bnrc^gebrungeny)« 9Bie er benn fürs V^- 
wx, ebe er aumtbr gen «ßimmel, ben ^ungern Us 
fa^I (äXarc. 16^ 15.): ®e^et ^in in aüt mit k. 
3tem: di ifl euc^ gilt, ba$ idi ^ingel^e, benn ber 
%a^, ber ^eilig ®eift^ n)irbd euc^ mei lehren 
imb bei SlOed erinnern, bad ic^ euc^ gefagt b^ibe» 
Cr totrb euc^ in al(e 9Ba^r^eit leiten. (So^. 16, 7. 
14, 26.) SDiefer SWeiper, ber Aeillg ®eijl, bat 
bnn^ bie Spofleln gerebt nnb itmttt unb bie Scbre 
Bon (KISiriflo n&rer oarget^an, alfo ba^ if^re ^rebigt 
boiftigttc^ burd^aebrungen unb me^r ^ruc^t gefc^afft 
fKit; benn ba ßprifhtS prebigte. 9Bie er felbd iu\)cr 
iMn:fänbtaet l^atte: SBer an mic^ glaubet, ber n)irb 
bie Serf au(^ t^un, bie i^ tbue, unb n)irb größere 
beim biefe tbun. (3ob. 14, 12.) 

Stern, ba er [pra(^ 2Ratt^. Dit. (28,19.): ®e^et 
bin, lehret oUe S^lfer unb taufet fie im !Ramen k. z) 
2)a< ifl fo Diel gefagt: SRein SSolf, bie Swben, benen 
1^ t)erbei$en bm, b^tben ni^t xooütn noc^ fönnen 
meine ^rebigt bdren in einem Keinen SSiinfel (in 
3nb&a) ber 5BeIt. 3bx foHen unb muffen euer ^re^ 
Mgt aUe asölfer in aller 9Belt b^ren. !De^ unb fein 
anberd; benn mir ifl gegeben alle ®ett)aU im «i^im^ 
met unb ^ben, aucb xoiü ic^ bei euc^ fein bid m 
ber Seit «nbe. (aRattb. 28, 18. 20.) 

3<b <^4te aber, Sl^rifhid t)abe fat^te unb fdu? 
bnliif gefat)ren mit feiner $rebigt a), nic^t mit 
ÜRacbt n^oOen bur^bringen (tt)ie er n)0^l bAtte fön:; 
nen tbun, »eil er fo gett)altig prebigte, bap fi^ ba8 



y) fiifl M 9. fßnti. z) ümtiinuti^ bei VttU)^ ^« 



— 76 — 

aSoIf über feiner Se^re entfalte) utnb ber 93&ter loiU 
len^ benen rr i^eri^eifen xoax, bamit bte Stfc^neibuim 
unb bad ®efe^ fampt bem ®ottedbienfle in ber Stille, 
mit Sf^ren tmb ®ebulb berer, bie grof t>on aS&tem 
fjicltcn, abgct^an unb aufgel^aben würben/' 

601. (80.) (El^ri^n« \i9X nmbronfl getJTeUget. 
(A. HO*. — Si. 46*. (50.) — S. 44». (45.) 

^^ß^riflud \jQX sn?ar umbfonfl un^ o^ne Sefot 
bung geprebiget, glei(^n?o^I f)aben i^me bie from; 
mcn, gottfurdjtigen SBeiber, bie er Don unfaubem 
®eiflern unb Äranff^eiten I^atte gefunb gemacht, »on 
ibrer «i^abe geben, fiuc.8. (93.3.), i^m ©teuer unb 
«l^anbreic^una getf)an b), auc^ ^at er genommen, 
wad i^m ^Inbere freitvillig gegeben ^aben. So^. 12. 
(». 6.) 

9llfo fprat^ er au(^ ju. ben äpojleln, ba er ^e 
fanbte su prebigen: Umbfonfl ^abt i^rS empfangen, 
umbfonfl gebt« au^ (SWatt^. 10, a).' 8W<^t, taf 
er i^nen ))erboten ^atte, etwas für i^re Srbeit }U 
net^men, fonbern bof fle für bie ©petfe, Jtleibungic 
nic^t foQten forgen; benn wo fie binfamen, mürben 
fie Seute ^ben, bie fie nicbt würben la^en 9lot(} 
leiben c). SBie er weiter fpriqt: Sßo i^r in etn,^an8 
tommet, fo bleibt im felben, ba ed wertb ift; efet 
unb trinfet, wad fie ^aben, benn ein Sirbetter iß 
feine« So^n« wertt). 2Rattt). 10. (». 10* 11.)/ 2uc 
10. (». 5—7.) Unb 1. Äor. 9. (». 9. 14.)